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Aktuelles

2012

Quelle: Salzgitter Zeitung vom 02.02.2012

Quelle: Salzgitter Zeitung vom 02.02.2012

Frost: Gefrorene Tränken, Ackerkulturen im Stress

Kalt, kälter, Februar 2012. Seit knapp zwei Wochen hat der Frost Deutschland fest im Griff. Der macht Landwirten zu schaffen. Sie fürchten Frostschäden, Leitungen frieren

ein.

Bild vergrößernDer Frost hat auch seine idyllischen Seiten.© meisterleise/aboutpixel.de

© meisterleise/aboutpixel.de

Der Frost hat auch seine idyllischen Seiten.
Während Nutztiere die tiefen Temperaturen ganz gut verkraften, leidet die Technik und verschafft Landwirten zusätzliche Arbeit. Die frostigen Temperaturen sorgen auch für Unsicherheit auf den Äckern. Zwar sind die Winterkulturen kältetolerant. Die vielerorts fehlende Schneedecke gibt die Pflanzen aber dem trockenen Wind preis. Dadurch haben Ackerkulturen derzeit doppelt Stress: Frost trifft auf Trockenheit.    

Viehhaltung: Tiere kälteunempfindlich, Maschinen leiden

Die Nutztiere selbst kommen mit der Kälte gut klar. Im Gegenteil, Kühe fühlen sich bei niedrigen Temperaturen sogar wohler als in der Wärme. Auch für Rinder und Pferde sowie Schafe und Ziegen sind die aktuellen Minus-Temperaturen kein Problem, soweit diese Tiere im Stall und keiner Zugluft ausgesetzt sind.   Viele Maschinen sind bei den niedrigen Temperaturen aber nur eingeschränkt nutzbar.  Das führt vielfach zu Verzögerungen bei Stallarbeiten, berichtet der Bauernverband. Außerdem müssen eingefrorene Tränken und Wasserleitungen aufgetaut werden. "Die anhaltende Kälte geht immer tiefer in die Gebäude", berichtet Kreislandwirt Jürgen Hirschfeld der Goslarschen Zeitung. In der Schweine- und Geflügelhaltung sind Klima- und Heizungsanlagen üblich. Zu Verzögerungen könnte es in den nächsten Tagen hier und da beim Verkauf von Schlachtschweinen kommen, da die Tiere wegen der Kälte nur eingeschränkt ausgestallt und transportiert werden können. Dies könnte Preissteigerungen zur Folge haben.

Ackerbau: Zu viel Frost, zu wenig Schnee

Für eine Prognose, wie sich der Frost auf Raps und Wintergetreide auswirkt, ist es noch zu früh. Grundsätzlich verkraften Wintersaaten tiefe Temperaturen ganz gut. Vor allem Winterraps zeichnet sich durch seine Wiederstandsfähigkeit aus.   Problematisch ist jedoch die vielfach zu dünne Schneedecke. Schnee schützt die Pflanzen nicht nur vor Frost, sondern sorgt auch für die nötige Feuchtigkeit. "Schnee wärmt die Pflanzen, doch jetzt kann der scharfe Ostwind sie zusätzlich austrocknen", sagt Hirschfeld.   Gemüsebauern haben bislang kaum Probleme. Die modernen Gewächshäuser sind für tiefe Temperaturen ausgelegt und erlauben fast überall eine Gemüseerzeugung ohne Unterbrechung. Allerdings stiegen die Heizkosten und damit die Produktionskosten überproportional an.   Eine positive Wirkung haben die Tiefstemperaturen jedoch: Schädlingen, die bislang ganz gut durch den warmen Winter gekommen sind, geht es jetzt an den Kragen.

Gülle noch nicht ausbringen

Am 31. Januar ist die Düngesperrfrist zu Ende gegangen. Düngemittel mit wesentlichen Nährstoffgehalten an Stickstoff und Phosphat (auch Festmist) dürfen außerhalb der Sperrfrist nur ausgebracht werden, wenn der Boden aufnahmefähig ist, mahnt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. In vielen Regionen Deutschlands muss deshalb wegen des durchgängig gefrorenen Bodens noch gewartet werden. Verstöße sind bußgeldbewehrt und Cross Compliance relevant.   Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert auch für die kommenden Tage Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt.

Quelle: www.agrarheute.com


Diskussion über Antibiotika und MRSA-Keime

Im Zusammenhang mit dem Antibiotikaeinsatz in der landwirtschaftlichen Tierhaltung wird auch vermehrt auf die MRSA-Keime hingewiesen. Hierbei ist häufig zu beobachten, dass nicht zwischen tierischen Belastungen und menschlichen Belastungen mit Keimen unterschieden wird, obwohl hier bisher keine Überkreuzreaktionen bekannt sind. Allerdings können die tierischen Keime beim betroffenen Menschen (Landwirt) im Zusammenspiel mit anderen Belastungen durchaus Auswirkungen zeigen.

Weil auch in Deutschland seit längerem bekannt ist, dass Landwirte mit Tierhaltung ein höheres Risiko tragen selbst mit derartigen tierischen Keimen belastet zu sein, hat sich die Vertreterversammlung der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung in Niedersachsen-Bremen am 08. Dez. 2012 mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Einen ersten Bericht hierüber enthielt bereits die Zeitschrift „LSV kompakt“, Ausgabe Dezember 2011 auf der Seite 11 unten.

Wer die Zeitschrift nicht mehr vorliegen hat, kann sie auf der Internetseite der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung direkt aufrufen: www.lsv.de/nb

 

Zudem möchten wir bereits jetzt darauf hinweisen, dass die nächste Ausgabe von LSV kompakt im Februar 2012 umfangreicher auf vorbeugende Maßnahmen eingehen wird.

 

Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender

Ulrich Löhr, stellv. Vorsitzender

Wilfried Henties, stellv. Vorsitzender


Ausweisung von Windenergieanlagen schwierig

-von Ulrich Kiehne | am 11.01.2012 |  Seesener Beobachter-

 

Landvolk-Versammlung beschäftigt sich mit aktuellen Themen / Gegen Kürzung der Ausgleichszahlungen

Nach alter Tradition hatte der Vorsitzende des Landvolkgemeindeverbandes Seesen, Gerhard Kolle, schon zu Beginn des Jahres zur Versammlung des Landvolks geladen. Neben den Vertretern des Berufsstandes, Geschäftsführer Kurt Hübner und dem Vorsitzenden des „Landvolkbezirksverbandes Braunschweiger Land“, Jürgen Hirschfeld, konnte er unter den zahlreichen Gästen auch den Bürgermeister der Stadt Seesen, Erik Homann, begrüßen. Homann nahm die Gelegenheit wahr, seine Verbundenheit mit den Landwirten zu bekunden.

Weiterhin stellte er sich den Fragen der Versammlung zu den Themen Windenergie, Stauprojekt Bornhausen und Ausbau der A7. Er machte deutlich, dass die Stadt Seesen der Errichtung von Windenenergieanlagen positiv gegenübersteht, merkte aber auch an, dass nach dem überarbeiteten derzeit vorliegenden Raumordnungsplan im Gebiet der Stadt kaum Möglichkeiten zur Realisierung solcher Anlagen bestehen. Das Rückhaltebecken in Bornhausen ist weiterhin in den Planunterlagen der Stadt zu finden. Aber auch großräumige andere Alternativen werden nach Vorgabe des Großraumverbandes derzeit geprüft.

Der enorme Flächenverbrauch landwirtschaftlicher Nutzflächen (in Deutschland täglich 90 Hektar) wurde im Zusammenhang mit den angesprochenen Baumaßnahmen von den landwirtschaftlichen Vertretern thematisiert.

Hirschfeld forderte die Politik auf, den langjährigen Forderungen des Verbandes nachzukommen und die alternativen Möglichkeiten der finanziellen Ablösung von Ausgleichsmaßnahmen durch Förderung bestehender Projekte zu nutzen.

Der Geschäftsführer des Landvolkverbandes, Kurt Hübner, konnte den Landwirten mitteilen, dass auch sie in diesem Jahr die schon lange angekündigte Gesundheitskarte erhalten werden. Weitere Themen waren der Wust von Vorschriften und Verordnungen der landwirtschaftlichen Sozialversicherungen, die auf Druck des Bundes vor einer Fusion stehen und ihrer bisherigen Eigenständigkeit beraubt werden.

Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Frankfurt/ Oder wird die Kürzung der landwirtschaftlichen Ausgleichszahlungen (Modulationskürzung) als rechtswidrig angesehen. Dies bedingt eine Klage jeden Landwirtes gegen den erst kürzlich erhaltenen Förderungsbescheid, um gegebenenfalls seine Rechtsansprüche zu wahren. Hübner machte deutlich, dass hier Eile geboten sei, da die Einspruchsfrist bereits am 15. Januar abläuft.

Das agrarpolitische Feld wurde von Jürgen Hirschfeld beackert. Die Agrarmärkte zeigten seit Jahren eine nie gekannte Volatilität. Dies bedingt eine Streuung des Ein- und Verkaufsrisikos durch ständige Teilnahme am Markt. „Vergesst das Verkaufen nicht, wenn ihr heute mit einem Preis für euer Getreide zufrieden seid“, so Hirschfeld. Er wies aber auch auf die Notwendigkeit der EU-Betriebsprämien hin, die immer noch gut 50 Prozent des Einkommens auf den Betrieben darstellt. Hirschfeld: „Bei immer schärferen Reglementierungen und weiteren Einschnitten in die Produktion, die von den Bauern als Vorleistung gebracht werden müssen, sind die Ausgleichszahlungen unerlässlich.“

Im Rahmen der Tierschutzverordnung wird es in den nächsten Jahren ebenso zu Veränderungen auf den Höfen kommen. Hier sei nur die ganzjährige Anbindehaltung von Rindern genannt, die besonders in den südlichen Bundesländern noch vorzufinden ist.

Nach dreistündiger intensiver Beratung und Diskussion konnte Gerhard Kolle seine Berufskollegen dann gut gerüstet in ein vorschriftenreiches Jahr entlassen.


Am Montagvormittag kamen die Mitglieder des Landvolks Braunschweiger Land zur Versammlung im Hotel Wilhelmsbad in Seesen zusammen.  Landvolkgeschäftsführer Kurt Hübner informierte die Landwirte über aktuelle Themen, darunter auch über ein aktuelles Urteil des Verwaltungsgerichtes Frankfurt/Oder über die Kürzung von Ausgleichszahlungen, im Hintergrund: Jürgen Hirschfeld.

Fotoquelle: Seesener Beobachter

Aktuelles

2011

Braunschweiger Getreidetag und Mitgliederversammlung des Nds.

Landvolkes Braunschweiger Land e. V. in Peine

Albert Deß, Abgeordneter des EU-Parlamentes und Berichterstatter zur GAP-Reform referierte im Peiner Schützenhaus am 7. Dez über die Kommissionsvorschläge und die Positionen des Parlamentes.

Bei den auch für uns wichtigen Fragen zum Greening, der Degression oder der Erklärung zum praktischen Landwirt wird das Parlament so nicht zustimmen. Albert Deß hat aber auch deutlich gemacht, dass es ohne eine gewisse Umverteilung zwischen den Mitgliedsstaaten  nicht geht. Eigene Reformvorschläge bedeuten bei der Vielfalt in der Landwirtschaft  zwischen Finnland im Norden und Griechenland im Süden,  oder Litauen im Osten und Frankreich im Westen hohe Kompromissbereitschaft. Das Europäische Parlament wird der neuen GAP nur zustimmen, wenn es bei den Inhalten wesentliche Veränderungen erreicht und die Finanzierung gesichert ist. Präsident Hilse hat in seinen Ausführungen die Positionen des Nds. Landvolkverbandes vorgetragen: Auswahlmöglichkeiten beim Greening, keine Kappung oder Degression, kein obligatorisches Junglandwirte- u. Kleinlandwirteprogramm, keine Verschärfung bei  CC und keine Erhöhung der Bürokratie.

 Auf den Gemeindeverbandsversammlungen werden wir auf einige wesentliche Punkte der GAP-Reform eingehen. Ob bis Ende 2012 die Reform beschlossen ist, bleibt aus heutiger Sicht fraglich. Wir müssen aber gemeinsam aktiv Gespräche mit den gewählten Parlamentariern führen, um die negativen Veränderungen in unserer Region zu begrenzen.

 Am Ende der Veranstaltung hat Ulrich Löhr eine Unterschriftenliste zur Reduzierung des Landverbrauches  an Präsident Hilse überreicht. Nach wie vor werden täglich mehr als 100 ha landwirtschaftliche Nutzfläche für  Baugebiete, Infrastruktur aber auch für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verbraucht. Für die Ernährung der Weltbevölkerung aber auch als Folge der Energiewende wird jeder ha in Zukunft benötigt.

Am Nachmittag fand unsere 2. Mitgliederversammlung des Landvolkverbandes Braunschweiger Land statt. Sie war ebenso wie der Getreidetag gut besucht. Dafür vielen Dank. Neben den Berichten über den Haushalt und dem Geschäftsbericht ist,  als Nachwahl für Carl Lauenstein, Christian Wohlenberg aus Gadenstedt  in den Vorstand gewählt worden. Er bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb und ist Mitglied im Aufsichtsrat der Nordzucker Holding. Carl Lauenstein hat sich aus der Verbandsarbeit zurückgezogen und  konnte ausgesundheitlichen Gründen nicht  an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Die Mitglieder im Landvolk Braunschweiger Land werden aber noch einen passenden Rahmen finden, um auch persönlich Danke zu sagen. Carl Lauenstein hat über viele Jahre die Verbandsarbeit in Peine und im Bezirksverband Braunschweig mitgestaltet. Seine Arbeit als Bundesvorsitzender der Landesschafzucht –Verbände  öffnete für die Region Türen in der Politik und beim DBV.

Während der Mitgliederversammlung wurden Frau Ellen Fricke und die Herren Gerhard Rott und Johannes-Dietrich Arbogast

für ihr langjähriges Engagement und Verdienste in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum mit der Silbernen Ehrennadel

des Landvolks geehrt.

Fotoquelle: Land- und Forst/Schukies


Schäfer hatten Erfahrungsaustausch am Stammtisch

JERXHEIM.   Der Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel (LPV) hatte am Montag die Mitglieder der Abteilung „Schäferstammtisches“ zu einem der mehrmals im Jahresverlauf stattfindenden Treffen auf den Heesehof in Jerxheim eingeladen. Gastgeber waren dieses Mal Kerstin und Christoph Weihe, die in Jerxheim und Beierstedt hauptberuflich Schafhaltung betreiben. 

Schon seit 12 Jahren werden bei der Familie Weihe Schafe gehalten. Nunmehr sind es in beiden Betriebsstätten zusammen 350 Tiere verschiedener Rassen, wie Heidschnucken, Merino Fleischschafe und Suffoks. Vermarktet werden jährlich 300 bis 400 Lämmer. Für die Erzeugung von Milch und Käseprodukten sind die ostfriesischen Milchschafe auf dem „Käsehof am Heeseberg“ zuständig. „Die Direktvermarktung wird gut angenommen. Wir sind mit dem Erfolg des zurückliegendes Jahres zufrieden“, berichtet der Schäfer. Auch die aktuelle Wetterlage ohne Schnee und Frost, die Tiere sind noch draußen, kommt dem Betrieb zugute. So wie die Aufstallung erforderlich wird, kommen die Schafscherer auf den Hof. Pro Tier gibt es drei bis vier Kilogramm Wolle.

Die Weideflächen, unter anderem Deiche von Entwässerungsgräben und Landschafts- und Naturschutzgebiete wie der Heeseberg, liegen etwa 20 Kilometer um Jerxheim. „Wir produzieren aus der Natur für die Natur“, lautet der Slogan der Weihes.

Der Stammtisch wird durch den LPV Wolfenbüttel vertreten. Geschäftsführer Volker Meier erläuterte den Beitrag zu den EU-Zielen wie Erhalt der biologischen Vielfalt und dem Klimaschutz. „Weidetiere in der Landschaft sind erwünscht“, lautet die Feststellung. Mit diesem Thema der extensiven Beweidung und extensiv beweideter Flächen im landwirtschaftlichen Fördersystem beschäftigte sich kürzlich der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) bei einer Tagung.

Das will auch der Schäferstammtisch anlässlich des „Tages des offenen Hofes“ am 17. Juni 2012 der Öffentlichkeit darstellen.

Quelle: Werner Gantz

Foto: Werner Gantz

Schäfer Christoph Weihe (rechts im Bild) führte die Stammtisch-Gäste zur Besichtigung der Schafe in den Stall in Jerxheim.

            


 

Bäuerinnen-Stammtisch zu Besuch in Bierbergen

 

Der Bäuerinnen-Stammtisch der Landfrauen Peine besuchte am 03. November 11 den Betrieb Decker in Bierbergen.

 

Ca. 50 Teilnehmerinnen und 13 Kinder folgten der Einladung.  Sie bekamen eine sehr interessante Führung durch den Stall und den Melkstand. Später wurde noch ein kurzer Abstecher zur Biogasanlage des Betriebes gemacht.

 

Bei dem abschließenden  Kaffee und Kuchen stellen Anke und Christine Decker sowie die  Auszubildende  dann ihre Lebensläufe und ihre Karrieren den Besuchern dar.

 

Auf diesem Weg nochmals einen herzlichen Dank nach Bierbergen!


Sonderaktion Kärcher Hochdruckreiniger/Nass- und Trockensauger

Eine Weitere Sonderaktion der Firma Kärcher eröffnet Mitgliedern ein Angebot zum vergünstigten Einkauf von Hochdruckreinigern. Ergänzt wurde das Angebot diesmal um ein Trockensaugerprodukt. Die Aktion läuft seit der 38. Kalenderwoche 2011 und gilt solange Vorrat reicht. Produktbeschreibungen mit Leistungsmerkmalen, Zubehör, technische Daten und Preisinformationen können in unserer Geschäftsstelle bei Interesse abgerufen werden.



Landfraß in die Schranken weisen

Mehr Lkw-Stellflächen an der Autobahn, eine neue Eigenheimsiedlung am Ortsrand, der Supermarkt auf der grünen Wiese – fast jede Woche meldet meine Lokalzeitung solche Neuigkeiten.

Im Klartext heißt das: Wieder gehen Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung und als Lebensraum für Pflanzen und Tiere verloren. Allein im Braunschweiger Land waren es in den letzten zehn Jahren rund 9.000 ha, die nicht mehr für die Produktion von Nahrung, Futter und Bioenergie zur Verfügung stehen, weil sie bebaut wurden oder als Ausgleichsflächen herhalten müssen. Grob über den Daumen gepeilt, entspricht das der Lebensgrundlage von 160 niedersächsischen Durchschnittsbetrieben. Was gern übersehen wird, denn damit ist der Flächenverbrauch eine der Ursachen für den Strukturwandel, den die Öffentlichkeit als „Höfesterben“ beklagt.

Wenn sie über solche Bauvorhaben berichtet, schlägt meine Lokalzeitung einen eher freudigen Ton an, geht es doch um Aufschwung und Wachstum. Bei Projekten von Landwirten, die einen neuen Stall oder eine Biogasanlage bauen wollen, klingt sie in der Regel anders. Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass über das Ausmaß des Flächenverbrauches und seine Spätfolgen noch zu wenig bekannt ist.

Das Landvolk im Braunschweiger Land hat jetzt eine Aktion gestartet, die unter dem Motto „Stoppt Landfraß!“ auf den verschwenderischen Umgang mit der knappen Ressource Boden hinweisen soll. In anderen Regionen wird man ebenso aktiv. Und der Deutsche Bauernverband hat Anfang der Woche eine Erklärung verabschiedet, in der er feststellt, dass der Verlust fruchtbaren Bodens die Versorgungssicherheit bei Nahrungs- und Futtermitteln sowie erneuerbarer Energie gefährdet. In der Tat passen die Ansprüche schlecht zusammen: Auf der einen Seite fordert die Gesellschaft mehr Leistungen von ihrer Landwirtschaft, auf der anderen möchte sie den Boden, ihre wichtigste Arbeitsgrundlage, gern für andere Zwecke verwenden. Hier ist es wirklich an der Zeit, manchen Kommunalpolitikern vor Augen zu führen, wie wenig nachhaltig und zukunftsfähig ihre Lust am Betonieren ist.

Das heißt nicht, dass man nicht mehr bauen dürfte. Die Lkw-Stellflächen könnten statt auf Ackerland auf einer früher vom Militär genutzten Immobilie entstehen, die Eigenheime statt am Ortsrand ebenso gut im Dorf­inneren, und für den Supermarkt gibt es noch Platz, wo jetzt eine ungenutzte Halle steht. Auch gegen den Landfraß ist also ein Kraut gewachsen.                                                                                                                                                     Ralf Stephan, Chefredakteur Land & Forst

Foto: Deutscher Landwirtschaftsverlag

 

Auszahlung der Direktzahlung

In der Presse wird berichtet, dass die Direktzahlungen an die Landwirte in diesem Jahr vorgezogen werden sollen. Das Landwirtschaftsministerium in Hannover (Pressestelle) hat auf Rückfrage gesagt, dass es in Niedersachsen bei dem Termin Ende Dezember bleiben wird. Ein früherer Termin ist offensichtlich auch mit Blick auf die notwendigen Kontrollen nicht möglich.



Versammlung des Verbandsrates Nds. Landvolk Braunschweiger Land

Am 16. September hat der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Herr Werner Schwarz sich bei den Vertretern des Verbandsrates vorgestellt. Zugleich als einer der Vizepräsidenten des Deutschen Bauernverbandes nahm er zu den Chancen der Landwirtschaft Stellung. Dabei bezog er insbesondere die erhöhte Nachfrage nach Fleischprodukten in weiten Teilen Asiens in seine Überlegungen mit ein. Hierbei wies er auch auf die ansteigende Konkurrenz einer wachsenden Weltbevölkerung und ständig zurückgehender Fläche für die Nahrungsmittelproduktion hin. Er setzt darauf, dass die Politik der Wirtschaft in Zukunft den Weg weisen muss, weil allein die Marktwirtschaft keine ausreichende weltweite Regelung finden wird.

Der Referent: Herr Werner Schwarz

Quelle Foto: Nds. Landvolk Braunschweiger Land

Vor-Ort Kontrolle

Denken Sie bei außerlandwirtschaftlichen Nutzungen Ihrer Flächen an die Mitteilung an die Bewilligungsstelle. Wenn Flächen nur kurzzeitig unentgeltlich als "Parkplatz", "Zeltplatz" oder ähnliches dienen und danach wieder landwirtschaftlich genutzt werden, reicht eine Meldung an die Bewilligungsstelle aus.Die Fläche bleibt in diesem Fall für das betreffende Prämienjahr antragsberechtigt. Wenn aber Flächen dauerhaft die landwirtschaftliche Nutzung verlieren, z. B. durch "Wegebau", "Bauland", "Anpflanzungen" usw. und die Baumaßnahmen vor dem 31.12. eines jeweiligen Prämienjahres beginnen, ist die Fläche nicht beihilfefähig und wird nicht zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen  herangezogen. Diese betreffenden Flächen oder Teilstücke müssen Sie als Antragssteller aus Ihrem Antrag zurückziehen. Wenn Sie dieser Pflicht nicht rechtzeitig nachkommen, drohen hohe Prämienkürzungen. Unter Umständen kann Ihnen bei Nichtmeldung sogar "Vorsatz" und damit Subventionsbetrug vorgeworfen werden. Das würde zur Ablehnung eines kompletten Antrages führen!

Auch wenn Sie Pachtflächen z.B. am 30.09. zurückgeben, müssen Sie sich vergewissern, dass die Flächen bis 31.12. landwirtschaftlich genutzt werden. Bei Zweifel melden Sie sich in der Geschäftsstelle.


380 kV Höchstsspannungsleitung Wahle-Mecklar

Ergebnis des Raumordnungsverfahrens:

sh. unter: http://www.ml.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=1810&article_id=98206&_psmand=7

 

Aus gegebenem Anlass – Vorsorge ist besser als Heilen:

Geruchsbeschwerden bei der Zwischenlagerung und der Ausbringung

von Wirtschaftsdünger vorbeugen

 

Im Anschluss an die Getreideernte werden die Zwischenlagerung und die Ausbringung von

Wirtschaftsdüngern wieder besonders aktuell. Aufgrund der hiermit verbundenen Geruchsemissionen kommt es dann auch wieder vermehrt zu Anfragen und Beschwerden aus der Bevölkerung. Häufig werden hierbei nicht nur die Fachbehörden, sondern auch Politik und Medien angesprochen. Damit der Einsatz von Wirtschaftsdünger zukünftig nicht durch Vorgaben des Immissionsschutzes weiter erschwert wird, sollten im eigenen Interesse einige Grundsätze beachtet werden. Ziel muss es sein, unnötige Geruchsbeeinträchtigungen und Konflikte im Rahmen der gegenseitigen Rücksichtnahme zu vermeiden. Folgende Punkte tragen hierzu bei:

 

1. Die Vorgaben des Runderlasses zur Zwischenlagerung von Stallmist am Feldrand beachten. ( Den Verordnungstext finden sie auf unserer Internetseite.)

 

2. Lagerplätze so wählen, dass ein größtmöglicher Abstand zu sensiblen Nutzungen, wie Wohnbebauung oder Freizeiteinrichtungen, eingehalten wird. Hauptwindrichtung hierbei beachten.

 

3. Soweit möglich Berücksichtigung der Witterungsverhältnisse bei der Ausbringung (Temperatur und

Windrichtung).

 

4. Ausbringung an Wochenenden und Feiertagen soweit wie möglich vermeiden.

 

5. Wirtschaftsdünger zur Verringerung der Geruchsemissionen unverzüglich einarbeiten. (Um Nährstoffverluste zu mindern, ist dies auf unbestellten Ackerflächen für bestimmte Dünger, wie z. B. HTK, Gülle, Jauche und Gärrest, düngerechtlich vorgeschrieben.)

 

6. Werden Wirtschaftsdünger mit gut wasserlöslichen Stickstoffanteilen und starker Geruchsentwicklung (z.B. HTK) am Feldrand gelagert, empfiehlt sich die Abdeckung mit Vlies oder einer Strohschicht.

 

Der Einsatz von Wirtschaftsdünger schließt wichtige Nährstoffkreisläufe, erfordert aber auch Augenmaß und Verantwortung, um seine Akzeptanz in Bevölkerung und Politik zu erhalten.

 

Mit Beachtung der o.g. Hinweise kann jeder Einzelne dazu beitragen.

Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVND-282000-MU-20051129-SF&psml=bsvorisprod.psml&max=true


Quelle: Goslarsche Zeitung vom 02.08.2011


 

Gewährleistung der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit auf schadstoffbelasteten Nutzflächen/Spezialberatung und Praxisempfehlungen

 

 

Einem verantwortungsvollen Umgang mit standortabhängigen Risiken durch Schadstoffbelastungen landwirtschaftlich genutzter Böden muss in der Praxis zukünftig noch größere Aufmerksamkeit geschenkt werden, um existenzgefährdende betriebliche Risiken und unkalkulierbare politische Reaktionen zu vermeiden. Der Landvolkverband hat sich diesbezüglich stets für eigenverantwortliches Handeln und betriebliches Risikomanagement eingesetzt und pauschalen ordnungsrechtlichen Nutzungsbeschränkungen z. B. über die Bodenschutzgesetzgebung eine Absage erteilt. Damit die damit gesicherte betriebliche Flexibilität aufrechterhalten werden kann, bleibt die Sensibilisierung der Betriebe in den betroffenen Regionen eine Daueraufgabe der berufsständischen Beratung. Daneben ist ein mit den zuständigen Behörden abgestimmtes Verfahren im betrieblichen Risikomanagement erforderlich, um unsachlichen Kampagnen des täglichen Politikgeschäfts und von selbst ernannten Verbraucherorganisationen begegnen zu können.

 

Vor dem Hintergrund der laufenden Getreideernte weisen wir hier auf folgende Angebote und Verfahren hin, die für betroffene Betriebe zur Gewährleistung ihrer Verpflichtungen zur Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit zur Verfügung stehen und mit dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium als zuständige Verbraucherschutzbehörde abgestimmt bzw. auch über das Ministerium gefördert werden:

Spezialberatungsangebot der LWK Niedersachsen  www.lwk-niedersachsen.de   webcode 0101745

Bei Fragen und für Informationen stehen wir ihnen in der Geschäftsstelle gern zur Verfügung.


Quelle: Goslarsche Ztg. vom 23.07.2011


Beschlussfassung des Deutschen Bauernverbandes

 

Wir möchten Sie hiermit auf die vom Deutschen Bauernverband gefaßten Beschlüsse zur

Leitbilddiskussion >>> http://media.repro-mayr.de/26/178726.pdf

und

zukünftigen Ausrichtung der Energiepolitik >>> http://media.repro-mayr.de/74/155474.pdf

hinweisen.


Eilmeldung zum Brand des Hähnchenstalls in Alvesse

 

Sehr geehrte Mitglieder,

 

nach dem für uns schockierenden Brand eines Hähnchenmaststalls in Alvesse möchten wir ihnen einen kurzen Überblick über unsere Positionen und Aktivitäten zum Thema geben.

 

Unsere Position:

  • Wir haben uns solidarisch erklärt mit der betroffenen Familie Gerecke.
  • Kriminelle Aktivitäten, wie Brandstiftung werden von uns scharf verurteilt.
  • Die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden.
  • Das Thema soll nicht zum Lückenfüller im Sommerloch werden und schlimmstenfalls noch Nachahmungstäter animieren.

Unsere Aktivitäten:

  • Enger Kontakt zu Familie Gerecke und Organisation von Aktionen sofern gewünscht.
  • Intensive Pressearbeit auf regionaler und überregionaler Ebene.
  • Aussetzung einer Belohnung zur Ergreifung der Täter.
  • Informationsaustausch mit anderen Institutionen z.B. Kommunen, Polizei.

Nds. Landvolk Braunschweiger Land:

Pressemitteilung zum Brand des Hähnchenstalls in Alvesse

 

Das Landvolk Braunschweiger Land verurteilt die Brandstiftung, die zur völligen Zerstörung des Hähnchenstalls in Alvesse geführt hat aufs schärfste. Der oder die Täter

müssen schnellstmöglich gefasst werden und eine angemessene Strafe erfahren. Für Hinweise, die zur erfolgreichen  Ergreifung führen, wird eine Belohnung von

2.500,- € ausgesetzt.  

Hierbei sollte objektiv und mit Weitsicht auch auf die „geistigen Brandstifter“ geschaut werden, die durch ihre Propaganda erst den Nährboden für solche Straftaten bereitet haben. Stellvertretend nennt das Landvolk Braunschweiger Land hier PETA und A.L.F. Die Bürgerinitiative vor Ort in Alvesse-Üfingen hat in einem langen Prozess ihre

Bedenken gegenüber dem Hähnchenstall geäußert und versucht, im rechtlichen Rahmen Einfluss zu nehmen. Momentan distanzieren sich die Verantwortlichen öffentlich von

der Brandstiftung. Das Landvolk Braunschweiger Land erwartet darüber hinaus eine aktive Mithilfe bei der Suche nach den Tätern, auch im Umfeld der Bürgerinitiative.

Die Solidarität aller Bauern gehört der betroffenen Landwirtsfamilie Gerecke, die Berufskollegen stehen in vollem Umfang hinter ihnen. Landwirtschaftliche Unternehmer, die

hohe Summen in z.B. Hähnchenmast investieren und deren Bauvorhaben den rechtlichen Prüfrahmen durchlaufen haben, haben ein Recht darauf, dass der Staat ihr

Eigentum schützt, die Täter dingfest macht und nicht die Tür für die Selbstjustiz einzelner Ideologen öffnet. Das Landvolk Braunschweiger Land weist außerdem darauf hin,

dass der Landwirt die Investitionen selbst finanziert und keine Investitionshilfen bekommen hat.


Hintergrund

  •  

Wussten Sie?

Fast 100 Hektar Acker- und Grünland gehen täglich durch Überbauung verloren! Das sind mehr als 130 Fußballfelder.

Wir deutsche Bauern fordern deshalb:
  • - Ein Schutzprogramm für land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen!
  • - Schluss mit diesem maßlosen Landfraß!
  • - Schonung unserer Flächen beim Ausbau von Energieleitungstrassen!
  • - Faire Vergütung für die Nutzung unseres Eigentums!

http://www.bauernverband.de/flaechenuhr/index.htm


Fahrt AjL

Bei strahlendem Sonnenschein fand die Fahrt der AjL gemeinsam mit Schülern der Johannes-Selenka-Schule in den Schaugarten nach Üplingen am 29. Juni 2011 statt. Interessante Vorträge seitens der BioTechFarm-Mitarbeiter und ein reichhaltiger Imbiss rundeten den informativen und netten Besuch in Üplingen ab.

 

Quelle Foto: Marlies Müller, biotechfarm

 

Mit großen Erwartungen gehen wir die nächsten Termine unserer Gruppe an. Für interessante Vorschläge, sei es ein Referent, eine Fahrt oder sonstiges haben wir jederzeit ein offenes Ohr. 

Interesse?! Dann melden Sie sich gern in der Geschäftsstelle in Braunschweig

 


380 kV-Höchstspannungsverbindung Wahle-Mecklar / Raumordnungsprogramm für den niedersächsischen Abschnitt

Das Protokoll der Erörterungstermine (März / April) liegt auszugsweise in der Geschäftstelle zur Einsicht vor.

Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, sich das vollständige Protokoll auf der Seite des ML unter http://www.ml.niedersachsen.de anzusehen. Wir möchten hier nur auf einige wichtige Punkte unserer Stellungnahme hinweisen.

  • Minimierung der versiegelten Flächen
  • Nutzung vorhandener Leitungstrassen
  • Sicherstellung des Fortbestandes landwirtschaftlicher Infrastrukur z.B. Drainagen, Flächenzuschnitte
  • Trassenführung entlang vorhandener Straßen- und Wasserwege, verbunden mit einer Nutzung des ohnehin sich in der öffentlichen Hand befindlichen Schutzstreifens
  • Vermeidung von Funktionsstörungen des Bodens  bei der baulichen Umsetzung der Planung

Aktuelle Vergütungssätze Biomasse, Stand 06. Juli 2011

Bezogen auf das Rundschreiben 02_2011 vom 07. Juli 2011 des Niedersächsischen Landvolkes Braunschweiger Land e. V., anbei die zur Zeit aktuellen Vergütungssätze Biomasse zur allgemeinen Information:

Strom aus Biomasse – Übersicht (bis 5 MW): Vergütungen EEG 09 und EEG 12 in Cent/kWh

 

bis 150 kW

bis 500 kW

Bis 750 kW

bis 5 MW

 

EEG 09

(2011)

EEG 12

(2012)

EEG 09

(2011)

EEG 12

(2012)

EEG 12

(2012)

EEG 09

(2011)

EEG 12

Ab 2014: 0,0 Cent

Grundvergütung

11,44

2012: 14,30

9,00

12,30

11,00

8,09

11,00

KWK - Bonus

2,94

Siehe Grundvergütung

2,94

Siehe Grundvergütung

-

2,94

s. Grundvergütung

NawaRo-Bonus (Biogas)

6,86

-

6,86

-

-

3,92

-

NawaRo-Bonus (flüssig)

5,88

-

5,88

-

-

3,92

-

Güllebonus

3,92

-

0,98

-

-

-

-

Landschaftspflegebonus

1,96

-

s. Vergütungsklasse 2

1,96

-

s. Vergütungsklasse 2

-

-

-

Emissionsminderungsbonus

0,98

-

0,98

-

-

-

-

Technologie-Bonus

1,96

-

1,96

-

-

1,96

 

Vergütungsklasse 1 (u. a. Mais)

-

6

-

6

5

-

4

Vergütungsklasse 2 (außer Gülle)

-

8

-

8

8

-

8

Vergütungsklasse 2 (nur Gülle)

-

8

-

8

6

-

6

Bioabfallanlagen (Abfallschlüssel 200201, 200301 und 200302)

 

16

 

16

14

 

14

Vergärung für Güllevergärungsanlagen bis zu einer maximal installierten Leistung von 75 kW: 25 Cent/kWh bei Gülleeinsatz von mindestens 80 Volumenprozent

 

 

 

 

 

 

 

Biomethan - Bonus

 

3

 

3

3

 

3/2/1

Degression

1,0 %

2,0

1,0

2,0

2,0

1,0

2,0

© Landvolk Niedersachsen – Harald Wedemeyer


Wir schaffen Werte  -  Deutscher Bauerntag in Koblenz

Aus dem Landvolkverband Braunschweig haben die Delegierten Wilfried Henties, Jürgen Hirschfeld, Hans Kasinger, Henrik Kramer, Ulrich Löhr und Gerhard Schwetje teilgenommen.

Präsident Sonnleitner hat in seiner Grundsatzrede auf die besondere Bedeutung der Landwirtschaft für die Zukunft hingewiesen. Die Ernährung der Menschen in unserer Welt gelingt nur durch eine effiziente nachhaltige Landwirtschaft. In der Präambel zum verabschiedeten Leitbild des Deutschen Bauernverbandes heißt es:

Unsere Landwirtschaft in Deutschland ist die Zukunftsbranche mit einem hohen gesellschaftlichen Wert.

Bauer sein  heißt, einen erfüllten Beruf in selbständiger Entscheidung und Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Natur auszuüben – für die Erzeugung von Lebensmitteln und Energie in der Verpflichtung für Familie, Eigentum und ländliche Gemeinschaft.

Mit dieser Überzeugung vertreten wir die deutschen Bauernfamilien in Politik und Gesellschaft – unabhängig, ehrenamtlich geführt, glaubwürdig und verlässlich.

In ihrem Grußwort auf dem Deutschen Bauerntag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Leistung der deutschen Bauern gewürdigt. Sie hat zugesagt, dass der Verbrauch von landwirtschaftlichen Flächen auch bei den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen stärker eingeschränkt werden soll. Den europäischen Haushalt und das Agrarbudget sieht sie nach den Vorschlägen vom 30. Juni 2011 als unverändert und gesichert an.

