Willkommen beim Niedersächsischen Landvolk Braunschweiger Land e.V.

Wir sind die Interessenvertretung der Landwirte, der Grund-eigentümer und der Menschen im ländlichen Raum unserer Region!

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22. Braunschweiger Getreidetag

Pflanzaktion in Seesen

Influenza – Virus beim Geflügel

Chinesische Fachgruppe besucht den Betrieb der Familie Lüddeke in Gr. Lafferde - näheres siehe "Betriebe stellen sich vor"

Maschinenvorführung des LPV am 09.11.2016

Ein ungewohntes Bild bot sich auf den Wiesen zwischen Warle und Barnstorf: Dort, wo sonst nur Schottische Highlandrinder grasen, tummelten sich am Mittwoch zahlreiche Personen in einem bunten Durcheinander.

Grund dafür war eine Einladung des Landschaftspflegeverbandes Wolfenbüttel zur Vorführung von innovativen Maschinen zur Grünlandpflege. „Grünland hat im Naturschutz sehr hohe Bedeutung“, erklärt Carsten Schütte von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Insbesondere bei extensiver Nutzung, wie hier in Warle, gäbe es eine hohe Artenvielfalt. Hier würden mit Braunkehlchen, Wiesenpieper und Kiebitz Arten brüten, für die es kaum noch Lebensraum gibt.

 

Das Interesse an der neuen Technik ist groß, neben ansässigen Landwirten waren Vertreter der Gewässerunterhaltungsverbände und auch der Stadt Braunschweig gekommen, die sich mit diesen Maschinen auch eine Pflege ihrer aus Naturschutzsicht wertvollen Flächen vorstellen können.

Volker Meier, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes, ist begeistert von der neuen Technik. „Mit großen Geräten kann man solche Standorte kaum pflegen, da sie den nassen Boden unweigerlich schädigen würden.“ Die Maschinen der Firma Brielmeier aus Friedrichshafen bieten eine gute Alternative, mit ihren breiten walzenförmigen Rädern scheinen sie über den Boden zu schweben. Sogar Fernsteuerung ist möglich. „Das Ergebnis überzeugt mich“, so Meier. „Diese Geräte sind auch hervorragend zur Pflege unserer Obstwiesen geeignet“.

 

Der Landschaftspflegeverband besteht zu je einem Drittel aus Vertretern der Naturschutz­verbände, der Landwirtschaft und des Landkreises, er ist einer von drei Verbänden in ganz Niedersachsen und kümmert sich um die Pflege von Streuobstwiesen und Grünland im ganzen Landkreis.

Fotoquelle: privat.

Bildunterschrift: Diskussion über die Funktion eines Doppelmessermähbalkens.

Von links nach rechts: Die Herren Meier, Schliephake, Landwirt, Mitarbeiter der Fa. Brielmaier, Dr. Schütte, Mührs, Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel e. V., Maaß, ebenfalls Fa. Brielmaier

Erntedankaktionen 2016

Bei den diesjährigen Erntedankaktionen in den Städten Wolfenbüttel und Helmstedt sowie in Königslutter und Bad Harzburg kamen ca. 3.000 Interessierte an unsere „Stände“, um sich über die Landwirtschaft zu informieren und natürlich, eine Mehlspende überreicht zu bekommen.

 

Sicherlich war auch das herrliche Wetter auf der Seite der Akteure. Bei schönen Wetter nehmen sich die Leute einfach mehr Zeit, auch einmal ins Gespräch mit den Akteuren der Landwirtschaft zu kommen.

 

Die LandFrauen, die Landjugend und der Landvolkverband waren rundum zufrieden mit den Aktionen.

Die Rüninger Mühle hat diese Aktion mit einer Mehlspende (Goldstaub) unterstützt.

Recht herzlichen Dank hierfür.

Artikel aus der neuen Braunschweiger: "Lernpraktischer Tag zur Zuckerrüber"

Wie sähe Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus?

