Bauernverband und Autostadt im Dialog

L P D - Im Wolfsburger Themenpark haben sich Werner Hilse, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes und Präsident im Landvolk Niedersachsen, und Otto F. Wachs, Geschäftsführer(Sprecher) der Autostadt GmbH, zu einem Meinungsaustausch getroffen. Anlass war die Darstellung der Philosophie der zehn Autostadt Restaurants, die den Besuchern die drei Ernährungsstile von vitaler Kost mit Fisch und Fleisch über vegetarische Angebote bis hin zu veganen Speisen erläutert. Diese Darstellung mit den Vor- und Nachteilen für die Umwelt und den Menschen hatte in den vergangenen Tagen zu einer intensiven Debatte in Internetforen geführt und Landwirte gegen die Autostadt aufgebracht. Wachs erläuterte, dass sich die Autostadt bereits im Jahr 2003 bewusst entschieden hatte, für ihre Restaurants Produkte von Biobauern zu beziehen. Er betonte, dass man in keiner Form weder Landwirte noch landwirtschaftliche Betriebe bzw. landwirtschaftliche Erzeugungsmethoden kritisieren wolle.

 

Im Gespräch haben Werner Hilse und Otto F. Wachs festgestellt, dass es Fehlinterpretationen gab, die im weiteren Austausch mit den beteiligten Partnern erörtert werden sollen.

 

Mit den Ausführungen der Autostadt werden keine einseitigen Empfehlungen für eine fleischhaltige, vegetarische oder vegane Ernährung gegeben. Wachs erläuterte, dass es dem Verständnis der Autostadt entspricht, die zugrunde liegenden Informationen des Konzepts kontinuierlich zu prüfen und durch neue Erkenntnisse im Dialog zu ergänzen. Außerdem nahm er das Angebot Hilses gerne an, sich selbst auf einem Bauernhof über moderne Landwirtschaft zu informieren. Dabei soll, so Hilse, insbesondere der Grundsatz einer nachhaltigen Landwirtschaft als Fundament bäuerlichen Wirtschaftens im Mittelpunkt stehen.

Ein Lernangebot für die Autostadt

L P D - Ein „besonderer Ort“, als den sich die Restaurants der VW-Autostadt bezeichnen, benötigt offenbar ein besonderes Angebot. „Wir laden den Manager der Autostadt-Restaurants gern auf unsere Höfe ein, damit er sich ein zutreffendes Bild von moderner Landwirtschaft machen kann“. Mit dieser Einladung reagiert Landvolkpräsident Werner Hilse auf die Werbung der zum Volkswagenkonzern gehörenden Autostadt-Restaurants in Wolfsburg, die auf ihrer Internetseite mit einigen sehr pauschalen und schlicht nicht zutreffenden Aussagen die Landwirtschaft diffamieren. „Ob die Gäste der Autostadt-Restaurants vitale, vegetarische oder vegane Ernährungsstile bevorzugen, mögen sie selbst entscheiden“, schreibt Hilse an Otto-Ferdinand Wachs als Sprecher der Geschäftsführung der Autostadt. Die Werbung für die entsprechenden Restaurants, die nur ein Segment des Gesamtangebotes der zehn Restaurants in der Autostadt abdecken, gingen eindeutig an der landwirtschaftlichen Realität vorbei. „Nahrungsmittel sind heute so sicher und gut kontrolliert wie nie zuvor“, schreibt Hilse und empfiehlt den Autostadt-Managern einen Blick in die Berichte der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Weder Medikamente noch Hormone oder gar Fäulnisbakterien seien heute in landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu finden, argumentiert der Landvolkpräsident. Die Autostadt propagiert auf ihrer Internetseite „Lernangebote“ für Schulen und andere Interessenten, sie sollte im Gegenzug ihren Mitarbeitern besser einen Einblick in die landwirtschaftliche Praxis ermöglichen. Dort können sie sich überzeugen, dass Landwirte sehr verantwortungsbewusst arbeiten. „Unsere Landwirte sehen sich dem Verbraucherschutz ebenso verpflichtet wie Tier- und Umweltschutz oder auch der Fürsorge gegenüber ihren Mitarbeitern“, betont Hilse.