Die Delegierten der Landesbauernverbände haben auf dem Deutschen Bauerntag nachdrücklich darauf hingewiesen dass die Umverteilung der EU-Fördermittel zwischen den EU-Staaten nur in begrenztem Umfang stattfinden darf. Bei den angedachten Greening-Maßnahmen müssen die schon jetzt gebrachten Umweltmaßnahmen der Landwirtschaft angerechnet werden. Alle Produktionsauflagen, Umwelt- und Tierschutzbestimmungen oder betriebliche Restriktionen sind unabhängig von der Betriebsgröße. Aus diesem Grund lehnen die Mitglieder des Deutschen Bauernverbandes die vorgeschlagenen Degressionen bei der Flächenprämie konsequent ab.

Bei der Diskussion über das am 30. Juni 2011 beschlossene EEG hatten die Delegierten kein Verständnis für die deutliche Benachteiligung bäuerlicher Biogasanlagen gegenüber Großanlagen. Die Begrenzung des Maiseinsatzes in Biogasanlagen ist ebenfalls nicht zu akzeptieren. In seinen Forderungen zur Fortentwicklung der Energiewende fordert der Deutsche Bauernverband die Abschaffung von Ausgleichstatbeständen bei dem Bau von Anlagen zur Erzeugung von regenerativen Energien oderden dazugehörigen Energietransportleitungen.

Auch die Delegierten des Landvolkverbandes Braunschweiger Land haben in der Abschlussdiskussion noch einmal deutlich gemacht, dass die Landwirtschaft in Deutschland sich durch ständig verbesserte wissenschaftliche Erkenntnisse weiterentwickelt. Nachhaltigkeit hat für die deutschen Landwirte den gleichen Stellenwert wie wirtschaftlicher Erfolg. Kurze politische Trends behindern eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe.

Quelle Foto: Landvolk Niedersachsen


Grundstücksmarkt: Preise für Agrarflächen steigen weiter

Veräußerte Gesamtfläche ging im vergangenen Jahr leicht zurück

Pressemitteilung vom 22.06.2011


Foto Flurbereinigung

Seit dem Jahr 2006 steigen die Preise für Acker- und Grünland kontinuierlich an. Dieser Trend ist laut Aussage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ungebrochen. Sie beruft sich auf Zahlen des Landesgrundstücksmarktberichts 2010 des Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Niedersachsen. Danach ist der Preis für Ackerflächen in Niedersachsen von durchschnittlich 1,75 Euro pro Quadratmeter (Euro/m²) in 2009 um sieben Cent auf 1,82 Euro/m² im Jahr 2010 gestiegen. Für Grünland ist im genannten Zeitraum ein durchschnittlicher Anstieg um neun Cent von 0,94 Euro/m² auf 1,03 Euro/m² zu verzeichnen.

Besonders stark fiel der Preisanstieg im vergangenen Jahr im Landkreis Wesermarsch aus. Hier gab es einen Anstieg für Grünland von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich höhere Preise wurden auch für landwirtschaftliche Flächen im Landkreis Friesland mit einer Steigerung von etwa 20 Prozent und für Grünland im Landkreis Northeim (15 Prozent Steigerung) erzielt. Leichte Preisverluste hingegen gab es in den Landkreisen Goslar und Osterode am Harz (minus vier Prozent) und im Landkreis Uelzen (minus fünf Prozent).

Besonders teuer sind Ackerflächen in den viehreichen südoldenburgischen Landkreisen Vechta und Cloppenburg, aber auch im Emsland, in der Grafschaft Bentheim und im Landkreis Osnabrück. Die Preise für Acker- und Grünflächen bewegen sich hier zwischen 2,50 und 4,00 Euro/m². Insgesamt wurden im Jahr 2010 für den Erwerb von Agrar- und Forstflächen in Niedersachsen rund 436 Mio. Euro investiert. Dies sind etwa 3 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Hingegen ist der Umsatz der Flächen von 32.442 Hektar (ha) auf 30.182 ha leicht zurückgegangen.

Die größten Flächenverkäufe gab es in den Landkreisen Cuxhaven, Rotenburg (Wümme) und Celle (1.800 bis 2.000 ha). In den Landkreisen Peine, Goslar und Osterode wurde mit etwa 200 ha die geringste Gesamtfläche verkauft. Im Mittel betrugen die Flächengrößen je Verkauf etwa 2,5 ha bei Acker- bzw. 2,2 ha bei Grünland. In Niedersachsen sind im Jahr 2010 insgesamt 43.865 ha an Immobilienflächen umgesetzt worden. Die land- und forstwirtschaftlichen Flächen haben daran mit insgesamt fast 70 Prozent den größten Anteil.

Die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte analysieren jährlich etwa 10.000 Grundstückskaufverträge über land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen. Aus diesen Daten werden Informationen für den Immobilienmarkt abgeleitet und in einem jährlichen landesweiten Grundstücksmarktbericht dargestellt. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.gag.niedersachsen.de.


Kontakt: Walter Hollweg
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Stand: 27.06.2011


Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 27.06.2011


Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 16.06.2011


Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 23.06.2011


Quelle: Braunschweiger Zeitung


Quelle: Helmstedter Sonntag

Stand der Kulturen bei der Feldrundfahrt besichtigt

SÜPPLINGENBURG.  Der Kreisverband Helmstedt des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land hatte am Donnerstag Vertreter von Behörden, der Banken, verschiedener Ämter, der Polizei und der politischen Parteien, sowie die Bürgermeister der zugehörigen Gemeinden und Städte eingeladen. Jedes Jahr wird die Präsentation auf einem anderen Standort mit Bekantgabe von Betriebskennzahlen durchgeführt.

„Auf vielen Gebieten arbeiten wir eng zusammen und deshalb bietet es sich an, sich bei dieser Gelegenheit persönlich zu begegnen und sich auszutauschen“, sagte der Vorsitzende, Kreislandwirt Gerhard Rott aus Scheppau. Es soll gezeigt werden, welche Wirtschaftskraft die noch 500 Landwirte im Landkreis Helmstedt erbringen. Mit dabei waren aber auch Kenner der Landwirtschaft vom Landwarenhandel, der Landtechnik, der Landberatung, aktive Jäger und die stellvertretende Kreisvorsitzende der Landfrauen, Britta Michel aus Rennau.

Vorgestellt wurde die Landwirtschaftliche Betriebsgemeinschaft ELM-DORM Landbau KG in Süpplingenburg mit der Betonung „Familienbetrieb“. Auf dem Hof von Conrad Fricke war um 14 Uhr Sammelpunkt. Rund 50 interessierte Teilnehmer fanden sich hier ein. Seit 16 Jahren bestehe die Gemeinschaft, zunächst aus drei und mittlerweile aus fünf früheren Einzelbetrieben. Zusammengelegt werden auf 500 Hektar Ackerland Zuckerrüben (20%), Winterweizen (40%), Körnerraps (15%), Roggen (12%), Wintergerste (5%) und 8% Blühstreifen angebaut.

Die Früchte haben in diesem Frühjahr besonders auf den leichten Böden und den Bergköpfen unter der Trockenheit gelitten. Jetzt sei schon absehbar, dass allgemein die Erntemenge geringer ausfallen wird und die Körner bei Getreide kleiner als üblich bleiben werden. „Der Mähdrescher steht hier schon startklar unter dem Schauer“, darauf machte der Kreislandwirt die Gäste aufmerksam.

In der Tat wird, je nach Wetterlage, Ende nächster Woche das erste Getreide geerntet. „Die Erzeugerpreise betragen aktuell für Brotweizen noch etwas über 200 Euro je Tonne“, war vom Vorsitzenden des Nds. Landvolks Braunschweiger Land, Jürgen Hirschfeld, am Rande der Veranstaltung zu erfahren. Diese Erlöse seien auch gerechtfertigt und notwendig, weil hohe Betriebsmittelpreise bei Düngemitteln und Dieselöl die Produktion verteuerten. Und schon fallen die Kurse, weil Russland Exporte ankündigt. Die freie Marktwirtschaft hält die Produzenten und den Handel stets unter Spannung.

Quelle. Werner Gantz


Gastgeber Conrad Fricke und seine Gäste

Quelle: Werner Gantz


Kleintierhalter beteiligen sich an der Landschaftspflege

EVESSEN.   In der Lüneburger Heide sind es bekanntlich im großen Stil die Schafe, die zur Landschaftspflege herangezogen werden. Aber auch hier in der Region ziehen die Herden über die nicht so gut landwirtschaftlich erreichbaren Flächen. Landvolk-Geschäftsführer Volker Meier, auch beim Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel in dieser Position, ruft in regelmäßigen Abständen einige Mitglieder zum „Schäferstammtisch“ zusammen.

Gemeinsam werden Themen zur Information und zur Wahrung von Interessen behandelt. Die Treffen finden an verschieden Orten bei den Mitgliedern statt. Dabei werden die Betriebe vorgestellt und die Ertragssituationen diskutiert. Zuvor fand der Besuch der Gruppe bei dem Schafzüchter Christoph Weihe in Beierstedt statt. Jetzt hatte der Familienbetrieb Birgit und Rainer Lowes in Evessen eingeladen. Neben dem Ackerbau auf 80 Hektar und 15 Hektar Grünland wird die hier seltene Rasse Thüringer Waldziegen gehalten. Nur wenige weiße deutsche Edelziegen sind dabei.

66 Muttertiere werden gemolken und liefern im Durchschnitt zur Käseherstellung drei Liter Milch pro Tag. Annährend 100 Jungtiere meckern auch noch im Stall. Vor sieben Jahren erfolgte die Umstellung von Milchkühen auf Ziegen. „Das Händling ist einfacher, aber der zeitliche Aufwand mit Ziegen ist größer“, berichten die Betriebsinhaber. Das bestätigte auch bei diesem Termin auf dem Hof in Evessen Edgar Hille aus Seinstedt, der 40 Ziegen hält. Ziegenhaltende Betriebe gibt es noch in Saalsdorf und Ummendorf, berichteten die Kollegen.

„Alternativ zu den üblichen Landschaftspflegern sind Schafe und Ziegen eine Bereicherung in der Natur“, hob Dr. Carsten Schütte vom Landkreis Wolfenbüttel in der Runde hervor.

 

Zum nächsten Stammtisch wird nach der Sommerpause wieder im September eingeladen. Der genaue Termin und der Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Quelle: Werner Gantz

 


Erlebnis: Bauernhof mobil öffnet seine Tore in Braunschweig

Braunschweig — Der „Erlebnis: Bauernhof mobil“ wurde unter dem Motto „Süße • Leben• Landwirtschaft“ am Donnerstag auf dem Kohlmarkt im Zentrum von Braunschweig eröffnet. Veranstalter sind die Nordzucker AG, in Kooperation mit der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) und dem Landvolkverband Braunschweiger Land. Ministerialdirigent im niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Dr. Ralf  Paeschke kam zum Start der dreitägigen Veranstaltung aus Hannover angereist. Er lobte in seinem Grußwort die Durchführung: „Den unmittelbaren Dialog zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern zu führen, ist heute wichtiger denn je. Der >Erlebnis: Bauernhof mobil< ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie dieses Gespräch geführt werden kann. Offen und auf Augenhöhe, jedoch keinesfalls trocken und abstrakt.“

Dr. Niels Pörksen, Vorstandsmitglied der Nordzucker AG, betonte die Bedeutung des Verbraucherdialogs: „Die Nordzucker AG ist ein starker Europäer aus Braunschweig. Unser Unternehmen gehört den Landwirten, die uns beliefern. Aus unserer Firmenstruktur heraus wissen wir, dass Dialog die Voraussetzung für Erfolg ist. Wir werden hier auf dem Kohlmarkt unseren Verbrauchern sehr genau zuhören und sie zugleich über unsere Arbeit und die süße Vielfalt aus der Region, informieren.“

Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Landvolkverbands Braunschweiger Land, unterstrich die wichtige Rolle des Landvolks: „Wir Landwirte wollen Botschafter für unsere Arbeit sein. Alle Verbraucher, denen gesunde und gute Produkte und eine nachhaltige Landwirtschaft wichtig sind, laden wir herzlich auf den Erlebnis: Bauernhof mobil ein. Welche Fragen auch immer Sie zu Landwirtschaft und Ernährung haben, hier geben Ihnen praktizierende Landwirte eine Antwort.“

Geschäftsführer der FNL Dr. Gibfried Schenk, ergänzte: „In Braunschweig steht die Zuckerrübe im Mittelpunkt. Doch neben diesem süßen Multitalent aus der Natur gibt es noch andere Highlights zu entdecken. Dazu gehört das kulturellen Programm mit Künstlern aus der Region, unsere Tiere, Spiele und Mitmach-Aktionen für Groß und Klein.“

Der Erlebnis: Bauernhof war jeden Tag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Für Schulklassen gab es nach Voranmeldung ein besonderes Programm. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hatte der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister übernommen. Schülerinnern und Schüler der Johannes-Selenka-Schule sowie die LandFrauen aus dem Bezirksverband Braunschweig unterstützen die Standbetreuung auf dem Erlebnis: Bauernhof mobil maßgeblich.

Quelle: Werner Gantz



Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe nicht einschränken!

 

Der Vorstand des Landvolkes Braunschweiger Land hat in seiner vergangenen Sitzung bekräftigt, dass die Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe im Braunschweiger Land möglich sein muss. In dem Treffen, an dem auch der Hauptgeschäftsführer des Landvolklandesverbandes, Herr Jörn Johann Dwehus, teilnahm, haben die Vorstandsmitglieder die Braunschweiger Positionen deutlich gemacht.

 

Die starke Diskussion um Nutztierhaltung und Biogas im Westen Niedersachsens darf nicht zu einer Beeinträchtigung für die landwirtschaftlichen Betriebe in unserer Region führen. Die für die Biogasproduktion benötigte landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt bei uns je nach Landkreis zwischen 3 % und 12 %. Mais dient zur Auflockerung der Fruchtfolge und Biogas bleibt auch in Zukunft eine Alternative in unserer Ackerbauregion. Änderungen im neuen EEG ab 2012 haben die regional unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

 

Mit unter 0,5 GVE/ha landwirtschaftlicher Nutzfläche muss auch in Zukunft ein Stallneubau in unseren Landkreisen möglich sein. Wichtig ist herauszustellen, dass eine tiergerechte Haltung auch und gerade in größeren Tierbeständen möglich ist. Für das Braunschweiger Land darf es keine Einschränkungen beim § 35, landwirtschaftliches Bauen im Außenbereich, geben. Die beengten Ortslagen lassen für die Landwirtschaft nur eine Erweiterung im Außenbereich zu. Auch muss die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern landwirtschaftlicher Gebäude uneingeschränkt möglich sein.

 

GAP 2013  ---   Der Acker und das Grünland sind die Grundlage allen landwirtschaftlichen Handelns. Auch in der neuen Förderperiode muss sich diese Tatsache in den Rahmenbedingungen wiederfinden. Ausreichend hohe Flächenprämien sichern eine flächendeckende Bewirtschaftung und das Einkommen der Bauern. CC-Auflagen sind heute schon Greening pur und müssen ab 2013 angerechnet werden.
 

Die Rede Jürgen Hirschfelds im Zuge der Kundgebung Schacht Konrad am 25.04.11 

25 Jahre nach Tschernobyl

Wir Bauern waren schon überrascht, Kühe mussten von der Weide, frisches Gras durfte nicht gefüttert werden und Milch wurde auf Belastungen untersucht. In Niedersachsen waren die Auswirkungen wesentlich geringer als in Süddeutschland. Tschernobyl war weit, und schon nach 6 Wochen war ein Stück Normalität zurück. Nach einem Jahr war für viele von uns der nukleare Supergau Geschichte.

Aber nicht für alle  -  Schacht Konrad soll atomares Endlager werden. Nicht mit uns, so einige Berufskollegen um Schacht Konrad herum. Und wer weiß, wie halsstarrig und dickköpfig Bauern sein können, der ahnt, was die Gruppe von den Berufskollegen und vom Berufsverband an Solidarität abverlangt hat.

Waren die Schacht Konrad Gegner unter uns Landwirten zu Anfang noch in der Minderzahl und Außenseiter, mit jeder Negativmeldung über die Asse rückten sie mehr ins Zentrum berufsständischer Meinungsbildung und die Zahl der Atomkraftgegner nahm zu.

Der atomare Supergau in Japan hat gezeigt, dass Restrisiko ist weder beherrschbar noch verantwortbar. Die abgeschalteten Reaktoren in Deutschland dürfen nicht wieder zurück ans Netz.

Atomkraftwerke sind 80 km weg, aber die Atommülllagerung passiert vor unserer Haustür. Atommüll darf nicht in Schacht Konrad eingelagert werden. Es gibt keine sichere Endlagerung. Atommüll darf nicht 750 m unter die Erde, sondern 7,50 m, ständig kontrollier und rückholbar. Das geht überall in der Bundesrepublik. Jede Region lagert seinen Atommüll selbst. Wir waren der Industriestandort Nr. 1 in der Bundesrepublik, die Arbeitsplätze sind weg und die Belastungen sind geblieben;   -   das reicht.

Asse und Morsleben, Schacht Konrad und ggfls. Noch eine CO ² Tiefenspeicherung   -   nicht mit uns.  

An der Asse wird seit zwei Jahren eine Außenüberwachung für landwirtschaftliche Produkte und Böden durchgeführt. Auch für den Standort Morsleben und zur Sicherung auch für Standort Schacht Konrad muss diese Außenüberwachung ausgeweitet werden. Wir brauchen die 100 % ige Sicherheit, dass Böden und Pflanzen unbelastet und gesund sind. Die Landwirtschaft arbeitet hier konstruktiv mit, wenn verlässliche Labore und Messstellen eingebunden werden, die etwas von Landwirtschaft und landwirtschaftlicher Produktion verstehen.

In der Braunschweiger Börde, einer fruchtbaren Region zwischen Harz und Heide, müssen auch in Zukunft gesunde Nahrungs- und Futtermittel wachsen.

Wir können nicht weichen, wir können mit unseren Höfen nicht umziehen, unsere Felder haben keine Räder.

Weder Staatsdiener noch Edelmänner, oder reiche Bürger haben die Demokratie nach Europa geholt, es waren wir Bauern mit unseren Mistgabeln. Wir haben unsere Scholle verteidigt um für unsere Kinder eine lebenswerte Zukunft zu sichern. Wir werden auch weiterhin alles daran setzen, dass unsere Kinder und Enkelkinder sich in unseren Dörfern wohl fühlen und eine Zukunft haben.

 

Heute, am Ostermontag, ist der Tag des Protestes, der Tag an dem wir

Nein,  so nicht weiter  sagen. Doch ab morgen müssen wir Lösungen mit aufzeigen.

Wie soll Energie erzeugt werden?

Wo soll Energie erzeugt werden?

Wie soll Energie transportiert werden?

 

Das Abschalten der ersten 8 Atomkraftwerke war richtig. Ab morgen brauchen wir einen Plan, wann welches Kraftwerk definitiv abgeschaltet wird. Dieser Vertrag muss verlässlich sein. Alle gewählten Volksvertreter haben ihn zu unterschreiben. Es darf nicht nach jeder Wahl wieder alles auf den Prüfstand. Wir brauchen Verlässlichkeit. Wir sind ein mitteleuropäischer Staat der weltweit Verantwortung trägt und keine Bananenrepublik.

Die Landwirtschaft hat mit den Biogasanlagen, mit Biodiesel und Bioethanol schon einen großen Beitrag zur Energieversorgung geleistet. Ein Zuwachs ist hier nur noch begrenzt möglich. Gerade bei uns im Braunschweiger Land wird die Bioenergieerzeugung mit Augenmaß vorgenommen. Es gibt keinen Wildwuchs und passt sich wunderbar in Landwirtschaft und Landschaft ein.

Wenn wir auf Atomkraftwerke verzichten wollen, müssen wir noch wesentlich mehr regenerative Energie erzeugen, das bedeutet, Windkraftstandorte auch bei uns im Binnenland, Photovoltaik auf den Dächern und Energiespeicher im Harz. Große Stromtrassen müssen als Gleichstromtrasse im Standstreifen der Autobahn verlegt werden. Hier haben wir die geringsten Energieverluste. Wenn wir neue Kraftwerke brauchen und bauen, müssen sie dort entstehen, wo auch die Energie gebraucht wird.

Alles das geht nur mit einem gesellschaftspolitischen Konsens. Nur  Nein - sagen reicht nicht. Wasch mich, aber mach mich nicht nass, hat noch nie funktioniert. Ich habe in meinem politischen Leben immer mit gestaltet und wir Bauern sind auch hier bereit mit zu gestalten. Egal ob Windkraft erzeugt, Biogasanlagen versorgt, Strom transportiert oder Müll gelagert werden soll, ohne landwirtschaftliche Fläche geht nichts.

Die Bundesrepublik Deutschland ist der größte Exporteur von Windkraftanlagen. Unsere Ingenieure bauen Biogasanlagen in Frankreich und Italien. Siemens, das Stammhaus liegt in Goslar, baut eine Gleichstromleitung zwischen Spanien und Frankreich  -  Uns wird der weitere Umbau der Stromerzeugung gelingen, wir müssen nur dass was wir können bei uns selber umsetzen.


Zweite Phase der Informationsoffensivezur EU-Agarpolitik

Aktionen und Bürgerinformationen bis zum Herbst geplant

"Nutznießer der EU-Agrarpolitik sind Verbraucher und Bauern gleichermaßen. Über die gesellschaftlichen Gewinne aufgrund der Leistungen der Bauernfamilien werden wir die Bevölkerung weiter informieren." Mit diesen Worten startete der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des DBV-Fachausschusses für Öffentlichkeitsarbeit, Präsident Joachim Rukwied, in Berlin die Informationsoffensive zur Entwicklung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik für das Jahr 2011. Als erstes werden in der Osterwoche bundesweit die Kreisverbände eine Plakataktion unter dem Motto "Arbeit mit Leidenschaft". Unsere Leistung ist Ihr Geld wert" durchführen und zu Hofgesprächen einladen. 

Quelle: DBV vom 14.04.2011

 

Ein mobil aufgestelltes Schild steht z. B. derzeit an der B 1 an der Ortsdurchfahrt von Braunschweig (Lehndorf).

Unter www.die-deutschen-bauern.de und www.landvolk.net finden Sie weitere Informationen über diese Aktion


Betriebsausflug

Am 07. April fuhr die Geschäftsstelle Braunschweiger Land in die Hauptstadt, um in den "Untergrund zu gehen". "Berlin von unten und oben" ist eine sehr interessante und andersartige Stadtbesichtigung. Angekommen in Berlin besuchten wir aber natürlich zuerst den Deutschen Bauernverband. Ca. 1 1/2 Stunden wurden wir über die Arbeiten und den Aufbau des Verbandes informiert.

Am Ende eines unterhaltsamen und aufschlussreichen Tages stellten wir fest: "Berlin ist immer eine Reise wert."

Foto: privat


Berufswettkampf für landwirtschaftliche Auszubildende

Braunschweig. Zuständig für die Berufsausbildung im Agrarbereich im Braunschweiger Land ist die Johannes-Selenka-Schule in Braunschweig am Inselwall. Im Turnus von zwei Jahren führt sie zusammengefasst für alle Jahrgänge als Ergänzung zum Unterricht für die Auszubildenden auf freiwilliger Basis einen landwirtschaftlichen Berufswettkampf durch. Am 21. Februar war so ein besonderer Tag für die 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Ausbildungszeit zum Landwirt.

Gemeinsam waren die Berufsschule und der Landvolkverband Ausrichter, und das Friedrich-Löffler-Institut in Braunschweig an der Bundesallee (FLI) stellte das Versuchsgut für den praktischen Teil zur Verfügung. Als Sponsor war die Haftpflichtversicherungsanstalt Braunschweig mit Carsten Ilsemann beteiligt. Die schriftlichen Arbeiten waren schon in der  Woche zuvor absolviert. „Dieses Abfragen des Wissensstandes ist eine gute Vorbereitung für nachfolgende Prüfungen“, stellten die Klassenlehrer Manfred Stoewenau und Hilmar Künne beim Pressegespräch heraus und freuten sich über die guten Leistungen ihrer Schützlinge.

 

Die Erstplatzierten in den einzelnen Fachstufen nehmen am kommenden Gebietsentscheid in Celle teil. Das sind Martin Behme aus Bortfeld der Fachstufe 1, Florian Reitzle aus Watenstedt der Fachstufe 2 und Julian Hannefort aus dem Reitlingstal als Schüler des BGJ, beide Landkreis Helmstedt. Es waren Fertigkeiten bei der Handhabung mit dem Trecker, handwerkliches Können mit Holzarbeiten und Elektrotechnik, sowie mit Maschinen gefragt und es musste ein Referat über den aktuellen Ausbildungsbetrieb gehalten werden. „Spezialwissen wird heute verlangt“, führte der Leiter der Versuchsstation Florian Hackelsperger abschließend als Praktiker aus. Neben dem Ackerbau wird in den Bereichen Tierwirt, Hauswirtschaft, Pferdewirt, bis hin zu Forst- und Pflanzenwirt ausgebildet.

„Zum Glück war das Interesse, auch aus Familien ohne Landwirtschaftstradition, an der Ausbildung im Agrarbereich in den zurückliegenden Jahren erfreulich groß“, bestätigten der  Geschäftsführer vom Bauernverband Volker Meier, sowie Vorstandsmitglied Manfred Walkemeyer. „Landwirtschaft hat und gewinnt immer mehr bei wachsender Weltbevölkerung für die Ernährung an Bedeutung“, war die allgemeine und einhellige Meinung bei der Siegerehrung.  

Die Braunschweiger Region sei im Einzugsbereich der Berufsbildenden Schule mit 180.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche durchaus auch im Agrarbereich mit einem guten Anteil am Bruttosozialprodukt beteiligt. Der Strukturwandel werde sich fortsetzten, weil eine Überalterung der Betriebsleiter jetzt schon festzustellen ist. Ist in Deutschland derzeit die durchschnittliche Betriebsgröße 60 Hektar, in der EU 5 Hektar, wird auch wegen des Betriebsleitermangels der Durchschnitt der bewirtschafteten Fläche auf rund 300 Hektar steigen. Weitergehende Mechanisierung sei erforderlich, um die Personaldefizite zu decken. Der Bauernverband habe diese Veränderungen erkannt und betreibe deshalb Imagewerbung, teilten die Fachleute in der Runde mit.

Quelle: Werner Gantz   


Quelle: Simon Michel-Berger  Pressesprecher Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL)

Warum Braunschweig auch auf Zuckerrüben gebaut ist – eine Großveranstaltung auf dem Kohlmarkt klärt auf

 

Braunschweig – Auf dem Erlebnis: Bauernhof mobil auf dem Kohlmarkt in Braunschweig können Besucherinnen und Besucher aus Braunschweig und Umgebung erleben, welche Bedeutung die Zuckerrübe, der Zucker und die Landwirtschaft für die Region haben. Der Veranstalter, die Nordzucker AG, in Kooperation mit dem Landvolk Braunschweiger Land und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL), zeigt unter dem Motto „Süße ♦ Leben ♦ Landwirtschaft“ vom 19. bis 21. Mai 2011 Verbrauchern die moderne, nachhaltige Agrarbranche. Ausdrücklich eingeladen sind auch Schulklassen, für die ein besonderes Programm angeboten wird. Der Eintritt ist für alle Besucher frei.

Zu den Inhalten der Veranstaltung sagt Hartwig Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Nordzucker AG: „In jedem unserer Werke arbeiten 120 bis 300 Menschen, in ganz Europa sind es rund 4.000. Was unsere Mitarbeiter leisten und wie man, z.B. mit einer qualifizierten Ausbildung Teil von ihnen werden kann, erfährt man auf dem Erlebnis: Bauernhof mobil. Denn wir sind ein starker Europäer aus Braunschweig und bieten in unseren Betrieben ein attraktives Arbeitsumfeld für junge Menschen.“

Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Landvolkverbands Braunschweiger Land, ergänzt: „Ein zweites wichtiges Thema ist die Zuckerrübe. Wir zeigen auf dem Erlebnis: Bauernhof mobil, wie viel Arbeit im Zuckerrübenanbau steckt. Außerdem wollen wir die Rolle der Zuckerrübe im Naturkreislauf verdeutlichen. Zucker, Viehfutter, Dünger – das alles kommt aus der Zuckerrübe, dem süßen Multitalent aus der Natur.“

Dr. Gibfried Schenk, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft, betont abschließend: „Natürlich geht es auf dem Erlebnis: Bauernhof mobil auch um die Rolle des Zuckers als Teil einer ausgewogenen Ernährung. In Kochshows und Gesprächen werden wir darum zeigen, auf welche vielfältigen Weisen die süße Vielfalt des Zuckers aus der Region Braunschweig in der Küche Verwendung finden kann. Von der Hausfrau bis zum Sternekoch, eine gute Küche braucht Zucker.“

Der Erlebnis: Bauernhof mobil auf dem Kohlmarkt in Braunschweig ist täglich von
9 bis 18 Uhr geöffnet. Ein 12 Meter langer Rübenroder, Tiere, ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und zahlreiche Infostände gehören zu seinen Highlights. Medienpartner in Braunschweig ist Radio Okerwelle (104,6 Mhz).

Der Erlebnis: Bauernhof mobil ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bauernverbandes, des Vereins information.medien.agrar (i.m.a) und der FNL unter federführender Koordination der FNL. Vielfältige zusätzliche Partner beteiligen sich an diesem Projekt. Seit seinem Auftakt im Sommer 2009 hat der Erlebnis: Bauernhof mobil bereits in mehreren deutschen Städten Station gemacht.

 

Ansprechpartner für Führungen von Schulklassen:
Leipziger & Partner
Herr Daniel Schmich
Tel.:        030 - 590096-22
Fax:       030 590096-11
E-Mail:    daniel.schmich@leipziger.de

Über die Nordzucker AG

Der Nordzucker Konzern mit Hauptsitz in Braunschweig ist Europas zweitgrößter Zuckerhersteller und produziert darüber hinaus Bioethanol sowie Futtermittel aus Zuckerrüben. Knapp 4.000 Mitarbeiter engagieren sich konzernweit für exzellente Produkte und Services.

 

Über den Landvolkverband Braunschweiger Land

Das Landvolk Braunschweig ist die Interessensvertretung der Landwirtschaft im Braunschweiger Land.

 

Über die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V.

In der FNL haben sich Verbände, Organisationen und Unternehmen der Landwirtschaft sowie der vor- und nachgelagerten Bereiche zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Anliegen ist es, über die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft von heute zu informieren.

 

Medienpartner Radio Okerwelle:

Radio Okerwelle ist Medienpartner des Erlebnis: Bauernhofes mobil in Braunschweig. Es sendet auf der Frequenz 104,6 Mhz und bietet die ganze Vielfalt aus der Region.

  

Kontakt:

Nordzucker AG

Tanja Schneider-Diehl
Pressesprecherin

Tel.: 0531 2411 314

Mobil: 0172 4396669

E-Mail: tanja.schneider-diehl@nordzucker.de

 

Landvolk Braunschweig

Volker Meier
Pressesprecher

Tel.: 0531 28770 14

Handy: 0171 4900 220

E-Mail: volker.meier@landvolk-braunschweig.de

 

Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL)

Simon Michel-Berger
Pressesprecher

Tel.: 030 8866 355 40

Handy: 0171 382 7376

E-Mail: s.michel-berger@fnl.de


Schlepper wieder auf den Äckern unterwegs!

Die Landwirte im Braunschweiger Land nutzen die sonnigen Frühjahrstage um auf den Feldern mit der Frühjahrsbestellung zu beginnen. Sommerweizen und Sommergerste( ca 2 800ha) werden gedrillt

und die Frühkartoffeln (ca. 440 ha) werden gepflanzt.                                           Foto: Werner Raupert, LAND & Forst 


Auf den Wintergetreideflächen  (ca. 100 000 ha) wird der Dünger ausgebracht und die ersten Felder werden für die Zuckerrüben (ca. 30 000 ha) saatfertig gemacht.


                                                     

Foto: Volker Meier, Nds.Landvolk, Braunschweiger Land e. V.


Tag des offenen Hofes 2012

Als Termin des neunten landesweiten Tag des offenen Hofes wurde sich auf den 17. Juni 2012 verständigt. Sollten Sie als Betriebsinhaber Interesse an einer Teilnahme haben, so melden Sie sich gern in unserer Geschäftsstelle.


Tag der offenen Tür in Peine bei der CDU

Die „neuen“ Nachbarn der Landvolkgeschäftsstelle in Peine im ehemaligen Kammergebäude luden am Samstag, den 05. März 2011 zur offiziellen Einweihung ihrer neuen Geschäftsräume ein. Hoher Besuch  war mit Landwirtschaftsminister Linnemann vertreten. 


300 Landwirte trafen sich zum 5. Bauerntag in Königslutter

Von Werner Gantz

 

Zum 5. Bauerntag des Braunschweiger Landvolks wurde nach Königslutter eingeladen, an dem am Dienstag 300 Landwirte teilnahmen. "Landwirtschaft hat Geschichte und ist pulsierendes Leben", führte der Vorsitzende des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land, Jürgen Hirschfeld, aus. Die Aufgaben des Landvolkverbands bestünden immer mehr darin, dass die Bauern ihre Arbeit erklären und deren Wichtigkeit verdeutlichen müssten.

"Unser Wirtschaftszweig blickt hoffnungsvoll nach vorn, weil die ständig zunehmende Anzahl Menschen auf der Welt essen will", sagte er. Als Alternative zur herkömmlichen Landwirtschaft sei außerdem die Energiegewinnung speziell durch Biogasanlagen als zusätzliche Wertschöpfung bereits vielfach auf den Höfen hinzugenommen worden.

Um die Vermarktung von Lebensmitteln ging es im Referat von Unternehmer Heiner Kamps. Zum Unternehmen gehörten mehrere Food-Ketten. Diese Geschäfte seien rentabel, so Kamps. Er berichtete außerdem über sein soziales Engagement mit dem Projekt "Brot gegen Not in Casablanca".

 

Den Artikel können Sie über folgende URL abrufen:
http://www.newsclick.de/recommend/readURL.jsp?receiverID=948332&urlID=948335
Veröffentlicht in der Braunschweiger Zeitung, Helmstedter Nachrichten am 03.03.11

 

5. Braunschweiger Bauerntag

 

Der stellvertretende Verbandsvorsitzende Ulrich Löhr eröffnete vor 300 Besuchern den

5. Braunschweiger Bauerntag. Neben zahlreichen Vertretern aus dem niedersächsischen Landtag begrüsste er zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung und verwies auf die sehr gute Zusammenarbeit in der Region.

Insbesondere lobte er das Engagement des Mitveranstalters , der „Braunschweigischen Landessparkasse“

Weiterhin betonte er, dass dies der erste gemeinsame Bauerntag des im letzten Herbst fusionierten „Landvolkverband Braunschweiger Land“  sei und lobte ausdrücklich die gute Arbeit der hauptamtlich beschäftigten Mitarbeiter im Rahmen der Fusion.

Den Hauptreferenten der Veranstaltung, den Lebensmittelunternehmer Heiner Kamps, stellte er in kurzen Worten vor. Danach  gab er das Mikrofon  für die Grußworte der Vorsitzenden des Landrauenbezirksverbandes Braunschweig, Frau Catarina Köchy, und des Mitglieds des Vorstands der Braunschweigischen Landessparkasse, Herrn Christoph Schmitz, frei.

 

Landwirtschaft hat Zukunft 

Zusammenfassung der Ausführungen von Jürgen Hirschfeld am 02. 03. 2011 in Königslutter

 

Landwirtschaft ist nicht Folklore. Landwirtschaft ist Teil des pulsierenden Lebens, modern, aktiv und nachhaltig. Landwirtschaft hat Geschichte, Landwirtschaft hat Zukunft.

Wir gestalten die Kulturlandschaft – Erholung für die Städter. Wir erhalten und pflegen Biotope – Erholung für bedrohte Arten.

Das Vertrauen unserer Verbraucher in die deutsche Landwirtschaft müssen wir uns täglich neu erarbeiten. Jeder von uns Bäuerinnen und Bauern ist Botschafter des Berufsstandes. Immer weniger Berufskollegen sind mit immer größeren Maschinen auf den Äckern unterwegs. Der Landwirt ist nicht mehr unbedingt der Nachbar im Dorf, sondern nur noch einer im Ort.

Die Nutztierhaltung findet nicht mehr in der Ortslage, sondern in ausgelagerten Ställen statt. Gestern stand hier noch Getreide, heute ist der Acker bereits schwarz. Wir müssen immer mehr erklären und zeigen. Der Bürger nimmt uns nicht mehr täglich wahr. Für ihn sind die täglich frischen Lebensmittel selbstverständlich. 

Niedersachsen ist „ein“ landwirtschaftlicher Betrieb mit Arbeitsteilung. Aus unserem Weizen oder Gerste wird hochwertiges Tierfutter. Aus unserem Raps wird wertvolles Speiseöl oder auch Biodiesel.

Zuckerrüben, Getreide und Raps bestimmten bisher das Bild auf unseren Feldern; recht neu ist der Mais. Noch vor einigen Jahren einzig und allein als Futter in der Bullenmast und Milchviehhaltung verwandt, werden die heute 7.000 ha Silomais in unserem Verbandsgebiet größtenteils in den Biogasanlagen eingesetzt.

Die durchschnittlich 7 % Mais in den Feldmarken sind ein zusätzliches Glied in der Fruchtfolge und haben die abgeschaffte Zwangsstilllegung oder auch den häufig unrentabel gewordenen Roggen oder Braugerstenanbau abgelöst.

