Wie Landwirtschaft und Naturschutz erfolgreich zusammenarbeiten können, stand am 21. September 2026 bei der Fachveranstaltung „Von F.R.A.N.Z. zu FABiAN: Vertragsnaturschutz mit der Landwirtschaft für mehr Biodiversität“ in der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Hannover-Ahlem im Mittelpunkt. Fachleute aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Naturschutz tauschten sich über praxistaugliche Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt und die Weiterentwicklung des kooperativen Naturschutzes aus.
Nach der Begrüßung durch Astrid Garben-Mogwitz, Vorsitzende der Stiftung Kulturlandpflege, richteten Miriam Staudte (Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Claudia Bühler (Vorständin der Umweltstiftung), Michael Otto sowie Karsten Behr (Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung), ihre Grußworte an die Teilnehmenden. Dr. Holger Hennies (Präsident des Niedersächsischen Landvolks) wurde per Videobotschaft zugeschaltet.
Im weiteren Verlauf wurden Erfahrungen und Forschungsergebnisse aus dem F.R.A.N.Z.-Projekt sowie dem Biodiversitätsprogramm der Region Hannover vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Projekt FABiAN – Förderung der Biotopvernetzung und der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft Niedersachsens. Anhand von Praxisbeispielen und aus Sicht der Naturschutzbehörde wurde deutlich, wie Naturschutzmaßnahmen gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben entwickelt und an regionale Gegebenheiten angepasst werden können. Auch Fragen zu Förderbedingungen, Finanzierung und möglichen Hemmnissen bei der Umsetzung wurden diskutiert.
Für das Landvolk Braunschweiger Land ist besonders erfreulich, dass das FABiAN-Projekt im Verbandsgebiet Goslar weiterhin durchgeführt wird. Damit bleibt die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz vor Ort ein wichtiger Baustein, um die Artenvielfalt zu fördern und die Biotopvernetzung in der Agrarlandschaft zu stärken.
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass wirksamer Naturschutz am besten gelingt, wenn landwirtschaftliche Praxis, fachliche Expertise und verlässliche Rahmenbedingungen Hand in Hand gehen. Der gemeinsame Austausch liefert dafür wichtige Impulse, um den kooperativen Vertragsnaturschutz in Niedersachsen weiterzuentwickeln.

Foto links: Ministerin Miriam Staudte
Foto rechts, Mitte: Dr. Gunnar Breustedt (Vorstandsmitglied LV BS, Verbandsgebiet Goslar)