Das zeigt die Aktion „SCHAU ins Feld!“ von „PFLANZENSCHÜTZER – Eine Initiative für die deutsche Landwirtschaft“. Die teilnehmenden Landwirte verzichten in ausgewählten Feldabschnitten auf Pflanzenschutz-Maßnahmen. Das Ergebnis ist „Unkraut ohne Rüben“. Die Anmeldung für 2017 ist gestartet. Unter folgendem Link erhalten Sie nähere Informationen:

 

http://www.iva.de/newsroom/pressemitteilungen/schau-ins-feld-2017-mitmach-aktion-fuer-landwirte-geht-die-dritte-runde

"Wir alle sind die Guten von nebenan"

L P D - „Wir wollen, dass uns die Bevölkerung Vertrauen und Akzeptanz schenkt. Wir ackern mit größter Sorgfalt für die Luft, den Boden und das Wasser und erzeugen die sichersten Lebensmittel, die es je gab.“ Mit diesen Worten warb Landvolkpräsident Werner Hilse auf einer Kundgebung mit 3.500 Landwirten zum Abschluss des Bauerntages in Hannover um Sympathie bei der Bevölkerung. Die Bauern kamen aus dem ganzen Bundesgebiet, die Mehrzahl aus Niedersachsen. Die Kundgebung setzte einen kraftvollen Schlussakkord unter den Bauerntag in Hannover! Auf Transparenten verwahrten sich Landwirte und ihre Familien gegen immer weitere Auflagen, Vorschriften und bürokratischen Ballast, aber auch Anfeindungen. Der Protestzug war morgens am Hauptbahnhof in Hannover gestartet. Ein Zwischenstopp an der Oper war der Tragödie „Der zerbrochene Milchkrug“ gewidmet, vor dem Zoo wurde die schwarzbunte Arabella aus Otternhagen als letzte Kuh an den Zoo übergeben, die miserablen Preise zwangen ihren Besitzer zu dem Schritt. 

Junge Bäuerinnen und Bauern aus Deutschland schilderten bei der Abschlusskundgebung an der Stadthalle ihre Sorgen. Mit Blick auf die zurzeit größte Krise in der Landwirtschaft  sagte Hendrik Lübben, Milchviehhalter und Vater eines zweijährigen Sohnes aus der Wesermarsch, er habe Angst. „Mit dieser Angst stehen wir jeden Morgen auf, sie begleitet uns durch den Tag, und wir schlafen damit am Abend ein“. Er kritisierte die Bundesregierung, die in nur einer Nacht zwei Milliarden Euro zur Unterstützung der Autoindustrie und der Elektromobilität beschlossen habe, aber Wochen benötige, um ein Hilfspaket für die Bauern in Höhe von 100 Mio. Euro „plus X“ zu beschließen. Er appellierte zugleich an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, die Krise EU-weit zu entschärfen. „Damit auch in Zukunft junge Leute Landwirt werden wollen, bedarf es nicht nur guter Preise“, sagte Jan Henrik Schöne von der Niedersächsischen Landjugend an. Er fügte an, auch wenn die Milch nur 20 Cent koste, gäben die Bauern 100 Prozent für ihre Tiere. Der Landwirt aus dem Landkreis Osterholz-Scharmbeck, Vater einen Säuglings, meinte weiter, keiner habe Lust, am Wochenende der Garant fürs Dorfleben zu sein und am Montagabend als Brunnenvergifter im Fernsehen dargestellt zu werden. Ein Teil der Mitbürgerinnen und Mitbürger sei mit der Landwirtschaft im Allgemeinen zufrieden. Und Jeder vertraue dem Bauern nebenan, den er persönlich kennt. „Jede und Jeder von uns, wir alle sind die Guten von nebenan“, sagte Schöne unter dem tosenden Beifall der Kundgebungsteilnehmer und wehrte sich gegen überzogene Kritik an moderner Landwirtschaft. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt lud die jungen Landwirten und Landwirte zu einem Dialog unter Praktikern nach Berlin ein. (LPD 50/2016)

 

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Teilnehmern des Kundgebungsmarsches!!!

Ein Dankesschreiben haben Sie per E-Mail und Fax erhalten und ist hier auch abrufbar.

 

Dankesschreiben_2016_TN.pdf
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Tour de Flur in Lutter: Und plötzlich wurde es eng auf den Höfen

Am Sonntag, den 26. Juni fand ab 11 Uhr in Lutter im Landkreis Goslar die „Tour de Flur“ statt. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landvolk Braunschweiger Land e.V. wurde hierfür schon seit einigen Wochen Werbung betrieben, die sich jetzt auszahlte. Zu Fuß, mit dem Rad oder Auto und sogar mit dem Trecker kamen die Gäste auf die landwirtschaftlichen Betriebe.