Strom aus Biogasanlagen ist Grundlast und das Biogassubstrat ein hervorragender Dünger – also ein geschlossener Kreislauf mit gespeicherter Sonnenenergie. Mais für Biogasanlagen ist in unserer Region eine Alternative zum Marktfruchtanbau. Biogasanlagen sind im Braunschweiger Land kein Fremdkörper, sondern eine zusätzliche Wertschöpfung in unserer Region. Mit der anfallenden Wärme werden Schulen, Kirchen, Dorfgemeinschaftshäuser, aber auch gewerbliche Objekte, versorgt. Einige größere Anlagen werden das Gas in Zukunft auch in das Gasnetz einspeisen. Die Anpassung im neuen EEG zum Ende dieses Jahres muss mit Augenmerk vorgenommen und die regionalen Unterschiede bedacht werden.

Das gleiche gilt für die Nutztierhaltung. Zugegeben – die Nutztierhaltung fristet im Braunschweiger Land ein Schattendasein. Wenige investitionswillige Betriebe haben es schwer, gegen Vorurteile und Restriktionen zu bestehen. Dennoch – wo Futter wächst und der Stallmist hochwertiger Dünger ist, passt die Nutztierhaltung zum landwirtschaftlichen Umfeld. Das landwirtschaftliche Baurecht ermöglicht es uns, die Ställe zwischen unseren Feldern zu bauen dort, wo es die Bewohner unserer Dörfer nicht stört. Das muss auch in der Zukunft möglich bleiben. Die geringe Anzahl an Nutztieren in Südniedersachsen muss uns Landwirten noch Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Egal ob konventionell oder Öko, wir produzieren hochwertige Lebens- und Futtermittel seit Generationen nachhaltig. Wir leben und arbeiten als Landwirte in einer industriell geprägten Region. Kanäle, Autobahnen und Bahntrassen durchschneiden unsere Landschaft. Baumaßnahmen fordern immer mehr Ausgleichsflächen von unseren Betrieben. Ungenügende Gewässerunterhaltung vernässt unsere Felder. Atommülllagerung gefährdet unseren Absatz und Stromtrassen die Bewirtschaftung unserer Flächen. Flächenverbrauch muss reduziert werden, Ersatzgeld statt Ausgleichsflächen.

Die EU-Agrarpolitik muss sich auch an deutschen Maßstäben messen und die regional unterschiedlichen Mehrkosten müssen in Europa nach den tatsächlichen Gegebenheiten ausgeglichen werden. In Deutschland sind wir den Weg der produktionsunabhängigen Flächenprämie in der 1. und der maßnahmenabhängigen Prämie in der 2. Säule der EU-Förderung gegangen Das muss auch in Zukunft so bleiben. Gerade die 1. Säule sichert die Finanzkraft der ländlichen Regionen. EU-Kommissar Ciolos hat von neuen Herausforderungen gesprochen, von Klima- und Wasserschutz, von biologischer Vielfalt und von ausreichend guten und gesunden Nahrungsmitteln.

Wir Landwirte müssen mehr als nur „produzieren“. Dieses Mehr gibt es im Wettbewerb nicht zum Nulltarif. Wir Bauern brauchen die Ausgleichszahlung, um das Mehr an Aufgaben zu leisten.

Egal ob Beregnung oder Drainage, Landwirtschaft muss sich entwickeln können. Zukunftsorientierte Landwirte brauchen moderne Maschinen, die den Boden schonen sowie den Dünger und die Pflanzenschutzmittel exakt ausbringen. Technik von heute schont die Umwelt von morgen. Für diese Technik benötigen auch wir Ackerbauern eine Anschubförderung. Nicht nur Beton, sondern auch Stahl, Kunststoff und Innovation muss gefördert werden. Reifendruckregelanlagen, N-Sensoren oder GPS gestützte Pflanzenschutzgeräte ist Technik, die begeistert und der Umwelt hilft. So wird auch die Wettbewerbsfähigkeit des Ackers gestärkt.

Bei der Getreidevermarktung stammen noch viele Qualitätskriterien und Vertragsbestandteile aus der Zeit der Intervention. Wir müssen uns in kleinen Schritten, nicht nur in der Produktion, sondern auch im Handel den Veränderungen anpassen.

Märkte schwanken, dass einem schwindelig wird. Egal ob Sonne über Australien, Frost über den USA oder politische Unruhen in Nordafrika – wir Bauern spüren das unmittelbar.

Kleine Marktregulierungen wie Limit UP oder Limit Down und das Verbot von Leerverkäufen können den Marktverlauf etwas beruhigen, aber Bewegung bleibt. Die Bildung von steuerfreien Rücklagen ist zwingend erforderlich. Wir Bauern müssen in guten Jahren etwas für schlechte zurücklegen – der Staat hat hier seine Verantwortung abgelegt. Wir brauchen stabile politische Rahmenbedingungen und keine Politik, die ihre Fahnen nach ständig wechselnden Winden ausrichtet.

Schlagworte, wie CO² Footprints, indirekte Landnutzungsänderung oder Klimagaseffizienz beschäftigen uns die nächsten Jahre. Wir Landwirte erwarten von der Bundesregierung und dem EU-Parlament, dass die hohen EU-Standards anerkannt werden. Es kann nicht sein, dass Palmöl, das auf gerodeten Urwaldflächen erzeugt wird, umweltfreundlicher gilt als unser in Europa erzeugtes Rapsöl. Die von uns für Rapsöl geforderte Nachhaltigkeitsverordnung ist so überflüssig wie ein Kropf. Sie ist Bürokratie pur – unsere CC-Auflagen erfüllen alle in der Nachhaltigkeitsverordnung geforderten Maßnahmen.

Neue Herausforderungen müssen gemeistert werden und das werden wir tun. Als Berufsverband stehen wir für die Interessen der Bauern im Braunschweiger Land. Wir erklären unseren Verbrauchern, wie wir wirtschaften. Tausende von unterschiedlichen Lebensmitteln stehen jeden Tag frisch in den Regalen. Egal ob Regen oder Sonne, Kontrollen oder Verordnung, auch in 2011 ernten wir wieder im Braunschweiger Land.

 

 

 

 

Der Referent: Herr Heiner Kamps

stellv. Vorsitzende Ulrich Löhr und Wilfried Henties,  Ref. Heiner Kamps, Volker Meier, Vors. LandFrauen Catarina Köchy, Gerhard Rott und Vors. Jürgen Hirschfeld

Ehrung verdienter Mitglieder: Susanne Steinert-Bode, Wilfried Schaper-Jesussek, Arthur Stolte

 

Offener Brief als Resonanz zur Frontal21 Sendung am 01.02.11

Masse statt Klasse

-Politik fördert Agrarindustrie-

Sehr geehrter Herr Stoll, Sehr geehrter Herr Rohde,

 

Grundsätzlich gilt, dass die Sorgen und Ängste der Bevölkerung, gerade in Zeiten eines Dioxinskandals, ernst genommen werden müssen. Für Sie als Journalisten muss aber auch gelten, objektiv alle Facetten eines Themas darzustellen. In diesem Sinne im Folgenden einige Anmerkungen zum oben genannten Bericht.

  • Die vollständige Arbeitsteilung zwischen Produktion, Verarbeitung und Vertrieb hat in der Land-und Ernährungswirtschaft die niedrigen Verbraucherpreise bei sehr guter Qualität ermöglicht. Die kriminelle Energie einzelner, wie der Schleswig-Holsteiner Futtermittelfirma im Dioxinskandal, wird nie vollständig zu unterbinden sein. Der Ruf nach einer „Agrarwende“ verkennt hier vollständig vorhandene Rahmenbedingungen, die Marktsituation und die Gesetze in Deutschland.
  • Sie behaupten, in der Region Hannover würden 16 Millionen weitere Stallplätze für Hähnchen gebaut werden. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass nicht mal ein Bruchteil davon in dieser Region gebaut werden wird. Tatsächliche Zahlen wären sehr leicht bei den Städten und Landkreisen zu erfragen gewesen.
  • Eine Ausweitung der Tierhaltung wird von Ihnen mit einer dann automatisch erhöhten Nitratbelastung des Grundwassers gleichgesetzt. Dies ist bei einer so komplexen Thematik viel zu kurz gesprungen. Grundsätzlich sind alle landwirtschaftlichen Betriebe verpflichtet, ihre Düngung detailliert zu dokumentieren. Die seit Jahren ausgeglichenen Ergebnisse seines Betriebes hat Herr Gerecke, Üfingen Ihnen gegenüber dargestellt. Darüber hinaus ersetzt der nährstoffreiche Hähnchenmist umfänglich mineralischen Dünger.
  • Sie versuchen eine Front zwischen konventioneller Landwirtschaft ( Schlecht ) und Ökolandbau ( Gut) aufzumachen. Sie verkennen dabei, dass „Öko“ kein Allheilmittel für alle vermeintlichen Probleme ist, sondern eine Produktionsrichtung mit z.T. selbst auferlegten Richtlinien, die für ein bestimmtes Marksegment produziert.
  • Angemerkt sei dabei auch, dass Ihrer Darstellung nach Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft (z.B. Gülle) vermeintlich das Grundwasser belasten, wenn sie aus konventionellen Betrieben kommen. Die Düngung der Ökobetriebe basiert aber zum überwiegenden Teil auf diesen Wirtschaftsdüngern.
  • In Ihrem Beitrag gehen Sie auf das sogenannte „privilegierte Bauen im Außenbereich“ nach § 35 BauGb ein. Für alle Bauvorhaben gilt, dass von den zuständigen Behörden sehr genau geprüft wird, wer unter die Genehmigungstatbestände fällt. Die zitierte, geänderte Passage aus dem BauGb öffnet keinesfalls Tür und Tor für Industrieanlagen, sondern bedeutet eine Anpassung an die sich verändernde Landwirtschaft. Natürlich muss einem Landwirt erlaubt sein, Hähnchen zu mästen und auf seinen Ackerflächen Früchte anzubauen, die möglicherweise nicht im Futtertrog landen. In Bezug auf den Standort Üfingen ist ihre gesamte Argumentation ohnehin falsch, da diese Ställe über das sog. Verfahren nach BImsch genehmigt wurden.
  • „Immer größer, immer schmutziger.“ Dieses Zitat zur Landwirtschaft im Zusammenhang mit dem lückenhaft und einseitig abgefassten Bericht beleidigt alle Landwirte und ihre Familien, die jeden Tag unter hohem persönlichen Einsatz hervorragende Lebensmittel herstellen. Wir hoffen alle, dass Sie in Zukunft fundierter und abgewogener über Landwirtschaft berichten.

Braunschweiger Bauerntag- Treffpunkt für Landwirte

 

Ein Unternehmer stellt sich vor – Heiner Kamps, erfolgreicher Lebensmittelunternehmer hält das Hauptreferat auf dem 5. Braunschweiger Bauerntag. Gemeinsam mit der Braunschweigischen Landessparkasse und dem Landfrauenverband lädt der Landvolkverband Braunschweiger Land seine Mitglieder am 2. März 2011 nach Königslutter  ein.

 

Wie organisiert sich ein Unternehmer in der Lebensmittelbranche ohne Quoten und Intervention? Der wechselvolle Werdegang von Heiner Kamps begann in der Familienbäckerei seines Vaters. Die Idee, vorbereiteten Teig erst in den Verkaufsfilialen, sozusagen vor den Augen des Kunden, zu Brötchen fertig zubacken, revolutionierte die Vermarktung von Backwaren. Doch Heiner Kamps musste mit seiner, inzwischen börsennotierten Bäckereikette, miterleben, wie der Nudelkonzern Barilla sein Lebenswerk feindlich übernahm. Doch echte Unternehmer kämpfen auch in der Krise weiter, und so wird Heiner Kamps aktuell als „ Comebäcker“ ( FTD, 10.12.2010) betitelt. Mittlerweile führt er die HK Food Holding, zu der u.a. die  Schnellimbisskette Nordsee und die Feinkostfirmen Homann, Nadler, Weser  Feinkost und Lisner gehören. Mehrheitseigner des Unternehmens mit ca. 9500 Mitarbeitern ist Theo Müller, Müller Milch. Seit über 10 Jahren engagiert sich Heiner Kamps darüber hinaus durch seine Stiftung „ Brot gegen Not“ in der Entwicklungshilfe. Wir laden alle Interessierten zu einem spannenden Blick auf die Denke dieses Unternehmers ein.

 

Eingebettet in der Metropolregion Hannover-Braunschweig nehmen die Herausforderungen für die Landwirtschaft immer mehr zu. Autobahn- und Bundesbahntrassen sowie der Flughafenausbau Braunschweig verschlingen täglich landwirtschaftliche Nutzflächen. Hohes Verkehrsaufkommen auf der Ost-West-Achse konkurrieren mit landwirtschaftlichem Verkehr. Ausweisungen von Gewerbegebieten, die Sanierung der Asse und der drohende Ausbau und die Inbetriebnahme von Schacht Konrad oder die 380 KV Leitung bedrohen landwirtschaftliche Entwicklungen.

 

Dennoch, die landwirtschaftlichen Betriebe im Braunschweiger Land haben die Herausforderungen angenommen. Der Zuckerrübenanbau hat sich wieder zu einem festen Standbein in der Landwirtschaft entwickelt. Die Biogasanlagen mit ihrem Energiepflanzenanbau sind eine Einkommensalternative. Die Viehhaltung nimmt in kleinen Schritten wieder zu. Auch das Braunschweiger Land lebt mit und von der Landwirtschaft. Das gilt es, an so einem regionalen Bauerntag festzuhalten.


"Verbraucher fragen immer genauer"

Wertewandel auf der Grünen Woche in Berlin -Nicht nur Genuss zählt, Lebensmittel sollen auch gesund sein

Von Andreas Schweiger

BERLIN. Schlemmen, schlemmen und nochmals schlemmen. Deshalb besuchen täglich Tausende die Grüne Woche in Berlin. Allerdings verändert der Dioxin-Skandal die Gewichtung: Essen soll nicht mehr nur satt machen, sondern mehr denn je gesund sein.

Dicht gedrängt schieben sich die Menschen über das Messegelände. In Halle 3.2 wollen vor allem Kinder Tiere sehen: Kühe, Ferkel, Küken. Jürgen Hirschfeld muss sich anstrengen, um im Menschenmeer Gehör zu finden. "Ich habe die Hoffnung, dass es ein Umdenken gibt und die Ernährung an Wert gewinnt", sagt der Vorsitzende des Landvolkverbands Braunschweiger Land.

Hirschfeld besucht die weltgrößte Nahrungsmittel-Ausstellung seit Jahrzehnten, um für die Arbeit der Landwirte an sich und der in unserer Region im Speziellen zu werben. "Wir beobachten seit Jahren, dass die Verbraucher immer genauer fragen, woher Lebensmittel kommen und wie sie erzeugt werden", berichtet Hirschfeld. "Dieser Trend ist absolut positiv."

Deshalb sei in Halle 3.2, wo sich Hirschfeld oft aufhält, ein sogenannter Erlebnis-Bauernhof aufgebaut worden. Dort dösen von den Besuchermassen unbeeindruckt Ferkel, zeigen Kühe, wie ein Melkroboter funktioniert, der sich sogar Zitzen-Positionen merken kann. Dort stehen auch 400  000 Euro teure Erntemaschinen mitten in einem Maisfeld. Angenehmer Nebeneffekt: In der Halle riecht es tatsächlich leicht nach Bauernhof und nicht wie in den meisten anderen Hallen schwer nach Braten- und Frittierfett.

"Wir erklären hier den Verbrauchern, wie moderne Landwirtschaft funktioniert. Dabei ist es uns wichtig, ganze Produktionsketten darzustellen - zum Beispiel, wie die Milch zum Verbraucher kommt", sagt Simon Michel-Berger, Sprecher der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft, unter deren Federführung der Erlebnis-Bauernhof geschaffen wurde.

Kinder können selbst Butter herstellen, lernen, wie Bienen Apfelbäume bestäuben, spüren, wie sich ein Weizenkorn anfühlt. "Wir zeigen ganz viel mit Bildern, benutzen wenig Text. Wenn sich die Kinder freuen, kommen auch die Eltern zu uns", sagt Hirschfeld.

Offenbar mit Erfolg: Laut Michel-Berger ist das Interesse der Besucher größer als in den Vorjahren. Dazu hat nach Einschätzung vieler Aussteller auch der Skandal um dioxinverseuchtes Tierfutter beigetragen.

Halle 6.2 steht ganz unter dem Motto Bio. Das gilt für den Regenwald-Kaffee ebenso wie für die Ayurveda-Küche. Alice Wagner steht den Besuchern am Stand des Biobauern-Verbandes Bioland Rede und Antwort. "Dioxin ist ein ständiges Gesprächsthema. Die Verbraucher wollen wissen, ob auch Bio-Lebensmittel betroffen sind oder wo es Händler gibt", sagt sie. Ähnlich wie Hirschfeld ist sie optimistisch, dass sich das Verbraucher-Verhalten als Folge des Skandals ändert. "Die Nachfrage nach Bio-Produkten steigt", sagt sie.

Allerdings will sich längst nicht jeder Besucher der Grünen Woche mit Themen wie Dioxin, nachhaltiger Landwirtschaft oder gesunder Ernährung befassen. Für sie zählt allein der Genuss, das Vergnügen. Das gilt etwa für die Gäste einer Western-Bar in Halle 7, wo schon um kurz nach 10  Uhr zu Country-Klängen erste Drinks gestürzt und Biere genippt werden. Hier wird man nur kritisch, wenn sich das Glas nicht rasch wieder füllt.

Es gibt aber auch jene, die an den Ständen vorbeiströmen, um Köstlichkeiten aus aller Welt zu probieren, die dort gereicht werden. Das Angebot ist mitunter exotisch - allerdings nicht so brutal oder gar eklig wie im Dschungel-Camp. "Viele west- und süddeutsche Aussteller haben sich zurückgezogen, dafür kommen mehr aus Asien und Osteuropa", berichtet Hirschfeld. "Die wollen den Markt hier erobern."

In Halle 5.2 präsentiert sich das Land Niedersachsen. Dort geht es weniger um Country oder Exotik, sondern um bodenständige Regionen, ihre touristischen Reize und natürlich Lebensmittel. "Wir stellen fest, dass die Besucher wieder mehr über die Wertigkeit von Lebensmitteln diskutieren", sagt dort Christian Kionka, Leiter der zentralen Öffentlichkeitsarbeit bei der Braunschweiger Nordzucker AG. Und deshalb sollten Landwirte und Lebensmittelbranche den Verbrauchern viel offensiver zeigen und erklären, woher Nahrungsmittel und ihre Grundstoffe kommen, fordert Bauernvertreter Hirschfeld. "Es gibt doch nur sehr wenig, das wir in Niedersachsen nicht produzieren."

In der Halle stellen sich verschiedene Regionen Niedersachsens vor. Der Harz zum Beispiel, das Alte Land, Lüneburg oder Hildesheim. Die Region Braunschweig ist nicht dabei - zum Bedauern Hirschfelds: "Im Braunschweiger Land fehlt die Professionalität. Es ist schade, dass es dem Zweckverband nicht gelungen ist, eine Klammer zu bilden."

Immerhin: Auf Einladung des Landes präsentieren sich in Berlin die Regionen Nördliches Harzvorland - zu der die Städte, Kreise und Samtgemeinden Salzgitter, Wolfenbüttel, Asse, Oderwald, Schladen, Vienenburg, Liebenburg und Lutter gehören - sowie die Region Elm-Asse, die von Cremlingen, Sickte und Schöppenstedt gebildet wird.

"Wir fallen auf, und das ist gut", fasst Simone Ritter, Regionalmanagerin des Nördlichen Harzvorlandes, ihre Messe-Eindrücke zusammen. An den Stand wurde Messebesucher Ulrich Müller gespült. "Ich kenne den Elm nicht, will mir aber Anregungen für den Urlaub holen", sagt er. Woher er kommt? "Aus Rostock, das hört man doch."

Dass andere Landstriche Deutschlands beim regionalen Marketing schon viel weiter sind als unsere Region, zeigt sich in Halle 22. Dort stellen sich diverse Regionen Bayerns vor - allerdings geschlossen in weiß-blauer Herrlichkeit. Angefeuert von Blasmusik herrscht dort am Nachmittag bereits Oktoberfest-Stimmung.

Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Landvolkverbands Braunschweiger Land, streichelt auf dem Erlebnis-Bauernhof in Halle 3.2 eine Kuh. Er besucht die Schau seit Jahrzehnten.

Blick in die Niedersachsen-Halle auf der Grünen Woche in Berlin.

Foto: Andreas Schweiger

Quelle:

Braunschweiger Zeitung: 29. Januar 2011, Wirtschaft, Seite 07

© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2011

 


 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 19.01.2011


 


 

 

 

 

Aktuelles

2010

Hände weg von der LSV Niedersachsen-Bremen

In einem Brief an den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes hat sich der Vorstand des Landvolkverbandes Braunschweiger Land entschieden gegen einen Bundesversicherer in der landwirtschaftlichen Sozialversicherung gewandt. Die LSV hat in Niedersachsen ihre Verwaltungsstruktur ständig verbessert  und durch die Verschmelzung von drei LSV-Trägern die Kostenführerschaft bundesweit übernommen. In den nächsten Jahren werden einige Aufgaben an den Bundesverband abgegeben und so die Verwaltung noch kostengünstiger.

 

 Die LSV Niedersachsen ist angepasst auf die niedersächsischen Strukturen. Die Bildung eines Bundesträgers bedeutet eine Mehrbelastung von jährlich ca. 30 Mio. Euro für die niedersächsische Landwirtschaft. Der Bundesverband der LSV hat Prof. Bahrs mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Der Vorstand des Landvolkverbandes Braunschweiger Land erwartet, dass das Ergebnis abgewartet, bewertet und dann in ein gerechtes Beitragsmodell überführt wird. Hier müssen Leistung und Kosten, aber auch alle betrieblichen Einkünfte im Beitragssystem berücksichtigt werden.

 

Der Vorstand des Bauernverbandes Braunschweiger Land hat in Gesprächen mit Mitgliedern des Niedersächsischen Landtages sowie mit Ministerin Grotelüschen und Staatssekretär Ripke auf die Besonderheiten der landwirtschaftlichen Sozialversicherung in Niedersachsen hingewiesen. Berufsgenossenschaft, Krankenkasse, Alterskasse und Pflegekasse sind alle von möglichen Veränderungen betroffen. Wir erwarten auch von unseren niedersächsischen Bundestagsabgeordneten, dass sie sich kompromisslos für eine LSV Niedersachsen-Bremen, zumindest bis 2017, einsetzen.

 

Markt und Agrarpolitik gleichzeitig im Blick behalten
16. Braunschweiger Getreidetag warf den Blick auf die europäische Politik bis 2020

 

L P DAuf den landwirtschaftlichen Märkten wirken sich viele Faktoren preisbildend aus. Neben Qualität, Angebot und Nachfrage beeinflussen unter anderem auch Zinspolitik und Währungsschwankungen oder das Wetter den Preis für Agrarprodukte. Zukünftig werden sich Landwirte noch mehr dem Risikomanagement widmen müssen, wobei sie neben dem Marktgeschehen gleichzeitig auch die Agrarpolitik im Auge behalten müssen. Das wurde kürzlich auf dem 16. Braunschweiger Getreidetag in Peine deutlich, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Gerade das Jahr 2010 sei von nicht vorhersehbaren Wetterbedingungen geprägt worden, sagte Werner Bosse, Getreidereferent beim Landvolk Niedersachsen. Dies hätte sich bei der schwankenden Preisentwicklung von Getreide gespiegelt. Langfristig biete jedoch gerade der Getreidemarkt mehr Chancen als Risiken, die Marktorientierung bleibe erhalten. Die Preise seien nach unten relativ gut abgesichert, während durchaus Spielraum nach oben bestehe, so Bosse. Unter diesen Voraussetzungen sollten Landwirte im eigenen Risikomanagement sowohl den Kassamarkt, als auch den Terminmarkt und die Terminbörse im Blick behalten.

 

Nach wie vor sei die Erzeugung hochwertiger Nahrungsmittel Hauptziel der Landwirtschaft, sagte Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium. Maßgeblich für zukünftige Entwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sei der EU-Finanzrahmen ab 2014, für den die Regierung im Frühjahr neue Vorschläge erwarte. Dieser müsse festgesteckt sein, bevor man an die Ausgestaltung der GAP gehe. Schließlich sei Deutschland bei der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik bis 2013 im EU-Vergleich weit vorn. So seien die Prämien bereits komplett entkoppelt, und die Landwirtschaft, unter anderem durch die Cross Compliance-Auflagen, eng mit dem Umweltschutz verknüpft. Dies werde Deutschland auch in Brüssel vertreten, wenn es dort ums „greening“ gehe. Ebenso lehnte er eine Umverteilung der Mittel zwischen den zwei Säulen ab. Allerdings sei Deutschland auch zu Kompromissen bereit, beispielsweise hinsichtlich der geplanten Neuverteilung der Mittel zugunsten der neuen Mitgliedstaaten. Eine einheitliche „Prämien-Flatrate“ sei aufgrund der unterschiedlichen Produktionsbedingungen jedoch nicht gerecht.

 

„Rund 95 Prozent der Aussagen können wir Landwirte mit tragen“, fasste Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des ausrichtenden Landvolk-Bezirksverbandes Braunschweig, zusammen. Bei zwei wichtigen Forderungen bat er den Staatssekretär um weitere Unterstützung. So verlangte er zum einen Durchbruch im Bürokratieabbau und nannte als Beispiele die Auflagen durch Cross-Compliance und die Nachhaltigkeits-Verordnung, die vielen Landwirten zu schaffen mache. Zudem seien die Landwirte bereit zum Risikomanagement, sie bräuchten jedoch unbedingt eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage, damit sie in „guten Jahren“ auch vorsorgen könnten.

Quelle: LPD

Besonders durch Infostände und finanzielle Beteiligung haben die Firmen Limagrain, Kärcher, EnermaTec, Haftpflichtversicherungsanstalt Braunschweig, Braunschweiger Landvolkdienste, Saatzucht Flettmar-Landtechnik und Härke zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Vorsitzender Jürgen Hirschfeld bedankt sich bei Staatssekretär Dr. Robert Kloos für seinen aufschlussreichen Vortrag.


EEG

Der Vorstand des Landvolkverbandes Braunschweig hat sich in seiner Sitzung am 22. November 2010 mit den Änderungsvorschlägen zum EEG beschäftigt. Der Vorstand erwartet, dass das EEG wie zugesagt erst zum 01.01.2012 geändert wird. Die Investition in die Biogastechnologie ist in unserem Verbandsgebiet sinnvoll und mit Augenmaß durchgeführt worden. Auch die noch beantragten Neu- und Ausbaumaßnahmen bei Biogas sind sinnvoll und ein wichtiges Standbein in unserer Ackerbauregion. Mais führt in unseren Feldmarken zu einer Auflockerung der Fruchtfolge. Auch wird die Zuckerrübe in Zukunft noch wesentlich mehr Bedeutung bei der Biogasproduktion haben.

Gerade in der abgelaufenen Getreideernte war es wichtig, für schwache Qualitäten Verwertungsmöglichkeiten zu finden. Die Bioenergie ist für die Ackerbauregionen nach dem Wegfall der Intervention das Auffangnetz. Die Priveligierung für landwirtschaftliches Bauen ist richtig und darf in keinster Weise verändert werden. Fehlentwicklungen in einzelnen Landesteilen von Niedersachsen dürfen nicht der Auslöser zum Ändern eines Bundesgesetzes sein. Der Landvolkverband Braunschweig wird sich genauso wie andere Verbände in die Diskussion  zur Änderung des EEG's einbringen und eine sinnvolle Anpassung an  neue Rahmenbedingungen mit tragen.


EUGH Urteil zur Veröffentlichungspflicht der Empfänger von EU-Beihilfen

Der EUGH hat in einem Urteil die Rechtsvorschriften der EU über die Veröffentlichung von Informationen über die Empfänger von Mitteln aus dem EU-Landwirtschaftsfond für teilweise ungültig erklärt. Ministerin Aigner hat die Veröffentlichung der Daten durch Bund und Länder mit sofortiger Wirkung bis zu einer EU-weiten Neuregelung ausgesetzt.

Eine Personen-GbR und ein Landwirt aus Hessen hatten -unterstützt durch den Hessischen Bauernverband und den DBV- beim Verwaltungsgericht Wiesbaden gegen das Land Hessen auf Nichtveröffentlichung ihrer Daten nach den Eu-Rechtsvorschriften geklagt. Das Verwaltungsgericht hatte daraufhin den EUGH um Prüfung der Rechtmäßigkeit der EU-Vorschriften ersucht.

Quelle: Landvolk-INFO-Brief Nr. 069-2010 vom 09..11.2010



Düngeverordnung

Den Frage-Antwort-Katalog zur Verbringensverordnung von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen finden Sie unter

http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/2/nav/340/article/15314.html


 

   

Peine, 23.09.2010

 Pressemitteilung

 CDU - Kreistagsfraktion Peine

 

CDU unterstützt den Erhalt der Landwirtschaft im Landkreis Peine!

 

 

Die Landwirtschaft im Landkreis Peine ist wirtschaftlich wichtig und für das Landschaftsbild prägend. Sie wird wie kein anderer Sektor von den Vorgaben aus Europa beeinflußt.

Die Politik auf allen Ebenen ist daher gefordert, die nachhaltige Landwirtschaft und die Strukturen vor Ort zu erhalten. Um gegenüber unseren europäischen Nachbarn konkurrenzfähig zu sein, müssen daher die gesetzlichen Vorgaben der EU 1:1 in Deutschland umgesetzt werden.

Jede gesetzliche Verschärfung in Deutschland bedeutet einen Wettbewerbsnachteil für unsere heimische Landwirtschaft.

 

„Ich bin erstaunt, dass die Gruppe SPD und Grüne im Kreistag schärfere Bestimmungen für die bäuerliche Tierhaltung fordern. Sie  fordern die Bundesregierung auf, ein Gesetz zu ändern, dass zu Zeiten von rot –grün und  der damaligen Bundeslandwirtschaftministerin Renate Künast  in Kraft getreten ist“, wundert sich Silke Weyberg. „Es geht bei dem Antrag wohl weniger darum konkret Politik vor Ort zu machen, sondern ganz im Stil des SPD-Parteivorsitzenden Gabriel,  mit populistischen Äußerungen auf Stimmenfang zu gehen und die Bürgerinitiativen zu beruhigen. Ansonsten würde ein entsprechender Antrag wohl von den Bundestagsfraktionen gestellt“, so Weyberg weiter.

 

Die CDU-Kreistagsfraktion unterstützt die heimischen Landwirte in ihren Bemühungen sich ein Standbein für die  Zukunft auf den Grundlagen der geltenden Bestimmungen zum Umwelt- und Tierschutz aufzubauen. Insbesondere ist die CDU-Faktion dankbar für die umfassende Gesprächsbereitschaft der investierenden Landwirte. „Die Landwirte leben mit ihren Familien in den Dörfern, nehmen am Dorfleben teil und suchen nach einvernehmlichen Lösungen mit der Bevölkerung.  Wir sprechen hier nicht über geldgierige Investoren, denen ihre Umwelt und die Ihnen anvertrauten Tiere egal sind. Diesen Wert gilt es zu erhalten.“ appelliert Weyberg an die Bürgerinitiativen und die Kreistagskollegen der Grünen und der SPD.

 

Im übrigen stellt die CDU-Kreistagsfraktion fest, dass die Veredelungsrate im Landkreis Peine im Landesschnitt unterdurchschnittlich ist und der Bau von vier neuen Ställen im Landkreis keinen Anlass bietet über zusätzliche planerische Vorgaben nachzudenken. Wenn wir es nicht schaffen, die Landwirtschaft im Landkreis zukunftsfähig zu halten, werden wir uns vielmehr Gedanken über den Erhalt unserer Dörfer machen müssen.

  


Deutsch-französische Erklärung zur Zukunft der GAP nach 2013

Am 14.09.2010 haben Ministerin Aigner und ihr französischer Kollege Le Maire in Berlin eine gemeinsame Position zur künftigen Ausgestaltung der GAP nach 2013 beschlossen.

Deutsch-Französische Position für eine
starke Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013

- Neue Herausforderungen und Erwartungen für Ernährung, Biomasse und Umwelt -

Die Landwirtschaft steht im Zentrum der Herausforderungen für unsere Gesellschaft: Sie ernährt Menschen, stellt erneuerbare Rohstoffe zur Verfügung, schützt die Umwelt, schafft Arbeitsplätze und erhält die Lebensfähigkeit der verschiedenen Regionen der EU („multifunktionale Landwirtschaft"). Sie ist eine strategische Aktivität, die integraler Bestandteil der Strategie „Europa 2020" ist. Die Bürger und Verbraucher in der EU erwarten, dass mit der Europäischen Agrarpolitik eine nachhaltige Landwirtschaft sichergestellt wird, die ihnen gesunde und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel sowie Biomasse liefern kann.

Die ursprünglich im Vertrag genannten Ziele der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gelten auch noch heute. Neue Herausforderungen haben die Vision der GAP jedoch noch erweitert:

  • Die zukünftige Politik sollte an die neuen globalen Gegebenheiten angepasst werden: steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und Biomasse, neue Wettbewerber, Preisvolatilität als Folge der Globalisierung, zunehmende Hygienerisiken, Klimawandel, Biodiversität, Wassermanagement und Umweltschutz.
  • Die neue Politik sollte die Bedürfnisse und Forderungen der europäischen Bürger verstärkt berücksichtigen: Sicherung der Nahrungsmittelversorgung und Lebensmittelsicherheit, Qualität und Vielfalt der europäischen Landwirtschaft, erschwingliche Lebensmittelpreise, Schutz der natürlichen Ressourcen und Tierschutz, aktive ländliche Räume und Innovation.

Zum Erreichen dieser Ziele haben Landwirte bereits große Anstrengungen unternommen und tun dies auch heute noch, um ihre Produktionsmethoden an den Markt und an neue gesellschaftliche Ansprüche anzupassen. Für weitere Investitionen in das landwirtschaftliche Potential Europas und für dessen Weiterentwicklung benötigen die Landwirte Instrumente und Strategien auf europäischer Ebene zur Stabilisierung ihrer Einkommen, zur Verbesserung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit, zur Schaffung fairer Beziehungen zwischen den Partnern in der Wertschöpfungskette und zur Sicherstellung von Chancengleichheit gegenüber Konkurrenten aus Drittländern.

Grundsätze für eine starke Gemeinsame Agrarpolitik für Europa nach 2013

  • Der mit den fortlaufenden Agrarreformen eingeschlagene und in der Gesundheitsprüfung 2008 bekräftigte Weg muss fortgeführt werden. Dieser Kurs zielt auf eine Stärkung der Marktorientierung der GAP und eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Nachhaltigkeit des Agrarsektors im globalen Rahmen der Strategie „Europa 2020" ab. Die vergangenen Jahre haben jedoch gezeigt, dass ein angepasster Rechtsrahmen (u.a. Direktzahlungen für Landwirte, moderne Marktinstrumente als Sicherheitsnetz, Erzeugerorganisationen) zur Abfederung der verheerenden Auswirkungen zunehmender Preisvolatilität und Marktkrisen benötigt wird.
  • Die Europäische Union benötigt eine starke GAP über das Jahr 2013 hinaus. Für die Maß nahmen bedarf es Ressourcen, die unseren Zielen entsprechen. Die Landwirtschaft benötigt Stabilität und Sichtbarkeit. Eine abschließende Entscheidung über alle finanzrelevanten Fragen wird im Zusammenhang aller Politiken und des gesamten EU- Finanzrahmens getroffen werden.
  • Das 2-Säulen-Modell der GAP ist beizubehalten, um die künftigen Herausforderungen zu meistern. Jegliche Änderungen der derzeitigen Form des 2-Säulen-Modells zur Erhöhung der Akzeptanz der GAP innerhalb der Gesellschaft („Greening") muss mit klaren Vorteilen für die Landwirte, ländlichen Räume und die Umwelt verbunden sein. Sie sollten keine finanziellen Nachteile für Mitgliedstaaten und Landwirte mit sich bringen. Wir treten jedoch für eine Vereinfachung und Modernisierung ein:
  • Die Aufteilung zwischen den beiden Säulen muss transparent und verlässlich sein. Bei einer klar definierten und verlässlichen Finanzierungsgrundlage für beide Säulen der GAP besteht kein Bedarf für jegliche Art einer jährlichen Mittelumverteilung zwischen diesen beiden Säulen.
  • Bestehende Instrumente können weiterentwickelt werden, um neue Herausforderungen und Ziele, wie Umwelt und Erhaltung landwirtschaftlicher Aktivität, unter besonderer Berücksichtigung der finanziellen Auswirkungen für jeden Mitgliedstaat, besser angehen zu können. Maßnahmen für Berggebiete und benachteiligte Gebiete sind von grundlegender Bedeutung. Dies ist ein politisch sensibles Thema, bei dem mit äußerster Vorsicht vorgegangen werden muss, wenn Änderungen der derzeitigen Unterstützung in Erwägung gezogen werden.
  • Deutschland und Frankreich sind gegen jede Form der Renationalisierung der GAP durch eine Kofinanzierung der Betriebsprämien.
  • Schwerpunktaufgabe ist die Vereinfachung der GAP. Ohne die für die Legitimität der Direktzahlungen entscheidende Effizienz aufs Spiel zu setzen, sollte angesichts der Tatsache, dass Richtlinien und Standards in Regionen und Mitgliedstaaten auf unterschiedliche Art und Weise umgesetzt werden, ggf. eine weitere Vereinfachung des Cross-Compliance-Systems auf EU-Ebene vorgesehen werden, auch durch ein Augenmerk auf die Kernaktivitäten der Landwirte. Umweltzertifizierungssysteme sollten innerhalb des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS) z. B. für Risikoanalysen von Agrarbetrieben geprüft und dann berücksichtigt werden. Die zukünftige GAP sollte auch das Thema der Kontrollen behandeln. Das politische Erfordernis des Schutzes der finan ziellen Interessen der Steuerzahler wird nicht in Frage gestellt. Dennoch sollten die Kon trollen keine unnötige Belastung für die Landwirte darstellen.
  • Das Europäische Landwirtschaftsmodell mit seinen hohen Standards, die die Forderungen der Verbraucher und der Gesellschaft (wie Qualität, Gesundheit, Umwelt- und Tierschutz) widerspiegeln, stellt einen wichtigen Bestandteil unseres Erbes dar, den es angesichts des Wettbewerbs im heutigen globalen Markt zu bewahren gilt. In diesem Zusammenhang er kennen wir die Notwendigkeit gleicher Chancen für Erzeuger aus der EU und aus Dritt ländern an. Alle importierten Produkte müssen EU-Standards erfüllen. In dieser Hinsicht bitten wir die Kommission, ein Paket von Instrumenten wie Fördermaßnahmen, effizientere Kontrollen und - dort wo angebracht - Kennzeichnung vorzuschlagen - mit dem Ziel eines ausgeglichenen und auf Gegenseitigkeit beruhenden Ansatzes bei den Handelsverhandlungen.

