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Januar  2 0 0 7 - Dezember 2 0 0 9

15. Getreidetag am 09. Dezember 2009


Hähnchenmast

Am Donnerstag, 19. November 2009, informierte das Kuratorium für Wirtschaftsberatung Helmstedt zum Thema Hähnchenmast. Henning Pieper, Geflügelspezialberater der Landwirtschaftskammer, stellte die Produktionstechnik, die Marktsituation und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Hähnchenmast dar. Herr Dr. Schröder, Geflügelhalter aus Wieglitz, stellte seinen interessanten Betrieb mit Puten- und Hähnchenmast vor und ließ seine Erfahrungen aus mehr als 30 Jahren mit Geflügel Revue passieren. Im Anschluss standen beide Referenten für Fragen der Praktiker zur Verfügung. Mitglieder, die sich im weiteren für die Hähnchenmast interessieren, empfehlen wir folgende Veranstaltung:

Kuratorium für Wirtschaftsberatung Peine am 07. Dezember 2009 um 13.30 Uhr im S-Point der Kreissparkasse Peine

Referenten: Henning Pieper, LWK

                  Reiner Wendt, praktischer Hähnchenmäster

                  Olaf Oertzen, Nord/LB


Peiner Industrieverein besichtigt Biogasanlage mit Klärschlammtrocknung

 

Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Besichtigung von Mitgliedsbetrieben“ war der Peiner Industrieverein auf Einladung des Peiner Landvolkes und des Wasserverbandes Peine bei der Biogasanlage der Bioenergie Hoheneggelsen und der angeschlossenen Klärschlammtrocknung zu Besuch.

 

Rund 70 Interessierte aus allen Bereichen der Industrie, des Handwerkes und Handels ließen sich für 3 Stunden in die Welt von elektrischen Schweinen, liegenden Fermentern und Steig- und Stopfschnecken entführen.

Zwei Dinge beeindruckten dabei besonders: Insgesamt 4 Mio. € wurden am Standort für eine Zukunft mit Bioenergie und hochwertigem Klärschlammdünger investiert. Zum anderen wunderte sich mancher unbedarfte Veranstaltungsbesucher mit dem Statement „ Hier stinkt es ja gar nicht!“ über das Fehlen jeglicher Geruchsimmission.

 

 

 


Peiner Allgemeine Zeitung - paz-online - vom 28.09.2008

Das Puffer-Rezept erfährt nicht mal der Minister

Von seiner besten Seite zeigte sich das kleine Dorf Wehnsen am Wochenende beim

Kartoffelmarkt. Tausende Besucher bummelten am Sonnabend und am Sonntag durch

die malerischen Straßen und genossen das Angebot und das herrliche Herbstwetter.

 Zu Tausenden schlenderten die

Besucher am Sonnabend und am

Sonntag beim Kartoffelmarkt durch

Wehnsen.                  Ralf Büchler

 

Von Kerstin Wosnitza

Edemissen-Wehnsen. Ein Dorf lädt ein und Tausende kommen – so könnte man den Kartoffelmarkt beschreiben, und die Wehnser sind gute Gastgeber. Vom Parkplatzangebot bis hin zum Infomobil ist alles perfekt organisiert, die Stimmung bei den Gästen ist entspannt und fröhlich. Auch kleinere Wartezeiten am Eingang und vor allem am fast schon legendären Pufferstand der Landfrauen werden geduldig hingenommen.

Die Kartoffelkönigin Anna Wendorff aus Rothenburg/Wümme und Hans-Heinrich Ehlen, Minister für den ländlichen Raum,

 

Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eröffnen den Markt. Ehlen selbst kürzt seinen sperrigen Titel scherzhaft mit „Minister für Essen und Trinken“ ab und hegt die stille Hoffnung, dass zumindest ihm das Geheimrezept für die Puffer verraten wird – vergeblich.

Unterdessen strömen die Besucher in Scharen in den Ortskern. Auf einem Rundweg gibt es rechts und links allerhand zu entdecken. Nicht nur Kartoffeln, sondern noch viele andere Lebensmittel aus heimischer Produktion werden angeboten, aber auch Dekoratives für Haus und Garten, Schmuck, Seifen, Dufthölzer und vieles mehr. Herbstboten wie Kürbisse, Heu und Stroh und Sonnenblumen prägen das Bild, doch hier und da ist schon Weihnachtliches zu entdecken.

In unerschütterlicher Gelassenheit stehen zwei Polizeipferde mit ihren Reitern mitten im Zentrum des Geschehens und lassen sich geduldig streicheln. Viel aufgeregter sind die Hunde der Peiner Jäger auf der Bühne, die bei einem Vortrag über die verschiedenen Jagdhunderassen und ihre speziellen Aufgaben zur Anschauung dienen.

Familie Gröve ist aus Hannover nach Wehnsen gekommen und genießt das trotz der zahlreichen Besucher gemütliche Ambiente. Sohn Timon ist vier Jahre alt und macht gerade an Papas sicherer Hand Bekanntschaft mit zwei Kälbchen. „Wir haben auch schon beim Schafescheren zugeschaut, Kaninchen gestreichelt, Timon ist auf dem Bungee-Trampolin gesprungen und nachher wollen wir noch mit der Kutsche fahren“, erzählt Mutter Carolin, die entspannt in einer Ecke sitzt und das Baby stillt. „Wehnsen ist noch ein Dorf fast wie aus einem Bilderbuch, und für Stadtkinder wie Timon gibt es hier unendlich viel zu entdecken“, sagt die junge Mutter, die zum ersten Mal in Wehnsen ist. „Aber wir kommen bestimmt wieder und bringen noch Freunde mit!“

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 25.09.2008

DBV kompetent auf der EuroTier vertreten

Information für Milchbauern, Schweine-, Geflügel-, Rinder- und Schafhalter

   

Der Deutsche Bauernverband (DBV) wird auf der diesjährigen EuroTier (11. bis 14. November 2008) seine Verbands- und Dienstleistungsangebote in Halle 26 präsentieren. Der Stand des DBV bietet die Möglichkeit eines Treffpunkts für die gesamte Landwirtschaft. Nicht nur die Tierhalter erwartet ein breites Beratungsangebot des landwirtschaftlichen Berufsstandes. So wird zum Beispiel für Schweinehalter ein Schweinepreisvergleich dargelegt. Die Milchbauern können sich über die Entwicklungen des Marktes und anstehende agrarpolitische Entscheidungen informieren. Wissenswertes über die Bekämpfung von Tierseuchen wird darüber hinaus ebenfalls durch fachkompetente Beratung angeboten. Daneben wird der DBV mit Vorträgen, Diskussionen und individuellen Beratungsgesprächen mit seinen Marktexperten auch über den Ackerbau, nachwachsende Rohstoffe, EU-Agrarpolitik und Bioenergie sprechen.

 

Dieser Messestand des DBV ist wiederum als Gemeinschaftsstand konzipiert mit der Arbeitsgemeinschaft Organisationsgebundene Landpresse (AOL), dem Verein information.medien.agrar (i.m.a), der Andreas-Hermes-Akademie, mit QS Qualität und Sicherheit, der IG BAU, ORGAINVENT und der DBV-Service GmbH sowie den Partnern des DBV-Service mit seinen Dienstleistungsangeboten für Mitglieder. Besonders die Zusammenarbeit mit den Verlagen aller landwirtschaftlichen Wochenblätter erlaubt dem Standbesucher kurze Wege, um Informationen für die Praxis zu erhalten. Die i.m.a wird wiederum die EuroTier für ein umfangreiches Schülerprogramm nutzen. Die ausgestellten modernen Maschinen und neueste Technik der Landwirtschaft wird Schülern und Lehrern von allgemeinbildenden Schulen aus Niedersachsen in gesonderten Führungen erläutert und demonstriert.

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 25.09.2008

Braunschweig-Messe mit großer Landvolk-Beteiligung

 

L P D - Vom 27. September bis zum 5. Oktober wird Braunschweig nach Angaben des Landvolks Niedersachsen wieder zum Schauplatz der größten Verbrauchermesse der Region. Neu ist der Titel „Braunschweig-Messe zwischen Harz + Heide 2008“, unter dem eine noch größere Angebots- und Themenvielfalt als bisher auf dem Braunschweiger Messegelände an der Eisenbütteler Straße präsentiert wird. Neu ist nicht nur der Name, sondern auch das Ausstellungskonzept. So wird das Angebotsspektrum um neue Themenparks, Aktions- und Erlebnisbereiche erweitert. Im Mittelpunkt der Messe steht das Angebot der Aussteller aus Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistungsbereich, das 18 Messehallen und das Freigelände belegt. Bauen und Wohnen, aber auch Haus- und Küchentechnik, Essen und Trinken, Touristik, Mode und Kosmetik, Garten, Handwerk, technischer Bedarf und Automobile sind Schwerpunkte der Ausstellung. Einen wichtigen Part übernimmt wie immer die Landwirtschaft der Region. In den Hallen 1, 2 und 3 heißt es „Original-Regional – so schmeckt Niedersachsen“. Neben gutem Essen und Trinken präsentieren sich hier mit dem Landvolk-Bezirksverband Braunschweig, den Landfrauen und den Jagdverbänden die Organisationen der Landwirtschaft. Gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband gibt es hier an fünf Tagen Kochshows, bei denen gesunde Kost propagiert wird. Ein Stand informiert über die „gläserne Landwirtschaft“ mit Produkten und deren Verarbeitungsbetrieben der Region. Am 3. und 4. Oktober wird am Landvolk-Stand Apfelsaft gepresst, und am 4. und 5. Oktober ist bei einer Oldtimer-Show mit historischen Traktoren und Landmaschinen die Technik vergangener Zeit zu bewundern.
 

Braunschweig-Messe zwischen "Harz + Heide" 2008 vom 27.09.-05.10.2008

Besuchen Sie unsere "Kochbühne" auf dem Messegelände in der Eisenbütteler Straße in Halle 1!


Land & Forst vom 18.09.2008

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 12.09.2008

Doppelbesteuerung ist vom Tisch!

Großer Erfolg des berufsständischen Einsatzes

   

Die Finanzministerien von Bund und Ländern haben heute ihre Auffassung zur Besteuerung der Betriebsprämie der Landwirte korrigiert und beschlossen, dass es wie bisher bei einer Besteuerung der Betriebsprämie zum Ende des Jahres bleibt. Die ursprünglichen Pläne hingegen hätten zu einer Steuermehrbelastung von rund 500 Millionen Euro geführt. Dies ist ein großer Erfolg durch engagiertes Auftreten und geschlossenes Zusammenwirken des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und seiner Landesbauernverbände. Hervorzuheben ist auch die klare Haltung des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Länder-Agrarminister.

 

Das Bundesfinanzministerium hatte seine Steuerpläne damit begründet, dass bei der EU-Betriebsprämie der sogenannte 10-Monatszeitraum und die Stilllegungspflicht abgeschafft wurden und damit die Bilanzierung vorverlegt werden sollte. Dies hätte im Ergebnis zu einer Doppelbesteuerung der Betriebsprämie im Wirtschaftsjahr 2007/08 geführt, obwohl nur eine Prämie bei den landwirtschaftlichen Betrieben ankommt. Seitens des DBV wurde hingegen argumentiert, dass sich durch die vereinfachten Regeln aus Brüssel die Bedingungen der Besteuerung in Deutschland nicht geändert haben. Erfreulich ist, dass sich jetzt auch die Finanzminister von Bund und Ländern dieser Ansicht des Bauernverbandes angeschlossen haben.

 

Wolfenbütteler Schaufenster vom 10.09.2008

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 04.09.2008

Der Branchentreff für Schweinehalter und Fleischproduzenten

Schweinehandelstag 2008 am 24. September in Garrel

   

Schweinemäster, Sauenhalter und die gesamte Veredelungswirtschaft führen am

24. September 2008 im niedersächsischen Veredelungsgebiet beim Schweinehandels-

tag 2008 ihren Branchentreff durch. Der Schweinehandelstag 2008 steht unter dem Thema „Aktiv für eine leistungsstarke Schweinehaltung in Deutschland“. Auf der vom Deutschen Bauernverband (DBV) und der Bundeslehranstalt Burg Warberg organisierten Veranstaltung wird eine eingehende Marktanalyse des Schweine- und Ferkelmarktes durchgeführt und die politischen Rahmenbedingungen für den Veredelungsstandort Deutschland diskutiert. Ferner werden Stärken und Schwächen der deutschen Schweinefleischproduktion und -vermarktung beleuchtet.

 

Unter Moderation des Chefredakteurs des Landwirtschaftlichen Wochenblattes Westfalen-Lippe, Dr. Franz-Josef Budde, werden für die Sauenhalter Möglichkeiten zur Verbesserung der Liquidität, der Tiergesundheit, der betrieblichen Gestaltung und der Vermarktung aufgezeigt.

 

Anmeldung zum Schweinehandelstag bis 18. September 2008 über die Bundeslehranstalt Burg Warberg, Fax: 05355/961 200 oder über info@burg-warberg.de.

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 04.09.2008

Landwirtschaft lädt zum Feiern ein

Ländlicher Schorsenbummel am 28. September bietet Gutes vom Land für alle Sinne

 

L P D - Pünktlich zum Herbstanfang wird sich die Georgstraße in Hannover in ungewohnt ländlichem Ambiente präsentieren: Für den 28. September laden Niedersachsens Bäuerinnen und Bauern unter Regie des Landvolks zum fröhlichen und informativen Erntefest ein. Entlang der Georgstraße und auf dem Georgsplatz zwischen Aegi und Opernplatz werden in der Zeit von 11 bis 17 Uhr ein buntes Programm auf der großen Aktionsbühne, eine kleine Tierschau und ein großer Bauernmarkt sowie zahlreiche Informations- und Aktionsstände einen Tag lang „pralles Landleben“ mitten in der Stadt garantieren. Höhepunkt der Veranstaltung wird die Übergabe einer von der Landfrauen-Ortsgruppe Pattensen (Kreis Harburg) gebundenen Erntekrone an den Präsidenten der Region Hannover, Hauke Jagau, sein.

 

Zur bäuerlichen Atmosphäre werden insbesondere die Beschicker des großen Bauernmarktes beitragen, die an zahlreichen Ständen ländliche Genüsse zum Probieren, schlemmen oder zum „Mit-nach-Hause-nehmen“ anbieten. Die Landfrauen laden in ein großes Kaffeezelt ein und zaubern durch viele Stände mit selbsthergestellten Leckereien, dekorativen Kleinigkeiten oder Mitmachaktionen für Kinder ländliches Flair. Sie lenken mit der großen Erntepyramide zugleich den Blick auf die besinnlichen Aspekte des Festes. Außerdem ist der Heimatverein Lauenau wieder mit dabei, der neben dem alten Lanz-Bulldog auch eine mobile Feldschmiede und einen Korbflechter „im Gepäck hat“ und über die Gewinnung von Brennholz in den heimischen Wäldern informieren wird. Entspannung bietet die Arbeitsgemeinschaft für Urlaub und Freizeit auf dem Land auf ihren 400 Ferienhöfen, die sich ebenfalls in Hannover empfehlen.

 

Doch auf die kleinen und großen „Schorsenbummler“ werden auch zahlreiche andere Attraktionen warten, unter anderem werden die Landesjägerschaft ihre Hunde und die Falkner ihre Greifvögel präsentieren. Auf der Bühne wird beispielsweise ein Schafscherer seine schweißtreibende Kunstfertigkeit demonstrieren und viele Tanz- und Musikgruppen aus dem ländlichen Raum ihr Können zeigen. Mit dem zentralen Erntefest in Hannover will das Landvolk – der niedersächsische Bauernverband – die Landwirtschaft wieder in das Bewusstsein der Städter rücken. Bereits zum 16. Mal laden die Organisationen und Verbände der niedersächsischen Landwirtschaft gemeinsam zum Feiern des Erntefestes in der Landeshauptstadt ein. Da der landwirtschaftliche Schorsenbummel zum Herbstanfang mittlerweile ein fester Termin in den Kalendern vieler Hannoveraner ist, rechnen die Veranstalter je nach Wetterlage auch in diesem Jahr mit rund 30.000 Besuchern.

Braunschweiger Zeitung - Helmstedter Ausgabe vom 16.08.2008


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 14.08.2008

Landvolk richtet Börse für Mist und Gülle ein

 

L P D - Rasant gestiegene Kosten für Mineraldünger haben bei den Bauern auch die Wertschätzung für Wirtschaftsdünger wie Mist und Gülle gesteigert. Doch während viehstarke Betriebe oft „zuviel des Guten“ haben, fehlt es den Ackerbaubetrieben meist an Wirtschaftsdünger, um ihr Mineraldüngerkonto zu entlasten. Damit der Ausgleich klappt, hat das Landvolk Niedersachsen jetzt eine „Düngerbörse“ eingerichtet. Über das verbandseigene Netzwerk können so auf schnellstem Wege Interessenten zusammengebracht werden. Ansprechpartner sind die Geschäftsstellen der Kreislandvolkverbände. Wer Dünger abgeben oder aufnehmen will, kann dort seine Kauf- oder Verkaufwünsche einfach im Lande verbreiten lassen. Gezielt kann nach bestimmten Düngerarten unterschieden werden, und eine Definition der handelbaren Stoffe stellt sicher, dass keine möglicherweise problematischen Stoffe aus Abfallanlagen gehandelt werden. Außerdem fordert die Suchmaske nur zur Eingabe von Landwirten aus Niedersachsen als Kunden auf. Die Datenbank arbeitet nach dem bereits beim Handel von Prämienzahlungsansprüchen bewährten Muster und ist lediglich eine Kommunikationsplattform. Damit sollen auch keine bestehenden Geschäftsbeziehungen gestört werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit Beratung und Maschinenringen in den „Grünen Zentren“ können aber auch weiter gehende Fragen fachkundig beantwortet werden. Noch bis Ende August läuft die Börse zum Ausprobieren kostenlos, danach berechnen die Landvolkverbände 15 Euro pro Eintrag.

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 08.08.2008

Beitrag der Landwirtschaft für Gesellschaft von großer Bedeutung

 

Europapolitiker Schulz im Interview mit der Deutschen Bauern Korrespondenz

   

„Ich bin der Ansicht, dass die bäuerlichen Traditionen einen ganz wesentlichen Anteil zur Entwicklung des kulturellen Reichtums und zur Vielfalt unserer einzigartigen europäischen Gesellschaft beitragen. Der Beitrag der Landwirtschaft für unsere Gesellschaft ist von besonderer Bedeutung.“ Dies sagte der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Martin Schulz, im Interview mit der Deutschen Bauern Korrespondenz dbk. Er erinnerte daran, dass es in erster Linie die Landwirte seien, die die einzigartige europäische Kulturlandschaft hegten und pflegten. Gleichzeitig seien sie auch die Hersteller der Lebensmittel. Schon alleine das Wort Lebensmittel - Mittel zum Leben - zeige die besondere Bedeutung dieses Berufszweiges.

 

Im Hinblick auf die Agrarpolitik sprach sich Schulz dafür aus, das Geld zielgerichteter auszugeben. „Wir werden nicht ganz ohne Förderung der Landwirtschaft auskommen können. Die steigenden Preise aber führen auch dazu, dass landwirtschaftliche Betriebe wieder mit mehr Gewinnorientierung produzieren können“, betonte Schulz. Die hohe Qualität der Nahrungsmittel könnte nur eine qualitätsorientierte Landwirtschaft produzieren, die auch entsprechend honoriert werden müsse. „Wir müssen sicherstellen, dass diejenigen, die unsere Nahrungsmittel und damit die Sicherstellung unserer Lebensgrundlagen in den Händen halten, den entsprechenden Respekt in der Gesellschaft und in der Politik genießen“, machte Schulz deutlich.

 

Nach Einschätzung von Schulz befindet sich Europa nach dem gescheiterten Referendum in Irland zum Lissabon-Vertrag in einer schweren Krise. „Wenn dieser Vertrag scheitert, was nach dem irischen Referendum nicht auszuschließen ist, dann gibt es keine schnelle Alternative mehr. Die EU wäre zurückgeworfen auf den Vertrag von Nizza, einen Vertrag, der schon für 15 Staaten nicht ausreichend war“, befürchtet der Europapolitiker. Die Tatsache, dass durch den Lissabon-Vertrag die sogenannten obligatorischen Ausgaben wegfallen würden und die Landwirtschaftspolitik dem vollen parlamentarischen Verfahren unterworfen wäre, hätte nach seinem Dafürhalten zu erheblichen Änderungen geführt. Bleibe es bei den alten Verträgen, dann werde sich an der bisherigen Struktur der Landwirtschaftspolitik in der EU wenig ändern, erklärte Schulz.

 

Auf die Frage, was grundsätzlich falsch in Europa laufe, appellierte Schulz an die Staats- und Regierungschefs, endlich zu begreifen, „dass es nicht so weitergehen kann wie bisher“. Die Erfolge, die im Rahmen der Europäischen Union erzielt werden, dürften nicht vordringlich als Erfolge der Regierungen der Mitgliedstaaten bzw. der Regierungschefs dargestellt werden und die Misserfolge, die die gleichen Regierungschefs zu vertreten haben, "Europa" oder "Brüssel" zugeschoben werden. „Alles Gute ist national, alles Schlechte ist europäisch – dies darf sich nicht fortsetzen! - sonst schadet dies der gesamten europäischen Einigung“, betonte Schulz. Er erhofft sich von der französischen EU-Ratspräsidentschaft, die institutionellen Reformen durchzusetzen, die im Lissabon-Vertrag beschrieben sind, und das Klimapaket unter Dach und Fach zu bringen. Dabei müsse ein Weg der Vernunft eingeschlagen werden. „Der Klimaschutz darf nicht mit einer Strategie der Entindustrialisierung verbunden werden. Wir brauchen beides, saubere Umwelt und Arbeitsplätze“, hob Schulz im Interview mit der dbk hervor.

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 31.07.2008 -

Bauern bauen Biogasanlage gemeinsam

Als Kommanditisten am Ertrag beteiligt - Nicht nur Rohstofflieferanten

 

L P D - Viel Kapital ist für den Bau einer Biogasanlage nötig: Bis zu 5.000 Euro kostet jedes Kilowatt installierte elektrische Leistung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass oft branchenfremde Investoren einsteigen und die Bauern nur noch Rohstofflieferant sind, die nicht am Ertrag der Anlage teilhaben können. Anders in Hahausen bei Seesen: Dort haben 17 Bauern eine Gesellschaft gegründet und gemeinsam gebaut. Seit dem Jahreswechsel dröhnen die Motoren im Blockheizkraftwerk und liefern „grünen“ Strom aus Maissilage und Rindergülle. Mit der Abwärme wird zurzeit Brennholz und während der Ernte auch Getreide getrocknet. Ganz in der Nähe führt eine Gasleitung vorbei, die direkte Gaseinspeisung ins Netz ist deshalb eine Option für die Zukunft.

 

Von der Biogas-Euphorie vor drei Jahren hatten sich auch die Bauern im Lutterbecken anstecken lassen. Aber sie wollten eben nicht nur Rohstofflieferanten sein, während der Anlagenbetreiber den Gewinn einfährt. Dafür hatte der Landvolk-Bezirksverband Braunschweig das richtige Konzept: Über seine Dienstleistungsgesellschaft Landvolkdienste Braunschweig bietet er die Betreuung regenerativer Energieanlagen von der Planung bis zur Geschäftsführung an und brachte die Interessenten schnell an einen Tisch. Als es nach ersten Informationsveranstaltungen konkret „zur Kasse“ ging, trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Aber 17 Bauern blieben dabei und gründeten die Biogas Neiletal in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG. Mindestens drei Hektar (ha) Maisanbaufläche musste jeder Gesellschafter einbringen und für jeden ha waren 3.000 Euro Kapitalanteil einzubringen. Damit kam bereits ein Viertel der voraussichtlichen Investitionskosten als Eigenkapital zusammen, der Rest wurde mit Hilfe von Krediten finanziert.

 

Die Geschäftsführung wird von Carsten Ilsemann wahrgenommen, der zugleich Geschäftsführer des Landvolk-Bezirksverbandes Braunschweig ist. Ihm zur Seite steht ein aus drei Mitgliedern bestehender Beirat. Drei der Gesellschafter teilen sich im Wechsel die tägliche Betreuung der Biogasanlage, dazu treffen sie sich einmal wöchentlich zur „Lagebesprechung“. Nachdem die Anlage in Betrieb gegangen ist, sind die Gesellschafter jetzt noch einen Schritt weiter gegangen und haben gemeinsam ein Güllefass zur Substratausbringung angeschafft. „So bleibt auch diese Wertschöpfung in der Landwirtschaft“, sagt Ilsemann. Lediglich für die Maisernte ist ein Lohnunternehmer zuständig. Der Maisanbau ist im Übrigen nicht fremd in der Gegend: Ein Drittel der Kommanditisten sind Milchviehhalter, und trotz Biogasanlage übersteigt der Maisanteil bei keinem der Beteiligten den Anteil von 20 Prozent in der Fruchtfolge.


Landvolk Niedersachsen

Die Europäische Kommission hat am 23.07.2008 im Amtsblatt Hinweise zur Flächenstilllegung ab 2009 veröffentlicht. Die obligatorische Flächenstilllegung soll ab dem Jahr 2009 abgeschafft werden. Der Vorschlag wird gegenwärtig im Rat, im Europäischen Parlament und in den übrigen europäischen Organen erörtert.

Aufgrund des Vorschlags sind die Landwirte künftig nicht mehr verpflichtet, Flächen aus der landwirtschaftlichen Erzeugung zu nehmen, um den mit ihren Zahlungsansprüchen festgesetzten Betrag zu erhalten. Die besonderen Zahlungsansprüche für Flächenstilllegungen werden in normale Zahlungsansprüche umgewandelt. Die Landwirte können diese Bestimmung bereits für die Herbstaussaat 2008 und die Frühjahrssaat 2009 nutzen.


Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 03.07.2008

Deutschland braucht seine Landwirtschaft

 

Bundeskanzlerin Merkel auf dem Deutschen Bauerntag

   

Mit ihrem Besuch beim Bauerntag wolle sie die Wertschätzung verdeutlichen, die die Bundesregierung den Landwirten entgegenbrächte. Dies hob Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in ihrer Rede im Rahmen des Deutschen Bauerntages am 1. Juli 2008 in Berlin hervor. „Die Arbeit der Bauern ist wichtig: damit unsere Nahrungsmittelversorgung unabhängig bleibt und die Energieerzeugung vielseitiger wird. Wir brauchen Sie", rief die Bundeskanzlerin den Delegierten des Bauerntags zu. Landwirte würden Großartiges für die Gesellschaft leisten. Sie trügen auch dazu bei, die ländlichen Räume zu entwickeln und lebenswert zu erhalten. Deshalb spielten die Landwirte "eine wesentliche Rolle im gesamtgesellschaftlichen Gefüge" des Landes, so die Bundeskanzlerin.

 

Der Bauernverband habe sich nach dem Mauerfall in vollem Maße und mit offenem Herzen der Aufgabe der Integration der ostdeutschen Landwirtschaft in die Verbandsorganisation gestellt. Das sei natürlich alles andere als eine einfache Aufgabe gewesen, weil sich die Unterschiedlichkeit der landwirtschaftlichen Strukturen vergrößert habe. Heute sei der Bauernverband auch in den neuen Bundesländern ein anerkannter Gesprächspartner für alle, die sich mit landwirtschaftlichen Fragen beschäftigen. Der damalige DBV-Präsident Constantin Freiherr Heereman habe sich um die deutsche Einheit verdient gemacht, lobte die Bundeskanzlerin ausdrücklich.

 

Auf europäischer Ebene werde sich die Bundesregierung dafür stark machen, bessere Bedingungen für alle landwirtschaftlichen Strukturen zu schaffen, versprach die Kanzlerin. Besonders von überbordender Bürokratie müssten die Bauern befreit werden. Beim Health Check der EU-Agrarpolitik will Merkel auf Verlässlichkeit und Planungssicherheit drängen. Die Agrarreform von 2003 dürfe bei der Überprüfung nicht auf den Kopf gestellt werden. „Das wird es in Deutschland nicht geben“, sagte Merkel. Die vor fünf Jahren beschlossene Reform der gemeinsamen Agrarpolitik sollte jedenfalls nicht wieder aufgeschnürt werden. Lediglich da, wo es erforderlich sei, müsse nachjustiert werden. Mit dem Health Check müssten effektive Strukturen in der Landwirtschaft gestärkt werden. In diesem Zusammenhang sprach sich Merkel dafür aus, dass keine Gruppe von Bauern benachteiligt werden dürfe. Es dürfe nicht zu einer Schwächung der Investitionskraft auf dem Lande führen, stellte Merkel fest.

 

Die Bundeskanzlerin betonte, dass es gut sei, wenn ein Land auf eine eigene landwirtschaftliche Versorgung blicken und wenn ein Land sagen könne: „Wir haben eine eigene Ernährungsindustrie, wir haben verschiedene Formen von Angeboten, wir zeigen nicht mit dem Finger darauf, ob das nun die konventionelle oder die Ökolandwirtschaft ist, sondern wir sind stolz darauf, eine florierende Landwirtschaft zu haben“.

 

Für eine steuerliche Entlastung bei Agrardiesel gab die Bundeskanzlerin hingegen derzeit noch keine Zusage. Sie gab zu bedenken, dass dies mit der nächsten Preiserhöhung bei Energie verpuffen würde. Stattdessen werde sie an den Ursachen für die Preisentwicklung ansetzen. Es gehe darum, die Nachfrage und die Förderung von Erdöl und Erdgas "in eine vernünftige Balance zu setzen", sagte Merkel.

 

Den Milchbauern sagte die Bundeskanzlerin Unterstützung im Kampf um EU-Finanzhilfen zu. Das Auslaufen der so genannten Milchquote bedeute eine Herausforderung für viele Milchbauern. „Hier muss nach Lösungen gesucht werden“, betonte Merkel und sprach Bundesagrarminister Seehofer, der sich in Brüssel für den vom Bauernverband geforderten Milchfonds mit jährlich 300 Millionen Euro aus überschüssigen EU-Mitteln stark macht, ihre volle Unterstützung aus.

 

Im Hinblick auf die WTO-Verhandlungen betonte Bundeskanzlerin Merkel, dass sie natürlich auch immer wieder gefragt werde: „Was tut ihr für einen fairen Handel mit Agrarprodukten?“ Sie zeigte sich überzeugt davon, dass die europäische Landwirtschaft ihren Beitrag zum freien Welthandel „vor geraumer Zeit“ erbracht habe. Wenn sie sehe, wie jetzt im Bereich der Industriegüter und der Industriezölle fast schon gefeilscht würde und wie auch auf Seiten von Schwellenländern versucht werde, „eigene Pfründe“ ein Stück weit zu sichern, dann käme sie als Bundeskanzlerin nur zu dem Urteil: „Es muss und wird nur eine Zustimmung der Bundesregierung geben, wenn wir ein faires, ausgeglichenes Angebot bekommen – auf jeden Fall keines auf dem Rücken der deutschen Landwirtschaft.“
 

02.07.

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 30.06.2008

DBV-Milchpräsident Folgart: Einkommen der Milchbauern verbessern

DBV-Forum: Milchmarkt 2008 – was bringt die Zukunft?

   

„Bei allen Entscheidungen, die wir jetzt treffen, müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Einkommen der Milcherzeuger schnellstmöglich verbessert und nachhaltig stabilisiert werden!“ Das betonte Udo Folgart, Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) auf dem DBV-Forum „Milchmarkt 2008 – was bringt die Zukunft?“ anlässlich des Deutschen Bauerntages 2008 in Berlin. Die Bamberger Milcherklärung sei das Ergebnis einer sehr intensiven und langen Diskussion des DBV und seiner Landes- und Kreisverbände mit den aktiven Milcherzeugern. Zu diesen Beschlüssen stehe der DBV „ohne Wenn und Aber“, so Folgart wörtlich.

 

Der DBV-Milchpräsident verdeutlichte weiter, dass es jetzt darum gehe, kurzfristig auf nationaler und europäischer Ebene das Begleitprogramm Milch umzusetzen. Von den politisch Verantwortlichen in Brüssel forderte er, jede marktwidrige Aufstockung der EU-Milchquote im Rahmen des Health Check zu verhindern. Außerdem sei ein langfristig abgesicherter und eigenständig finanzierter Milchfonds zur Unterstützung der Milchbauern noch in diesem Jahr durchzusetzen. Dieser Milchfonds müsse insbesondere gesonderte Direktzahlungen an Milcherzeuger, die unter schwierigen Bedingungen wirtschaften, aber auch die Investitionen von Milcherzeugerbetrieben fördern.

 

Bund und Länder forderte Folgart auf, ein Kostenentlastungsprogramm für alle Bauern in Angriff zu nehmen, um den extrem gestiegenen Belastungen durch Energie, Futtermittel, Maschinen und Anlagen sowie den Risiken größerer Markschwankungen zu begegnen. Lippenbekenntnisse von der Politik in Brüssel und Berlin zur sozialen Verantwortung für die deutsche Landwirtschaft reichen nach Aussage des Milchpräsidenten nicht aus. Vielmehr müssten jetzt Taten folgen.

 

Es genüge aber nicht, allein an der Stellschraube Politik zu drehen, stellte Folgart kritisch fest. Die Ausmaße der Preissenkungen im Frühjahr seien für alle ein Schock gewesen. Umso entscheidender sei es, die Marktposition der deutschen Molkereien gegenüber dem konzentrierten Lebensmitteleinzelhandel deutlich zu verbessern, damit nicht jede Schwächephase des Marktes vom Handel ausgenutzt werden könne. Seitens der Molkereiwirtschaft sollten laut Folgart auch kartellrechtlich mögliche Anbietergemeinschaften überprüft und umgesetzt werden. Auch müsse neben der Strukturbereinigung der Molkereien die Beziehung zwischen Milcherzeugern und Molkereien offen diskutiert werden. Denn laut Folgart kommt auf beide Marktpartner eine strategische Herkulesaufgabe zu, da sich mit der EU auch einer der größten Marktpartner und Garanten für relativ stabile Marktverhältnisse aus den Märkten zurückzieht. Aufbauend auf einer regelmäßigen Analyse der Marktlage bei Milch müssten diese Schlussfolgerungen in unternehmerische Entscheidungen der Molkereien wie der Milcherzeugerbetriebe umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang seien vertraglich geregelte Lieferbeziehungen zwischen Molkerei und Milcherzeuger inklusive Preis- und Mengenkomponente auf Dauer notwendig, so Folgart. Erste Arbeitsgruppen zwischen Milcherzeugern und Molkereien seien bereits vereinbart. DBV-Milchpräsident Folgart im Forum wörtlich: „Molkereien und Milcherzeuger tragen zukünftig die alleinige Verantwortung für die Erzielung eines nachhaltig Gewinn bringenden Milchpreises.“

 

Salzgitter Zeitung – news-klick vom 25.06.08

 

Zum Frühstück auf den Bauernhof

Landwirte bieten am 6. Juli handfeste Informationen in geselliger Runde

zoom

OSTERLINDE . Der Tag des offenen Hofes liegt hinter uns. Nun folgt das "Frühstück auf dem Bauernhof". Am Sonntag, 6. Juli, ist es so weit. Um 10 Uhr werden Susanne Steinert-Bode und Karl-Dietrich Bode auf ihrem Hof in Osterlinde den Tisch mit regionalen Produkten gedeckt haben.

Herrschte beim Tag des offenen Hofes noch Volksfeststimmung, sollen an diesem Tag handfeste Information und anregende Gespräche im Vordergrund stehen. "Deswegen haben wir die Teilnehmerzahl auch auf 20 begrenzt", sagt Susanne Steinert-Bode. Ihr Frühstücksangebot richtet sich an Erwachsene und Jugendliche, die Interesse an einer landwirtschaftlichen Ausbildung haben.

 

 

"Die Idee stammt aus Ostfriesland und ist dort auf gute Resonanz gestoßen. Grund genug für uns, sie auch aufzugreifen", betont Wilfried Schaper-Jesussek, Vorsitzender des Landvolks in Salzgitter.

Was wird außer dem herzhaften Frühstück in geselliger Runde geboten? Bei einem Hofrundgang werden die Gäste den Maschinenpark des reinen Ackerbaubetriebs kennen lernen. Das Ehepaar Bode hält auch einige Ziegen, Schafe und Hühner und hat vor einiger Zeit ein Hofcafé eröffnet. Danach geht es auf einem Planwagen hinaus in die Feldmark. Immer mit von der Partie – der Chef, der versuchen wird, alle auftauchenden Fragen, sei es zu alltäglichen Sorgen seines Berufsstandes, zu Fruchtfolge, Düngung oder Feldbearbeitung, zu Tierhaltung, moderner Technik oder bäuerlichem Nachwuchs kompetent zu beantworten. Voraussichtliches Ende des Frühstücksvormittags ist um 14 Uhr.

In der Region beteiligen sich drei weitere Höfe an der Aktion:

Meike und Henning Schreiber in Neindorf betreiben Ackerbau und eine Biogasanlage.

Andrea und Gerhard Schwetje bewirtschaften in Cramme einen Ackerbaubetrieb.

Birgit und Reiner Lowes aus Evessen legen ihre Schwerpunkte auf Ziegenhaltung und Hofkäserei.  

                                                                                                                                                         kh

 

23.06.

