Mitgliederversammlung des Landvolkverbandes Braunschweiger Land: Ehrungen und Neuwahl des Vorstands
Pressemitteilung
Lengede, 7. Mai 2026 – Auf der diesjährigen, gut besuchten Mitgliederversammlung des Landvolkverbandes Braunschweiger Land ist ein neuer Vorstand gewählt worden. Karl-Friedrich Wolff von der Sahl (Landkreis Helmstedt) wurde als Vorsitzender bestätigt. Seine beiden Stellvertreter bleiben Luis Lütgering (Stadt Salzgitter) und Christian Wohlenberg (Landkreis Peine).
Auch Karoline Vorlop, Dr. Niels Pelka (beide Landkreis Wolfenbüttel), Elisa Pape und Mark Widdeke (beide Landkreis Helmstedt) sowie Henning Rühmann (Landkreis Salzgitter) wurden erneut in ihren Ehrenämtern bestätigt.
Mit der silbernen Ehrennadel für besondere Verdienste im Landvolkverband wurden Manfred Walkemeyer und Jürgen Hacke mit großem Dank und Anerkennung aus dem Vorstand verabschiedet. Beide treten nach langjährigem ehrenamtlichem Engagement in den wohlverdienten Ruhestand ein.
Harald Wagenschieber (Landkreis Goslar) und Carsten Lauenstein (Landkreis Peine) kandidierten nicht erneut für den Vorstand. Der Verband dankte beiden ausdrücklich für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute.
Neu in den Vorstand gewählt wurden Jörn-Hendrik Cramm (Stadt Braunschweig), Hagen Meyer (Landkreis Peine), Karsten Beutnagel (Landkreis Peine) sowie Dr. Gunnar Breustedt (Landkreis Goslar). Damit bleiben die Regionen der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder weiterhin gut vertreten.
In seinem Bericht blickte Vorsitzender Karl-Friedrich Wolff von der Sahl auf ein herausforderndes Jahr für die Landwirtschaft zurück. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftlich angespannte Lage vieler Betriebe, steigende Produktionskosten, zunehmende Bürokratie sowie politische Rahmenbedingungen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
„Die Landwirtschaft im Braunschweiger Land ist nicht krank. Sie ist belastbar, innovativ und von Menschen geführt, die jeden Morgen früher aufstehen als die meisten Politiker, die über sie entscheiden“, betonte Wolff von der Sahl vor den Mitgliedern.
Zugleich machte der Vorsitzende deutlich, dass die Belastbarkeit vieler Betriebe an Grenzen stoße. Der Verband werde sich daher weiterhin mit Nachdruck für bessere Rahmenbedingungen, Bürokratieabbau und Planungssicherheit einsetzen. Kritisch äußerte sich Wolff von der Sahl unter anderem zu überbordenden Dokumentationspflichten, zur europäischen Umweltgesetzgebung sowie zur aktuellen Wolfspolitik.
Positiv bewertete der Vorsitzende dagegen die Entwicklungen bei der Düngeverordnung sowie die Rückkehr der Agrardieselregelung. Zudem kündigte er an, dass sich der Verband künftig intensiver mit dem Thema Wasserverfügbarkeit und der Wiederverwendung gereinigten Abwassers für die landwirtschaftliche Bewässerung beschäftigen werde.
Abschließend dankte Wolff von der Sahl den Mitgliedern für ihr Vertrauen und ihr Engagement: „Wir brauchen diesen Verband nicht als Klagemauer, sondern als Stimme, als Netzwerk und als Gemeinschaft, die Dinge bewegt.“
HINWEIS BRÜCKENTAGE
Die Geschäftsstelle in Braunschweig wird an den Feiertagen am 01., 14. und 25. Mai sowie dem darauffolgenden Brückentag, 15. Mai, nicht besetzt sein!
Junglandwirte informierten sich über Agroforstsystem
Am 15. April trafen sich über 20 Junglandwirte und Junglandwirtinnen auf dem Hof von Stefan Schreiber in Neindorf zu einer Betriebsbesichtigung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung seines Betriebes, mit besonderem Fokus auf die Agroforstsysteme, die in den Jahren 2024 und 2026 angelegt wurden.
Neben dem Ackerbau betreibt Stefan Schreiber ein Nahwärmenetz, über das aktuell 31 Haushalte mit Energie versorgt werden. Perspektivisch soll das benötigte Hackgut aus den eigenen Agroforstplantagen gewonnen werden.
Im Rahmen der Besichtigung konnten sich die Teilnehmenden ein Bild von der praktischen Umsetzung machen: Besichtigt wurden sowohl die frisch gepflanzten Pappeln auf einer Fläche in Ohrum als auch eine bereits etablierte Agroforstfläche in Neindorf, die seit zwei Jahren besteht.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Wolfenbüttel und der Klimalandschaft Wolfenbüttel umgesetzt und gefördert.
Im Anschluss an die Besichtigung fand ein gemeinsames Grillen statt, bei dem die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung genutzt wurde. Die Vorfreude auf die nächste Betriebsbesichtigung der Junglandwirte ist bereits groß.
Organisiert wurde die Veranstaltung von den Junglandwirten, insbesondere durch Frederick Broihan und Karoline Vorlop.

Initiative "Bienenfreundlicher Landwirt 2026"
Eine Initiative der niedersächsischen Kreislandvolkverbände
Der Bienenfreundliche Landwirt (BFL) ist eine Aktion von Eure Landwirte – Echt grün e.V., die zeigt, wie landwirtschaftliche Praxis und aktiver Insektenschutz zusammengehen. Seit 2019 machen jedes Jahr mehr Betriebe mit und setzen konkrete Maßnahmen für Wildbienen, Insekten und andere wichtige Bestäuber um – auf der Hofstelle, auf Acker- und Grünlandflächen oder in Zusammenarbeit mit Imkern und Naturschutzorganisationen. In 2025 beteiligten sich rund 1.100 Betriebe, so viele wie noch nie. Die Maßnahmen basieren auf einem klar definierten Kriterienkatalog, der 2018 gemeinsam mit dem LAVES Institut für Bienenkunde in Celle entwickelt und fachlich begleitet wurde. Um teilzunehmen, wählen Landwirte aus verschiedenen Kategorien Maßnahmen aus und erreichen eine festgelegte Mindestpunktzahl. So bleibt der Einsatz nachvollziehbar, praxisnah und überprüfbar. Der Bienenfreundliche Landwirt steht für freiwilliges Engagement, Verantwortung und sichtbare Biodiversität – direkt dort, wo Landwirtschaft stattfindet.
Vorteile für die Landwirte
- Sichtbarkeit für das eigene Engagement
- Klare, praxisnahe Kriterien
- Positive Kommunikation nach außen
- Anerkennung innerhalb des Berufsstandes
- Einbindung in eine landesweite Kampagne
Hier geht´s zur Anmeldung
https://eure-landwirte.de/bienenfreundlicher-landwirt/anmeldung
Projekt FABiAN im Landkreis Goslar geht weiter!
Ab sofort können sich Interessierte wieder für das Projekt FABiAN bewerben.
Alles weitere unter folgendem Link:
Interessenbekundung für das Projekt FABiAN im Landkreis Goslar

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