Nach den Unwettern der letzten Tage sank der Optimismus der teilnehmenden Betriebe. Doch bei bestem Sonntagswetter trudelten ab halb 11 die ersten Besucher am Milchviehstall von Karl-Wilhelm und Jan Ohlendorf ein. Der im vergangenen Jahr neu erbaute Stall mit 120 Plätzen, eigener Nachzucht, Vollautomatischen Melksystem und Auslauffläche war für alle Teilnehmer das erste Highlight der Tour. Rund 300 Gäste unterschiedlichen Alters  trafen nach und nach ein und das ursprüngliche Konzept einer gemeinsamen Führung mit Kurzvorträgen und einem gemeinsamen Weiterreisen zu den nächsten Stationen musste schnell überworfen werden. Die Familie verteilte sich auf dem Betrieb an den wichtigen Stationen, wie dem Futtertisch, dem Melkroboter und dem Futtermischwagen. Heidi Ohlendorf und Jans Freundin Franziska Spandau verteilten Milchmixgetränke an die Kinder, die von der Molkerei gesponsert wurden. Fragen rund um die Kuh, die Technik und den Stallbau wurden von Familie Ohlendorf beantwortet und die Besucher waren überrascht, wie entspannt die Kühe waren.

Anschließend ging es weiter zu dem Bio-Betrieb von Jan Conrad Gaus. Im letzten Jahr wurde dort der Biolegehennenstall mit Platz für 12.000 Hennen erbaut. Im Jahr 2014 pachtete er von seinem Vater eine landwirtschaftliche Fläche für sein Projekt. Die Fläche wurde komplett auf ökologischen Landbau nach den Naturland Verbands-Richtlinien umgestellt, „ich verfüttere zusätzlich zum ökologischen Hennenfutter nur meinen eigens produzierten Weizen“ sagte Jan Gaus.
Im vergangenen November zogen dort die ersten Hühner in ihren Stall mit großzügigen 56.000 m² Auslauf ein. Den Besuchern wurde Einblick in die Fütterung, den Stall, die Voliere und den Freilauf gewährt. Der Stall besteht aus vier einzelnen Stallabteilen mit jeweils 3.000 Hennen. Dies ist ein wichtiges Merkmal des Bio-Legehennenstalls gegenüber dem konventionellen Haltungssystem.
Ein besonderes Highlight war hier der Betrieb der Eierpackanlage. Die Eier kamen über ein Laufband in den Vorraum des Stalls, hier wurde zunächst eine optische Kontrolle durchgeführt, um beschädigte oder nicht der Norm entsprechenden Eier auszusortieren. Anschließend erfolgt die Platzierung der Eier auf eine 30er Palette, die dann durch eine digitale Stempelanlage fährt. Jan Conrad Gaus Vater erklärte den Besuchern die Zusammensetzung des Stempels und was alles bei der Eierverpackung beachtet werden muss. „Die Eier werden alle nach Regensburg verkauft“ und dort im Süddeutschen Raum vermarktet, erklärte Hans-Konrad Gaus den vielen Besuchern.

Weiter ging es zum Gänsehof der Familie Otterstedt. Harm Otterstedt hat 1999 den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern übernommen. „Irgendwann wurde aus der anfänglichen Weihnachtsganshaltung für Freunde ein eigenständiger Betriebszweig. Mittlerweile halten wir ganzjährig Hähnchen, Hühner und Enten. Auch unsere Weihnachtsgansgruppe hat sich etwas vergrößert“ erläutert Otterstedt seinen Gästen. Seit kurzem hat sich seine Frau Rabea den Traum vom eigenen Hofladen erfüllt. Hierrüber erfolgt die Vermarktung der eigens produzierten Geflügelprodukte. „Meine Kunden kommen gerne, denn sie wissen wie unsere Tiere gehalten werden“ sagt Rabea.
Auf dem Betrieb von Otterstedts fand der gemütliche Ausklang der Tour de Flur statt. In liebevoll dekorierter Atmosphäre luden alle Landwirte zu Bratwürstchen und Getränken ein. „Auf so einen Ansturm waren wir gar nicht vorbereitet, wir haben das Beste daraus gemacht und haben schon viel positives Feedback von unseren Gästen erhalten – Es hat sich gelohnt, da sind wir uns alle einig!“ sagte Jan Ohlendorf.

Tag des offenen Hofes 2016 in Volkmarsdorf

Unter dem Motto „Gläserne Landwirtschaft“ öffneten mehr als 70 Höfe ihre Tore für Besucher am „Tag des offenen Hofes“.

Ca. 2.500 Gäste nahmen die Gelegenheit war, den Betrieb von Familie Widdecke in Volkmarsdorf, zu besuchen.

„Wir wollen den Bürgen zeigen, wie wir unter Beachtung des Umweltschutzes gesunde Lebensmittel produzieren.“, so der Betriebsleiter Mark Widdecke.

Die Familie wirtschaftet viehlos einen Ackerbaubetrieb. Trotzdem gab es für die Besucher Tauben, Hühner und Kälber am Sonntag zu sehen, die seitens einiger Berufskollegen zur Verfügung gestellt worden sind.  