10. Bauernvesper in Bredelem

Von grüner Gentechnik und warum nur der Mond noch als gentechnikfreie Zone gelten kann

 

In diesem Jahr stand bei der traditionellen Bauernvesper des Landvolk Kreisverbandes Goslar, zu der die Familien Wedde, Möllhoff und Rühe nach Bredelem eingeladen haben, u. a. die in regelmäßigen Abständen immer mal wieder die Gemüter erhitzende Agrogentechnik im Vordergrund.

 

Die Hauptreferentin Frau Dr. Claudia Döring vom Deutschen Raiffeisenverband e. V. in Berlin verstand es, auch gentechnikunbedarfteren Gästen mit einprägsamen Worten zu erläutern, was genau Grüne Gentechnik ist, wofür sie eingesetzt werden kann und warum sich noch immer an ihrer Anwendung die Geister scheiden. Sie wies darauf hin, dass wir nicht in einer gentechnikfreien Welt leben, da z. B. bereits ca. 2.250 Pflanzenarten genetisch verändert wären, und in einer gentechnikfreien Welt eine Vielzahl notwendiger Arzneimittel überhaupt nicht vorhanden wäre. Als gentechnikfreie Zone präsentierte Sie ein Foto, das die Mondoberfläche zeigt.

Eine Antwort auf die Frage „Warum Gentechnik?“ könnte hierbei lauten: „Weil immer mehr Menschen weltweit durch steigenden Lebensstandard eine größere Nachfrage nach qualitativ hochwertigeren Nahrungsmitteln stellen, parallel dazu aber die landwirtschaftlich genutzten Flächen immer weniger werden.

Auch im Rahmen der Nutztiergesundheit und auf dem Gebiet der transgenen Pflanzen (das ist die Zucht von Pflanzen durch Neukombination von Genen, die resistent gegen sich im Düngemittel befindende Insekten- und Unkrautvernichter sind) spielt die grüne Gentechnik eine wichtige Rolle. Aufgeräumt wurde auch mit dem Vorurteil, dass durch gentechnische Lebens- und Futtermittel eine gentechnische Veränderung von Menschen und Tieren möglich sei.

Frau Dr. Dörings Vortrag beschränkte sich jedoch keinesfalls ausschließlich darauf, die Chancen und Vorteile der Gentechnik hervorzuheben. Sie wies ebenso ausführlich und eindrücklich auf zu beachtende Risiken und mögliche Gefahren hin.

Der Umgang des Handels mit der den Verbraucher betreffenden Kennzeichnungspflicht von gentechnisch veränderten Lebensmitteln ist als durchaus kritisch zu betrachten. Hat sich der Lebensmitteleinzelhandel doch, anstatt einer „Gentechnik-Vermeidungs-Strategie“ zu folgen, einer „Kennzeichnungs-Vermeidungs-Strategie“ angeschlossen. So sieht der Verbraucher im Warenregal liegende gentechnisch veränderte Lebensmittel nur deshalb nicht, weil kennzeichnungspflichtige Lebensmittel einfach nicht zum Verkauf angeboten werden. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass überhaupt keine gentechnisch veränderten Lebensmittel verkauft werden; diese sind nur ganz einfach nicht kennzeichnungspflichtig. Die vorherrschende komplizierte Rechtslage trägt hier keinesfalls zur Problemlösung bei.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Gentechnik ein Bestandteil der Land- und Ernährungswirtschaft“ ist und deren „uneingeschränkte Befürwortung ebenso abzulehnen ist wie eine unreflektierte Ablehnung“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Frau Dr. Claudia Döring, Raiffeisenverband e. V., Berlin

 

 

Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Kreisverbandes Goslar im Bauernverband Braunschweiger Land begrüßt die zahlreichen Gäste aus Landwirtschaft, Politik, Handel und Verwaltung.


Tag der offenen Höfe in den Landkreisen Helmstedt, Wolfenbüttel und Braunschweig

Vorstellungen landwirtschaftlicher Produkte und Diskussionen über deren Preisgestaltung gab es in Helmstedt für eine Vielzahl von Besuchern.

Hofbesitzer Johannes Dieckmann (links) in der Runde mit Kollegen, Landvolkvertretern und MdL Wittich Schobert (rechts im Bild)

 

Größte Maschineneinheiten für die Ackerwirtschaft, Sekt und Wein aus Frankreich und eine Bilderausstellung bekamen die Besucher im Sambleben zu sehen. Bei den sommerlichen Temperaturen war die Verkostung des kühlen Tropfens von besonderer Bedeutung.

Hofbesitzer Ernst Reinersmann (rechts im Bild) wünscht „zum Wohle“ den Gästen Heike Hidalgo, Volker Meier und Christiane Gantz.

Text & Fotos: Werner Gantz

 

Salzgitter Zeitung vom 23.06.2008

 

22.06.

Bundesweiter Tag des offenen Hofes 2008

Auch in unserer Region ein voller Erfolg

 

Der Übertragungswagen des NDR berichtete live u. a. aus Evessen im Landkreis Wolfenbüttel. Hier haben neben 4 landwirtschaftlichen Betrieben auch die anssässigen Gewerbebetriebe den Tag des offenen Hofes maßgeblich mitgestaltet.

In Evessen konnte der gesamte Dorfbereich besichtigt werden; nicht nur wie hier zu Fuß, sondern auch per Pony-Kutsche und mit sach- und ortskundiger Begleitung.

 

Ulrich Löhr, Vorsitzender des Landvolk Kreisverbandes Wolfenbüttel/Braunschweig, eröffnete die Veranstaltung und hieß die zahlreichen Besucher in Evessen herzlich willkommen.

 

Auch der Obsthof Riess in Geitelde konnte nicht über mangelnden Ansturm klagen. Die Gäste nahmen nach der Hof- und Produktsichtung eine Sitz- und Trinkgelegenheit bei wunderbarem Sommerwetter dankbar an.

 

Die optimale Abrundung der "Fan-Ausstattung" für das nächste Fußballspiel bekamen die Kids beim Kinderschminken auf dem Betrieb Riess geboten: Deutschland-Flaggen für die Wangen.

 

Auf dem Betrieb von Sabine Voges (3. v. l.) wurde den Besuchern u. a. die gesamte Bandbreite der Geflügelproduktpalette geboten.

 

Das schöne Wetter lud die zahlreichen Gäste zum Verweilen auf dem Hof von Sabine Voges ein, der mitten im gewachsenen Ortskern von Timmerlah liegt.

 

Goslarsche Zeitung vom 23.06.2008

 

Peiner Allgemeine Zeitung - paz-online vom 22.06.2008

Abenteuer auf dem Bauernhof

 

Vollkommen bewegungslos verharrt Uhu „Conny“ auf seiner Stange, die großen Augen starr auf die Besucher gerichtet. „Heute haben wir eine Ersatz-Conny dabei“, sagt Udo Fiesel von der Jägerschaft Peine und zeigt auf den ausgestopften Vogel, „die echte Conny hätte diese Hitze nie und nimmer ausgehalten!“

 

 

Foto: Sven Diestelhorst

Von Svenja Steinseifer


Bettmar / Wehnsen.
Um Tiere, Landwirtschaft und Naturprodukte geht es beim „Tag des offenen Hofes“, an dem insgesamt 82 Landwirte aus ganz Niedersachsen ihre Scheunentore für die Besucher öffnen. Aus dem Kreis Peine sind Wiedemanns aus Bettmar und Homanns aus Wehnsen mit dabei.
„Wir möchten den Besuchern vor allem demonstrieren, wo ihre Produkte herkommen“, sagt Maik Wiedemann, Betriebsleiter des gleichnamigen Hofes, „und wie etwas produziert wird.“

Seine insgesamt 2000 Hühner hätten zum Beispiel gerade erst ein neues Zuhause bekommen. „Unsere Hühner leben in Bodenhaltung und etwa 1000 Stellplätze stehen noch leer“, sagt Wiedemann.

Voll dagegen ist der kleine abgeteilte Raum neben dem brandneuen Hühnerstall. Eng aneinander gekuschelt machen es sich die kleinen Entenküken gemütlich. Eine Wiese weiter können sich Erwachsene und Kinder beim Bullenreiten beweisen oder Seilmachern, Korbflechtern und Besenbindern bei der Arbeit zuschauen.

Für Unterhaltung sind der Heimat- und Kulturverein Groß Lafferde, die Tanzgruppe Bettmar und die Volkstanz- und Trachtengruppe Bortfeld zuständig. „Es ist wirklich für jeden etwas dabei“, sagt Ilona Pommerehne aus Hannover, „es ist super hier.“ Ihr Mann Gustav stimmt zu: „Es harmonisiert einfach alles sehr schön.“

200 Hühner, 130 Gänse, 10 Puten, 200 Enten, fünf Schweine und vier Schafe gibt es auf dem 40 Hektar großen Hof Homann in Wehnsen zu bestaunen. „Wir möchten, dass auch die Kinder wissen, wie eine Gans aussieht, bevor sie auf dem Teller landet“, sagt Hans-Henning Homann, der die Produkte des Hofes direkt im eigenen Vertrieb verarbeitet und schließlich im Hofladen verkauft. Braugerste, Zuckerrüben, Kartoffeln und Gemüse werden auf dem Hof angebaut.
Rundum zufrieden sind die Landwirte aus dem Kreis Peine mit dem Erfolg des „Offenen Hofes“. In etwa 2500 bis 3000 Menschen schnupperten in Bettmar in den Ablauf eines landwirtschaftlichen Betriebes hinein, schätzt Maik Wiedemann. In Wehnsen seien nach einer Schätzung von Homann etwa 1000 bis 1500 gewesen. „Der Erlös aus den Verkäufen geht an die ortsansässigen Vereine“, sagt Maik Wiedemann.

Veröffentlicht am 22.06.2008 20:11 Uhr
Zuletzt aktualisiert am 22.06.2008 20:11 Uhr

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 12.06.2008

Diskussionsforen mit hochaktuellen agrarpolitischen Themen

Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren auf dem Bauerntag

   

Auf dem Deutschen Bauerntag in Berlin erwartet der Deutsche Bauernverband (DBV) engagierte Diskussionsforen zu hochaktuellen agrarpolitischen Themen. Zu den Themenblöcken EU-Agarpolitik, Milch, Tierhaltung, Bioenergie sowie ökologische Landwirtschaft werden die Delegierten des Bauerntages am 30. Juni 2008, 15.30 Uhr bis 18.00 Uhr, mit namhaften Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus dem In- und Ausland debattieren. Mit diesen Gesprächen sollen strategische Perspektiven für die Unternehmen beleuchtet und Handlungsempfehlungen für Betriebe, Berufsstand und Politik abgeleitet werden. Die Foren finden an verschiedenen Veranstaltungsorten statt, so dass die deutschen Bauern am 30. Juni 2008 Berlin-Mitte „einnehmen“ werden.

 

Im Forum I zum Thema „Perspektiven der europäischen Agrarpolitik“ wird Professor Dr. Harald von Witzke, Humboldt-Universität zu Berlin, die weltweiten Trends auf den Agrarmärkten und in der Agrarpolitik aufzeigen. Karl-Friedrich Falkenberg, stellvertretender Generaldirektor der Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission, wird einen Impulsvortrag zu „Internationale Herausforderung für die Landwirtschaft aus der EU-Handelspolitik“ halten. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion über die Perspektiven der Agrarpolitik mit EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel, J.P. Hoogeveen, Generaldirektor im Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität des Königreichs der Niederlande, Neil Parish, MdEP, Jean-Michel Lemétayer, Präsident des europäischen Bauernverbandes COPA, und DBV-Vizepräsident Werner Hilse, unter Moderation von Detlef Steinert, DLZ Agrarmagazin, statt. Das Forum I wird in der Französischen Botschaft in Deutschland, Pariser Platz 5, 10117 Berlin, veranstaltet.

 

Spannend wird auch das Forum II zu „Bioenergie am Wendepunkt?“ sein. Nach einer Einführung von Rainer Tietböhl, Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Nachwachsende Rohstoffe, wird der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, einen Vortrag zur Strategie der Bundesregierung halten. Anschließend wird Dr. Matthias Rüte, Generaldirektor Energie und Verkehr bei der Europäischen Kommission, Ziele für die Bioenergie in Europa aufzeigen und Professor Dr. Martin Kaltschmitt, Geschäftsführer des Instituts für Energie und Unwelt, wird die Frage diskutieren, welchen Beitrag die Bioenergie zum Klimaschutz hat. Dr. Klaus Kliem, Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Getreide, wird im Anschluss daran über die Versorgungssicherheit für Nahrung und Energie einen Vortrag halten. Alle Forumsteilnehmer haben dann die Möglichkeit, sich in die Diskussion „Bioenergie - Sind die Grenzen des Wachstums erreicht?“ unter Moderation von Berthold Achler, top agrar, aktiv mit „einzumischen“. Das Forum II findet in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz, In den Ministergärten 6, 10117 Berlin, statt.

 

In Forum III zum Thema „Milchmarkt 2008 - was bringt die Zukunft?“ wird die aktuelle Debatte zum Milchmarkt aufgegriffen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Gerd Müller, wird die Sicht der Bundesregierung zu den aktuellen Herausforderungen darlegen. Im Anschluss daran werden Kees Wantenaar, Vorstandsvorsitzender Campina, und Rudolf Heidhues, Vorstandsvorsitzender Humana Milchunion, darüber sprechen, welche Reaktionsmöglichkeiten Molkereien auf veränderte Rahmenbedingungen haben. Der Generalbevollmächtigte der Lidl-Stiftung, Walter Pötter, wird die Verantwortung des Handels bei der Vermarktung von Milchprodukten erörtern. Auch die Seite der Praktiker wird im Diskussionsforum Gehör finden: So werden Bernhard Schleich, Milcherzeuger aus Bayern, sowie DBV-Vizepräsident Udo Folgart, in die Podiumsdiskussion die Argumente der Milcherzeuger für eine zukunftsorientierte Milchproduktion einbringen. Die Podiumsdiskussion mit den Referenten wird von Franz-Josef Budde, Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe, moderiert. Die Veranstaltung findet in der Landesvertretung Bayern, Behrenstr. 21/22, 10117 Berlin, statt.

 

Im Forum IV zum Thema „Tierhaltung in Deutschland - zwischen Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlicher Akzeptanz“ wird der Landwirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, Eckhard Uhlenberg, seine Position darlegen. Professor Dr. Josef Kamphues, Direktor des Instituts für Tierernährung der Tierärztlichen Hochschule Hannover, wird im Anschluss daran die Entwicklungen und Perspektiven in der Tierhaltung aufzeigen. Aus Sicht des Tierschutzes wird Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, thematisieren, was der Verbraucher von der Veredlung verlangt. Zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Veredlungsstandort Deutschland wird Professor Dr. Werner Zwingmann vom Bundeslandwirtschaftsministerium Stellung beziehen. Die Diskussion wird geführt von Stefan Sallen, LZ Rheinland. Schlusswort und Bewertung wird Franz-Josef Möllers, DBV-Vizepräsident, übernehmen. Das Diskussionsforum findet in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, Hiroshimastr. 12 - 15, 10785 Berlin, statt.

 

Forum V beschäftigt sich mit „Ökologischer Landbau – zwischen Ideal und Wettbewerb“. Professor Dr. Gerold Rahmann vom Von-Thünen-Institut wird die Potenziale und Restriktionen des ökologischen Landbaus thematisieren. Über neue Wege in der ökologischen Landwirtschaft wird der Biolandwirt Sepp Braun sprechen. Peter Kowalsky, BIONADE, wird die Anforderungen der Verarbeiter an die Bioerzeugung diskutieren. Die anschließende Podiumsdiskussion mit den Referenten moderiert Dr. Heiner Krehl, BWagrar, Dr. Heinrich Graf von Bassewitz, Vorsitzender des Fachausschusses Ökologischer Landbau des DBV, wird ein abschließendes Resümee aus der Diskussion ziehen. Das Forum findet in der Italienischen Botschaft in Berlin, Hiroshimastr. 1,

10785 Berlin, statt.
 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 12.06.2008 -

 

Bauern laden zu Emotionen und Informationen

7. Tag des offenen Hofes am 22. Juni – Mehr als 80 Betriebe machen mit

 

L P D - Ganz Deutschland befindet sich derzeit im Fußballfieber, am 22. Juni wird in Niedersachsen allerdings die Landwirtschaft im Vordergrund stehen: Ab 10 Uhr werden landesweit wieder mehr als 80 Betriebe alle Hof- und Scheunentore weit aufmachen und mit einem ebenso unterhaltsamen wie informativen Programm über die moderne Landwirtschaft in all ihren Facetten informieren. Das Landvolk Niedersachsen lädt bereits zum siebten Mal gemeinsam mit dem NDR 1 Niedersachsen zu einem Tag des offenen Hofes ein, mit dem im zweijährigen Turnus jeweils mehr als 500.000 Besucher angesprochen werden. Von Wirdum in Ostfriesland bis zu bis Immingerode bei Duderstadt und von Wilsum in der Grafschaft Bentheim bis Helmstedt freuen sich überall im Agrarland Niedersachsen Landwirte und ihre Familien darauf, mit Verbrauchern ins Gespräch zu kommen.

 

Die teilnehmenden Betriebe spiegeln die Vielfalt der Landwirtschaft wider. Erstmals dabei ist zum Beispiel eine Kräutergärtnerei aus Wiesmoor, bei der sich alles um den Anbau und den Umgang mit würzigen Küchenkräutern dreht. Moderne Technik werden insbesondere die Ackerbaubetriebe präsentieren. Auf rund zwei Drittel aller teilnehmenden Betriebe aber dominiert das Vieh die Programmgestaltung zum Tag des offenen Hofes. Die Fülle des Programms variiert also ebenso wie die Vielfalt der teilnehmenden Höfe. Mit Hintergrundinformationen und Einblicken rund um einen modernen Bauernhof steht am Tag des offenen Hofes natürlich die Landwirtschaft im Vordergrund. Doch die Unterhaltung wird nicht zu kurz kommen: Vor allem die jüngsten Besucher dürften bei Strohburgen, Ponyreiten oder Wettmelken auf ihre Kosten kommen, während sich die Älteren von Landtechnik-Schauen oder Tanzvorführungen begeistern lassen können. Damit können die Besucher beim Tag des offenen Hofes getreu dem Europameisterschafts-Motto „Emotionen erleben“.

 

Wo sich die teilnehmenden Betriebe befinden, verrät eine kleine Broschüre, die in allen Apotheken ausliegt. Unterstützung bei der Zielauswahl erhalten interessierte Verbraucher auch bei NDR 1 Niedersachsen, der ebenfalls zum siebten Mal „mit von der Partie“ ist. Als Mitveranstalter garantiert der Sender in seinem aktuellen Programm in Hofporträts und bunten Reportagen eine umfangreiche Vorberichterstattung. Höhepunkt ist ein Gewinnspiel, bei dem ein Urlaub auf dem Bauernhof der AG Urlaub und Freizeit auf dem Lande gewonnen werden kann. Am 22. Juni selbst wird der NDR von allen teilnehmenden Höfen berichten. Wer ein bisschen planen möchte, findet alle Teilnehmer am Tag des offenen Hofes auch im Internet und www.ndr1niedersachsen.de oder beim Landvolk unter www.landvolk.net/offene-hoefe.php. Einen interaktiven „Hoffinder“ gibt es zudem bei www.bauernhofferien.de.
 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 05.06.2008

Die Proteste der deutschen Milchbauern

Die Chronologie der Ereignisse

 

Die deutschen Milchbauern erhalten derzeit existenzbedrohliche Preise für ihre Milch von den Molkereien ausgezahlt. Ursache hierfür sind die katastrophalen Ergebnisse der Listungsgespräche vom 21. April 2008 zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel. Dies sind die Gründe dafür, dass nach einem Aufruf des BDM bundesweit zahlreiche Milchbauern in den Lieferstreik getreten sind. Gleichzeitig haben der Deutsche Bauernverband (DBV) und die Landesbauernverbände mit zahlreichen Aktionen und Gesprächen auf die Lösung des Konfliktes hingearbeitet. Der Verlauf der Ereignisse, die in den Protestaktionen vor dem Lebensmitteleinzelhandel gemündet sind, im Zeitablauf:

 

30. Mai 2008:

DBV-Präsident Sonnleitner und BDM-Vorsitzender Schaber im Gespräch

 

Präsident Gerd Sonnleitner (DBV) und Vorsitzender Romuald Schaber (BDM) trafen sich mit weiteren Vorstandsmitgliedern in Berlin zu einem Gespräch. Gegenstand war die Beurteilung der aktuellen Situation auf dem Milchmarkt.

 

Beide Seiten stimmten darin überein, dass es jetzt gelingen muss, das für die Milchbauern existenzbedrohliche Ergebnis der Frühjahrslistungsverhandlungen der Molkereien mit dem Lebensmitteleinzelhandel unverzüglich rückgängig zu machen. Lebensmitteleinzelhandel und Molkereien sind aufgefordert, unverzüglich darüber in Verhandlungen zu treten, mit dem Ziel, umgehend einen kostendeckenden Milchauszahlungspreis für die Bauern zu sichern.

 

Die Durchsetzung dieses gemeinsamen Zieles gebietet es, dass alle Bauern sich massiv für dieses Ziel engagieren. Beide Seiten beurteilen die jetzt entstandene öffentliche Wahrnehmung für die Milchbauern als positiv. Zugleich fordern Präsident Sonnleitner und Vorsitzender Schaber alle Bauern in den Dörfern zu einem fairen und solidarischen Umgang untereinander auf.

 

Beide Seiten haben für Anfang der nächsten Woche weitere Gespräche vereinbart.

 

31. Mai 2008:

Listungsvereinbarungen mit Lebensmittelhandel zur Milch aufheben

 

Der Deutsche Bauernverband (DBV) verweist aktuell auf die gemeinsam mit dem Bund Deutscher Milcherzeuger am 30. Mai 2008 vereinbarte Erklärung. Darin ist als klares Ziel für die Milchaktion festgelegt worden:

 

Die Revision der katastrophalen Ergebnisse der Listungsgespräche im Frühjahr dieses Jahres zwischen Lebensmitteleinzelhandel und Molkereien. Dieses Ziel wird von allen deutschen Milchbauern getragen.

 

Zur gemeinsamen Sprachregelung mit dem BDM gehört aber auch die volle Respektierung der Entscheidung des einzelnen Milcherzeugers für oder gegen einen Lieferstreik, die Wahrung eines guten dörflichen Miteinanders, das nicht durch Pressionen jedweder Art gefährdet werden darf. Alle Bauern sind in besonderer Weise daran interessiert, dass Eigentum respektiert wird. Gesetzwidriges Verhalten gegenüber Eigentum der Bauern oder auch Molkereien wird entschieden abgelehnt.

 

Der Deutsche Bauernverband setzt jetzt alles daran, die Milchaktionen gegenüber Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel in ein konkretes Ergebnis mit Kosten deckenden Preisen für die Bauern umzusetzen.

 

1. Juni 2008:

Internationaler Tag der Milch mit Aktionen in elf Bundesländern

 

Flankierend zu den Protestmaßnahmen finden in elf Bundesländern Aktionen zum Internationalen Tag der Milch statt, um bei den Verbrauchern den Wert der Milch ins Bewusstsein zu bringen. Verschiedene Umfragen bestätigen, dass die große Mehrzahl der Verbraucher in Deutschland bereit sind, höhere Verbraucherpreise bei Milch zu bezahlen, sofern dieses Geld auch bei den landwirtschaftlichen Erzeugern ankommt.

 

3. Juni 2008:

Protest der Milchbauern vor den Zentralen des Handels

 

Die Verhandlungsfrist, die DBV, BDM und die Molkereiwirtschaft gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel gesetzt haben, ist noch ohne Ergebnis abgelaufen. Deshalb hat der Deutsche Bauernverband mit seinen Landesbauernverbänden in einer Telefonkonferenz entschieden, dass noch am gleichen Tag ab 18 Uhr Schlepperdemonstrationen vor den Zentralen des Lebensmitteleinzelhandels beginnen, um eine rasche Einigung für deutlich höhere Milchpreise herbeizuführen. Ziel der Demonstrationen am 3. und 4. Juni sind die Unternehmenszentralen Aldi Nord in Essen, Aldi Süd in Mühlheim, REWE in Köln, EDEKA in Hamburg, NORMA in Fürth, Netto in Maxhütte-Haidhof und Lidl in Neckarsulm.

 

4. Juni 2008:

Aufruf zum Nationalen Milch-Aktionstag

 

Zur Unterstützung der heißen Phase der Verhandlungen zwischen Molkereiwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel wird am 5. Juni 2008 ein bundesweiter Milch-Aktionstag durchgeführt, mit einer Ausweitung der Demonstrationen vor den Zentralen des Lebensmitteleinzelhandels, Aktionen vor und mit den Molkereien, Schlepper-Konvois und Demonstrationen in den Landeshauptstädten und Berlin. Der Deutsche Bauernverband und seine Landesbauernverbände rufen alle deutschen Milchbauern – über alle unterschiedlichen Auffassungen hinweg – auf, sich an der nächstgelegenen Aktion zu beteiligen, um endlich höhere Milchpreise durchzusetzen.

 

4. Juni 2008:

Erster Durchbruch bei Lidl mit Milchpreiserhöhungen

 

Lidl-Vorstand Pötter kündigt an, den Verkaufspreis Milch je Liter um 10 Cent und für Butter um 20 Cent je 250-Gramm-Päckchen zu erhöhen. Der DBV wertet dieses Teilergebnis positiv und fordert den übrigen Lebensmitteleinzelhandel unmissverständlich auf, dieses Ergebnis zu übernehmen. Präsident Sonnleitner hat nach seinen harten Verhandlungen mit dem Lidl-Vorstand in Neckarsulm ausdrücklich anerkannt, dass besonders auch die Aktivitäten des BDM Bewegung in die Preisverhandlungen gebracht hat. Letztlich hat jedoch das Zusammenstehen des Berufsstandes – über die unterschiedlichen Auffassungen zum Lieferstreik hinweg – diesen Durchbruch bei den Milchpreisverhandlungen ermöglicht.
 

05.06.

Erfolgreiche Aktion des Landvolkverbandes mit Milchbauern auch in Königslutter

Der Helmstedter Kreislandwirt Gerhard Rott (rechts im Bild) mit den Landfrauen auch der Kreisvorsitzenden Ursula Deters (3.v.r.) und Eberhard Keil beim "Einkauf" vor dem Geschäft Plus in Königslutter.

 

                                            

Landwirte stapelten einen "Milchberg" auf dem Parkplatz von Plus an der Braunschweiger Straße in Königslutter. Alle Regale im Geschäft waren danach leer.

Text & Fotos: Werner Gantz

 

05.06.

 

Bundesweiter Aktionstag der Milchbauern

 

Die bundesweit vom DBV vor den Zentralen des Lebensmittelhandels initiierten Mahnwachen sind von den Medien gut aufgegriffen worden. Nach ersten Informationen reagiert der Handel nervös und verunsichert. Am 04.06.2008 demonstrierten vor der EDEKA-Zentrale Hamburg Milcherzeuger aus Schleswig-Holstein, unterstützt von Bauern aus Braunschweig. Am 05.06.2008 wird vor der EDEKA-Zentrale in Hamburg von Milcherzeugern aus unseren nördlichen Kreisverbänden in den Bezirken Stade und Lüneburg demonstriert.

 

Der BDM hat am 03.06.08 in einer Presseerklärung kritisiert, dass der Milchindustrieverband (MIV) keine Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel aufgenommen hat. Nach unseren Informationen hat der MIV auch kein Verhandlungsmandat von den Molkereien erhalten.

 

Das Landvolk-Info zum Milchboykott vom 2.6.2008 ist in den Regionen ganz unterschiedlich aufgenommen worden. Die Reaktionen gehen von vorbehaltloser Unterstützung bis völligem Unverständnis. Dieses liegt vermutlich an der ganz unterschiedlichen Situation in den Kreisen und Dörfern. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass wir mit unserem Info in keiner Weise auf den Verlauf des Milchlieferstopps Einfluss nehmen wollten.

 

Verunsicherung und Ärger hat auch eine neuerliche Meldung hervorgerufen, wonach die Nordmilch Milch aus Polen zukaufe. Die Nordmilch hat unterstrichen, dass weder die eG, noch die AG oder eines der Tochterunternehmen Milch aus Polen zukaufen.

 

Braunschweiger Zeitung vom 05.06.2008

 

04.06.

Mittags halb zwölf in Broitzem

Landwirte, Landvolk & Landwirtschaftskammer ziehen an einem Strang: Grünes Zentrum Braunschweig kauft Milchregale leer

In der ersten Regalreihe herrscht schon gähnende Leere, aber das war noch nicht alles ...

(v. l.: Gerhard Schwetje, Wolfenbüttels Kreislandwirt, Lehndorfer Landwirt Manfred Walkemeyer, Volker Meier, Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.)

 

"Milchzeit": Nicht nur Milch sondern auch Milchprodukte wurden in großen Mengen abtransportiert.

(v. l.: Manuela Roffka, Geschäftsführerin vom Landvolk Bezirksverband Braunschweig, Constanze Wilck, Mitarbeiterin der Landvolk Geschäftsstelle in Braunschweig)

 

Erste Molkerei zahlt Bauern mehr - Milch wird teurer

Erschienen am 04. Juni 2008 | dpa / t-online.de

Milch und Butter werden teurer
Der Großdiscounter Lidl will vom kommenden Montag an in seinen Filialen den Verkaufspreis je Liter Milch um zehn Cent erhöhen. Butter wird 20 Cent mehr kosten. Dies erklärte der baden-württembergische Bauernverband am Mittwoch in Stuttgart im Anschluss an ein Gespräch, das der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, in Neckarsulm mit Lidl-Managern geführt hat. "Der hieraus erzielte Netto-Mehrpreis ist ausschließlich für die erzeugenden Landwirte bestimmt und muss über die Molkereien an die Erzeuger ausbezahlt werden", hieß es in einer Lidl-Erklärung. Ein Sprecher des Bauernverbandes sagte, jetzt müssten auch die anderen Handelsunternehmen dem Beispiel Lidls folgen. Der Einzelhandelskonzern Rewe hat sich bereits ebenfalls zu einem solchen Schritt bereit erklärt.

Andere Bauern sollen weiterhin streiken
Der BDM empfiehlt den Lieferanten der südbayerischen Milchwerke unterdessen die Einstellung des Lieferboykotts - alle anderen Bauern sollten ihre Milch aber weiterhin auf dem Hof lassen. Der Verband kämpft seit einiger Zeit in ganz Deutschland mit Lieferboykotten und Blockaden für einen Milchpreis von 43 Cent pro Liter, mindestens aber für eine Erhöhung auf 40 Cent. Derzeit zahlen die Molkereien nach Angaben des Verbandes je nach Region 25 bis 34 Cent pro Liter.

Bürger würden mehr zahlen
Eine große Mehrheit der Bürger ist laut einer Forsa-Umfrage auch bereit, für Milch mehr zu zahlen. Allerdings gilt dies nur, wenn der Aufpreis auch in voller Höhe an die Bauern weitergegeben wird. In der Umfrage für das Magazin "Stern" erklärten 88 Prozent der Befragten, sie hätten Verständnis dafür, wenn der Milchpreis um zehn Cent steigen würde. Diese zehn Cent müssten allerdings den Milchbauern zugute kommen. Neun Prozent der Befragten sagten, sie hätten kein Verständnis für höhere Milchpreise. Drei Prozent antworteten mit "weiß nicht". Für die repräsentative Studie befragte Forsa am 2. Juni 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Verband ruft zu Groß-Demo auf
Im Kampf um höhere Milchpreise hat der BDM nun zu einer Großkundgebung am Donnerstag in Berlin aufgerufen. Mit der Veranstaltung vor dem Brandenburger Tor wollten die Landwirte ihren Forderungen noch einmal Nachdruck verleihen. Der BDM erwartet mehrere tausend Teilnehmer und rief auch Verbraucher auf, bei der Veranstaltung ihre Solidarität mit den Milchbauern zu bekunden.

Bundeskartellamt ermittelt gegen BDM
Das Bundeskartellamt hat unterdessen wegen des Aufrufs zum Milch-Lieferstopp offizielle Ermittlungen gegen den Bundesverband der Milchviehhalter (BDM) aufgenommen. Es werde überprüft, ob der Tatbestand des Boykott-Aufrufs erfüllt sei, sagte eine Sprecherin der Behörde. Tausende Milchbauern liefern seit vergangenem Dienstag ihre Milch nicht mehr an die Molkereien, um einen höheren Preis zu erzwingen. Mehrere Molkereien wurden zudem blockiert. Nach der Auflösung der Straßensperren demonstrierten die Bauern am Mittwoch vor einigen Zentralen großer Handelsketten, z.B. bei Aldi und Edeka.

 

Molkerei-Blockaden wieder aufgehoben
Bundesweit sind alle Molkerei-Blockaden nach Angaben des Milchindustrieverbands wieder aufgelöst, nur die Zufahrt zu einem Betrieb im baden-württembergischen Rottweil sei noch versperrt. Die Blockaden seien binnen zwei bis drei Stunden nach der Räumungsempfehlung des BDM abgebaut gewesen. Ausreichende Lieferungen an die Supermärkte seien nun wieder gewährleistet, sagte der Sprecher des Einzelhandelsverbands, Hubertus Pellengahr, dem Nachrichtensender N24. Infolge der Blockaden sei die Versorgung in der Tat ins Stocken geraten.

 

Milchindustrie kann Milchpreis nicht verhandeln
Der Milchindustrie sind nach eigenen Angaben bei Preisverhandlungen mit dem Einzelhandel die Hände gebunden. "Der Milchindustrie-Verband (MIV) kann nicht über Preise verhandeln, das geht kartellrechtlich nicht", sagte MIV-Geschäftsführer Eckhard Heuser. Jede einzelne der oftmals genossenschaftlich organisierten Molkereien zahle den Bauern das aus, was sie nach direkten Verhandlungen vom Handel bekomme. Das Problem sei, das es mehr als 100 Molkereien mit entsprechend geringer Verhandlungsmacht in Deutschland gebe. Nur die zehn größten Molkereien mit einem Marktanteil von 50 bis 60 Prozent könnten den großen Handelsriesen etwas entgegensetzen.

Handel soll Preise korrigieren
Der für Handelsfragen zuständige MIV-Geschäftsführer Michael Brandl sagte dem Sender N24, um den Milchbauern bei ihren Preisforderungen entgegenzukommen, müsste der Einzelhandel zu Preiskorrekturen bereit sein: "Wenn der Lebensmittel-Einzelhandel auf uns zukommt und sagt, ja okay, wir lösen die Kontrakte auf, wir akzeptieren höhere Preise von euch, dann sind wir die letzten, die sich dagegen verwehren."

Zwei- bis dreistelliger Millionenschaden
Die finanziellen Folgen des Milchboykotts und der Molkerei-Blockaden ließen sich noch nicht exakt beziffern, sagte Heuser. Er könne zwischen 50 Millionen Euro und einer dreistelligen Millionensumme liegen. Noch seien der Imageschaden und die Kosten für die mündlich bereits angedrohten Regressforderungen des Handels unklar. "Das wird später ein Fest für die Anwälte."

 

Braunschweiger Zeitung Wolfenbütteler Ausgabe vom 03.06.2008

 

30.05.

 

Projekt: Transparenz schaffen – Von der Ladentheke bis zum Erzeuger

 

LELM.   Der Bevölkerung die Landwirtschaft und die ihr verbundenen Institutionen und Organisationen näher zu bringen und transparenter zu gestalten, ist das Hauptziel des Projektes. Es handelt sich dabei um eine von der EU geförderte Maßnahme.

Zum ersten Netzwerktreffen mit Wirtschaftsakteuren hatte das Nds. Landvolk, Bezirksverband Braunschweig nach Lelm auf den Betrieb Gundula und Harald Lüders, die hier hauptsächlich Ackerbau, Schweinemast und einen Hofladen betreiben, eingeladen.

Zunächst gab es einen kurzen Sachstandsbericht über den bisherigen Verlauf der Maßnahme. Auf gezielt gestellte Fragen konnte eingehend geantwortet werden. Eine Tischvorlage wurde jedem Teilnehmer ausgehändigt. Die Vorgehensweisen und die Bearbeitungsmodalitäten wurden erläutert. 

Bei dem Projekt handelt es sich um einen Bildungsauftrag für den ländlichen Raum und die Landwirtschaft, dessen sich die verschiedenen Wirtschaftsakteure, die Landfrauen und das Landvolk in gemeinsamer Zusammenarbeit angenommen haben.

Ziel ist es, die gläserne Landwirtschaft allen Interessierten zugänglich zu gestalten.

 

Verbindliche Netzwerkpartner seien dafür erforderlich. Unter anderem sind die Flechtorfer Mühle und die Helmstedter Betriebe Eckhardt GmbH und August Fuhrmann GmbH engagiert dabei. Es werden nicht nur die Tore landwirtschaftlicher Betriebe geöffnet, sondern Schlachtereien, Bäckereien und Landmaschinenfirmen besucht. Großen Anteil an dieser Arbeit leisten die Landfrauen mit dem Programm: „Kochen mit Kindern“ in Schulen und Kindergärten. Der stellvertretende Landvolkvorsitzende Friedrich Maushake aus Lelm wünschte sich, dass die Schulen diese Themen in ihre Lehrpläne aufnehmen. Theorie und Praxis können von den geschulten Betriebsleitern vermittelt werden. Nicht immer werde von Außenstehenden die Landwirtschaft objektiv betrachtet.

