Junglandwirte informierten sich über Agroforstsystem
Am 15. April trafen sich über 20 Junglandwirte und Junglandwirtinnen auf dem Hof von Stefan Schreiber in Neindorf zu einer Betriebsbesichtigung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung seines Betriebes, mit besonderem Fokus auf die Agroforstsysteme, die in den Jahren 2024 und 2026 angelegt wurden.
Neben dem Ackerbau betreibt Stefan Schreiber ein Nahwärmenetz, über das aktuell 31 Haushalte mit Energie versorgt werden. Perspektivisch soll das benötigte Hackgut aus den eigenen Agroforstplantagen gewonnen werden.
Im Rahmen der Besichtigung konnten sich die Teilnehmenden ein Bild von der praktischen Umsetzung machen: Besichtigt wurden sowohl die frisch gepflanzten Pappeln auf einer Fläche in Ohrum als auch eine bereits etablierte Agroforstfläche in Neindorf, die seit zwei Jahren besteht.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Wolfenbüttel und der Klimalandschaft Wolfenbüttel umgesetzt und gefördert.
Im Anschluss an die Besichtigung fand ein gemeinsames Grillen statt, bei dem die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung genutzt wurde. Die Vorfreude auf die nächste Betriebsbesichtigung der Junglandwirte ist bereits groß.
Organisiert wurde die Veranstaltung von den Junglandwirten, insbesondere durch Frederick Broihan und Karoline Vorlop.

Initiative "Bienenfreundlicher Landwirt 2026"
Eine Initiative der niedersächsischen Kreislandvolkverbände
Der Bienenfreundliche Landwirt (BFL) ist eine Aktion von Eure Landwirte – Echt grün e.V., die zeigt, wie landwirtschaftliche Praxis und aktiver Insektenschutz zusammengehen. Seit 2019 machen jedes Jahr mehr Betriebe mit und setzen konkrete Maßnahmen für Wildbienen, Insekten und andere wichtige Bestäuber um – auf der Hofstelle, auf Acker- und Grünlandflächen oder in Zusammenarbeit mit Imkern und Naturschutzorganisationen. In 2025 beteiligten sich rund 1.100 Betriebe, so viele wie noch nie. Die Maßnahmen basieren auf einem klar definierten Kriterienkatalog, der 2018 gemeinsam mit dem LAVES Institut für Bienenkunde in Celle entwickelt und fachlich begleitet wurde. Um teilzunehmen, wählen Landwirte aus verschiedenen Kategorien Maßnahmen aus und erreichen eine festgelegte Mindestpunktzahl. So bleibt der Einsatz nachvollziehbar, praxisnah und überprüfbar. Der Bienenfreundliche Landwirt steht für freiwilliges Engagement, Verantwortung und sichtbare Biodiversität – direkt dort, wo Landwirtschaft stattfindet.
Vorteile für die Landwirte
- Sichtbarkeit für das eigene Engagement
- Klare, praxisnahe Kriterien
- Positive Kommunikation nach außen
- Anerkennung innerhalb des Berufsstandes
- Einbindung in eine landesweite Kampagne
Hier geht´s zur Anmeldung
https://eure-landwirte.de/bienenfreundlicher-landwirt/anmeldung
Projekt FABiAN im Landkreis Goslar geht weiter!
Ab sofort können sich Interessierte wieder für das Projekt FABiAN bewerben.
Alles weitere unter folgendem Link:
Interessenbekundung für das Projekt FABiAN im Landkreis Goslar

Junglandwirte informierten sich über Direktvermarktung
Junglandwirte Braunschweiger Land besuchen „Grüne Berta“ – Einblick in Direktvermarktung
Die Junglandwirte Braunschweiger Land haben sich am 11. November zu einem besonderen Treffen bei der „Grünen Berta“ in Achim eingefunden. Gastgeberin und Inhaberin Julia Lüttge führte die Junglandwirtinnen und Junglandwirte durch ihren vielfältigen Direktvermarktungsbetrieb.
Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Verarbeitungsräume, in denen unter anderem Liköre, Marmeladen und Sirupe hergestellt werden. Ebenso wurde gezeigt, wie auf dem Hof Eier sortiert und verpackt werden. Lüttge berichtete ausführlich, wie die Idee zur „Grünen Berta“ entstand und welche Schwerpunkte sie heute setzt: Legehennenhaltung, Mutterkühe, Gemüsekisten-Abos, Direktvermarktungsstände und ein Co-Working-Space.
Letztere wurde im Anschluss besichtigt. Dort durften die Junglandwirte verschiedene Produkte probieren – darunter selbstgemachten Zucchini-Ketchup und hausgemachte Sirupe, die großen Anklang fanden.
In lockerer Atmosphäre tauschten sich die jungen Landwirte anschließend über verschiedene Themen aus. Besonders im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der Direktvermarktung, zunehmende bürokratische Anforderungen und hohe Dokumentationspflichten. Trotz aller Schwierigkeiten war die Stimmung positiv: Viele berichteten von neuen Ideen und zeigten sich stolz auf ihren Beruf und die Möglichkeiten, die Landwirtschaft bietet.
„Die nächste Betriebsbesichtigung der Junglandwirte lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.“, so die Organisatoren Frederik Broihan und Karoline Vorlop.