„Landwirte, die wie ich selbst ein Auto aus dem Angebot des VW-Konzerns gewählt haben, müssen sich doppelt diskriminiert fühlen“, schreibt Hilse. Wenn der Konzern seine Kunden derart düpiere, müsse er in Kauf nehmen, dass sie sich für andere Marken entscheiden. Und auch die große Zahl ehemaliger Bauern oder Nebenerwerbslandwirte, die heute ihren Arbeitsplatz in einem der niedersächsischen VW-Werke haben, dürften sich durch die von den Autostadt-Restaurants geäußerten Verunglimpfungen in ihrer Ehre getroffen fühlen, appelliert Hilse an mehr Ehrlichkeit und Fairness. (LPD 29/2015)

Hilse wirbt für ein neues Landwirtschaftsbild  - Niedersachsens Bauern wünschen sich mehr Innovation und weniger Bürokratie

Auszug aus dem Landvolk Presse Dienst

 

Unsere landwirtschaftlichen Betriebe bleiben in Bewegung: Wir wollen unsere Höfe entwickeln, nur mit einer modernen Landwirtschaft können wir mehr für Tierwohl und Umweltschutz tun und gleichzeitig den Verbraucherschutz weiter verbessern. Dazu brauchen wir die Akzeptanz in der Gesellschaft gleichermaßen wie die Unterstützung der Politik, warb Landvolkpräsident Werner Hilse für ein neues Landwirtschaftsbild. Auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Hannover sagte er: „Auf unseren Höfen arbeiten Menschen mit viel Fachwissen und hoher Kompetenz. Sie nutzen zugleich moderne Technik, für mehr Präzision und Zeitersparnis, um die gewonnen Zeit für zusätzliche Kontrolle und Überwachung im Stall und auf dem Acker nutzen zu können“.

Er verwahrte sich vor rund 300 Mitgliedern und Gästen gegen überzogene und ungerechtfertigte Pauschalkritik, wie sie in der jüngsten Vergangenheit sowohl in öffentlichen Diskussionen als auch von Politikern gelegentlich zu hören war. Er forderte vielmehr fachlich-wissenschaftlich fundierte Entscheidungen der Politik. Die 40.000 Landwirte im Land hätten ein Recht auf eine ergebnisoffene Folgenabschätzung, bevor sie mit weiteren Vorschriften und Vorgaben konfrontiert würden. In diesem Zusammenhang sprach der Landvolkpräsident mit Blick auf die jüngste Reform der EU-Agrarpolitik von einem viel zu großen Maß an Bürokratie, er vermisse mutige und fachliche Akzente in der Europäischen, der Bundes- und Landesagrarpolitik und wünschte sich auf Landesebene einen sensibleren Blick für die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit.

Zugleich zeigte sich Hilse erfreut darüber, dass Landwirtschaftsminister Christian Meyer sich in jüngster Vergangenheit deutlich auf die reale Landwirtschaft zu bewegt habe. So habe er auf die heftige Kritik an den ersten Vorschlägen zum Landesraumordnungsprogramm reagiert und einen neuen Entwurf angekündigt. Ein verlängerter Anhörungstermin und das Angebot zusätzlicher Erörterungstermine wertete der Landvolkpräsident ebenfalls als einen neuen Ansatz zu mehr Dialog. Den bietet der Verband weiterhin in der Nährstoffdiskussion an. Hier seien keine weiteren Bürokratiemonster wie ein Düngekataster notwendig. Hilse erneuerte sein Angebot, die Auswertung bereits vorhandener Daten zu ermöglichen, um den Landwirten weitere Meldeverpflichtungen zu ersparen. Und schließlich registrierte Hilse bei der Umsetzung des Tierschutzplanes eine „Wende von der Wende“. Danach habe der Minister selbst angekündigt, ohne wissenschaftliche Expertise keine verbindlichen Vorgaben machen zu wollen, wenn damit eine Verschlechterung des Tierwohls im Vergleich zum Status Quo zu erwarten sei. Außerdem dürfe die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Landwirtschaft nicht gefährdet werden.

agrarmanager - Reportage zur 380-kV-Trasse

Die 380-kV-Trasse betrifft viele Landwirte im Braunschweiger Land. Frau Dr. Hentschel vom agrarmanager war zu Gast bei Dr. Heinrich Beutnagel in Wahle.

Wenn dieser Artikel Ihr Interesse geweckt hat, so können Sie gerne unter
www.agrarmanager.com vorbeischauen.

Quelle: agrarmanager, Heft 08/2014

Der Tag des offenen Hofes am 15. Juni 2014

Am letzten Sonntag fand niedersachsenweit wieder der „Tag des offenen Hofes“ statt. Auch in unserer Region haben sich wieder 6 Betriebe an dieser Aktion beteiligt.