Weitere Treffen zur Abstimmung und Berichterstattung werden in erforderlichen Abständen folgen.

                                     

Arbeiten u. a. an der Expedition in die Landwirtschaft: Dipl.-Ing. Werner Schier (August Fuhrmann GmbH), Ulrike Janze, Almut Viedt, Friedrich Maushake, Volker Meier, Harald Lüders, Constanze Wilck, Anja Hantelmann und Thomas Müller (Eckhard GmbH).

 

Text & Foto: Werner Gantz

 

Salzgitter Zeitung vom 28.05.2008

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 29.05.2008 -

 

Zum Sommeranfang laden Bauern auf ihre Höfe ein

Tag des offenen Hofes am 22. Juni – Mehr als 80 Betriebe machen mit

 

L P D - „Von A“ wie Ackerbau bis „V“ wie Viehzucht – wie vielfältig die niedersächsische Landwirtschaft ist, können neugierige Landbesucher am 22. Juni erfahren. Zu einem landesweiten Tag des offenen Hofes lädt das Landvolk Niedersachsen – der Landesbauernverband – gemeinsam mit den Landfrauen, der Landjugend und NDR 1 Niedersachsen ein. Stellvertretend für knapp 50.000 Berufskollegen lassen sich dann rund 80 Betriebsleiter einmal über die Schulter schauen und ermöglichen einen Einblick in die Arbeit und das Leben auf den Höfen. Ob als Obsterzeuger oder Milchviehhalter, ob Getreideerzeuger oder Schweineproduzent, sie alle wollen den Tag des offenen Hofes mit handfesten Informationen zur modernen Landwirtschaft und bunten Veranstaltungsprogrammen zum Erlebnis für die gesamte Familie machen.

 

Dabei möchte sich die Landwirtschaft vielerorts nicht nur als Produzent hochwertiger Nahrungsmittel, sondern auch Pfleger der Kulturlandschaft und als Lieferant nachwachsender Rohstoffe präsentieren. Vor Ort werden außerdem viele Organisationen und Unternehmen rund um die Landwirtschaft, wie die Landwirtschaftskammer oder Berufsgenossenschaft, über ihre Arbeit informieren. Wie gut auch heute noch das Zusammenleben auf dem Lande funktionieren kann, zeigen neben einigen Gemeinschaftsveranstaltungen ganzer Dörfer auch die in den jeweiligen Ortschaften vertretenen Vereine mit eigenen Präsentationen oder einer tatkräftigen Unterstützung der Organisation. Doch auch für Spaß und Unterhaltung ist gesorgt. Für die kleinen Besucher sollen unter anderem Strohburgen und Trettreckerfahrten für Kurzweil sorgen, während Hofquiz oder Tanzvorführungen die Großen unterhalten werden. Natürlich können die Besucher von diesem Erlebnistag auch etwas mit nach Hause nehmen: Unter anderem bieten Direktvermarkter frische Produkte direkt vom Hof an.

 

Wie in den vergangenen Jahren wird der NDR 1 Niedersachsen die Aktion, die darüber hinaus von der CMA und dem Land Niedersachsen unterstützt wird, bereits im Vorfeld begleiten. Ab Anfang Juni wird der Sender seine Hörer verstärkt mit Beiträgen über die niedersächsische Landwirtschaft unterhalten. Wo die teilnehmenden Betriebe zu finden sind, verrät eine kleine Broschüre, die in Kürze bei den niedersächsischen Apotheken bereit liegen wird. Außerdem informiert der Landvolkverband auf seiner Webseite im Internet unter www.landvolk.net/terminuebersicht.php über die Teilnehmer. Der Tag des offenen Hofes in Niedersachsen ist Teil der bundesweiten Aktion, zu der der Deutsche Bauernverband gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Landjugend und dem Deutschen LandFrauenverband alle zwei Jahre aufruft. Die bundesweite Auftaktveranstaltung wird in diesem Jahr ebenfalls in Niedersachsen stattfinden, und zwar am 20. Juni auf dem Hemme Milchhof in der Wedemark.

 

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Teilnehmende Höfe im Bezirksverband Braunschweig:

 

Braunschweig:

- Matthias Rieß, Geitelde Straße 50, 38122 Braunschweig-Geitelde

- Sabine Voges, Kirchstraße 13, 38120 Braunschweig-Timmerlah

Goslar:

- Helmut Zein, Wennerode 17, 38690 Vienenburg-Wennerode

Helmstedt:

- Johannes Dieckmann, Vorsfelder Straße 1, 38350 Helmstedt

Peine:

- Hans-Henning Homann, Wehnser Horst 5, 31234 Edemissen-Wehnsen

- Maik Wiedemann, Damm 5, 38159 Vechelde-Bettmar

Salzgitter:

- Heiner Görk, Südring 54, 38259 Salzgitter-Groß Mahner

Wolfenbüttel:

- Ernst-August Bode, Nettlinger Straße 1, 38272 Burgdorf-Nordassel

- Friederike Ehrhardt, Schöppenstedter Straße 9, 38173 Evessen

- Elke Gröpler, Kirchring 7, 38300 Wolfenbüttel-Wendessen

- Gerhard Halbhuber, Am Borrwege 5, 38173 Evessen

- Reiner Lowes, Hauptstraße 31, 38173 Evessen

- Heinrich Mumme, Schöppenstedter Straße 3, 38173 Evessen

- Ernst-August Reinersmann, Bosselhaistraße 4, 38170 Schöppenstedt-Sambleben

 

25.05.

Jahre Landvolk Kreisverband Peine

                                                           

                              Carl Lauenstein (Vorsitzender der Landvolk Kreisverbandes) eröffnet die

                              Jubiläumsfeierlichkeiten und heisst die Gäste auf dem Betrieb

                              von Vorstandsmitglied Friedhelm Behrens ganz herzlich willkommen.

Den ca. 500 Gästen, bestehend aus Vertretern

des Landvolkes, der Landwirtschaftskammer,

aus Politik & Verwaltung, Persönlichkeiten des

öffentlichen Lebens, wurde ein abwechslungs-

reiches Rahmenprogramm geboten.

     

                                                                          

                                                                        Die Kreisjägerschaft Peine präsentierte sich u. a. mit                                                                          einer Eule und eine Vielzahl von Informationsmaterial rund

                                                                         um die Jagd.

 

   

 

 

 

Friedhelm Behrens' historischer Fuhrpark:

Landwirtschaft zum Anfassen

 

Deutscher Bauernverband e. V.- Presse aktuell vom 21.05.2008

 

Qualitätssicherung eine der wichtigsten Aufgaben der Landwirte 

 

Sonnleitner in McFacts, einer Informationsschrift von McDonald`s

„Die Verbraucher in Deutschland schätzen die heimische Landwirtschaft und deren Produkte. Landwirte sind in den Augen der Bevölkerung Sympathieträger, der Beruf wird als gesellschaftlich notwendig betrachtet“. Dies betonte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in McFacts, einer Informationsschrift von McDonald`s für Bundestagsabgeordnete. Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln seien zusammen mit einem verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen eine der vor­dringlichsten Verbraucheranliegen. Qualitätssicherung werde von daher als eine der wich­tigsten Aufgaben der deutschen Landwirte angesehen. Dabei blenden aber die Menschen nach Einschätzung Sonnleitners auch nicht aus, dass die Bauern mit niedrigen Preisen und hohen Kosten für ihre Produkte zu kämpfen haben. Da die Bauern im internationalen Wettbewerb stehen, würden moderate Preisverbesserungen für Lebensmittel durchaus akzeptiert, sofern diese Preiserhöhungen beim Landwirt ankommen.

 

Die globalisierten Agrar- und Lebensmittelmärkte seien in den vergangenen Monaten von großer Dynamik bestimmt gewesen. Weltweit würden Lebensmittel knapper, die Preise für landwirtschaftliche Produkte, die über Jahrzehnte hinweg gefallen seien, würden wieder steigen. Auch würden in bevölkerungsreichen Ländern wie Indien und China mit zuneh­men­dem Wohlstand verstärkt Fleisch, Milch und Molkereiprodukte nachgefragt werden. „Gerade auch die Premiumprodukte aus der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft werden weltweit geschätzt und genießen hohes Ansehen“, zeigte sich Sonnleitner über­zeugt. Gleichzeitig würden aber in der Bevölkerung die Kenntnisse darüber, woher die Lebensmittel stammen und wie sie hergestellt werden, verloren gehen. „Die Gefahr der Entfremdung von der Lebensmittelherstellung, auch vom aktiven Umwelt- und Naturschutz durch die Bauern und vom Umgang mit den Tierbeständen nimmt zu“, so Sonnleitner.

 

Wie der DBV-Präsident hervorhob, informieren die Bäuerinnen und Bauern bundesweit regelmäßig über ihre Leistungen, um die hohen Qualitätsstandards, die mit viel Innovation kostenaufwändig erreicht wurden, aufzuzeigen. Beispielsweise würden daher alle zwei Jahre bis zu 1.000 Betriebe bei der landesweiten Aktion „Tag des offenen Hofes“ ihre Tore öffnen. Dabei werde der Herstellungs- und Vermarktungsweg der Nahrungsmittel nach dem Motto „Lebensmittel sind mehr wert!“ authentisch aufgezeigt. Bei dieser direkten Ansprache des Verbrauchers würden auch die Informationskampagnen von McDonald`s, der ein ge­schätzter und verlässlicher Abnehmer landwirtschaftlicher Produkte ist, helfen. Bis zu 100.000 deutsche landwirtschaftliche Betriebe beliefern nach Aussage Sonnleitners das Unternehmen mit ihrem Rindfleisch. McDonald´s beziehe zudem aus deutscher Erzeu­gung rund 6.000 Tonnen Salat, rund 30,5 Millionen Liter Milch sowie etwa 143.000 Tonnen Kartoffeln. 60 bis 80 Prozent des Weizenmehls für die Brötchen komme außerdem aus Deutschland.
 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 15.05.2008 -

Biogas-Sektor hat großen Bedarf an Innovationen

Kongress informiert am 12. und 13. Juni in Osnabrück

 

L P D -  Vor dem Hintergrund der aktuell geführten Diskussion um die bedeutende Rolle der Bioenergie beim Klimaschutz und der andererseits schwierigen wirtschaftlichen Situation vieler Biogasanlagen besteht laut Landvolk-Pressedienst im Biogassektor ein großes Interesse und ein hoher Bedarf an Innovationen. Der Fachverband Biogas, der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Bundesverband Bioenergie (BBE) veranstalten deshalb am 12. und 13. Juni auf dem Gelände der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück einen „Innovationskongresses Biogas 2008“. Die Schirmherrschaft hat das Bundesumweltministerium übernommen.

 

Der Kongress gibt Firmen, Forschungseinrichtungen und Fachleuten die Möglichkeit, ihre neuen Ansätze einem breiten Publikum zu präsentieren. Ziel des Kongresses ist es, Innovationen in Theorie und Praxis zu den Themen Anlagentechnik / Vergärungstechnik, Gärbiologie, Gärrestaufbereitung / Gärresttrocknung, Nutzung des Biogases und Energiepflanzenanbau zu vermitteln. Begleitend wird eine Ausstellung angeboten. Hersteller, Zulieferer und Betreiber von Biogasanlagen können sich dort über neueste Produktentwicklungen, Verfahrenstechniken und Forschungsergebnisse informieren. Die Tagungsleitung sowie die vorbereitende fachliche Organisation des Kongresses haben das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und das Landvolk Niedersachsen gemeinsam übernommen.

 

Als Veranstaltungsort konnte die renommierte Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück gewonnen werden, die im Bereich der Umweltforschungsförderung über internationale Geltung verfügt. Insgesamt werden an beiden Tagen etwa 300 Kongressteilnehmer und bis zu 1000 weitere Fachbesucher erwartet. Weitere Informationen im Internet unter www.biogas-innovationskongress.de.
 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 17.04.2008 -

Bauern brauchen Luft zum Leben

3.000 Bauern folgen Landvolk zu Protestkundgebung nach Oldenburg

 

L P D - Die Ackerarbeiten drängen in diesem späten Frühjahr, aber Milchviehhalter, Sauenhalter und Schweinemäster bedrängt eine noch größere Sorge: Die Preise lassen ihnen kaum Luft zum Leben. So drastisch formulierte es der Wittlager Landvolkvorsitzende Andreas Kroll, selbst Sauenhalter und von der Preismisere bereits zum dritten Mal und dieses Mal besonders hart getroffen. Aber auch den Milchbauern droht nach einem nur kurzen Zwischenhoch im vergangenen Herbst ein erneuter Absturz. Der Lebensmitteleinzelhandel verhandelt zurzeit mit den Molkereien über die Einkaufsbedingungen für Trinkmilch und möchte eine saisonale Marktschwäche knallhart ausnutzen. 3.000 Landwirte aus ganz Niedersachsen waren am Mittwoch einem Protestaufruf des Landvolk Niedersachsen in die EWE-Arena nach Oldenburg gefolgt und forderten ihre Verarbeitungsunternehmen auf: Hart bleiben und faire Preise aushandeln!

 

„Tiefpreise kosten uns Bauern ein Vermögen – und das haben wir nicht“, verdeutlichte Landvolkpräsident Werner Hilse. Aus wenigen Cent, die der Verbraucher an der Ladentheke weniger für die Milch zahlen müsste, werden für die Bauern Tausende Euro im Jahr, hat der Bauernverband ausgerechnet. Einen Rückgang von 15 ct/l bei der Trinkmilch beispielsweise müssen die 100.000 deutschen Milchbauern im Schnitt mit 7.500 Euro im Jahr „bezahlen“. Die Landwirte stehen in der zweiten Reihe, verdeutlichte in Oldenburg der Schweinehalter Martin Roberg aus Cloppenburg und forderte von Schlachtunternehmen harte Verhandlungen, so dass sie den Landwirten wieder faire Preise zahlen können. „Wir liefern ein besonderes Produkt, und das Besondere hat seinen Preis“, schilderten die Milchbauern Jörn Stubbemann aus Delmenhorst und Eyke Cornelius-Meyer aus Schiffdorf sehr selbstbewusst. Bäuerin Cornelius-Meyer sprach dem Publikum aus der Seele, als sie sagte: „Landwirtschaft ist eine Tradition, eine Kultur und ein unwahrscheinlich wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft“ und nicht allein Wirtschaft! Sie wünschte sich gleichwohl wirtschaftlichen Rückenwind für ihre Kinder, damit diese so Landwirt werden können, wie sie es sich heute schon vorstellen.

 

Die Kundgebung in Oldenburg richtete sich nicht allein an die Marktpartner der Landwirte. Landvolkpräsident Werner Hilse machte eine „eindeutige Ansage“ an die Politik und forderte mit Blick auf die weltweit wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln ein Ende der Stilllegungs- und Extensivierungsprogramme. Dr. Heinz Schweer vom Schlachtunternehmen Vion wünschte sich endlich Veterinärabkommen der Bundesrepublik mit Ländern wie Südkorea, Südafrika, Japan oder China. Derzeit lägen die Drittlandsexporte nur bei acht Prozent, diese Marke müsse steigen. Sönke Voss von der Molkerei Ammerland sah wie viele Marktbeobachter mittel- bis langfristig eine anziehende Nachfrage nach Milchprodukten und appellierte an die Landwirte, ihre Anlieferung strikt zu disziplinieren.
 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 10.04.2008 -

 

Bauern wehren sich gegen Preisdruck
Kundgebung in Oldenburg soll Molkereien für Preisverhandlungen stärken

 

L P D – Die Milchviehhalter haben es über Jahrzehnte aushalten müssen, Sauenhalter und Schweinemäster trifft es in ziemlich regelmäßigen Abständen: Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise sind unter Druck. Aktuell befürchtet das Landvolk Niedersachsen für die anstehenden Listungsgespräche zwischen dem Lebensmitteleinzelhandel und den Molkereien erneute Preisabschläge für Milch und Milchprodukte. „Den ständigen Preisdruck müssen wir stoppen“, ruft Landvolkpräsident Werner Hilse zu einer Kundgebung am 16. April ab 11 Uhr in die EWE-Arena in Oldenburg auf.

 

Die Landwirte liefern der Ernährungswirtschaft erstklassige Rohstoffe. Daraus werden innovative Produkte mit hohen Qualitätsstandards hergestellt. Die heimische Landwirtschaft garantiert eine intakte Umwelt, sichert Arbeitsplätze und fordert dafür eine faire Partnerschaft in der gesamten Wertschöpfungskette und Preise, die sich an der Leistung orientieren. Mit diesen Argumenten wird Landvolkpräsident Werner Hilse gemeinsam mit den Präsidenten der Bauernverbände Schleswig-Holstein und Hamburg, Werner Schwarz und Heinz-Hinrich Behrmann, auch bei der Edeka in Hamburg eindringlich auf ein Ende der Preissenkungspolitik im Handel dringen. Einen weiteren Preisdruck für die Sauenhalter und Schweinemäster und eine erneute Talfahrt der Milchauszahlungspreise können die Landwirte auch mit Blick auf die erheblich gestiegenen Kosten nicht verkraften. Futter, Düngemittel, Energie und Löhne belasten die Ausgabenseite, während auf der Einnahmenseite ein beträchtliches Loch klafft, verdeutlicht das Landvolk.

 

Gemeinsam mit den Kreisverbänden im ganzen Land veranstaltet das Landvolk Niedersachsen daher am 16. April ab 11 Uhr in der EWE-Arena eine Kundgebung und möchte damit insbesondere den Molkereien für die jetzt laufenden Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel den Rücken stärken. Neben Landvolkpräsident Werner Hilse werden Milchviehhalter, Sauenhalter und Schweinemäster ihre ganz persönliche Betroffenheit auf den Höfen schildern. Die Kundgebung in Oldenburg ist eingebunden in die bundesweiten Aktionstage Milch, die unter der Regie des Deutschen Bauernverbandes laufen. Damit will der Berufsstand auch in der Bevölkerung um Verständnis und Unterstützung werben, damit die Saupreise für die Bauern nicht weiter zum Weglaufen sind und damit sich die Bevölkerung nicht an eine Landschaft ohne Kühe gewöhnen muss!

 

09.04.

Landvolkverband unterstützt Jugendarbeit

Waffelbäckerei bei der Messe Harz + Heide brachten Spenden ein

 

SCHEPPAU.   „Das Geld können wir gut gebrauchen“, frohlockte die Leiterin des Freizeitheimes Scheppau (FZH) Annette Gatz mit Dankesworten weil ihr jetzt vom Landvolkverband 500 Euro übergeben wurden. Als Matthias Thönebe von der Flechtorfer Mühle beim Pressetermin von der umfangreichen Kinder-, Jugend- und Familienarbeit hörte, gab er auch noch spontan 250 Euro für diesen guten Zweck. Er bot außerdem Termine für Mühlenbesichtigungen an.

In Scheppau gibt es seit vielen Jahren ein allumfassendes Angebot an Schulungen und Seminaren für Jedermann und Ausbildungskurse für Jugendgruppenleiterinnen- und Leiter. Annette Gatz, früher Haegele, ist für ihre hohe Kompetenz und Fürsorge auf diesem Gebiet im ganzen Landkreis Helmstedt bekannt. Neben dem im landkreiseigenen Haus (Jugendamt- Kreisjugendpfleger Holger Schliefkowitz war anwesend) geleisteten Arbeit, gibt es jährlich einmal einen Ausflug. Im Sommer ist eine Strand- und Erlebniswoche in St. Peter-Ording an der Nordsee geplant. Speziell eine Familie mit fünf Kindern benötigt hierzu und im Gesundheitsbereich finanzielle Hilfe.

Die Landfrauen, vertreten durch die Kreisvorsitzende des Helmstedter Vereins Ursula Deters, haben wie jedes Jahr, Waffeln am Stiel gebacken und gratis gegen Spenden bei der Messe 2007 an die Besucher ausgegeben. An neun Tagen wurden 165 Kilogramm Zutaten verarbeitet, die von der Flechtorfer Mühle als Spende kamen. Sie berichtete von der ganzjährigen Arbeit in Schulen und Kindergärten „Gesundes kochen mit Jugendlichen“ und zu vermitteln: Wo kommen die Produkte her?

 

 

 

 

Landvolk-Kreisvorsitzender Gerhard Rott und Geschäftsführer Volker Meier, letzterer auch vom beteiligten Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel, stellten das Ziel des Bauernverbandes heraus, die landwirtschaftliche Produktion den Bürgern bewusster zu machen. Dazu gibt es für die Präsentation der „gläsernen Landwirtschaft“ ein Förderprogramm der Niedersächsischen Landesregierung.

 

Scheckübergabe in Scheppau: v. l.:  Annette Gatz, Gerhard Rott, Ursula Deters, Volker Meier, Matthias Thönebe und Holger Schliefkowitz

 

 

Text & Foto: Werner Gantz


28.03.

 

 

10 Jahre

Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel

 

Wie es sich für den Zusammenschluss aus Umwelt-/ Naturschutzverbänden, Landkreis und Landwirten zum Wohle der Natur gehört, wurde das 10-jährige Bestehen des Landschaftspflegeverbandes Wolfenbüttel bei strahlendem Sonnenschein ganz zünftig auf einer Streuobstwiese gefeiert.

 

Zu den Gratulanten gehörte u. a. auch Landrat Jörg Röhmann, der mit Vorstand, Geschäftsführung und geladenen Gästen mit Streuobstwiesen-Apfelsaft auf das Jubiläum anstieß.

 

Bildmitte v. l.: Ulrich Löhr (Vorsitzender LPV Wolfenbüttel), Jörg Röhmann (Landrat LK Wolfenbüttel), Gerhard Schwetje (LPV Wolfenbüttel)


 

Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger

 

Das Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz war am vergangenen Montag Veranstaltungsort für ein weiteres Arbeitstreffen der regionalen Bildungsträger im Projekt „Transparenz schaffen“, das vom Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide zentral koordiniert wird.

 

Eröffnet wurde das Arbeitstreffen von Rudolf Rantzau, dem Ansprechpartner für dieses Förderungsprogramm im Nds. Landwirtschaftsministerium, der den Anwesenden einen Überblick über die Fördermaßnahme aus Sicht des Ministeriums verschaffte.

Hans-Joachim Meyer zum Felde (Zentrale Koordinierung / Projektleitung „Transparenz schaffen“) erläuterte die Eckpunkte des Projektes für den Zeitraum 2008/2009, während Johanna Schockemöhle von der Hochschule Vechta die didaktisch-methodischen Grundlagen für die pädagogische Arbeit im Projekt „Transparenz schaffen“ lieferte.

 

Einen Einblick darüber, mit welchen Konsequenzen für die praktische Umsetzung vor Ort zu rechnen ist, da „Transparenz schaffen“ nun einen Teil des Förderprogramms „PROFIL 2007-2013“ darstellt, gewährte Horst Brockhoff (Zentrale Koordinierung / Projektleitung „Transparenz schaffen“).

Andrea Moser vom Institut für Ländliche Räume im Johann Heinrich von Thünen-Institut Braunschweig informierte die Anwesenden über die notwendige Datenerfassung, die im Rahmen des sog. "Monitoring“ (unmittelbare systematische Erfassung, Beobachtung oder Überwachung des Vorgangs oder Prozesses) auf die regionalen Bildungsträger zukommen wird.

 

Abschließend gaben Claudia Knüttel (Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Ansprechpartnerin für das Bildungsprojekt „Transparenz schaffen“) und Kai Kietzke (Nds. Landwirtschaftsministerium) noch generelle Hinweise zur organisatorischen Abwicklung des Projektes, speziell zu den Themenbereichen „Meldung von Veranstaltungen“, „Vorlage der Verwendungsnachweise“ und „künftige Auszahlung von Fördermitteln“.

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie auch im Internet unter www.tranparenz-schaffen.de bzw. bei der Projektleitung „Transparenz schaffen“ unter 04137/812528 (Horst Brockhoff).

 

Beim Landvolk Bezirksverband Braunschweig, der einer der regionalen Bildungsträger in diesem Förderprojekt ist, stehen Ihnen sowohl Frau Wilck (0531/28770-12) als auch Herr Meier (0531/28770-14) als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

Hier wird Transparenz geschaffen:

v. r.: Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Hans-Heinrich Ehlen (Minister für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), 2 Teilnehmerinnen der Veranstaltung)

 

10.03.

 

„Die Wildgänse kommen“

 

Genauer gesagt sind die Wild- bzw. Graugänse schon da; und zwar seit den frühen 90’er Jahren jeweils von August/September bis März/April im Stadtgebiet von Braunschweig.

Diese regelmäßigen „Besuche“ der Gänse auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen der Ortschaften Broitzem, Cremlingen, Dibbesdorf, Volkmarode, Geitelde, Hondelage, Kl. Schöppenstedt, Mascherode, Querum, Rautheim, Schapen, Thune, Veltenhof, Völkenrode, Waggum, Watenbüttel und Weddel bereiten den Landwirten dieser Region nicht nur Kopfzerbrechen sondern kosten sie auch Geld!

 

Das Problem besteht darin, dass die Gänse sich im Herbst in unmittelbarer Nähe der frisch u. a. mit Winterraps bestellten Äcker niederlassen und die jungen zarten Pflanzen als Hauptnahrungsquelle nutzen.

 

Der Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V. hat eine Datenerhebung unter den betroffenen Mitgliedern durchgeführt, die Aufschluss über die Größe der durch die Gänse geschädigten Flächen und die hieraus resultierenden Schadenssummen gibt. Des Weiteren wurde eine Statistik erstellt, die einen Überblick über die Anzahl der insgesamt dort überwinternden Gänse verschafft.

Diese aktuellen Zahlen, Daten und Fakten dienen nun als Verhandlungsgrundlage für die Gespräche, die u. a. mit der Stadt Braunschweig (Jagdbehörde, Untere Naturschutzbehörde) geführt werden, um eine baldige, für alle Beteiligten akzeptable, Problemlösung herbeizuführen.

 

 

 

 

v. l.: Hennig Brandes (Umweltpolit. Sprecher, CDU-Ratsfraktion), Siegfried Pottkamp (Kreisjägermeister), Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig) , Dr. Bernd Hoppe-Dominik (Stadt Braunschweig), Thomas Mittendorf (Landwirt aus Cremlingen), Carsten Ilsemann (Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Bernd-Henning Hampe (Landwirt aus Rautheim)


Kreisverband Helmstedt hatte Mitgliederversammlung

Referentenaussage: Die Landwirte müssen die Märkte permanent beobachten

 

KÖNIGSLUTTER.    Zur Mitgliederversammlung hatte der Bauernverband Braunschweiger Land e.V. – Kreisverband Helmstedt in das Waldrestaurant Lutterspring am Elmrand in Königslutter eingeladen. Die Teilnehmer der gut besuchten Veranstaltung hörten einen Vortrag von dem Vorstandsmitglied des Unternehmens Agravis aus Hannover, Nikolaus von Veltheim.

Das Thema: „Getreidemarkt 2008 – Chancen und Risiken für die heimische Landwirtschaft.“ Der Auslöser zu dieser Betrachtungsweise ist die gestiegene Nachfrage nach Agrarprodukten und als Folge die erhebliche Preisanhebung. Etwa doppelt so hohe Preise als vor einem Jahr sind für Getreide und Raps zu erzielen. Aber auch bei Mineralöl ist die Situation so und Futtermittel haben sich um 50% verteuert. Die Milchbauern können inzwischen auch zufrieden sein, nur die Schweinemast sei noch weit im Minus, bedauerte der Referent.  

 

Wie entstanden die hohen Getreidepreise? Zur Erinnerung: Gewollt wurde die Produktion von landwirtschaftlichen Produkten wegen der Übermengen in der Vergangenheit gedrosselt. Der stetige Anstieg der Weltbevölkerung bei gleichzeitiger Mengenreduzierung und durch Trockenheit Minderernten in der Schwarzmeerregion, lies das Pendel in die andere Richtung schlagen. Ackerflächen für den Biogasbereich und die Bioethanolproduktion gingen dem Getreideanbau auch noch verloren. Beide Entwicklungen führten zu einem weiteren Abbau der Weltbestände und zu den hohen Weltmarktgetreidepreisen. „Ab 2005 war der Getreideverbrauch höher als die Ernten und es führte dazu, dass die Weizenbilanz aktuell auf niedrigstes Niveau sank“, führte Nikolaus von Veltheim weiter aus. Durch die Ausdehnung der Anbauflächen im vergangenen Herbst, werde die Ernte 2008 entsprechend höher ausfallen.

Garantierte Preise für Getreide, wie einst durch die Intervention, können die Landwirte nicht mehr erwarten, zumal sie weitgehend weggefallen ist. Die Betriebsleiter sollten daher die Märkte permanent beobachten und kontinuierlich Getreide vermarkten, um einen passablen Durchschnittserlös je Wirtschaftsjahr zu erzielen. Sein abschließendes Fazit: „Wir müssen uns intelligente Märkte schaffen!“

 

Vorsitzender Gerhard Rott aus Scheppau wies in seinem Bericht unter anderem darauf hin, dass die Landwirtschaft in vielen Bereichen Flagge zeigen muss und im Landkreis Helmstedt der wichtigste Wirtschaftszweig sei. „Das lässt die Branche erfreulich in einem positiven Licht erscheinen“, fügte er hinzu.

Grußworte folgten von MdL Wittich Schobert (CDU) als Vertreter des Landrates. Der Landwirtschaft mit guten Zukunftsperspektiven komme neben der Betriebsführung auch die Dorfgemeinschafts- und Landschaftspflege zu. 

„Landwirte sind gefragte Problemlöser“,  stellte Bodo Seidenthal (SPD) in Vertretung des Bürgermeisters von Königslutter heraus. Von einer gegenseitigen Wertschätzung zwischen den Landfrauenvereinen und dem Landvolkverband konnte die Kreisvorsitzende Ursula Deters aus Räbke berichten.

Landvolk-Geschäftsführer Kurt Hübner vom Landvolkverband Braunschweig berichtete über die vielfältigen Aufgaben und geleisteten Hilfestellungen auf den Höfen des Einzugbereiches.    

 

 

 

 

Als Wahlleiter für den Vorstand des Kreisverbandes fungierte Johannes Dieckmann aus Helmstedt. Wiederwahl erfolgte einstimmig von Gerhard Rott aus Scheppau zum ersten Vorsitzenden. Bestätigt wurde auch die Stellvertreterin Bärbel Heidebroek aus Gevensleben. Als zweiter Vertreter wurde neu Friedrich Maushake aus Lelm hinzu gewählt. Die drei neu gewählten Beisitzer sind Hendrik Kramer, Hans-Heinrich Rautmann und Jörg Schrieber.

Den Dank an den Referenten und für alle Beiträge zu den Themen sagte in seinen Schlusswort Friedrich Maushake. Auch allen geladenen Gästen aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltungen, Behörden, Polizei, Banken und aus der Politik galt der Dank für die Teilnahme und das Interesse an der Landvolkarbeit.

 

Bei der Begrüßung: v.l. Hans-Joachim Rehkuh, Nikolaus von Veltheim, Gerhard Schwetje und Gerhard Rott.

 

 

Der Referent bei seinem Vortrag im voll besetzten Saal des Wald-Restaurants Lutterspring in Königslutter.

 

 

Text & Fotos: Werner Gantz


Gemeindeverbandsversammlung in Querenhorst

QUERENHORST.   Bei der kürzlich gemeinsam abgehaltenen Gemeindeverbandsversammlung der bis dato noch separaten Gemeindeverbände Helmstedt und Velpke, wurde durch das Votum der Mitglieder der Zusammenschluss der zwei Verbände herbeigeführt.

Durch den Strukturwandel wurde die Fusion auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten erforderlich. Nach über 20 Jahren Vorstandsarbeit hat Johannes Dieckmann aus Helmstedt nicht mehr für den Vorsitz kandidiert. Für die neue Konstellation wurde Eckhard Gifhorn aus Bahrdorf, der schon viele Jahre in Velpke den Verband leitete, für die kommenden drei Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Seine zwei Stellvertreter sind Heinz-Otto Dreyer aus Klein Sisbeck und Hendrik Kramer aus Barmke.  

 

Volker Meier, Geschäftsführer vom Landvolkverband Braunschweig, berichtete vom Drömling-Natur-schutzprojekt Süd-Ost Niedersachsen. Betroffene Landwirte wurden beim Planfeststellungsverfahren begleitet und unterstützt. Ebenso beim Verfahren bei der Planung der Umgehungsstraße
B 188.

Die Anwendung der Niederschlagswassersatzung gab Anlass zu Diskussionen, weil besonders große Grundstücke hohe Belastungen für die landwirtschaftlichen Betriebe zur Folge haben. Volker Meier sprach auch die Wasserrahmenrichtlinie wegen der Zuflüsse aus Aller und Oker an. Er bietet weitere Informationen für die speziellen Einzelfälle an.

Geschäftsstellenleiter Hans-Joachim Rehkuh machte Ausführungen zur „grünen Buchführung“. Laut Cross Compliance müssen Nährstoffströme im Boden für die Pflanzen dokumentiert werden. Der Bauernverband bietet für die Aufzeichnungen Hilfen an.

 

 

Die aktuelle Marktlage der landwirtschaftlichen Agrarprodukte und die Entwicklung der Produktionsmittelkosten trug aus fachmännischer Sicht Dieter Borchers vom Handel Agravis aus Braunschweig vor. Wegen der weltweiten großen Nachfrage haben sich die Getreidepreise seit dem vergangenen Jahr stabilisiert. Gleichzeitig trat aber auch die gleiche Situation bei den Betriebsmitteln (Düngemittel, Pflanzenschutz, Futtermittel, Energie) ein.

 

v. l.: Reinhard Beckmann (Bürgermeister von Querenhorst und Gastgeber des Abends), Volker Meier (Landvolkgeschäftsführer), Heinz-Otto Dreyer aus Klein Sisbeck, Johannes Dieckmann aus Helmstedt , Hendrik Kramer aus Barmke, Eckhard Gifhorn, Harald Prochnow (vom Landhandel) und Hans-Joachim Rehkuh (Landvolk Helmstedt).

 

Text & Foto: Werner Gantz


Land & Forst vom 21.02.2008

Nahrungsmittel bleiben Schwerpunkt

Präsidentengespräche   Wohin entwickeln sich die Märkte? Welche Orientierung gibt die EU-Agrarpolitik noch vor? Wie richtet sich das Landvolk Niedersachsen als Interessenvertreter von 53.000 Landwirten und ihren Familien darauf ein? Diese und viele weitere Zukunftsfragen diskutierte Landvolkpräsident Werner Hilse jetzt mit den Vorständen der Bezirksverbände vor Ort.

 

Eine enge Verzahnung zwischen den Wünschen an der Basis und dem, was politisch in Hannover, Berlin oder Brüssel angeschoben wird, soll dieser Gedankenaustausch ermöglichen. Ganz aktuell beispielsweise erntet der Verband in den Regionen viel Lob für seine Initiative, den Ausstieg aus der Milchquote abzufedern. Nicht genutzte Gelder im EU-Agrarhaushalt, die ursprünglich für Exporterstattungen und andere Marktordnungsmaßnahmen vorgesehen waren, sollen in einen Milchfonds umgelenkt werden. Daraus sollen Milchviehhalter mit Dauergrünland einen Ausgleich für Standortnachteile erhalten. Diese Idee wird inzwischen auch von Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen unterstützt und im Berufsstand auf Bundesebene diskutiert. Mit einer gezielten Investitionsförderung erhielten die Milchbauern dann ein Programm, mit dem sie sich für die Zeit nach 2015 rüsten können.

Schwieriger dagegen gestaltet sich zurzeit noch die Lage für die Veredelungswirtschaft. Hilse, der mit einem großen Vertrauen in die heilenden Kräfte des Marktes ausgestattet ist, sah auch hier die Trendwende zum Greifen nah. Die große Sorge des Verbandes aber gilt den Betrieben, die das lange Tal noch durchschreiten müssen. Auf längere Sicht erwartet Hilse analog den Entwicklungen bei Getreide und Milch auch bei Fleisch eine steigende Nachfrage, aber, bedauerte er, „die Veredelungsmärkte hinken träge hinterher“.

Ganz anders die Situation für die Ackerbauern, denen das Jahr 2007 die Augen für völlig neue Verhältnisse an den Rohstoffmärkten geöffnet hat. Selbst bei einer „normalen Ernte“ im laufenden Jahr werde der Markt zu knapp versorgt. Hilse verwies auf die Börse, wo sich dieser Trend bereits jetzt abzeichne. In der Ackerbauregion bereitet zurzeit lediglich die Zuckerrübe als ehemalige Königin der Feldfrüchte Probleme, die Landwirte möchten sie aber gerne weiter in ihren Fruchtfolgen behalten. Die Zukunft der Landwirtschaft werde weiter in der Produktion von Lebensmitteln liegen, prognostizierte Hilse. Der Bioenergiesektor werde es schwer haben, mit der dynamischen Preisentwicklung der Nahrungsmittel Schritt zu halten.

Ganz konkret ging es den Gesprächen mit den Bezirksvorständen im Land in diesem Zusammenhang um die Position des Berufsstandes zur Novellierung des Erneuerbare Energiengesetzes (EEG). Einigkeit besteht darin, den bestehenden Anlagen einen Bestandsschutz zu gewähren und sie damit vor dem Ruin zu bewahren. Mittelfristig wird sich das Landvolk dafür einsetzen, die Palette der in Biogasanlagen verwertbaren Stoffe zu erweitern. Auf lange Sicht müssen Gaseinspeisung und Wärmekopplung einen Beitrag zur höheren Rentabilität der Anlagen leisten.