Auch großen Maschinen konnten sich die Besucher anschauen. Z. B. einen Mähdrescher mit einer Schnittbreite von 7,50 Metern und eine Pflanzenschutzspritze mit 27 Metern Breite. Die Ausmaße waren für die Besucher beeindruckend. 

Tag des offenen Hofes 2016 in Schladen

Marion von Kaufmann lud auf die Domäne Schalden-Achim in den Landkreis Wolfenbüttel ein.

Es bot sich den Gästen ein breites informatives Programm. Ein kleines Highlight war die originalgetreue Nachbildung einer Zuckerfabrik, die Nordzucker-Azubis in vielen Jahren gebaut haben.

Auch die Jägerschaft Wolfenbüttel war mit ihrem Infomobil in Schladen zu Gast. Für die musikalische Untermalung sorgte die Jagdhornbläsergruppe Innerstetal. Das leibliche Wohl wurde vom örtlichen Schlachter und den LandFrauen versorgt. Auch die Kinder kamen nicht zu kurz, ein Getreidebad und eine Strohburg sorgten für eine gelungene Beschäftigung. Bei den großen Maschinen kamen nicht nur die kleinen ins Stauen, als Quiz musste das Gewicht eines Fendt 926 mit angehängtem Güllefass geschätzt werden, zu gewinnen gab es Führungen in der Zuckerfabrik in Schladen und der Okermühle.

Feldrundfahrt Wolfenbüttel 2016

Am 06. Juni konnte der Vorsitzende des Niedersächsisches  Landvolkes, Braunschweiger Land e. V., Herr Ulrich Löhr ca. 100 Gäste aus Landwirtschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Politik auf dem Betrieb von Johannes-Heinrich Schrader begrüßen.

Gleich nach der Begrüßung begaben sich die Gäste auf die von Traktoren gezogenen Anhängergespanne und brachen zu einer Rundfahrt durch die Flöther Feldmark auf.

An einigen Punkten in der Feldmark wurde bei einem Halt die Anbausituation der Früchte thematisiert.

Nachdem eine lange Trockenperiode seit Anfang März insbesondere dem Getreide bereits arg zu schaffen gemacht hatte, haben die Niederschläge der vergangenen Woche für Entspannung gesorgt. Wolfenbüttel blieb, von den insbesondere in Süddeutschland wütenden Unwettern, verschont und der Boden war in der Lage, die Niederschläge aufzunehmen.

Die Pflanzen auf den tiefgründigen Böden westlich des Oders haben diese Trockenphase insgesamt gut überstanden, während die Getreide- und Rapsbestände an den Waldhängen von Elm und Asse und auf den wechselnden Böden des nordöstlichen Kreisgebietes erheblich unter der Trockenheit gelitten haben.

Die im Frühjahr gesäten Früchte wie Zuckerrüben und Mais präsentieren sich auf fast allen Flächen in sehr gutem Zustand.

Weniger freundlich sieht die Preissituation an den Getreidemärkten aus. Das momentane Niveau der Preise wird keine kostendeckende Produktion erlauben. Der Rapspreis hat sich in den letzten Wochen recht erfreulich entwickelt.

Katastrophal sieht hingegen die Marktlage bei den Milchviehhaltern aus. Dort sind staatliche Hilfen zur Erhaltung der Liquidität auf den Betrieben unbedingt notwendig.

Insgesamt werde deutlich, dass die Landwirtschaft sich bei keinem Produkt mehr von den stark schwankenden Weltmärkten abkoppeln kann. Verbrauchsveränderungen auf der anderen Seite des Globus wirken sich umgehend auch auf die regionalen landwirtschaftlichen Produktpreise aus.

Löhr wies auch auf die sich ändernden Bedingungen für den Rübenanbau hin. Ab der Ernte 2017 werden die Rübenanbauer nach dem Ende der sogenannten Rübenmarktordnung die Schwankungen des Weltmarktes fast ungebremst zu spüren bekommen.

Geradezu empört sind die Wolfenbütteler Landwirte über eine neue Software, die  aus dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium zur Verfügung gestellt wurde, über die Anträge über EU Fördermittel gestellt werden müssen.

