Reinigung von Photovoltaikanlagen

 

Die Bezirksstelle Braunschweig der Landwirtschaftskammer und das Landvolkverband Braunschweiger Land hatten zusammen mit der Firma Kärcher am 22.05. zu einem Seminar zum Thema „Reinigung von Photovoltaikanlagen“ eingeladen. 13 Landwirte und Photovoltaikbetreiber folgten der Einladung bei regnerischem Wetter nach Braunschweig.

Eingangs stellte Reinhard Bruns von der Firma Kärcher die unterschiedlichen Aspekte bei der Reinigung von PV-Anlagen dar. Ergänzt wurden diese durch Praxiserfahrungen von LWK Berater Patrik Meier und Landvolk Geschäftsführer Volker Meier. Hierbei wurde deutlich, dass insbesondere die örtlichen Gegebenheiten (vor allem die Dachneigung und die Emissionsumfeld) zu beachten sind um die Notwendigkeit und Häufigkeit einer Säuberung zu beurteilen. Von Seiten der Teilnehmer erfolgten lebhafte Anmerkungen und Nachfragen.

Anschließend bestand die Möglichkeit Reinigungstechnik der Firma Kärcher anhand einer Demonstrationsanlage praxisnah zu testen. Trotz widriger Wetterbedingungen war das Interesse der Teilnehmer daran groß. Gegen halb 12 fand die Veranstaltung mit einem Imbiss mit abschließendem Erfahrungsaustausch ihr Ende.

 

Patrik Meier, LWK Niedersachsen

Tag der Niedersachsen 2013

Fotoquelle: information.medien.agrar. e. V.; Jasmin Eiting

Unsere gemeinsamen Bemühungen haben sich gelohnt!!! Der Stand der Landjugend, der LandFrauen, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e. V. (FNL), des Landvolkes Braunschweiger Land und vieler anderer Institutionen war ein großer Anziehungspunkt auf dem weitläufigen Gelände des Klostergutes Wöltingerode.

Über 1000 Teilnehmer haben sich an das Quiz gewagt und das Glücksrad wurde ca. 4.000 gedreht. Wichtige Informationen und Preise konnten mit nach Hause genommen werden.

Die nachhaltige Präsentation der Landwirtschaft „Vom Korn zum Kuchen“ war ein voller Erfolg. Am Samstag, den 31.08. konnte der niedersächsische Ministerpräsidenten Stephan Weil am gemeinsamen Stand begrüßt werden. Er hat das Agrarland Nr. 1 in Deutschland positiv gewürdigt.

Fotoquelle: Regine Ehrsam

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst der kath. und ev.-luth. Kirche am Sonntag besuchte der Innenminister des Landes Niedersachsen, Boris Pistorius, ebenfalls unseren Stand. Die LandFrauen-vorsitzende, Heide Wedde und Herrn Gerhard Schwetje, Landvolk führten mit ihm einen landwirtschaftlichen Gedankenaustausch.

 

  

Wir bedanken uns auf diesem Wege nochmals bei allen Mitwirkenden und den helfenden Händen im Vorder- und Hintergrund! Vielen Dank!!!

 

Erntedank am 28. September 2013

Bei strahlendem Sonnenschein konnten die LandFrauen gemeinsam mit dem Landvolkverband zahlreiche, interessierte Besucher am Stand begrüßen. Interessante Gespräche wurden geführt und viele Informationen über und um die Landwirtschaft konnten die Besucher mit nach Hause nehmen. 

Stoppt Landfraß

Mehr als 16 Hektar Landwirtschaftsflächen gehen täglich durch Überbauung in Niedersachsen verloren! Das sind mehr als 16 Fußballfelder. In Deutschland stehen pro Einwohner etwa 2.078 qm für die Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung. Täglich verlieren wir damit allein in Niedersachsen durch den "Landfraß" die Nahrungsgrundlage von 77 Menschen. Um das auszugleichen, steigt die Intensität in der Landwirtschaft und die Importnachfrage. Steigende Importe erhöhen die Nachfrage auf dem Weltmarkt und treten damit in Konkurrenz zur Nahrungsmittelnachfrage in vielen armen Ländern der Erde.