Mit Blick auf den Nachfragesog bei Lebensmitteln wie Energie wird sich der Verband vehement gegen jede weitere Verknappung landwirtschaftlicher Nutzflächen zur Wehr setzen, versprach Hilse. Dabei ist der Flächenverlust durch weitere Bau- und Infrastrukturmaßnahmen ebenso angesprochen wie durch großflächige Unterschutzstellungen. Auch eine schleichende Enteignung durch Extensivierungsvorschriften trifft auf den Widerstand des Verbandes. Die vorhandenen Flächen müssen vielmehr intensiver genutzt werden.

Hilse warb bei seiner Bereisung durch Niedersachsen erneut für eine größere Verarbeitungstiefe. Mit der niedersächsischen Ernährungsindustrie stehe der Agrarwirtschaft ein innovativer und leistungsfähiger Partner zur Seite, der den Grundumsatz der landwirtschaftlichen Betriebe in Höhe von 45 Mrd. € auf 162 Mrd. € vervierfache. Und davon wiederum werde ein Viertel des Umsatzes im Export generiert. „Nirgendwo sonst ist die Agrar- und Ernährungswirtschaft zusammen so vielseitig und auf so hochwertige Produkte konzentriert wie in Niedersachsen“, zeigte er sich optimistisch.

Br

v. l.: Jürgen Hirschfeld, Kurt Hübner, Ulrich Löhr, Carsten Ilsemann, Werner Hilse, Manfred Walkemeyer, Bärbel Heidebroek, Jörn Johann Dwehus, Johannes-Dietrich Arbogast, Wilfried Schaper-Jesussek, Volker Meier, Gerhard Schwetje, Wilfried Henties, Carl Lauenstein, Manuela Roffka

 

05.02.

Realverbandsseminare am 05. Februar 2008

 

Der Landvolkverband hatte die Vorsitzenden der Feldmarkinteressentschaften und Forstgenossenschaften zu einem Referat mit Herrn Jens Haarstrich, Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft der Realverbände eingeladen. Die Veranstaltung am Vormittag in Lobmachtersen war mit knapp 80 Personen und am Nachmittag in Bornum mit mehr als 80 Personen sehr stark nachgefragt.

Herr Haarstrich stellte zunächst den historischen Werdegang der Realverbände aus den Rezessen des 19. Jahrhunderts hin zum Niedersächsischen Realverbandsgesetz vom 04. Nov. 1969 vor. Anschließend wurden Nutzungsrechte der Mitglieder, Wegenutzungsrechte der Öffentlichkeit sowie die Entlassung von Baugebieten aus dem Verbandsgebiet erläutert. Abschließend machte Herr Haarstrich noch auf die Absicherung der Vorstands- und Mitgliederarbeit durch Haftpflichtversicherung und Berufsgenossenschaft aufmerksam.

 

Obwohl in beiden Veranstaltungen die Teilnehmer aus dem gesamten Verbandsgebiet kamen, hatte die Diskussion doch unterschiedliche Schwerpunkte. Am Vormittag stand die Wegenutzung durch Mitglieder und der Freizeitverkehr sowie die Entlassung von Baugebieten im Vordergrund. Während am Nachmittag auch umfangreich über Satzungsinhalte und ihre aktuellen Fassungen gesprochen wurde.

 

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat als Ergänzung zum Niedersächsischen Realverbandsgesetz bereits mehrfach Mustersatzungen veröffentlicht. Der letzte, z. Zt. gültige Mustertext stammt aus dem Jahr 1994. Die Mustersatzungen für Realverbände mit „selbständigen Verbandsanteilen“ (insbesondere Forstgenossenschaften) und „unselbständigen Verbandsanteilen“ (insbesondere Feldmarkinteressentschaften) kann Ihnen die Geschäftsstelle - Frau Wilck, Herr Hübner - gerne auf Anforderung zur Verfügung stellen.

 

 

 

Referent Jens Haarstrich vom Landvolk Landesverband informiert die Interessierten über u. a. über rechtliche Änderungen in den Bereichen Wegenutzung und Satzung.

 

Beide Veranstaltungen waren ausgesprochen gut besucht.


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 13.12.2007 -

 

Gute Stimmung beim Braunschweiger Getreidetag

Künftig aber stärkere Preisschwankungen – Absichern an Warenterminbörsen

 

L P D - Bei den Getreidebauern ist die Stimmung nach dem starken Preisanstieg in diesem Jahr gut. Das spiegelte der 13. Braunschweiger Getreidetag des Landvolks Niedersachsen und des Landvolk-Bezirksverbandes Braunschweig in Königslutter wider. Weltweit nachhaltig schrumpfende Lagerbestände einerseits und die wachsende Weltbevölkerung sowie veränderte Verzehrsgewohnheiten in den Schwellenländern andererseits lassen eine weiter steigende Nachfrage erwarten, während das Potenzial an Ackerflächen begrenzt ist. Allerdings müssen sich die Getreideerzeuger künftig auf stärkere Schwankungen bei den Preisen einstellen, gab der Marktreferent des Landvolkverbandes, Werner Bosse, zu bedenken.

 

Mit dem Nachlassen politischer Eingriffe in den Markt gewinnen nach den Worten Bosses viele andere Einflussfaktoren an Bedeutung für den Getreidemarkt. Insbesondere nannte er den Rohölpreis, der die Kosten der Getreideerzeugung steigere, aber auch Anreize für den Einsatz von Bioenergien gebe. Ebenfalls eine bedeutende Rolle spielten aber auch die Transportkosten beim weltweiten Handel sowie die Währungsparitäten. Für die Landwirtschaft sei es schwer, aus der Riesenmenge der verfügbaren Marktdaten die Zusammenhänge zu erkennen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Der „Daten-Overkill“ erhöhe nicht mehr den Erkenntnisstand, sondern mindere den Durchblick, sagte Bosse. Den Ausweg aus dem Dilemma zeigte er in den Warenterminbörsen auf. Dies müsse nicht mit eigenem Börsenhandel der Bauern und Kosten verbunden sein. Bereits ein Blick auf die Internetseiten der Börsen gebe wertvolle Informationen und Entscheidungshilfen bei der Vermarktung.

 

Enorme Produktionsanstrengungen erfordert der weltweite Bevölkerungsanstieg nach Ansicht des Braunschweiger Landvolk-Bezirksvorsitzenden Jürgen Hirschfeld, allerdings im Einklang mit der Umwelt und dem Prinzip der Nachhaltigkeit. In der Bioenergie sah er eine Preisabsicherung, wenn der Weltmarkt einmal nicht so gut laufe, primäres Ziel der Landwirtschaft bleibe aber die Versorgung der Menschen mit hochwertiger Nahrung. Aufbruchstimmung signalisierte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, der die Landwirtschaft als Zukunftsbranche bezeichnete. Dass dies in der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen worden sei, führte Sonnleitner auf immer noch weit verbreitete Klischees zurück, die beispielsweise durch die RTL-Kuppelshow „Bauer sucht Frau“ weiter geschürt würden. Eine klare Absage erteilte Sonnleitner Plänen zur Kürzung der EU-Prämienzahlungen im Rahmen des Health Check. Diese seien als Ausgleich für die höheren Produktions- und Umweltstandards in der EU trotz der gestiegenen Getreidepreise weiter unverzichtbar. Schließlich seien durch den Anstieg der Rohölpreise auch die Kosten in der Landwirtschaft stark gestiegen.

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 11.12.2007

Situationsbericht 2008: Landwirte können zuversichtlich sein

Schweine haltende Betriebe erleben jedoch große Krise

   

Die deutschen Landwirte blicken auf ein interessantes, sie als Unternehmer forderndes und spannendes Jahr 2007 zurück. Die Zukunftsperspektiven haben sich verändert, vor allem die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft wird gesellschaftlich wieder erkannt. Dies erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverband (DBV), Gerd Sonnleitner, vor der Bundespressekonferenz in Berlin beim Vorstellen des Situationsberichtes 2008 mit der wirtschaftlichen Entwicklung der deutschen Landwirtschaft. „Eine goldene Nase verdienen sich die Landwirte trotz einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung nicht“, stellte Sonnleitner fest.

 

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2006/2007 war die Einkommensentwicklung jedoch nach betrieblichem Produktionsschwerpunkt sehr unterschiedlich. Die Milchbauern haben nach Jahren rückläufiger Erzeugerpreise ihr Einkommen auf gut 2.000 Euro Brutto pro Monat verbessern können, die Ackerbauern auf 2.720 Euro. Landwirte, die Geflügel und Schweine halten, mussten jedoch einen Rückgang auf 2.360 Euro brutto pro Monat wegstecken. Ein verbessertes Einkommen erzielten die Ökobetriebe (2.920 Euro brutto pro Monat). Im Durchschnitt haben die deutschen Landwirte monatlich 2.110 Euro brutto verdient gegenüber 1.900 Euro im vergangenen Wirtschaftsjahr, stellte Sonnleitner fest. Das Unternehmensergebnis je landwirtschaftlichem Haupterwerbsbetrieb betrug 35.400 Euro, rund 3.900 Euro mehr als im Vorjahr. Davon müssen aber noch Nettoinvestitionen für den landwirtschaftlichen Betrieb Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von durchschnittlich jährlich 5.900 Euro je Betrieb gezahlt werden.

 

Die Nebenerwerbsbetriebe, immerhin 55 Prozent der Betriebe in Deutschland mit 24 Prozent der bearbeiteten Fläche, erreichten Unternehmensergebnisse von durchschnittlich 5.300 Euro. Die Nebenerwerbsbetriebe verdienen jedoch ihr Haupteinkommen außerhalb der Landwirtschaft und unterliegen den dortigen Lohn- und Einkommensentwicklungen. Die ausgewerteten Agrargenossenschaften in den neuen Ländern konnten ihre Unternehmensergebnisse ebenfalls verbessern.

 

Vergleicht man die Regionen in Deutschland, so konnten die Unternehmensergebnisse in Bundesländern mit starker Viehhaltung wie etwa Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg nur geringfügig verbessert werden. In Regionen mit starkem Ackerbau wie in den neuen Bundesländern, in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen sind dagegen Einkommensverbesserungen zu verbuchen. Angesichts der höheren Einkommen investierten die Landwirte auch wieder. Die Bruttoinvestitionen erhöhten sich im Wirtschaftsjahr 2006/2007 um 7 Prozent auf 31.700 Euro. Überdurchschnittlich wurde in Maschinen investiert. Das beweise, so Sonnleitner, dass die landwirtschaftlichen Betriebe auf den Standort Deutschland setzen und Arbeitsplätze in der Wirtschaft sichern.

 

Auch im laufenden Wirtschaftsjahr 2007/2008 sei die Entwicklung sehr differenziert. Alle Betriebe hätten generell mit weiter steigenden Kosten zu kämpfen, vor allem für Futter, Düngemittel, Pflanzenschutz und Energie. Die Getreide- und Rapsbauern würden vor allem aufgrund einer schlechteren Ernte preisbedingt höhere Erlöse erzielen, die Zuckerrüben und Kartoffelanbauer dagegen niedrigere, prognostizierte Sonnleitner. In der Tierhaltung müssten die Schweinehalter preis- und kostenbedingt weitere Einkommenseinbußen erfahren. Besonders für die Ferkel- und Sauenhalter kämen zum Preistief des Schweinezyklus eine sehr starke Erhöhung der Futterkosten um 50 Prozent und mehr hinzu. Einem mittelgroßen Sauen haltenden Betrieb mit 200 Sauen und 4.000 Ferkeln im Jahr bringe dies ca. 100.000 Euro Verlust. Die Milchbauern dagegen würden 2007/2008 höhere Erlöse erzielen.

 

Insgesamt seien die Zukunftserwartungen der Bauern angesichts der Entwicklung auf den weltweiten Agrarmärkten und der Chancen bei erneuerbaren Energien ähnlich zuversichtlich wie die aktuelle wirtschaftliche Einschätzung. Die unternehmerischen Leistungen der Landwirte würden immer stärker über den Betriebserfolg entscheiden, was eine Folge der EU-Agrarreform von 2003 sei. Sonnleitner forderte von Bundesregierung und EU-Kommission eine „Politik der Verlässlichkeit“. Die reformierte EU-Agrarpolitik aus 2003 müsse bis 2013 gelten, wie dies auch mehrfach von der Bundesregierung erklärt worden sei. Vereinfachung und Entbürokratisierung ständen im Vordergrund der Überprüfung der EU-Agrarpolitik. Eine grundlegende Veränderung sei damals jedoch nicht Auftrag des Reformkompromisses gewesen. Überlegungen der EU-Kommission, die Modulation weiter zu erhöhen und eine Degression für größere Betriebe bei der Überprüfung der EU-Agrarreform, des so genannten Health Check, einzuführen, würden deshalb vom DBV kategorisch abgelehnt. Anderenfalls würden Investitionen und Arbeitsplätze gefährdet. In der Milchpolitik erwartet der DBV von der EU-Kommission eine Bestätigung des Quotenausstiegs zum Jahr 2015 und eine förderpolitische Flankierung der Milchbauern besonders in den benachteiligten Bergebieten.

 

National, so Sonnleitner, könne die Große Koalition in ihrer Halbzeitbilanz einiges auf der Habenseite der Landwirte verbuchen. Dazu gehörte eine ertragsorientierte Bewertung des landwirtschaftlichen Vermögens bei der Erbschaftsteuer, das umfassende Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis, die zusätzlichen Mittel für die Sanierung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung und auch die Anhebung der Schwellenwerte für die Umweltverträglichkeitsprüfung von Stallbauten. Die Landwirtschaft leide jedoch darunter, wenn die Große Koalition sich selbst blockiere, wie etwa bei der Besteuerung von Biokraftstoffen. Auch sei bei den Bauern nicht vergessen, dass die nationale Besteuerung von Agrardiesel im EU-Vergleich eine Wettbewerbsverzerrung ersten Ranges darstelle, erklärte der DBV-Präsident.

 

Der Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes basiert auf einer repräsentativen Auswertung der Buchführungsergebnisse von über 20.000 Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2006/2007 (1. Juli 2006 bis 30. Juni 2007). Aktuelle Schwerpunktthemen des neuen Situationsberichtes sind aktuelle Preisentwicklungen an den Agrarmärkten, der Klima- und Umweltschutz und die Perspektiven der erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffe.

 

Der Situationsbericht hat eine eigene Homepage: www.situationsbericht.de - Dort können Sie sich die Kapitel und Grafiken ansehen und ausdrucken.
 

Aktuelle Situation am Getreidemarkt vorgestellt

 

13. Braunschweiger Getreidetag des Landvolks Niedersachsen  

KÖNIGSLUTTER.   Der Getreidemarkt hat in diesem Jahr mit guter Nachfrage und hohen Preisen eine Aufwärtsentwicklung gehabt, wie sie seit den fünfziger Jahren nicht mehr zu verzeichnen war. Dieser Trend wurde gestern beim dreizehnten Braunschweiger Getreidetag, der vom Landvolkbezirksverbands-Vorsitzenden Jürgen Hirschfeld eröffnet wurde, dargestellt und analysiert.

Mehr als 320 Teilnehmer, Landwirte und Agrarier, folgten aufmerksam drei Stunden lang den Ausführungen der Referenten und den Diskussionsbeiträgen im Saal des Avalon Hotelpark Königshof. Es war den Braunschweigern gelungen, den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner nach Königslutter einzuladen, der die Herausforderungen und Perspektiven der Zukunftsbranche Landwirtschaft in seinen Ausführungen behandelte. „Die Märkte für uns entwickeln sich positiv. Wie beim Wetter ist jedoch bei den Verbrauchern die gefühlte Erhöhung einzelner Erzeugerpreise höher als sie sich tatsächlich auswirken“, führte der hohe Gast aus, weil laut Statistik derzeit die Lebenshaltungskosten allgemein nicht einmal um drei Prozent gestiegen sind.

Da werden Stimmen laut, die Ausgleichszahlungen einzustellen. „Das Geld steht uns zu, weil Betriebsmittel unverhältnismäßig gestiegen sind und die Rahmenbedingungen in der EU noch nicht einheitlich sind“, antwortete Gerd Sonnleitner auf diese Forderung.

Einige weitere Themenbereiche kamen zur Sprache und wurden immer wieder von Beifall unterbrochen. Seine Forderung unter anderem in Richtung Brüssel gerichtet: „12 Millionen Tonnen Zuckerproduktion in Europa müssen langfristig erhalten bleiben.“  Politisch im Visier stehe die Novellierung der Erbschaftsteuer.

 

 

 

Er setze sich für die ertragsbezogene Bewertung der landwirtschaftlichen Betriebe ein, damit sie dem Familienbesitz erhalten bleiben. Ihm begegnen leider auch schon einmal „Maulhelden“, die unqualifizierte Beiträge in der Agrarpolitik liefern.

Die aktuelle Situation am Getreidemarkt erläuterte Werner Bosse vom Landesbauernverband. „Die Welt arbeitet mit Warenterminbörsen, wir noch nicht“, stellte er fest. Auch Landwirte könnten die Entwicklung von Angebot und Nachfrage per Internet verfolgen und nutzen. Es müssen ja nicht die Börsen von Paris oder gar Chicago sein, ganz in der Nähe geht es mit www.wtb-hannover.de für den Anfang. Für Weizen zeigen Börsennotierungen dato für Januar 246, für März bis Mai 244 und für August 200 Euro je Tonne.

 

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner wurde vom Bezirksverbandsvorsitzenden Jürgen Hirschfeld und Geschäftsführer Volker Meier im Königshof verabschiedet.

 

Text & Foto: Werner Gantz


Das Bundesjagdgesetz wird nicht geändert

BOIMSTORF.  An der Mitgliederversammlung des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) in Bad Fallingsbostel nahm auch der Helmstedter Kreisvorsitzende Heinrich Krauskopf aus Boimstorf teil.

Eine wichtige Mitteilung wurde dort den Delegierten vorgetragen. Die Jägerschaften und der ZJEN haben bereits über einen langen Zeitraum sich dafür eingesetzt, dass das Bundesjagdgesetz nicht novelliert werden soll. Das ist nun sicher und so schreiben sich die formellen Gruppen diesen Erfolg auf ihre Fahnen. „Die Politik ist unserer Empfehlung gefolgt“, konnten mit Genugtuung die Präsidenten Bernhard Haase vom ZJEN und Professor Dr. Dr. Klaus Pohlmeyer von der Landesjägerschaft verkünden. Die einzelnen Bundesländer seien durch die Föderalismusreform zwar in der Lage eigene Auslegungen vorzunehmen und somit vom Bundesjagdgesetz abzuweichen.

In seinem Gastvortrag teilte Minister Hans-Heinrich Ehlen (Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) jedoch mit, sich für die Erhaltung des Jagdrechts auf der Basis der heutigen Gesetzgebung einzusetzen. Vor allem bleibe das Jagdrecht an Grund und Boden gebunden.

Die Interessen der Grundeigentümer auch nach der Föderalismusreform zu bewahren war auch ein Anliegen des Referenten Dr. Richard Lammel aus Berlin vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der sagte: „Es ist wichtig, dass sie sich rechtzeitig politisch Gehör verschaffen.“ Ein weiteres Anliegen des ZJEN ist angesichts der steigenden Aufwendungen für Wildschäden die Abschaffung der Jagdsteuer.

 

 

Der Verband unterhält die „Stiftung Kulturlandpflege“ mit einigen Projekten. Lobend erwähnt wurde die Durchführung in der Sandabbaugrube für die Autobahnerweiterung im Kreis Helmstedt. Eine Fläche von rund zehn Hektar wurde mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt und eingezäunt. Nunmehr seit einigen Jahren gilt das Areal als Natur belassene, geschützte Fläche.

Der ZJEN wurde 1993 gegründet. Rund 250 000 Grundeigentümer sind betroffen. Sie sind Mitglieder in 2 700 Jagdgenossenschaften und 700 Eigenjagden. Die Mehrzahl wird durch den ZJEN vertreten.

 

Gespräche am Rande der Versammlung mit Björn Rohloff vom ZJEN, Minister Hans-Heinrich Ehlen und Geschäftsführer Volker Meier vom Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.

Text & Foto: Werner Gantz


Text: F.A.Z., 06.12.2007, Nr. 284 / Seite 22

Die Bauern haben wieder Spaß an der Scholle

Die Stimmung unter den Landwirten ist gut und sogar besser als die auch nicht schlechte Ertragslage.

Von Lukas Weber


FRANKFURT, 5. Dezember. Schon immer waren die Bauern in Deutschland gut organisiert und politisch bestens vertreten, aber diesmal ist die Lage für ihre Lobbyisten ernst. Während früher die Einkommen niedrig, das Wetter schlecht und die Politik unfähig waren, wird es jetzt immer schwerer, einen Anlass zur Klage zu finden. Noch nie war die Stimmung so gut wie heute, das belegen die aktuellen Studien zur Branchenkonjunktur, und das fühlen die Beobachter auf den landwirtschaftlichen Messen und Ausstellungen, die so gut besucht sind wie niemals zuvor. Landwirtschaft ist zugleich als Thema auch zunehmend in den Medien; es macht wieder Spaß, Landwirt zu sein. Die heitere Stimmung ist dabei gar nicht auf die deutschen Bauern beschränkt: Wie eine kürzlich vorgelegte Studie der Deutschen Landwirtschafts Gesellschaft (DLG) zeigt, geht es den Kollegen im europäischen Ausland mit Ausnahme Ungarns durchweg ebenso.


Bauernpräsident Gerd Sonnleitner erklärt die günstige Entwicklung vor allem mit den Weltmärkten. Dort wollen alle immer mehr Nahrungsmittel und Viehfutter. "Eine deutlich steigende Nachfrage sorgt für geräumte Märkte", sagt er, zugleich würden die Preisschwankungen größer. Die Impulse kämen von einer wachsenden, kaufkräftigen Mittelschicht in osteuropäischen und asiatischen Schwellenländern, die zunehmend hochwertige Nahrungsmittel konsumiere. Eine Dezitonne Weizen konnten die Landwirte vor zwei Jahren nur für 10 Euro verkaufen. Inzwischen erreicht der Preis 25 Euro. Das allgemeine Wehklagen über die kräftig gestiegenen Weltmarktpreise für Agrarprodukte können die Bauern freilich nicht verstehen: In früheren Jahren, als die Europäische Union ihre Überschüsse hoch subventioniert in den Weltmarkt gedrückt und damit die Preise niedrig gehalten hatte, war sie genau deswegen in die Kritik geraten. Außerdem macht der Anteil des Weizens am Brötchenpreis ohnehin nur ein paar Cent aus.

Ein zweiter positiver Schub für die Branche kommt von der Bioenergie. Hier konkurriert der Klimaschutz mit der Nahrungserzeugung, denn entweder landet die Pflanze am Ende im Magen oder im Motor. Das freut die Bauern, weil sich so neue Absatzmärkte erschließen. In der gesamten EU ist der Boden knapp; folglich wird die zweite Hälfte der rund 4,5 Millionen Hektar, die wegen früherer Überschüsse staatlich gefördert stillgelegt worden waren, vom nächsten Jahr an reaktiviert. Auf der ersten Hälfte wächst schon der Raps. Allerdings wird die beschlossene, aber politisch umstrittene höhere Besteuerung von Biodiesel vom neuen Jahr an den Absatzmarkt für reinen Biodiesel voraussichtlich zusammenbrechen lassen, weil die Verbraucher keinen Preisvorteil mehr haben. Ob das durch den ebenfalls beschlossenen höheren Anteil an Beimischung zum Dieselkraftstoff kompensiert werden kann, ist ungewiss. Die Produktionskapazitäten wachsen jedenfalls, bis Ende 2007 sollen es alleine in Deutschland rund 5 Millionen Tonnen jährlich sein. Aber der Markt für Bioenergie besteht nicht nur aus Rapsöl. Im Aufwind ist auch die Gewinnung von Biogas und die Verwertung von Getreide minderer Qualität und Holz zur Verbrennung. In einigen Jahren soll dann aus jeder Form von pflanzlichen Rohstoffen synthetischer Treibstoff gewonnen werden können - insgesamt sind das gute Aussichten für die Landwirte, die es sich aussuchen können, ob sie aus ihren Rohstoffen Energie oder Nahrungsmittel werden lassen. "Der Markt funktioniert", sagt Udo Hemmerling, der Referatsleiter Wirtschaftspolitik beim Bauernverband, gegenüber dieser Zeitung. Das gehe sogar so weit, dass jetzt schon die Bioenergie unter den hohen Rohstoffpreisen leide.

Abgerechnet wird das Landwirtschaftsjahr Ende Juni, und derzeit werden gerade die Ergebnisse der letzten Meldungen ausgewertet. Nach der jüngsten Prognose des Bundeslandwirtschaftsministeriums werden die Gewinne der landwirtschaftlichen Betriebe um 5 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Aus der Branche ist zu hören, dass es am Ende wohl eher 10 Prozent sein werden. Die Steigerungen kommen vor allem vom Ackerbau, die Viehzucht stagniert etwas. "Der Trend wird sich fortsetzen", prognostiziert Hemmerling. Sogar bei der Milch gebe es eine Aufwärtsbewegung, die Erzeugerpreise lägen derzeit bei 35 Cent je Liter gegenüber 28 Cent im Vorjahr. In den schlechten Jahren 2002/2003 - damals lagen die Erzeugerpreise danieder - wurden als Gewinn der landwirtschaftlichen Betriebe durchschnittlich 18 000 Euro je Vollzeit-Arbeitskraft ausgewiesen. Seitdem sind die Einkommen gestiegen, sie erreichen jetzt 24 000 Euro. Eine fast gleich laufende Entwicklung zeigt sich nach den Ergebnissen der DLG-Studie auch in den anderen Ländern der Gemeinschaft. Da die Eigenkapitalquote der Betriebe mit rund 80 Prozent hoch ist, sind die Unternehmen in der Regel auch bei vergleichsweise niedrigen Einkommen stabil. Der Bauernpräsident jedenfalls merkt an, eine angemessene Faktorentlohnung sei das nicht. Weitgehend gleichgeblieben sind die Pacht- und Bodenpreise. Das gilt für den Westen, im Osten steigen sie. Der Verkehrswert für landwirtschaftliche Grundstücke liegt derzeit bei etwas mehr als 9200 Euro je Hektar (10 000 Quadratmeter) mit allerdings großen regionalen Unterschieden. Am Markt sind freilich kaum welche zu bekommen. Weit mehr als die Hälfte ist verpachtet, und nach Auskunft des Bauernverbands gewinnt die Zupacht weiter an Bedeutung. Bei vielen landwirtschaftlichen Produkten beschädigen selbst stark schwankende Ernten aber nicht unbedingt das Betriebsergebnis: Wird in einem Jahr deutlich unterdurchschnittlich produziert, kann das oft durch steigende Preise ausgeglichen werden.

Ganz ungetrübt ist die Freude indessen nicht. Die hohen Preise für Energie und damit auch für den energieaufwendigen Dünger machen den Betrieben zu schaffen. Und nicht in jeder Sparte ist die Ertragslage gut. Die Schweinehalter klagen, denn hohen Kosten für Futtermittel stehen geringe Erzeugerpreise gegenüber. Offenbar ist der Schweinezyklus gerade am für die Erzeuger ungünstigen Ende angelangt; Deutschland zieht so viel Ferkel heran, dass erstmals mehr Schweinefleisch exportiert als importiert wurde.

Auch wenn also insgesamt die Lage und die Aussichten gut sind, hängt die Landwirtschaft doch weiter am Tropf der Steuerzahler. Bei einem Gesamtumsatz der deutschen Bauern von rund 40 Milliarden Euro im Jahr kommen etwa 5,5 Milliarden Direktzahlungen aus Brüssel. Außerdem gibt es Fördermittel der Länder. "Das ist eine Frage des Preisniveaus", sagt Hemmerling, denn niedrige Agrarpreise entlasten nach Ansicht des Bauernverbands die Verbraucher. Die Bauern selbst möchten von Subventionen nicht gerne reden: Die Leistungen aus öffentlichen Mitteln könne man als Ausgleich betrachten für Landschaftspflege und strenge Auflagen für Tier- und Naturschutz, die Erzeuger außerhalb der EU nicht einhalten müssen.
 

Dreizehnter Braunschweiger Getreidetag in Königslutter

KÖNIGSLUTTER.   Der jährlich einmal stattfindende Braunschweiger Getreidetag gilt als eine besondere Veranstaltung im Agrarbereich und wird bereits mit der 13. Ausgabe am

            Freitag, 7. Dezember 2007

als ein Traditionstreffen angesehen. Ausrichter ist der Bezirksverband Braunschweig des Landvolkes Niedersachsen. Die Eröffnung und Begrüßung um 9.30 Uhr nimmt der Bezirksvorsitzende Jürgen Hirschfeld vor.

 

Wegen der Inhalte mit landesweiter Tragweite, werden auch Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet. „Andere Bauernverbände haben derartige Tagungen nicht im Programm“, stellte kürzlich Geschäftsführer Volker Meier bei dem Pressegespräch im Avalon Hotelpark Königshof fest. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner misst der Bedeutung dieses Getreidetages einen hohen Stellenwert bei und hält in Königslutter das Hauptreferat zu dem Thema: Zukunftsbranche Landwirtschaft – Herausforderungen und Perspektiven. 

Die aktuelle Situation am Getreidemarkt wird Werner Bosse vom Landesbauernverband in Hannover darstellen. Die in den vergangenen Monaten heftig gestiegenen Getreidepreise werden an diesem Tag ausgiebigen Gesprächsstoff liefern. „Nicht alle landwirtschaftlichen Betriebe in der Region haben davon profitiert, weil wetterabhängig unterschiedliche Qualitäten und Erntemengen eingefahren wurden“, erklärte der Vorsitzende des Kreisverbandes Helmstedt Gerhard Rott, der auch als Vorsitzender des Ausschusses für pflanzliche Erzeugnisse im Landvolklandesverband in seinem Schlusswort einen Ausblick geben wird.

 

 

„Probleme in finanzieller Hinsicht gibt es auf den Höfen noch genug, weil die Betriebsmittel ernorm gestiegen sind und die Auswirkungen der Zuckermarktordnung negativ zu Buche schlagen“, ergänzt Volker Meier. Die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln und Bio-Energien biete den Landwirten in Deutschland aktuell mehr Möglichkeiten in der Produktion mit gutem Absatz und somit günstige Perspektiven für die Erzeuger.

Hoteldirektor Pedro Navaro ist schon zum wiederholten Male Gastgeber im Königshof. Volker Meier und Gerhard Rott stellten das Programm zum Getreidetag 2007 vor.

 

Text & Foto: Werner Gantz


Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - Pressestelle -

Hannover, den 15.11.2007

Startschuss für das Bildungsprojekt

"Transparenz schaffen, von der Ladentheke bis zum Erzeuger"

ML 063

   

Hannover. In dieser Woche beginnt das Antragsverfahren zum Bildungsprojekt "Transparenz schaffen von der Ladentheke bis zum Erzeuger". Das Antragsverfahren endet am Freitag, dem 14.12.2007.

 

Über diese  Maßnahme, die neu in das Programm zur Förderung im ländlichen Raum (PROFIL) aufgenommen wurde, bin ich sehr zufrieden stellte Minister Hans-Heinrich Ehlen fest. Sie ist einzigartig in Deutschland.

 

Einzigartig ist dieses Bildungsprojekt insbesondere weil es eine Brücke baut zwischen der nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung und den Betrieben der Ernährungswirtschaft. Insbesondere Schüler und Schulen sollen mit Landwirten in Kontakt kommen. Hervorzuheben ist außerdem, dass dieses Bildungsprojekt intensiv mit dem Kultusministerium abgestimmt ist und sich deshalb gut in den schulischen Ablauf integrieren lässt. Mit der finanziellen Beteiligung der Europäischen Union steht diese Maßnahme nun zum ersten Mal auf einem soliden finanziellen Fundament bis einschließlich 2013.

 

Die Ziele dieses Projektes sind vielschichtig. Mit ihm wird das gegenseitige Verständnis zwischen landwirtschaftlicher und nichtlandwirtschaftlicher Bevölkerung im ländlichen Raum verbessert. Außerdem wird die Grundlage für den gut informierten Verbraucher von morgen geschaffen. Schüler können schon in der Grundschule lernen, wie und vor allem wo Lebensmittel entstehen. Und das nicht im Klassenzimmer, sondern außerhalb der Schule durch den direkten Kontakt mit der Land- oder Ernährungswirtschaft. Auf diese Weise werden die vielfältigen Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Produktion, Weiterverarbeitung, Gesundheit und nicht zuletzt der Kulturlandschaft durch ein direktes Erleben verdeutlicht.

 

Dieses Projekt dient auch den Erzeugern und Verarbeitern. Denn zunehmend setzen sich irreale Bilder über die Landwirtschaft fest, die immer weniger in der Schule, im Elternhaus oder in den Medien korrigiert werden. Verzerrte Vorstellungen von der Landwirtschaft helfen aber weder den Konsumenten noch der Landwirtschaft. Mit dem Projekt "Transparenz schaffen von der Ladentheke bis zum Erzeuger" kann diesem Trend sehr wirkungsvoll entgegen gewirkt werden.

 

Die Aufgabe der regionalen Bildungsträger, die jetzt einen Antrag auf Förderung stellen können, ist es, Aktivitäten zwischen den Schulen und Betrieben der Land- und Ernährungswirtschaft zu initiieren, zu koordinieren und zu begleiten.

 

Für die Förderung dieser Arbeit können Interessierte ab sofort bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Geschäftsbereich Förderung, Johannssenstr. 10, 30159 Hannover bis zum 14. Dezember 2007 einen Antrag stellen. Anträge müssen förmlich unter Verwendung der offiziellen Antragsvordrucke gestellt werden, die von der Internetseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen www.lwk-niedersachsen.de (Pfad: Portal > Förderung > Transparenz schaffen) herunter geladen werden können. Nähere Informationen über das Bildungsvorhaben, die Fördervoraussetzungen und das Antragsverfahren sind außerdem bei der zentralen Koordinierungsstelle (Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide in 21397 Barendorf, Lüneburger Str. 12, Tel: 04137-8125-0) einzuholen, oder unter " www.ml.niedersachsen.de " (Pfad: Themen > Landwirtschaft&Ernährung > Transparenz schaffen - von der Ladentheke bis zum Erzeuger) erhältlich.

 

In dem Förderantrag sind die geplanten Bildungsmaßnahmen, deren Umsetzung sowie die entstehenden Kosten zu beschreiben. Es ist insbesondere darzustellen, zu welchen Themenschwerpunkten, mit welchen Partnern und zu welchen Konditionen die einzelnen Bildungsprojekte durchgeführt werden sollen.

 

Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle natürlichen oder juristische Personen mit Sitz in Niedersachsen/ Bremen.

 

14.11.

Landvolkkreisverband mit Gästen bei der Agritechnica

HELMSTEDT / HANNOVER.    

Der Vorsitzende des Bauernverbandes Braunschweiger Land im Niedersächsischen Landvolk, Kreisverband Helmstedt, Gerhard Rott hatte Bürgermeister und politische Mandatsträger zu einem Besuch der Agritechnica auf dem Messegelände in Hannover eingeladen.

An verschiedenen Ständen und auf dem Freigelände wurden den Gästen technische Neuheiten vorgestellt. Auffällig waren die gezeigten großen Einheiten der Feldbearbeitungs- und Erntemaschinen, wegen der Flächenausmaße mit zunehmender Tendenz. Geschäftsführer Volker Meier führte die Gruppe zu den Anbietern der Geräte zur Energiegewinnung durch nachwachsende Rohstoffe.

Martin Kopp vom Handelsbetrieb Lange & Typky aus Helmstedt arbeitet eng mit dem Hersteller Ala-Talkkari aus Finnland zusammen. „Landwirte sollten sich Gedanken machen, welche Produkte sie für die Verbrennung zur Wärmegewinnung anbauen können“, begann er seine Präsentation mit praktischen Beispielen an Öfen im Einsatz. Holzhackschnitzel- und Pellets, gepresste Abfälle aus der Öl- und Lebensmittelproduktion und Getreidestroh, sowie Getreidekörner, die für die Futtermittel- und Lebensmittelherstellung nicht zu verwenden sind, alles sei einsetzbar.

Weil in Beierstedt neben der Biogasanlage eine Holzhackschnitzel-Trocknung geplant ist, interessierte sich Samtgemeindebürgermeister Lutz Winter Heseberg besonders für dieses Segment. „Die Landwirtschaft ist bei uns eine tragende wirtschaftliche Säule“, sagte er im Hinblick auf diese Entwicklung im ländlichen Raum. „Das teuere und das knapper werdende Öl brauchen wir als Treibstoff für die Mobilität, heizen sollten wir deshalb mit alternativen Ressourcen“, ergänzte Gerhard Rott.

 

 

 

Beim Unternehmen „Farmbau“ wurde die Nutzung der Sonnenenergie demonstriert. Das Mustergebäude „Sunhaus“ ist mit Solartechnik bestückt, ist auf einer 16 Meter großen drehbaren Platte gebaut und schwenkt maximal 240 Grad das Gebäude dem günstigsten Sonnenstand zu.