Wörtlich führte Löhr aus: „ Wir wissen, dass es sich dabei um Steuergelder handelt, die uns zur Verfügung gestellt werden. Deshalb wollen wir die Anträge sehr sorgsam stellen. Aber die dauernden Systemabstürze, Serverüberlastungen und Programmungenauigkeiten rauben uns den Schlaf und die letzten Nerven. In der freien Wirtschaft wären solche schlampigen Programmierer fristlos entlassen worden.“

Weiterhin wurde verdeutlich, dass die geplanten Infrastruktur- und Baumaßnahmen in der Braunschweiger Region die Landknappheit noch weiter verschärfen. Als Beispiele nannte Löhr die neuen Gewerbe- und Baugebiete in Wolfenbüttel und Salzgitter, sowie den geplanten Neubau eine Trasse für die B 65 westlich von Braunschweig.

Erfreut hingegen zeigte er sich, dass kommunenübergreifend eine Ostumgehung von Wolfenbüttel abgelehnt wird.

Nach Ende seiner Ausführungen, wurden diese in angeregter Diskussion bei einem Imbiss vertieft.

Mitgliederversammlung am 30. Mai bei der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig

Albert Schulte to Brinke, Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V., stellte die „Strategische Ausrichtung des Verbandes“ vor.

Am 30. Mai 2016 fand in der Zentrale der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig die Mitgliederversammlung des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land statt.

Anfang diesen Jahres wurde die Haftpflichtversicherungsanstalt Braunschweig auf die beiden Gewährsträger, Öffentliche Versicherung und VGH Versicherungsgruppe übertragen. Die Haftpflichtversicherungsanstalt war einmal als spezialisierter landwirtschaftlicher Versicherer der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft entstanden.

Die Teilübernahme bot der Öffentlichen Versicherung die Möglichkeit sich vorzustellen. Herr Lars Giebel, Abteilungsleiter der Öffentlichen Versicherung – Landwirtschaft – nutzte die Gelegenheit, das Angebotsspektrum seiner Versicherung vorzustellen.

Aus aktuellem Anlass, bat das Landvolk, Dr. Clemens Becker vom Zuckerrübenanbauerverband über die aktuellen Vertragsangebote der Nordzucker AG für den Zuckerrübenanbau 2017 zu berichten. Dabei wurden auch Einzelfragen zum Umgang mit Überrüben beantwortet. Intensiv wurde über die technischen Probleme bei der Nutzung des Agriportals für die Registrierung der neuen Verträge diskutiert.

Der Verbandsvorsitzende Ulrich Löhr gab einen umfassenden Überblick über die politischen Entwicklungen rund um die Landwirtschaft sowie über das Marktgeschehen beim Getreide- und Rapsanbau. Den Landwirten wird in den letzten Jahren immer mehr Büroarbeit aufgebürdet, sei es durch Aufzeichnungspflichten beim Dünger- und Pflanzenschutzeinsatz. Die exakte Zeichnung der Ackerschläge brachte bei der neuen geobasierten Antragstellung auf Agrarförderung eine ganz neue Herausforderung.

Als Hauptredner stellte Albert Schulte to Brinke, Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V., die „Strategische Ausrichtung des Verbandes“ vor. Er ging unter anderem auf die Struktur des Landesverbandes mit den verschiedenen Referenten ein.

Abschließend fand eine emotional angeregte Diskussion zur aktuellen Situation auf dem Milchmarkt statt. Auch die Zukunft der Landwirtschafft mit ihren verschiedenen Aspekten wurde analysiert.

Als Kernproblem wurde von Schulte to Brinke das Image der Landwirtschaft und die fehlende Aufklärung in Schulen hervorgehoben.

Nach ein paar Dankesworten an den Referenten schloss Wilfried Henties stellvertretender Vorsitzender im Nds. Landvolk Braunschweiger Land die Versammlung.

Interkommunales Gewerbegebiet zwischen Braunschweig und Salzgitter

L P D - Wenn es nach dem Willen der Oberbürgermeister geht, soll in Braunschweig und Salzgitter an der A 39 ein interkommunales Gewerbegebiet mit einer Fläche von 300 Hektar (ha) entstehen. Davon entfallen 176 ha auf die Stadt Salzgitter, 124 ha auf Braunschweig.

Der Bauernverband Braunschweiger Land zeigt sich wenig erfreut über die Pläne der beiden Kommunen, denn betroffen sind vor allem landwirtschaftlich genutzte Flächen. „Bei dem geplanten Bauvorhaben geht uns bestes Ackerland für immer verloren. Wir Ackerbauern sind doppelt geschädigt. Es sind nicht allein die 300 Hektar, die als Gewerbegebiet ausgewiesen werden, sondern dazu kommen Zuwege, Straßenausbau und die notwendigen Kompensationsflächen für Naturschutzmaßnahmen“, begründet Landwirt Jens Leopold aus Thiede.