Zuerst gilt unser Dank den Betriebsleitern, ihren Familien und Mitarbeitern, die sich hier außerordentlich mit allen betrieblichen Kräften engagiert haben, um der Bevölkerung unserer Region zu zeigen, wie moderne bäuerliche Landwirtschaft funktioniert.
Des Weiteren gilt unser Dank auch dem NDR, der mit seiner umfangreichen Werbung und Berichterstattung uns unterstützt hat.

 

Bei schönstem Ausflugswetter haben insgesamt ca. 60 000 Besucher die Hoftore passiert.

 

Zur Eröffnung des Tags des offenen Hofes auf dem Betrieb von Dr. Gunnar Breustedt in Weddingen trafen sich die 1. Bürgermeisterin der Stadt Goslar, Almut Broihan, der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne und Landvolkvorsitzender Jürgen Hirschfeld.
Herr Breustedt hat die Tore seines Ackerbaubetriebes geöffnet um der Bevölkerung die Maschinenausstattung und Organisation eines Ackerbaubetriebes zu zeigen. Jede Frage der Besucher wurde von Mitarbeitern und Kollegen des Betriebsleiters beantwortet. Fachliche Vorträge, auch für den Laien verständlich, fanden im Getreidelager statt. Informationen auf höchstem Niveau und Maschinen zum anfassen - von hochmodern bis Oldtimer, es war für jeden etwas dabei. Für Kaffee und Kuchen zeigten sich die Landfrauen vom Kreisverband Goslar verantwortlich.

Auf dem Betrieb Gehrke/Viedt in Gr. Sisbeck wurden vertiefte Einblicke in den Bereich der Milchviehhaltung gewährt. Gerade für die Kinder war es spannend Kühe aus der Nähe zu sehen. Vertreter der öffentlichen Versicherung, der Landfrauen und des Landvolkes eröffneten gemeinsam mit dem stellvertretenden Landrat das Event.

Auf dem Braunschweiger Spargel GUT der Familie Heins standen die Hofführungen im Mittelpunkt. Das Publikum konnte sich tolle Anregungen für neue Spargelgerichte holen und sich durch viele Kreationen durchkosten.

Die Selbstvermarktung von Nudeln stand auch bei Familie Krauskopf in Boimstorf im Mittelpunkt. Selbst der Bürgermeister Alexander Hoppe fand großes Interesse an der Nudelproduktion. Die verschiedenen Kreationen luden die Gäste zum Probieren ein.

Viele Impressionen des Obstanbaus und der –vermarktung gab es bei Familie Riess in Geitelde. Die Feldrundfahrt in den Obstkisten, war nicht nur für die Kleinen ein großes Erlebnis. Als weitere Attraktion, wurde die Hüpfburg des Landvolkes aufgebaut und war bei den Kleinen ein voller Erfolg.
Erdbeeren in verschiedenen Variationen luden zum Probieren ein.

Auf dem Betrieb Bode in Nordassel gab es Live-Musik und eine Tombola vom NDR. Der Millennium-Garten mit einer Swingolf-Anlage faszinierte das Publikum. Die Feldrundfahrten konnten wahlweise mit Pferd und Wagen oder Trecker und Wagen durchgeführt werden. Ponyreiten und ein kleiner Streichelzoo mit u.a. Alpakas, Hühnern und Schafen begeisterte die Kinder.

 

Die organisierten Feldrundfahrten dienten dazu auch dem Laien die Feldfrüchte in unserer Region näher zu bringen, gerne durften Fragen gestellt werden und wurden für jeden verständlich beantwortet.

Wir hoffen, auch für den nächsten Tag des offenen Hofes in zwei Jahren wieder engagierte Betriebsleiterfamilien zu finden, die diesen lohnenden Aufwand nicht scheuen.
Wir möchten uns auch bei den vielen Helfern bedanken, ohne die so eine Großveranstaltung nicht umzusetzen wäre.

