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Landwirtschaft im Braunschweiger Land 2026

Landwirtschaft im Braunschweiger Land 2026

Agrarpolitik

Landvolk Pressedienst

Landvolk Braunschweiger Land sieht sich als Bindeglied zwischen Landwirtschaft, Politik und Netzbetreibern

Der Ausbau der Stromnetze ist eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Gleichzeitig stellt er die Landwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen, wenn für neue Leitungen wertvolle landwirtschaftliche Flächen in Anspruch genommen werden. Wie der notwendige Netzausbau mit den Interessen der Landwirtschaft in Einklang gebracht werden kann, war Thema von Gesprächen des Landvolks Braunschweiger Land mit den Bundestagsabgeordneten Reza Asghari (CDU) und Dunja Kreiser (SPD) sowie Vertretern der Netzbetreiber Avacon und TenneT und betroffenen Landwirten.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der notwendige Ausbau der Stromnetze so gestaltet werden kann, dass Eingriffe in landwirtschaftliche Flächen möglichst gering gehalten werden. „Die Energiewende braucht starke Netze. Gleichzeitig müssen Versorgungssicherheit, der Schutz unserer Höfe und der Erhalt landwirtschaftlicher Flächen gemeinsam gedacht werden“, betont Volker Meier, Geschäftsführer des Landvolks Braunschweiger Land.

Als Interessenvertretung der Landwirtschaft sieht sich das Landvolk Braunschweiger Land dabei in einer wichtigen Vermittlerrolle. Die unterschiedlichen Interessen von Landwirtschaft, Politik, Netzbetreibern und Behörden müssen frühzeitig zusammengebracht werden, damit praktikable Lösungen entstehen können. Das Landvolk kennt die Situation und die Herausforderungen der betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe aus erster Hand und kann diese Erfahrungen in die Planungen einbringen.

Ein wesentlicher Ansatz ist aus Sicht des Landvolks Braunschweiger Land die frühzeitige Abstimmung verschiedener Leitungsbauprojekte. Wo immer möglich, sollten bestehende und neue Leitungen gebündelt und gemeinsame Trassen genutzt werden. So lassen sich zusätzliche Eingriffe in die Landschaft und landwirtschaftliche Nutzflächen vermeiden und gleichzeitig Synergien nutzen.

Auch die Netzbetreiber TenneT und Avacon arbeiten nach eigenen Angaben eng zusammen, um Synergien beim Netzausbau zu nutzen. Timo Abert, zuständig für das Kommunalmanagement bei Avacon, betonte im Gespräch, dass die Netzstabilität oberste Priorität habe. Angesichts der Dimension der Energiewende sei eine enge Zusammenarbeit der beteiligten Akteure notwendig.

„Wir wollen, dass die Landwirtschaft nicht erst dann gehört wird, wenn Trassenverläufe bereits feststehen. Als Interessenvertretung der Landwirte wollen wir frühzeitig mit allen Beteiligten an einem Tisch sitzen und dazu beitragen, dass die verschiedenen Anforderungen zusammengeführt werden“, so Meier.

Gerade in Regionen wie Wolfenbüttel, Salzgitter und dem Braunschweiger Land treffen die Anforderungen der Energiewende unmittelbar auf landwirtschaftlich genutzte Räume. Für die betroffenen Betriebe geht es dabei nicht nur um Flächenverluste, sondern auch um die Bewirtschaftbarkeit ihrer Flächen und die langfristige Entwicklung ihrer Höfe.

Von der Bundespolitik erwarten die Gesprächsteilnehmer Unterstützung für eine verlässliche und abgestimmte Umsetzung der anstehenden Netzausbauprojekte. Gleichzeitig braucht es aus Sicht des Landvolks Braunschweiger Land eine frühzeitige und kontinuierliche Kommunikation zwischen Netzbetreibern, Politik, Behörden und den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben.

Das Landvolk Braunschweiger Land wird sich daher weiterhin als Bindeglied und Interessenvertretung der Landwirtschaft in den Dialog einbringen. Ziel ist es, den notwendigen Ausbau der Stromnetze konstruktiv zu begleiten und dabei die Belange der landwirtschaftlichen Betriebe frühzeitig und angemessen in die Planungen einzubringen.

 

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