Auf dem Stand des Deutschen Bauernverbandes empfing Wolfgang Arens vom Niedersächsischen Landvolk Hannover die Gäste zu einem Rundgang mit Erläuterungen. Neben dem Erleben der großartigen Technik und den interessanten Fachbeiträgen hatten die Teilnehmer auch Gelegenheit sich persönlich in Gesprächen miteinander auszutauschen und die Themen zu diskutieren.

 

Auch Thema in Hannover: Energie aus nachwachsenden Rohstoffen.

v. l.: Unternehmer Martin Kopp aus Helmstedt, CDU-Kreistagsabgeordneter Heinrich Rüscher, Landvolk-Geschäfts-führer Volker Meier, UWG-Kreistagsabgeordneter Dr. Gerd Heidler aus Wendhausen, Kreislandwirt Gerhard Rott aus Scheppau und Stellvertreterin Bärbel Heidebroek aus Gevensleben.

 

 

Text & Foto: Werner Gantz


Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 08.11.2007

Spezialmesse für bäuerliche Direktvermarkter

Die „Ab Hof“ findet vom 23. bis 25. November 2007 in Karlsruhe statt

   

Vom 23. bis 25. November 2007 findet zum zweiten Mal die „Ab Hof – Spezialmesse für bäuerliche Direktvermarkter“ in Karlsruhe statt. Die Messe wird nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr an den ersten beiden Tagen wieder zeitgleich mit der Europäischen „Spargel- und Erdbeerbörse“ abgehalten. Daher wird es für beide Messen eine gemeinsame Eintrittskarte geben, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. Beide Messen sprechen ähnliche Zielgruppen an und ergänzen sich zu einem „starken Duo“.

 

Die „Ab Hof“ beschäftigt sich mit der Veredlung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und Dienstleistungen. Rund 130 Aussteller präsentieren Maschinen, Geräte, Hilfsmittel und Dienstleistungen beispielsweise für die Milch-, Obst- Fleisch- und Getreideverarbeitung. Lagerung, Transport und Verkaufseinrichtungen zählen ebenso zum Messeinhalt wie auch Dienstleistungen im Marketing. Angesprochen werden alle Bauern, die bereits in der Direktvermarktung tätig sind oder dort eine Chance für eine künftige Ausrichtung ihres Betriebes sehen. Daneben sind Information und Beratung wichtige Bestandteile der „Ab Hof“. Die Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauern­hof“ als wichtigste Plattform bäuerlicher Direktvermarktung in Deutschland steht für Anfragen zur Verfügung. Im Vorfeld der Messe in Karlsruhe findet in Zusammenarbeit der Fachzeitung „Hof Direkt“ und des „Badischen Verbandes Klein- und Obstbrenner“ eine Verkostung von Bränden und Likören statt. Die Prämierung und Auszeichnung der Sieger erfolgt am Samstag, 24. November 2007, um 14.00 Uhr auf der Vorführbühne der „Ab Hof“.

 

Das Vortragsforum lädt an allen drei Tagen zu Vorträgen rund um die Direktvermarktung ein. Auf der Vorführbühne erlebt man ein abwechslungsreiches Programm aus Kurz­vorführungen, musikalischen Darbietungen, Tanz- oder Verarbeitungsvorführungen.

Die Ab Hof Karlsruhe ist von Freitag (23. November 2007 von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr) und am Samstag (24. November 2007) und Sonntag (25. November 2007 von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr) geöffnet. Am Sonntag sind besonders Verbraucher zur „Ab Hof“ eingeladen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.messewieselburg.at.

 

Harz + Heide   -   Planungen für Ende September 2008

BRAUNSCHWEIG.   Bekanntlich sind langfristige Planungen für Messen und Ausstellungen jeder Couleur erforderlich. Deshalb machte sich der Veranstalter „AFAG – Messen und Ausstellungen GmbH“ schon seit Mitte des Jahres Gedanken über ein Konzept und neue Angebotsbereiche der nächsten Harz + Heide-Messe 2008 in Braunschweig. Nun laufen auch bereits einige Vorbereitungen auf vollen Touren. Es gilt das zehnprozentige Besucherdefizit der zurückliegenden Harz + Heide 2007 auszugleichen. Eine Änderung des Termins mit der Verlegung vom Mai auf die Woche vom 27. September bis 5. Oktober 2008 ist dabei eine Variante.

Erneut ist nach Thailand nun eine aufwändige Erlebniswelt über ein exotisches Reiseziel geplant. Die Besucher dürfen sich auf eine virtuelle Reise nach Indien freuen und die Veranstalter werden die vielen Facetten dieses faszinierenden Landes authentisch und detailgetreu in Szene setzen.

Als weiteres neues Thema plant die AFAG für 2008 einen „Gesundheitspark“ mit Informationen, Vorführungen, Vorträgen und Beratungsmöglichkeiten rund um Gesundheitsthemen. Das bewährte Konzept mit der Energieroute soll beibehalten werden. Die Veranstalter wollen darüber hinaus das Touristikangebot weiter ausbauen und auch für das jugendliche Publikum ist eine eigene Halle mit Angeboten und Aktionsbereichen geplant, die auf die junge Zielgruppe und deren Interessen zugeschnitten sind. „Original Regional“ mit kulinarischen Spezialitäten könnte unter anderem auch ein Thema unter Mitwirkung der Landfrauenverbände sein.

 

Text & Foto: Werner Gantz

 

 

Der hiesige Bauernverband Braunschweiger Land im Niedersächsischen Landvolk wird auch wieder mit Informationsständen aus dem Agrarbereich und Tierschauen vertreten sein. Gerade beim städtischen Publikum stellte sich dieser Bereich in den Hallen und auf dem Freigelände als Besuchermagnet heraus. Um etwas über die Erfahrungen der Kollegen im Frankenland und Bayern zu erfahren, besuchte Geschäftsführer Volker Meier die Ausstellung „Consumenta“ in Nürnberg, die am Sonntag zu Ende ging. Es fanden dort Gespräche mit dem Direktor Rudolf Fähnlein und dem Geschäftsführer Helmut Wolf vom Bayerischen Bauernverband statt.

Die gläserne Landwirtschaft und die Direktvermarktung mit den Produkten aus der Region für die Region ist hier wie dort von vielfältiger Bedeutung, war die einvernehmliche Feststellung. „Lebensmittel sind ihren Preis wert“, lautet die Aussage. Deshalb müsse die Darstellung des Agrarbereiches bei derartigen Verbrauchermessen vertreten sein.

In Nürnberg auf dem Messestand des Bayerischen Bauernverbandes: v.l.: Direktor Rudolf Fähnlein, AFAG-Geschäftsführer Heiko Könicke und Geschäftsführer Volker Meier vom Braunschweiger Bezirkverband des Niedersächsischen Landvolkes.


Text: F.A.Z., 23.10.2007, Nr. 246 / Seite 17

 

Verbraucherpreise

Die gefühlte Inflation ist höher als die tatsächliche

Von Konrad Mrusek

 

22. Oktober 2007 

Der Ölpreis ist am Montag wieder unter den Rekordwert von 90 Dollar gefallen und pendelte sich bei 87 Dollar je Fass (159 Liter) ein, doch die Angst vor einem Inflationsschub ist damit nicht gewichen. Einige Ökonomen befürchten, dass die Teuerungsrate in Deutschland bis Jahresende auf 3 Prozent steigen könnte. Das wäre die höchste Inflationsrate seit dreizehn Jahren. Zurzeit liegt die Teuerung bei 2,4 Prozent im Jahresdurchschnitt.

Sorge vor einem Inflationsschub äußert inzwischen auch Bundesbankpräsident Axel Weber. (Siehe auch: Der Bundesbankpräsident im Interview) Ihn beunruhigt vor allem - wie er in mehreren Interviews wissen ließ -, dass neben Öl und Lebensmitteln nun auch gewerbliche Waren teurer werden. Der Bundesverband Deutscher Banken schloss sich dieser Einschätzung am Montag an. Er warnte die Gewerkschaften davor, wegen des Preisschubs im kommenden Jahr höhere Tariflöhne zu fordern, denn dies würde die Preisspirale erst recht in Bewegung setzen.

Doch sind die jetzigen Inflationsbefürchtungen wirklich berechtigt? Muss man sich Sorgen machen, dass eine lange Phase der Preisstabilität tatsächlich zu Ende geht? Die Fachleute beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden, die seit Jahren das Auf und Ab der Preise verfolgen, sind noch nicht davon überzeugt, dass die Teuerungsrate es schafft, bis zum Jahresende um 0,6 Punkte auf 3 Prozent zu klettern.

 

Einige Güter wurden deutlich billiger

 

Die Statistiker verweisen zum einen darauf, dass der Index der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im September nur 1,5 Prozent höher war als im Jahr zuvor. Es verteuerten sich zwar etliche Güter um mehr als 3 Prozent, darunter Nahrungs- und Futtermittel, doch andere Güter wurden teils deutlich billiger, wie Computer und Geräte der Unterhaltungselektronik.

Die Skepsis gegenüber einem großen Preisschub schon bis Jahresende hat auch mathematische Gründe: Die Produkte, die jetzt teurer werden, haben nicht das nötige Gewicht im Warenkorb, um den Index so schnell nach oben zu treiben. Die Entwicklung der vergangenen Monate ist dafür ein anschauliches Beispiel: So lag die Teuerungsrate zu Jahresbeginn 2007 bei 1,6 Prozent. Trotz aller großen Schlagzeilen über den Preisschub bei Milch und Butter, die es seitdem gab, machte der Preisindex zwischen Januar und September lediglich einen kleinen Satz um 0,8 auf 2,4 Prozent.

 

Die Rolle der Psychologie

 

Der Warenkorb, mit dessen Hilfe der Index der Verbraucherpreise ermittelt wird, umfasst 750 Güter. Der Preisindex ist jeweils der gewichtete Mittelwert der gesamten Preisänderungen aller Güter. Auf Heizöl und Benzin entfallen zusammen 4,2 Prozent dieses Warenkorb-Gewichtes. Bei Bekleidung und Schuhen sind es 5,5 Prozent, so dass eine Erhöhung in dieser Produktkategorie stärker auf den Index durchschlägt. Hinzu kommt, dass bei Heizöl und Benzin die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar sich besonders vorteilhaft auswirkt, der Preiseffekt also für die deutschen Verbraucher erheblich gedämpft wird.

Die neue Inflations-Sensibilität, die man seit einiger Zeit bei Bürgern und Politikern spüren kann, hat vermutlich einen psychologischen Grund: Der Konsument registriert jene Preisänderungen viel stärker, wenn sie Produkte betreffen, die er häufig kauft. Bei Lebensmitteln ist daher die gefühlte Inflation viel höher als die tatsächliche Preissteigerung.

Als Milch und Butter im Sommer teurer wurden, gab es einen Aufschrei. Einige Politiker schlugen vor, die Sozialleistungen zu erhöhen. Wenn man sich nun die Statistik anschaut, so zeigt sie, dass im September die Nahrungsmittelpreise um lediglich 2,6 Prozent höher lagen als im Vorjahr. Einen Preissprung bis zum Jahresende signalisiert auch nicht das Herbst-Gutachten der Forschungsinstitute. Sie unterstellten in ihrer Prognose einen Ölpreis von 80 Dollar und rechnen 2008 mit einer leicht sinkenden Inflationsrate, weil dann der Mehrwertsteuereffekt nicht mehr wirksam ist.

 

22.10.

200 Schülerinnen und Schüler studierten auf Gut Bisdorf

 

BISDORF – ein Ortsteil von KÖNIGSLUTTER.   Nach den guten Erfahrungen im vergangenen Jahr hat die Antonius Holling-Stiftung auch in diesem Jahr im Herbst in Wolfsburg ein Ferienprogramm für Schülerinnen und Schüler zwischen acht und zwölf Jahren angeboten. 

  

Dekanin Elisabeth Pötsch vom Stiftungsrat begleitet die Aktionen der „Kids-Academy“ täglich von 9 bis 16 Uhr, wobei alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Zahlung des geringen Beitrages von 2 Euro pro Tag auch einen „Studentenausweis“ bekommen. Ein Mittagessen gab es auch dafür.

Begonnen wurde auf dem Gut von Günther Graf von der Schulenburg in Bisdorf im Landkreis Helmstedt. Der Gastgeber und auch der Schirmherr, Oberbürgermeister Rolf Schnecke aus Wolfsburg, gaben vor den 200 Kids eine Einführung in das Thema. Sie begrüßten, dass selbst in den Ferien die so wichtige Bildung von der Academy forciert werde.

 

Imposant und überwältigend waren die großen Maschinen zur Feldbearbeitung und für Ernteeinsätze. Zur Bodenbearbeitung, Getreideaussaat, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte, Transport, Getreidelagerung mit Probeziehung und Auswertung gab es an fünf Stationen Kurzreferate von ehrenamtlichen Fachleuten. Erläuterungen zur den Aufgaben des Landvolkverbandes gab Geschäftsführer Volker Meier an einem Informationsstand. Kostproben von Frischmilchgetränken gab es von Sascha Rubow aus Ahmstorf vom gleichnamigen Milchhof.      

Forstwirtschaft gehört auch zum Gut Bisdorf. Moderne Forstmaschinen waren im Einsatz und Klaus-Dieter Hosang und sein Team vom Forstamt Danndorf stellten die Arbeit im Wald mit Holzeinschlag, Vermessung und die Sicherheitsbestimmungen für die Handhabung mit der Motorsäge vor. Am Info-Stand der Jägerschaft wurde über die Hege und die Jagd in der Natur von Axel Schlüter berichtet.

An den nachfolgenden Tagen gab es die „Studiengänge“ Medizin im Krankenhaus, Kunst im Theater und Technik im Volkswagenwerk in Wolfsburg. Sponsoren ermöglichen und begleiten die Durchführung.

 

 

 

Beim Herbst-Ferienprogramm der Antonius-Holling-Stiftung "Kids-Academy" in Bisdorf gab es auch eine Trinkpause für die Kids mit Kakao.   v.l. Dekanin Elisabeth Pötsch vom Stiftungsrat aus Wolfsburg, Günther Graf von der Schulenburg als Gastgeber, Landvolkgeschäftsführer Volker Meier und Sascha Robow vom Milchhof Ahmstorf

 

Präparierte Wildtiere hatte Axel Schlüter mitgebracht.

 

Text & Fotos: Werner Gantz


Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 15.10.2007

Keine neue Versicherungspflicht für landwirtschaftliche Anhänger

DBV anerkennt 1:1-Umsetzung von EU-Recht beim Pflichtversicherungsgesetz

   

Der Bundestag hat bei der Änderung des Pflichtversicherungsgesetzes Augenmaß bewiesen und einen angemessenen Weg gefunden, europäisches Recht ohne neue Belastungen für die Landwirtschaft umzusetzen. Damit können landwirtschaftliche Anhänger und selbstfahrende Arbeitsmaschinen weiterhin in bewährter Weise über die Betriebshaft­pflicht versichert bleiben. Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) zu dem vom Bundestag verabschiedeten Gesetzentwurf zum Pflichtversicherungsgesetz. Der vorgesehene  Weg verhindere, dass eine neue finanziell und bürokratisch belastende Versicherungspflicht auf die Land- und Forstwirtschaft zukomme. „Wir erkennen ausdrücklich an, dass es der Großen Koalition mit diesem Gesetz gelungen ist, europäisches Recht mittelstandsfreundlich und unbürokratisch umzusetzen“, sagte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner. Dieses Gesetz sei ein gutes Beispiel, dass in Deutschland doch die 1:1-Umsetzung der EU-Vorgaben in nationales Recht möglich ist.

 

Die Bundesregierung musste auf Grund einer europäischen Richtlinie Änderungen bei der Kfz-Haftpflichtversicherung umsetzen. Hierbei stand auch zur Diskussion, eine neue Pflichtversicherung für landwirtschaftliche Anhänger und Arbeitsmaschinen einzuführen, obwohl diese Fahrzeuge bereits über die Betriebshaftpflichtversicherung versichert sind. Der DBV hatte im Gesetzgebungsverfahren stets darauf hingewiesen, dass das EU-Recht für diese Fälle Ausnahmen von der Einführung einer Pflichtversicherung zulässt. Die Einführung einer Versicherungspflicht für landwirtschaftliche Anhänger und Arbeitsmaschinen hätte eine unnötige finanzielle und bürokratische Belastung für die Land- und Forstwirtschaft dargestellt, die mit keinerlei Nutzen für die Allgemeinheit verbunden gewesen wäre.

 

13. + 14.10.

 

Messe „Energie, Umwelt => Zukunft“ in Schöppenstedt

 

Die 1. Schöppenstedter Energiemesse in und vor der Eulenspiegel-Halle zeigte Wege zur effizienten Energienutzung und gab praktische Tipps, die sich positiv auf unsere Umwelt auswirken und ein verantwortliches Handeln für die Zukunft hervorrufen sollen.

 

Eröffnet wurde die von der Diakonie der Propstei Schöppenstedt und dem Regionalmarketing Schöppenstedt organisierte Veranstaltung mit einem Grußwort des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel.

 

Vorgestellt wurden neue Erkenntnisse auf den Gebieten der Energienutzung, Energiegewinnung und Energieeinsparung. An den beiden Messetagen präsentierten sich Firmen und Institutionen aus den Bereichen Heizen mit Holz, Erdwärme, Solartechnik, Energieberatung, Dämmung von Gebäuden und effiziente Energieversorgung. Außerdem erhielt der Besucher Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten für klimaschonende Investitionen sowie alternative Anlageformen.

 

Neben einer Vielzahl namhafter Fachfirmen beteiligte sich u. a. auch das "NABU Energiesparmobil Niedersachsen" mit Aktion, Information und Beratung. Und auch der Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V. war mit seinem Infohänger zur Stelle und präsentierte sich mit Informationen rund um die Landwirtschaft, nachwachsende Rohstoffe und Energieströme im ländlichen Raum und verteilte reichhaltiges Informationsmaterial, Rapsöl und Mal- und Kinderbücher mit „Bauer Hubert“.

 

Als Teil des umfangreichen Rahmenprogramms wurde u. a. der Film „Die unbequeme Wahrheit“ des Friedensnobelpreisträgers Al Gore vorgeführt. Interessante Fachvorträge, beispielsweise über „Asse II“ sowie ein umfangreiches Aktionsprogramm für Kinder und Jugendliche rund um das Thema Energie rundeten die Messe gelungen ab.

 

 

 

 

v. l.: Sigmar Gabriel, Jörg Röhmann (Landrat Wolfenbüttel), Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.)

 

 

v. l.: Jörg Röhmann, Volker Meier, Jürgen Ehlers (NABU), Ruth Nauman (Bürgermeisterin Gemeinde Schöppenstedt), Repräsentant der Nord/LB Braunschweig, Sigmar Gabriel 


05.10.

Dr. Wilhelm Priesmeier zu Besuch in Groß Sisbeck

 

Trafen sich nach der Besichtigung des Milchviehbetriebes Gehrke/Viedt GbR zu einem agrarpolitschen Gedankenaustausch: (v. l.) Thomas Thiere (Landtagskandidat SPD-Velpke), Bodo Seidenthal (Vorstandsmitglied SPD Bezirk Braunschweig), Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.), Gerhard Rott (Kreislandwirt Helmstedt), MdB Dr. Wilhelm Priesmeier (stellv. agrarpolit. Sprecher der SPD-Fraktion), Erich Gehrke (Gehrke/Viedt GbR, Gr. Sisbeck), Albrecht Viedt (Gehrke/Viedt GbR, Gr. Sisbeck)

 

Oktober 2007

Land & Forst

Einmischen und mitdiskutieren


Junglandwirte   Landwirte aus der Region vernetzen, untereinander Erfahrungen austauschen und sich in die aktuelle agrarpolitische Diskussionen einbringen – das sind die Ziele der Arbeitskreise für Junglandwirte im Lande. Erst vor fünf Jahren aus dem agrarpolitischen Arbeitskreis der Landjugend entstanden, haben sich auch die Junglandwirte im Bezirksverband Braunschweig zu einer aktiven Gruppe gemausert.

 

Die Zuckerrübenernte ist in vollem Gange – zwischen Hildesheim und Peine liegen die Früchte bereits an vielen Feldrändern. Sie bilden das I-Tüpfelchen der Ernte auf den Böden mit bis zu 98 Bodenpunkten. „Uns geht es zu gut, wir sind faul“, beschreibt Hans Kasinger, den Menschenschlag vor Ort augenzwinkernd.

Zwischen Harz und Heide

Gerade weil die Eigeninitiative etwas zu wünschen übrig lässt, investieren Kasinger und seine beiden Teamkollegen Christian Wohlenberg und Karsten Zein als Sprecher der Junglandwirte viel Energie in das Ehrenamt. „Viele Berufskollegen gehen woanders zur Schule und zum Studium und wenn sie nach Hause kommen, kennen Sie keinen mehr“, hat Kasinger beobachtet. Die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens bei den Junglandwirten und ein Netzwerk zu spinnen, sieht er deshalb als große Chance. Zudem soll der Spaß an der Sache natürlich nicht zu kurz kommen.

Vor allem Exkursionen und Besichtigungen kommen bei den Junglandwirten zwischen Harz und Heide gut an. „Reine Vorträge zu agrarpolitische Themen ziehen nicht“, hat Wohlenberg festgestellt. Im vergangenen Jahr standen die Veranstaltungen deshalb ganz im Zeichen des Getreides. Wie an einem roten Faden reihten sich die Besichtigungen der Saatzuchtfirma Nickerson in Rosenthal, der Mühle Rüningen und die zweitägige Veranstaltung in Burg Warberg zur Getreideanalyse und Warenterminbörse aneinander. Rund 30 Teilnehmer zählten die Veranstalter pro Termin.

Blech lockt alle Bauern

Ganz nach dem Motto „Blech lockt alle Bauern“ soll der Schwerpunkt des kommenden Jahres auf der Landtechnik liegen. Angedacht sind eine Besichtigung der Firma Horsch in Bayern und der Landmaschinenentwicklung an der TU Braunschweig. „Im Wahlkampf könnten wir auch mal wieder in den Landtag fahren“, schlägt Manuela Roffka, Geschäftsführerin beim Landvolkbezirksverband Braunschweig vor. Sie organisiert die Veranstaltungen und stellt Bürokapazität zur Verfügung, beispielsweise um die Einladungen zu verschicken.

Trotz der guten Betreuung und Verbundenheit mit dem Landvolk legen die Junglandwirte Wert auf ihre freie Meinung. „Keiner der zu uns kommen will, muss Mitglied im Landvolk sein“, erklärt Wohlenberg. Auch wenn die Aussichten für eine weiteres ehrenamtliches Engagement nicht schlecht seien. „Für uns ist das schon eine Perspektive, neue Leute fürs Ehrenamt zu gewinnen“, sagt Roffka.

Dieses Ziel hat auch der Ausschuss für Junglandwirte im Landvolk Niedersachsen, dem Christian Wohlenberg ebenfalls angehört. Er kann nicht verstehen, warum sich einige Landwirte hinter der Behauptung verstecken, der Betrieb leide unter dem Ehrenamt. „Wenn man sich engagiert, kann man auch für den eigenen Betrieb etwas rausholen“, beschreibt er seine Erfahrungen. Einfach weil man früher informiert sei und damit einen Wissensvorsprung gegenüber den Berufskollegen habe.

Mittlerweile engagiert sich der Landwirt in zahlreichen Ehrenämtern für das Gemeinwohl. Unter anderem als stellvertretender Hegeringleiter, Schatzmeister des CDU-Ortsverbandes, und 1. Vorsitzender des Flurneuordnungsverfahrens in Gadenstedt. Seit dem Sommer ist er auch im Aufsichtsrat der Nordzucker Holding.

Dabei wollte er ursprünglich gar kein Landwirt werden. „Ich bin durch den elterlichen Betrieb in die Ausbildung reingerutscht“, erzählt er. Bei freier Berufswahl wäre er wohl lieber Polizist geworden. „Erst mit den Jahren habe ich gesehen, welche Möglichkeiten man in der Landwirtschaft hat und wie frei man ist“, begründet er seine weitere Laufbahn.

Fit gemacht im Studienkurs

Das Rüstzeug für das ehrenamtliche Engagement hat sich Wohlenberg beim TOP-Kurs an der Andreas-Hermes-Akademie in Bonn und beim niedersächsischen Studienkurs für Nachwuchskräfte im landwirtschaftlichen Ehrenamt geholt. Die Begegnungen mit politischen Vertreter und Handelspartner haben ihn dabei besonders fasziniert. Mindestens genauso wichtig sei es jedoch gewesen, Berufskollegen aus anderen Teilen  Deutschlands kennenzulernen und Einblicke in deren Betriebe zu bekommen.

„Da kann man sich schon ein gutes Netzwerk aufbauen“, sagte er. Ihm macht es sehr viel Spaß seine Posten auszufüllen, auch wenn er fast jeden Abend unterwegs ist. Einziger Wermutstropfen: „In diesem Jahr habe ich noch keinen Bock geschossen“.

Neuzugänge willkommen

Wer Interesse daran hat, sich bei den Junglandwirten in Braunschweig zu engagieren oder auch nur mal mit zu einer Veranstaltung zu fahren, kann sich beim Landvolk in Braunschweig, Tel.: 0531/287700 melden. Auch für den kommenden niedersächsischen Studienkurs sind noch Plätze frei. Interessenten melden sich bitte bei Berndt Tietjen, Tel.: 04144/1643.

Wiebke Molsen

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 27.09.2007

Aussetzung der Flächenstilllegung ein richtiger Schritt

Born: Landwirte können nun frei über ihre Anbauplanung entscheiden

 

Der im Eilverfahren gefasste Beschluss der EU-Agrarminister zur Aussetzung der Flächenstilllegung für die kommende Ernte 2008 ist für den Deutschen Bauernverband (DBV) ein richtiger Schritt. „Die Agrarmärkte signalisieren, dass die Flächenstilllegung nicht mehr zeitgemäß ist“, bewertete DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born die Entscheidung aus Brüssel. Angesichts der weltweit angespannten Marktverhältnisse ist allerdings durch diesen Beschluss keine grundlegende Änderung zu erwarten. Die Landwirte hätten in ihrer Anbauplanung für die Aussaat im Herbst und im kommenden Frühjahr die erforderliche Klarheit. Der DBV weist darauf hin, dass 2008 neben der Stilllegungspflicht auch die speziellen Prämienkontingente für den Anbau von Obst, Gemüse und Speisekartoffeln (so genannte OGS-Genehmigungen) aufgehoben und in „normale“ Zahlungsansprüche umgewandelt werden. Damit könnten die Landwirte frei über ihre Anbauplanung entscheiden.

 

Der Beschluss der Agrarminister zur Aussetzung der Flächenstilllegung lässt aus Sicht des DBV jedoch die Möglichkeiten zur Verwaltungsvereinfachung und zum Bürokratieabbau ungenutzt. Konsequent wäre eine völlige Aufhebung anstatt einer Aussetzung der Stilllegung gewesen. Die Aussetzung der Stilllegung kann für viele Landwirte zu einer neuerlichen Verkomplizierung des Antragsverfahrens für die Betriebsprämie führen, da zum Beispiel weiterhin die vorrangige Aktivierung der Zahlungsansprüche Stilllegung im Antrag 2008 gegeben sein muss.

 

Die Aufhebung der Flächenstilllegung könnte in Deutschland etwa 200.000 Hektar der bisherigen rund 1.000.000 Hektar Stilllegungsflächen nun wieder für die Produktion mobilisieren, denn auf ca. 400.000 Hektar der Stilllegungsflächen werden bereits nachwachsende Rohstoffe angebaut. EU-weit könnten von derzeit 3,8 Millionen Hektar stillgelegten Flächen 1,6 bis 2,9 Millionen Hektar wieder in die Erzeugung genommen werden.

 

Braunschweiger Zeitung Wolfenbütteler Nachrichten vom 24.09.2007

 

Landwirte positiv gestimmt

Erntedank-Stand des Landvolkes in der Wolfenbütteler Fußgängerzone

Von Karl-Ernst Hueske

 

WOLFENBÜTTEL. Die Sonne strahlte und die Landwirte in der Fußgängerzone auch. "Endlich erhalten wir angemessene Preise für unsere Produkte", meint Ulrich Löhr, der Kreisvorsitzende des Landvolkes Wolfenbüttel.

Mit einem gemeinsamen Erntedankstand präsentierten sich das Landvolk, die Landfrauen und der Arbeitskreis Junger Landfrauen in der Fußgängerzone. Es werden bunte Kränze und Sträuße gebunden und verkauft. Zum Angebot gehören auch Kürbisse sowie Pflaumenmarmelade.

In der Mitte des Standes hängt eine Erntekrone, die extra für den großen Erntedankgottesdienst am Sonntag, 30. September, 10.30 Uhr, in der Hauptkirche aus Laub, Früchten und Ähren hergestellt wurde. Diakonin Britta Lange-Geck nimmt die Krone in Empfang.

Das diesjährige Erntedankfest ist für die Landwirte ein Freudenfest. Der Weltmarkt ist leergefegt. Die Preise für Produkte der Landwirtschaft sind gestiegen. Und von den Preiserhöhungen kommt sogar ein erheblicher Teil des Geldes auch bei den Landwirten an, berichtet Löhr.

 

 

 

 

 

In Gesprächen mit Passanten hat er an diesem Vormittag schon mehrfach gehört: "Die Nahrungsmittel-Preisentwicklung tut weh. Aber wenn es bei euch ankommt, dann ist es gut."

Die Stimmung bei den Landwirten ist gut, meint der Landvolk-Kreisvorsitzende. "Wir blicken nach langer Zeit mal wieder positiv in die Zukunft. Lebensmittel haben wieder ihren Wert."

Diakonin Britta Lange-Geck (Dritte von links) erhielt für den Erntedank-Gottesdienst am kommenden Sonntag, 30. September, 10.30 Uhr, in der Hauptkirche einen schönen Erntekranz von den Vertretern des Landvolkes überreicht.

Foto: Karl-Ernst Hueske


18.09.

Zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch über die Stromleitung Timmerlah - Broitzem trafen sich Volker Meier vom Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V. und Klaus Winter von der Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG BS|ENERGY.

v. l.: Volker Meier, Klaus Winter

 

13.09.

NaWaRo im Mittelpunkt

Die Projekt Region Braunschweig GmbH tauschte sich mit ihren Gästen, unter denen sich auch Jürgen Hirschfeld, Gerhard Schwetje, Gerhard Rott und Volker Meier vom Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V. befanden, über die Chancen und Risiken im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe u. a. im Braunschweiger Raum aus und stellte ihren sog. "Businessplan NaWaRo, Energie & Markt GmbH" vor.

v. r.: Gerhard Rott, Jürgen Hirschfeld, Gerhard Schwetje


12.09.

 

Delegierte trafen sich in Rüningen

 

Der Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V. lud seine Delegierten zur diesjährigen Versammlung in das Hotel & Restaurant „Zum Starenkasten“ nach Rüningen ein.

 

Jürgen Hirschfeld (Vorsitzender Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.) begrüßte die zahlreich erschienen Delegierten und Gäste und stellte allen den neuen Hauptgeschäftsführer des Landvolk Landesverbandes in Hannover, Jörn-Johann Dwehus, vor.

 

Als neuer Vorsitzender des Land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes Braunschweig wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende Johann-Dietrich Arbogast (Semmenstedt) vorgestellt. Neuer Stellvertreter ist Wilfried Henties (Oberg). Jürgen Hirschfeld dankte dem ausscheidenden Jürgen Görg für sein Engagement und seinen Einsatz für den Arbeitgeberverband in Braunschweig und die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit in den verschiedenen Gremien.

 

Herr Dwehus nahm in seinem Vortrag „Aktuelle Situation in der Landwirtschaft“ zu diversen landwirtschaftlichen Schwerpunkten Stellung.

So bemängelte er beispielsweise die beinahe unhöflich kurzfristige Absage unseres Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Horst Seehofer, dem als Hauptreferent beim diesjährigen Landesbauerntag in Celle die Gelegenheit gegeben werden sollte, zur „Agrarpolitik in Deutschland“ Stellung zu beziehen.

 

Ein weiteres Thema sprach Herr Dwehus die während dieses Sommers in den Medien vielfach diskutierte und kritisierte Anhebung der Preise für Milchprodukte an. Unabhängig davon, dass diese Anhebung dringend notwendig war, sollte jedoch nicht vergessen werden, dass sich die Fleischpreise bereits seit etlichen Monaten im Tief befinden.

 

Hervorgehoben wurde außerdem, dass im Rahmen der Erbschaftsteuerreform, bei der eine ertragswertbasierte Wertermittlung des landwirtschaftlichen Vermögens am sinnvollsten erscheint, kein Landwirt gezwungen sein sollte Land verkaufen zu müssen, um den Steuerforderungen des Finanzamtes nachkommen zu können.

 

Wie auch dem Niedersächsischen Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mittlerweile bekannt sein dürfte, besteht im Bereich Tierhaltung zwischen LAVES (Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) eine gewisse Konkurrenz. Bei LAVES steht allerdings mehr der Schutz der Tiere im Vordergrund während sich die LWK eher mit dem Bereich der Haltung beschäftigt.

 

 

Da diese beiden Bereiche jedoch eng miteinander verzahnt sind, ist das Konfliktpotential, das sich in z. T. gegenteiligen Aussagen zu demselben Thema äußert, nicht nur bereits vorhanden sondern ist auch ohne Unterstützung seitens des Ministeriums nicht zu beseitigen.

Im Bereich der Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen wird angestrebt, die bisher gängige Praxis, die als Ausgleichsmaßnahme einen Ersatz durch Flächen vorsieht, zu ersetzen durch einen Ausgleich mittels Geldzahlung, da mittlerweile insgesamt ausreichend Flächen vorhanden sind.

 

Bedingt durch die zurückgehende Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe wird die „Mitarbeit in der Gesellschaft“ erheblich geschmälert, so die Aussage von Herrn Dwehus. Immer weniger Betriebsinhaber müssen in immer mehr Gremien mitwirken, um die Belange der Landwirtschaft einzubringen.

 

Als weiteres Problem sieht Herr Dwehus die sog. ehrenamtliche Doppelvertretung an. So bekleiden beispielsweise Landvolk-Kreisverbandsvorsitzende, denen die Durchsetzung der Interessen ihrer Verbandsmitglieder ein wichtiges Anliegen sein müsste gleichzeitig Ämter in Fachgruppen, die eher Handel, Wirtschaft und Politik repräsentieren und unterstützen. Dies führt zwangläufig zu Interessenskonflikten, die lediglich dadurch vermindert werden, dass ehrenamtliche Doppelvertretungen zukünftig eher die Ausnahme anstatt der Regel darstellen.

 

Im Anschluss an seinen Vortrag stand Herr Dwehus den Delegierten und Gästen für eine Diskussion zur Verfügung und dankte Herrn Hirschfeld ganz herzlich für die Einladung nach Braunschweig.

 

v. l.: Ulrich Löhr, Johann-Dietrich Arbogast, Wilhelm Wedde, Carsten Ilsemann, Jürgen Hirschfeld, Jörn-Johann Dwehus, Gerhard Schwetje


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 06.09.2007 -

Landvolk lädt zum Landesbauerntag nach Celle

750 Delegierte aus ganz Niedersachsen – Hochkarätiges besetztes Podium

 

L P D – Fragen zur Weiterentwicklung des Agrarstandortes Niedersachsen stehen im Mittelpunkt des Landesbauerntages am 10. September in Celle. Das Landvolk Niedersachsen – Landesbauernverband e.V. richtet die Veranstaltung für die Delegierten der Kreisverbände ab 13 Uhr in der Congress Union aus. Als zweitwichtigster Wirtschaftszweig ist die Land- und Ernährungswirtschaft für die Volkswirtschaft in Niedersachsen von großer Bedeutung. Und erstmals nach langen Jahren herrscht in der Branche wieder Optimismus. Chancen bieten sich den Landwirten beispielsweise durch die wachsende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und sicheren Lebensmitteln am globalen Markt. Einen weltweiten Boom erlebt zudem die Bioenergie. Der Agrarstandort Niedersachsen steht jedoch nach wie vor im harten Wettbewerb zu anderen Regionen der Welt.