Vorschläge:                                                                                                                                                     

Angepasste Marktinstrumente: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Landwirtschaft

  • Die derzeitigen Marktinstrumente (z. B. Intervention, private Lagerhaltung) sollten Teil eines Sicherheitsnetzes sein, um den Agrarsektor vor den Auswirkungen schwerer Krisen innerhalb der EU zu schützen. Einige dieser Instrumente könnten noch verbessert werden, um sie wirksamer zu gestalten und zu vereinfachen. Ein sektorübergreifender „Krisenmechanismus", basierend auf den bereits in der Gemeinsamen Marktorganisation bestehenden Maßnahmen, wäre nützlich und könnte sich auf Markt- und Hygienethemen erstrecken.
  • Angesichts zunehmender Preisvolatilität auf Agrarmärkten benötigen wir in einigen Sektoren mehr Transparenz und mehr Marktmacht für die landwirtschaftlichen Erzeuger. Europäische Instrumente zur Steigerung der Markttransparenz (z. B. Instrumente zur Beobachtung von Lebensmittelpreisen und -volumina: Beobachtung der Preisbildung durch Kostenanalyse, Prozesse und Mehrwert gemäß geltendem Wettbewerbsrecht und unter Wahrung des Geschäftsgeheimnisses) könnten ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand verbessert werden. Zur Stärkung von Erzeugerorganisationen und Branchenverbände in den Mitgliedstaaten auf freiwilliger Basis sollte die Entwicklung von Instrumenten, darunter vor allem Standardverträge für die Agrar- und Nahrungsmittelwirtschaft gemäß den Regeln des Binnenmarktes, geprüft werden, die zu einem fairen Gleichgewicht der Partnern in der Wertschöpfungskette beitragen können. Wie in den anderen Wirtschaftsbereichen sollten sie dort, wo es sinnvoll ist, befähigt sein, ihr Angebot zu anzupassen und Indikatoren über Markttrends, darunter auch Preise, zu veröffentlichen.

Instrumente wie Versicherungsfonds und Risikofonds auf Gegenseitigkeit zur Einkommensstabilisierung der Landwirte sollten untersucht und für Mitgliedstaaten auf frei williger Basis innerhalb der nationalen Höchstgrenzen ermöglicht werden. Dabei müssen die WTO-Regeln eingehalten werden. Die Instrumente dürfen nicht zu Verzerrungen auf EU-Ebene führen.

Legitimere Direktzahlungen

Direktzahlungen entlohnen Landwirte für öffentliche Güter, die am Markt nicht honoriert werden, decken Produktionskosten, die durch von der Gesellschaft geforderte höhere Produktionsstandards entstehen, leisten einen Beitrag zu den Einkommen der Landwirte und sind grundlegender Bestandteil des Sicherheitsnetzes zur Risikoverringerung für die europäische Landwirtschaft. Entkoppelte Zahlungen müssen in jedem künftigen System weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Deutschland und Frankreich nehmen die Diskussion über die Mittelumverteilung zwischen Mitgliedstaaten hinsichtlich einer gerechten und angemessenen Mittelzuteilung zur Kenntnis. In diesem Zusammenhang muss betont werden, dass ein EU-weiter Pauschalbetrag („flat-rate") nicht gerechtfertigt ist und der wirtschaftlichen Situation innerhalb der EU nicht entspricht. Diese Debatte muss die Tragfähigkeit der Finanzen der Mitgliedstaaten im EU-Haushalt auf der Grundlage des derzeitigen Verteilungsschlüssels berücksichtigen.

Die Mitgliedstaaten sollten weiterhin die Möglichkeit haben, auf freiwilliger Basis und innerhalb nationaler Höchstgrenzen ein „Flexibilitätsfenster" für besondere bedürftige Bereiche (wie nachhaltige Entwicklung) zu behalten, vorausgesetzt, dass dieses zu keinen Verzerrungen im Binnenmarkt führt und unsere Verpflichtungen gegenüber der WTO eingehalten werden. In diesem Sinne sollte auch eine Flexibilität für die Verteilung der Direktzahlungen innerhalb eines Mitgliedstaates möglich sein.

Eine wirksamere und nachhaltigere Entwicklung des ländlichen Raums

Ein integrierter Ansatz für ländliche Räume, einschließlich Maßnahmen zur Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft, zur Lebensqualität im ländlichen Raum oder zu sektorübergreifenden Politikansätzen, hat sich bewährt und sollte als Teil der zukünftigen GAP beibehalten werden. Eine Vereinfachung und engere Koordinierung der Entwicklung des ländlichen Raums und der Strukturfonds ist dennoch von Nutzen (Programmplanung, Durchführung, Harmonisierung einiger Regelungen). Den Mitgliedstaaten sollte bei der Durchführung der Fördermaßnahmen mehr Flexibilität zugestanden werden, und es sollte ihnen ermöglicht werden, eigene Prioritäten zu setzen und Lösungen auf spezifische Be triebe und Regionen zuzuschneiden. Über die Agrarumweltmaßnahmen hinaus ist neuen Herausforderungen bei der Entwicklung des ländlichen Raums in besonderem Maße Rechnung zu tragen. Diese umfassen den Klimawandel, Biodiversität und Wassermanagement, aber auch die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben und - weitergefasst - ebenfalls die mit Nahrungsmitteln oder mit nicht zur Ernährung bestimmten landwirtschaftlichen Erzeugnissen befasste Wirtschaft. Innovationen und eine Steigerung der Wertschöpfung werden sich für den gesamten Sektor als unerlässliche Bedingung erweisen.

 

Gesunde und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel

Die Qualität unserer Nahrung hängt größtenteils von unserem landwirtschaftlichen Produktionssystem ab. In dieser Hinsicht ist die GAP zum Teil für das verantwortlich, was auf unsere Teller kommt. Daher appellieren wir an die Kommission, auf der Grundlage der Erfahrungen von Mitgliedstaaten Verbindungen zwischen Landwirtschafts- und Lebensmittelpolitik herzustellen.

 

In Anbetracht sowohl unserer ähnlichen Vorstellungen als auch unserer jeweiligen Besonderheiten versteht sich die gemeinsame Position Deutschlands und Frankreichs als Beitrag zu der in Europa geführten Debatte. Dieser Beitrag fügt sich in die unter wechselndem Vorsitz im Rat geführten Diskussionen ein, ergänzt die aktuellen Beiträge des Europäischen Parlaments und steht im Zeichen des Aufrufs der Kommission, die Debatte über die zukünftige GAP zu bereichern. Es ist unsere gemeinsame Überzeugung, dass unser Dialog dazu beitragen kann, Lösungen für die zahlreichen komplexen Probleme zu erarbeiten, die wir auf gesamteuropäischer Ebene antreffen.

In dieser Hinsicht wird die Zusammenarbeit im Agrarsektor im Einklang mit der Deutsch-Französischen Agenda 2020 insbesondere durch folgende Maßnahmen verstärkt werden:

  • Entwurf einer marktorientierten, multifunktionalen und nachhaltigen Landwirtschaft in der EU;
  • Ausbau der Ausfuhr von Nahrungsmittelerzeugnissen in aufstrebende Märkte in Drittändern durch Aufbau einer intensiven Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsakteuren;
  • Verstärkung der Zusammenarbeit auf EU-Ebene bei Fragen im Zusammenhang mit sanitären und phytosanitären Themen (SPS), um so einen gemeinsamen deutsch französischen Standpunkt zur Bewertung von Gesundheitsrisiken zu erarbeiten;
  • Entwicklung von Lösungen für die neuen Herausforderungen Klimawandel, Wassermanagement und Biodiversität.

 



Nds. Landvolk Braunschweiger Land

Am 13.09.10 fand im Waldhaus Oelper die konstituierende Sitzung unseres neuen, fusionierten Verbandes Nds. Landvolk Braunschweiger Land statt. Als Vorstand wurden gewählt: Jürgen Hirschfeld, 1.Vorsitzender, Wilfried Henties, Ulrich Löhr (Stellv.), Carl Lauenstein, Gerhard Schwetje, Gerd Rott, Henrik Kramer, Hans Kasinger, Manfred Walkemeyer. Mit großen Mehrheiten wurden die Satzung und das neue Beitragssystem beschlossen. Im Anschluss an den internen Teil referierte Herr Rukwied, Vorsitzender des Bauernverbandes Baden-Württemberg, sehr fundiert und mitreißend zu den Positionen des Deutschen Bauernverbandes zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik.

Stellv. Vorsitzende Wilfried Henties und Ulrich Löhr, Referent Joachim Rukwied, 1. Vors. Jürgen Hirschfeld

 


Argumentationshilfe zur 380 kV Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar

Landwirtschaft steht für die Nutzung regenerativer Energien mit dezentralen Standorten. Ein stärkerer Focus auf die dezentralen Lösungen, nämlich den Strom und die Wärme dort zu produzieren, wo sie verbraucht wird, würde Höchstspannungsleitungen wie diese überflüssig machen.

 

Die bisher vorgestellten Trassenvarianten berücksichtigen sehr stark die Belange des Naturschutzes und der Wohnbebauung. Gemäß aktuellen gesetzlichen Regelungen ist Landwirtschaft als Schutzgut ebenso stark zu berücksichtigen. Zentrale Forderung muss also ein sparsamer Verbrauch von wertvollen Ackerflächen sowie der Fortbestand landwirtschaftlicher Infrastruktur z.B. Drainagen, Flächenzuschnitten etc. sein.

 

Der Eingriff für das Schutzgut Landwirtschaft lässt sich durch folgende Maßnahmen, die unseres Erachtens noch nicht hinreichend abgeprüft wurden,  minimieren.

  • Nutzung vorhandener Leitungstrassen
  • Trassenführung entlang vorhandener Straßen- und Wasserwege
  • Ersatzgeld anstelle von flächigen Kompensationsmaßnahmen

Mastenstandorte:

  • möglichst geringe Beeinträchtigung der Agrarstruktur, also an Flurstücksgrenzen, Wegekreuzungen setzen
  • möglichst nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen nutzen z.B. entlang von Straßen, Böschungen

 

Bestandteil der Planungen ist auch ein Rückbau vorhandener Leitungstrassen. Hier ist darauf zu achten, dass die Mastenstandorte vollständig entfernt werden. Ein Rückbau bis max. 1m unterhalb der Oberfläche ist nicht akzeptabel.

 

Die Ausgestaltung der Leitung muss so erfolgen, dass auch an den niedrigsten  Stellen das Befahren mit großen lwd. Erntemaschinen z.B. Rübenrodern und die Nutzung der Feldberegnung möglich sind.

 

Die heutzutage genutzte Landtechnik basiert überwiegend auf der Verwendung von Elektrotechnik und GPS-gestützten Systemen. In den Planunterlagen findet sich keine Abprüfung inwieweit es hierzu Ausfällen und Beeinträchtigungen kommen kann.

 

Landwirte und landwirtschaftliche Arbeitnehmer sind diejenigen, die sich am häufigsten im Bereich der Höchstspannungsleitung aufhalten. In den Planunterlagen finden sich keine Aussagen über die Gesundheitsgefährdung, die hieraus resultieren kann. Dies sollte dringend nachgeholt werden.

 

Die bisher geltenden Rahmenvereinbarungen für Leitungstrassen berücksichtigen vollständig andere Rahmenbedingungen und können daher bei dieser Höchstspannungsleitung nicht angewandt werden. Entsprechende neue Regelungen sind dann im Rahmen des Planfestsstellungsverfahrens zu treffen.

 

Kompensation, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

  • Aus landwirtschaftlicher Sicht lautet hier die Forderung ganz klar, möglichst weitgehend die Kompensation in Form von Ersatzgeld abzuleisten. Hier gibt es zahlreiche gute Möglichkeiten die neuen Herausforderungen z.B. durch die WRRL aus diesen Mitteln zu finanzieren.
  • Seitens der Landwirtschaft besteht nicht der Willen noch mehr hochwertiges Ackerland für A+E Maßnahmen zur Verfügung zu stellen.
  • Soweit möglich sollten ohnehin nicht mehr oder nur noch bedingt nutzbare Flächen z.B. im Bereich der Masten und direkt im Trassenkorridor für die Kompensation herangezogen werden.
  • Die Entwicklungsmöglichkeiten einzelner Betriebe z.B. im Bereich des Stallbaus oder die Erschließung alternativer Einkommensalternativen wie der Umstieg auf Direktvermarktung oder Ökolandbau dürfen durch die Höchstspannungsleitung nicht beeinträchtigt werden.
  • Die Trassenkorridore tangieren Gemarkungen in den Flurbereinigungsverfahren zum Teil noch laufen bzw. vor kurzem abgeschlossen wurden. Hier ist zu klären, inwieweit sich zurückzubauende Masten bzw. neue Mastenstandorte auf die Wertermittlung bzw. die dort umgesetzten A+E Maßnahmen auswirken.

 

Im Bereich von Höchstspannungsleitungen kann es zu Ertragsminderungen bei Ackerkulturen kommen.

( s. http://www3.interscience.wiley.com/journal/102523676/abstract)

 

Es ist zu befürchten, dass die Ackerfrüchte im Bereich der Trasse, aber auch gerade der Masten durch Schwermetalle im Farbanstrich, Tropfwasser von den Leitungssträngen oder Feinstäube belastet werden. Dies ist umso schlimmer für die Landwirtschaft da sie Lebensmittel produziert, deren Vermarktbarkeit durch Zertifizierungssysteme sichergestellt wird.

 

Die Belastung von Ackerflächen mit Grunddienstbarkeiten und die Zerschneidung guter Flächenzuschnitte führen automatisch zu einem Wertverlust des Grundeigentums.

 

Erfahrungen aus dem Bau anderer Trassen zeigen, dass der Wert der genossenschaftlichen Jagden und der Eigenjagden in einem weiten Umkreis durch den geplanten Bau sinken wird.

Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir ihnen gerne zur Verfügung.

 

Landwirtschaftskammer Niedersachsen                                              Landvolk Braunschweiger Land

Bezirksstelle Braunschweig                                                                Manuela Schneider

Steffen Weinhausen                                                                               Tel: 05 31/2 87 70-23

Tel: 05 31/2 89 97-2 23                                                                                                                         

Agrardieselförderung wird fortgesetzt - Einigung am 23.06.2010

 

Wie in der Presse berichtet, wird es beim Agrardiesel im Zuge der Haushaltskonsolidierung keine Kürzungen geben. Auch für größere Betriebe mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10.000 Liter bleibt damit alles beim Alten. Mit der Einigung zwischen den Ministern Aigner und Schäuble wird die Entlastung der deutschen Landwirte beim Agrardiesel um jährlich 16

 

0 Mio. € fortgesetzt. Allerdings muss das mit 70 Mio. € aus dem Agrarhaushalt gegenfinanziert werden, die restlichen 90 Mio. € kommen aus dem Etat des BMFi. Als Folge sollen im BMELV im nächsten Jahr die Mittel für die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung des Küstenschutzes und der Agrarstruktur“ um weitere 20 Mio. € gekürzt werden. Die restlichen 50 Mio. € sollen vom BMELV durch eine sogenannte globale Minderausgabe über alle Bereiche erwirtschaftet werden. Die Ausgaben für Forschung, Innovation und für die Agrarsozialpolitik sollen aber ausdrücklich geschont werden. Zusammen mit den bereits im Rahmen des Sparpaketes beschlossenen Kürzungen von 80 Mio. € stehen damit im nächsten Jahr noch 600 Mio. € (statt 700 Mio. € in 2010) für die GAK (u.a. Agrarinvestitionsförderung, Ausgleichszulage) zur Verfügung.

Die Entscheidung der Bundesregierung muss als „Vermeidung von Steuererhöhungen“ bewertet und begrüßt werden. Darüber hinaus ist aber immer wieder auf die deutlich niedrigere Besteuerung in den anderen EU-Ländern, die daraus resultierenden Wettbewerbsnachteile und die Notwendigkeit einer EU-Harmonisierung hinzuweisen.

Wir bitten um Beachtung der Antragsfrist 30. September 2010. Anträge auf Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft können in unserer Geschäftsstelle angefordert werden.


FDP- Poliker informieren sich über Landwirtschaft

 

Björn Försterling und Florian Bernschneider informierten sich auf dem Betrieb von Familie Hantelmann, Hemkenrode, über Landwirtschaft, aber auch über die Fortschreibung der Agrarpolitik nach 2013. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dieser sehr interessante Gedankenaustausch zukünftig weitergeführt werden sollte.

 

Florian Bernschneider, Jürgen HIrschfeld, Björn Försterling und die Gastgeber Michael und Anja Hantelmann


Arbeitskreis junger Landwirte besichtigt Schacht Konrad

 

Der Arbeitskreis junger Landwirte verbrachte einen sehr interessanten Vormittag zunächst im Besucherzentrum Schacht Konrad und dann mit einer Befahrung der Anlage selbst. Es konnten viele neue Informationen gesammelt werden, aber

auch die Diskussion um unserer regionales Problemfeld Asse kam nicht zu kurz.

 


 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 19. Juni 2010


Landvolk trifft Presse

 

Bei strahlendem Sonnenschein präsentierte Familie Hornig, Wendezelle, Vertretern der örtlichen Presse ihren Betrieb und interessante Detail aus dem Spargelanbau. Beim anschließenden Gedankenaustausch wies Wilfried Henties, stellv. Vorsitzender, noch einmal darauf hin, wie wichtig eine gute recherchierte und objektive Berichterstattung, besonders bei so sensiblen Themen wie Hähnchenmast, in der Presse ist.

 


 Fusion perfekt!

 

Mit überwältigender Zustimmung machten die Mitglieder der beiden Kreisverbände Peine und Braunschweiger Land die Fusion zu einem neuen großen Verband zwischen Harz und Heide perfekt.


Verbandsversammlung am 20. Mai in Braunschweig

Der Bauernverband Braunschweiger Land hatte für den Nachmittag des 20. Mai zur Delegiertenversammlung ins Grüne Zentrum nach Braunschweig eingeladen. Der Vorsitzende Jürgen Hirschfeld konnte die ordnungsgemäße Einladung und die Beschlussfähigkeit der Versammlung feststellen. Danach wurde die Verschmelzung mit dem Kreisverband Peine von ihm vorgestellt.

 

Die Geschäftsführenden Vorstände der beiden Verbände Peine und Braunschweiger Land haben in mehreren gemeinsamen Sitzungen seit Herbst 2009 die Verschmelzung vorbereitet. Die zukünftige Zusammensetzung der Gremien und des Vorstandes wurden ebenso festgelegt, wie der gemeinsame Beitrag ab dem Jahr 2011. Das Ergebnis wurde anschließend von den Vorständen der beiden Verbände zustimmend angenommen. In der heutigen Versammlung soll die Verschmelzung auf den Kreisverband Peine erfolgen. Der Kreisverband Peine hat in seiner Mitgliederversammlung am Vormittag bereits der Verschmelzung zugestimmt und zugleich eine Verlegung des Sitzes nach Braunschweig beschlossen.

 

Beide Verbände haben im Vorfeld festgelegt, dass im Herbst 2010 die erste gemeinsame Mitgliederversammlung eine neue Satzung verabschieden, danach einen neuen Vorstand wählen und den Beitrag beschließen soll.

 

Nach kurzer Diskussion über die zukünftige Gestaltung des neuen Verbandes lässt Herr Hirschfeld die Abstimmung über die Verschmelzung durchführen.

 

Die Delegierten stimmen in offener Abstimmung der Verschmelzung mit nur einer Enthaltung einstimmig zu.

 

 

Wechsel im Vorstand Kreisverband Helmstedt

Im Kreisverband Helmstedt gab es einen Wechsel bei der Besetzung des Vorstandes. Nachfolger von Bärbel Heidebroek aus Gevensleben wurde Hendrik Kramer aus Barmke.

 

D

Dr. Friedrich Strube, Jürgen Hirschfeld und Werner Bosse (Landvolklandesverband Hannover)

Dr. Strube im Grünen Zentrum

Grüne Gentechnik, insbesondere in der Pflanzenzucht, war Thema eines Meinungsaustausches zwischen dem Landvolkverband und Strube-Saatzucht.

 

Gentechnik ist im Pflanzenbau weltweit nicht mehr wegzudenken. In Europa und insbesondere in Deutschland ist der Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut schwierig und auch in der Landwirtschaft umstritten. Beim Deutschen Bauernverband und im Landvolk Landesverband finden verstärkt Gespräche mit Züchtern, Landhandel, Mühlen und Verbrauchern statt, um am Meinungsbildungsprozess aktiv teilzunehmen.

 

Dr. Strube zeigte sich in dem Gespräch mit dem Landvolk Niedersachsen als kompetenter und innovativer Pflanzenzüchter
 

Umsetzung der Nachhaltigkeitsverordnung im Agrarhandel

Die Bundeslehranstalt Burg Warberg bietet im Mai an verschiedenen Terminen und Standorten ein Seminar zu dem Thema Nachhaltigkeitsverordnung an. Das ganztägige Seminar soll Kernelemente der Verordnung sowie Handlungsanweisungen bei der Umsetzung im Agrarhandel bieten.

Weitere Einzelheiten zur Tagung, den Tagungsorten und der Tagungsgebühr finden Sie auf der Internetseite

www.burg-warberg.de unter Aktuelle Seminare. Ebenso finden Sie dort ein Anmeldeformular.

 

Raumordnungsverfahren Golfplatz Mascherode

 Der Großraumverband Braunschweig hat das Raumordnungsverfahren für den Golfplatz eingeleitet. Unser Landvolkbezirksverband Braunschweig hat eine landwirtschaftliche Meinungsfindung bezügl. der Golfplatzplanung herbeigeführt. Viele Gespräche wurden mit einzelnen Betroffenen seitens des Vorstandes und der Geschäftsführung geführt. Um die Raumverträglichkeit für Mascherode und die umliegenden Gemarkungen zu bewerten bzw. aus landwirtschaftlicher Sicht zu ermitteln, wurden unterschiedliche Faktoren in den Vordergrund gestellt.

Hier ist hervorzuheben die Erschließung der Feldinteressentschaft  sowie eine evtl. gemeinsame Nutzung von Feldinteressentschaftswegen.

 

Welche Vorflutveränderungen sind durch einen evtl. Betrieb des Golfplatzes zu erwarten?

Sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Ansiedlung eines Golfplatzes erforderlich?

Welche landwirtschaftlichen Strukturveränderungen sind zu erwarten?

Diese Aspekte u.a. wurden in einer Stellungnahme zuammengetragen und fristgerecht dem Großraumverband Braunschweig übersandt. Aus Sicht der Geschäftsführung ist der weitere Zeithorizont wie folgt einzustufen:

  • Für das Jahr 2010 wird voraussichtlich ein Erörterungstermin folgen.
  •  Im Jahr 2010 ist ein Raumordnungsbeschluss zu erwarten.

Alle betroffenen Landvolkmitglieder werden weiterhin durch unseren Verband informiert, sobald ein neuer Sachverhalt vorliegt.

 

Arbeitskreis junger Landwirte

Am 16. März traf sich der Arbeitskreis junger Landwirte bei der Landtechnikfirma Hentis in Gadenstedt. Thema war "Erosion". Wulf Langeheine von der Landwirtschaftskammer berichtete zu den aktuellen CC-relevanten Regelungen zu Wind- und Wassererosion. Jochen Etzold, Fa. Hentis Landtechnik, stellte im Anschluss sehr anschaulich den Einfluss unterschiedlicher Bodenbearbeitungstechniken auf die Ersosionsminderung dar. Abschließend wurde ein Betriebsrundgang angeboten. Die nächste Veranstaltung des Arbeitskreises junger Landwirte ist eine Besichtigung von Schacht Konrad am 10.06.2010.

 

Arbeitsgespräch mit den Ortslandwirten der Gemeinde Hohenhameln

Zum traditionellen Arbeitsgespräch mit den Ortslandwirten aus den zwölf Gemarkungen der Gemeinde Hohenhameln hatte Bürgermeister Lutz Erwig am 11. März eingeladen.

Zu diesem Gespräch konnte er auch den Vorsitzenden des Landvolkverbandes Peine, Carl Lauenstein, Gemeindelandwirt Friedrich Klöpper sowie den Vorsitzenden des Ausschusses für Bauwesen-, Natur- und Umweltschutz Cord Lauenstein begrüßen.
Neben allgemeinen Sachthemen wurde unter anderem über Grünpflegemaßnahmen in den Gemarkungen sowie die Unterstützung des gemeindlichen Bauhofs durch die Landwirte im Winterdienst gesprochen.
Schwerpunktthema war jedoch die Vorstellung der geplanten Bio-Erdgasanlage durch die Firma Schmack Biogas GmbH, die im Industriegebiet "Ackerköpfe"“ in Mehrum erstellt werden soll. Hierbei handelt es sich um ein Konzept, nachdem es möglich ist, aus nachwachsenden Rohstoffen der Region Gas zu erzeugen und über die vorhandenen Leitungsnetze den Verbrauchern zur Verfügung zu stellen.

Großansicht

Quelle: Gemeinde Hohenhameln


 

Das Weizenprojekt

 

Im Jahr 2009/10 findet in der Johannes-Selenka-Schule von der Berufsfachschulklasse aus dem Bereich Agrarwirtschaft ein Weizenprojekt statt. Hierbei geht es um die Beobachtung der Weizenpflanzen von der Aussaat bis zur Ernte. Jeder Schüler/in sucht sich entweder auf dem elterlichen Betrieb oder dem Fachpraxisbetrieb einen Weizenschlag aus.

Auf diesem Schlag stecken sie ein Quadratmeter Weizen ab, den sie dann das ganze Jahr über betreuen und bonitieren. Hier sollen die Schüler die gesamten Daten, die vom Bestellen bis zur Ernte anfallen, sammeln und aufschreiben.

Die Daten werden jeden Monat in der Schule in eine Exceltabelle eingetragen und durch eine Power Point Präsentation  mit Bilder unterstützt.

Mit diesem Projekt lernen die Schüler/innen, welche Arbeitsschritte notwendig sind und wann die Arbeitsschritte erledigt werden. Sie erlernen, in welchen  Entwicklungsstadien sich der Weizen befindet und wann Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen stattfinden.

 

 

Getreideprojekt der Johannes-Selenka- Schule/ Agrarwirtschaft Braunschweig

 

 

Schüler: Marcel Schnute
Betrieb: Walter Traube
Ort: Bleckenstedt
Anbaujahr: 2009/10
Schlagname: Vor der Bahn
Schlaggröße: 4,70 Ha
Sorte: Aasano A Weizen
Aussaatdatum: 26.10.09
TKG: 56,5
Körner/m² 265
Vorfrucht: Zuckerrüben
Vorvorfrucht: Winterweizen



 

Delegierten des Bauernverbandes Braunschweiger Land bei

Strube Saatzucht zu Gast

 

Auf Einladung von Strube Saatzucht fand die diesjährige Delegiertenversammlung des Bauernverbandes Braunschweiger Land  in Söllingen statt. Trotz starker winterlicher Verkehrsbehinderung waren fast alle Delegierten zur Versammlung erschienen.

 

 Firmenchef  Dr. Strube und  sein Mitarbeiter Herr Gockel stellten die Saatzuchtfirma und die geschäftlichen Verbindungen vor. Während der anschließenden Besichtigung zeigten sich die Landvolkmitglieder besonders von der hohen Professionalität der Saatgutaufbereitung und -kontrolle beeindruckt. In den intensiven Diskussionen von Gentechnik in der Pflanzenzüchtung bis hin zum Einsatz von Zuckerrüben in Biogasanlagen gaben die Firmenmitarbeiter während des Rundganges  umfassend Auskunft.

 

Im offiziellen Teil der Versammlung  wurde der Haushalt 2010 verabschiedet und die Fusion mit dem Landvolkkreisverband Peine intensiv erörtert sowie    die zu einer reibungslosen Fusion notwendigen Satzungsänderungen beim Bauernverband einstimmig beschlossen.

 

 In seinem Statement zur Lage des Verbandes führte der Vorsitzende Jürgen Hirschfeld unter anderem aus, dass die Verwaltungsaufgaben in den Kreisverbänden weiter reduziert und die inhaltliche Arbeit einschließlich der Betreuung der Mitglieder verstärkt werden müsse.

 

Der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje, ging auf die Neustrukturierung der Aus- und Weiterbildung für die Landwirtinnen und Landwirte bei der Landwirtschaftskammer ein. Ziel der Neuorganisation der Bildungsarbeit ist es, weiterhin die höchste Qualität zu verantwortbaren Gebühren anzubieten. Nur gut ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte können im Wettbewerb bestehen. Die Landwirtschaftskammer wird hier ihren Beitrag leisten. Das enge Finanzkorsett zwingt die Landwirtschaftskammer auch bei den Versuchsfeldern neue Wege zu gehen. Die Durchführung von Feldversuchen wird unter sowohl unter Berücksichtigung der Naturräume als auch unter Kostengesichtspunkten neu gestaltet. Die Zusammenarbeit mit weiteren Beratungsorganisationen über Niedersachsen hinaus wird auch für die Zukunft das Versuchswesen in unserer Region sichern.

 

In seinem Geschäftsbericht ging der Hauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann auf die Beratung der Landwirte durch die Geschäftsstelle ein. Wichtig waren für den Bauernverband im vergangenen Jahr unter anderem die Aktivitäten beim Entdeckertag in der Braunschweiger Innenstadt, der in Zusammenarbeit mit den hiesigen Landfrauenverbänden durchgeführt wurde, oder der Tag der offenen Tür im Grünen Zentrum. Nur durch die Zusammenarbeit vieler landwirtschaftlicher Organisationen sind diese Aufgaben zu bewältigen. Für die aktive Teilnahme an der DBV-„Dieseldemo“ im Mai in Berlin bedankte sich Herr Ilsemann noch einmal bei den Delegierten.

 

In seinem agrarpolitischen Beitrag stellte Jürgen Hirschfeld insbesondere die in 2009 erreichte Wiedereinführung der ungedeckelten Dieselölrückvergütung heraus. Das Ziel der Wettbewerbsgleichheit innerhalb Europa sei hier jedoch noch nicht erreicht und der Verband kämpft weiterhin für die Senkung des Steuersatzes auf ein europaeinheitliches Niveau.   

 

Die im Konjunkturpaket II für die Landwirtschaft erstrittenen Leistungen (Entlastung bei der Berufsgenossenschaft sowie Zuschüsse für Grünlandflächen und Milchkühe) kommen den Betrieben der  Region direkt zugute. Das auf EU-Ebene verabschiedete Pflanzenschutzgesetz bedeutet weitere Einschränkungen für die Landwirtschaft. Dennoch ist es dem Berufsstand gelungen, praxisnahe Umsetzungen zu erreichen.

 

Bei den Modulationsprogrammen ist Minister Ehlen nicht den Forderungen aus den Ackerbauregionen gefolgt. Es gelingt den Ackerbauern nur unzureichend, die als Modulationsanteil abgezogenen Fördermittel über zusätzliche Programme zurückzuerhalten. Hier muss nachgebessert werden.

 

In naher Zukunft werden Asse und Schacht Konrad ein Schwerpunkt in der regionalen und die EU-Agrarpolitik nach 2013 ein Schwerpunkt in der überregionalen Arbeit des Bauernverbandes Braunschweiger Land sein.

 

Fotos: Firma Strube 

Teilnehmer der Delegiertenversammlung mit Herrn Dr. Strube

Blick ins Eingangslager

Blick in die CT Anlage mit Herrn Marc Neuhoff (links)

Vors. Jürgen Hirschfeld dankt Herrn Dr. Friedrich Strube für die Informationen über den Saatzuchtbetrieb

 

 

 

Landwirtschaft  -  in der Vielfalt liegt die Zukunft

 

Die in den vergangenen Monaten intensive Diskussion über die Produktionsformen landwirtschaftlicher Betriebe und der Verbrauchernachfrage veranlasst den Vorstand des Bauernverbandes Braunschweiger Land noch einmal zusammenfassend Stellung zu nehmen. Die landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen produzieren nachhaltig Lebens- und Futtermittel, die Land- und Forstwirtschaft erzeugt regenerative Energien.  Wir Landwirte sind eingebunden in einen weltweiten Warenaustausch.  Die landwirtschaftlichen Unternehmer ernten Feldfrüchte, melken Kühe und mästen Tiere für ihre Kunden, egal ob Bio-Ware für den Hofladen und die Supermarktkette, oder Weizen und Schweine für Mühlen und Schlachthöfe. Der Verbraucher formuliert die Qualitätsanforderungen, unabhängig davon ob es die 5000 t – Partie Weizen für die Mühle oder die Mettwurst im Hofladen ist.  Der Staat überwacht alle Erzeugungs- und Verarbeitungsprozesse engmaschig.

Die Nachfrage der Verbraucher ist vielschichtig. Der eine möchte im Hofladen auf dem Lande eine von ihm definierte Qualität gut bezahlen, der andere will im Supermarkt um die Ecke sichere Lebensmittel günstig einkaufen. Wir deutschen Bauern wollen auch in Zukunft alle Marktsegmente, alle Nachfragen unserer Verbraucher bedienen. Die deutschen und europäischen Gesetze geben uns den Spielraum, unsere Betriebe vielschichtig weiter zu entwickeln. Nicht die Produktion, sondern die Nachfrage entscheidet über die Form der Erzeugung. Wir deutschen Landwirte wollen auch in Zukunft unsere Verbraucher selbst mit gesunden nachhaltig erzeugten Lebensmitteln  versorgen. 

 

 


 

Nachhaltigkeitsverordnung  --  neues Bürokratiemonster unterwegs

 

Die vom Bundesgesetzgeber verabschiedete Nachhaltigkeitsverordnung war Thema des Fachseminars der UFOP am

20. u. 21. Januar 2010 in Berlin.

Die gesamte Produktionskette vom Landwirt bis zum Mineralölhersteller ist von der Nachhaltigkeitsverordnung betroffen. Die hohe Aufzeichnungs- und Kontrolldichte belastet alle Verarbeitungsstufen mit zusätzlichen administrativen Aufgaben. Die deutschen Landwirte produzieren nach Fachrecht und Cross Compliance hochwertige Futter- und Lebensmittel. Nirgends in der Welt sind Kontrolldichte und Dokumentation so hoch. Sonntagsreden über Bürokratieabbau sind das eine, der Alltag das andere.

Die neue Verordnung muss ab 01.07.2010 umgesetzt werden. Es verbleiben der deutschen Landwirtschaft und der verarbeitenden Industrie nur noch wenige Monate, um die Vorgaben praxistauglich umzusetzen. In den nächsten Wochen wird zwischen Berufsverband und den Vermarktern in intensiven Gesprächen das administrative Regelwerk besprochen. Zur Ernte 2010 müssen die Landwirte eine Erklärung zur nachhaltigen Erzeugung abgeben. Rechtliche Fragestellungen sowie die Formulierungstexte müssen bis dahin vom Berufsverband überprüft sein. Der Landvolkverband wird seine Mitglieder rechtzeitig vor der Ernte 2010 über alles Notwendige unterrichten.

 

 

Landvolk-Gemeindeverbandsversammlungen im Landkreis Goslar

 

Auf den im Landkreis Goslar stattgefundenen  Gemeindeverbandsversammlungen stellte LV-Geschäftsführer Kurt Hübner neue rechtliche Entwicklungen und steuerliche Veränderungen für landwirtschaftliche Betriebe vor. Das sich verschärfende Umwelt- und Naturschutzrecht sowie die Gewässerrahmenrichtlinie und der Hochwasserschutz haben Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe. Auch das neue Erosionsschutzkataster greift in die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen ein. In der sich an den Vortrag anschließenden Diskussion machten die Landvolkmitglieder deutlich, dass die EU-Ausgleichszahlungen zwingend notwendig sind, um die durch die Auflagen vorhandenen wirtschaftlichen Nachteile auszugleichen.

 

Der Vorsitzende Jürgen Hirschfeld stellte in seinem Vortrag fest, dass es dem Bauernverband zwar gelungen ist, die Wettbewerbsnachteile bei der Dieselbesteuerung gegenüber den Hauptwettbewerben (insbesondere Frankreich) zu verringern, jedoch das Ziel einer Wettbewerbsgleichheit noch nicht erreicht wurde. In 2009 sind vom Landvolkverband eine Vorruhestandsregelung für Landwirte und eine Risikoausgleichsrücklage gefordert worden. Bei stark schwankenden Märkten und nicht vorhandenen staatlichen Ausgleichsmechanismen muss der landwirtschaftliche Betrieb über eine Risikoausgleichsrücklage selbst vorsorgen können. Der Landvolkverband hält es für zwingend erforderlich, den landwirtschaftlichen Betrieben das Einrichten einer steuerneutralen Risikoausgleichsrücklage zu ermöglichen. Bei der EU-Agrarpolitik machte Jürgen Hirschfeld noch einmal deutlich, dass die Flächenausgleichszahlungen, wie in der Diskussion schon angesprochen, für die landwirtschaftlichen Betriebe auch nach 2013 zwingend erforderlich sind. Auch die Landwirte auf den Ackerbaustandorten beschäftigen sich mit einer weiteren Diversifizierung ihrer Betriebe. Es wird auch wieder Schweinemast- und Hähnchenmastställe in Ackerbauregionen geben.