Für weitere Informationen klicke hier:

Überbauung von Acker- und Grünland in Hektar seit dem 1. Januar 2012

Internationale Landwirtschaftsattaches bereisten das Braunschweiger Land

Auf Einladung des DBV besuchten fast 40 Landwirtschaftsattachès aus ebenso vielen Nationen das Braunschweiger Land. Und es wurde ihnen die gesamte Bandbreite unserer hiesigen Region vorgestellt. Zunächst informierte Ulrich Löhr aus Groß Denkte über seinen Hähnchenmaststall und die Biogasanlage, dann wurde bei einer Fahrt durch die Rieselfelder die kommunale Klarwasserverregnung des Abwasserverbandes Braunschweig nähergebracht. Nach einer lebhaften Diskussion mit dem neuen Bauernpräsidenten Ruckwied und einem leckeren Mittagessen im schönen Ambiente des Ritterguts Ankensen, gab es Informationen zur Errichtung und Betrieb von Windenergieanlagen auf der Domäne Hofschwicheldt. Im Anschluss stellte Familie Decker in Bierbergen ihren Kuhstall und ihre Biogasanlage vor. Besonders schön war die Kaffeetafel mit Blick auf den Melkstand. Abschließend informierte Herr Schieber in Lehre zu Schlitzsaatverfahren und dem starken Flächenverzehr in seiner Gemarkung. Mit vielen neuen Eindrücken und etlichen interessanten Gesprächen traten die Landwirtschaftsvertreter dann die Rückreise an. 

Besuch des Russischen Bauernverbandes AKKOR

Eine Delegation von 10 Vertretern aus dem Russischen Bauernverband Akkor hat sich vom 03. bis 08. Dezember in Deutschland aufgehalten. Ziel war, im Rahmen eines Deutsch-Russischen Austauschs die Arbeitsweise der deutschen Berufsvertretungen vor Ort kennenzulernen und die Erfahrungen für den Ausbau der eigenen Organisation in Russland zu nutzen. Um die Arbeit der Beratungsorganisationen vor Ort kennen zu lernen, hielt sich die Delegation am 04. Dezember in der Region Braunschweig auf. Begleitet wurde die Delegation von einem Dolmetscher, Staatssekretär a.D. Feiter, Hauptgeschäftsführer Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern a.D. Jäger und Frau Ehrat für den Deutschen Bauernverband.

Geschäftsführer Kurt Hübner stellte die örtliche Landvolk-Verbandsarbeit vor. Für die Landwirtschaftskammer berichtete Sönke Pfaff aus der Beratungsarbeit der Fachgruppen. Frau Lahmann von der BBS gab einen Einblick in die Organisation einer Buchhaltung und Steuerberatung. Hierzu gab Herr Täger-Farny als praktischer Landwirt einen Bericht, welche Vorteile ihm die Buchung auf dem Hof bringt.

Die umfangreichen Fragen zu den Vorträgen und Themen zeigten, dass auch erhebliche Differenzen zwischen dem Deutschen und Russischen Rechtssystem bestehen.

Jeweils zwei bis drei Stunden Vortrag mit regelmäßigem dolmetschen können sehr anstrengend sein. Zu bewundern ist aber die ausdauernde und gute Arbeit des Dolmetschers selbst.

Sie finden einen interessanten Artikel aus aktuellen Welt am Sonntag unter:

 

http://www.welt.de/print/wams/politik/article116330757/Die-Ehre-der-Bauern.html

Land unter im Braunschweiger Land !

Land unter in Rietze

Nach heftigen und mehre Tage andauernden Niederschlägen steht auf vielen Feldern in der Region das blanke Wasser. Der ohnehin schon wassergesättigte Boden konnte die zusätzlichen Mengen, z.T. über 80 l pro Quadratmeter nicht aufnehmen. Es bleibt abzuwarten, wie groß die Schäden an den Ackerkulturen sein werden. Da bietet auch die alte Bauernregel:" Der Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun`und Fass." keinen wirklichen Trost. Darüber hinaus, hat sich aber auch gezeigt, wo die nötige Unterhaltung von Gräben und Vorflutern durchgeführt wurde, denn hier konnte das Wasser doch deutlich besser abfließen.

Mitgliederversammlung 2012

Frau Köchy, die Herren Kolle und Wolter umrahmt von den Herren Hirschfeld und Henties

 

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung unserer Verbandes am 18.12.2012 konnten wir Herrn Prof. Dr. Friedrich Weber, ev.-luth. Landeskirche Braunschweig als Referenten gewinnen. Untenstehend einige Auszüge aus dem Referat:

                

  • Landwirte befinden sich im Spannungsfeld zwischen Gesellschaft, Betriebswirtschaft, Ethik, Strukturwandel. 
  • Der Verbraucher fordert billige und immer verfügbare Lebensmittel.
    Dies lässt sich nicht mit ökologischer Produktion erfüllen. Das Tierwohl
    definiert sich nicht durch die Tierzahl, sondern durch den Umgang mit
    ihnen. Größere Tierbestände führen allerdings zu einer Abnahme der
    Achtung gegenüber der einzelnen Kreatur.
  • „Wir tragen Sorge dafür, dass alle Nahrung haben, durch die Dinge, die die Schöpfung uns gegeben hat.“
  • Landwirte sind eine wichtige Stütze für die Kultur und das Leben in den
    Dörfern.
     