 

„Um die sich bietenden Chancen zu nutzen, braucht unsere heimische Landwirtschaft optimale Rahmenbedingungen, die Wachstum und Ertrag nachhaltig ermöglichen. Darüber wollen wir beim Landesbauerntag gemeinsam mit Politikern diskutieren“, sagt Landvolkpräsident Werner Hilse. Er wird auf dem Landesbauerntag die Herausforderungen und Erwartungen der Landwirtschaft in Niedersachsen formulieren, worauf Ministerpräsident Christian Wulff in einer Grundsatzrede antworten wird. Die mögliche Entwicklung der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft diskutiert das Landvolk im Anschluss mit den Parteien im Niedersächsischen Landtag. Ihre Einschätzung vermitteln David McAllister (Vorsitzender der CDU-Fraktion), Karin Stief-Kreihe (agrarpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion), Dr. Philipp Rösler (Vorsitzender der FDP-Fraktion) und der Agrarsprecher der Fraktion Bündnis 90/ die Grünen, Hans-Jürgen Klein. Die Moderation übernimmt Arendt Meyer zu Wehdel, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen. Zu der hochkarätigen Veranstaltung werden rund 750 Landwirte aus ganz Niedersachsen erwartet.
 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

 

Berlin, den 23.08.2007

IGW 2008: Neuordnung des Fachprogramms Agrarpolitik

28. Internationales Forum Agrarpolitik findet montags statt

   

Auf der vom 18. bis 27. Januar 2008 stattfindenden Internationalen Grünen Woche wird erstmalig das bisherige Ost-West-Agrarforum mit seinen Begleitveranstaltungen und das Internationale Forum Agrarpolitik des Deutschen Bauernverband (DBV) als „Forum Internationale Grüne Woche“ besucherfreundlich zusammen geführt. Diese Veranstaltungsserie im ICC der Messe Berlin beginnt am Freitag, 19. Januar 2008, mit der Internationalen Agrarministerkonferenz mit Fachsymposien und der bewährten Ost-West-Kooperationsbörse. Das 28. Internationale Forum Agrarpolitik des DBV findet erstmals am darauffolgenden Montag, dem 21. Januar 2008, statt. Durch die neue Kooperation des DBV und anderer Verbände der Wirtschaft mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium bei der gemeinsamen Gestaltung des „Forums Internationale Grüne Woche“ wird ein noch stärkerer und attraktiverer Auftritt des agrarpolitischen Fachprogramms zum Messegeschehen erreicht. Die Neuordnung und zeitliche Straffung soll den Besuchern die Teilnahme an allen Fachveranstaltungen erleichtern.

 

Unter dem Titel „Gesundheits-Check der EU-Agrarpolitik: Wie machen wir uns fit für die Zukunft?“ wird der DBV die Diskussion um die Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik, deren Überprüfung in den folgenden Monaten des Jahres 2008 ansteht, voranbringen. Hochkarätige Referenten aus der EU, Bundesregierung, Wissenschaft und Praxis werden sich mit den Anliegen des Berufstandes auseinandersetzen und dem Publikum in einer Diskussionsrunde Rede und Antwort stehen.

 

Für die deutschen und europäischen Bauern steht mit dem Gesundheits-Check der Gemeinsamen Agrarpolitik einerseits die versprochene Verlässlichkeit in der Bewährungsprobe, andererseits gilt es, die Chance zu nutzen, Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken. Vor dem Hintergrund globalerer Märkte stellt sich auch die Frage, wie das europäische „multifunktionale“ Agrarmodell in Zukunft gesichert werden kann. Mit dem Forum Agrarpolitik auf der Internationalen Grünen Woche wird die Möglichkeit geboten, ein breites fachkundiges praxisorientiertes Publikum in diese Debatte aus Land- und Agrarwirtschaft einzubeziehen.
 

August

Landpartie in den Kreisen Helmstedt und Wolfenbüttel

Das Fernsehteam des Norddeutschen Rundfunks NDR tourt durch die Lande und präsentiert Besonderheiten in Niedersachsen. Moderatorin Heike Götz ist laut Drehbuch mit dem Fahrrad auf „Landpartie“ unterwegs und hielt kürzlich auch in Helmstedt, Warberg, Evessen und Wolfenbüttel an. Der Sendetermin ist für den 28. Oktober 2007 um 20.15 Uhr angekündigt.

 

Besonders hatte es den Fernsehleuten die Apfelernte bei der Familie Molks im ländlichen Gartenanbaugebiet außerhalb des Dorfes angetan. Weil aktuell die Äpfel von den Familienmitgliedern und den Erntehelfern gepflückt werden, kam das Interview jahreszeitlich gerade richtig. Die Plantage mit sieben Hektar wird nun schon von Michael Molks (28) in der dritten Generation geführt. Seine Ausbildung hat er im Gartenbau mit der Fachrichtung Obstbau absolviert. Neben den handwerklichen Fertigkeiten und Kenntnissen, muss auch das Marketing voll beherrscht werden.

Der Bauernverband Beraunschweiger Land e. V. ist beratend tätig. „Unser Bestreben besteht darin die Vermarktung Früchte aus der Region für die Region zu unterstützen“, betont Geschäftsführer Volker Meier. „Vier Vollerwerbsbetriebe im Obstbau gibt es noch in Evessen. Zu Spitzenzeiten waren es einmal 23“, berichtet der 71jährige Vater Hans-Jürgen Molks. 

Die Jahrzehnte lange Erfahrung kommt bei der Auswahl der Sorten, der Ernte, der Lagerung und Verarbeitung zum tragen. Der kalt gepresste Apfelsaft ist eine Spezialität des Hauses Molk. 16 Apfelsorten gibt es hier. Zu 80 Prozent werden die Produkte im Hofladen vermarktet. Bekannte Namen wie Elstar, Berlepsch, Jonagold tauchen dabei auf. Der Südwesthang des Elms mit dem Wald als Wärmepuffer ist für den Anbau und die Reife besonders gut geeignet und deshalb ist der Standort so günstig.

Auch an Wochenenden ist der Hofladen von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Nur montags ist Ruhetag. Viele Früchte der Jahreszeit entsprechend, wie Beeren, Kirschen, Zwetschgen, Birnen, Honig, Kartoffeln, Eier, Wein und vieles mehr sind zu haben.  

Auch mit Bussen kommen Besucher zu Besichtigungen und zum Einkauf. Mitglieder von Gartenvereinen nehmen hier an Baumschnittkursen teil. Ein Erntefest ist für den 29. und 30. September vorgesehen und der Weihnachtsmarkt am dritten Advent.

Text + Foto: Werner Gantz

 

 

 

 

Die Vielseitigkeit des Betriebes Johannes Dieckmann in Helmstedt filmte das Fernsehteam. Getreide wird als Viehfutter und für die Brennerei auf den Äckern angebaut. Der Weg vom Korn zum Alkohol wurde verfolgt und die Herstellung von Likör beobachtet. Dass die Kühe auch mit dem Abfallprodukt, der Schlämpe, gefüttert werden, wird in dem Beitrag gezeigt. 

Die Bundeslehranstalt Burg Warberg, Schulbetrieb des Landwarenhandels mit angeschlossener Landwirtschaft, war ein weiteres Thema der Dreharbeiten. Geschäftsführer Peter Link führte das Team durch die historischen Mauern und gab Erläuterungen.  

Ganzjährig gibt es Bio-Fleisch aus entsprechenden landwirtschaftlichen Betrieben in der Fleischerei Röber in Wolfenbüttel. Ein Schwesternpaar betreibt das Geschäft erfolgreich.

Der freie Autor Achim Tacke ist immer auf der Suche nach „besonderer“ Landwirtschaft. Mit Hilfe des Landvolkes wurde er fündig. „Wir verstehen die Sendung entlang der Autobahn 2 als Entdeckungsreise zu guten Produkten, die mit viel Aufwand entwickelt werden und zu dem Besonderen gehören und deshalb erwähnenswert sind“, erklärt der Fernsehmann.

 

Michael Molks und Volker Meier bei der Sorte Elstar.

 


Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

 

Berlin, den 20.08.2007

Enttäuschende Getreide- und Rapsernte 2007

Deutscher Bauernverband zieht Erntebilanz

   

Für die deutschen Ackerbauern geht eine mengenmäßig enttäuschende Getreide- und Rapsernte zu Ende, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) auf seiner Erntepressekonferenz mitteilte. Mit knapp 40 Millionen Tonnen Getreide (- 8,7 Prozent) fiel das Ernteergebnis 2007 nochmals niedriger aus als die ohnehin schwache Ernte 2006. Auch die Winterrapsernte ist für die Bauern ernüchternd. Trotz einer Ausdehnung des Rapsanbaus um 9 Prozent bleibt die Erntemenge mit 5 Millionen Tonnen hinter dem Vorjahr zurück.

 

Mit Ausnahme traditioneller Spätdruschgebiete ist die Getreideernte eingefahren, so dass die Marktversorgung sichergestellt ist. Immer neue Niederschläge verhindern derzeit jedoch den Abschluss der Getreideernte. Die Vermarktung der Frühkartoffeln neigt sich ebenfalls dem Ende, witterungsbedingt beträgt der Vermarktungsvorsprung bis zu 14 Tage. Zuckerrüben und Mais, deren Ernte noch nicht begonnen hat, können von den Niederschlägen profitieren und präsentieren sich mit guten Beständen. Gleiches gilt für Gemüse, Wein und die sonstigen Sonderkulturen.

 

Wesentlicher Grund für die ungewöhnlich niedrige Ernte in 2007 ist der außergewöhnliche Witterungsverlauf während der Vegetationsperiode. Nach dem zunächst sehr milden Winter ohne nennenswerte Frostschäden starteten die Kulturen deutlich früher als üblich in die Vegetation. Es folgte jedoch eine ausgeprägte Frühjahrstrockenheit mit außergewöhnlich hohen Temperaturen in entscheidenden Entwicklungs- und Wachstumsphasen im April und Mai. In den folgenden Monaten konnten die Kulturen zwar etwas aufholen, die Schädigungen dürften in den meisten Fällen jedoch irreversibel gewesen sein. Während der Ernte sorgten immer wieder einsetzende Niederschläge für Ernteunterbrechungen, vielerorts knickten Halme und Ähren um, die nicht mehr geerntet werden konnten. Für die Bauern sind deshalb die deutlich über dem Vorjahr liegenden Erzeugerpreise wichtig, um Ertragseinbußen und witterungsbedingt höhere Erntekosten aufzufangen.

 

Für die einzelnen Getreidearten stellt sich das Bild wie folgt dar:

 

Bei der Wintergerstenernte ist 2007 mit 8 Millionen Tonnen ein deutlicher Rückgang der Erntemenge zu verzeichnen. Der um 12 Prozent niedrigere Ertrag und ein leichter Flächenrückgang (minus 3 Prozent) haben dazu geführt, dass die Erntemengen um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgingen. Die Wintergerste hat damit erwartungsgemäß am stärksten unter der Frühjahrstrockenheit gelitten. Aufgrund ihres fortgeschrittenen Entwicklungsstadiums konnten Trockenschäden nicht mehr kompensiert werden.

 

Deutlich geht auch die Entemenge für Sommergerste zurück. Ein um 8,6 Prozent geringerer Ertrag gegenüber dem Vorjahr - verstärkt durch einen Rückgang der Anbaufläche um 8,5 Prozent - lässt die Erntemenge auf 2,1 Millionen Tonnen zurückgehen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dieses einen deutlichen Rückgang in Höhe von 16 Prozent. Die Qualitäten sind regional unterschiedlich, sie sind aber für Braugerste, dem wesentlichen Verwendungszweck der Sommergerste, in der Regel ausreichend. Vielfach war die Sommergerste zu Beginn der Frühjahrstrockenheit ausgesät worden, so dass die Saatkörner nicht aufliefen oder die jungen Pflanzen nur unzureichend ertragsbildende Organe ausbilden konnten.

 

Die Roggenernte liegt über 350.000 Tonnen und damit etwa 14 Prozent über dem Vorjahr. Grund ist eine starke Anbauausdehnung dieses Brotgetreides um 25,1 Prozent, allerdings konnte aufgrund des um 9 Prozent niedrigeren Hektarertrages die Ertragsmenge nicht im gleichen Umfang gesteigert werden. Der immer wieder die Ernte unterbrechende Regen hat insbesondere bei später geernteten Partien vereinzelt zu Qualitätsverlusten geführt, insgesamt wird die Qualität jedoch zur Verwendung als Brotgetreide als ausreichend angesehen.

 

Besonders groß ist die Enttäuschung über die Ergebnisse bei der Ernte von Weizen, der wichtigsten Getreideart in Deutschland. Die Erntemenge wird etwa bei 20 Millionen Tonnen liegen, knapp 10 Prozent unter der schon unterdurchschnittlichen Vorjahresernte. Vor der Ernte war vielfach noch von einem Ertrag ausgegangen worden, der auf Vorjahresniveau lag. Die Niederschläge im Mai und Juni konnten die Pflanzen augenscheinlich gut nutzen, die Bestände präsentierten sich gut. Umso größer war die Enttäuschung, als die Mähdrescher die Bestände ernteten. Zusätzlich erschwerten die ergiebigen Niederschläge die Ernte, weil vielfach die Halme umknickten und Lagergetreide entstand. Die Aussagen zur Backqualität lassen bislang auf ausreichende Qualitäten schließen. Allerdings erreichen spät geerntete Partien nicht immer die erforderlichen Qualitäten.

 

Unter der ungewöhnlichen Witterung hat auch der Winterraps gelitten. Trotz einer Ausdehnung des Anbaus um knapp 9 Prozent auf 1,5 Millionen Hektar blieb die Erntemenge mit 5 Millionen Tonnen um 5 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Der frühe Vegetationsstart hatte den Raps bis zu 3 Wochen früher als üblich blühen lassen, Spätfröste trafen ihn dann in dieser empfindlichen Entwicklungsphase. In Verbindung mit der Trockenheit im Frühjahr führte dieser zu geringem Ertrag und im Vergleich zu den Vorjahren niedrigen Ölgehalten.

 

Die durchschnittlichen Ernteerträge für Deutschland insgesamt vermögen nicht die regional unterschiedliche Erntesituation widerzuspiegeln. Kleinräumig stark differenzierte Niederschlagsereignisse, wechselnde Bodenverhältnisse und geografische Schwerpunkte mit hohem Schädlingsaufkommen verursachen ein breites Spektrum an Erträgen. Während in Bayern insbesondere bei Weizen Erträge über dem Vorjahr geerntet wurden, hatte Virusbefall in Niedersachsen und Schleswig-Holstein erhebliche Ertragseinbussen zur Folge. In Thüringen und Sachsen-Anhalt sind die Ernten in einigen Landkreisen nachhaltig durch hohen Mäusebefall geschädigt.

 

Die niedrige Ernte 2007 wird für die Landwirte durch die deutlich gestiegenen Preise umsatzmäßig kompensiert. Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise für alle Getreidearten deutlich gestiegen, während die Preise für Raps einer solch deutlichen Entwicklung nicht folgen konnten.

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

 

Berlin, den 12.07.2007

EMNID: Landwirtschaft ist anerkannt in der Gesellschaft

Landwirtschaft steht für Lebensmittelqualität des Landes

   

Der Beruf des Landwirts gehört zu den drei für die Gesellschaft wichtigsten Berufen. Nach dem Arzt und dem Lehrer erfahren die Landwirte also große gesellschaftliche Anerkennung. Dies geht aus der neuesten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes EMNID hervor, die im Auftrag des Vereins information.medien.agrar (i.m.a) im fünfjährigen Abstand das Image der Landwirtschaft erkundet. Fast 90 Prozent der Verbraucher sind an landwirtschaftlichen Themen interessiert, wobei ältere stärker interessiert sind (91 Prozent) als die 14- bis 29-Jährigen (80 Prozent). Über Qualitätskontrollen (90 Prozent), Tierhaltung (81 Prozent) und Produktionsmethoden (73 Prozent) wünscht die Mehrzahl der Verbraucher mehr Informationen von der Landwirtschaft. Der Präsident des Deutschen Bauernverband (DBV), Gerd Sonnleitner, erklärte bei der Vorstellung der Ergebnisses: „Die Ergebnisse der EMNID-Untersuchung bestärken uns in unserer Öffentlichkeitsarbeit und in unserem Dialog mit den Verbrauchern und Schulen.“

 

Nach der Umfrage verbinden 83 Prozent der Deutschen eine funktionsfähige Landwirtschaft mit Lebensqualität und Lebensfähigkeit des Landes. Vor diesem Hintergrund hält jeder zweite Befragte eine finanzielle Unterstützung der Landwirtschaft für gerechtfertigt. Aus Sicht der Bevölkerung ist die Qualität und Transparenz der Produktion von Lebensmitteln das wichtigste Thema (93 Prozent der Befragten). Der Umgang mit Tieren (90 Prozent) und die Bioproduktion (81 Prozent) stoßen ebenso auf größtes Interesse bei den Verbrauchern. Auch das Thema der Energiegewinnung durch die Landwirtschaft weckt bei drei Viertel der Bevölkerung durch die aktuelle Diskussion über Klimawandel und Klimaschutz besonderes Interesse. Weniger interessiert ist der Verbraucher am Alltag des Landwirtes (48 Prozent).

 

Tiergerechte Haltung (93 Prozent) und die Sicherung einer hohen Qualität von Lebensmitteln (92 Prozent) sind nach Ansicht der Bevölkerung die wichtigsten Aufgaben des Landeswirtes, gefolgt von der Sicherung der Nahrungsmittelversorgung auch in Krisenzeiten (88 Prozent), der Versorgung mit Produkten aus der Region (85 Prozent) und der Erhaltung der Wirtschaftskraft der ländlichen Räume (82 Prozent). Nur 10 Prozent der Bevölkerung sieht die Nutzung der Gentechnik durch die Landwirtschaft als eine wichtige Aufgabe an. Hier spiegelt sich, so EMNID, die ablehnende Haltung der Deutschen gegenüber der Grünen Gentechnik wider.

 

Auch die Probleme, mit denen die Landwirte zu kämpfen haben, sind der Bevölkerung bekannt: die niedrigen Preise und der große Bürokratieaufwand infolge nationaler und europäischer Gesetze werden zuerst genannt, gefolgt von Wetterabhängigkeit und Klimawandel sowie dem Konkurrenzkampf in einem globalen Wettbewerb. Die schlechte Einkommenslage nannten 13 Prozent der Befragten. Knapp die Hälfte der Bevölkerung bescheinigte den deutschen Landwirten in Fragen des Umweltschutzes und der artgerechten Tierhaltung im EU-Vergleich eine Vorreiterrolle. Zwei Drittel der Befragten sind der Überzeugung, dass Tiere auch in größeren Beständen tiergerecht gehalten werden können.

 

DBV-Präsident Sonnleitner beurteilte die EMNID-Untersuchung als wesentliche Grundlage für die Öffentlichkeitsarbeit des Berufsstandes. „Die Meinungsumfrage hält uns und der Gesellschaft sozusagen den Spiegel vor: Sie zeigt auf, wie wir als Landwirtschaft von der Bevölkerung gesehen und wahrgenommen werden“. Deutlich werde, wo die Stärken der Landwirtschaft im Verbraucherdialog lägen, aber auch solche Bereiche, die bei der Bevölkerung mit Skepsis wahrgenommen würden. Wenn – laut EMNID-Untersuchung – die Verbraucher ihre Erwartungen an eine umweltfreundliche Produktion und artgerechte Tierhaltung bisher nicht ganz erfüllt sähen, dann hätten die Landwirte die erzielten Fortschritte in ihrer Tierhaltung offenbar den Verbrauchern noch nicht in Gänze vermitteln können, stellte Sonnleitner fest. Deshalb müsste die Öffentlichkeitsarbeit gerade im Hinblick auf diese Fragen weiter verstärkt werden. Dagegen stimmten in den Augen der Verbraucher Marktorientierung der Landwirte, Nutzung moderner Technik und preiswerte Lebensmittelerzeugung weitgehend mit der Realität überein.

 

Die EMNID-Untersuchung beweise, dass sich viele Mitbürger mehr Informationen über Landwirtschaft aus erster Hand und über den Dialog mit den Bauernfamilien wünschten, erklärte Sonnleitner. Die Hauptinformationsquelle über Landwirtschaft sei die eigene Beobachtung. 84 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich auf diesem Wege informierten. Damit lagen die eigenen Beobachtungen deutlich vor der Mediennutzung durch Fernsehen, Tageszeitungen oder Hörfunk.

 

Die Verbraucher wollten den Bauernhof mit seinen Menschen, seinen Tieren und Pflanzen und die Arbeit auf dem Acker und im Stall authentisch erleben. Mit seinen Aktionen wie „Tag de offenen Hofes“, „Bauernhof als Klassenzimmer“, „Landwirtschaft in der Stadt“ oder mit „Urlaub auf dem Bauernhof“ und Kommunikation auf einem Bauern- und Wochenmarkt läge der Berufsstand richtig in seiner Kommunikation. Damit würden Millionen von Verbrauchern erreicht. Allerdings wurde auch deutlich, dass es trotz aller Transparenz vor Ort weiterhin Vorbehalte beim Thema „moderne Tierhaltung“ gebe. Diese müsse man sehr ernst nehmen, erklärte Sonnleitner. Doch gerade angesichts der Entwicklungen in der Tierhaltung könnten die Bauern offensiv und selbstbewusst mit diesem Thema umgehen. Schließlich seien in der Tierhaltung und beim Tierschutz in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erreicht worden.

 

EMNID befragte im Zeitraum vom 14. bis 24. März 2007 bundesweit 1.000 Personen ab 14 Jahren in Telefoninterviews zum Image der Landwirtschaft. Einzelne Ergebnisse können auf der Homepage des DBV www.bauernverband.de als Download abgerufen werden.

 

07.07.

 

Milch-Bauern feierten das 32. Rancherfest mit Kalbverlosung

ROTENKAMP.   Der Kreisverband „Masterrind“ Helmstedt der Rinderproduktion Niedersachsen feierte am Sonnabend in der Scheune beim Vorsitzenden Hartmut Hagemann sein 32. Rancherfest mit gutem Essen und Getränken, sowie der Verlosung eines hochwertigen Kuhkalbes.

„Amsel“ ist der Name des am 16. Mai geborenen Kalbes beim Züchter Rudi Gewehr in Rhode. Es stammt vom Vater „Salomon“ ab und die Mutter „Ameise“ ist eine holsteinische schwarzbunte Kuh. Unter Beifall wurde der Gewinner, Landwirt Heinz Dobrig aus Rottorf/Klei ausgerufen.

Landvolkgeschäftsführer Volker Meier bedachte im Auftrag des Vorsitzenden Gerhard Rott die Landwirte Hubert Beese, Gustav und Christa Denks, Jürgen Dieckmann, Kerstin Hagemann und Heinrich Krauskopf mit Geschenken für die im Mai bei der Harz + Heide – Ausstellung geleistete Arbeit bei der Präsentation und Standbesetzung.

In der Halle 20 auf 700 Quadratmetern wurde verschiedene Tierarten- und Rassen an neun Tagen gezeigt. Das Unternehmen Milchland Niedersachsen hat parallel dazu 1.250 Liter Milch, ein Produkt aus der Region, gratis an die Besucher ausgegeben.

Dem gemütlichen Beisammensein gingen in Abbenrode bei Carsten Vahldieck und in Rotenkamp bei Hartmut Hagemann Besichtigungen der Kuhherden voraus.

Text + Fotos: Werner Gantz

 

v.l.: Hubert Beese, Volker Meier, Heinz Dobrig, Heinrich und Bianca Krauskopf, Hartmut Hagemann, Christa Denks, Gerhard Ohse-Kettig, Gustav Denks und Hans-Heinrich Rautmann

Volker Meier, Hans-Heinrich Rautmann, Heinz Dobrig und eine Junge aus dem Dorf mit „Amsel“, dem gewonnenen Kuhkalb


Juni

Flurbereinigung in Klein Lafferde

Nach 7 Jahren konnte das Flurbereinigungsverfahren Klein Lafferde erfolgreich abgeschlossen werden. Die ökonomischen Rahmenbedingungen wurden erheblich verbessert, weil alle Beteiligten lobenswerter Weise an einem Strang gezogen haben.

v. l.: Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Hans-Hermann Baas (Bürgermeister Gemeinde Lengede), Friedrich Plünnecke jun. (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Klein Lafferde)

v. l.: Friedrich Plünnecke jun., Georg Heyer (Gesellschaft für Landeskultur) und Heino Ohlhoff (GLL Braunschweig) bei der "Schlussstein-Legung".

Fotos zur Verfügung gestellt von: Friedrich Plünnecke jun.

 

Deutscher Bauernverband e. V. – DBV Aktuell vom 28.06.2007

 

Sonnleitner:„Wir melken für die Zukunft aller Milchbauern“

DBV-Präsident und Milchpräsident geben Startschuss für Bauerntag 2007

 

„Wir melken für die Zukunft aller Milchbauern“. Mit diesen Worten hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Gerd Sonnleitner gemeinsam mit DBV-Milch­präsident Udo Folgart bei einer Melk­aktion den Bauerntag 2007 symbolisch gestartet. Beide Präsidenten betonten, dass die Milchbauern endlich gewinnbringende Erzeugerpreise erhalten müssten. Eine kostendeckende Milchproduktion war für viele Milchbauern in den vergangenen Jahren infolge stetiger Preissenkungen und Preisdumping des Lebensmitteleinzelhandels nicht mehr möglich gewesen. Bei den jüngsten Preisverhandlungen in diesem Jahr sei jedoch eine Trendwende erreicht worden.

 

Auf dem Bauerntag in Bamberg wird der DBV mit seinen 18 Landesbauernverbänden seine Verbandsposition zur Entwicklung der Milchmarktordnung und zur Milchquote ab 2015 formulieren, um sich in die anstehenden Diskussionen mit der EU-Kommission einbringen zu können, betonten Sonnleitner und Folgart. Die künftige Ausgestaltung der EU-Milchpolitik sei für Deutschland als Milchland Nummer Eins von größter Bedeutung. Jeder vierte landwirtschaftliche Betrieb in Deutschland lebe von der Milchviehhaltung.

 

 

 

 

Deshalb werde der Bauernverband alles daran setzen, den Milcherzeugern und der gesamten Milchwirtschaft eine tragfähige Perspektive mit wettbewerbsfähigen Einkommen und Gewinnen zu erhalten, erklärten Sonnleitner und Folgart.

 

 

Larissa ist eine von 100 Kühen aus der Milch-

kuhherde von Landwirt Edgar Böhme aus der

Nähe Bambergs. 10.000 Liter Milch werden

jährlich von dieser 750 Kilogrammm schweren

Kuh geliefert, dies liegt über dem Herden-

durchschnitt von rund 9.000 Litern.

 


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 27.06.2007 -

Einspeisevergütung keine „Lizenz zum Geld drucken“
„Energie und Natur“ in Hildesheim: Biogasanlagen müssen effizienter werden

 

L P D - Schrumpfende Erdölreserven und wachsende Weltbevölkerung stimmen die Bioenergiebranche optimistisch für die Zukunft. Zugleich wachsen die Bäume aber nicht in den Himmel. „Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist keine Lizenz zum Geld drucken“, warnte Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Ausschusses für regenerative Energien beim Landvolk Niedersachsen, anlässlich der Messe „Energie und Natur“ in Hildesheim. Hirschfeld wies auf steigende Rohstoffkosten für Biogasanlagen hin, die jedoch nicht auf die Konkurrenz zur Nahrungsproduktion, sondern auf steigende Preistendenzen für Agrarrohstoffe am Weltmarkt zurückzuführen seien. Vor diesem Hintergrund sei das Geld mit Biogasanlagen „sauer verdient“, meinte Hirschfeld.

 

Um Biogasanlagen künftig wirtschaftlich zu betreiben, sei die vollständige Nutzung der gewonnenen Energie einschließlich der Wärmenutzung anzustreben. Dafür müssten allerdings geeignete Standorte in der Nähe von potenziellen Wärmeabnehmern verfügbar sein. Alternativ plädierte Hirschfeld für die Einspeisung des aufbereiteten Biogases in das Erdgasnetz, dann könne es an den Ort des Verbrauchs transportiert werden. Nachholbedarf sah Hirschfeld für Niedersachsen bei der Ansiedlung innovativer Firmen, die sich mit regenerativen Energien befassen. Damit könne nicht nur die Technologie vorangebracht werden, sondern dies schaffe auch Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Zustimmung fand Hirschfeld bei Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Bei Forschung und Entwicklung müsse mehr getan werden, meinte Sander in Hildesheim. Großes Potenzial für Bioenergie, aber auch zur Energieeinsparung sah Sander bei der Raumheizung, die allein ein Drittel der gesamten Energie schlucke. Zudem sei ein Drittel der Heizungsanlagen aus den 80-er Jahren und entspreche nicht mehr dem Stand der Technik. Erfreut zeigte sich Sander über die inzwischen wachsende Zahl an Holzfeuerungen, bemängelte aber zugleich deren Probleme beim Feinstaub und forderte bezahlbare Filteranlagen auf dem Stand der Großanlagen. Erste viel versprechende Ansätze dazu waren in Hildesheim zu sehen.

 

Mit 12.000 Besuchern fand die Fachausstellung für regenerative Energien auf dem Deula-Gelände wiederum sehr großes Interesse. Dazu trug auch die erstmals damit verbundene Ausstellung für landwirtschaftliche Direktvermarkter „Direkt vom Hof“ bei, wo sich insbesondere die Landfrauenverbände stark engagiert hatten. Fachleute fühlten sich darüber hinaus angesprochen von der zweitägigen Norddeutschen Biogas-Fachtagung im Rahmenprogramm, die rege Beteiligung verzeichnen konnte. Deutlich wurde dabei der Zwang, angesichts steigender Kosten und möglicher Kürzungen der Einspeisevergütung bei der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Effizienz der Biogasanlagen zu verbessern.

 

25.05.

 

Agrarpolitischer Rundblick nach der Feldrundfahrt

GROSS DENKTE.    Der Kreisverband Wolfenbüttel des Bauernverbandes Braunschweiger Land im Niedersächsischen Landvolk hatte zu einer Feldrundfahrt eingeladen. Der Vorsitzende Ulrich Löhr war Gastgeber auf seinem Betrieb in Groß Denkte und organisierte auch die Fahrt mit zwei Anhängern zu den umliegenden Ackerflächen.

Seit einigen Jahren gehört es schon zur guten Tradition, neben den Berufskollegen auch Vertreter verschiedener Ämter, von Handelsunternehmen, Institutionen und Verwaltungen dazu einzuladen. Wolfenbüttels Landrat Jörg Röhmann, sein Stellvertreter Uwe Schäfer und Kreislandwirt Gerhard Schwetje gehörten unter anderem dazu. 

Was gibt es Neues auf Wolfenbüttels Felder? Die Vorstellung der verschiedenen Fruchtarten und Fruchtstände nahm Ulrich Löhr vor. Der Winterweizen wird auf den guten Böden eine Durchschnittsernte geben. Allerdings gefährdet der spät aufgetretene Braunrost die Qualität des Korns. Die Wintergerste litt im Frühjahr unter dem Gelbverzwergungsvirus, der durch Blattläuse übertragen wird. Bei entsprechendem Wetter können die ersten Flächen gedroschen werden. Die Futtermittelindustrie wartet bereits auf die neue Ware.  

Die süße Frucht, die Zuckerrüben wurden auf einem Plan mit einer rizomaniatolerante Sorte vorgestellt. Aus heutiger Sicht wird es auch bei dieser Frucht allgemein gute Erträge geben. Maisanbau in einem größeren Umfang ist für die hier vorhandene Biogasanlage erforderlich. Die Befürchtungen, dass dafür überproportional Mais auf den Feldern zu finden sein wird, entkräftete der Vorsitzende. Im Landkreis Wolfenbüttel werde es kurzfristig sieben Biogasanlagen geben, wofür 1400 Hektar gebracht werden. Inzwischen wird auch Feldgras zur besseren Wirkung in der Anlage eingesetzt.

Zum Schluss gab es Blühstreifen zu sehen. Dieser ökologische Beitrag der Landwirte wird auch gefördert. Die Pflanzen bieten für viele Tiere Lebensraum und Schutz.

 

Text & Fotos: Werner Gantz

 

 

 

 

Im Agrarpolitischen Rundblick bei einem Imbiss und Getränken wies Ulrich Löhr darauf hin, dass der Rohstoffbedarf weltweit steigt. Erste Sorgen breiten sich wegen Ackerflächenknappheit und Versorgungsengpässen aus. „Die Stimmung in der Landwirtschaft ist derzeit besser als die Lage“, definierte er die aktuelle Situation. Dennoch wird wegen der gestiegenen Erzeugerpreise hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt.

 

Betriebsbesichtigung: Ulrich Löhr im Kreise seiner Gäste

 


18.06.

Die Landfrauen kochen mit Kindern in den Schulen

LANDKREIS HELMSTEDT/KÖNIGSLUTTER.   Der LandFrauenverein Helmstedt unterstützt schon seit einiger Zeit die Pädagogen in verschiedenen Grundschulen beim Unterricht im Fach Kochen. Rund 2 000 Schülerinnen und Schüler kamen im Jahr 2006 so in den Genuss von dafür extra geschulten Hauswirtschaftlerinnen gesunde Mahlzeiten zuzubereiten.

Verschiedene Grundnahrungsmittel stehen dabei jeweils im Vordergrund. So wurde mit „Rund um die Milch“ begonnen und unter anderem Sahne geschlagen, Milchreis und ähnliche Speisen hergestellt. In der Folgezeit war die Verarbeitung von Kartoffeln auf dem Küchenplan. Die verschiedenen Getreidearten kommen jetzt an die Reihe.

Bevor die Arbeiten am Herd beginnen, wird über die Herkunft der Produkte gesprochen. Wie kann ich mich gesund ernähren? Diese Frage wird natürlich eingehend, auch wegen der derzeitigen Aktualität des Problems Übergewicht, eingehend behandelt. Einige Landwirtschaftliche Betriebe sind in diesen Unterricht mit eingebunden und werden auch besichtigt. Die Betriebsleiter geben dann die Auskünfte. Die Kette „Vom Erzeuger bis zum Verbraucher“ wird erläutert.

„Die 12 Landfrauen mit der Eignung sind daran interessiert, den Kindern und auch den Eltern die heimischen landwirtschaftliche Produkte mit gesunder Ernährung näher zu bringen“, erklärt die Vorsitzende des LandFrauenvereins Helmstedt Ursula Deters. Jedes Kind bekommt zum Abschluss eine Broschüre für zu Hause mit Kochrezepten. Das Projekt „Kochen in Schulen“ wird von dem Niedersächsischen Sozialministerium, dem Niedersächsischen Landfrauenverband und der Einrichtung Ländliche Erwachsenbildung unterstützt und finanziell gefördert.

Text + Foto: Werner Gantz

 

 

 

Da dieses Programm in diesem Jahr ausläuft, hat Ursula Deters mit Hilfe des Landvolkverbandes Braunschweig eine neue Hilfsmöglichkeit gefunden. „Expedition Landwirtschaft“, wurde von dem Landwirtschaftsministerium in Hannover ins Leben gerufen und fördert, auch mit EU-Mitteln, Fünf-Jahres-Pläne in dem Bereich des Vorläuferförderprogramms. Die LandFrauenvorsitzende bemüht sich, auch weiterführende Schulen in dieses Projekt mit hinein nehmen zu können.

Neu angeschafft hat sie eine „Kochkiste“ mit allen für die Außerhausschulung erforderlichen Küchengeräten. Die Frauen arbeiten quasi für eine Aufwandsentschädigung. Die Fördermittel sind sehr knapp bemessen und deshalb sind Sponsoren willkommen.

Mit den Kindern der Schulklasse der Driebeschule beim Kochuntericht: v.l. Vors. LandFrauenverein Helmstedt. Ursula Deters, Kreislandwirt Gerhard Rott, Landvolkgeschäftsführer Volker Meier, Schulleiter Hans-Jürgen Barsch und die Hauswirtschaftlerin Ulrike Janze aus Ahmstorf.


Seesener Beobachter - Online-Ausgabe vom 18.06.2007

“Endlich werden wir als Landwirte wieder als Handelspartner anerkannt“

Jürgen Hirschfeld über die aktuelle Situation, die Ernte und die Rohstoffe


Gemeinsam mit seiner Frau, seinem Sohn und einem weiteren Mitarbeiter bewirtschaftet Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Kreisverbandes Goslar im Bauernverband Braunschweiger Land, 170 Hektar Ackerland in Seesen mit den Schwerpunkten “Zuckerrüben“ und “Weizen“; darüber hinaus ist er an einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) mit 120 Milchkühen im Bereich Stauffenburg beteiligt. Mit ihm führte der “Beobachter³ am Rande der neunten Bauernvesper ein kurzes Gespräch über aktuelle Themen.

 

Beobachter: Wie ist es derzeit um die Situation der Landwirtschaft im Landkreis Goslar bestellt?

 

Hirschfeld: Wir zählen hier im Landkreis Goslar gegenwärtig 310 Vollwertbetriebe und rechnen damit, dass in diesem Jahr ein Produktionsvolumen im Ackerbau von rund 90 Millionen Euro erwirtschaftet wird. Wir gehen zudem davon aus, dass wir mit Blick auf die anstehende Ernte 2007 gute Getreidepreise erzielen dürften und dass wir auch im Bereich der Viehhaltung landkreisweit noch einmal round about 25 Millionen Umsatz machen werden. Daran sieht man, dass auch die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Landkreis Goslar ist, denn das, was in der Landwirtschaft verdient wird, wird auch in der Region ausgegeben.

 

Beobachter: Welche Prognosen würden Sie, und zwar auch unter Berücksichtigung der Witterungsbedingungen in den vergangenen Wochen, hinsichtlich der Ernte-Erwartungen 2007 stellen?

 

Hirschfeld: Was uns im Moment beschäftig, das ist unter anderem die Frage, welche Auswirkungen die Trockenheit, die wir vor einigen Wochen ganz massiv hatten, zeitigen wird. Wir werden sicherlich auf einigen flachgründigen Böden Ertragsminderungen zu verkraften haben; auf den guten Böden dagegen dürften die Erträge gut ausfallen, so dass von einer durchschnittlichen Getreideernte ausgegangen werden kann. Der Mais und die Zuckerrübe wiederum stehen zum Zeitpunkt sehr gut es darf also von einer recht ordentlichen Ernte ausgegangen werden.