Bereits heute können bis zu 400.000 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche in Niedersachsen nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen genutzt werden. Der tägliche Flächenfraß von durchschnittlich 73 ha bundesweit stellt Landwirte vor eine große Herausforderung. Die Bundesregierung hat sich eine Reduzierung auf 30 ha Flächenverlust pro Tag zum Ziel gesetzt. Die Ressource Boden wird knapp – auch im östlichen Niedersachsen. Insgesamt sind zehn Betriebe von dem interkommunalen Gewerbegebiet betroffen. Salzgitters Werbung „Kinder fördern und Familien unterstützen“ gilt in diesem Zusammenhang offenbar nicht für die landwirtschaftlich geführten Betriebe und ihre Familien. „Wir produzieren hier hochwertige Lebensmittel auf bestem Ackerland, das uns jetzt genommen werden soll. Wir hoffen auf den Rat der Stadt Salzgitter, er muss Vorhaben nochmal überdenken“, sagt Leopold. (LPD 37/2016)

 

Vorgehensweise bei der Hamsterkartierung des NLWKN

Die Vorgehensweise der Biodata GbR hat in unserem Verbandsgebiet für großen Unmut unter den Landwirten geführt. Es erfolgte seitens der Biodata GbR eine unangekündigte Betretung der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Auf Nachfrage einiger Landwirte äußerten sich die Mitarbeiter dahingehend, dass das Landvolk über diese Vorgehensweise informiert sei.

Eine Information seitens des NLWKN oder der Biodata GbR ist in unserer Geschäftsstelle nie eingegangen, es erfolgte lediglich eine Ankündigung über die Homepage des NLWKN.

Zu dieser Thematik hat der Vorsitzende einen Brief an Minister Stefan Wenzel verfasst, dieser steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Anschreiben Ulrich Löhr an Minister Stefan Wenzel
20160509_Anschreiben_Minister Wenzel_NLW[...]
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Neue Kreisgruppensprecher im Braunschweiger Land gewählt

Schacht Konrad ist "unzureichend sicher"

L P D - Als „unzureichend sicher“ lehnt das Landvolk Niedersachsen mit seinen Kreisverbänden Helmstedt, Wolfenbüttel, Peine und Goslar die Tiefenlagerung von Atommüll ohne die Option der Rückholbarkeit konsequent ab. „Dieses Verhalten basiert auf dem Wissenstand, wie er vor 30 Jahren erlangt wurde, und birgt für die landwirtschaftliche Erzeugung ein unkalkulierbares Gefährdungspotenzial“, schildert Landvolk-Vizepräsident Ulrich Löhr bei einer Anhörung im Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtages zu dem Thema in Hannover. Er vergleicht die Faktenlage mit der Genehmigungspraxis bei Scheunen- oder Stallbauten: „Auf der Basis derart veralteter Daten würde keinem Bauern eine Baugenehmigung erteilt“.

Das Landvolk Braunschweiger Land vertritt in der Region etwa 3.600 bäuerliche Mitglieder. Die Ackerbauregion zeichnet sich durch ihre hervorragende Ertragskraft aus, sie rangiert europaweit in der Spitzenliga. Schon jetzt aber müssen die Landwirte für die Unbedenklichkeit ihrer Produkte umfangreiche Nachweise führen, weil die die Folgen des Atommülllagers im Schacht „Asse II“ ertragen müssen. Durch ein zweites Endlager in unmittelbarer Nähe befürchten die Landwirte eine erhebliche Verschärfung dieser Nachweispflichten. „Lebensmittelkonzerne reagieren heute schon bei geringsten Gefahren einer Kontamination auf der Rohstoffseite mit einer konsequenten Auslistung. Unseren mittelständisch geprägten bäuerlichen Höfen würde damit die Existenzgrundlage entzogen“, beschreibt Löhr die Sorgen der Landwirte. Es gebe keine Berechnungen, wie sich die unvermeidliche radioaktive Kontamination unterhalb gesetzlicher Grenzwerte aus beiden Lagern addieren könne. Der Schacht „Asse II“ liegt genau in der Hauptwindrichtung von „Schacht Konrad“. Unzureichend erforscht sind nach Einschätzung des Landvolkes auch die Transporte der radioaktiven Abfälle, nicht zuletzt müsse hier nach den Erfahrung der jüngsten Bahnunfälle die Fehlerquelle „menschliches Versagen“ berücksichtigt werden. Und schließlich verweist das Landvolk auf die Ableitung der kontaminierten Abwässer über eine Druckwasserleitung aus dem Schacht heraus in den Fluss „Aue“. Diese Verbringung werde gewählt, weil die unmittelbare Einleitung vor Ort wegen zu hoher Belastung des Gewässers als nicht möglich eingestuft werde. Für die Landwirte sei dies der Hinweis, dass mit einer messbaren Kontamination der Abwässer und damit auch der Umwelt zu rechnen sei. (LPD 17/2016)

LSG "Hügellandschaft Heeseberg"

7. Braunschweiger Bauerntag am 23. November

Eine rundherum gelungene Veranstaltung konnte das Niedersächsisches Landvolk, Braunschweiger Land e. V. am 23. November 15 verbuchen. Der 7. Braunschweiger Bauerntag in der Stadthalle in Braunschweig mit ca. 300 Gästen war ein voller Erfolg.