Landwirtschaft trifft Politik

Unter diesem Motto besichtigten die Bundestagsabgeordneten der CDU, SPD, der Grünen und der FDP aus unserem Verbandsgebiet die Biogasanlage der Bioenergie Peine GmbH. Nach dem Rundgang über die Anlage die mitten im Gewerbegebiet gelegen, Fernwärme und Strom für die Kunden der Stadtwerke produziert, begann eine lebhafte Diskussion zur Landwirtschafts- und Energiepolitik. „ Die Energiewende ist der größte gesellschaftliche Konsensseit der Wiedervereinigung. Nun scheint dieser aber besonders an der Finanzierbarkeit zu scheitern“, so Wilfried Henties, stellvertretender Vorsitzender des
Landvolkverbandes, in seinem Eingangsstatement. „Planungssicherheit und Verlässlichkeit der Politik sind oberstes Gebot“ unterstützt ihn Hans-Wilhelm Rauls und berichtet von der Aufgrund eines radikalen Politikwechsels gescheiterten Investition in eine Ölmühle auf Rapsbasis. Die Politiker aller Parteien räumen ein, dass es hier in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden. „Das EEG wird nach der Wahl
in jedem Fall überarbeitet, aber für Bestandsanlagen besteht keine Gefahr.“ fasst Hubertus Heil, SPD, noch mal zusammen.

„Wir sind gern bereit gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, aber diese Mehrleistungen gehen nicht ohne wirtschaftlichen Ausgleich! Und das Geld muss auch auf den Höfen ankommen“ so Wilfried Henties zur Fortführung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Christian Stoewenau berichtet aus seiner Erfahrung, dass hohe Standard nur von wirtschaftlich gut ausgestatteten Betrieben erfüllt werden können. Wilhelm Priesmeier lobt die Leistungen der Landwirtschaft zum Erhalt der Kulturlandschaft, fordert aber auch im Rahmen eines vernünftigen Konsenses den Ausstieg aus den Direktzahlungen zu suchen. Demgegenüber wird sich die CDU für den Erhalt der gemeinsamen Agrarpolitik stark machen. „Ich komme aus dem Mittelstand und
möchte auch nach der Wahl für diesen einstehen. Für mich ist auch der
Agrardiesel eine gelungene Form der Mittelstandsförderung“ so Ingrid Pahlmann,CDU.
Sehr breit wird auch über die Tierhaltung diskutiert. „Die niedrigen Lebensmittelpreise in den letzten Jahrzehnten sind der Landwirtschaft zu verdanken. Das idealisierte Bild eines Bauernhofes wie in 50er Jahren ist nicht mehr zeitgemäß“ sagt Ernst Schreiber, FDP. Frau von Cramon-Taubadel, Die Grünen,sieht ihre Partei als Sprachrohr der Verbraucher nach anderen Haltungsformen und Bestandsgrößen. Fredrik Böker berichtet von seinen Erfahrungen in der
Schweinevermarktung. Die von den Grünen geforderte Produktion in einem Premiumsegment mit regionalen Abnehmern, sei schlicht weg nicht möglich, da alle Ladenschlachter aus der Region auf Grund
der hohen Auflagen schließen mussten. „Wachstum ist nicht perse schlecht. Moderne Tierställe, schaffen für viele Tiere eine viel besseres Umfeld“, so Pahlmann.

Ulrich Löhr, stellvertretender Vorsitzender des Landvolks Braunschweiger weist in seinem Schlussstatement noch einmal auf den Wert des nicht vermehrbaren Ackers als Grundlage der Lebensmittelproduktion hin. Ein sparsamer Umgang damit ist
bei Kompensationsmaßnahmen und Siedlungsentwicklung oberstes Gebot.

Bundestagskandidaten und Landwirte

Verbandsratssitzung 12. September 2013

In einer gut besuchten Verbandsratsversammlung berichtet Herr Frank Eggelsmann von den Harzwasserwerken in Hildesheim über das Talsperrenmanagement im Westharz. Die Harzwasserwerke erfassen über rund 70 eigene Messstationen das Niederschlagsaufkommen im Westharz. Über zahlreiche Meßpegel an den Flüssen wird zugleich der Oberflächenwasserabfluss gemessen.

Die Steuerung der Talsperren soll einerseits mögliche Hochwassergefahren mildern, andererseits aber auch eine Mindestwasserabgabe in trockenen Sommermonaten sicherstellen. Ohne diese Mindestabgabe wären in den zurückliegenden Jahren vermutlich bereits mehrfach einzelne Abschnitte der Oker und Innerste „trocken gefallen“.

Das Wassereinzugsgebiet im Oberharz ist im Vergleich zum Vorharz recht gering. Daher hat ein Einstau in den Talsperren auch nur einen geringen Effekt auf die Abflussmengen am Pegel Ohrum (Oker) oder Pegel Heinde (Innerste). Für den Einstau bzw. die Abflusssteuerung gibt es langjährig erarbeitete Pläne. Wie langjährige Kontrollmessungen ergeben haben, kann die Hochwasserwelle bei den Unterliegern um einige Zentimeter beeinflusst werden. Im Gefahrenfall können diese entscheidend sein.