 

Beobachter: Die Lage der Landwirte im Landkreis Goslar kann also als zumindest zufriedenstellend, wenn nicht gar gut bezeichnet werden?

 

Hirschfeld: Wir haben weltweit und im dritten Jahr in Folge eine sehr intensive Nachfrage nach Getreide. Und das bedeutet, dass wir nicht das ernten können, was verbraucht wird, so dass wir davon ausgehen, dass der Getreidepreis in absehbarer Zeit stabil bleiben wird. Zwar gilt es nach wie vor, gestiegene Kosten verkraften zu müssen; insgesamt gesehen macht es aber Spaß, als Landwirt wieder als Handelspartner anerkannt zu werden und mit dem Landhandel auf Augenhöhe verhandeln zu können.

Das ist umso erfreulicher, da der Landwirt über viele Jahre hinweg seine Produkte eigentlich nur abliefern und nicht verkaufen konnte. Eine Entwicklung, die es uns erlaubt, endlich wieder einmal in den kommenden Jahren in die Betriebe investieren zu können. So zumindest sieht es im Moment aus.

Und was die geringeren Erlöse im Bereich der Zuckerrüben als Folge der Änderung der Zuckermarktordnung betrifft, so werden wir diese wohl mit einem stabilen Getreidepreis kompensieren können.

 

Beobachter: Das Thema “Nachwachsende Rohstoffe zur Energieweginnung“ prägte zumindest in Teilbereichen auch die Rede von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Wie bewertet die Landwirtschaft diesen “neuen Markt“?

 

Hirschfeld: Die Landwirtschaft wird sicherlich ihren Beitrag dazu leisten, die Energieversorgung und die Versorgung mit Rohstoffen sicherzustellen. Allerdings wird unser Schwerpunkt nach wie vor auf der Erzeugung von Nahrungsmitteln und Futtermitteln liegen. Was darüber hinaus noch an Luft bleibt, das kann dann in die Energieerzeugung investiert werden.

Sicher auf jeden Fall ist, dass der Landwirt in Zukunft die Pflanzen komplett nutzen wird, um daraus Treibstoff und Biomasse herzustellen. Dabei dürfte die Kohlendioxid-Bilanz eine entscheidende Rolle spielen.

Bei der Gewinnung von Biogas ist derzeit festzustellen, dass die Inputstoffe also der Mais und das Getreide stark im Preis angestiegen sind und dadurch die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen hart an der Grenze liegt.

Ziel muss es sein, dass zum einen Gas in das Netz eingespeist und die anfallende Wärme komplett und sinnvoll genutzt werden kann. Es macht also keinen Sinn, nur 50 Prozent der Energie, die auf dem Acker wächst, zu nutzen. Wir müssen vielmehr die gesamten 100 Prozent nutzen können, und dazu brauchen wir vielleicht ein Gaseinspeisegesetz oder aber eine vertragliche Basis oder aber ein Wärmeleitsystem, das es ermöglicht, auch die Wärme zu nutzen, um aus dem Mais tatsächlich 100 Prozent Energie zu gewinnen.

 

Beobachter: Wir danken für das Gespräch.

Hans-Joachim Poerschke

 

18.06.

Ausstellung auf Rädern zeigt Früchte der Erde

KÖNIGSLUTTER.   Über die Themen Ernährung, Qualitätssicherung und Pflanzenschutz informierte kürzlich der Industrieverband Agrar e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main die Mädchen und Jungen der Grundschule an der Driebe.

Schulleiter Hans-Jürgen Barsch war über die Ergänzung des Sachunterrichts auf diese Weise sehr angetan und nannte es einen Schritt in Richtung des Rahmes der eigenverantwortlichen Schule (EiSchu). Die Kinder werden spielerisch und interaktiv eingebunden, nicht schulmeisternd belehrt. „Das ist interessant und lebensnah“, fanden auch die Pädagogen die Präsentationen im Inneren des geräumigen Trucks.

Der speziell dafür gebaute Lastwagen wird jeweils vor Ort mit den Aufbauten und Auslagen zu einem Ausstellungskomplex mit verschiedenen Räumen umfunktioniert. „Food for Life! Die Früchte der Erde neu erleben und besser verstehen.“ Dieses Ziel wird mit der Aufklärung verfolgt und von der Europäischen Union unterstützt. Auch das Niedersächsische Landvolk ist an dieser Öffentlichkeitsarbeit interessiert und mitgestalterisch tätig.

Text + Foto: Werner Gantz

 

 

 

Vom Bezirksverband Braunschweig waren der Geschäftsführer Volker Meier, Kreislandwirt Gerhard Rott und die Kreisvorsitzende der Landfrauen Ursula Deters dabei und gaben den kleinen und großen Gästen ergänzende Auskünfte.

Mit wichtigem Grundwissen über die Früchte der Erde wurden die Mädchen und Jungen bei der mobilen Show ausgestattet. Auch anfassen und fühlen war erlaubt


14.06.

Pröpstekonvent der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Braunschweig

 

Am 14. Juni trafen sich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Jürgen und Martina Hirschfeld in Seesen unter Leitung von Landesbischof Dr. Friedrich Weber, die Pröpste aus den 13 Propsteien der Landeskirche und weitere Mitarbeiter. Für den landwirtschaftlichen Berufsstand nahmen nehmen Herrn Hirschfeld weitere Mitglieder des Vorstands und der Landfrauen an dem Gespräch teil. Bei der alljährlichen Außentagung der Pröpste standen die Verpachtung der kirchlichen Flächen und die Zukunft der Landwirtschaft im Mittelpunkt der Diskussion.

 

Über ihre Arbeit im Grundstücksreferat der Landeskirche berichteten eingangs Herr Christian Fehrmann, Herr Hermann Seekamp und Herr Dr. Daniel Scheibe. Bedingt durch die Vielzahl der Grundstücke und Verträge ist die Verwaltung der Landeskirche nicht in der Lage jeden Einzelfall zu beurteilen. Für die Bemessung der Pachthöhe orientiert die Verwaltung sich daher an der allgemeinen, örtlichen Pachtmarktentwicklung. Dabei sind die Pachtzinsen bei der Landeskirche in den letzten Jahren ebenso angestiegen, wie dies bei den privaten Pachtverhältnissen der Fall war. Bei der Neuverpachtung wird kein Unterschied zwischen Haupt- und Nebenerwerbslandwirten gemacht.

 

In den zurückliegenden Jahrzehnten hatte nach Aussage von Herrn Hirschfeld die Landwirtschaft zunächst in Deutschland und später in der Europäischen Union (EU) die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. Einzelne Produkte wurden in der EU einige Jahrzehnte zu garantierten Preisen aufgekauft, was zuletzt zu sog. „Butterbergen, Milchseen oder Rindfleischbergen“ geführte. Durch staatliche Änderungen in der Vermarktung ist die Landwirtschaft hiervon jedoch bereits weit entfernt. Die steigende Nachfrage nach Fleisch und tierischen Produkten in China, Indien und weiteren Staaten hat darüber hinaus zu einer Verknappung landwirtschaftlicher Produkte am Markt geführt. Ein Beispiel dafür ist, dass die Weltweizenernte bereits zwei Jahre in Folge unter dem weltweiten Verbrauch lag. Für die Landwirte im Inland hat sich durch wirtschaftlich interessante Alternativen im Energiesektor ein zusätzliches Absatzfeld aufgetan, das auch gut genutzt wird. Damit besteht für den einzelnen Landwirt auch die Alternative, seine Fläche zum Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln oder zur Gewinnung von Energiepflanzen zu nutzen.

 

 

Für die Landwirte wird nach Aussage von Herrn Hirschfeld aber die Nahrungs- und Futtermittelproduktion immer im Vordergrund stehen. In der Diskussion zeigte sich, dass auch innerhalb dieses Teilnehmerkreises die Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln in Asien und die bereits genutzten Exportchancen unserer Landwirtschaft in diese Region, noch wenig bekannt sind.

Bei der abschließenden Fahrt durch die Feldmark konnte Herr Hirschfeld in einer kleinen Ecke seines Getreideschlages zeigen, was passiert, wenn auf den Pflanzenschutz verzichtet wird. Der Aufwuchs an Kräutern führt zu einer Verdrängung des Getreides sowie die Ausbreitung von Schadpilzen auf den Getreidepflanzen die Wachstumsentwicklung der Pflanzen einschränkt. Beides bringt im Ergebnis eine wesentliche Minderung des Getreideertrages. Abschließend wurde eine Wasseraufbereitungsanlage mit ihrer umfangreichen modernen Filter- und Aufbereitungstechnik der Seesener Versorgungsbetriebe besichtigt.

v. l.: Jürgen Hirschfeld (Vorsitzender Bauernverband Braunschweiger Land e. V.), Dr. Friedrich Weber (Landesbischof)

 

Flächenbesichtigung


Land & Forst vom 14. Juni 2007

„Direkt vom Feld schmecken sie am besten“

 

Erdbeeren  In diesem Jahr hat die Ernte der süßen Früchte so früh begonnen wie noch nie – bei der offiziellen Eröffnung der Saison auf der Domäne Salzdahlum in Wolfenbüttel gab es bereits Erdbeeren satt. „So ist es mir lieber, als wenn es bei der Saisoneröffnung noch gar keine Erdbeeren gibt“, freute sich Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen über den Genuss der roten Vitaminbomben. Im Schatten der mächtigen Bäume im Park der Domäne zog er eine erste Bilanz. „Ein Viertel der deutschen Erdbeeren wachsen in Niedersachen“, sagte er. Entsprechend hoch seien die Ertragserwartungen.

„Es herrschen sehr gute Wachstumsbedingungen für die Erdbeeren“, bestätigte Walter Nüstedt, Vorsitzender des Vereins „Die Pflückfrischen“. Zudem seien die Vermarktungsbedingungen durch den frühen Start günstig: „Wir haben lange Zeit, um Erdbeeren zu verkaufen“. Die frischen Früchte beim Direktvermarkter überzeugen seiner Meinung nach vor allem durch ihr volles Aroma. „Direkt vom Feld schmecken sie immer noch am besten“, sagte er. Der schmeckbare Unterschied zum Supermarkt sei die größte Stärke der Direktvermarkter.

Den Nachteil des Erdbeeranbaus sprach Jürgen Görg, Vorsitzender des Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes an: „Wir müssen den Buckel krumm machen, um die Erdbeeren zu ernten“. Leider gebe es noch keine Maschine dafür und auch die deutschen Arbeitskräfte ließen sich nicht ausreichend motivieren. Durch den Bürokratismus bei der Erntehelferbeschaffung aus dem Ausland mutiere der Landwirt mittlerweile zum „Schreibwirt“.

 

 

 

Insgesamt arbeiten während der Erdbeerernte rund 50 Saisonarbeitskräfte auf der Domäne Salzdahlum und pflücken die Früchte auf der 6 ha großen Plantage. „Durch die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt habe wir bisher jede Ernte gemeistert“, blickt Betriebsleiter Reinhard Weber auf 27 Anbaujahre zurück. Nötig seien Erntehelfer auch in Zukunft – denn der Trend gehe vermehrt zu gepflückter Ware, musste er feststellen. An sechs Verkaufsstellen bietet er die frischen Früchte an und kann sich über treue Kunden freuen. „In Deutschland haben wir den sensibelsten Verbraucher der Welt“, stimmte ihm Ehlen zu. „Wir tun gut daran, ihm das zu bieten was er verlangt“.

Wiebke Molsen

Fachsimpeln auf dem Erdbeerfeld: Ulrich Löhr, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Wolfenbüttel/Braunschweig und Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen.


Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 13.06.2007

Agrarrat fällt wichtige agrarpolitische Entscheidungen

DBV nimmt erste Bewertung vor

   

Der EU-Agrarrat hat politische Entscheidungen zu wichtigen landwirtschaftlichen Themen gefällt. Der DBV anerkennt den Einsatz von Bundesminister Horst Seehofer für eine praxisgerechtere Anwendung der Cross Compliance-Bestimmungen. Das einheitliche Votum im Agrarrat sei ein klares politisches Signal an die Kommission, hier rasch Anpassungen vorzunehmen. Die diskutierten Änderungen bedeuten keinesfalls eine Schwächung der Zielsetzung von Cross Compliance, vielmehr verhelfen sie dem System zu mehr Akzeptanz im Kreis der Betroffenen. Der DBV sieht verständlichere Cross Compliance-Regelungen nun in greifbarer Nähe.

 

Hinsichtlich der Vereinfachungen bei Cross Compliance hatte die Europäische Kommission in einem Vorschlag vom Mai 2007 angeboten, für geringfügige Unregelmäßigkeiten eine Bagatellgrenze von 50 Euro einzuführen, für Kontrollen außer im Bereich der Hygiene eine Ankündigungsfrist vorzusehen und allgemeine Qualitätssicherungssysteme in das Kontrollsystem einzubeziehen sowie die 10-Monatregelung bei der Bewirtschaftung von Flächen flexibler zu gestalten. Der Agrarrat hat jetzt diese Vorschläge der Kommission grundsätzlich begrüßt, gleichzeitig aber die Kommission aufgefordert, die Ankündigungsfrist für alle Kontrollen vorzusehen, die Bagatellgrenze auf 100 Euro anzuheben und zusätzlich eine Besserungsklausel für die Landwirte einzuführen.

 

Der EU-Agrarrat hat auch die Zusammenfassung von bisher 21 produktspezifischen Marktordnungen zu einem Text im Rahmen des Bürokratieabbaus beschlossen. Der DBV hatte an dem Vorhaben ursprünglich Kritik geübt, weil damit Entscheidungskompetenz vom Agrarrat auf die Europäische Kommission verlagert zu werden drohte. Dies konnte aber verhindert werden, so dass auch künftig der Agrarrat über politisch bedeutende Frage entscheiden wird.

 

Positiv bewertet der Deutsche Bauernverband (DBV) die Entscheidung hinsichtlich der Reform der Obst- und Gemüsemarktorganisation. So werden auch künftig die Erzeugerorganisationen die zentrale Rolle in der gemeinsamen Marktorganisation für frisches und verarbeitetes Obst und Gemüse spielen. Erreicht werden konnte außerdem, dass auch die Dauerkulturflächen des Obstbaues – also die Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pflaumenflächen – zukünftig prämienberechtigt sind. Die OGS-Genehmigungen werden abgeschafft, wodurch nun unabhängig von der Nutzung auf allen Flächen Zahlungsansprüche aktiviert werden können, stellte der DBV fest. Bei den Vermarktungsnormen sei es zudem gelungen, diese in ihrer Substanz zu erhalten.

 

Der Kompromissvorschlag der Agrarminister zur Zukunft der Maisintervention sieht vor, dass die Interventionsmenge im Getreidewirtschaftsjahr (GWJ) 2007/2008 auf 1,5 Millionen Tonnen begrenzt wird, im darauf folgenden GWJ 2008/2009 auf 700.000 Millionen Tonnen. Ab dem GWJ 2009/2010 wird die Interventionsmenge auf Null heruntergefahren, das Instrument der Intervention bleibt aber als Marktregulierungsmaßnahme grundsätzlich erhalten. Der DBV bewertet diesen Kompromiss als erträglich. Eine Abschaffung der Intervention im laufenden Wirtschaftsjahr hätte die Landwirte in einigen Mitgliedstaaten vor große Probleme gestellt. Mit dem Kompromiss sei frühzeitig eine Perspektive geschaffen worden, auf die sich die Marktbeteiligten einstellen können.

 

Beschlossen wurde im Agrarrat auch, eine Altersgrenze bei der Vermarktung von Kalbfleisch einzuführen. Unter der Bezeichnung "Kalbfleisch" darf nur Fleisch von Tieren vermarktet werden, die bei der Schlachtung nicht älter als acht Monate waren. Für Fleisch von Rindern, die bis zu 12 Monate alt wurden, muss die Bezeichnung "Jungrindfleisch" ausgelobt werden. Auch wenn Fleisch importiert wird, darf es in Deutschland nur unter dieser Bezeichnung verkauft werden. Umgekehrt müssen deutsche Exporte die Bezeichnung der entsprechenden Bestimmungsländer übernehmen. Durch diese Regelung wird mehr Transparenz bei der Vermarktung von Rindfleisch geschaffen, befürwortet der DBV die neue Regelung. Bedauert wird allerdings, dass diese Regelung erst im Juli 2008 in Kraft tritt.

 

Die Kontingentierungsregelung für Kartoffelstärke ist im Agrarrat um zwei Jahre verlängert worden. Damit wird den deutschen Erzeugern das längst notwendige Signal für die Verwendung ihrer bereits gepflanzten Kartoffeln gegeben. Der DBV begrüßt die Verlängerung, befürwortet aber eine längere Beibehaltung des Systems über das Jahr 2009 hinaus. Nur durch eine größtmögliche Planungssicherheit könnten die deutschen Erzeuger sich zukunftsträchtig ausstellen und Investitionen tätigen.

 

Kritik übt der DBV dagegen an der Neufassung der EU-Öko-Verordnung durch den EU-Agrarministerrat. Im Vergleich zur alten Verordnung seien kaum Fortschritte erzielt worden. Vielmehr seien für die Praktiker des Biolandsbaus noch viele Fragen ungeklärt. Der DBV fordert daher, eine zügige Festlegung der noch ausstehenden Durchführungsbestimmungen, wobei der DBV eine intensive Beteiligung der Praxis einfordert.

 

Goslarsche Zeitung v. 12.06.2007

Künftige Rolle umstritten

9. Bauernvesper des Landvolks mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in Seesen

Von Heinz-Georg Breuer

SEESEN. Als „streitbar, aber immer verlässlich“ habe er die Landwirte in der Region kennengelernt, verteilte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel artig Lob bei der 9. Bauernvesper des Landvolks. Daran hielten sich die Beteiligten auch gestern – bei der Zuweisung ihrer künftigen Rolle kamen die Bauern und der Minister nicht auf einen Nenner.

Kreisvorsitzender Jürgen Hirschfeld hatte zunächst zur Begrüßung der rund 90 Gäste beim Heimspiel auf seinem Seesener Hof ein rosarotes Bild gezeichnet. Die 310 Vollerwerbsbetriebe im Kreis Goslar hätten eine gute Perspektive, ihre Produkte seien weltweit gefragt.

 

„Kein Atommeiler“

 

Für 2008 prognostizierte Hirschfeld Umsätze von 85 bis 90 Millionen Euro im Ackerbereich, bei der Milch dürfte er bei 13 Millionen liegen, beim Schwein bei 15 Millionen Euro. Man müsse deshalb im Kreis Überzeugungsarbeit leisten, verteilte er einen „Upener Seitenhieb“, dass „ein Schweinestall kein Atommeiler ist“.

Deutlich zurückhaltender äußerte sich der 50-Jährige zu Themen wie Gentechnik und nachwachsenden Rohstoffen. Derzeit würde es in der Landwirtschaft keine Mehrheit für die Gentechnik geben, betonte er, konstatierte aber: „Wir brauchen die Forschung.“ Bei den nachwachsenden Rohstoffen räumte Hirschfeld ein, dass man langfristig in CO2-Bilanzen denken müsse. Zwar sei es „billiger, Bestände aus dem Erdinneren zu pumpen als jedes Jahr zu erneuern“, aber die höheren Folgeschäden gehörten auch in die Bilanz.

 

„Regional überleben“

 

Hauptaufgabe der Landwirte im Kreis sei es jedenfalls, die Verbraucher mit hochwertigen Produkten zu versorgen, lautete Hirschfelds Botschaft. Und da sei es, wenn man auf die Umwelt achte und Wettbewerbsnachteile in Kauf nehme, mehr als recht, Ausgleichszahlungen aus Brüssel zu erhalten. Das Motto zum Abschluss: „Globale Märkte, aber regional überleben.“

Das war das Stichwort für den Minister, der zunächst der niedersächsischen Landwirtschaft bescheinigte, auch sie habe erhebliche Strukturveränderungen mitgemacht, wobei sich ein Wandel heute nicht mehr „im Takt der Generationen“ vollziehe, sondern „rasend schnell“. Mehrere Trends bereiten Gabriel Sorge: Das Ansteigen der Weltbevölkerung von 6,5 auf neun Milliarden Menschen bis 2050 werde zu einer enormen Nachfragesteigerung führen, die nur durch Innovation zu lösen sei, weil „Konsumverzicht ohnehin nicht klappt“.

 

 

 

 

Ein "Elefant" auf dem Jaguar: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel beim Probesitzen in einem modernen Häcksler.

Foto: Kusian

Dann: Der Klimawandel sei nicht allein ein ökologisches Problem, sondern auch ein wirtschaftliches und sicherheitspolitisches – Gabriel bemühte Wassermangel, Ausbreitung von Wüsten und Flüchtlingsströme. Schließlich der Verlust der Artenvielfalt: „Wie das Löschen auf der Festplatte, aber wir brauchen die Datenbank der Natur.“ An dieser Stelle kam dann auch wieder das zum Lamm mutierte Altmühl-Schaf ins Spiel; 2005 hatte Gabriel in Bad Harzburg an einem ähnlich heißen Tag wie gestern eine ähnliche Rede gehalten, diesmal wirkte er deutlich ausgereifter und souveräner – der Mann wächst mit der Aufgabe.

 

„Riesiges Potenzial“

 

Der Landwirtschaft maß Gabriel die künftige Aufgabe bei, die „Pfade für die Rohstoffproduktion zu öffnen“. Die ländlichen Räume seien bevorzugter Standort für erneuerbare Energien, die Umwelttechnik ein Wachstumsmarkt mit einem Potenzial, „das riesig ist“. Sprach’s und entschwand gen Lappland, wo er am Abend mit 20 Ministerkollegen den G-8-Gipfel nachzubereiten hatte: „Dort, wo kein Journalist was hört.“

Noch ins Ohr bekam der aufbrechende Minister die aufbegehrende Forderung Hirschfelds, die Landwirte an der ganzen Kette zu beteiligen: „Allein als Rohstofflieferant sind wir uns zu schade.“

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 12.06.2007

Landwirte sind „innovativ auf allen Feldern“

Motto des Bauerntages entspricht Programm der Landwirtschaft

 

„Auf dem Bauerntag 2007 in Bamberg wird die deutsche Landwirtschaft zeigen, was in ihr steckt. `Innovativ auf allen Feldern´ ist nicht nur Motto des Bauerntages, sondern Programm der Landwirtschaft“, betonte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, auf einer Pressekonferenz in München, auf der er Motto und Inhalt des Bauerntages vom 27. Juni bis 1. Juli 2007 in Bamberg vorstellte. Born kündigte an, dass im Rahmen von fünf Foren zu den Themenblöcken „Milch“, „EU-Agrarpolitik“, „Veredlung und nachwachsende Rohstoffe“, „Agrarsozialpolitik“ sowie „Grüne Berufe“ die Delegierten des Bauerntages über die Märkte von morgen und wichtige Zukunftsaufgaben des Berufsstandes diskutieren werden. Zu „Veredlung und nachwachsende Rohstoffe“ sowie „Milch“ werde die Mitgliederversammlung Positionspapiere verabschieden, kündigte Born an und stellte lebhafte Diskussionen in Aussicht. Insbesondere die künftige Ausgestaltung der EU-Milchpolitik sei für jeden vierten Betrieb in Deutschland essenziell und daher vorherrschendes Thema auf dem Bauerntag. Der DBV werde alles daran setzen, den Milcherzeugern und der gesamten Milchwirtschaft eine tragfähige Perspektive mit auskömmlichen Einkommen und Gewinnen zu erhalten.

 

Auch gewinne der Bauerntag durch eine beachtliche politische Beteiligung an Gewicht und Bedeutung, stellte Born fest. So werde Bundespräsident Dr. Horst Köhler am 28. Juni 2007 auf die Mitgliederversammlung des Bauerntages nach Bamberg kommen und in seiner Ansprache auf die aktuellen wirtschafts-, gesellschafts-, finanz- und agrarpolitischen Themen eingehen. Born erwartet, dass Köhler die hohe Verantwortung der Bauern für den nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen ebenso thematisieren wird wie den Zusammenhang von Welthandel, EU-Agrarpolitik, Klimaschutz und Dritte Welt. Gerade nach dem G8-Gipfel sei wieder deutlich geworden, dass die Megathemen der Politik - etwa der Klimaschutz und die Probleme der Dritten Welt - ohne die Land- und Forstwirtschaft, ohne zukunftsorientierte Bauernfamilien, nicht lösbar seien, sagte Born. Voller Selbstvertrauen würden die Bauernfamilien daher die Herausforderungen der Zukunft anpacken und ihre Leistungen im Rahmen des Bauerntages präsentieren.

 

Juni

"Food for Life! Die Früchte der Erde"

Pflanzenschutz mal ganz anders präsentiert

Wie wichtig gesunde Pflanzen für eine gesunde Ernährung sind, zeigt die rollende Ausstellung des Industrieverband Agrar e. V. anhand interaktiver und spannender Exponate. Die mobile Ausstellung, die von Wissenschaftlern und Pflanzenschutzexperten freundlich und kompetent begleitet wird, beinhaltet sieben große Themenbereiche:

1. Einstimmung "Food for Life"

2. Ernährung im Spiegel der Zeit

3. Qualitässicherung und -kontrolle

4. Nutzpflanzen und ihre Schädlinge

5. Feldfrüchte zum Anfassen

6. Der Apfelbaum als Biotop - eine eigene Welt

7. Globale und lokale Bedeutung der Ernährungs-

    sicherung.

Der Show-Truck wird im Juni unser Verbandgebiet bereisen und Kinder und Erwachsene unter dem Motto "Kommen. Staunen. Mitmachen" einladen, die "Früchte der Erde" neu zu erleben und besser zu verstehen.

 

 

 

Wann und wo die mobile Ausstellung zu sehen und zu erleben ist, entnehmen Sie bitte unserer Rubrik "Veranstaltungen/Termine".

"Show-Truck in Action" während der letztjährigen Harz+Heide-Ausstellung


30.05.

 

Harz + Heide: Landwirtschaft war Besuchermagnet

BRAUNSCHWEIG.   Die Regionalmesse Harz + Heide auf dem Gelände an der Theodor-Heuss-Straße wurde auch in diesem Jahr vom 12. bis 20. Mai durch Agrarier aus dem Landkreis Helmstedt bereichert. In der Halle 20 und auf der angrenzenden Freifläche gab es zum vierten Mal seit 2004 eine Tierrassenpräsentation.

Der Bezirksverband Braunschweig des Niedersächsischen Landvolkes gestaltete gemeinsam mit der Nordrind GmbH, der Rinderproduktion Niedersachsen, dem Pferdezuchtverband Braunschweig und dem Landesschafzuchtverband diese Tierschau immer mit Höhepunkten an allen neun Tagen. Rinder, Pferde, Esel und Schafe wurden gezeigt und in der Halle für Kleintiere konnte das Schlüpfen von Hühnerküken life beobachtet werden.

„Es wird das Ziel verfolgt, den Bürgern und somit den Verbrauchern Produkte aus der Region anzubieten und die gläserne Landwirtschaft zu demonstrieren“, sagte Landvolkgeschäftsführer Volker Meier zu den Gästen. Dazu zählten Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander aus Hannover und der Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Braunschweig/ Wolfsburg Dr. Wolf-Michael Schmid aus Helmstedt. Regen Gebrauch machten alle Gäste gern vom Gratismilchausschank und von der Waffelbäckerei durch die Landfrauen und die Mitarbeiterinnen der Landvolk-Geschäftsstelle in Braunschweig. Die Verbrauchermesse bot neben diesen in Restaurants auch eine Vielzahl von kulinarischen Genüssen aus vielen Ländern. 

Text & Foto: Werner Gantz

 

 

 

 

Landwirte, Hersteller der Technik, Handwerker und Handelsbetriebe gestalteten eine Energie-Route. Hoch aktuell wurde bei der Messe hierauf ein besonderer Akzent mit dem Energiekompetenz-Zentrum gesetzt. Vormittags waren stets etliche Schulklassen zum Rundgang gekommen. Unter anderem waren Biogasanlagen ein Schwerpunktthema. Dazu zählt die Anlage in Grasleben zu den neuesten im Landkreis Helmstedt.

Bei der Eröffnungsfeier durch Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann aus Braunschweig waren auch aus Thailand der Generalkonsul und der Botschafter gekommen.

Beim Rundgang in Halle 20 waren dabei: v.l. Gerhard Schwetje, Dr. Kurt Hasenpusch, Carsten Ilsemann, Volker Meier, Carl Lauenstein, Steffen Görne, Dr. Wolf-Michael Schmid, Hermann Könike und Bärbel Heidebroek.


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 23.05.2007 -

Ländliche Leckereien und vieles mehr

ErlebnisLandTag in Peine bieten grüne Attraktionen

 

L P D - Mit ländlichen Leckereien lockt auch der 1. ErlebnisLandTag auf der Gästefarm Afrika in Röhrse bei Peine. Am 3. Juni feiert dort der Kreisverband der LandFrauenvereine Peine seinen 60. Geburtstag. Eröffnet wird das Programm mit einer Andacht um 11 Uhr. Es folgt ein Show- und Bühnenprogramm mit Kartoffelballett, Plattdeutschen Geschichten und Holzschuhtanz. Weitere Höhepunkte bilden die Falkner-, Hunde-, und Bläservorführungen sowie die Landjugend-Autorallye. Für den Kinderspaß stehen eine Strohhüpfburg und Ponys zum Reiten zur Verfügung. Ein Flohmarkt für Kanne und Tasse rundet das Programm des Landvolkkreisverbandes, der LandFrauen, der Jägerschaft, der Niedersächsischen Landjugend und des Dorfhelferinnenwerks ab.
 

Veranstaltungshinweis

Tag der Agrarwissenschaften

Die Fakultät für Agrarwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen und die Gesellschaft der Freunde der landwirtschaftlichen Fakultät e. V. laden gemeinsam zum "Tag der Agrarwissenschaften" auf den Versuchsbetrieb Klostergut Reinshof in Göttingen ein.

Die Veranstaltung findet am 01. Juni 2007 statt und beginnt um 9:00 Uhr.

Nähere Programm- und Anmeldeinformationen erhalten Sie im Dekanat der Fakultät für Agrarwissenschaften (Christiane Lüers) unter 0551/39-13106 bzw. per email: dekagrar@gwdg.de .

 

12.05.

Harz + Heide öffnet ihre Pforten

Blitzlichtgewitter auf die Gastgeber und Ehrengäste: der Generalkonsul aus Thailand und der Nds. Umwelt-minister Hans-Heinrich Sander bei der Eröffnung der Verbrauchermesse Harz + Heide in Braunschweig.

 

In Halle 20 stellte Landvolk-Geschäftsführer Volker Meier den Gästen die Tierpräsentation mit verschiedenen Rassen vor.

Fotos: Werner Gantz

 

Sondermeldung Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 09.05.2007 -

Hilse ermuntert Molkereien zu „harten Preisgesprächen“

 

L P D - Landvolkpräsident Werner Hilse ermuntert die niedersächsischen Molkereien, bei den derzeit laufenden Listungsgesprächen mit dem Lebensmitteleinzelhandel weiter „äußerst hart“ zu verhandeln, um eine deutliche Erhöhung der Molkereiabgabepreise zu erreichen – und diese auch an die Milcherzeuger weiter zu geben. „Unsere Milchviehhalter benötigen auch auf Grund stark gestiegener Kosten für Energie, Futter und andere Betriebsmittel dringend eine Preiserhöhung um mehrere Cent. Eine ganze Reihe von Jahren wurden sie fast ausschließlich mit Preissenkungen konfrontiert“, kommentiert Hilse erste Ergebnisse der aktuellen Listungsverhandlungen. Im Gespräch sind Preiserhöhungen von deutlich mehr als zehn Prozent für Butter, Frischmilch und H-Milch. Der Milchmarkt tendiert weltweit zur Hausse, ein saisonal zu erwartender Rückgang der Milcherzeugung könnte diese Situation noch verschärfen. Hilse verweist in diesem Zusammenhang auch auf Aussagen der Edeka-Handelsgruppe, die in Anzeigen zu ihrem 100-jährigen Bestehen betont: „Qualität wird beim Einkauf wieder wichtig, nicht nur der Preis“. Damit ist die seit Jahren kommunizierte Botschaft des Berufsstandes „Lebensmittel sind mehr wert“ offensichtlich bei den Verantwortlichen des Lebensmittelhandels angekommen. Nun müssen diesem Versprechen konkrete Angebote und Taten folgen! Die knapp 15.000 Milchviehhalter und ihre 41 Molkereiunternehmen im Milchland Niedersachsen verfolgen einen strengen Qualitätsansatz, der sich mit Billigpreisen nicht vereinbaren lässt. Den Nutzen genießen die Verbraucher vor Ort, denen tagtäglich Frische und Vielfalt bei den Milchprodukten geboten wird - aber auch die stetig wachsende Kundschaft in wichtigen Exportmärkten. Hier sind niedersächsische Milchprodukte wie Käse, Milchpulver und andere Erzeugnisse äußerst gefragt.

 

08.05.

Vorbereitungen zur Harz + Heide auf vollen Touren

Braunschweiger Messegelände vom 12. bis 20. Mai 2007

 

ROTENKAMP.   Der Vorsitzende der Rinderproduktion Niedersachsen, Nebenstelle Königslutter Hartmut Hagemann hatte zur Besprechung des Programmablaufs für Regionalmesse Harz + Heide in das Gasthaus „Helmas Eck“ eingeladen. Koordiniert wird die Teilnahme durch den Bauernverband Braunschweiger Land.

Beteiligt sind auch der Kreisverband der Landfrauen mit der Vorsitzenden Ursula Deters aus Räbke und der Schafzuchtverband mit Frank Wagner aus Beienrode.

Vorgesehen sind Rassenpräsentationen in den Bereichen Rinder-, Pferde- und Schafzucht vornehmlich mit Teilnehmern aus dem Kreis Helmstedt. Die sechs Rinderrassen sind: Charolais, Limousin, Hereford, Galloway, deutsche Angus und holsteinische schwarz-bunte Kühe. Darüber hinaus werden Ziegen und Esel aus dem Kreis Wolfenbüttel gezeigt. Die gemeinsame Schau findet in Halle 20 und im Außenbereich bereits zum vierten Mal statt.

„Die Informationen an den Ständen und direkt bei den Tieren über die Milchproduktion steht im Vordergrund“, sagt Hartmut Hagemann. Die Züchter sind anwesend und beantworten die Fragen direkt vor Ort. Für die Besucher wird ein Milchgeschmackstest angeboten und es wird gezeigt, wie viel und welches Futter erforderlich ist um einen Liter Milch zu produzieren.

Wettmelkenan einer Holzkuh mit Gummieuter wird zur Unterhaltung angeboten. Mit Fotos wird die praxisgerechte Landschaftspflege mit extensiv gehaltenen Fleischrindern dargestellt.

Vorführungen durch Hundeführer können in einem weiteren Programmabschnitt bewundert werden.

Text & Foto: Werner Gantz

 

 

 

 

„Bei dieser Verbrauchermesse wollen wir die gläserne Produktion darstellen und für die Produkte aus der eigenen Region werben“, erklärt Landvolkgeschäftsführer Volker Meier aus Bornum. Wie bereits in den vorausgegangenen Jahren werden nicht nur ganze Familien neue Erfahrungen und Erlebnisse mitnehmen, sondern Kinder und Jugendliche die Ausstellung als lehrreich empfinden. Auch die Braunschweiger Agrarschule aus dem Kreis Helmstedt wird mit Auszubildenden vertreten sein, die die Ausstellung und die Vorführungen nutzen werden, um Tierbeurteilungen vorzunehmen.

Zum Abschluss der Messe findet am Sonntag der „Tag des Schafes“ mit Demonstrationen der Wollegewinnung und der Garnherstellung mit Spinnrädern statt. Ein Energiemix wird in Halle eins und zwei durch den Bauernverband dargestellt. Die Stromgewinnung durch Biogasanlagen steht dabei im Mittelpunkt der Präsentation.

Schülergruppen können sich für separate Führungen im Landvolkbüro in Braunschweig unter der Telefonnummer 0531 / 28770-0 (Frau Bosse) anmelden.

Landwirt Gerhard Ohse-Kettig aus Boimstorf wird mit Rindern auf der Messe vertreten sein. Volker Meier besichtigt den Bestand auf der Weide.


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 03.05.2007 -

4. Forum „Marketing Forst & Holz“ in Hannover

L P D - Wer den Wald nutzt, gewinnt: Faktoren, Instrumente und Beispiele erfolgreicher Holzmobilisierung stehen im Mittelpunkt des 4. Forums „Marketing Forst & Holz“ am 16. Mai. Im Rahmen der Weltleitmesse für die Forst- und Holzwirtschaft – der LIGNA vom 14. bis 18. Mai in Hannover – lädt der Holzabsatzfonds zu der Diskussionsveranstaltung ein. Von 10 bis 16 Uhr beleuchten Referenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die mit einer verstärkten Holznutzung verbundenen Herausforderungen und erläutern ihre Handlungsperspektiven. Veranstaltungsort ist das Convention Center (CC) der Deutschen Messe. Eingeladen sind alle Interessenten aus Forst- und Holzwirtschaft. Im Anschluss an das Forum wird an gleicher Stelle der Deutsche Journalistenpreis Forst & Holz 2007 an die Preisträger der Kategorien TV, Hörfunk und Print vergeben. Die Anmeldung ist online möglich und sollte umgehend erfolgen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Der Zutritt zur LIGNA+ ist kostenpflichtig, die Teilnahme am Forum kostenfrei. Das genaue Programm kann im Internet unter www.holzabsatzfonds.de eingesehen werden.