„Wir müssen die Bodenverteilung gesetzlich neu regeln.“, so Hans-Heinrich Kasten, Abteilungsleiter im Landwirtschaftsministerium SA und Nebenerwerbslandwirt in Wolfsburg. Dieser vertrat „seinen“ krankheitsbedingt abwesenden Minister Hermann Onko Aeikens und hielt das Hauptreferat. In die Gesetze zur Bodenverteilung müssten der Meinung Kastens nach Anteilsverkäufe aufgenommen werden.  Wenn Investoren sich in landwirtschaftliche Betriebe einkaufen, so wechseln große Nutzflächen den Besitzer. Die Gewinne und Steuern flössen aus der Region ab.

„Diese Gefahr sei für Niedersachsen nicht so groß, da die Betriebe kleiner sind.“, so Ulrich  Löhr, Vorsitzender des Nds. Landvolkes, Braunschweiger Land.

Grundsätzlich steht die Landwirtschaft laut Kasten vor einer rosigen Zukunft, denn aufgrund des Bevölkerungswachstum weltweit steigt die Nahrungsnachfrage. Die Lebensmittelproduktion müsse bis zum Jahr 2050 fast verdoppelt werden.

Eine Kürzung der EU-Fördergelder sollte Kastens Ansicht nach nicht erfolgen, um keine weitere Schwächung des ländlichen Raumes herbeizuführen.

Die zahlreichen Nebenerwerbslandwirte in der Region lobte er ausdrücklich für ihr Engagement in den Dörfern.

„Es bleibt schwierig – viel Erfolg!“, so das augenzwinkernde Resümee des Chefvolkswirts der NORD/LB, Torsten Windels.

Große Kundgebung am 18.09.2015 in Hannover

 

Mit vielen, teilweise auch in Heimarbeit, erstellten Plakaten setzte sich der "Zug" in Richtung Landtag in Bewegung. Auch die immer wieder in den Verkehrsnachrichten erwähnte Treckerkolonne kam pünktlich an.

Wir bedanken uns bei allen für die Unterstützung!

Agrarier aus Australien auf Europastudienreise

Stippvisite bei der Weizenernte beim Kreislandwirt Gerhard Rott in Scheppau

 

Eine Reisegruppe mit zehn Farmerfamilien aus dem Westen des australischen Kontinents befinden sich derzeit auf einer dreiwöchigen, europaweiten Studienreise. Nach Ankunft in der vergangenen Woche auf dem Flughafen in Prag und einigen Stationen in osteuropäischen Ländern, fand auch schon ein Besuch in Berlin mit privatem Programmteil statt. Neben Ackerbau und Betriebsführung ist für sie Agrartechnik von Interesse. Hier stand ihnen das weltweit agierende Unternehmen John Deere zur Seite.

Am Dienstag begannen die Besuche des Tages in Niederndodeleben, westlich von Magdeburg, bei dem zertifizierten Agrargroßbetrieb „Agro Bördegrün“ mit 60 Beschäftigten auf 3.800 Hektar Ackerland. Als Gegenstück bezüglich der Betriebsgröße traf der Reisebus mit den Gästen nachmittags bei dem Familienbetrieb Rott in Scheppau ein. In Betriebsgemeinschaft mit dem Gutsbetrieb Sibylle Wolff von der Sahl in Lauingen bewirtschaftet hier der Kreislandwirt Gerhard Rott mit seinem Sohn Christopher (27) rund 200 Hektar.

Der Junior, der in seiner Studienzeit drei Monate die Landwirtschaft in Australien kennen lernte, demonstriert hier auf Flächen am Elmrand, wie in kleineren Einheiten und entsprechend angepassten Maschinengrößen aktuell die Weizenernte vorgenommen wird. Auch die Hofstelle und die Getreidelagerung wurden gezeigt.