Nach dem Vortrag berichtet Herr Hirschfeld noch über aktuelle Entwicklungen im Düngerrecht. Weiter ging er auf die Diskussion von Qualitätsanforderungen beim Backweizen ein.

Zukunftstag in der Landwirtschaft

Impressionen vom Zukunftstag auf dem Betrieb
von Christian Wohlenberg in Gadenstedt: 

Amelie Kunz (10), 5.Klasse Gymnasium Gross Ilsede, auf die Frage nach ihrer Motivation auf einem landwirtschaftlichen Betrieb den Zukunftstag zu verbringen:   " Ich wollte schon immer mal Trecker fahren und außerdem wissen,was unser Nachbar Christian so den ganzen Tag auf seinem Hof macht"

Christian Wohlenberg über seine Motivation Am Zukunftstag teilzunehmen:" Mir ist es wichtig, ein realistisches Bild der Landwirtschaft zu vermitteln. Und es macht
sehr viel Spass ,wenn so aufgeweckte Jugendliche wie Amelie echtes Interesse an
meinem Beruf zeigen."

Und das hat Amelie heute erlebt:

-nachschauen,ob die Rüben schon aufgelaufen sind

- in der Gelbschale nachschauen, wie viele Rapsglanzkäfer den Weg ins Rapsfeld
gefunden haben und entscheiden, ob Pflanzenschutzmassnahmen erforderlich sind

- bestimmen,in welchem Entwicklungsstadium sich die Weizenpflanzen befinden und erstaunt feststellen, wieviele Bestockungstriebe aus einem Weizenkorn hervorgehen

- in den Himmel schauen und das Wetter beobachten und einschätzen

- die Legehennen von Jan Dettmer in Adenstedt besuchen und hinter sagen können:
" Den Hühnern geht's gut!"

Landwirtschaft und Agrarpolitik waren die Themen

Einmal jährlich lädt der Kreisverband des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land Vertreter aus Behörden und Ämtern zu einem Dialog ein. Es werden aktuelle Informationen über den Wirtschaftszweig im Landkreis Helmstedt gegeben und Sachfragen diskutiert. Statt der sonst üblichen Feldrundfahrt, hatte Kreislandwirt Gerhard Rott dieses Jahr die Einladung des Saatzuchtbetriebes Strube in Söllingen für den 25. Juni mit seinen Gästen angenommen.

Dr. Hermann Strube stellte das Familienunternehmen in fünfter Generation mit den Betriebsstätten in Söllingen und Schlanstedt mit 250 Mitarbeitern, sowie den weltweiten Aktivitäten mit Saatzuchtstationen mit weiteren 100 Mitarbeitern vor. Mit 90 Millionen Umsatz ist Strubes Marktanteil in dieser Branche beachtlich und in Fachkreisen anerkannt.

Unter der Leitung von Jens Lindström gab es eine Betriebsführung in den Verarbeitungs- und Lagerhallen mit modernster Ausstattung.

Für alle Gäste ohne Kenntnisse im Landwirtschaftsbereich nannte Gerhard Rott markante Kennzahlen für den Kreis Helmstedt. Auf den 43700 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche werden auf rund 40000 Hektar Ackerland Getreide (Weizen, Gerste, Hafer, Roggen = 60 Prozent), Zuckerrüben (15 %), Raps (12 %) und Futterpflanzen, darunter Mais (8 %) angebaut. Die Lebensmittelproduktion steht neben der Versorgung der Biogasanlagen im Vordergrund.

Dazu gehören auch die Haltung von 2500 Milchkühen und 2000 Rindern zur Mast, sowie 3200 Mastschweinen und unwesentlichem Anteil Schafe und Geflügel.

Als Gast nahm auch der Leiter des Polizeikommissariats Helmstedt Gerhard Radeck teil. „Mit großem Interesse habe ich an der Führung im innovativen Pflanzenzuchtbetrieb teilgenommen und fand die Darstellung der europaweit verbreitetet angelegten Versuchsstationen hoch interessant“, teilte er am Rande der Veranstaltung mit. Hier im ländlich geprägten Landkreis gäbe es aus polizeilicher Sicht mit den Betrieben auch Berührungspunkte.