 

Die Landwirtschaftskammer stellte die neuen NAU-Programme vor und ging auf die Betriebsergebnisse der Testbetriebe ein. In Seesen machte Herr Steffen Weinhausen auf die ergänzende Auslegung von Planunterlagen zum Ausbau der A7 aufmerksam. Die Landwirtschaftskammer wird in den nächsten Wochen ihre Stellungnahme zu den Veränderungen abgeben. Auch die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe sind aufgefordert, sich mit den Veränderungen in der Neuauslegung zu beschäftigen und ggfs. eine Stellungnahme abzugeben.

 

In den Gemeindeverbänden Lutter und Langelsheim spielte der Ausbau der B 82 in der Diskussion eine größere Rolle. Da die Straßenbauverwaltung eine Fortführung des landwirtschaftlichen Verkehrs auf der B 82 von Hahausen bis Langelsheim in der Zukunft verhindern will, fordert die Landwirtschaft eine parallel geführte Straße von der B 248 bis zur Abfahrt MSW für den langsam fließenden Verkehr. Weil die ehemalige Landesstraße zur Bundesstraße umfunktioniert und die ehemalige B 82 eine Forststraße geworden ist, muss die neue Straße in Landesträgerschaft übernommen werden. Eine Querung der noch auszubauenden B 82 über Brückenbauwerk oder Ampelanlage muss sichergestellt werden.

 

In der Schlussdiskussion wurde insbesondere in den Gemeindeverbänden Liebenburg und Vienenburg die Ableitung des Oberflächenwassers aus den bebauten Ortslagen in die Feldmark angesprochen. Die Gemeinden beteiligen sich nicht mehr in jedem Falle an der notwendigen Unterhaltung der Gräben, die das gesammelte Wasser in die Bäche leiten. Auch die Bepflanzung der Bachläufe bereitet den Feldmarkinteressentschaften bei der Gewässerpflege immer mehr Probleme. Da diese Fragen aktuell von hoher Wichtigkeit sind, werden sich die Feldmarkinteressentschaften möglichst noch im Februar zur Erörterung dieser Themen treffen.

 

Hähnchenmast

Auf Einladung des Kreisverbandes von Bündnis 90/Grünen fand am 12.01.2010 eine Informationsveranstaltung zum Thema Hähnchenmast statt. Das Podium auf der sehr gut besuchten Veranstaltung bestritten Christian Meyer (MdL; Die Grünen), Martin Köhler (BUND), Eckhard Niemann (AbL) und Wilfried Henties (Landvolk). Die Moderation erfolgte durch Jürgen Streichert, Mitglied des Kreistags. Herr Meyer hob besonders auf die Gestaltungsmöglichkeiten der Landespolitik beim Baurecht, Tierschutz und der Beteiligung der Öffentlichkeit ab. Herr Niemann betonte die in seinen Augen sehr zweifelhafte Wirtschaftlichkeit einer Investition in Hähnchenmast, die Gefahr von Investitionen aus der Veredelungsregion und die Abhängigkeit von den Integrationen.

Herr Köhler berichtete von seinen Erfahrungen in der Bürgerinitiative gegen einen Schweinestall im Landkreis Hildesheim. Herr Henties stellte die maßgeblichen Entwicklungen in der Landwirtschaft und im Verbraucherverhalten dar und dass für einige Landwirte die Hähnchenmast als neues Standbein geeignet ist. Des Weiteren wies er darauf hin, dass die Landwirte sich innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen bewegen und somit auch wie jeder Bürger in Deutschland das Recht hätten, unternehmerische Entscheidungen umzusetzen.

 

 

2009

Landwirte und Demonstranten standen sich friedlich gegenüber    -

Die Situation eskalierte nicht

BURGDORF.   Fast schon ein ganzes Jahr lang halten die Auseinandersetzungen in verschiedenen Formen zwischen vier Landwirten und des „Arbeitskreises (Bürgerinitiative) gegen Massentierhaltungen“ in der Gemeinde Burgdorf, Landkreis Wolfenbüttel, an. Die Hofeigentümer aus den Ortsteilen Berel, Burgdorf und Nordassel beabsichtigen wegen der Einkommensausfälle im Ackerbau als neuen Betriebszweig außerhalb der Dorflage moderne Mastplätze für ca. 80.000 Hähnchen zu bauen. Der Bauantrag wurde vor Wochen gestellt.

Die Mitglieder der BI befürchten Einschnitte ihrer Lebensqualität in der von ihnen bevorzugten, dörflichen Wohnlage. Am 29. Dezember trat die BI mit geschätzt 60 bis 80 Mitgliedern in drei Dörfern Berel, Nordassel und Burgdorf  zu einer abendlichen Demonstration an, die sie „Mahnwachen“ nannten. Mitgebrachte Fackeln schützten nur wenig gegen die winterliche Kälte, erhellten jedoch die mitgebrachten Transparente. 

„Wir wehren uns gegen diese Art der Hühnerhaltung" stand auf einem und „Werteverlust bringt Frust“ auf einem anderen Transparent. Es geht ihnen um den Tierschutz und die vermutete Umweltbelastung durch die neuen Ställe. "Die Aktion hat gezeigt, dass wir auch bei Frost zusammen stehen", sagte BI-Sprecher Heiko Süß.

Die Landwirte formierten sich zum Schutz ihrer Hofstellen und bildeten mit rund 85 Traktoren eine Abschirmung. So waren nicht nur die Berufskollegen aus den drei Dörfern in denen die „Mahnwachen“ nach einander stattfanden vor Ort, sondern es kamen auch Betriebsleiter aus der näheren und sogar aus der weiteren Umgebung hinzu. So sind rund 180 Landwirte anwesend gewesen und gaben durch ihre Teilnahme die Botschaft des Zusammenhalts. Organisatorische Unterstützung gab es vom Landvolkbezirksverband Braunschweig.

Der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Schwetje aus Cramme verurteilte, trotz von den Landwirten angebotenen Informationen, den bereits seit langem auf die Unternehmer und deren Familien ausgeübten psychologisch ausgeübten Druck. „Wir Landwirte sind Erzeuger von hochwertigen Lebensmitteln für die Bürger und ärgern uns, wie einige, wenn auch wenige, Menschen gegen unsere Berufskollegen persönlich vorgehen“, stellte er mit Abscheu am Rande der Zusammenkunft fest. Und weiter: „Mahnwachen vor unseren Höfen, das sind hochgradig schlimme Aktionen, die zu einem normalen Dorfleben nicht gehören.“ Sein Dank galt allen Bäuerinnen und Bauern für die gezeigte Solidarität.

Quelle: Werner Gantz

 

 

Gut besuchter Getreidetag in Königslutter

 

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Carl Lauenstein konnte in einem gut gefüllten Saal neben den Teilnehmern und den Referenten auch den Vizepräsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje, sowie den Vizepräsidenten des Landvolkes, Helmut Meyer, zum 15. Getreidetag in Königslutter begrüßen.  In seinen einleitenden Worten ging er auch auf die intensive Zusammenarbeit mit den Landfrauen ein und begrüßte Frau Susanne Steinert-Bode. Landhandel und Mühlen waren wie auch in der Vergangenheit wieder mit namhaften Vertretern anwesend.

 

Als erster Redner machte der Hauptgeschäftsführer des Landvolk-Landesverbandes Jörn-Johann Dwehus in einem engagierten Referat die Positionen des Berufsverbandes zur zukünftigen Entwicklung der Agrarpolitik sowie auch die Erfolge der vergangenen Jahre deutlich.

 

Die eindrucksvolle Großdemonstration von Landwirten aus der gesamten Bundesrepublik  im Mai 2009 in Berlin hat bei der Politik ein Umdenken beim Agrardiesel herbeigeführt. Dennoch macht Dwehus deutlich, dass selbst die dauerhafte Steuerrückvergütung, wie im Koalitionsvertrag beschlossen, nur ein Teilerfolg ist. Besonders die Ackerbaubetriebe leiden unter den unterschiedlichen nationalen Rahmenbedingungen. Daher kann das Ziel nur eine europaweit einheitliche Lösung sein. Das heißt Nichtveranlagung von Mineralölsteuer beim Kauf von Agrardiesel.

 

Die auf Druck des Bauernverbandes erreichten Änderungen im landwirtschaftlichen Steuerrecht, insbesondere die Erbschaftssteuerregelungen, machen sich entlastend auf den landwirtschaftlichen Betrieben bemerkbar. Die Forderung nach einer Risikoausgleichsrücklage ist noch nicht erfüllt. Hier muss der Berufsverband am Ball bleiben. Stark schwankende Märkte erfordern neben staatlichen Maßnahmen auch Eigenvorsorge.

 

Beim Umwelt- und Naturschutz darf es nicht wieder deutsche Alleingänge geben, so der Hauptgeschäftsführer.  Egal ob bei den Wind- oder Wassererrosionsgebieten sowie der Biomassenachhaltigkeitsverordnung ist die bürokratische Umsetzung europäischen Rechts inakzeptabel. In einer Welt, in der Fläche immer mehr zum knappen Gut wird, sind  Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in Fläche unverantwortlich. Der Ausgleich in Geld darf nicht nur politisch erklärt sondern muss praktisch umgesetzt werden. Die Geduld der Landwirte ist in diesem Bereich am Ende, so Dwehus.

 

Beim Blick zur EU-Agrarpolitik nach 2013 machte der Hauptgeschäftsführer deutlich, dass es keine Alternative zur Förderung der deutschen Landwirtschaft aus den Direktzahlungen der 1. Säule gibt. Bei der Flächenausgleichszahlung innerhalb der EU der 27 müssen auch in Zukunft die regionalen Unterschiede bei Kaufkraft, Löhnen, Sozialstandards usw. Berücksichtigung finden.

 

Jörn Dwehus machte deutlich, dass der Bauernverband keine Preise aushandelt, sondern durch seine politische Arbeit die Rahmenbedingungen der landwirtschaftlichen Betriebe verbessert.  Steuer- und Umweltgesetze sowie die EU-Agrarpolitik haben großen Einfluss auf das Einkommen des Agrarsektors. Eine intensive Diskussion auf allen Ebenen in einem demokratisch aufgebauten Mitgliederverband sichert die Mitbestimmung seiner Mitglieder.

 

In dem zweiten Referat ging der bekannte Marktanalytiker Dr. Reimer Mohr auf die Getreide- und Ölsaatenmärkte ein. Zwei große Ernten und rückläufiger Verbrauch bei Weizen haben die Bestände leicht ansteigen lassen. Für die nächsten Jahre sieht Dr. Mohr leicht ansteigende Getreidepreise als realistisch an. Der Verbrauch von Weizen wird leicht, der Verbrauch von Grobgetreide etwas stärker ansteigen. Weltweit wird mehr Fleisch gegessen und dadurch auch mehr Getreide benötigt. Getreidepreise bilden sich international und entgegen weitläufiger Meinung hat laut Dr. Mohr der Euro/Dollar-Kurs  nur geringen Einfluss auf den europäischen Marktpreis. Die Getreideerträge der Ukraine und Russlands werden in der Zukunft noch mehr als in der Vergangenheit die Erntepreise in Europa beeinflussen. Die direkte Abhängigkeit des Getreidepreises vom Ölpreis sieht der Referent nur bei einem sehr hohen Preisniveau.

 

Beim Raps erwartet Dr. Mohr auch für das nächste Jahrzehnt in Europa eine Nachfrage die über der Erzeugung liegt. Hier ist die Beziehung zum Rohölpreis enger. Getreide- und Rapspreise wie in 2007/2008 werden trotz steigender Nachfrage Ausreißer sein.  Ein Niveau über den heutigen Preisen ist aber realistisch.

 

Dr. Mohr wies in seinem Vortrag noch einmal deutlich darauf hin, dass die Bio-Energie schon heute deutlich zur Marktentlastung beiträgt. Dies ist umso wichtiger, je mehr sich die Europäische Union von marktregulierenden Maßnahmen verabschiedet.

 

Beide Vorträge wurden intensiv diskutiert, Anregungen zur Verbandsarbeit gegeben und die Nachfragen zum Markt vertieft. Einig waren sich alle Anwesenden in ihrer massiven Kritik an der Preispolitik der Kali & Salz AG.

 

Der Bezirksvorsitzende Jürgen Hirschfeld fasste in seinem Schlusswort die Vorträge noch einmal kurz zusammen. Er machte noch einmal deutlich, dass das Bundeskartellamt bei der Fusion von Zuckerfabriken und Molkereien einschreitet aber bei dem Marktverhalten von  Kali & Salz keine Bedenken hat. Für Jürgen Hirschfeld sind die Ausgleichszahlungen der EU ein unverzichtbarer Teil des Marktpreises. Zur politischen Bedeutung der Landwirtschaft sagte er wörtlich: „Wir Bauern sind kein  Kostenfaktor sondern die Problemlöser für die großen Fragen unserer Zeit, egal ob Klima oder Bio-Energie, ausreichend gesunde Nahrungsmittel oder erholsame Kulturlandschaften. Wir sind das wirtschaftliche Rückgrad des ländlichen Raumes.“ 

 

Zum Schluss machte Jürgen Hirschfeld noch einmal deutlich, dass Bio-Energie und EEG ein wichtiger Baustein für die Preissicherung der pflanzlichen Produktion sind.

 

 

Hähnchenmast

Am 07. Dezember veranstaltete das Kuratorium für Wirtschaftsberatung in Peine mit Unterstützung der Kreissparkasse Peine eine Agrarfinanztagung zum Thema "Hähnchenmast". Vor gut 70 Teilnehmern berichtete Reiner Wendt von seinen Erfahrungen als praktischer Hähnchenerzeuger. Im Anschluss stellte Henning Pieper, Spezialberater der LWK Niedersachsen, den Markt für Frischgeflügel und die Wirtschaftlichkeit dieses Produktionszweiges dar. Am Ende gab Olaf Oertzen, Nord/LB, einen Einblick in die Bewertungskriterien eines Agrarfinanzierers bei der Kreditvergabe, besonders im Hinblick auf die aktuelle Krise am Finanzmarkt. Nach den Vorträgen wurde im Foyer des S-Points noch lange lebhaft zum Thema diskutiert.

 

Überprüfung der Stromkosten

Am 18. November 2009 fand die Gesellschafterversammlung der Landvolkbetriebsmittel GmbH (LVD) in Hünzingen statt. Als neues Geschäftsfeld für die Mitglieder im Landvolkverband wurde die Überprüfung der Stromkosten in größeren Betrieben vorgestellt. Besonders in Betrieben mit einer Leistungsmessung und/oder über 25.000 kWh Jahresverbrauch konnten wirtschaftlich interessante Einsparungen ermittelt werden. Es wurden bereits etliche Betriebe erfolgreich von der LVD umgestellt. Gegen eine geringe Gebühr führt die LVD einen Strompreisvergleich durch. Wer als Landvolkmitglied weitere Information und Beratung benötigt, wendet sich bitte an seine Geschäftsstelle, Tel. 0531/2877010.
 

Stand des Bauernverbandes auf der Agritechnica in Hannover

 

Volker Meier, Carl Lauenstein, Lehrer Stoewenau und Jürgen Hirschfeld

diskutierten die aktuellen agrarpolischen Themen

 

Volker Meier und Klaus Röhr, Agrarschulleiter Gifhorn

 

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 29. Oktober 2009

Das folgende Schreiben hat uns der Obermeister der Bäckerinnung Wolfenbüttel, Herr Carsten Richter, als Reaktion auf den oben angeführten Artikel vom 29. Oktober 2009 zugesandt.

Wir hatten lediglich deutlich machen wollen, dass wir nicht bereit sind, bei evtl. zukünftigen Preissteigerungen für Backerzeugnisse die Rolle des Prügelknaben zu übernehmen.

Durch Länge und Ausführlichkeit der Antwort wird deutlich, dass unsere Argumentation wohl doch "gesessen" hat.

Weiterhin wird schriftlich dargelegt, dass der Getreidepreis entgegen den Aussagen in 2007 keinen nennenswerten Einfluss auf den Brötchenpreis hat.

 

 

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 27.10.2009

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 03.11.2009


Quelle: Landvolk-Info-Brief Nr. 069-2009 vom 25.10.2009

 

Landwirtschaftlicher Entdeckertag am 30. September 2009

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 01. Oktober 2009


Heinz Korthe beleuchtete die Agrarpolitik für Niedersachsen

HELMSTEDT.   Dem Vizepräsidenten des Landvolks Niedersachsen Heinz Korthe wurde zur Agrarpolitik in Niedersachsen die Frage gestellt: Wo geht die Reise hin? Eine beachtliche Anzahl Mitglieder des „Kuratorium für Wirtschaftsberatung im Landkreis Helmstedt“ fanden sich zum Agrarpolitischen Abend im Haus des Grünen Zentrums an der Industriestraße ein.

Zum Kuratorium gehören neben dem Landvolkverband die Landfrauen, die landwirtschaftliche Buchstelle, die Rinder- und Milchviehhalter, die Landwirtschaftskammer und die Beratungs- und Maschinenringe. Vorsitzender ist Kreislandwirt Gerhard Rott, der die Begrüßung der Berufskollegen, Vorsitzende der benachbarten Verbände und des Landrates Gerhard Kilian vornahm.

Mit seiner Anwesenheit und seinem Grußwort machte der Chef der Kreisverwaltung die Verbundenheit zu diesem Berufsstand deutlich. Der Agrarbereich sei auch hier in der Region ein  stabilisierender Faktor. Jörn Schulze von der Braunschweigischen Buchführungs- und Steuerberatungsgesellschaft  stellte das Dienstleistungspaket der BBS vor.

Gespannt warteten die Teilnehmer auf die Ausführungen des Referenten, weil es in vielen landwirtschaftlichen Produktionsbereichen immer noch unzulängliche Preisgestaltungen gibt. „Der Prozess der Weiterentwicklung geht weiter“, stellte Heinz Korthe seinen Ausführungen voran und meinte damit die strukturellen Veränderungen von Betriebsgrößen. „Die Bauern haben das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft verloren. Diese resultiert vornehmlich aus den Erzeugerpreisen für Milch“, fuhr er fort. Das einzige Sicherheitsnetz sei die Intervention mit den überschüssigen Mengenaufnahmen des Staates. Erst kürzlich habe es einen ausgeglichenen Milchmarkt in der EU gegeben. Der Trend zeige also Besserung. Angebot und Nachfrage, diese kaufmännischen Faktoren werden aber zunehmend den Preis regeln.

 Zum Thema Ackerbau: Die Direktzahlungen zur Produktionssicherung seien dringend weiterhin erforderlich und der Landvolkverband setzt sich dafür ein, dass sie auch nach dem Jahr 2013 im EU-Haushalt eingeplant werden. Mit den Zuhörern wurde die Gentechnik diskutiert. Verstärkt komme doch von außen gentechnisch veränderte Ware herein und es wird befürchtet, dass mit der Zeit andere Länder uns überholen. „Deutschland verschließt sich noch sehr in dieser Sache“, gestand der Vizepräsident.

Er setzte Vertrauen in die Landwirte in Niedersachsen im Umgang mit der Lebensmittel- und Energieproduktion, war sein Schlusswort, das, wie auch seine Ausführungen, mit Beifall bedacht wurde.  

Vizepräsident Heinz Korte, Landrat Gerhard Kilian, die Kreislandwirte Gerhard Rott und Gerhard Schwetje, Geschäftsführer Volker Meier und Vorstandsmitglied Friedrich Maushake

Foto: Werner Gantz

 

Zuckerrübenernte hat begonnen

KREIS HELMSTEDT.   Früher als in den Vorjahren begann in diesem Jahr in der hiesigen Region die Zuckerrübenernte. Seit einigen Tagen sind die schweren Erntegeräte auf den Äckern zu sehen und bergen mit modernster Technik die süße Frucht. Bis etwa Mitte November sollen die Feldarbeiten laut Vorgabe der Fabrik in Wanzleben abgeschlossen sein. 

 

Kreislandwirt Gerhard Rott informierte sich in der Gemarkung Frellstedt über den derzeitigen Stand und ließ sich von den Organisatoren über die Abwicklung berichten. Eingeladen war dazu auch der CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis 52 Günter Lach. Mit dem schweren Gerät, das 400 000 Euro kostet, konnte der Gast eine Roderunde auf dem Acker mitfahren.

„Einige Felder sind schon abgeerntet und davon hat die Fabrik schwankend von 45 bis 55 Tonnen je Hektar an Rübenmenge mit einem Zuckergehalt von 18 Prozent ermittelt“, berichtete Gerhard Rott. Die Ertragsmenge sei hier nicht optimal, weil zum Teil die Niederschläge im Kreis Helmstedt im Frühjahr fehlten. Die Nordzucker AG erwartet laut den Proberodungen 63 Tonnen von einem Hektar. Der Kreislandwirt erwartet aber für die nächsten Wochen noch einen Mengenzuwachs.

„Der Zuckerrübenanbau stellt trotz der vorgenommenen Preisabsenkungen immer noch für die Landwirte eine stabile Säule dar“, berichtete er. Der Anbau von Rüben sei wegen der schon vor der Saat bekannten Erzeugerpreise berechenbar. Die diesjährige Ernte ist mit hohen Betriebsmittelkosten belastet. Die Wirtschaftskrise schlage langsam durch und hat Auswirklungen in ganz Europa.        

Der Geschäftsführer des Maschinenringes Jens Pfeil wies darauf hin, dass die Verkehrsteilnehmer in der Zeit der Rübentransporte besonders aufmerksam sein sollten. Das Einbiegen der Lastwagen in Feldwege wird oft nicht vermutet und zu spät erkannt.

„Die moderne Verladetechnik auf den Feldern sorgt dafür, dass wenig Erde transportiert wird. Die dadurch erheblich verringerte Tonnage stellt einen hohen Beitrag zum Umweltschutz dar“, fügte auch der Geschäftsführer des Landvolkverbandes Volker Meier hinzu.

 

Geschäftsführer Volker Meier, Vorstandsmitglied Friedrich Maushake, Kreislandwirt Gerhard Rott und

Maschinenringgeschäftsführer Jens Pfeil überzeugten sich vor Ort von der diesjährigen Rübenernte.

Foto: Werner Gantz

 

Schafzüchter und Justizminister Bernd Busemann in Bodenstedt

Im Rahmen des Rednereinsatzes der Landespartei besuchte Justizminister Bernd Busemann MdL, den Kreislandwirt Carl Lauenstein aus Bodenstedt. Beide verbindet als Schafzüchter ein gemeinsames, seltenes Hobby. Während Bernd Busemann eine Herde von 70 Tieren vorweisen kann, konnte Carl Lauenstein der Besuchergruppe seine Herde bestehend aus 16 Merino-Fleisch-Schafen und 2 Hunden präsentieren. Auf einer Wiese im Landschaftsschutzgebiet zwischen Klein Lafferde und Woltwiesche begutachteten die Gäste, bestehend aus Bundestagskandidatin Ewa Klamt, Mitglieder des Kreisvorstandes, Mitglieder des teAM Klamt, Ehrenvorsitzender Horst Horrmann, Geschäftsführerin des Landvolkverbandes Manuela Schneider und Landwirt Christian Wohlenberg, die Tiere.

Anschließend ging es zurück zum kleinen Imbiss und zu Gesprächen in gemütlicher Atmosphäre in das denkmalgeschützte Haus von Carl Lauenstein. Das Themenspektrum reichte dabei von der Stromtrasse Wahle-Mecklar und die damit verbundenen landwirtschaftlichen Eingriffe, über den Preisverfall bei Milch und die geringe Wirtschaftlichkeit der Schafzucht. Hier lag Hofbesitzer Carl Lauenstein insbesondere auch die neue Ohrmarken-Kennzeichnung der EU im Magen, die er mit der ehemaligen Europaabgeordneten erörterte.

Im Vorfeld der Veranstaltung teilte Justizminister Bernd Busemann Bundestagskandidatin Ewa Klamt mit, dass das Amtsgericht Peine theoretisch und praktisch nicht in Gefahr sei. Das Land hält am Standort Peine fest.

 
Carl Lauenstein im Gespräch mit Minister Busemann und weiteren Gästen.

Tag des offenen Hofes am 13. Juni 2010

    

NDR, Landfrauen und Landvolk veranstalten wieder gemeinsam den Tag des offenen Hofes landesweit. Interessierte Betriebe melden sich bitte in unserer Geschäftsstelle. Tel. 0531/28770-10

 

Quelle: Landvolk-PresseDienst v. 17.09.2009

Hilse lehnt nationale Alleingänge am Milchmarkt ab

    

Die Vorschläge von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel zum Milchmarkt bewertet Landvolkpräsident Werner Hilse nach einer ersten nüchternen Analyse als zu vage, nationale Alleingänge lehnt er weiter energisch ab. Mit einigen Überlegungen zur Restrukturierung des Milchsektors wolle die EU nun ihre Verantwortung offenbar an die Mitgliedstaaten abschieben. Das Landvolk Niedersachsen hat immer Maßnahmen im europäischen Konsens gefordert, wenn die Regeln des europäischen Binnenmarktes unverändert in Kraft bleiben sollten. Zu einer durchgreifenden und positiven Trendwende am Milchmarkt können nach Einschätzung des Landvolkes nur europaweite Lösungen beitragen. „Wenn Deutschland den nationalen Alleingang bei Milch beschließen sollte, den die Kommissarin jetzt offenbar ermöglichen will, dann wäre das eine klare Entscheidung gegen die deutsche Milchwirtschaft und eine bewusste Entscheidung zur Aufgabe von Marktanteilen und zu Lasten einer nachhaltigen deutschen Milchproduktion“, sagt Hilse. Damit würden in erster Linie zukunftsorientierte Betriebe in Nord- und auch in Süddeutschland behindert. „Die Agrarminister der Bundesländer sollten einer solchen Politik bei ihrer Konferenz in Sachsen-Anhalt heute und morgen eine klare Absage erteilen“, fügt Hilse an. Die Milchbauern warteten schon lange auf weitere konsequente Maßnahmen der EU-Kommission zur Stützung des Milchmarktes. Dringend und umgehend seien Signale gefragt, die den Milchmarkt ankurbeln und der überfälligen Preisbewegung nach oben Schwung geben. Die Kommissarin dagegen bleibe in ihren Vorschlägen recht unverbindlich und habe selbst auf die langwierigen Verfahren und finanziellen Abhängigkeiten hingewiesen, die schnellen Entscheidungen entgegenstehen. Wenig konkret blieben leider auch die Ideen der Agrarkommissarin zur Verbesserung der Marktstellung von Erzeugern und Molkereien gegenüber dem Handel.

 

Abend der Region in der Gebläsehalle in Ilsede

Der Zweckverband Großraum Braunschweig hatte zum 10. September zum Abend der Region Vertreter aus Industrie und Wirtschaft sowie Kommunalpolitiker aus unserer Region eingeladen.

Der Landvolkbezirksverband Braunschweig präsentierte sich zusammen mit dem Zuckerrübenanbauerverband Niedersachsen-Mitte in der Gebläsehalle. Die Wirtschaftskraft des ländlichen Raums wurde dargestellt. Die Besucher waren sehr interessiert, sich über die Landwirtschaft zu informieren.

Frau Schneider und Herr Lauenstein im Gespräch mit Besuchern.


 

Quelle: Pressestelle Ev. - luth. Landeskirche Braunschweig vom 28.08.2009

Gespräch über „grüne Gentechnik“

Niedersächsisches Landvolk zu Gast bei der Landeskirche Braunschweig

 

Wolfenbüttel/Braunschweig. Fragen der „grünen Gentechnik“ standen im Mittelpunkt eines Treffens der Landeskirche Braunschweig mit dem Niedersächsischen Landvolk, Bezirksverband Braunschweig. Bezirksverbandsvorsitzender Jürgen Hirschfeld bat darum, die Landeskirche möge in den Verträgen mit ihren landwirtschaftlichen Pächtern keine Vorfestlegung hinsichtlich eines Verbots der „grünen Gentechnik“ vornehmen. Landesbischof Weber sagte, das Thema werde bei der nächsten Tagung der Landessynode im November beraten. Deshalb gebe es noch keine endgültige Position der Landeskirche. Er sicherte Hirschfeld jedoch zu, dass die Kammer für Umweltfragen das Anliegen des Landvolks in die Vorbereitung der Synodentagung aufnehmen werde.

 

Außerdem gaben die Vertreter des Landvolks ihrer Sorge Ausdruck, dass sinkende Erzeugerpreise häufig keine Kostendeckung mehr ermöglichen und deshalb landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz gefährdet seien. Rund 1500 von ihnen haben einen Pachtvertrag mit der Landeskirche abgeschlossen.

Gespräche zwischen Kirche und Landvolk finden in unregelmäßigen Abständen statt. Sie sollen auf Anregung von Landesbischof Weber auch auf der Ebene des Pröpstekonvents fortgeführt werden.

 

Teilnehmer des Treffens waren neben Jürgen Hirschfeld von Seiten des Landvolks der stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbands Braunschweig Gerhard Rott sowie die Vorstandsmitglieder Ulrich Löhr, Manfred Walkemeyer und Geschäftsführer Kurt Hübner. Von Seiten der Landeskirche waren neben Landesbischof Weber der Leiter des Grundstücksreferates, Landeskirchenrat Christian Fehrmann, sowie Hermann Seekamp und Dr. Daniel Scheibe, ebenfalls vom Grundstücksreferat, vertreten.

 


Quelle: auszugsweise Ernährungsdienst v. 17.07.2009

In Niedersachsen fehlt Braugerste

Landwirte in Niedersachsen haben in diesem Jahr mit 46500 (Vj. 64000) ha deutlich weniger Sommergerste als im Vorjahr angebaut. Der Anteil von Braugerste beträgt schätzungsweise 17000 bis 18000 ha.

In Niedersachsen wächst eine durchschnittliche Sommergerstenernte heran. Kurz vor Beginn der Sommergerstenernte versprechen die Bestände eine gute Qualität.

Teilnehmer der diesjährigen Braugerstenfahrt im Raum Peine.

 

Ein hoher Kornansatz und eine gute Kornausbildung lassen auf einen Ertrag von 50 dt/ha schließen, so Heinrich Edeler vom Rittergut Ankensen in Edemissen. Dieses Ergebnis läge unter dem Ertrag von 54 dt/ha im Jahr 2008. In Niedersachsen könnten 100000 t Braugerste heranwachsen. Über die Qualität von Baugerste ist Heinrich Edeler zufrieden. Zu den wichtigen Sorten zählen Braemar und Marthe.

 

Antwort des Präsidenten des Bundeskartellamtes betr. Kali + Salz

 

 
 

M U S T E R B R I E F

 

Dem Präsidenten des

Bundeskartellamtes

Herrn Dr. Bernhard Heitzer

Kaiser Friedrich Str. 16

 

53113 Bonn

 

 

Aufforderung zur kartellrechtlichen Überprüfung der K. + S. AG

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Heitzer

 

Ende Februar habe ich zusammen mit ca. 60 anderen Landwirten Ihr Haus aufgefordert, zu überprüfen, ob die Kali + Salz AG, Kassel ihre marktbeherrschende Position beim Vertrieb von Kaliumdüngern zur Durchsetzung überhöhter Preise missbraucht.

 

Leider habe ich bis heute keine Reaktion von Ihnen erhalten. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass in ihrem Hause in diesem Fall mit angezogener Handbremse gearbeitet wird. Ich fordere Sie deshalb auf, mit genau der gleichen Genauigkeit vorzugehen, mit der Sie die Fusion jeder kleinen Molkereigenossenschaft oder Zuckerfabrik begleiten.

 

Meine Berufkollegen und ich haben den Anspruch, zumindest eine Reaktion von Ihnen zu erhalten

 

Falls ich bis zum  ................. keine Reaktion von Ihnen erhalte, gehe ich davon aus, dass Sie in diesem Fall völlig untätig bleiben wollen.

 

Daher behalte ich mir vor, nach diesem Termin eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Sie zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Quelle: Deutsche Bauernkorrespondenz 06/09


Tag der offenen Tür im Grünen Zentrum am 21. Juni 2009

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 22.06.2009

Einige Mitarbeiter Standbesetzung

Quelle: Landvolk

 

Danke an alle Teilnehmer an der Demonstration in Berlin am 25. Mai 2009.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Werner Gantz

 

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 26.05.2009

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 23.05.2009

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 23.05.2009

 

Quelle: Helmstedter Sonntag vom 24.05.2009

 

Quelle: Goslarsche  Zeitung vom 07.05.2009

Bauern hoffen auf gute Ernte

Nach dem Rekordjahr  2008 blicken die Landwirte zuversichtlich nach vorn

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 29.04.2009

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 28.04.2009

 

Quelle: Helmstedter Blitz vom 08.04.2009

 

Quelle: Helmstedter Blitz vom 08.04.2009


 

Landvolk Pressedienst vom 07.04.2009

DBV fordert öffentliche Information der Landwirtschaft über Rückabwicklung der Absatzfondsbeiträge an Flaschenhalsbetriebe.

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Nichtigkeit der Finanzierungsgrundlagen des Absatzfondsgesetzes fragen sich viele Landwirte als eigentliche Beitragsbelastete, ob und wann sie mit Rückerstattungen ihrer in Abrechnungen für gelieferte landwirtschaftliche Erzeugnisse als Abzüge geleistete Beiträge rechnen können. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat nunmehr damit begonnen an die sog. Flaschenhalsbetriebe Absatzfondsbeiträge zurückzuerstatten, soweit die Abgabenbescheide widerspruchsbelastet waren bzw. durch Nichtablauf der Rechtsmittelfrist nicht bestandskräftig geworden sind. Vor diesem Hintergrund hat der DBV das BMELV in einem Schreiben an Staatssekretär Lindemann aufgefordert, die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zu veranlassen, die Unternehmen, den Umfang der Beitragsrückerstattung und die betroffenen Zeiträume in geeigneter Form für die Landwirte öffentlich bekannt zu machen.Zur Begründung führte der DBV an, dass die Landwirte in aller Regel keine Kenntnis darüber haben, ob ihr Flaschenhalsbetrieb als Vertragspartner Widerspruch eingelegt hat und wenn ja, für welchen Zeitraum. Diese Kenntnis ist jedoch Voraussetzung, dass der Landwirt seine begründeten Ansprüche auf Weitergabe der zurückgezahlten Absatzfondsbeiträge gegenüber seinem Vertragspartner geltend machen kann. Der DBV betrachtet diese öffentliche Bekanntmachung als notwendige Voraussetzung, um die rechtlichen Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes umfassend für alle Beteiligten umsetzen zu können.

 

Landvolk Pressedienst vom 07.04.2009

Handel mit illegalen Chemikalien nicht akzeptabel

Der Handel mit nicht zugelassenen Chemikalien, unter anderem Pflanzenschutzmitteln, wird vom Landvolkverband und vom Deutschen Bauernverband (DBV) auf das Schärfste abgelehnt. Sowohl der Handel und die Verwendung von verbotenen Chemikalien bringen den gesamten Agrarsektor in Misskredit. Die Landwirte in Deutschland stehen zu den strengen Vorschriften bei Zulassung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Sinne des Schutzes der Verbraucher, der Anwender und der Umwelt. Die Verbände forderten angesichts der vom Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlichten Informationen über die Ermittlungen gegen einen Chemikalienhändler in Hamburg eine umfassende Aufklärung des Falles sowie entsprechende strafrechtliche Konsequenzen. In diesem Zusammenhang verwiesen Landesbauernverband und DBV darauf, dass die auf europäischer Ebene verabschiedeten neuen Regelungen für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln genutzt werden müssten, die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Europa tatsächlich zu vereinheitlichen. Die Zulassungsbehörden aller Mitgliedstaaten seien nun gefordert, das neue Instrumentarium zu nutzen, um Unterschiede bei der Zulassung zu reduzieren. Zudem seien die Überwachungsbehörden gefordert, die Herstellung und den Handel in Europa bzw. in Deutschland mit verbotenen Chemikalien stärker zu kontrollieren.

 

Landvolk Pressedienst vom 07.04.2009

Ministerpräsident Wulff unterstützt Landvolkforderungen beim Agrardiesel

In einem Antwortschreiben des MP auf einen Brief von Präsident Hilse zur Agrardieselproblematik wird die momentan diskutierte Erstattung des Selbstbehalts auf Länderebene nicht als Ziel führend eingeschätzt. Neben Bedenken im Hinblick auf das EU-Recht und einen unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand durch parallele Antragsverfahren wären zusätzlich zu den Wettbewerbsverzerrungen auf EU-Ebene auch noch Wettbewerbsverzerrungen aufgrund unterschiedlicher Länderregelungen bei der Erstattung des Selbstbehalts zu befürchten. Darüber hinaus könne es nicht Aufgabe der Länder sein, den Landwirten Steuern zu erstatten, die der Bund als Steuermehreinnahmen verbucht. Der Bund sollte hier nicht aus seiner Verantwortung für die Mineralölsteuergesetzgebung entlassen werden. Niedersachsen wird sich daher auch weiterhin vehement für eine bundeseinheitliche Abschaffung des Selbstbehaltes und der Höchstgrenze beim Agrardiesel und für eine EU-weite Angleichung der Agrardieselsätze einsetzen.

 

 

DBV-Pressedienst vom 26.03.2009

Wettbewerbsnachteil bei Agrardiesel für deutsche Bauern muss weg

Bauernverband übergibt Resolution an Agrarministerkonferenz

 

Die deutschen Bauern fordern die Agrarministerkonferenz in Magdeburg auf, sich eindeutig für eine Absenkung des deutschen Agrardieselsteuersatzes auf das EU-Niveau auszusprechen. Als ersten Schritt müssen sie sich unbedingt gegenüber der Bundesregierung dafür einsetzen, dass der „Selbstbehalt“ (350 Euro) und der „Deckel“ (10.000 Liter) sofort und bundesweit aufgehoben werden. „Wir fordern Gleichbehandlung! Deshalb muss Schluss sein mit dem Nachteil beim Agrardiesel!“ ist die Botschaft einer Resolution, die der Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, Frank Zedler, und der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, am 27. März 2009 an die Agrarministerkonferenz übergeben haben.