  • Eine kritische Auseinandersetzung mit der Landwirtschaft gehört nicht auf
    die Kanzel!! sondern sollte im Dialog in der Kirchengemeinde erfolgen.

Der Vortrag von Herrn Weber wird lebhaft diskutiert und führt zu zahlreichen Nachfragen.

 

Weiterhin berichtete Dr. Stefan Hanekopf, Bereichsleiter Anlagenmanagement, Öffentliche Versicherung Braunschweig, zum Risikomanagement der Kapitalanlangen bei der Öffentlichen Versicherung. Im Rückblick und in der Prognose sind die eingezahlten Gelder sehr sicher angelegt, da steht konservative Anlagen gewählt wurden.

 

6. Braunschweiger Bauerntag - Verbandsvertreter und Experten diskutieren über Lebensmittelsicherheit

Untenstehend der Vortrag des Vorsitzenden Jürgen Hirschfeld

Ernährungssicherung und Bioenergie   - Eine Diskussion, die uns seit vielen Jahren beschäftigt

 

 

Hohe Getreidepreise wie in den letzten zwei Jahren heizen die Debatte zusätzlich an, wenn aus Raps Biodiesel oder aus Mais Biogas gewonnen wird. Sachliche und fachliche Argumente dringen kaum durch.

 

Wo kommen die Defizite her?

In den entwickelten Ländern werden ca. 600 Mio. t Getreideeinheiten vor dem Verzehr weggeworfen und in den Entwicklungsländern verdirbt etwa die gleiche Menge an Ernteprodukten auf dem Feld oder im Lager. Haben wir bei uns 0,7 % Ernte- und Nachernteverluste, so sind es dort 15 – 30 %.

Benötigen wir in Deutschland etwa 1000 m² je Einwohner um unsere Nutztiere mit Futter zu versorgen, so benötigen wir noch etwa 300 m² je Einwohner um unsere Hunde und Katzen satt zu bekommen. Als einfache Faustzahlen: Die landwirtschaftliche Nutzfläche von Baden-Württemberg für den Hund, Hessen für die Katz und das Saarland für Hamster und Kaninchen.

 

Welchen Einfluss hat die Bioenergieerzeugung?

Spielt Biogas in Niedersachen eine große Rolle, so ist dieser Energiebereich weltweit von kaum wahrnehmbarer Bedeutung. Weltweit sind Bioethanol und Biodiesel als Treibstoff die bedeutenden Bereiche. Gerade in Europa, und besonders hier in Deutschland, sind der Anbau von Raps für Biodiesel oder die Zuckerrübe und der Weizen für Bioethanol besonders nachhaltig. 60 % der Rapsfläche in Deutschland werden für die Erzeugung von Biodiesel verwandt - - in pflanzengebundenes CO² wird in unseren Automotoren verbrannt und anschließend wieder im Raps gespeichert. Neben dem Pflanzenöl erhalten wir bei unserem deutschen Ertragsniveau 2,5 – 3 t Rapsschrot und ersetzen damit alleine durch die Biodieselproduktion 1 Mio. ha Sojabohnenanbaufläche in Nord- oder Südamerika, für uns im Braunschweiger Land bedeutet das, unser Rapsanbau ersetzt den Import von mehr als 60.000 t Sojaschrot.

 

Die Absicht, die deutschen und europäischen Bauern bei der Produktion von Bioenergie durch die Anwendung eines ILUC-Faktors zu bestrafen, wiederspricht der in Fruchtfolgen denkenden und handelnden deutschen Landwirtschaft. Wenn diese Berechnungsgrundlagen richtig wären, ist jede Entnahme landwirtschaftlicher Flächen zu einem nicht landwirtschaftlichen Zweck, egal ob für den Naturschutz oder als Bauland, unter Strafe zu stellen. Es kann ja nicht sein, dass wir für den Biodiesel aus Rapsanbau bestraft werden weil Flächen für die Nahrungsmittelerzeugung verloren gehen, wenn der hieraus gewonnene Rapskuchen mehr ist, als weltweit durchschnittlich an Getreide je ha geerntet wird.