Verwaltungsgericht bestätigt Abschussgenehmigung: Schutz unserer Weidetiere endlich ernst genommen
Pressemitteilung
Landvolk Braunschweiger Land e.V., Braunschweig, 15. Oktober 2025
Das Landvolk Braunschweiger Land e.V. begrüßt ausdrücklich die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig, den Abschuss des Wolfsrüden "GW3559m" unter Auflagen zuzulassen. Damit hat das Gericht in einem Eilverfahren die Rechtsauffassung der betroffenen Weidetierhalter, die durch uns als Landvolk Braunschweiger Land e.V. vertreten wurden, sowie des Landkreises Helmstedt bestätigt: Der Schutz von Nutztieren und die Existenzsicherung der Weidetierhaltung haben Gewicht – auch im Wolfsrecht.
Der benannte Wolf war nachweislich für zahlreiche Risse in den Landkreisen Helmstedt, Wolfenbüttel und im Raum Wolfsburg verantwortlich. Insgesamt wurden in weniger als 1 Jahr 56 Schafe getötet und 39 verletzt, der offizielle wirtschaftliche Schaden beläuft sich laut Gericht auf rund 39.000 Euro. Eine, nach Einschätzung des Landvolk Braunschweiger Landes e.V., sehr geringe Bemessung, die wichtige Faktoren, wie zum Beispiel den verlorenen Züchtungsfortschritt, außer Acht lässt und sich lediglich auf den Verlust des getöteten Nutztieres bezieht. Selbst stromführende Zäune und ausreichend hohe Einfriedungen mit Untergrabschutz boten keinen Schutz mehr – das Tier hatte ein erlerntes und gefestigtes Beuteverhalten gegenüber Nutztieren entwickelt.
"Diese Entscheidung ist ein wichtiges Signal für unsere Nutztierhalter und vor allem die landwirtschaftlichen Familienbetriebe in unserer Region", erklärt Karl-Friedrich Wolff von der Sahl, Vorsitzender des Landvolk Braunschweiger Land e.V. "Wir fordern seit Jahren, dass Problemwölfe konsequent entnommen werden müssen. Der Wolf "GW3559m" ist so ein Beispiel. Trotz Herdenschutzmaßnahmen wurden von Ihm wiederholt Nutztiere gerissen. Das Gericht hat nun bestätigt, dass der Abschuss in solchen Fällen verhältnismäßig und rechtmäßig ist."
Das Gericht stellte klar, dass von den Haltern alle zumutbaren Alternativen gegen problematische Wölfe ausgeschöpft wurden, um die Schäden zu verhindern. Weder eine weitere Zaunerhöhung noch der Einsatz von Herdenschutzhunden seien kurzfristig geeignet, die Weidetiere wirksam zu schützen. Auch der gute Erhaltungszustand der niedersächsischen Wolfspopulation – derzeit mit 56 Rudeln – stehe der Entnahme nicht entgegen.
Mit dieser Entscheidung wird die Allgemeinverfügung des Landkreises Helmstedt aus Mai dieses Jahres bestätigt, die auf unsere Initiative als Interessenvertretung des ländlichen Raums bereits am 19. Dezember 2024 beantragt wurde. Die Entnahme darf ausschließlich in einem Umkreis von 5 Kilometern um ein aktuelles Rissereignis erfolgen und nur, wenn der Wolf zuvor ausreichend geschützte Herden angegriffen hat.
Wir sehen in diesem Beschluss ein wichtiges Signal für mehr Rechtssicherheit und Praxistauglichkeit im Umgang mit problematischen Wölfen: "Unsere Weidetierhalter leisten mit ihren Schafen, Ziegen, Rindern und Pferde einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege, Biodiversität und Erholung der Bürger", so Wolff von der Sahl weiter. "Dieser Einsatz darf nicht länger durch wiederholte Wolfsrisse gefährdet werden. Wir brauchen eine realistische Wolfsmanagement-Politik, die den Schutz der Tiere und den Schutz der Landwirtschaft gleichermaßen berücksichtigt. Die Allgemeinverfügung und das Urteil des Verwaltungsgerichts Braunschweig sind ein wichtiges erstes Signal in die richtige Richtung. Es ist ein erstes Signal, dass die Probleme der Menschen im ländlichen Raum von unserem Rechtsstaat im Sinne der dort lebenden Bürger gelöst werden können."
Das Landvolk Braunschweiger Land appelliert an die Landes- und Bundespolitik, die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit auffälligen Wölfen weiter zu vereinfachen und Verfahren zu beschleunigen, um Landwirten verlässliche Handlungssicherheit zu geben.
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