 

Wie es in der Resolution heißt wirft der enorme Kostenfaktor Agrardiesel die deutschen Bauern in einer Zeit extremen Drucks bei Erzeugerpreisen im europäischen Wettbewerb zurück und drängt sie in gefährliche Liquiditätsprobleme. Deshalb seien die deutschen Bauern äußerst enttäuscht darüber, dass es im Rahmen der Konjunkturpakete bisher zu keiner gezielten Stabilisierungsmaßnahme für die Land- und Forstwirtschaft gekommen ist und der Wettbewerbsnachteil Agrardiesel weiterhin besteht. Für die deutschen Bauern gebe es eine nicht hinnehmbare Benachteiligung, die nicht mehr länger akzeptabel sei. So habe sich die Steuerlast beim Agrardiesel seit 1998 auf 40 Cent je Liter vervierfacht. Während in anderen Ländern wie Österreich oder Frankreich die Steuersätze für Agrardiesel im gleichen Zeitraum deutlich gesenkt wurden, zahlen die deutschen Landwirte den höchsten Steuersatz in Europa und haben dadurch einen Wettbewerbsnachteil von 40 bis 50 Euro pro Hektar. Es sei auch ungerecht, dass Fahrzeuge in See- und Hafenbetrieben seit 2007 in Deutschland aus Wettbewerbsgründen Heizöl statt des teuren Diesel verwenden dürfen, die deutschen Bauern dagegen im Wettbewerb weiter benachteiligt würden, betonte der DBV.

 

Landvolk-Pressedienst vom 26.03.2009

Landvolk für Weidehaltung und Ausgleichszulage

 

L P D - Zur Einkommensstützung der Landwirte in den Grünlandregionen schlägt das Landvolk Niedersachsen die Förderung der Weidehaltung in diesen Gebieten vor. Derartige Maßnahmen werden nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes vom Bundeslandwirtschaftsministerium befürwortet und in einigen anderen Bundesländern bereits umgesetzt. In Niedersachsen zeigt sich das zuständige Landwirtschaftsministerium dagegen bisher noch sehr reserviert gegenüber diesen Vorschlägen. Neue Agrarumweltprogramme, wie sie dort diskutiert werden, sieht das Landvolk eher skeptisch, da bislang weder die damit verbundenen zusätzlichen Auflagen noch die konkrete Umsetzung in der Praxis benannt wurden. Die Förderung der Weidehaltung dagegen ist als kurzfristig verfügbares Instrument direkt umsetzbar und bietet sich in Kombination mit einer Wiedereinführung der Ausgleichszulage als Angebot zur Einkommensstützung an. Ergänzend regt das Landvolk sowohl für die Verteilung der Mittel aus dem gerade beschlossenen EU-Konjunkturpaket als auch für die so genannten Modulationsmittel Programme zum Tier-, Klima- und Naturschutz sowie die Förderung investiver Maßnahmen an.

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 19.03.2009

Niedersachsens Höfe in stetigem Wachstum

Haupterwerbsbetriebe bewirtschafteten 2007 im Schnitt knapp 72 Hektar

 

L P D – Die niedersächsischen Landwirte haben ihre Betriebsfläche in den vergangenen  Jahrzehnten stetig vergrößert. Der durchschnittliche Betrieb verfügte nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes im Jahr 2007 über 52,5 Hektar (ha), 1971 waren es nach den Daten der Agrarstrukturerhebung noch 17,5 ha. Damit hat sich die durchschnittliche Flächenausstattung der Höfe in 36 Jahren verdreifacht. Dem Wachstum einzelner Höfe stand ein Rückgang bei der Gesamtzahl landwirtschaftlicher Betriebe gegenüber. 1971 ermittelte der Landesbetrieb für Statistik knapp 160.000 Bauernhöfe im Agrarland Niedersachsen, bei der jüngsten Agrarstrukturerhebung im Jahr 2007 hatte sich deren Zahl erstmals auf weniger als 50.000 reduziert, es wurden 49.917 Bauernhöfe gezählt. Und davon wiederum verfügen gut zwei Drittel über mehr als zehn ha, 7.174 Höfe sind in die Größenordnung von mehr als 100 ha vorgestoßen. Abgesehen von der Weser-Ems-Region, wo viele Landwirte in der Viehhaltung das meiste Geld verdienen, gilt die Marke von 100 ha als „Wachstumsschwelle“, das heißt nur Höfe mit dieser Flächenausstattung nehmen zahlenmäßig weiter zu.

 

Noch deutlicher wird der Wunsch der Landwirte nach mehr Fläche bei einem Blick auf die Erwerbsform. Die Wachstumsschritte der vergangenen Jahre wurden fast ausschließlich von den Haupterwerbsbetrieben realisiert, also den Landwirten, die ihr Einkommen vorrangig aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit erzielen. Ihre Durchschnittsgröße liegt heute bei 71,7 ha, für die Nebenerwerbsbetriebe dagegen weist der Landesbetrieb für Statistik weiterhin 17,2 ha im Schnitt aus. Unter den 26.839 Haupterwerbshöfen bewirtschaften immerhin 60 Prozent mehr als 50 ha, 5.705 verfügen über mehr als 100 ha. Ähnlich sind die Relationen bei den Personengesellschaften oder juristischen Personen. Die Agrarstrukturerhebung des Jahres 2007 weist für Niedersachsen 3.427 derartige Konstellationen in der Landwirtschaft aus, sie bewirtschaften im Durchschnitt 103,9 ha. 2.112 Betriebe oder 60 Prozent der Betriebe in der Rechtsform einer juristischen Person oder Personengesellschaft bewirtschaften mehr als 100 ha. Bei den Nebenerwerbsbetrieben dagegen verfügt noch nicht einmal jeder Zehnte über mehr als 100 ha, bei jedem Zweiten sind es weniger als zehn ha. Aus diesen Daten lässt sich ablesen, dass Nebenerwerbsbetriebe häufig eine Zwischenstation auf dem Weg zum Ausstieg aus der Landwirtschaft sind. In ganz Deutschland wurden 2007 rund 350.000 Höfe mit einer Flächenausstattung von mehr als zwei ha gezählt, sie bewirtschafteten im Schnitt 48,5 ha. Auf Niedersachsen entfielen davon 47.959 Höfe mit durchschnittlich 54,6 ha, damit waren die Betriebe im Durchschnitt exakt doppelt so groß wie in Bayern mit 27,3 ha.

 

Quelle: "energie pflanzen - Das Fachmagazin für nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien",

13. Jahrgang, Nr. 1/2009

 

09.02.

Landwirtschaft  -  Motor des ländlichen Raumes

 

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Landvolkkreisverbände Goslar und Wolfenbüttel haben Ulrich Löhr, Kreisvorsitzender Wolfenbüttel, und Jürgen Hirschfeld, Kreisvorsitzender Goslar, deutliche Worte zur Fortentwicklung der EU-Agrarpolitik gefunden.

Löhr wies in der Diskussion auf die Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU, insbesondere bei Steuern hin. Weiterhin bedarf die Monopolstellung der Kali + Salz AG, einem wichtigen Düngerlieferanten, der seine Preise extrem angehoben habe, einer Überprüfung durch das Kartellamt.

 

Die Landwirtschaft bleibt in den Konjunkturpaketen praktisch unberücksichtigt. Deshalb ist es nach Aussage von Jürgen Hirschfeld umso wichtiger, dass die EU-Ausgleichsleistungen dauerhaft und sicher bei den landwirtschaftlichen Betrieben ankommen. Die Landwirtschaft bekommt die Folgen der Wirtschaftskrise direkt zu spüren und nur gesunde Betriebe stärken den ländlichen Raum. Weiterhin führte Hirschfeld aus, dass die Vorharzegionen nicht bereit sind, nur den Abfall und die Belastungen der Ballungszentren aufzunehmen (Asse, Schacht Konrad, EBS-Kraftwerk Langelsheim) und nicht am wirtschaftlichen Erfolg teilzuhaben.

 

Sorgen bereitete allen Anwesenden auch der anhaltende Preiskampf der Lebensmitteldiscounter, der auf dem Rücken der Produzenten austragen wird. Dauerhaft wird es nicht möglich sein, hochqualitative Produkte zu Dumpingpreisen zu produzieren.

 

Auch die Trassenführung der geplanten Stromleitung Wahle – Mecklar, die durch unseren Raum laufen soll, war ein Gesprächsthema.

 

Referent des Abends war Dr. Wilhelm Priesmeier, der stellvertretende agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundes-tagsfraktion, der seine Perspektiven der deutschen und europäischen Agrarpolitik nach 2013 darstellte. Seiner Einschätzung nach werden die Flächenprämien nach 2013 nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Ausgleichszahlungen zur Erhaltung ländlicher Räume und Investitionsförderung zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit werden an Bedeutung gewinnen. Der landwirtschaftliche Anteil im EU-Haushalt wird weiter abnehmen und die Umverteilung innerhalb der EU zunehmen.

Nach seinem Vortrag wurden seine Thesen noch kontrovers diskutiert.

Im internen Teil wurde der geschäftsführende Vorstand turnusgemäß wiedergewählt. Jürgen Hirschfeld wurde als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Seine Stellvertreter sind Wilfried Stecher (Jerstedt) und Friedrich von Wallmoden (Alt Wallmoden).

 

 

Geschäftsführer Kurt Hübner stellte den Haushaltsabschluss 2008 und den Voranschlag 2009 vor. Beide Haushaltsjahre weisen ein ausgeglichenes Ergebnis auf.

Wilfried Stecher, Jerstedt, und Wilfried Engelhardt, Bilderlahe, wurden mit der silbernen Ehrennadel des Landvolkverbandes ausgezeichnet. Wilfried Stecher setzt sich seit Jahrzehnten  für die Landwirtschaft im Landkreis Goslar ein. Wilfried Engelhardt war über viele Jahre Vorsitzender des Maschinenringes (MR) Ambergau. Unter seiner Führung fusionierte unlängst der MR Ambergau mit dem MR Börde-Vorharz zum neuen gemeinsamen MR Ambergau-Börde-Vorharz.

Ein kleines Prsäent für den Hauptredner der Veranstaltung:

(v. l.) Gerhad Schwetje, Ulrich Löhr, Jürgen Hirschfeld, Volker Meier, Dr. Wilhelm Priesmeier

 

v. l.: Jürgen Hirschfeld, Wilfried Stecher, Wilfried Engelhardt


 

09.03.

 

Sehr geehrtes Mitglied,

 

unten angefügt finden Sie ein von Herrn Hans-Heinrich Müller (Mitglied im Versuchs- u. Beratungsring Börßum e. V.) entworfenes Schreiben an das Bundeskartellamt und die Bundeslandwirtschaftsministerin zur Preispolitik der Firma K+S AG.

 

Sollten auch Sie mit der aktuellen Situation am Kalimarkt nicht einverstanden sein, investieren Sie 2 X 0,55 € und schicken Sie die beigefügten Briefe mit Ihren eigenen Daten versehen und unterschrieben an das Kartellamt und das BMVEL.

Gern schicken wir Ihnen die Anschreiben auch noch einmal als "Original" per Email/Fax/Post.

Ihre Landvolkgeschäftsstelle

 

Braunschweiger Zeitung vom 28.02.

 

Voll besetzter Saal beim 4. Braunschweiger Bauerntag

Die Landwirte aus den Kreisen Braunschweig, Goslar, Helmstedt, Salzgitter und Wolfenbüttel zeigten durch starke Präsens Geschlossenheit gegenüber dem Ehrengast und Referenten David McAllister, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag.  

KÖNIGSLUTTER.   Zur Begrüßung, in den Pausen und zum Abschluss erklang im Saal des Avalon Hotelparks Königshof Musik vom Orchester Sonnenschein von der Kreismusikschule Helmstedt. Die Stimmung im Saal und auf dem Podium war nicht aufgeheizt, aber geprägt von massiven Forderungen über gleichlautenden Rahmenbedingungen für alle Landwirte im europäischen Raum.

                        

Landmaschinenhändler hatten beim Bauerntag vor dem Tagungshotel große Traktoren und Geräte aufgestellt. Diese Präsentation diente gleichzeitig zur Information über moderne Arbeitsmittel. Mit dabei Landvolkgeschäftsführer Volker Meier, David McAllister, von der Braunschweigischen Landesparkasse Heike Elbe, Kreislandwirt Gerhard Rott, Bankdirektor Andreas Draß und Prokurist Werner Schier vom Helmstedter Unternehmen August Fuhrmann.

 

                        

v. l.: Hauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann, stellv. Vorsitzender Gerhard Rott, der Vorsitzende des Zweckverbandes Großraum Braunschweig Helmut Kuhlmann, Carsten Hüncken, Mitglied des Vorstandes der Braunschweigischen Landessparkasse, Vorsitzender Jürgen Hirschfeld, der MdL David McAllister, von den LandFrauen im Bezirk Braunschweig Susanne Steinert-Bode und stellv. Vorsitzender Gerhard Schwetje.

 

                              

Vorsitzender Jürgen Hirschfeld (links) zeichnete verdienstvolle Landwirte mit dem Ehrenteller aus: Hartmut Leopold (Mitte), Jürgen Görg (rechts)

                                                                                                                                                                                   Text & Fotos: Werner Gantz

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 26.02.2009

Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) gegründet

Markt- und Preisberichterstattung für die Land- und Ernährungswirtschaft

   

Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte, wurde am Donnerstag (26.2.2009) die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) gegründet. AMI wird Daten, Berichte und Analysen rund um die Agrarmärkte für alle Interessierten in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft bis hin zum Handel und für öffentliche Stellen anbieten. AMI will alle Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft, die Unternehmen der vor- und nachgelagerten Bereiche, Verlage und andere Interessierte bestmöglich unterstützen. Beispielsweise soll die Berichterstattung über Betriebsmittel und Energie verstärkt werden.

 

AMI wird in den kommenden Tagen und Wochen mit allen potenziellen Kundengruppen Gespräche über den jeweiligen branchen-, produkt- bzw. unternehmensspezifischen Informationsbedarf aufnehmen. Neben der umfassenden, objektiven und neutralen Marktberichterstattung wird die neu gegründete Gesellschaft auch Marktanalysen für einzelne Unternehmen und sonstige Auftraggeber anbieten. Die künftige Struktur von AMI wird damit wesentlich davon abhängigen, welche Nachfrage an Marktdaten aus der Branche besteht bzw. welche Erlöse hier erwartet werden können.

 

Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes ist es durch das schnelle und geschlossene Handeln der Verbände in der Land- und Ernährungswirtschaft sowie durch die Übernahme von unternehmerischer Verantwortung durch die in der Land- und Ernährungswirtschaft verankerten Verlage möglich geworden, eine solche neue Gesellschaft zu gründen. Der DBV erwartet nun auch eine positive Begleitung durch die Agrarpolitik von Bund und Ländern.

 

Die Agrarmarkt Informations-GmbH wird schwerpunktmäßig in Bonn tätig sein; formaler Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Mit dem Aufbau der Gesellschaft wurde Carl von Butler als Geschäftsführer betraut. Der Gesellschafterkreis der AMI GmbH setzt sich zusammen aus Fachverlagen und Verbänden der Land- und Ernährungswirtschaft.

 

Hintergrund der Gründung von AMI ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 3. Februar 2009, die eine Fortentwicklung oder auch nur Weiterführung der Markt- und Preisberichterstattung über Absatzfondsbeiträge unmöglich gemacht hat. Damit wurden die Durchführungsgesellschaften ZMP und CMA in die Liquidation gezwungen. Darüber hinaus ist die Markt- und Preisberichterstattung nur in dem engen Rahmen des Absatzfondsgesetzes möglich gewesen und konnte so den Anforderungen der Branche nicht vollständig entsprechen.

 

 

Rückfragen der Redaktionen an:

Carl von Butler, Geschäftsführer der Agrarmarkt Informations-GmbH AMI,

Tel.: 089/55 87 32 54.
 

23.02.

Nützliche Werkstücke

 

Nicht nur um das eigene Wissen, die eigenen Kenntnisse und Fertigkeiten testen zu können sondern auch um sich mit zukünftigen Berufskollegen einmal zu messen, dient der alle zwei Jahre stattfindende bundesweit ausgetragene Berufswettkampf.

Während dieses Wettbewerbs treten Fachschüler, Auszubildende und Teilnehmer am Berufs-Grundbildungsjahr gegeneinander in einem theoretischen und einem praktischen Teil an, der für die Azubis im 1. Lehrjahr darin bestand, Nistkästen zu bauen. Die Theorie bestand aus Werkzeug-, Saatgut- sowie Futter- und Düngemittelbestimmung.

Aus dem Landkreis Wolfenbüttel traten 18 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 gegeneinander an. Der 19-jährige Auszubildende Stefan Seelecke vom Betrieb Christian Linne (Sottmar) belegte einen erfolgreichen 4. Platz.

 

Einen Teil der gefertigten Werkstücke in Form von Nistkästen wurden vom Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel e. V. ihrem eigentlichen Zweck zugeführt und dienen fortan im Landkreis Wolfenbüttel als Nisthilfe für die Aufzucht und der Brut bzw. von Jungvögeln.

In der Forstwirtschaft und im Obstbau ist die Ansiedlung mit Nistkästen von insektenvertilgenden Singvögeln eine ökologische Maßnahme, um dem Befall durch Schädlingsraupen vorzubeugen und wirksam entgegen zu arbeiten. Hierdurch kann der für die Umwelt schädliche Einsatz von Insektiziden zumindest verringert werden, erläutern Ulrich Löhr (Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes) und Volker Meier, Geschäftsführer.

 

      

v. l.: Ulrich Löhr, Johannes-Dietrich Arbogast (Bauernverband Braunschweiger Land), Landwirt Christian Linne aus Sottmar, Stefan Seelecke, Landwirt und Berufsschullehrer Dietholf Sasse, Volker Meier

 

Wolfenbütteler Schaufenster vom 22.02.

                            

 

19.02.

 

Braunschweiger Bauerntag in Königslutter

KÖNIGSLUTTER.   Das Niedersächsische Landvolk, Bauernverband Beraunschweiger Land, führt gemeinsam mit dem Niedersächsischen LandFrauenverband am 27. Februar ab 10 Uhr im Avalon Hotelpark Königshof den 4. Braunschweiger Bauerntag mit einem umfassenden Programm durch.

Als Festredner konnte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag David McAllister gewonnen werden. Sein Referatsthema: „Niedersachsen vor neuen Herausforderungen – Damit der ländliche Raum weiter Zukunft hat.“ Alle diesbezüglichen Segmente werden bei dem Bauerntag angesprochen. Die Vertreterin des Bezirks Braunschweig im Niedersächsischen LandFrauenverband Hannover, Susanne Steinert-Bode wird sich in ihrem Vortrag so vorstellen: „LandFrauen im Bezirk Braunschweig – engagiert, kompetent und kreativ.“

Auch der Vorsitzende des einladenden Bauernverbandes Jürgen Hirschfeld wird die hier in der Region starke Landwirtschaft hervorheben. Grußworte wird es vom Vorstandsmitglied der Braunschweigischen Landessparkasse, die die Ausführung des Bauerntages unterstützt, Carsten Hüncken und vom Vorsitzenden der Verbandsversammlung Zweckverband Großraum Braunschweig Helmut Kuhlmann geben.

Wie der stellvertretende Vorsitzende, Helmstedts Kreislandwirt Gerhard Rott aus Scheppau  mitteilte, soll der ländliche Raum besonders heraus gestellt werden, damit darin alle lebenden Menschen Berücksichtigung finden. Er plädiert für die Chancengleichheit aller deutschen Berufskollegen. In der EU müsse dazu die Politik die Voraussetzung mit entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. „Es gibt schon wieder aktuell ein Tal der niedrigen Erzeugerpreise“, sagte er bedauernd. Dazu gehören Milch, Fleisch und nunmehr auch wieder Getreide. Nach dem Volkwagenwerk stelle in der Region die Landwirtschaft mit den vor- und nachgelagerten Betrieben das größte Potential an Arbeitsplätzen.

Die Kreisvorsitzende der LandFrauen Ursula Deters aus Räbke teilte mit, dass sie mit ihrem Team den Saalschmuck im Königshof vornehmen werden. Öffentlichkeitsarbeit, Erwachsenbildung und Kochanleitungen in Schulen seien unter anderem Aufgaben ihrer Organisation. „Die LandFrauen zeigen immer wieder was sie zu bieten haben“, führte sie an.

 

Umrahmt wird die mehrstündige Veranstaltung von der Musikgruppe der Kreismusikschule mit Holger Lustermann. Auf dem Außengelände und im Foyer des Hotels werden sich Betriebe aus dem Agrarbereich mit Ausstellungen präsentieren. Den Saal werden die Mitglieder aus dem Verbandsgebiet der Städte Braunschweig und Salzgitter, sowie aus den Landkreisen Goslar, Helmstedt und Wolfenbüttel. Auch Nichtmitglieder des Landvolks können nach vorheriger Anmeldung teilnehmen. Telefon 05351 287700, Fax 0531 2877020.

 

Text: Werner Gantz
 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 19.02.2009

Dieselbesteuerung ist für Bauern ein Ärgernis

Landvolkpräsident Hilse sieht Wettbewerbsverzerrung im europäischen Markt

 

L P D - Eine eklatante Benachteiligung gegenüber ihren europäischen Kollegen sehen die niedersächsischen Landwirte in der Besteuerung von Agrardiesel. „Im Schnitt führen wir Bauern 40 Cent je Liter Diesel an den Finanzminister ab“, verdeutlicht Landvolkpräsident Werner Hilse den Unmut des Berufsstandes. Er verweist zudem auf europäische Nachbarländer wie Frankreich, wo der Steuersatz auf Agrardiesel gerade auf 0,66 Cent je Liter gesenkt wurde. Das Landvolk Niedersachsen hat daher jetzt eine Position zum Agrardiesel verabschiedet, in der eine deutliche Absenkung des Steuersatzes auf den „grünen Sprit“ gefordert wird.

 

Die Landwirte sind auf den Diesel als wichtiges Betriebsmittel angewiesen. Laien stechen zwar die größeren Traktoren und Maschinen ins Auge, diese zeichnen sich jedoch durch eine höhere Leistungsfähigkeit und damit einen effizienteren Arbeitseinsatz aus. Die Landwirte nutzen damit Einsparpotenziale durch technischen Fortschritt und moderne Bewirtschaftungsverfahren. Dennoch fallen die Dieselabrechnungen immer höher aus, woran die Besteuerung einen erheblichen Anteil hat. Nicht nur Ackerbauern, sondern auch tierhaltende Betriebe sehen sich durch die hohe Agrardieselbesteuerung in einem europäischen Markt gegenüber ihren Mitbewerbern in anderen EU-Staaten „ausgebremst“. In besonderem Maße trifft die Agrardieselbesteuerung die Beregnungslandwirte auf den leichten Sandstandorten im Norden und Nordosten Niedersachsens. Sie nutzen die Feldberegnung zum Ausgleich natürlicher Standortnachteile.

 

In den ländlichen Räumen Niedersachsens gilt die Landwirtschaft als ein wichtiger Impulsgeber zur Belebung der Wirtschaftskraft. Insbesondere in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation stehen landwirtschaftliche Betriebe sowie ihre Vorlieferanten und auch Kunden für Stabilität und Nachhaltigkeit. Selbst gemachte Wettbewerbshemmnisse wie der hohe Steuersatz auf Agrardiesel entbehren nach Einschätzung des Landvolkes jeglicher wirtschaftlichen Vernunft. Der in der Landarbeitsgemeinschaft Junger Landwirte zusammen geschlossene Berufsnachwuchs hat gerade Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf dem Junglandwirtetag in Uelzen um Unterstützung gebeten. Sie wird aufgefordert, ihren politischen Einfluss zu nutzen, damit die deutsche Landwirtschaft gegenüber europäischen Berufskollegen nicht weiter benachteiligt wird.

 

 

 

Blauzungen-Impfung geht in die zweite Runde

Alle Rinder, Schafe und Ziegen müssen immunisiert werden

 

L P D - Aufgrund einer Ausnahmegenehmigung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz können die 2008 entwickelten Impfstoffe gegen den Serotyp 8 der Blauzungenkrankheit nun flächendeckend eingesetzt werden. Das durch eine Mückenart übertrage Virus, das im Jahr 2007 noch zu zahlreichen Todesfällen bei Rindern, Ziegen und Schafen geführt hat, konnte im vergangenen Jahr bereits erheblich eingedämmt werden, berichtet der Landvolk-Pressedienst. In diesem Jahr muss die Impfung verpflichtend von allen Haltern in Deutschland durchgeführt werden. Auch Hobbyzüchter sind von dieser Regelung nicht ausgenommen, da eine flächendeckende Immunisierung für die volle Wirksamkeit unabdingbar ist. Sie sollten ihre Tiere auf leicht erreichbaren Weiden oder in Ställen für den Impftermin gut erreichbar halten, damit der „Pieks“ schnell verabreicht werden kann. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Impfung. Durch die warme Witterung und eine entsprechend frühe und zahlreiche Vermehrung der Mücken, die das Virus übertragen, traten die ersten Krankheitsfälle im vergangenen Jahr bereits bis zu vier Wochen früher auf als noch 2007.

 

In diesem Jahr ist genügend Impfstoff für eine frühzeitige Behandlung vorhanden. Die Impfstoffe werden über die Veterinärämter an die Hoftierärzte abgegeben und zu 50 Prozent vom Land und der Tierseuchenkasse finanziert. Schafe benötigen eine, Ziegen zur Grundimmunisierung zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen. Für im vergangenen Jahr bereits behandelte Rinder reicht in diesem Jahr eine Auffrischungsimpfung. Die Nachzucht muss ebenfalls im Abstand von drei bis vier Wochen zweimal mit Impfstoff desselben Herstellers behandelt werden. Die Impfungen sollten bis zum 31. Mai, beziehungsweise sofort bei Erreichen des Impfalters durchgeführt werden. Der vollständige Schutz durch die Impfung wird bei Rindern erst drei Wochen nach der zweiten Impfung erreicht. Die komplette Immunisierung dauert dementsprechend bis zu sieben Wochen.
 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 05.02.2009

EU-Gelder für Zukunftsinvestitionen einsetzen

Landvolkpräsident Hilse sieht drei Schwerpunkte für Modulationsmittel

 

L P D - Landvolkpräsident Werner Hilse und Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen möchten die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Landwirtschaft weiter stärken und die Agrarwirtschaft auf die zunehmenden Herausforderungen globaler Märkte vorbereiten. Dazu sollen die Finanzmittel, die nach dem Beschluss der EU-Agrarminister über Kürzungen der Direktzahlungen als zusätzliche Modulation anfallen, wieder an die Landwirtschaft zurückfließen. Die Anregungen und Vorschläge des Berufsstandes diskutierten jetzt in Hannover die Spitzen beider Häuser, Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen mit Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke für das Ministerium, und Landvolkpräsident Werner Hilse mit Hauptgeschäftsführer Jörn Johann Dwehus für das Landvolk.

 

Landvolkpräsident Hilse stellte in dem Gespräch die Einschätzung des Berufsstandes heraus, wonach die Mittelvergabe auf drei Schwerpunkte konzentriert werden sollte. Dazu zählt der Ausbau des Agrarinvestitionsförderprogramms (AFP). Die einzelbetriebliche Förderung war im vergangenen Jahr innerhalb nur eines Tages deutlich überzeichnet worden und belegt das große Interesse der knapp 50.000 landwirtschaftlichen Unternehmer an einer Weiterentwicklung und Modernisierung ihrer Betriebe. Hilse machte sich in dem Gespräch für Konditionen stark, die sich an den Bedürfnissen der landwirtschaftlichen Unternehmer orientieren. Einen weiteren Schwerpunkt für die Vergabe der aus der Modulation stammenden Mittel sieht das Landvolk in einer Grünlandprämie. Dazu könnten Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten sowie außerhalb dieser definierten Areale die Weidehaltung gefördert werden. Und schließlich möchte das Landvolk für den Ackerbau einen Akzent setzen und regt spezielle Programme an, beispielsweise zur Förderung der Mulchsaat, des Zwischenfruchtanbaus oder der Investition in neue Beregnungstechniken. Landwirtschaftsminister Ehlen machte in dem Gespräch deutlich, dass für Angebote zum Vorruhestand allein in Niedersachsen das Geld nicht ausreichen werde. Für derartige Programme müsste der Bund bei der Finanzierung mit in die Verpflichtung genommen werden.

 

 

Landwirtschaft und Ernährung erleben lernen

i.m.a, LVN und aid präsentieren Unterrichtsmedien auf der didacta in Hannover

 

L P D - Wie vermittle ich Schülern ein modernes Bild der Landwirtschaft? Viele Lehrer stehen bei dieser Aufgabe vor Problemen. Hilfestellung können sie bei der Bildungsmesse didacta vom 10. bis 14. Februar in Hannover erhalten. In Halle 14 präsentieren unter anderem i.m.a (information.medien.agrar e.V.), die Landesvereinigung Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) und der aid Infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e.V. anschauliche Materialien für den Einsatz im Unterricht. Die i.m.a präsentiert am Stand K47, dem Gemeinschaftsstand der deutschen Landwirtschaft, ihre Medien für die verschiedenen Schulstufen. Sie gibt einen umfassenden Überblick über die Vielzahl an Broschüren, Spielen, Plakaten, Foliensammlungen und Computerspielen, die über das Internet unter www.ima-agrar.de bestellt werden können. Pünktlich zur Messe steht auch der beliebte Lehrerkalender der i.m.a für das neue Schuljahr druckfrisch zur Verfügung. Außerdem beantworten Ansprechpartner zum Themenkomplex Landwirtschaft und Ernährung alle Fragen zum „Bauernhof als außerschulischer Lernort“, insbesondere zum niedersächsischen Projekt „Transparenz schaffen“.

 

Bei der Landesvereinigung Milchwirtschaft am Stand H 32 können sich Erzieher und Lehrer mit einem kühlen Glas Milch oder einem köstlichen Milchshake stärken. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die beiden Frühstücksaktionen „Gemeinsam schmausen in den Pausen“ für Kindergärten und Grundschulen sowie „wir frühstücken“ für die weiterführenden Schulen. Ein niedersachsenweites Netz von Schulmilchverteilern, bestehend aus Händlern, Molkereien und Direktvermarktern, bringt die Milch in Schulen und Kindergärten. Interessierte Lehrer und Erzieher können sich über Belieferungsmöglichkeiten in ihrer Region und über die praktische Umsetzung an ihrer Schule informieren. Bei der LVN gibt es außerdem ein kleines Geschenk: Alle Lehrer und Erzieher, die im Internet unter www.milchwirtschaft.de den Gutschein über eine Frühstücksdose ausdrucken, können diesen während der didacta am Stand der LVN eintauschen.

 

Am Stand G 02 präsentiert schließlich der aid seine zahlreichen Broschüren zum Thema Landwirtschaft und Ernährung. Gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium informiert der aid außerdem am Stand „Schule in Form“ (H 02) interessierte Erzieher und Lehrer über den erfolgreichen „aid-Ernährungsführerschein“. Die Messehallen 14 bis 17 sind für Didacta-Besucher vom 10. bis zum 14. Februar täglich in der Zeit von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

 

05.02.

 

Fit in Theorie und Praxis ? Landesberufs-wettkampf von Land- und Tierwirten am Friedrich- Loeffler-Institut in Braunschweig

 

Am 5. Februar begrüßt Florian Hackelsperger, Leiter der Versuchsstation des Friedrich- Loeffler-Instituts (FLI) in Braunschweig, 76 angehende Land- und Pferdewirte zum regionalen Berufswettkampf. Die 16 bis 25 Jährigen erwarten neben theoretischen Fragen zum Verkauf von Maschinen und Tieren auch praktische Aufgaben, in denen sie ihre Fähigkeiten zeigen können. Der Braunschweiger Bezirksverband des Landvolks Niedersachsen richtet den Wettbewerb gemeinsam mit der Johannes-Selenka-Schule (Berufsbildende Schule Braunschweig) und dem FLI aus. Die Gewinner qualifizieren sich für den Landesentscheid. Das Landvolk stiftet zudem attraktive Sachpreise und lädt zum gemeinsamen Mittagessen in die Kantine des Forschungsgeländes ein.

Was ist beim Verkauf eines Tieres zu beachten? Worauf muss man beim Kauf einer Maschine achten? Unter den wachsamen Augen von insgesamt 15 Prüfern stellen sich die Teilnehmer des Berufswettkamps ihren Aufgaben. In der Praxis müssen die angehenden Land- und Pferdewirte Werkzeuge, Getreide und Düngemittel bestimmen. Die Pferdewirte müssen zudem ihr Geschick beim Stapeln von Strohballen mit einem Traktor zeigen, die Landwirte rangieren mit Traktor und zweiachsigem Anhänger rückwärts in ein Fahrsilo. Weitere Prüfungen wie das Nothalftern eines Holzpferdes und der Zusammenbau eines Vogelhäuschens gehören ebenfalls zum Wettbewerb.

Für Auszubildende in der Land-, Tier- und Forstwirtschaft gilt der Berufswettbewerb nicht nur als Qualifikation für den Landeswettbewerb, sondern bereitet die Teilnehmer auch auf die Gehilfenprüfung vor. Der Bezirksverband des Landvolks und die Johannes-Selenka-Schule richten den Regionalentscheid alle zwei Jahre in Braunschweig aus. Er findet bereits zum zweiten Mal auf der Versuchsstation des FLI statt.

 

Bei Fragen zum Berufswettkampf steht Ihnen Florian Hackelsperger unter der Telefonnummer 0531 596-1601 gern zur Verfügung.

 

 

 

 

 

Sieger des regionalen Berufswettkampfs:

Foto von links nach rechts (stehend):  Jan-Philip Pohl (3. Platz Fachstufe 2), Manfred Walkemeyer (Prüfungskommission), Kai Clauswitz (2. Platz Fachstufe 2), Volker Meier (Geschäftsführer Landvolk Niedersachsen), Jan Ohlendorf (2. PLatz BGJ), Hans Frederik Berg (3. Platz BGJ), Manfred Stoewenau (Johannes-Selenka Schule), Florian Hackelsperger (Leiter FLI Versuchsstation).

(sitzend): Constantin Knieling (1. Platz Fachstufe 2), Miriam Matthies (1. Platz Fachstufe 1), Linda Borsum (1. Platz BGJ), Maren Hagemann (3. Platz Fachstufe 1), Jörn- Hendrik Cramm (2. Platz Fachstufe 1). 

 

Text & Foto: Florian Hackelsperger (FLI)

 

Terminhinweise:

Nach den Erstentscheiden am 5. Februar treten die jungen Landwirte aufgrund der großen Teilnehmerzahl am 19. März zu einem Gebietsentscheid an, bevor in allen Berufsgruppen am 20. und 21. April die Landessieger ermittelt werden. Vom 25. bis 29. Mai geht es dann in Nienburg um die bundesweiten Titel.


Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 30.01.2009

„Marktsicherungen nicht vollständig abbauen“

DBV-Präsident sprach auf Bauerntag in Heilbronn

   

„Gerade 2008 hat uns in schonungsloser Deutlichkeit gezeigt: In einer Marktwirtschaft lassen sich Preise nicht einfach befehlen. Die jüngsten Erfahrungen auf den Rohstoff- und Energiemärkten sind auch eine deutliche Warnung gewesen, es nicht zu überziehen.“ Dies sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf dem Bauerntag Heilbronn-Ludwigsburg am 30. Januar 2009. Die EU könne und dürfe die „Marktsicherungen“ nicht vollständig abbauen, forderte der DBV-Präsident. „Nur das kann die Lehre sein!“. Europa müsse auch dem wachsenden Bedürfnis nach Versorgungssicherheit bei Nahrungsmitteln, Energie und Rohstoffen Rechnung tragen.

 

Die Landwirte müssten auf den Weltmärkten wettbewerbsfähig sein. „Dies müssen wir dann aber auch bei unseren Kosten einfordern“, machte Sonnleitner deutlich. Er wies darauf hin, dass ein Großteil der Kosten auch dadurch entstehe, „dass wir in der Landwirtschaft wie in der gesamten Produktionskette in Deutschland ein äußerst dichtes Geflecht an Auflagen und Standards in Tier-, Natur- und Umweltschutz, im Klima- und Verbraucherschutz einhalten müssen“. Die deutschen und europäischen Landwirte dürfen aber durch diesen „Mehrwert“, den sie der Gesellschaft erbrächten, nicht schlechter gestellt werden, forderte Sonnleitner. Er erinnerte an die heftigen Auseinandersetzungen auf Brüsseler Ebene beim sogenannten Pflanzenschutzmittelpaket. Es sei sehr mühselig gewesen, den Europaparlamentariern der EU-Kommission und dem Ministerrat klarzumachen, dass Pflanzenschutzmittel Mensch und Tier vor natürlichen Giften schützen und es in Deutschland die wohl am besten kontrollierten Wirkstoffe gebe. Für Sonnleitner ist es daher nicht nachvollziehbar, wenn jetzt einige Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen betriebseigene Grenzwerte festsetzen, “wo es doch gerade darauf ankommt, mit den staatlichen Einrichtungen auf nationaler und europäischer Ebene Vertrauen in einheitliche Grenzwerte zu wecken“.

 

Nach Einschätzung Sonnleitners sind die Startbedingungen für 2009 bei Milch und bei Fleisch nicht günstig. „Damit wir aber nicht in ein tiefes Loch fallen, haben wir die EU-Kommission gedrängt, die währungsbedingten Verluste im Export durch Exporterstattungen auszugleichen“, erklärte Sonnleitner. Dies sei bei Milch gelungen, bei Fleisch werde der Berufsstand „noch am Ball bleiben“. Ziel sei es, die eindeutigen Vorteile, die „wir in Deutschland in der Milchproduktion, in der Schlachtschweinehaltung und in der Geflügelwirtschaft, aber auch im Getreide- und Rapsanbau haben, voll auszuspielen“, so der DBV-Präsident. Es müsse gelingen, die Betriebe, aber auch die Marktpartner wetterfester zu machen. Größtes Sorgenkind sei nach wie vor die Molkereiwirtschaft. „Wir haben zu wenige Betriebe, die Lidl- und Aldifest sind und gleichzeitig Exportmärkte bis nach Tokio hin bedienen können“, sagte Sonnleitner. Daher würde die Landwirtschaft die Molkereiwirtschaft zum Handeln drängen, „denn dort liegt der Schlüssel für die dauerhafte Sanierung unserer Erzeugerpreise“, erklärte Sonnleitner.
 