 

Die Planungen der EU-Kommission und des Europäischen Parlamentes, 7% der Ackerfläche extensiv zu bewirtschaften oder ganz aus der Produktion zu nehmen sind ebenso falsch. Zurück zu ILUC - Wir haben in der EU nicht das Recht, Flächen nicht zu bewirtschaften, die Welt braucht Nahrungs- und Futtermittel, sie braucht Energie.

 

Machen hohe Getreidepreise die Nahrungsmittel für Arme unerschwinglich? Als pauschale Aussage erscheint das zunächst erst mal richtig. Schaut man aber etwas genauer hin, so ergibt sich ein ganz anderer Zusammenhang. Der vor wenigen Jahren in der Presse breit diskutierte Tortilla-Krieg in Mexico ist ein gutes Beispiel hierfür. In den Jahren der Maistiefstpreise 2004 und 2009 war es für die mexikanischen Bauern unwirtschaftlich, auf ihren Grenzertragsstandorten überhaupt Mais anzubauen. Gegen die billigen Importe aus Nord- und Südamerika konnten die mexikanischen Bauern nicht konkurrieren, Dünger konnten sie nicht bezahlen. Durch die schwachen Ernten in den darauf folgenden Jahren und die Zunahme an Maisverbrauch für die Bioethanol-Erzeugung explodierte der Maispreis. Die mexikanischen Bauern konnten von den Preissteigerungen nicht profitieren, denn sie hatten keinen Mais angebaut oder wegen fehlenden Düngers nur wenig geerntet. Die Bevölkerung musste das teure importierte Maismehl kaufen. Weltweit gelten die gleichen Marktgesetze - gute Preise generieren Produktion.

 

Steigende Preise sind grundsätzlich eine wichtige Voraussetzung, die gerade Kleinbauern in den Entwicklungsländern den Anreiz geben, in Saatgut, Düngemittel und Lagerung zu investieren. Das führt letztendlich zu einer Stabilisierung der Produktion und damit zu einer Verbesserung der Versorgung in diesen Ländern.

 

Bioenergie ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Staatliche Förderinstrumente sind ein Investitionsanreiz und geben dem Klimaschutz einen Marktpreis. Förderinstrumente müssen weiterentwickelt werden. Wenn aber die Halbwertzeit politischer Entscheidungen nur ein Bruchteil der Abschreibungszeit der Investitionen ist, wird es keine Bereitschaft mehr in die Investition neuer Projekte geben. Politik muss verlässlich sein, auch über Wahltermine hinaus.

 

Wir wollen auch in Zukunft einen Teil unseres Treibstoffes auf dem Acker erzeugen und nicht importieren. Wir wollen Sonnenenergie in Pflanzen speichern und in Fermentern in Gas umwandeln. Wir wollen, dass Windmühlen auf den Feldern stehen und dass das Weg vom Atomstrom und fossiler Energie, keine leere Worthülse ist.

Die Menschen, die hier zwischen Harz und Heide, Solling und dem Elm leben, sollen auch Vorteile haben. Wenn die Akzeptanz der regenerativen Energien, Wind, Sonne und Biomasse wieder zunehmen soll, dann müssen wir die Menschen, unsere Nachbarn, mitnehmen. Es muss in Zukunft ein Vorteil sein, neben einem Windrad oder einer Biogasanlage zu wohnen.

 

Der Strom kommt aus der Nachbarschaft und muss nicht über viele hunderte von Kilometern geleitet werden. Jede Umdrehung des Windrades oder jeder volle Maiswagen ist gut für meine Stromrechnung - es steigt nicht meine EEG-Umlage, sondern der Stromdirektbezug aus der Nachbarschaft senkt meine Stromkosten, es geht   -   wir müssen es nur wollen.

 

Die großen Ideen, Sunfuel oder Synfuel, kommen - vielleicht – irgendwann. Zum Glück haben wir nicht darauf gewartet. Die Energiewende läuft – mit uns – durch uns – für uns – und für unsere Kinder. Bioenergie ist ein wichtiger Baustein dabei. Bioenergie vor der Haustür für nicht dazu, dass wo anders der Teller leer bleibt. Selber tun – zeigen wie es geht und anderen in der Entwicklung helfen, aber nicht mit Almosen Abhängigkeit erzeugen.