Der erste Vorsitzende des Landvolksverbandes Braunschweig Jürgen Hirschfeld berichtete über die EU-Agrarpolitik. (Siehe auch BZ am 27. Juni – Seite 8 Wirtschaft)

Der Kernsatz: Es ist beabsichtigt die Ausgleichszahlungen für Landwirte zu kürzen. Die Folge werden höhere Lebensmittelpreise sein. Es sei denn es kann das Ertragspotenzial durch Züchtung und noch weiter verbesserte Produktionsmittel verbessert werden.

 

Geschäftsführer Volker Meier zum aktuellen Fruchtstand hier im Landkreis: Während auf den sandigen Böden nördlich der Autobahn A 2 schon wieder dringend Regen gebraucht wird, gibt es südlich der A 2 teilweise noch Hochwasserschäden. Über alles gesehen wird mit einer durchschnittlichen Ernte gerechnet.    

 

Gelb und Gut !

Blühendes Rapsfeld

Auf mehr als 21.000 ha blüht es zur Zeit im Braunschweiger Land gelb. Rapsflächen, die natürlichen Ölfelder, sind für jeden sichtbar. Wenn man die durchschnittlichen Rapsölverbräuche in Deutschland zugrundelegt, reichen die Ölerträge von jedem Hektar für 12.500 Kfz-Kilometer. Zusätzlich für den Speiseölverbrauch von 47 Einwohnern und noch
weitere 200 l Rapsöl für alle anderen technischen Zwecke. Das Rapsschrot,welches nach der Ölgewinnung über bleibt, ersetzt im Braunschweiger Land zusätzlich fast 60.000 t Sojaschrot.
--- Sonnenenergie in Tank, Flasche und Trog  ---  nachhaltiger kann
Landwirtschaft nicht sein !
 

Landwirtschaft und Politik im Dialog

Chr. Wohlenberg, W. Henties, M.Schneider, M.Möhle

Der Landtagsabgeorndete Matthias Möhle (SPD) besuchte das Grüne Zentrum in Peine und in einem sehr konstruktiven Gespräch mit Vetretern unseres Verbandes wurden aktuelle Themen z.B. das EEG, die Agrar-und Umweltprogramme des Landes Niedersachsen, die Ernährungsbildung für Schüler und die Bedeutung der Landwirtschaft für den Raum Peine diskutiert.

Frühmahd tierschutzgerecht gestalten

So nicht- Sondern so!

 

Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen steht an. Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs sicher wähnen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Darauf machen BundesverbandLohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdschutzverband (DJV) aufmerksam und
empfehlen, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen.

Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd, so die Verbände. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Grünschnitt-Termine – für Silage oder Biomasseproduktion –rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzustimmen und die Mähtechnik dem Tierverhalten anzupassen. Die Verbände empfehlen vor allem, das Feld mit dem Grünlandschnitt grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. So haben Feldhasen
oder Fasane während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken.

Das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden, der Einsatz von Wildrettern oder die Vergrämung (Vertreibung) helfen, Wildtierverluste zu vermeiden. Und sie sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Ver-pflichtungen nachzukommen. Vergrämung kann kostengünstig und sehr effektiv mit Knistertüten, Flatterbändern oder Kofferradios durchgeführt werden. Bereits eine Maßnahme zur Vertreibung pro Hektar Anbaufläche wirkt, haben Experten herausgefunden.

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E-Mail: mail@landvolk-braunschweig.de

 

Für den Notfall:

 

"Wenn Mama fehlt"

Das Dorfhelferinnenwerk finden Sie auf unserer Hompage unter

Dorfhelferinnenwerk - Station Peine

zuständig für den Bezirk Braunschweig!

 

 

!Anonym und kostenlos!

 

Landwirtschaftliches Sorgentelefon:

Öffnungszeiten:

Mo/Mi/Fr: 8:30 - 12:00 Uhr

Di/Do: 19:30 - 22:00 Uhr

 

Tel: 0 41 37 / 81 25 40

 

TelefonSeelsorge:

Öffnungszeiten:

Rund um die Uhr für Sie da!

 

Tel: 0800 / 111 0 111

       oder

       0800 / 111 0 222

 

Spenden sind bei beiden Institutionen herzlich willkommen.

 

Landwirtschaftliches Sorgentelefon:

http://www.bto-barendorf.de/index.php?id=18

 

TelefonSeelsorge Braunschweig:

http://www.telefonseelsorge-braunschweig.de/