Von ganz anderen Dimensionen im Perth West Australia berichteten die Gäste mit Hilfe des Dolmetschers Burkhard Ziegler aus Magdeburg. Jan Chamberlain bewirtschaftet dort mit seiner Ehefrau und einem Mitarbeiter etwa 2.000 Hektar Ackerland und betreibt Schafszucht. So intensiv wie hier mit durchschnittlich acht Tonnen Weizenerträgen je Hektar gibt es in dem Sonnenland der Boden nicht her. Rund drei Tonnen ist, bei allerdings auch weniger Betriebsmittelaufwand, der Ertrag.

Über den derzeitigen Ernteverlauf hier im Landkreis Helmstedt berichtete der Kreislandwirt. Zeitgerecht unter guten Erntebedingungen verläuft aktuell die Weizenernte als Hauptgetreidefrucht, allerdings mit gut zehn Prozent geringeren Erträgen gegenüber dem guten Vorjahr. Die Vorsommertrockenheit brachte sogar auf den sandigen und tonigen Standorten Ertragseinbußen bis zu 30 Prozent.

Als Berufsvertretung im Agrarbereich fungiert der Landvolkverband Braunschweiger Land. Geschäftsführer Volker Meier machte für die Gäste Angaben für den Landkreis Helmstedt. Rund 400 Betriebe bewirtschaften 40.000 Hektar Ackerland und 40 davon gibt es mit Viehhaltung. Obwohl es hier 12 Biogasanlagen gibt, hält sich der Maisanbau im Landkreis vertretbar bei acht Prozent des Ackerbaues.  

Nach der Übernachtung in Hannover, waren die weiteren Reiseziele Heidelberg und dann Frankreich und England.

Biogas-, Getreide- und Milchproduktion in einem Betrieb

Umfassende Informationen für die Gäste in Rickensdorf von Nils Müller und Lars Ohse

Eine lange Gästeliste hatte Kreislandwirt Gerhard Rott aus Scheppau als Regionssprecher des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land am Donnerstag bei dem Treffen in Rickensdorf zu verlesen. Eingeladen waren die leitenden und deren Vertreter der politischen Parteien, aus Verwaltungen, der Polizei, von Banken, verarbeitenden Betrieben wie Mühlen und Futtermittelhersteller, verwandte Handelsbetriebe zur Landwirtschaft, von Beratungsbüros und weiteren Institutionen.

„Hier in unserer ländlichen Region wollen wir alle zusammenstehen, um unseren Aufgaben im Beruf gemeinsam gerecht zu werden“, stellte er seinen Einführungen zur geplanten Feldrundfahrt voran. Wegen des unsicheren Wetters fand der Informationstag auf der Hofstelle statt. Auch hier gab es für die Nichtlandwirte viel zu sehen. Als GbR führen Nils Müller und Lars Ohse als Energie- und Landwirte neben der Feldwirtschaft in der Nähe der Ortslage eine Biogasanlage und einen sehr modernen Kuhstall.

Die 90 Kühe können sich tiergerecht frei bewegen, Futter und Wasser aufnehmen, ausreichend Liegeplätze nutzen und jederzeit selbständig den voll automatischen Melkstand nutzen. Die Überwachung und Speicherung von allen Vorgängen wird durch einen Chip an der Kuh vorgenommen. Der Melkstand wird durch einen Roboter geführt. Über die Ruhe im Stall, die Baukosten in Höhe von einer Million Euro, und über die technischen Vorgänge staunten die Gäste.

„Die tägliche Milchleistung hat sich bei dieser Haltung unter Beachtung des Tierwohls um maximal 15 Prozent erhöht. Der Milcherzeugerpreis mit derzeit 26 Cent pro Liter ist leider nicht kostendeckend“, berichtete der Tierwirt Lars Ohse.

Der Betrieb der Biogasanlage wird von Nils Müller geführt. Sie wird mit Mais und Gras bestückt. Außerdem fließen 30 Prozent Rindergülle dazu, die direkt aus dem eigenen Kuhstall über ein Rohrsystem kommen. Das ist eine gut funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Über den aktuellen Fruchtstand des Getreides und der Zuckerrüben im Landkreis Helmstedt berichtete Kreislandwirt Rott. Trotz der besonderen Wettersituation mit Trockenperioden ist auf den tiefgründigen Ackerböden mit einer Durchschnittsernte zu rechnen. Der Mais und die Zuckerrüben holen nach den jetzigen Regenfällen und den sonnigen Tagen wieder auf. Auf den flachgründigen Standorten nördlich der Autobahn wird die Erntemenge allgemein je nach den weiteren Wetterbedingungen etwa um ein Drittel geringer sein. Wintergerste ist auf diesen Standorten teilweise schon mit dem befürchteten Ertragsausfall geerntet.                                    

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