Wenn wir alle oben aufgeführten Maßnahmen zur Ernährungssicherung ausgeschöpft haben und dann die vielleicht 8 oder 9 Milliarden Menschen auf der Erde so nicht mehr versorgen können, muss die Versorgung mit Bioenergie sicherlich zurückgefahren werden. Dann wird die Wissenschaft auch so weit sein, Sonnen- und Windenergie anders als in Pflanzen zu speichern.

Zocken mit Lebensmitteln - Agrarrohstoffe als Spekulationsobjekt

Die Rohstoffbörsen in Paris und in Chicago geben den weltweiten Preis für Lebensmittel vor. Hier werden Weizen, Mais und Soja gehandelt. Banken, Versicherungen und internationale Investoren zocken mit. Landwirte und Händler in Deutschland haben schon lange keinen Einfluss mehr auf den Preis ihrer Ware.

Seit mehr als 200 Jahren existiert die Firma Landhandel Fromme in der Nähe von Braunschweig. Kurt Fromme führt die Firma bereits in der fünften Generation. Bis vor kurzem konnte er noch den Weizenpreis mit seinen Landwirten aushandeln und hatte Einfluss auf die Preisgestaltung. Doch seitdem internationale Finanzinvestoren an den Getreidebörsen in Chicago und Paris mitmischen hat er fast keinen Einfluss mehr. Die Preise für Weizen schwanken täglich so stark, dass er immer Gefahr läuft, innerhalb weniger Stunden riesige Verluste zu machen. Das macht das Geschäft für ihn zunehmend schwieriger. Er fordert deshalb mehr Transparenz in dem völlig unüberschaubaren Markt. Karl Harenbrock berichtet.



Foto: Landvolk

Zurück zur Steinzeitfitness -

Unsere Ernährung passt nicht zu unserem Lebensstil, sagt Lebensmittelexperte Dr. Volker Heinz. Fettleibigkeit ist die Folge.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Katharina Vössing

 

Wie sich die Menschen im Jahr 2050 ernähren, kann natürlich niemand vorhersagen. Aber eins ist Volker Heinz, Leiter des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik, klar: Es muss sich viel ändern, damit die Deutschen nicht mehr „einsame Spitze bei der Fettleibigkeit in Europa“ sind. Nicht in erster Linie der Mensch, sondern die Lebensmittel müssten sich wandeln. „Denn der Mensch wird immer aus der Situation heraus dazu greifen, was vorhanden ist.“

 

Und so warf Heinz beim 6. Braunschweiger Bauerntag, der gestern in der Stadthalle stattfand, die gewagte Frage auf: „Müssen wir bei der Ernährung wieder in die Steinzeit zurückkehren?“ Weg von verarbeiteten Produkten, hin zu mehr Bewegung? Die Menschen gingen auch heute auf Jagd, aber eben nur nach dem besten Geschäft, sagte Heinz. Und günstig seien Fertigprodukte. Viel Fett, viel Zucker.

 

Gerade der Zucker sei das Problem, wie eine Studie aus den USA zeige. Obwohl dort der Fettverbrauch seit den 1970er Jahren rückläufig sei, habe der Anteil übergewichtiger Menschen zugenommen: von 50 Prozent im Jahr 1973 auf 74 Prozent 2007, Tendenz steigend. Der Mensch könne sich zwar an das Überangebot an Lebensmitteln anpassen, der Körper jedoch nicht. Nährstoffe reicherten sich im Körper an und seien schwer wieder abzubauen – vor allem ohne Bewegung. Da kommt die Steinzeit wieder ins Spiel: Ein US-Amerikaner namens Arthur De Vany hat die „Evolutionary Fitness“ erfunden, sinngemäß die Urzeit-Fitness. Er hat auch ein Buch über die Steinzeit-Diät geschrieben. Einen Rückschritt hat Heinz jedoch keineswegs im Sinn.

 

Vielmehr spricht er sich für den Einsatz von Forschung und Technik aus: Zum einen seien bei einer Weltbevölkerung, die stündlich um 9480 Personen wachse, effizientere und ressourcensparende Verarbeitungsmethoden in der Lebensmittelindustrie nötig. Zum anderen müsse die Forschung eingesetzt werden, um herauszufinden, was im Menschen vor sich geht. „Im Jahr 2050 wird es Toiletten geben, die unseren Stoffwechsel analysieren“, sagt Heinz. Eine Zukunftsvision, die bei den rund 300 Gästen des Bauerntags für Staunen sorgte.