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 27.01.2009

Bundesregierung beschließt zweites Konjunkturpaket

DBV: gezielte Maßnahmen für Landwirtschaft notwendig

 

Das Bundeskabinett hat heute das zweite Konjunkturpaket beschlossen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßte das Gesamtpaket als mutiges und kraftvolles Programm, um der Wirtschaftskrise Herr zu werden. „Je besser es der Bundesregierung gelingt, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wieder zu stabilisieren, um so eher wird auch die Land- und Ernährungswirtschaft davon profitieren können und ihre solide Entwicklung fortsetzen“, so DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born in einer ersten Stellungnahme.

 

Zwar könne man im DBV nicht zufrieden sein damit, dass keine gezielten Fördermaßnahmen für landwirtschaftliche Unternehmen, wie etwa die Absenkung des Agrardieselsteuersatzes oder die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichrücklage, eingeführt werden. Gleichwohl werden auch die Landwirte beispielsweise von der Absenkung der Einkommensteuerbelastung oder der Krankenkassenbeiträge profitieren können. Im beschlossenen kommunalen Investitionsprogramm von Bund und Länder müsse zudem auch der Förderung und dem Ausbau der ländlichen Infrastruktur sowie der flächendeckenden Vorsorgung mit Breitbandtechnologie hohe Priorität eingeräumt werden.

 

 

Berlin, den 22.01.2009

Milchpreise jetzt stabilisieren

DBV-Milchausschuss: Schwierige Marktsituation erfordert besondere Maßnahmen

 

Die deutschen Milchbauern erleben eine sehr prekäre Situation durch die Lage auf den Märkten für Milch und Milchprodukte. Der dramatische Rückgang der Verbraucherpreise für Butter, Magermilchpulver und Käse hat auch den Erzeugerpreis deutlich unter Druck gesetzt und zu Erzeugerpreissenkungen geführt. Derzeit ist das Milchgeld unter 30 Cent gerutscht. Diese äußerst angespannte Marktlage für Milchprodukte ist vor allem durch den deutlichen Rückgang des Binnenkonsums, durch ausbleibende Impulse aus dem Export sowie durch ungünstige Währungskonstellationen zu US-Dollar und osteuropäischen Währungen gekennzeichnet. Daher begrüßte der Fachausschuss Milch des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in seiner Sitzung am 20. Januar 2009 die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen zur Stabilisierung des Milchmarktes. Die EU-Kommission reagiert damit sehr schnell auf die Forderungen des DBV, zeitweise wieder Exporterstattungen einzuführen und die Intervention über die Mengengrenzen hinaus zu öffnen.

 

Allein die Ankündigung solcher Marktentlastungsmaßnahmen durch die EU-Kommission führte umgehend zu einem Stopp des Preisverfalls und damit zu einer Stabilisierung der Märkte. Der Vorsitzende des Fachausschusses Milch, DBV-Vizepräsident Udo Folgart, forderte die Kommission auf, zusätzliche Entlastungsmaßnahmen zu ergreifen, insbesondere Maßnahmen wie die Förderung von Schulmilch oder den Einsatz von Magermilchpulver in Milchaustauschern, die den Absatz nachhaltig stimulieren würden. Um bei zukünftigen Marktschwankungen besser aufgestellt zu sein, sei aber grundsätzlich die Marktposition der deutschen Molkereien zu verbessern, betonte Folgart. Die jetzt eingeleiteten Restrukturierungsschritte in der deutschen Milchwirtschaft gingen in die richtige Richtung. Breit aufgestellte Molkereien mit der notwendigen Marktmacht könnten Mengen- und Preisschwankungen eher ausgleichen, sie bildeten starke Marktpartner sowohl im Export als auch auf dem hochkonzentrierten Binnenmarkt in Deutschland. So können in Zukunft die Märkte für Molkereiprodukte gesichert und die Erzeugerpreise stabilisiert werden.

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 22.01.2009

Junglandwirte wollen weiter denken

 

L P D - In der europäischen Agrarpolitik wird sich viel verändern. Dabei gerät der Gesundheitscheck der EU-Politik zu einer Operation am lebenden Objekt, meint die Landesarbeitsgemeinschaft Junger Landwirte in Niedersachen. Unter dem Motto „Weiter denken – Ertrag vom Markt und Stütze vom Staat“ beschäftigt sich daher der Junglandwirtetag am 16. Februar mit der künftigen Agrarpolitik der EU. Ab 10 Uhr will der Berufsnachwuchs in der Stadthalle Uelzen dabei auch den Fragen nachgehen, ob sich die deutsche Landwirtschaft überhaupt noch auf staatliche Unterstützung verlassen kann und ob der Staat in den Strukturwandel eingreifen oder ihn nur begleiten soll. Muss die Forderung „mehr Markt zu wagen“ nicht auch begleitet werden durch eine Entbürokratisierung der Agrarpolitik? Als Referenten erwartet die Landesarbeitsgemeinschaft Junger Landwirte Prof. Enno Bahrs von der Universität Hohenheim und Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sie werden die agrarpolitischen Rahmenbedingungen in Europa und die Ziele der Bundesregierung erläutern. Eröffnet wird die Veranstaltung von Heino Klintworth aus Armstorf, der seit dem vergangenen Jahr Vorsitzender der LAG ist. Anmeldungen zur Veranstaltung nimmt die Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Junger Landwirte, Warmbüchenstr. 3, 30159 Hannover, ab sofort entgegen.
 

Der Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel e. V. möchte Sie gern auf folgende Veranstaltung aufmerksam machen:

(NDR1 Radio Niedersachsen: www.ndr1niedersachsen.de/veranstaltungen)

Natürlich Niedersachsen - der Sonntag für den Naturschutz

Was der Mensch kennt, schützt er auch

Unter diesem Motto war "Natürlich Niedersachsen" in den vergangenen Jahren mit bis zu 50.000 Besucherinnen und Besuchern sehr erfolgreich. Daran will NDR 1 Niedersachsen zusammen mit der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) anknüpfen und lädt am 24. Mai 2009 wieder zum "Sonntag für den Naturschutz" ein: Natur hautnah erleben - damit die Menschen kennen lernen, womit sie verantwortungsvoll umgehen sollten.

Naturschutzorganisationen sind zum Mitmachen aufgerufen

Alle Organisationen, Institutionen und Verbände, Naturschutzgruppen, aber auch Einzelpersonen sowie die niedersächsischen Landkreise, Städte und Gemeinden sind aufgefordert, an diesem Tag eine Veranstaltungen zu planen und anzumelden.

Sie sind Naturschützer?

Sie engagieren sich in einer Naturschutz-Organisation? Dann benötigen wir Ihre Unterstützung: Laden Sie Menschen in die Natur ein, zeigen Sie Naturschutz in Niedersachsen und beteiligen Sie sich mit einer Veranstaltung am "Sonntag für den Naturschutz"! Die Veranstaltungen können das gesamte Repertoire der Naturschutzbewegung umfassen - von praktischen Aktionen in der Natur über Exkursionen und Wanderungen bis hin zu einem "Tag der offenen Tür", Vorträgen, Seminaren und Schulungen. Die Ausgestaltung bleibt den jeweiligen Veranstaltern überlassen. Organisieren Sie zum Beispiel:

  • geführte Wanderungen durch Biotope, Moor, Watt, Feld oder Wald
  • den Bau von Nistkästen
  • Vogelstimmenwanderungen oder ornithologische Exkursionen
  • Führungen durch ein Jagdrevier
  • einen Tag der offenen Tür in Ihrer Naturschutz-Einrichtung
  • Fahrradtouren
  • Besuch des Bienenlehrpfades
  • Besichtigung eines Windparks

Veranstaltungen anmelden

NDR 1 Niedersachsen sammelt alle Meldungen der teilnehmenden Veranstalter und stellt im Internet eine landesweite Übersicht zusammen. Von Januar 2009 an können Sie Ihre Veranstaltung hier online anmelden.

Außerdem wird NDR 1 Niedersachsen im Mai noch ausführlicher über Naturschutzthemen berichten und auf den Aktionstag am 24. Mai hinweisen. Mehrfach täglich sind Berichte und Reportagen geplant, zudem werden alle Veranstaltungen einmal kurz angekündigt. Bei erwarteten 300 Veranstaltungen ist eine ausführlich Berichterstattung über jede Veranstaltung jedoch leider nicht möglich.

Wir unterstützen Sie

Mit einem Internet-Portal, Eindruck-Plakaten und Pressetexten unterstützen wir Sie bei den Werbemaßnahmen und helfen Ihnen dabei, Teilnehmer für Ihre Aktion zu gewinnen und Aufmerksamkeit zu erlangen. Sie müssen jedoch unbedingt auch selbst Werbung für Ihre Veranstaltung machen und die lokale Zeitung ansprechen. Damit Ihre Veranstaltung den Besuchern in Erinnerung bleibt, können Sie jedem eine Samentüte für eine Blumenwiese schenken. Wir schicken Ihnen diese Samentüten Anfang Mai zu.

Noch Fragen?

Bei Fragen zur Aktion nutzen Sie bitte das rechts verlinkte Kontakt-Formular oder wenden Sie sich an Susanne Eilers von der NNA.

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 19.01.2009

Zukunft des Milchstandortes Deutschland

Starkes Interesse beim Milchkongress auf der Grünen Woche

   

Deutschland braucht seine Milchbauern. Angesichts der derzeitigen Schwächephase im Milchmarkt mit deutlich gesunkenen Milchpreisen für die Bauern, aber auch einer Belebung des Absatzes im Lebensmittelhandel gilt es jetzt, Milchbetriebe und Molkereien fit für die Zukunft zu machen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat deshalb so vehement für einen Milchfonds gekämpft, sagte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner auf dem Milchkongress des DBV auf der Grünen Woche. Diese Milchkonferenz fand gemeinsam mit dem Junglandwirtekongress und rund 1.000 Teilnehmern zum Thema „Die Zukunft ist weiß – als UnternehmerIn de Milchmarkt 2015+ gestalten“ statt.

 

Sonnleitner betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit den Martkpartnern im Milchmarkt. „An dieser Stelle wird die Zukunftsfähigkeit des deutschen Milchstandortes entschieden“, so der DBV-Präsident. Der Lebensmittelhandel müsse zu seiner Unterstützung für die heimischen Milchbauern und dem Milchstandort Deutschland stehen. Da 2015 die EU die Milchquote abschaffen werde, müssten sich rechtzeitig Molkereien wie Milchbauern auf eine Zeit ohne Quotenregelung und ohne staatlichen Einfluss einstellen. Die Zeit für eine Diskussion über entsprechende Konzepte sei jetzt reif.

 

Die Standortbedingungen würden jedoch erheblich verschlechtert, wenn EU-Regelungen in nationalen Gesetzen verschärft würden. Denn nationale Alleingänge im Immissions-, Umwelt- und Tierschutz würden die Wettbewerbsstellung der Milchbauern erheblich verschlechtern. Sonnleitner kritisierte massiv auch die Quotenerhöhung im Rahmen des Health Check, der Ende 2008 beschlossen wurde. „Die Erhöhung der Milchquote durch die EU-Kommission sei marktwidrig. Auch die Änderung des Korrekturfaktors als indirekte Quotenerhöhung sei angesichts sinkenden Absatzes falsch.

 

DBV-Milchbauernpräsident Udo Folgart begrüßte die sich jetzt abzeichnenden Kooperationen im Molkereisektor, die die Position der deutschen Molkereiunternehmen im hart umkämpften Markt stärken würde. Der DBV hat solche Zusammenarbeit wiederholt gefordert und dazu externe Gutachten eingeholt. „Eine intensivere Zusammenarbeit beim Ein- und Verkauf, eine abgestimmte Milchabholung und der Schulterschluss beim Verkauf müssen die Regel werden“, betonte Folgart. Der Milchbauernpräsident stellt auf dem Milchkongress die Konzeption zur Förderung einer Produktion mit höherer Wertschöpfung, ein „Innovationsprogramm für die Milchwirtschaft“ vor. Künftig müssten sich danach die Milchbauern nicht mehr nur über die Preise mit dem Marktpartner auseinandersetzen, sondern auch über Liefermenge, Lieferzeitraum und Qualitätsaspekte einigen. Mit dem Auslaufen der Quotenregelung im Jahr 2015 müssten neue vertragliche Regelungen geschaffen werden, was alle Molkereien – Genossenschaften wie private – betreffe. Wenn sich Milchbauern und Molkereien über das zu liefernde und abzunehmende Volumen der Milchproduktion verständigten, würde eine stärkere Verantwortung für die Milchmenge in den Markt hinein entwickelt werden.

 

Deutschland als größter Milchproduzent in der EU habe auch künftig gute Chancen. Mit dem Milchfonds würden Milchbauern auch eine besondere Unterstützung als Ausgleich von Bewirtschaftungsnachteilen in Grünlandgebieten erhalten. Jetzt gelte es, die finanzielle Unterstützung möglichst schnell den Milchbauern zur Verfügung zu stellen, forderte Folgart.
 

14.01.

Aktuelle Meldungen vom Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e. V.:

EU-Parlament verabschiedet Pflanzenschutznovelle

Das Europaparlament stimmte jetzt Neuregelungen zum Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln und zum nachhaltigen Einsatz der Stoffe zu. Für die Hersteller werden stufenweise strengere Anforderungen an ihre Produktpalette gesetzt, während die Mitgliedstaaten bis 2011 neue Vorschriften für die Ausbringung in nationales Recht umsetzen müssen. Vorgeschrieben wird das Prinzip des integrierten Schädlingsmanagements. Die Mitgliedstaaten müssen nationale Aktionspläne mit Zeitplänen und Reduktionszielen erstellen, um möglichen Risiken und Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu begegnen.

AgE

 

Preise für frische Lebensmittel wieder gesunken

In den beiden vergangenen Jahren ist sehr viel Bewegung in die Lebensmittelpreise gekommen. Seit Herbst 2007 wurden viele Frischeprodukte erheblich teurer, im Laufe des Jahres 2008 sind die Preise wieder deutlich gefallen. Seit November 2008 sind Frischeprodukte im Schnitt sogar günstiger als vor einem Jahr. Im Jahresdurchschnitt gaben die Verbraucher 5,3 Prozent mehr für Frischeprodukte aus als im Vorjahr. Der Handel hat im November 2008 die Preise von vielen Standardprodukten zum Teil deutlich gesenkt. Bei Milch und Milchprodukten haben die Kunden auf die Preissenkungen erneut reagiert und ihre Einkäufe ausgeweitet.

ZMP

 

Vogelgrippe flackert wieder auf

Anfang dieser Woche wurde erneut in einem Putenbestand im Landkreis Cloppenburg am Rand des Sperrgebietes die niedrigpathogene Variante der Vogelgrippe bestätigt. Damit ist die Viruserkrankung nach einer Pause seit Weihnachten erneut aufgetreten. Die Zahl der betroffenen Betriebe hat sich auf 30 erhöht, 460.000 Puten wurden getötet. In den vier Sperrgebieten liegen 237 Geflügelbestände mit 1,75 Mio. Stück Geflügel. Der Landkreis Cloppenburg lockerte inzwischen die Verbote für die von der Vogelgrippe betroffene Region außerhalb der Sperrgebiete. Seit dem 11. Januar dürfen dort auch wieder Puten aufgestallt werden. Zuvor war bereits das Einstallungsverbot für Masthähnchen und Enten aufgehoben worden. Weiterhin gilt die Auflage, dass die Halter die neuen Tiere dem Veterinäramt melden sowie untersuchen lassen müssen. Weiterhin gilt landesweit die Stallpflicht für Geflügel, die Freilandhaltung bleibt verboten.

LPD

 

Schulungskurse "Holz als Energielieferant",

Ende Januar 2009 gemeinsam von 3N und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

 

An zwei Tagen werden Kenntnisse von der Rohstoffbereitstellung, Lagerung, Logistik und Marketing bis hin zu den aktuellen Feuerungstechniken, deren Bedienung und Wartung, den rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderungsmöglichkeiten vermittelt.

 

Die Kurse wenden sich speziell an Interessenten, die eine eigene Holzfeuerungsanlage betreiben/planen bzw. den Brennstoff für die Vermarktung aufarbeiten, bereitstellen oder als Wärmedienstleister (Contractor) auftreten wollen. Mit den gewonnenen Kenntnissen sollen Einkommensalternativen erschlossen und Ideen zur Betriebsoptimierung gegeben werden.

 

Termine:

 

in Hannover:

27.01.2009: Grund- und Aufbaukurs I

29.01.2009: Aufbaukurs II

Ort: LWK Niedersachsen, Johannssenstraße 10, 30159 Hannover


Die Kurse beginnen jeweils um 10 Uhr und enden um ca. 16 Uhr.

Der Kostenbeitrag beträgt 35 € pro Tag. Hierin sind die Kursmaterialien enthalten.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen pro Veranstaltungstag begrenzt.

Dozenten sind C. Brüggemann (LWK) und M. Kralemann (3N).


Weitere Informationen und Anmeldung:

3N-Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe

Büro Göttingen

Tel.: 0551/ 30738-17

Fax: 0551/ 30738-21

E-Mail: goettingen@3-n.info

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 08.01.2009

Landwirte im Auf und Ab der Agrarpreise

DBV-Präsident stellte Situationsbericht der Landwirtschaft vor

   

Für die deutschen Landwirte war 2008 ein durchwachsenes Jahr. Trotz der aktuell schwierigen Markt- und Preisentwicklung verfallen die Bauern allerdings nicht in Katastrophenstimmung. Im Gegensatz zu anderen Branchen sind ihnen Preis- und Umsatzschwankungen nichts Fremdes. Die Landwirte beziehen das so weit wie möglich in ihre unternehmerischen Entscheidungen und Planungen mit ein. Dies erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverband (DBV), Gerd Sonnleitner, bei der Vorstellung des Situationsberichtes 2009 mit der wirtschaftlichen Entwicklung der deutschen Landwirtschaft. Bei Milch, Getreide und Raps sei der preisliche Höhenflug der zweiten Jahreshälfte 2007 und des Frühjahrs 2008 in einen heftigen Sinkflug übergegangen. „Wir bewegen uns bei diesen Produkten mittlerweile wieder auf dem Erzeugerpreisniveau von Anfang dieses Jahrzehnts“, zeigte Sonnleitner die heftige Entwicklung auf. Eine etwas stabilere Entwicklung gäbe es bei Vieh und Fleisch, bei Wein und den wichtigsten Sonderkulturen im Obst- und Gemüsebau. „Gerade unsere Schweinemäster und Sauenhalter kommen aber aus einem ganz schmerzlichen Tal der Tränen und brauchen dringend diese Verbesserung“, betonte der Bauernpräsident.

 

Nach Einschätzung Sonnleitners wird das Bruttoeinkommen je selbständiger Familienarbeitskraft von rund 2.800 Euro je Arbeitskraft und Monat im Jahre 2007/2008 auf 2.420 Euro im laufenden Wirtschaftsjahr 2008/2009 deutlich sinken. Bezogen auf den Gesamtgewinn je Haupterwerbsbetrieb bedeute dies ein Rückgang um ca. 7.000 Euro auf 41.000 Euro je Haupterwerbsbetrieb. Davon müssten die Investitionen zur Zukunftsabsicherung des Betriebes, die Sozialversicherungsbeiträge, die Steuern und die private Lebenshaltung noch beglichen werden. „Von den monatlich brutto 2.420 Euro (Schätzung 2008/2009) müssen allein für Sozialbeiträge (Alters- und Krankenkasse) durchschnittlich 380 Euro aufgebracht werden“, sagte Sonnleitner.

 

Grund für den Einkommensknick im laufenden Wirtschaftsjahr seien vor allem rückläufige Erzeugerpreise für Getreide und Milch. In der Schweinehaltung werde mit besseren Erlösen als im desolaten Wirtschaftsjahr 2007/2008 gerechnet. Der Gewinn im laufenden Wirtschaftsjahr dürfte bei den Schweinemästern und Sauenhaltern das Ergebnis von 9.300 Euro je Arbeitskraft (2007/2008) überschreiten. Die schlechte Einkommenssituation im Veredelungsbereich habe den Strukturwandel dort erheblich beschleunigt, 16 Prozent der Betriebe gaben ihre Produktion auf.

 

Die Ackerbauern und Milcherzeuger kommen aus einem wesentlich besseren Wirtschaftsjahr 2007/2008. „Unter unseren Milchbauern hatten die in Schleswig-Holstein mit 75.100 Euro je Haupterwerbsbetrieb die besten Einkommen, während in den südlichen Bundesländern mit Baden-Württemberg (39.200 Euro) und Bayern (40.800 Euro) das Unternehmerergebnis vor allem wegen kleinerer Betriebsgrößen geringer ausfiel“, erklärte Sonnleitner. Er rechnet allerdings im laufenden Wirtschaftsjahr 2008/2009 infolge des Rückgangs der Erzeugerpreise wieder mit einem deutlichen Minus.

 

Das Unternehmensergebnis der Nebenerwerbsbetriebe lag im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei durchschnittlich 9.800 Euro und war damit um ein Drittel gestiegen. Die in den neuen Bundesländern vielfach anzutreffenden Agrargenossenschaften erzielten ein Unternehmensergebnis je Arbeitskraft von 36.800 Euro (einschließlich Löhne) und lagen damit etwa auf dem Niveau der Betriebe in den alten Bundesländern. Eine wirtschaftliche Erholung erlebten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr die Weinbaubetriebe, deren Unternehmensergebnisse auf 49.700 Euro stiegen.

 

Der Situationsbericht des DBV basiert auf einer repräsentativen Auswertung der Buchführungsergebnisse von über 17.000 Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2007/2008 (1. Juli 2007 bis 30. Juni 2008). Zudem werden in weiteren Kapiteln umfangreiche Informationen zu aktuellen Themen wie Preisentwicklungen an den Agrarmärkten, Klima- und Umweltschutz, Perspektiven der erneuerbaren Energien oder zum Health Check geliefert. Ausführlich wird außerdem die Struktur in der Land- und Ernährungswirtschaft geschildert. Der Situationsbericht hat eine eigene Homepage: www.situationsbericht.de. Dort können Sie sich die Kapitel und Grafiken ansehen und ausdrucken.
 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 08.01.2009

Auswirkungen der Finanzkrise auf die Agrarwirtschaft

 

L P D - Die Finanzkrise ist nicht nur in Deutschland zum alles beherrschenden Thema geworden. Die Edmund-Rehwinkel-Stiftung möchte nun die Frage beantworten, welche Auswirkungen sich speziell auf die Agrarwirtschaft in Deutschland ergeben. Wie der Landvolk-Pressedienst mitteilt, fördert die Stiftung wissenschaftliche Beiträge zu dem Thema „Auswirkungen der Finanzkrise und volatiler Märkte auf die Agrarwirtschaft“. Als Schwerpunkte sollten Studien die Wirkung der Finanzkrise außerhalb der Kreditwirtschaft untersuchen und mittel- bis langfristige Entwicklungen der Märkte für Agrarrohstoffe prognostizieren. Gefragt sind zudem Aussagen über die Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen für die Betriebsleiter. Zusätzlich sollen Trends und Erfordernisse zur Finanzierung landwirtschaftlicher Investitionen aufgezeigt werden. Die Studien können auch Teilbereiche dieser Themen abdecken. Der maximale Förderbetrag je Studie liegt bei 15.000 Euro, die Anmeldefrist läuft am 30. Januar ab, Abgabetermin für die Studien ist der 1. Dezember. Die vollständige Ausschreibung steht unter www.rentenbank.de

 

 

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20.12.

Abschied in den wohlverdienten Ruhestand

 

Am 20. Dezember wurde Herr Werner Salzwedel in einer Feierstunde durch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen nach Erreichen des Rentenalters aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

An der Feierstunde nahmen Vertreter der Landwirtschaftskammer, aber auch Begleiter aus anderen landwirtschaftlichen Organisationen wie Landhandel, Landberatung, Maschinenring und Landvolkverband teil.

 

Nach landwirtschaftlicher Ausbildung und anschließendem Studium an der Ingenieurakademie für Landbau hat Werner Salzwedel seinen Berufsweg 1969 bei der Wirtschaftsberatungsstelle Otterndorf begonnen. Mit dem Jahr 1974 wurde er als Leiter der Kreisstelle Goslar in die Landwirtschaftskammer Niedersachsen berufen. Diese Tätigkeit übte er bis zu seinem Wechsel an die nach der Kammerreform neu geschaffene Bezirksstelle Braunschweig im November 2006 aus.

 

Für die Landwirtschaft im Landkreis Goslar war Werner Salzwedel immer ein kompetenter Ansprechpartner, der den dort ansässigen Betrieben durch seine korrekte und umsichtige Art bei der Wirtschaftsführung erfolgreich behilflich war.

 

 

Den guten Wünschen der landwirtschaftlichen Organisationen an Herrn Salzwedel sowie für den Ruhestand Gesundheit und ein weiterhin erfolgreiches privates Wirken, können wir uns nur anschließen.

 

v. l.: Jürgen Hirschfeld, Werner Salzwedel, Helga Cöster-Salzwedel


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 18.12.2008

Konjunkturprogramm belebt ländlichen Raum

Landvolkpräsident Hilse sieht Nachholbedarf für Agrar- und Ernährungswirtschaft

 

L P D - In wirksamen Anreizen für eine Konjunkturbelebung landwirtschaftlicher Betriebe sieht Landvolkpräsident Werner Hilse ein echtes Wirtschaftsprogramm für den ländlichen Raum. „Als mittelständische Unternehmer investieren Landwirte jeden freien Euro sofort in die Entwicklung ihrer Betriebe. Davon profitiert die gesamte ländliche Infrastruktur“, verdeutlichte der niedersächsische Bauernpräsident. Enttäuscht zeigte er sich über die „erheblichen Lücken“, die alle von der Bundesregierung nach der Finanzkrise vorgelegten Konjunkturprogramme bisher für die Agrar- und Ernährungswirtschaft aufweisen. Er fordert wirksame Anreize für die Landwirtschaft im zweiten Konjunkturprogramm, das Anfang des Jahres vorgelegt werden soll. Der zweitwichtigste Wirtschaftszweig Niedersachsens müsse in der öffentlichen Wahrnehmung noch deutlicher herausgestellt werden, damit er neben der übermächtigen Automobilindustrie oder den zurzeit von der Politik hofierten Banken deutlicher wahrgenommen werde.

 

Hilse verwies auf die wirtschaftlich schwierige Lage in den landwirtschaftlichen Betrieben, egal ob sie ihr Geld im Ackerbau, der Schweine- oder Milchviehhaltung oder auch der Geflügelmast verdienten. Auf viel zu vielen Betrieben würden aktuell eher rote Zahlen geschrieben, ein wichtiger Wirtschaftszweig des ländlichen Raumes brauche Hilfe. Konkret forderte Hilse die Ausdehnung der degressiven Abschreibung auf Investitionen in Wirtschaftsgebäude. Damit werde der gesellschaftspolitisch gewollte Bau moderner und Tierschutz gerechter Ställe gefördert. Besonders wichtig für die Landwirtschaft wie auch das Handwerk sei der mit der Unternehmenssteuerreform 2008 eingeführte Investitionsabzugsbetrag – die restriktive Handhabung durch die Finanzverwaltung mache aus diesem Instrument zur Investitionsförderung jedoch ein bürokratisches und kaum kalkulierbares Monstrum. Unbedingt aufgegeben werden müsse auch die starre Bindung zwischen Planung und Durchführung der Investitionen. Angesichts schnelllebiger Märkte seien schnelle Reaktionen und unbürokratische Umwidmungen dringend notwendig. „Es sollte dem Finanzamt egal sein, ob der Landwirt das für einen Mähdrescher eingeplante Geld tatsächlich anderweitig investiert“, verdeutlichte Hilse.

 

Zusätzlich regt der Landvolkpräsident an, die einzelbetriebliche Förderung für die Landwirtschaft, das AFP-Programm, für 2010 mit einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn auszustatten. „Die enorme Nachfrage der Landwirte nach den Zuschüssen im Jahr 2008 zeugt von dem großen Interesse an der Investitionsförderung“, erklärte Hilse. In 2008 war das Programm innerhalb eines Tages für zwei Jahre „ausgebucht“, so dass für 2009 keine Gelder

 

mehr im Landeshaushalt bereitstehen. Über die Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns könnten nun die für 2010 vorgesehenen Zuschüsse zugesagt werden. „Unsere Landwirte können dann mit dem Bau beginnen und das Geld 2010 abrufen“, verdeutlichte Hilse. Er bezeichnete das AFP als Konjunkturprogramm „par excellence“: „Dem Land kostet es keinen Cent zusätzlich“, erklärte Hilse. Die Bauern finanzieren bei dieser Lösung zugesagte Zuschüsse vor, davon profitieren auch die örtlichen Handwerksbetriebe.

 

Die Berg- und Talfahrt an den Märkten belege auch eindrücklich, dass Landwirte ihre stark schwankenden Erträge über mehrere Jahre betrachten müssten. Wenn die Betriebsleiter Gewinne aus guten Jahren über eine Risikoausgleichsrücklage in schlechteren Jahren nutzen könnten, werde die Eigenvorsorge gestärkt. Schließlich erinnerte der Landvolkpräsident an die Zusage der Bundeskanzlerin auf dem Deutschen Bauerntag in Berlin, die Agrardieselbesteuerung im Gleichschritt mit der Pendlerpauschale anpacken zu wollen. „Mit Steuersätzen von rund 40 Cent je Liter Diesel subventionieren unsere Bauern beim Ackern die Staatskasse“, sagte Hilse. Diese Mittel flössen besser in investive Maßnahmen. Hilse sah in der Besteuerung des Agrardiesels auch eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber Landwirten in anderen EU-Staaten, in Frankreich beispielsweise erhebe der Staat bei den Landwirten auf den Agrardiesel aktuell praktisch keine Steuer mehr.

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 04.12.2008

Vorerst keine Entspannung am Getreidemarkt

Braunschweiger Getreidetag: Wachsende Weltbevölkerung wird Nachfrage steigern

 

L P D - Am Getreidemarkt ist vorerst keine durchgreifende Änderung der gegenwärtigen Preismisere zu erwarten, längerfristig sind die Aussichten dennoch nicht schlecht. Dieses Fazit zogen Marktexperten beim diesjährigen Getreidetag des Landvolk-Bezirksverbandes Braunschweig in Königslutter. Nach dem rasanten Preisanstieg für Getreide seit dem Herbst vergangenen Jahres sind die Preise mittlerweile wieder auf einem Niveau angelangt wie vor zwei Jahren, zugleich haben sich die Düngerkosten der Landwirte mehr als verdoppelt. Als Ursache machte Dr. Jens Rademacher, Getreideexperte beim Deutschen Bauernverband, die weltweit gestiegene Ernte aus. Erstmals seit Jahren sei die Erntemenge wieder etwas höher als der Verbrauch. Allein in Deutschland war die Anbaufläche zur Ernte in diesem Jahr von ungefähr fünf Mio. Hektar (ha) auf sieben Mio. ha gestiegen, zugleich wurden überdurchschnittliche Erträge erzielt. Auch zur kommenden Ernte sei die Fläche auf ähnlich hohem Niveau zu erwarten.

 

Längerfristig rechneten jedoch alle Fachleute mit wieder anziehenden Getreidepreisen, weil die jährliche Produktionssteigerung mit dem Nachfrageplus einer wachsenden Weltbevölkerung nicht Schritt halten werde. Die Diskussion um Teller oder Tank werde dann zugunsten des Tellers entschieden, meinte Landvolkpräsident Werner Hilse. Die Erzeugung von Nahrung werde wieder interessanter. Kritik übte Hilse an dem anhaltenden Flächenentzug durch Ausgleichsmaßnahmen bei Bauvorhaben. Dies schade angesichts der knapper werdenden Nahrung der gesamten Gesellschaft. Aber auch immer schärfere Grenzwerte, der Wegfall vieler Pflanzenschutzmittel durch neue Brüsseler Pläne sowie die Nulltoleranz für gentechnisch veränderte Futtermittel seien vor diesem Hintergrund an einem der produktivsten Standorte der Welt mit hoch qualifizierten Bauern nicht mehr zu verantworten.

 

Auch die weltweite Finanzkrise treffe jetzt die Bauern, waren sich Hilse und Rademacher einig. So hätte der Rückzug der Anlagenfonds von den Getreideterminmärkten den Preisverfall mitbestimmt. Zudem fehlten den Importeuren in aller Welt Kredite, um Käufe vorzufinanzieren. Schließlich sei ein Rückgang der Nachfrage in den Schwellenländern zu verzeichnen, und zunehmend werde der Getreidepreis am Weltmarkt durch die Entwicklung der Ölpreise und des Dow-Jones-Index beeinflusst. Für die Zukunft müsse deshalb mit größerer Unsicherheit und stärkeren Schwankungen am Getreidemarkt gerechnet werden, weil die globalen Märkte unkalkulierbaren Einflussfaktoren nicht zuletzt auch durch die Politik unterworfen seien. Rademacher war aber zuversichtlich, dass die Dynamik der Preise nachlassen werde, sobald sich am Weltmarkt ein neues Gleichgewicht nach der derzeitigen Ausnahmephase eingestellt habe.

 

 

04.12.

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst

Goldene Ehrennadeln für zwei verdiente Mitstreiter

 

L P D – Die Bereitschaft zur Mitverantwortung seiner ehrenamtlichen Repräsentanten ist eine der tragenden Säulen, auf die sich die Arbeit des Landvolkes Niedersachsen stützt. Mit Erich Hinrichs aus Osterhusen (Kreis Wittmund) und Jürgen Hirschfeld aus Seesen/ Harz hat Landvolkpräsident Werner Hilse auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Hannover jetzt zwei verdiente Persönlichkeiten des Berufstandes ausgezeichnet. Beide hätten sich durch ihre Arbeit und ihr Engagement für die Landwirtschaft über die Region hinaus einen Namen gemacht, sagte Hilse in seiner Laudatio. „Sie repräsentieren uns nach außen glaubwürdig und bei den Mitgliedern überzeugend“, lobte er. Erich Hinrichs absolvierte die „klassische Landvolk-Karriere“ bis hin zum Amt des Präsidenten des Landwirtschaftlichen Hauptvereins (LHV) Ostfriesland, das er seit 1999 ausübt. Schon früh prägte die Fähigkeit zur scharfen Analyse seine Arbeit und findet ihre Anerkennung auch bei Andersdenkenden. Hinrichs habe sich vor allem durch seine Gradlinigkeit und seinen Einsatz für die Interessen der Milcherzeuger ausgezeichnet, sagte Hilse. Jürgen Hirschfeld kam über die Landjugend in die Landvolkarbeit und hat sich in vielen Ausschüssen des Verbandes sowie der Landwirtschaftskammer einen Namen gemacht. Hilse würdigte insbesondere die Arbeit Hirschfelds für erneuerbare Energien und seinen Einsatz für die Geschlossenheit des Verbandes. Beide Empfänger der goldenen Ehrennadel seien zudem auch außerhalb der Landwirtschaft engagiert und vielfach vernetzt, was zum einen den Blick über den eigenen Tellerrand und zum anderen den Mut zu unkonventionellen Ideen ermögliche, sagte Hilse.

    

 

04.12.

14. Braunschweiger Getreidetag am 01. Dezember im AVALON Hotelpark Königshof

Gerhard Rott (Vorsitzender des Getreideausschusses) und Werner Hilse

(Präsident des Landesbauernverbandes) im gemeinsamen Gespräch

 

Das Interesse ist groß!

Ca. 300 Teilnehmer besuchten den 14. Braunschweiger Getreidetag.

 

(Foto: Werner Gantz)

Landwarenhändler Erwin Fromme (rechts) bei einem Diskussionsbeitrag über

Kalipreise mit Dr. Dietrich Pradt (Geschäftsführer Industrieverband Agrar).

 

Braunschweiger Zeitung - Helmstedter Ausgabe vom 02.12.2008

 

26.11.

Aktuelle Meldungen vom Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e. V.:

Weniger Schweinehalter

Die Zahl der Schweinemastbetriebe hat sich in den vergangen zehn Jahren weiter verringert. Ihre Zahl reduzierte sich in dem Zeitraum von 100.000 auf 62.000 im vergangenen Jahr. Parallel dazu hält die Entwicklung zu größeren Einheiten ungebrochen an. In der Mast waren ab einer Bestandsgröße von 400 Mastschweinen Zuwächse bei Betrieben und der Tierzahl zu verzeichnen. Trotz dieses rasanten Strukturwandels liegt Deutschland bei den Bestandsgrößen hinter den dänischen und niederländischen Konkurrenten. In deutschen Ställen standen 2007 im Durchschnitt 234 Mast- und Jungschweine, in Dänemark waren es 623 und in den Niederlanden rund 734 Tiere. Bei den Betrieben mit Sauen haben sich die schlechte Erlössituation und die veränderten Marktanforderungen noch stärker als in der Schweinemast ausgewirkt. Seit 1996 ist die Zahl der Sauen haltenden Betriebe um die Hälfte auf 29.000 gesunken.

ZMP

Debatten zum Agraretat

Nach der Megarunde zum so genannten Health Check am Brüsseler Verhandlungstisch geht jetzt die Diskussion um den zukünftigen Agraretat los. Die französische Ratspräsidentschaft will hier offensichtlich noch die Weichen stellen und den EU-Haushaltstopf für die gemeinsame Agrarpolitik möglichst ungekürzt weiter auf 55 Mrd. Euro festzurren. Die Mittelmeerländer argumentieren in ähnlicher Weise, während Großbritannien, Schweden, Dänemark, die Niederlande aber auch Deutschland Einschnitte favorisieren. Die EU-Agrarkommissarin möchte eindeutig mehr Geld in andere Bereiche lenken, während Frankreich der Agrarpolitik eine große Rolle beimisst.

dpa

Bildung als Standortfaktor

Für eine attraktive Bildungslandschaft im ländlichen Raum hat sich jetzt der Deutsche Bauernverband gemeinsam mit dem Deutschen Landkreistag ausgesprochen. Dazu zählt ein gut erreichbares Netz an allgemein- und berufsbildenden sowie Förderschulen und Weiterbildungseinrichtungen. Nahezu zwei von drei Menschen leben in Deutschland in ländlichen Regionen, sie haben Anspruch auf dieselben Bildungschancen wie Bürger in Metropolregionen oder Städten.