 

„Dicksein ist Geschmackssache“, sagte Heinz. Aber es gebe Krankheiten wie Diabetes, die darauf zurückzuführen seien. Zudem sei Adipositas Ursache von 5 Prozent aller Krebserkrankungen. „Magenverkleinerungen sind nicht die Lösung für das Ernährungs-Problem. Aber veränderte Lebensmittel können es sein.“

Foto: Landvolk

„Jeder wirft pro Jahr 82 Kilo Nahrung weg“ -

Die Landfrauen fordern mehr Aufklärung.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, kvo

 

Mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum läuft nicht automatisch die Genießbarkeit von Lebensmitteln ab. Dennoch landen laut einer Studie zur Lebensmittelverschwendung des Bundesministeriums für Landwirtschaft jedes Jahr 82 Kilogramm Lebensmittel pro Person im Müll – 52 Kilogramm davon seien noch verwertbar. Der niedersächsische Landfrauenverband will darauf aufmerksam machen.

 

Catarina Köchy, Landfrauen-Bezirksvertreterin in Braunschweig, sagte auf dem Bauerntag: „Aufklärungsarbeit ist sehr wichtig. Wir wünschen uns, dass Haushalts- und Alltagsökonomie zum Unterrichtsfach wird.“ Denn die Verschwendung zeuge von mangelnder Wertschätzung durch fehlendes Wissen. Was bedeutet das Mindesthaltbarkeitsdatum wirklich? Wie viele Lebensmittel brauche ich für den Tag? Die Landfrauen vermitteln dieses Wissen bereits an Schulen.

 

Doch der Landfrauenverband sieht auch die Politik in der Pflicht: So fordern sie beispielsweise, das Mindesthaltbarkeitsdatum zu überarbeiten und Packungsgrößen anzupassen.

Die Eröffnungsrede des 6. Braunschweiger Bauerntages hielt Herr Ulrich Löhr (stellv. Vorsitzender)

Die Schlussworte wurden durch Herrn Wilfried Henties (stellv. Vorsitzender), u. a. mit einem besonderen Dank an unseren Sponsoren gerichtet:

 

  1. Braunschweigische Landessparkasse, als Hauptsponsor
  2. Öffentliche Versicherung Braunschweig
  3. Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e. V.
  4. Kärcher Center GmbH
  5. Claas Braunschweig GmbH
  6. Landmaschinen Vertrieb Altenwedd. GmbH, Zweigstelle Schöppenstedt
  7. AGRAVIS Technik Südhannover / Braunschweig GmbH, Landmaschinenhandel

 

Unsere Sponsoren haben durch ihre Unterstützung maßgeblich zum Gelingen unser Veranstaltung beigetragen.

Foto: Landvolk

Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement

 

Anlässlich des 6. Braunschweiger Bauerntages wurden traditionsgemäß Auszeichnungen für besondere ehrenamtliche Verdienste verliehen. In diesem Jahr wurden Frau Parvin Hemmecke-Otte, als Landfrau des Jahres 2012, Herr Gerhard Borchert, als ehemaliger langjähriges Verbandsvorsitzender des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauerverbandes sowie Herr Johannes-Dietrich Arbogast, als ehemaliger Vorsitzender des Land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes Braunschweig e. V. mit dem Ehrenteller des Niedersächsischen Landvolkes Braunschweiger Land e. V. ausgezeichnet.

Besucher

Kontakte

Geschäftsstelle:

Helene-Künne-Allee 5

38122 Braunschweig

 

Tel: 0531 / 28770-0

Fax: 0531 / 28770-20

E-Mail: mail@landvolk-braunschweig.de

 

Für den Notfall:

 

"Wenn Mama fehlt"

Das Dorfhelferinnenwerk finden Sie auf unserer Hompage unter

Dorfhelferinnenwerk - Station Peine

zuständig für den Bezirk Braunschweig!

 

 

!Anonym und kostenlos!

 

Landwirtschaftliches Sorgentelefon:

Öffnungszeiten:

Mo/Mi/Fr: 8:30 - 12:00 Uhr

Di/Do: 19:30 - 22:00 Uhr

 

Tel: 0 41 37 / 81 25 40

 

TelefonSeelsorge:

Öffnungszeiten:

Rund um die Uhr für Sie da!

 

Tel: 0800 / 111 0 111

       oder

       0800 / 111 0 222

 

Spenden sind bei beiden Institutionen herzlich willkommen.

 

Landwirtschaftliches Sorgentelefon:

http://www.bto-barendorf.de/index.php?id=18

 

TelefonSeelsorge Braunschweig:

http://www.telefonseelsorge-braunschweig.de/