DBV
 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 20.11.2008

Protestkarten-Aktion zum Pflanzenschutz läuft erfolgreich

Tausende Landwirte schrieben bereits Postkarten an Europa-Abgeordnete

   

Die Postkartenaktion des landwirtschaftlichen Berufsstandes „Pflanzenschutz in Europa sichern“ läuft sehr erfolgreich. Mehrere zehntausend Landwirte schrieben eine Postkarte per Post oder per Mail im Internet an ihren Europa-Abgeordneten und forderten sie auf diese Weise auf, im Europaparlament keiner weiteren Verschärfung der Vorschläge des Agrarrates die Stimme zu geben. Denn nur durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und durch die Verfügbarkeit einer ausreichenden Zahl von Wirkstoffen wird sicher gestellt, dass Nahrungsmitteln nachhaltig, in ausreichender Menge und hervorragender Qualität produziert werden können.

 

Auf der Internetseite des DBV können alle Landwirte und Gärtner mitmachen und eine elektronische Postkarte mit wenigen Klicks an den zuständigen Europa-Parlamentarier schicken. Auf diese Weise kann jeder Landwirt deutlich machen, dass er seine landwirtschaftliche Produktion durch die Vorschläge des Europaparlaments gefährdet sieht. Die Postkarte an die Abgeordneten im Europäischen Parlament finden Sie unter www.bauernverband.de. Die Protest-Karte findet zudem in der Branche breite Unterstützung. Beispielsweise wird unter www.raiffeisen.com auf diese Aktion hingewiesen.

 

Derzeit werden in Brüssel die Weichen für die künftige Pflanzenschutzpolitik der EU gestellt. Von den Entscheidungen hängt ab, wie in Zukunft der Schutz der Kulturpflanzen in der Landwirtschaft betrieben werden kann und wie letztlich die zukünftige Produktivität der Landwirtschaft aussieht. Nach den Plänen des Europaparlaments würde ein erheblicher Teil der Pflanzenschutzmittel aus der Zulassung fallen. Dies hätte nach Auffassung des DBV dramatische Auswirkungen auf die gesamte pflanzliche Produktion, auf die Ernteerträge, die Versorgungssicherheit und die Qualität landwirtschaftlicher Produkte.
 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 19.11.2008

Markt im Wandel beim Braunschweiger Getreidetag

     

L P D - Ackerbauern durchleben zurzeit ein Wechselbad der Gefühle. Weltweit steigende Preise für Getreide im vergangenen Jahr zogen die Diskussion um „Teller oder Tank“ nach sich. In diesem Jahr dann eine Ernte, die anfänglich bescheidene Ertragserwartungen nach der Trockenheit am Ende doch weit übertroffen hat und nun trotz erheblich gestiegener Kosten zu kräftig gesunkenen Preisen vermarktet werden muss: Viele Fragen sind bei den Bauern jetzt offen. Der 14. Braunschweiger Getreidetag des Landvolk-Bezirksverbandes Braunschweig und des Landvolks Niedersachsen geht diesen Fragen nach und versucht, Antworten zu finden. Landvolkpräsident Werner Hilse analysiert Entwicklungstendenzen in der niedersächsischen Landwirtschaft. Anschließend erläutert Dr. Jens Rademacher vom Deutschen Bauernverband die aktuelle Situation am Getreidemarkt, der nach der Einbindung in den Weltmarkt erheblich größeren Schwankungen unterworfen ist und den Landwirten eine fortlaufende Beobachtung der Markttendenzen abfordert. Eine wesentlich größere Rolle spielt aber auch die Kostenseite nach dem sehr starken Anstieg der Düngemittelpreise innerhalb Jahresfrist, der nicht mehr durch höhere Getreidepreise gedeckt ist. Dazu nimmt Dr. Dietrich Pradt als Geschäftsführer des Industrieverbandes Agrar kompetent Stellung. Die Veranstaltung findet am 1. Dezember ab 9 Uhr im Avalon Hotelpark Königshof in Königslutter statt.

 

Niedersächsisches Ministerium Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung - Pressestelle -

 

Hannover, den 14.11.2008

Landwirtschaftsministerium und Landkreistag:

Niedersachsen für Biogasboom bei Kleinanlagen gut gerüstet

ML 066

   

Hannover. "Niedersachsen ist für den durch das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz im nächsten Jahr zu erwartenden Boom bei kleineren Biogasanlagen gut gerüstet und wird seine führende Rolle bei der Nutzung der Bioenergie weiter ausbauen" erklärten der Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Friedrich-Otto Ripke, und das Geschäftsführende Vorstandsmitglied des Niedersächsischen Landkreistages, Dr. Hubert Meyer, anlässlich einer gemeinsam mit dem Biogasforum Niedersachsen durchgeführten Fachveranstaltung zur Biogasnutzung in Niedersachsen.

Mit rd. 650 laufenden Biogasanlagen und einer installierten elektrischen Leistung von 350 MW werden in Deutschland etwa 30% des Stroms aus Biogas in niedersächsischen Anlagen erzeugt. Sie stellen damit ca. 2,5 Mio. MWh Strom im Jahr bereit und decken derzeit einen Anteil von über 2% des niedersächsischen Strombedarfs. Jährlich werden ca. 2 Millionen Tonnen klimaschädigendes CO2 durch den Einsatz von Biogas vermieden.

Der Anteil der Energiepflanzen an der Ackerfläche in Niedersachsen beträgt nur gut 10%. In Deutschland sind es 15%. Während in Niedersachsen rund 65% der Energiepflanzen für die sehr energieeffiziente Biogasnutzung und nur 35% für Biokraftstoffe angebaut werden, sind es sonst fast 80% für die Biokraftstoffe. 90% der niedersächsischen Ackerfläche stehen trotz des Bioenergiebooms für die Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln zur Verfügung. Die Erzeugung von hochwertigen Nahrungsmitteln wird auch der eindeutige Schwerpunkt der niedersächsischen Landwirtschaft bleiben, so Ripke. Vor diesem Hintergrund ist eine Koexistenz von Nahrungsmittelerzeugung, Bioenergie und auch stofflicher Nutzung von Biomasse, wie Baumwolle oder Stärke für die chemische Industrie, trotz der verstärkten Konkurrenz um Flächen und um Rohstoffe möglich. Wichtige Voraussetzungen hierfür ist die Einhaltung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit in allen drei Produktlinien.

"Durch die Veränderung der Einspeisungsvergütungen ab dem 1.1.2009 erwarten wir einen Boom vor allem bei kleineren Biogasanlagen bis 150 Kilowatt elektrischer Leistung, die vor allem auch Gülle einsetzen und damit in deutlich geringerer Konkurrenz zum Nahrungsmittelbereich stehen. Biogasanlagen leisten in Niedersachsen einen bedeutsamen Beitrag zum Klimaschutz, schaffen die Wertschöpfung vor Ort im ländlichen Raum und sichern damit Arbeitsplätze in der Fläche", betonte Ripke. Meyer wies darauf hin, dass für die kleineren Biogasanlagen genehmigungsrechtlich die Landkreise zuständig sind. "Die Landkreise haben bereits in der Vergangenheit viel Kompetenz bei der Betreuung und Genehmigung von Biogasanlagen aufgebaut. Als zuständige Genehmigungsbehörden werden sie die Antragsteller ortsnah und praxisgerecht beim Bau neuer Anlagen beraten und begleiten", erläuterte er.

Auf der in dieser Woche gemeinsam von Landwirtschaftsministerium und Landkreistag durchgeführten Biogas-Fachveranstaltung des Niedersächsischen Biogasforums informierten sich über 70 Teilnehmer aus Wirtschaft, Landwirtschaft und den Verwaltungen der Landkreise über die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die zum 1.1.2009 in Kraft tritt.
 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 13.11.2008

Kongress „Kraftstoffe der Zukunft 2008“ am 1./2. Dezember 2008 in Berlin

Abstimmung über Europäische Biokraftstoffstrategie für 3. Dezember 2008 erwartet

 

Mit der Verabschiedung der Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen in Europa werden die Rahmenbedingungen für den Ausbau des Biokraftstoffmarktes in den EU Mitgliedstaaten definiert. Neben der Festsetzung von Biokraftstoff-Mindestanteilen am Gesamtkraftstoffverbrauch in 2020 beinhaltet die Richtlinie ebenfalls strenge Vorgaben zur Sicherstellung einer nachhaltigen Biokraftstoffproduktion und von Mindest-Treibhausgaseinsparungen.

 

Nach kontroversen Debatten und intensiven Gesprächen zwischen Europäischem Parlament, EU-Kommission und dem Ministerrat zeichnet sich nun eine Einigung auf die wesentlichen Punkte der zukünftigen Biokraftstoffstrategie in der EU ab. Die Plenarabstimmung im Parlament findet nun voraussichtlich am 3. Dezember 2008 statt.

 

Tags zuvor, am 2. Dezember, wird EU-Kommissar Andris Piebalgs in Berlin (Internationales Congress Centrum, ICC Berlin) auf dem internationalen Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft 2008“ die Kerninhalte und Anforderungen der neuen Richtlinie vorstellen und mit den Vertretern der Biokraftstoffbranche ausführlich diskutieren. Der Fachkongress gilt als Leitveranstaltung des Biokraftstoffmarktes in Deutschland und Europa.

 

Daneben wird auf dem Kongress über die politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe in Deutschland und Nutzungskonkurrenzen durch Biokraftstoffe diskutiert. Themen des Kongresses werden zudem Marktentwicklung und Perspektiven für Biokraftstoffe der ersten Generation sowie Biogas als Kraftstoff sein. Für weitere Informationen und das Kongressprogramm besuchen Sie bitte die Internetseiten des Fachkongresses unter

www.kraftstoffe-der-zukunft.com.

 

12.11.

 

Werksbesichtigung in Magdeburg

 

Der Einladung der Braunschweiger Landvolkdienste GmbH, sich die Produktionsstätte des Windenergie-anlagenherstellers Enercon GmbH in Magdeburg anzusehen, sind ca. 40 interessierte Kommanditisten gefolgt.

 

Im Magdeburger Werk werden vornehmlich Rotorblätter, Gondeln und Stahlrohrtürme für die sog. „getriebelosen“ Windenergieanlagen hergestellt. Das heißt, dass die Rotorblätter über die Nabe direkt mit dem Läufer eines Ringgenerators (Synchrongenerator) verbunden sind. Zusammen rotieren diese Bauteile über ein vorderes und hinteres Hauptlager um einen stehenden Achszapfen. So kann auf den Einsatz eines störanfälligen und wartungsintensiven mechanischen Getriebes verzichtet werden. Dies wird durch eine Sonderkonstruktion des Generators erreicht. Da der Generatorläufer mit derselben Drehzahl wie der Rotor läuft, ist auch die Anzahl der mechanischen Lastwechsel über die Lebensdauer deutlich geringer.

 

Herr Butz (Enercon GmbH) verschaffte den Teilnehmern während der zweistündigen Werksbesichtigung einen grundlegenden Einblick in alles Wissenswerte über die Arbeit der 1984 in Aurich gegründeten Firma.

 

11.11.

 

Landesverband der Agraringenieure Niedersachsen e. V.:

Bezirksgruppen Braunschweig, Northeim und Hannover besichtigen die Mühle Rüningen

 

Welchen Weg geht eigentlich unser Weizen bis er als hochwertiges Lebensmittel Mehl beim Verbraucher ankommt?

Viele interessante Einblicke und neue Erkenntnisse konnten die Mitglieder der Bezirksgruppen Braunschweig, Northeim und Hannover des Landesverbandes der Agraringenieure (LAI) bei der Besichtigung der Mühle Rüningen gewinnen.

                   

Peter Blumenberg (rechts im Bild), zuständig für Getreideeinkauf und Export, verschafft den Mitgliedern der LAI

während der Mühlenbesichtigung einen ersten Eindruck über den Produktionsablauf in der Mühle Rüningen.

 

12.11.

Aktuelle Meldungen vom Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e. V.:

Agrarwirtschaft präsentiert sich dynamisch und zukunftsorientiert

Als dynamische und zukunftsorientierte Branche hat sich die Agrarwirtschaft auf dem Eurotierabend in Hannover präsentiert. DBV-Präsident Gerd Sonnleitner wünschte sich aber klare politische Signale aus Brüssel. Zudem forderte er ein Ende nationaler Alleingänge, es müsse Schluss sein mit dem nationalen Draufsatteln auf EU-Regelungen. DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer stellte die Unternehmertugenden in den Vordergrund seiner Ansprache. Politik verfüge nur begrenzt über Eingriffsinstrumente, um Märkten Vertrauen und Richtung zu geben. Er bewertete das Jahr 2007/08 als „Zeigerjahr“. Es sei erstmals deutlich geworden, wie scharf Märkte reagieren, wenn essentielle Produkte knapp zu werden drohen. „Agrarprodukte bleibenknapp“, lautete seine Botschaft. Die neue Agrarministerin Ilse Aigner sprach bei ihrem ersten offiziellen Auftritt von einem Weg vorwärts, statt dem geordneten Rückzug. Deutschlands Stärke liege im Export. In Brüssel habe sie Signale erhalten, dass sich eine positive Lösung für einen Milchfonds abzeichne. Allerdings müsse bei den Verhandlungen sehr daraufgeachtet werden, dass nicht unverhältnismäßige Forderungen quasi als Gegenleistung durchgedrückt würden.

LPD

 

Erbschaftsteuerreform fast unter Dach und Fach

Die Koalitionspartner der Regierungsparteien haben endlich die große Hürde zur Einigung bei der Erbschaftsteuerreform genommen. Sie soll nun noch Ende November im Bundestagverabschiedet werden und zum 1.1.2009 in Kraft treten. Noch sind nicht alle Details veröffentlicht, aber unter Vorbehalt lässt sich festhalten: Die zunächst befürchtete Mehrbelastung der Generationenfolge in der Landwirtschaft konnte weitgehend verhindert werden. Der intensive Einsatz des Berufsstandes von der Kreis-, über die Landes- bis hin zu Bundesebene hat diesen Erfolg ermöglicht.

LPD

 

Wenige Große in der Fleischbranche

Die Konzentration in der deutschen Fleischbranche schreitet voran. Die drei größten Schlachtunternehmen – Tönnies, Vion und Westfleisch – schlachten mittlerweile die Hälfte aller Schweine in Deutschland. Knapp zwei Drittel der bundesweit geschlachteten Schweine gingen in den Betriebsstätten der acht größten Unternehmen an den Haken. Insgesamt kletterten die Schlachtungen von Schweinen in Deutschland im Jahr 2007 um 5,7 Prozent auf 53,3 Millionen Tiere. Die Konzentration kommt aber auch darin zum Ausdruck, dass die Fleisch verarbeitenden Firmengruppen der Fleischbranche die gesamte Produktionsschiene vom Lebendtier bis zum verpackten Frischfleisch oder zur Wurst übernehmen, um sich damit als starkes Gegengewicht zum Handel zu positionieren.

ZMP

 

11.11.

Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden: Mitgliederversammlung

Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Mitglieder unseres Verbandes der Einladung gefolgt und haben an der Mitgliederversammlung des ZJEN Niedersachsen, die in Bad Fallingbostel stattgefunden hat, teilgenommen.

Eröffnet wurde die Sitzung vom Präsidenten des ZJEN, Bernhard Haase, der die Teilnehmer in Bad Fallingbostel begrüßte und herzlich willkommen hieß.

Neben den jagd- und eigentumspolitischen Themen standen u. a. die Berichterstattung über die aktuelle Verbandsarbeit des ZJEN und die zahlreichen Tätigkeitsfelder der vom ZJEN gegründeten Stiftung Kulturlandpflege im Vordergrund.

Als Gastredner konnte in diesem Jahr der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, gewonnen werden, und auch Werner Hilse, Präsident des Nds. Landesbauernverbandes, war unter den Gästen..

Auch in diesem Jahr wieder sehr gut besucht: die Mitgliederversammlung des ZJEN.

 

Volker Meier (Landvolkbezirksverband Braunschweig) im Gespräch mit u. a. Gerd Sonnleitner und Werner Hilse.

 

Land & Forst 44/2008 vom 30.10.2008

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 23.10.2008

Endgültig sicher: keine „Doppelbesteuerung“ der Betriebsprämie

Korrigiertes BMF-Schreiben gibt Rechtssicherheit für die Landwirte

   

Für die Finanzverwaltung ist jetzt verbindlich festgelegt, dass die Betriebsprämie weiterhin erst mit Ablauf des Kalenderjahres steuerlich zu erfassen ist. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilt, liegt ein entsprechendes Schreiben des Bundesfinanzministeriums zum Zeitpunkt der steuerlichen Erfassung der Betriebsprämie 2008 jetzt offiziell vor. Diese Entscheidung wird in Kürze im Bundessteuerblatt veröffentlicht. Die von der Finanzverwaltung ursprünglich vorgesehene Vorverlegung des Bilanzierungszeitpunkts der Betriebsprämie hätte im Wirtschaftsjahr 2007/08 zur bilanziellen Erfassung der Betriebsprämie 2007 sowie der hälftigen Betriebsprämie 2008 („Doppelbesteuerung“) und dadurch zu einer massiven Steuermehrbelastung für die Landwirtschaft geführt.

 

Wären die ursprünglichen Pläne der Finanzverwaltung umgesetzt geblieben, hätte dies nach Schätzungen des DBV für die deutsche Landwirtschaft zu zusätzlicher Belastung von jeweils 350 Millionen Euro für die Jahre 2007 und 2008, also insgesamt 700 Millionen Euro, geführt. Das Bundesfinanzministerium selbst ging in einer Antwort auf eine entsprechende parlamentarische Anfrage von einer Mehrbelastung von etwa 450 Millionen Euro aus. Dieser gewaltige Liquidationsabfluss hätte einzelbetriebliche Mehrbelastungen von mehreren tausend Euro bedeutet, über alle Betriebsformen hinweg. Die Verhinderung der unsinnigen „Doppelbesteuerung“ der Betriebsprämie konnte nur durch die fundierte Sachargumentation und Schlagkraft einer starken bäuerlichen Interessensvertretung im DBV, die auf Kreis-, Landes- und Bundesebene über alle Produktbereiche hinweg geschlossen auftrat, erreicht werden.
 

Dachverband

Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V.

Pressemitteilung                                                                                      Hannover, 17. Oktober 2008

Meldebögen für Zucker-Beihilfe zurücksenden!!!

 

Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. erinnert alle Rübenanbauer daran, umgehend Ihre Meldebögen an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zurückzusenden. Eine entsprechende Abfrage war bereits vor einigen Wochen von der Bundesbehörde allen von der Restrukturierung der EU-Zuckerwirtschaft betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben zugestellt worden. Bisher haben bundesweit nur etwa die Hälfte der Betriebe die angeforderten Angaben zurückgeschickt. Mit dem Schreiben der BLE sind die Rübenanbauer aufgefordert, die ZID-Nummer aus dem Agrarantrag 2008 sowie die eigene Bankverbindung mitzuteilen. Diese Angaben sind erforderlich, damit die BLE zeitgerecht die Auszahlung der EU-Beihilfen für die freiwilligen Rückgaben bzw. Zwangskürzungen von Zuckerrübenlieferrechten durch die Zuckerunternehmen vornehmen kann. Zur Vermeidung unnötiger Verzögerungen sollten noch nicht erfolgte Rückantworten umgehend an die BLE geschickt werden.


Kontakt:    Dr. Heinrich- Hubertus Helmke  (Tel. 0511 – 36704-40)

Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.     

Warmbüchenstraße 3       D-30159 Hannover

Telefon: 0511 / 36704-40   Telefax: 0511 / 36704-11   

E-Mail: DNZ-Hannover@t-online.de   Internet: http://www.dnz.de

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 16.10.2008

Grüne Buchführung erleichtert Dokumentationspflicht

Dienstleistung des Landvolkverbandes soll jetzt landeweit angeboten werden

 

L P D - Nährstoffvergleich, Humusbilanz, Schlagkartei, Pflanzenschutznachweise, Cross-Compliance, Qualitätsmanagementsysteme: Viele Dokumentationspflichten müssen mittlerweile von den Bauern erfüllt werden. Wenn sie lückenhaft sind oder Fehler aufweisen, hat das empfindliche Auswirkungen auf die Zahlung der EU-Prämien oder führt sogar zu Bußgeldern. Viel Zeit wird mit der Erfüllung dieser Pflichten in Anspruch genommen. „Wir Bauern sitzen viel zu lange am Schreibtisch, wir möchten gern auch mal wieder auf den Acker“, klagt Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Landvolk-Bezirksverbandes Braunschweig. Entlastung soll in Kürze mit einer Dienstleistung vom Landvolk Niedersachsen kommen. Nachdem bereits seit geraumer Zeit die Kreislandvolkverbände Gifhorn und Soltau-Fallingbostel zusammen mit Alfeld, Hildesheim, Hannover und Celle ihren Mitgliedern die Übernahme der Dokumentation anbieten, soll die „Grüne Buchführung“ noch in diesem Herbst landesweit angeboten werden.

 

Statt mit viel Zeitaufwand selbst eine Schlagkartei zu führen und anschließend die gesetzlich geforderten Dokumentationen zu erstellen, müssen die Bauern nur noch nach getaner Arbeit die Art der Maßnahmen und den betreffenden Schlag in eine einfache Liste eintragen und diese an das Landvolk senden. Dafür sind täglich lediglich zwei bis drei Minuten nötig. Ganz bequem haben es die Gifhorner Bauern, die noch auf dem Acker alle erforderlichen Daten per Handy an einen Anrufbeantworter durchgeben können und nichts mehr schriftlich machen müssen. Beim Landvolk werden alle weiteren Auswertungen und Dokumentationen vorgenommen und am Jahresende in einer übersichtlichen und repräsentativen Mappe zusammengefasst. Die gibt den Bauern nicht nur formale Sicherheit bei der Erfüllung der Dokumentationspflichten, sondern macht bei den Prüfern auch einen besseren Eindruck als handbeschriebene Blätter. „Besonders großes Interesse haben diejenigen Bauern, bei denen schon einmal eine Betriebsprüfung stattgefunden hat“, sagt Klaus-Dieter Böse, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes Gifhorn.

 

Zurzeit wird zur Realisierung des Projekts ein zentraler Server beim landwirtschaftlichen Rechenzentrum Land-Data in Visselhövede eingerichtet. Jeweils mehrere Kreislandvolkverbände teilen sich eine Eingabestelle, von der aus die Daten an den Server geliefert werden. Dies soll die Kosten so gering wie möglich halten. Die Kreisgeschäftsstellen brauchen dann nur eine Internetverbindung zum Server, um die Daten einzusehen und auszuwerten. In einer weiteren Ausbaustufe werden auch die Bauern selbst mit einem „Viewer“ jederzeit Einblick in ihre Daten haben. Und der Bedarf für die Grüne Buchführung ist groß. Schon jetzt nehmen ungefähr 250 Bauern mit etwa 20.000 Hektar teil. Einen regelrechten Schub brachte die Einführung der Pflanzenschutzdokumentation im vergangenen Frühjahr.

 

apfel-1-klein.gif                        Erwerb von Streuobstwiesen-Apfelsaft                  apfel-1-klein.gif

 

Auch in diesem Jahr konnte der Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel e. V. sich einer reichhaltigen Apfelernte auf „seinen“ Streuobstwiesen erfreuen. Diesen quasi aus „eigener Produktion“ stammenden Apfelsaft können Sie gern über den Landschaftspflegeverband käuflich erwerben.

 

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Landvolk Geschäftsstelle in Braunschweig.

Frau Wilck (0531/28770-12) wird Ihnen den Preis auf Anfrage nennen und das weitere Vorgehen gemeinsam mit Ihnen absprechen.

 
 
 

08.10.

 

Aktuelle Meldungen

 

   Kompromiss zu Biokraftstoffen

Die Große Koalition hat sich auf einen Kompromiss zur Besteuerung von reinem Biodiesel und zur Quotierung von Biokraftstoff verständigt. Der Koalitionsausschuss einigte sich darauf, die Steuer auf reinen Biodiesel zum 1. Januar 2009 um drei auf 18 Cent/l anzuheben. Bisher ist im Gesetz eine Erhöhung um sechs Cent/l vorgesehen. Auch für den Biokraftstoffanteil im Sprit gibt es eine Kompromisslösung. Die 2009 erstmals geltende Gesamtquote für Biokraftstoffe soll danach um einen Prozentpunkt auf 5,25 Prozent abgesenkt werden. Gabriel hatte ursprünglich eine Verringerung auf 4,8 Prozent geplant. An den Einzelquoten für Biodiesel und Bioethanol ändert sich nichts. Unklar ist nach dem Treffen des Koalitionsausschusses, wie stark die Steuer auf reinen Pflanzenölkraftstoff steigt, die sich laut geltender Gesetzeslage zum 1. Januar 2009 um acht auf 18 Cent/l erhöht. Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) geht nach dem Biodiesel-Kompromiss davon aus, dass analog zu Biodiesel auch die Anhebung der Besteuerung auf Pflanzenöl halbiert wird. (AgE)

 

 

   Verhandlungen zu Erbschaftsteuer vertagt

Weiteren Einigungsbedarf sieht der Koalitionsausschuss für die Zukunft der Erbschaftsteuer, hier soll ab 9. Oktober weiter verhandelt werden. SPD-Fraktionschef Peter Struck ließ Bereitschaft zu weiteren Verbesserungen zugunsten mittelständischer Familienbetriebe erkennen. Aus landwirtschaftlicher Sicht zählt eine Lockerung der Bindungsfristen für die Weiterbewirtschaftung des Hofes zu den dringlichsten Zielen. Zudem müssen, wie Landvolk und Bauernverband wiederholt gegenüber der Politik deutlich gemacht haben, alle verpachteten Flächen und Betriebe in die Entlastung einbezogen werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte Änderungen bei der geltenden Erbschaftsteuergesetzgebung bis Ende 2008 angemahnt. Sollte eine Einigung über eine Reform nicht gelingen, würde die Erbschaftsteuer ganz wegfallen. (AgE/LPD)

 

 

   Volle Prämie für Energiepflanzen

Erzeuger von Energiepflanzen werden für 2008 voraussichtlich noch einmal die volle Energiepflanzenprämie in Höhe von 45 Euro/ha erhalten. Die EU-Kommission rechnet in der gesamten Gemeinschaft mit einer Fläche von 1,6 Mio. ha, dies würde gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 44 Prozent bedeuten. 2007 wurde die Garantiefläche um 850.000 ha übertroffen, die Prämie wurde nur anteilig gezahlt. Die Kürzungen veranlassten die Landwirte, Alternativen zu den bisher für den Energiepflanzenanbau genutzten Fläche auszuloten. Im Rahmen des Health Check soll die Prämie nun ersatzlos gestrichen werden. (AgE/ZMP)

 

 

Nachlese

Braunschweig-Messe zwischen Harz + Heide 2008

 

Wenn auch die Gesamtzahl der Besucher vom 27. September bis 5. Oktober in den 19 Hallen mit rund 400 Ausstellern leicht rückläufig war, konnte der Landvolkbezirksverband Braunschweig eine gute Resonanz verzeichnen. Am Erfolg beteiligt waren die Landesvereinigung Milch e. V., die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA), die Nds. Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL), der Verband der Teilnehmergemeinschaften Braunschweig (VTG), die Nds. Landgesellschaft mbH (NLG), Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (ufop), und die Flechtorfer Mühle.

                              

An der Waffelbäckerei der LandFrauen in Halle 1 kam kein Messebesucher vorbei. Das war, wie auch schon in den Vorjahren, für die Gäste eine gute Einstimmung für den Rundgang durch die Hallen. Gern wurde ein Obolus gespendet. Das Geld wird einem sozialen Zweck, dem Projekt "Kochen mit Kindern", zugeführt.

 

Rundgang beim Abend der Region

v. l.: Brigitte Lauenstein, Jürgen Hirschfeld (Vorsitzender Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Manuela Schneider (Landvolk Bezirksverband Braunschweig)

 

                                                         

Fachgespräche am runden Tisch

v. r.: LandFrau Andrea Schwetje (Cramme), Bezirksvorsitzende der LandFrauen Susanne Steinert-Bode (Osterlinde), Karl-Dietrich Bode (Landwirt aus Osterlinde), Gerhard Schwetje (stellv. Vorsitzender Landvolk Bezirksverband Braunschweig), LandFrau Ursula Hanke (Eitzum)

 

                              

Diskussionsrunde über aktuelle Agrarthemen

v. l.: Manfred Walkemeyer (Vorstandsmitglied Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Johannes-Dietrich Arbogast (Vorsitzender Arbeitsgeberverband Braunschweig), Gerhard Rott (Vorstandsmitglied Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Gerhard Schwetje (stellv. Vorsitzender Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Michael Langer (DAA Braunschweig), Jürgen Hirschfeld (Vorsitzender Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Ulrich Löhr (Vorstandsmitglied Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Stefanie Gröger-Timmen (GLL Braunschweig)

 

06.10.

Braunschweig-Messe zwischen Harz + Heide

Die Landwirtschaft und die vor- und nachgelagerten Betriebe waren wieder gut vertreten

 

BRAUNSCHWEIG.   Mit dem neuen Titel „Braunschweig-Messe zwischen Harz + Heide 2008“ und einer noch größeren Angebots- und Themenvielfalt präsentierte sich die größte Verbrauchermesse der Region vom 27. September bis 5. Oktober auf dem Braunschweiger Messegelände an der Eisenbütteler Straße erstmals im Herbst.

Die zwei Geschäftsführer der Betreibergesellschaft AFAG Nürnberg Heiko und Hermann Könicke gaben sich im Vorfeld der traditionsreichen Messe zuversichtlich. Der Optimismus wurde nur bedingt bestätigt. Mit rund 67.000 Besuchern blieb die Zahl trotz des neuen Konzeptes, zwar nur in geringem Maße, aber doch unter der Besucherzahl des vergangenen Jahres.

Im Mittelpunkt der Messe stand das wirtschaftliche Angebot der Aussteller aus Handel, Handwerk, Industrie und dem Dienstleistungsbereich, das sich auf 19 Messehallen und im Freigelände verteilte. Neben dem wichtigen Bereich rund ums Bauen und Wohnen bildeten Haus- und Küchentechnik, Essen und Trinken, Touristik, Mode, Kosmetik, Garten, Handwerk, Kunsthandwerk, technischer Bedarf und Automobile sowie allgemeine Informationen und Dienstleistungen weitere Schwerpunkte. Der Großteil der erwarteten rund 400 Aussteller kam aus der hiesigen Region.

Das Großereignis fand erneut unter der Trägerschaft der Stadt Braunschweig statt. Neun Tage lang zeigte die Messe eindrucksvoll die Leistungskraft der ausstellenden Wirtschaft als wichtiges Bindeglied zwischen Konsumenten und Unternehmen. Vorrangiges Ziel vom Stadtmarketing Braunschweig war es schon bei der Planung, die Messe noch stärker als Top-Veranstaltung in der Region und als Einkaufs- und Informationsschwerpunkt des Jahres zu profilieren. Auf Jugendliche war ein unterhaltsames Bühnenprogramm zugeschnitten. Der gewollte Aufschwung mit neuen Themenparks, Aktions- und Erlebnisbereichen ereichte jedoch nicht die Höchstmarken der Vergangenheit an Besucherzahlen.

Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann erhoffte sich in seiner Eröffnungsrede einen positiven Impuls für die Region von der Messe. Aufbruchstimmung sei in der Stadt Braunschweig mit einem Zufriedenheitsindex im Unternehmerbereich spürbar, stellte der Präsident der IHK Braunschweig/Wolfsburg Dr. Michael-Wolf Schmid fest. „Entdecken sie Braunschweig, eine Stadt mit Tradition und Innovation“, ermunterte die Niedersächsische Kulturministerin Elisabeth Heister-Neumann die Bürger.    

Das Niedersächsische Landvolk, Bezirksverband Braunschweig und die LandFrauenvereine aus der Region boten „Lebensmittel aus der Region für die Region“ zum Verzehr an, die in Halle 1 rund 600 Quadratmeter Standfläche belegten.

Im Wechsel mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband gab es an fünf Tagen Animationen bei Kochshows unter dem Titel: Koch doch mal...! Besucher, Prominente und Kinder hatten Gelegenheit auf der Bühne unter Anleitung von Fachkräften zu kochen. Am Eröffnungstag begann Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann mit einer Kürbiscremesuppe.

An einem Informationsstand gab es Auskünfte über die gläserne Landwirtschaft mit Produkten und deren Verarbeitungsbetrieben der Region. Eine Oldi-Show landwirtschaftlicher Zugmaschinen (Trecker) zeigte die Technik vergangener Zeit. Die Jägerschaften präsentieren sich mit Informationsständen, Lebensmitteln aus Wildbret, Tontaubenschießen mit dem Lichtpunktgewehr und Jagdhornbläser warteten mit Signalen aus dem Jagdgeschehen auf. 

Der Landvolkvorstand hatte ein Treffen zwischen dem Vorsitzenden des CDU-Landesverbandes Niedersachsen und Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag Hannover David McAllister und den Kreislandwirten auf dem Messegelände organisiert. Der Gast konnte sich hauptsächlich in Halle 1 ausgiebig informieren.

 

 

 

Spezielle Themen sprach der Vorsitzende des Landvolkbezirksverbandes Braunschweig Jürgen Hirschfeld in dieser Runde an. Was den Landwirten nicht zusagt ist, dass noch zu viele landwirtschaftlich genutzte Flächen durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aus der Produktion (z.B. Flughafenerweiterung Braunschweig) genommen werden. Zunehmend sind die Weltmärkte auch für Agrarprodukte offen. Landwirte sollten darauf vorbereitet sein. Auch Ackerbaubetriebe mögen davon (z.B. bei der Getreidelagerung) profitieren. Die Flurbereinigung laufe, im Naturschutz angepasst, gut. Daran sei auch die Zusammenarbeit mit der GLL beteiligt, wurde dem Gast unter anderem berichtet.

David McAllister zeigte sich beeindruckt, wie die Landwirtschaft sich auf der Messe präsentiere. Eingebracht haben sich die LandFrauen -Vereine überwiegend beim Kochen mit Kindern und die Jägerschaften mit Informationen über Jagd und Naturschutz.

 

 

v. l.: David McAllister (CDU), Gerhard Rott (Kreislandwirt Helmstedt), Jochen-Konrad Fromme (CDU), Willi Dietzsch (Verband der Teilnehmergemeinschaften), Volker Meier (Landvolk Braunschweig), Ulrich Löhr (Landvolk Kreisverband Wolfenbüttel/Braunschweig), Gerhard Schwetje (Kreislandwirt Wolfenbüttel) mit Jürgen Hirschfeld (Kreislandwirt Goslar) im Gespräch.

 

 

v. l.: Küchenstandmoderator Klaus Langhardt, Brigitte Scherb (Vorsitzende des LandFrauen-Landesverbandes) und LandFrau Renate Hildendag-Bosse.


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 02.10.2008

Landwirtschaftliches Wissen nun auch „online“ parat

 

L P D - Von „A“ wie Absatzwerbung über „I“ wie Immission bis „Z“ wie Zwischenfrucht – Seit rund 25 Jahren liefert das Agrilexikon des Vereins information.medien.agrar (i.m.a.) kurze und prägnante Antworten zu Fragen über die Landwirtschaft. Jetzt kommt es ganz frisch auch im Internet daher, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Unter www.agrilexikon.de oder www.agrar-wiki.de werden mehr als 300 Begriffe rund um die Landwirtschaft aufgelistet und kurz, prägnant und auch für landwirtschaftliche Laien verständlich in Text und Bild erläutert. Unter dem Begriff „Kartoffel“ findet der User beispielsweise Fakten über Biologie und Herkunft, wie Kartoffeln angebaut und wie sie vermarktet werden. Ergänzende Verlinkungen verweisen auf weitere Stichworte im Lexikon selbst oder zu anderen Websites, sowie zu Broschüren und Unterrichtshilfen, die bei i.m.a als Druckexemplare bestellt werden können. Die eingestellten Grafiken lassen sich herunterladen und so beispielsweise im Unterricht als Arbeitsblätter oder Kopiervorlagen einsetzen.

 

Das Online-Agrilexikon richtet sich in erster Linie an Schüler und Lehrer und bietet ihnen ein umfassendes Nachschlagewerk für den Themenkomplex „Landwirtschaft im Unterricht“. Aber auch andere Benutzergruppen erhalten so einen Zugang zur modernen Landwirtschaft, egal ob es um Produktionstechnik, Agrarpolitik oder die Marktwirtschaft geht. Mit Begriffen wie Artenvielfalt, Milchquote oder Schweinezyklus wird die Landwirtschaft in ihrem breiten Spektrum kurz und knapp aber anschaulich erläutert. Wer weiß schon auf Anhieb, was „Modulation“ oder „Deckungsbeitrag“ bedeutet, oder was sich hinter dem Abkommen von Lomé verbirgt? Mit seinem umfassenden Wissenspool soll das neue Online-Agrilexikon allen Nutzern ein elementares Basiswissen vermitteln, das zur Orientierung und zum Verständnis der modernen Landwirtschaft beiträgt. Zwar orientiert sich das neue Online-Lexikon an der weltbekannten Internet-Enzyklopädie Wikipedia, anders als diese handelt es sich beim Agrilexikon aber nicht um eine freie Datenbank: Auch bei den geplanten Ausbauschritten sollen nur von der i.m.a autorisierte Experten die Inhalte der Datenbank erweitern können.
 
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