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 03.05.2007 -

Klares „Ja“ zu erneuerbaren Energien
Positionspapier: Landvolk will Entwicklung nachhaltig unterstützen und begleiten

 

L P D - Zur Nutzung regenerativer Energien hat das Landvolk Niedersachsen vor dem Hintergrund der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eine klare Position bezogen. Beim verstärken Einsatz dieser Energien zur Reduzierung der klimawirksamen Gase spielt die Bioenergie eine zunehmende Rolle. Der Verband unterstützt diese Entwicklung und will sie nachhaltig begleiten, heißt es in einem jetzt erstellten Positionspapier. Dabei sollten insbesondere regionale Wertschöpfungspotenziale genutzt werden, fordert das Landvolk. Bei der Biogaserzeugung ist das bereits in großem Maße der Fall. Hier stellt Niedersachsen mit zurzeit mehr als 600 laufenden Biogasanlagen bereits fast 40 Prozent des bundesweit aus Biogas erzeugten Stroms. Bei der Nutzung von Pflanzenöl in Blockheizkraftwerken sollte heimisches Rapsöl allerdings künftig wieder eine größere Rolle spielen. „Tropenwälder zugunsten von Ölpalmplantagen abzuholzen und dann das Palmöl hier als grünen Sprit zu verkaufen, verbessert nicht die C02-Bilanz“, sagte Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Landvolk-Ausschusses für regenerative Energien.

 

Bei der Novellierung des EEG müsse das Vergütungssystems, basierend auf dem „Nawaro-Bonus“ für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe in Biogasanlagen, im Grundsatz erhalten werden, fordert das Landvolk. Änderungen müssten wegen ihrer starken Auswirkung auf die Wirtschaftlichkeit der Anlagen sachgerecht und sensibel vorgenommen werden, denn schon geringe Veränderungen der Parameter für die Anlagen hätten gravierende Konsequenzen für die Wirtschaftlichkeit. Im Sinne des Vertrauensschutzes dürfe sich die Situation für bereits bestehende Anlagen durch die Novellierung nicht verschlechtern. Wünschenswert sei darüber hinaus ein nach Höhe und Dauer differenzierter Technologiebonus, um neuen Entwicklungen Rechnung zu tragen, beispielsweise für die kostenintensive Aufbereitung und Konzentration des Gärsubstrates bei der Güllevergärung. Die überregionale Verwertung des konzentrierten Gärsubstrates könnte auch dazu beitragen, das Nährstoffüberschussproblem in den Veredelungsregionen zu lösen und die Konkurrenz zwischen Viehhaltung und Biogaserzeugung zu entschärfen.

 

Erleichterungen wünscht sich der Verband bei der Einspeisung von aufbereitetem Biogas in das Gasleitungsnetz. Die Wärme könnte dort erzeugt werden, wo sie gebraucht wird. Ein Anreizsystem für die Abnahme regenerativ erzeugter Wärme könnte der Landwirtschaft außerdem zusätzliche Chancen als Wärmedienstleister eröffnen. Insgesamt rechnet der Verband mit einem deutlichen Rückgang des bis 2020 prognostizierten Bedarfs an landwirtschaftlichen Flächen für Bioenergien, weil erhebliche Produktivitätssteigerungen beispielsweise bei der Biokraftstoffherstellung zu erwarten sind.

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 19.04.2007

Was derzeit Vorrang haben muss

DBV-Präsident in der Deutschen Bauern Korrespondenz

   

Von den Kreisbauernverbänden über die Landesbauernverbände bis zu den Präsidiumssitzungen im Deutschen Bauernverband werde die Milchpolitik mit großem Ernst und Einsatz behandelt. Das Interesse der Milchbauern sei riesengroß, ebenso der Informations- und Diskussionsbedarf, schrieb der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz dbk, die sich schwerpunktmäßig mit der Milchpolitik beschäftigt. „Das Ziel steht für mich fest, über den Weg müssen wir uns noch einigen: Wir wollen das Milchland Nr. 1, der zentrale Produktionsstandort in Europa bleiben“, so der DBV-Präsident. Das setze aber voraus, dass investierende Landwirte existenzsichernde Einkommen erwirtschaften und nicht von agrarpolitischen Entscheidungen überrascht würden. Ebenso wichtig sei es, dass mit der Milchproduktion in Grünlandgebieten eine multifunktionale Landwirtschaft erhalten werde, sagte Sonnleitner.

Nicht nur für die Milchbauern, ebenso für alle Bauern seien Erfolge beim Bürokratieabbau und Verbesserungen bei Cross Compliance von großer Bedeutung, betonte Sonnleitner. Dass jetzt im Bericht der Europäischen Kommission zu Cross Compliance eine ganze Reihe von handfesten Verbesserungen vorgeschlagen würde, habe viel mit der Anteilnahme von Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel zu tun. Große Hoffnungen setze der Berufsstand nun darauf, dass Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer dieses Vorschlagspaket noch während der deutschen Ratspräsidentschaft erfolgreich über die Bühne bringe. Bagatellregelungen für geringfügige Verstöße, Überprüfung der so genannten 10-Monatsregelung sowie Berücksichtigung von Betriebsmanagement- und Qualitätssicherungssystemen bei der Kontrolldichte seien allesamt wichtige Schritte, um von unverhältnismäßigen und wirklichkeitsfremden Vorschriften herunterzukommen.


Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 12.04.2007

Deutscher Bauerntag 2007 findet in Bamberg statt

Zukunftsorientiertes Motto: „Innovativ auf allen Feldern“

   

Der Deutsche Bauerntag 2007 wird vom 27. Juni bis 1. Juli in Bamberg stattfinden. Der Deutsche Bauerntag 2007 ist mit dem Deutschen LandFrauentag, dem Deutschen Landjugendtag, der in Kulmbach stattfinden wird, und dem Deutschen Bauerntag Höhepunkt im berufsständischen Jahreskalender, zu dem Delegierte aus den Landes- und Kreisverbänden aller Bundesländer, Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie hochrangige Politiker aus Deutschland und der EU erwartet werden. Beim Deutschen Bauerntag werden aktuelle Themenstellungen und zukunftsgerichtete Strategien für eine wettbewerbsfähige Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft erörtert. Auch für die Medien haben Bauerntage hohen Nachrichtenwert. Der Deutsche Bauerntag steht 2007 unter dem Motto „Innovativ auf allen Feldern“.

Der erste öffentliche Höhepunkt ist die Kundgebung des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) am 27. Juni 2007. In der Arena in Bamberg wird auf der dlv-Kundgebung der Gründer und Inhaber des Zukunftsinstituts, Matthias Horx, die Festrede zum Thema „Unsere Zukunft beginnt jetzt“ halten. Ein ökumenischer Gottesdienst im Bamberger Dom, zu dem alle Teilnehmer des Deutschen Bauerntages 2007 eingeladen sind, wird den ersten Tag beschließen.

 

Neben der zweigeteilten Mitgliederversammlung des Bauerntages mit politischen Gästen und verbandspolitischen Grundsatzentscheidungen am 28. und 29. Juni (hierüber wird gesondert berichtet), werden die Diskussionsforen besonderer Anziehungspunkt für die Delegierten des Bamberger Bauerntages sein. Im Forum 1 wird unter dem Thema „Deutschland – Milcherzeugerland Nr. 1 voranbringen!“ die zukünftige Milchmarktpolitik des Berufsstandes bestimmt werden. Das Forum 2 diskutiert Veränderungen und Perspektiven der EU-Agrarpolitik und will Reformwege für den in 2008 stattfindenden sogenannten Health-Check, also die Überprüfung der EU-Agrarreform aus 2003, aufzeigen. Im Forum 3 setzen sich die Teilnehmer mit der Frage auseinander, wie für Veredlung und nachwachsende Rohstoffe eine gemeinsame Zukunft gestaltet werden kann. Neue Wege und Perspektiven einer auch in Zukunft tragfähigen Agrarsozialpolitik werden im Forum 4 aufgezeigt. Im Forum 5 startet der Berufsstand eine Ausbildungsoffensive und erörtert die Renaissance des Landes und der Grünen Berufe, mit denen die Zukunftsaufgaben gemeistert werden können.

 

Auch in Bamberg wird es speziell für den Berufsnachwuchs einen „Junglandwirte-Treff“ geben, der Junglandwirten die Möglichkeit gibt, sich in die fach- und verbandspolitische Diskussion einzumischen. In Bamberg soll besonders der Austausch mit jungen Berufskollegen in europäischen Nachbarländern im Mittelpunkt stehen, bevor es von Freitag bis Sonntag zum Landjugendtag nach Kulmbach geht, der für Landjugendliche aus ganz Deutschland das Event des Jahres sein wird.


IHK Wirtschaft vom April 2007


Braunschweiger Zeitung Wolfenbütteler Teil vom 11.04.2007


04.04.

Milch im Gespräch

Im Rahmen einer Milchfachveranstaltung des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig, die sich mit den neuesten agrarpolitschen Entwicklungen auf dem Milchviehsektor beschäftigte, referierte Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke (Nds. Landwirtschaftsministerium) zum Thema "Entwicklung der Milchviehbetriebe in Südniedersachsen bis 2015"  und ging im Anschluss daran gemeinsam mit den zahlreichen Teilnehmern der Frage "Was kommt nach der Milchquote?" auf den Grund.

v. l.: Gerhard Schwetje (Nds. Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.), MdL Frank Oesterhelweg (CDU Wolfenbüttel), Friedrich-Otto Ripke, Jürgen Hirschfeld (Nds. Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.)


04.04.

Friedrich-Otto Ripke in Wolfenbüttel

Zum Thema "Vernetzung der Vermarktungs-strategien im Landkreis Wolfenbüttel bzw. in der Region Süd-Ost-Niedersachsen" lud Frank Oesterhelweg (CDU Wolfenbüttel) ein und Vetreter der ansässigen Mühlen, aus dem Bereich Handel, Bäckereien und Schlachtereien, sowie Vertreterinnen der Landfrauen folgten dieser Einladung, um mit Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im Niedersächsischen Landwirt-schaftsministerium, gemeinsam zu diskutieren.

v. l.: Frank Oesterhelweg, Friedrich-Otto Ripke, Jürgen Hirschfeld (Nds. Landvolk Bauernverband Braunschweiger Land e. V.)

v. r.: Ulrich Löhr (Landvolk Kreisverband Wolfenbüttel/ Braunschweig), Renate Hilgendag-Bosse (Landfrauenverein Wolfenbüttel-Salzgitter)


08.03.

Kreisverbandsversammlung in Schladen

Während einer erstmals gemeinsamen Versammlung der Kreisverbände Wolfenbüttel/Braunschweig und Goslar, zu der die Vorsitzenden Ulrich Löhr und Jürgen Hirschfeld nach Isingerode eingeladen haben, sprach Hauptreferent Dr. Helmut Born (Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes) zum Thema "Aktuelle Fragen der Landwirtschaft zwischen Markt und Politik" vor den zahlreich erschienen Mitgliedern und Gästen und stand im Anschluss daran auch für eine Diskussion zur Verfügung.

v. l.: Kurt Hübner, Dr. Helmut Born, Urlich Löhr, Jürgen Hirschfeld

Für sein starkes Engagement für den Kreisverband Goslar wurde Landwirt Werner Loose aus Dörnten mit einer Ehrung gedankt.

v. l.: Ulrich Löhr, Jürgen Hirschfeld, Werner Loose, Dr. Helmut Born


März

Landschaftspflege mal anders!

Die 1€ - Jobber unterwegs "Auf dem Ösel" im Auftrage des Landschaftspflegeverbandes Wolfenbüttel.


Regionales Raumordnungsprogramm - Entwurf 2007 (RROP) für den Großraum Braunschweig vorgestellt

Am 05. und 12. März fanden Informationsveranstaltungen zum Regionalen Raumordnungsprogramm - Entwurf 2007 in Bornum und in Wolfenbüttel statt.

Der § 1 des Bundesraumordnungsgesetzes als rechtliche Grundlage sagt unter anderem aus: Der Raum ist zu entwickeln und zu sichern. Der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) hat den Entwurf des Raumordnungsprogramms (RROP) 2007 erstellt, der von dem Regionalplaner Ulrich Kegel anhand von Kartenmaterial und in einem Referat präsentiert wurde.

Das Zeitalter der Rahmenplanung hat uns erfasst, hieß es. Die Ausmaße der Region Braunschweig sind von der Südheide im Norden bis zum Oberharz im Süden. Westlich von Braunschweig beginnt die Region und endet im Osten mit der Grenze des Landkreises Helmstedt. In den Saal des Landgasthauses Lindenhof sowie im Golden Tulip in Wolfenbüttel wurden vom Landvolk Niedersachsen, Bezirksverband Braunschweig alle Ortsvertrauensleute, Landwirte und die Vorsitzenden der Feldmarkinteressentschaften zu diesen Informationsveranstaltungen eingeladen. Die Teilnehmer sollten sich im ersten Schritt mit dem RROP vertraut machen und die eigene Betroffenheit ermitteln. Anwesend war auch Ulrich Göttlicher von der Landwirtschaftskammer Hannover.

Welche nachteilige Auswirkungen kann es geben, wenn eigene Flächen überplant sind? Diese Frage müssen sich die Betroffenen stellen und sich damit auseinandersetzen. Vorausgegangen waren bereits die Begrifflichkeiten wie Flora- Fauna-Habitat-Gebiete (FFH) und Wasserschutzgebiete. Mehrfach sind in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel in einem Ring um den Elm Flächen mit Planzeichen versehen. Dazu gehören unter anderem die Zeichen Natur, Landschaft und Erholung. 

Das Ziel des RROP ist es, Freiflächen zu schützen und sichern und Zentren zu stärken. Zur Verfahrensvereinfachung und –beschleunigung werden alle Beteiligten gebeten, ihre Stellungnahmen bis zum 20. April 2007 beim ZGB abzugeben. Noch besteht keine Rechtsbindung. Ausführlich ist das RROP im Internet unter www.zgb.de beschrieben. Das Landvolk ist bei Betroffenheit bei der Ausarbeitung und Argumentation der Eingaben mit Karteneinsicht behilflich. Telefon 0531 28770-12, Geschäftsführer Volker Meier und Constanze Wilck.

Im Anschluss an dieses Verfahren werden die politischen Mandatsträger über das Ergebnis informiert, die dann in den Räten zu entscheiden haben.

Text: Werner Gantz


08.03.

Sicherheitssysteme bei einer Biogasanlage

 

Am 08. März kamen Vertreter der örtlichen Polizeistationen und der Feuerwehren im Landkreis Goslar auf dem Betrieb von Helmut Zein in Vienenburg-Wennerode zusammen, um sich über die Sicherheitsausstattung einer Biogasanlage zu informieren. Etwa 20 Personen und zwei Vertreter des Landkreises Goslar waren der Einladung gefolgt. Die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niedersachsen-Bremen stellte zunächst in einem Vortrag den grundsätzlichen Aufbau einer Biogasanlage anhand von Gebäudeübersichten und praktischen Beispielen vor. Dabei wurde besonders auf die explosionsgefährdeten und feuergefährlichen Bereiche an den verschiedenen Gebäudeteilen eingegangen.

Dabei wurde deutlich, dass im Wesentlichen der Gasspeicher und das unmittelbare Umfeld des Blockheizkraftwerks die kritischen Gebäudeteile sind. Daneben gibt es jedoch auch einzelne Bereiche, die aufgrund der vorhandenen Gasbildungen eine unmittelbare Personengefahr darstellen können. Es entstehen in einzelnen Abschnitten des Verfahrensablaufs Gase, die sehr schnell zu einer Ohnmacht führen können. Deshalb legt die Berufsgenossenschaft bereits bei der Errichtung der Biogasanlagen großen Wert darauf, dass diese Bereiche ausreichend be- bzw. entlüftet werden. Zudem gibt es für einzelne Gebäudeteile spezielle Sicherheitskonzepte.

 

 

 

 

Die Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften betreuen die Biogasanlagen, die ganz oder überwiegend durch bäuliche Anteilseigner betrieben werden. Hierunter fallen in Niedersachsen die überwiegende Mehrzahl aller bestehenden Biogasanlagen.

Die Vertreter von Polizei und insbesondere der Feuerwehr waren von den bereits vorhandenen Sicherheitskonzepten angenehm überrascht. Sie konnten aber auch bei der Besichtigung der Biogasanlage auf dem Betrieb von Herrn Zein noch viele praktische Information für ihre Arbeit mitnehmen.

 


15.02.

Kurt Beck als Hauptredner

beim 3. Braunschweiger Bauerntag

Der Bauernverband Braunschweiger Land e. V. und der Nds. LandFrauenverband Bezirk Braunschweig luden gemeinsam zum 3. Braunschweiger Bauerntag ein und mehr als 400 Gäste sind dieser Einladung in den Avalon Hotelpark Königshof nach Königslutter gefolgt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Gerhard Schwetje, stellvertr. Vorsitzender des Bauernverband Braunschweiger Land e. V., der die zahlreichen Vertreter aus Politk, Kultur und Verwaltung sowie die anwesenden Landwirte und Landfrauen herzlich willkommen hieß.

Nach dem freundlichen Grußwort von Königslutters Bürgermeister Ottomar Lippelt stellte Brigitte Scherb, Vorsitzende des Nds. LandFrauenverband e. V., ganz klar heraus, dass das Bild, welches man mit einer Bäuerin verbindet, bei weitem nicht das einer kopftuch-, gummistiefel- und kittelschürzetragenden Person ist, die zwischen Kühe melken, Kinder hüten, Hühner füttern und Küche hin- und herpendelt. Vielmehr seien die Landwirtinnen von heute Unternehmerinnen, die neben dem "Familienmanagement" auch in den Bereichen Direktvermarktung/Tourismus, betriebliche Buch-führung, Öffentlichkeitsarbeit u. v. a. m. den Durchblick haben und damit dem Familienbetrieb zum Erfolg verhelfen.

Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender der Bauernverband Braunschweiger Land e. V., thematisierte neben den Schwerpunkten Zuckermarktordnung und Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen auch den Wunsch, die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft zu verbessern und den Bürokratieabbau voranzutreiben. Deutlich wurde jedoch auch, dass die Landwirte in unserer Region keine Angst vor neuen Harausforderungen haben und auch weiterhin ihre Hauptaufgabe in der Produktion von Nahrungsmitteln sehen.

 

 

 

Der mit Freude und großer Spannung erwartete Vortrag des Hauptredners Kurt Beck, SPD-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, kam bei den über 400 Gästen sehr gut an. Kurt Beck verstand es, die Anregungen und Wünsche an die Politk seines Vorredners Jürgen Hirschfeld aufzugreifen und sofort darauf einzugehen.

Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass dieser 3. Braunschweiger Bauerntag seinen Erwartungen mehr als gerecht geworden ist.

 

Kurt Beck trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Königslutter ein (v. l.: Volker Meier u. Jürgen Hirschfeld vom Bauernverband Braunschweiger Land e. V., Kurt Beck, Ottomar Lippelt)                           Foto: Werner Gantz

 

 

Foto: Robert Eckhardt (Eckhardt GmbH, Land- u. Gartentechnik, Helmstedt)


13.02.

“Sind bereit, uns dem Wettbewerb zu stellen!" Geplante Abschaffung der Milchquote bis zum Jahr 2015 stellt Landwirte vor neue Herausforderungen

 

Die von der Europäischen Union geplante Abschaffung der Milchquotenregelung war das zentrale Thema der 6. Südniedersächsischen Milchtagung, die am vergangenen Donnerstag in Seesen stattfand.

Seesen (uk). Zu der Tagung konnte Landvolk-Vorsitzender Jürgen Hirschfeld neben zahlreichen Landwirten aus der Region mit Dr. Rudolf Schmidt vom Deutschen Bauernverband, Dr. Ralf Paeschke, Ministerialdirigent im Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium und Jörg Schomborg, Leiter der Bezirksstelle Osnabrück der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hochrangige Experten begrüßen, die das Thema “Abschaffung der Milchquote" aus verschiedenen Blickwinkeln betrachteten. Auch der Bundestagsabgeordnete Jochen-Konrad Fromme (CDU) und MdL Rudolf Götz (CDU ) waren zu der Tagung gekommen, um mit den Landwirten über aktuelle Sorgen und Nöte zu diskutieren, Es wird derzeit damit gerechnet, dass die Milchquote im Jahr 2015 ausläuft, auch vor dem Hintergrund, dass die von ihr erwarteten Ziele, nämlich höhere beziehungsweise stabile Preise, Marktgleichgewicht, flächendeckende Milcherzeu-gung in der Vergangenheit nicht erreicht werden konnten. Nach der Agrarreform im Jahr 2005 haben immer mehr Stimmen eine Aufhebung der Milchquotierung gefordert, so unter anderem auch die dänische EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel. Inzwischen wird fest von einem Auslaufen der Milchquote spätestens im Jahr 2015 ausgegangen.

Der Milchmarkt, so erklärte Jürgen Hirschfeld gegenüber dem “Beobachter" werde sich dann weltweit öffnen. Dass die Quotenregelung abgeschafft wird, sieht Hirschfeld dabei auch als Chance: “In vielen Bereichen ist sie eine Belastung. Wir haben jetzt acht Jahre Zeit uns darauf einzustellen, frei produzieren zu können, und sehen gute Chancen, zukünftig im weltweiten Milchmarkt eine gute Rolle zu übernehmen." Im Zuge der Milchtagung wurde deutlich, dass sich die Bauern in der Region auf die neuen Marktgegebenheiten rechtzeitig einstellen sollten. Große Potenziale sehen die Landwirte derzeit auch im asiatischen Markt. Speziell hier rechne man in den kommenden Jahren mit einer stark ansteigenden Nachfrage nach Milchprodukten.

Aufgrund der in der EU sehr hohen Produktionsanforderungen (Umwelt- und Tierschutz) fordern die Milchviehhalter aber gleichzeitig auch einen Ausgleich seitens der EU, um den Nachteil gegenüber den anderen milchproduzierenden Ländern auf der Welt aufzuheben.

Derzeit, so machte Jörg Schomborg von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen deutlich, könne man allein von der Milch eher schlecht als recht leben. Die 30 Cent pro Kilogramm Milch stellen die Landwirte weiterhin vor massive Probleme. Wie Schomborg erörterte, haben selbst sehr gut wirtschaftende Betriebe einen jährlichen Fehlbetrag von rund 5000 Euro auszugleichen, bei durchschnittlich wirtschaftenden Betrieben liege dieser um ein Vielfaches höher. Vor diesem Hintergrund erwarten die Landwirte auch eine Erhöhung der Milchpreise um rund fünf Cent pro Kilogramm Milch. Die Molkereien als Abnehmer der produzierten Milch, dürften sich von den Discountern nicht erpressen lassen, sondern intensive Verhandlungen führen, um dann auch die Landwirte partizipieren zu lassen, so Hirschfeld.

 

 

 

 

                        Beobachter-Info:

                          “Milchquote"

 

Im Jahre 1984 führte die Europäische Union eine Quotenregelung ein, um die Milchproduktion innerhalb der Europäischen Union zu reglementieren und so einen Preisverfall bei Milcherzeugnissen zu verhindern. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies, dass ein Milchproduzent nicht mehr Milch verkaufen darf, als sein Milchkontingent beträgt. Wenn ein Betrieb die Produktion erweitern möchte, kann er weitere Kontingente von anderen Landwirten erwerben. Mit dieser Entscheidung hatten die EU-Agrarminister nicht nur die volkswirtschaftlichen Eckdaten für den Zweig der Milchwirtschaft deutlich verändert, sondern auch den marktwirtschaftlichen Spielraum und die regulierende Funktion des Milchpreises durch den planwirtschaftlichen Ansatz einer Mengenbegrenzung eingeschränkt.

In der ganzen EU hat seitdem jeder einzelne Milcherzeuger eine ihm auf der Basis verschiedener Kriterien zugewiesene Referenzmenge (Milchquote) für die Belieferung pro Milchquotenjahr (1. April bis 31. März) zur Verfügung. Daran geknüpft ist auch ein maximal zulässiger Fettgehalt der angelieferten Milch. Mit den Entscheidungen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (Agenda 2000), überarbeitet im Jahre 2003, wurde die Milchmengenregelung zunächst bis 2014/15 verlängert. Ziel ist es jedoch, ein Auslaufen der Mengenregelung herbeizuführen.

 

 

v. r.: Wilfried Schaper-Jesussek (Vorsitzender Landvolk Kreisverband Salzgitter), Jürgen Hirschfeld, Jörg Schomborg, Dr. Ralf Paeschke, Jochen-Konrad Fromme, Rudolf Götz, Hartmut Danne (Vorsitzender Landvolk Kreisverband Osterode)

 

Text & Foto: Ulrich Kiehne, Seesener Beobachter


12.02.

 

Landvolk und Landfrauen richten 3. Bauerntag aus

KÖNIGSLUTTER.   Gemeinsam haben der Niedersächsische Landfrauenverband e.V. im Bezirk Braunschweig und der Bauernverband Braunschweiger Land e.V. im Niedersächsischen Landvolk den 3. Braunschweiger Bauerntag vorbereitet. Er findet am Donnerstag, 15. Februar, um 11.30 Uhr im Avalon Hotelpark Königshof in Königslutter statt. Schon eine Stunde vorher ist Einlass in den Saal mit der Möglichkeit die Ausstellungen zum Beispiel neueste Technologie, Energie aus nachwachsenden Rohstoffen und den Stand Milchland Niedersachsen zu besichtigen. 

Landwirtschaft im Blickwinkel der Politik, ist das Thema des Hauptredners Kurt Beck, SPD-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Wie von Hannes Schwarz von der SPD-Bundespressestelle in Berlin zu erfahren war, hat Kurt Beck bei der Grünen Woche in Berlin mit dem Landvolkpräsidenten Sonnleitner ein Gespräch geführt und sich über die aktuelle Situation der Landwirtschaft gut informiert.  

Über die Gegebenheiten vor Ort fand in der vergangenen Woche ein Besichtigungstermin mit Helge Friedrich von der SPD-Zentrale, Manager für Veranstaltungen aller Art, im Königshof statt. „Alle Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, war die Aussage von Landvolk-Geschäftsführer Volker Meier.

Die Eröffnung und Begrüßung wird der stellv. Vorsitzende des Bauernverband Braunschweiger Land e. V. Gerhard Schwetje vornehmen und das Schlusswort übernimmt sein Kollege Gerhard Rott. Der Vorsitzende Jürgen Hirschfeld spricht über „Landwirtschaft im Wandel im Braunschweiger Land.“ Königslutters Bürgermeister Ottomar Lippelt wird ein Grußwort an die beinahe 400 zu erwartenden Teilnehmer richten.

 

 

 

 

„Zwischen Bäuerin und Unternehmerin“, ist das Thema des Vortrages der Vorsitzenden der Nieders. Landfrauen Brigitte Scherb. Den musikalischen Rahmen übernimmt das Ensemble der Kreismusikschule Helmstedt.

Volker Meier und Helge Friedrich vor dem Veranstaltungs-hotel bei der Klärung von Organisationsfragen.

 

Text & Foto: Werner Gantz


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 01.02.2007 -

Braugerstenanbauer werden umworben


Lagerbestände sind weltweit leergefegt – Preise 30 Prozent höher als im Vorjahr

 

L P D - Die Zapfhähne in den Kneipen werden sicherlich nicht leer laufen, aber der Rohstoff für die Bierbrauer ist zurzeit weltweit knapp: Braugerstenanbauer werden wieder umworben. Dies wurde nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes auf der Braugerstenschau in Peine deutlich. Im vergangenen Jahr hatte die Witterung die Erträge heftig beschnitten, mit einer Gesamterzeugung von 65.000 t Braugerste haben die Landwirte in den klassischen Anbauregionen der Lüneburger Heide einen historischen Tiefststand erreicht. Im Jahr 1999, dem bisher besten Jahr für die Braugerste, lag die Produktion mit 250.000 t fast viermal so hoch. Und selbst mit dieser Menge können die hiesigen Erzeuger den Bedarf der Mälzereien als Verarbeitungsindustrie noch nicht decken: 360.000 t Braugerste benötigen sie zur Malzherstellung für die Bierbrauer. Erstmals seit vielen Jahren schlägt sich das knappe Angebot auf die Preise nieder. Für die im Frühjahr bevorstehende Aussaat und Ernte im Sommer 2007 können Landwirte ihre Braugerste über Vorverträge zum Preis von 160 Euro/t verkaufen. Obwohl viele Landwirte ihre Flächen bereits für Bioenergie, Winterroggen oder andere Feldfrüchte verplant haben, rechnet Hans Jürgen Seele als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Niedersächsischen Braugerstenanbaues wieder mit einem wachsenden Interesse der Erzeuger. „Die Phase der Tiefstpreise ist vorbei“, prognostiziert Seele, „die Rentabilität der Braugerste steigt wieder“.

 

Und dass die Niedersachsen in der Braugerstenerzeugung ihr Handwerk verstehen, bewies erneut die hohe Qualität der vorgestellten Partien bei der Braugerstenschau in Peine. Als Bester wurde Holger Leiffer aus Hornhof im Landkreis Celle für eine Probe der Sorte „Barke“ ausgezeichnet. Für die kommende Aussaat empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft die Sorten „Braemar“ sowie „Christina“ und „NFC Tipple“. Die Kunst des erfolgreichen Braugerstenzüchters besteht darin, die Wünsche der Verarbeiter nach guten Verarbeitungsqualitäten und der Landwirte nach hohen Erträgen gleichermaßen zu erfüllen.
 

02.02.

Morgens halb sechs in Wolfenbüttel

 

Zu einem Gedankenaustausch in "Richters Altstadtbäckerei" hatte Landtagsmitglied Frank Oesterhelweg (2. v. r.) von der CDU-Fraktion eingeladen. Dieser Einladung folgten (v. l.) Ralf Mühlenkamp (Ortsbürgermeister von Ahlum), Gerhard Schwetje (Kreislandwirt in Wolfenbüttel) und Ulrich Löhr (Vorstandsmitglied im Bauernverband Braunschweiger Land e. V.). Rechts im Bild Bäcker- und Konditormeister Carsten Richter.

 

 

 

Diskutiert wurden u. a. die Themen Getreide-vermarktung, Hygieneverordnung in Bäckereien und deren Auswirkung auf die Landwirtschaft und welche gemeinsamen Vermarktungschancen bestehen.

 


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 25.01.2007 -

Grüne Berufe – mit uns wächst die Zukunft
Berufswettbewerb der niedersächsischen Landjugend startet am 6. Februar

 

L P D - Am 6. Februar ist es soweit - der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend 2007 beginnt in Niedersachsen. Unter dem Motto „Grüne Berufe – mit uns wächst die Zukunft“ messen sich mehr als 2.000 niedersächsische Auszubildende an 40 Standorten beim Vorentscheid in ihren Fachrichtungen. Nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes werden bundesweit rund 10.000 Auszubildende ihre beruflichen Kenntnisse in den Bereichen Haus-, Land-, Tier- und Forstwirtschaft sowie Weinbau in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Zum ersten Mal ist auch die Sparte Tierwirt dabei. Anschließend folgt am 15. März der Gebietsentscheid in Brake und Celle. In der dritten Runde am 12. und 13. April werden in Nienburg die besten Lehrlinge auf Landesebene ermittelt, die sich damit für den Bundesentscheid des Berufswettbewerbes vom 21. bis 25. Mai in Iden in Sachsen-Anhalt qualifizieren.

 

Der Berufswettbewerb bietet dem ländlichen Berufsnachwuchs die Chance, sich mit anderen zu messen, prüfungsähnliche Situationen zu üben und den Ausbildungsberuf in der Öffentlichkeit darzustellen. Neben dem fachlichem Wissen werden aber auch die so genannten „Soft Skills“, wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, im Berufsleben immer wichtiger. Die Fachschüler – Landwirtschaft lösen daher alle Aufgaben im Team. Die landwirtschaftlichen Auszubildenden müssen einen Vortrag zum Thema „Anschaffung eines neuen Schleppers“ formulieren und präsentieren, die hauswirtschaftlichen Auszubildenden werden eine vitaminreiche Mahlzeit für zwei Personen in einer Jugendherberge zubereiten und die Auszubildenden in der Forstwirtschaft sollen ihr Können mit der Motorsäge in fünf praktischen Teilaufgaben beweisen.

 

Mit dem Berufswettbewerb soll die Lust an Weiterbildung im fachlichen und persönlichen Bereich geweckt werden. Denn qualifizierter, selbständig arbeitender Berufsnachwuchs wird in der Land-, Forst- und Hauswirtschaft benötigt. „Zum Anfang ging es vor allem ums Gewinnen, aber auf Bundesebene merkten wir immer mehr, wie viel wir Teilnehmer uns geben können“, sagte Ulrike Kehl, 2005 Viertplatzierte in der Sparte Hauswirtschaft. Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend, der 2007 bereits zum 28. Mal stattfindet, steht unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Getragen wird er vom Deutschen Bauernverband e.V., dem Bund der Deutschen Landjugend und dem Deutschen Landfrauenverband. Auf die Sieger warten wertvolle Sach- und Fortbildungspreise. Weitere Informationen zum Berufswettbewerb 2007 gibt es bei den Berufs- und Fachschulen sowie den regionalen Bauern- und Landjugendverbänden.

 

 

15.01.

 

Versorgung interessierter Abnehmer mit meiner Wärme

HELMSTEDT.   Der Landvolk-Bezirksverband Braunschweig hatte Landwirte zu einem Seminar in das Geschäftshaus von Lange & Typky in Helmstedt am Holzberg eingeladen. 15 Teilnehmer fanden sich ein, um über das Thema „Wärmecontracting für Neueinsteiger“ informiert zu werden.

Es referierten Landvolk-Geschäftsführer Volker Meier und Hans-Werner Teuber von dem finnischen Unternehmen Ala Talkkari aus Hellanmaa. „Die Versorgung von interessierten Abnehmern mit meiner Wärme“, wurde den Landwirten als Ziel der Unternehmungen suggeriert. In der Tat sei die Energiegewinnung aus Biomasse besonders lohnend, wenn neben dem Stromverkauf auch Wärme als weitere Einnahmequelle abgesetzt werden kann. In den Seminaren des Landvolks wird die ganze Palette der Möglichkeiten erörtert.

Der Verband geht bereits mit der Vision „Vom Landwirt zum Energiewirt“ in die zweite Runde und vermittelt Chancen und Risiken in diesem neuen Bereich der Wertschöpfungsmöglich-keiten.

Die Vorteile liegen in den Einsatzmöglichkeiten diverser nachwachsender Rohstoffe mit dem Ziel die Wirtschaftlichkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu erhalten und wenn möglich zu verbessern. Wie finde ich kompetente Wärmeabnehmer? In diesem Bereich fehlt noch die gewünschte Sicherheit. Objekte wie zum Beispiel das Freibad in Räbke, es wird bereits von einem Landwirt mit Wärme aus Biomasse versorgt, sind die begehrten Abnehmer.

Text & Foto: Werner Gantz

 

 

 

Mit der technischen Ausstattung für Heizanlagen mit nachwachsenden Rohstoffen hat sich Martin Kopp vom Helmstedter Traditionshaus befasst und spezialisiert. Zusätzlich will er für Norddeutschland zentral ein Ersatzteilmanagement für die Finnen in Helmstedt einrichten. Niedersachsen und Nordhessen wird dabei eingebunden und so entstehen hier in der Kreisstadt weitere Arbeits-und Ausbildungsplätze.

Eine Reisegruppe mit Volker Meier wird in der vierten Kalenderwoche für einige Tage in Finnland sein, um eine weitere Möglichkeit der Energiegewinnung selbst in kleinsten Einheiten kennen zu lernen. Abgase von Heizanlagen werden dort schon genutzt, um einen Generator anzutreiben, der Strom für den eigenen Haushalt liefert. Der Nebeneffekt sind sogar CO² - Einsparungen (Verringerungen).

Martin Kopp und Volker Meier demonstrieren in der eigenen Heizanlage des Geschäftshauses in Helmstedt den Einsatz von Holzschnitzeln. Nur Überschussprodukte sollen zur Verbrennung forciert werden. Die Lebensmittelproduktion soll damit keine Einschränkung erfahren .


05.01.

Kurt Beck (SPD) kommt im Februar zum Bauerntag

 

KÖNIGSLUTTER.    Der Bauernverband Braunschweiger Land im Niedersächsischen Landvolk plant gemeinsam mit den Landfrauen in Königslutter im Hotel Königshof am 15. Februar 2007 einen regionalen Bauerntag mit einigen Fachvorträgen. Als Gastredner hat der Bundesvorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) Kurt Beck seine Zusage gegeben.

Der zurzeit sehr maßgebliche SPD-Politiker hat auch als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz großen Anteil an politischen Entscheidungen. „Es wird interessant sein, über aktuelle politische Vorgänge in Berlin von ihm direkt hier vor Landwirten etwas zu erfahren“, sagen die Organisatoren der Veranstaltung, die Helmstedter Kreisvorsitzende der Landfrauen Ursula Deters aus Räbke, Geschäftsführer Volker Meier aus Bornum und die Kreislandwirte (Helmstedt) Gerhard Rott aus Scheppau und Gerhard Schwetje (Wolfenbüttel) aus Cramme. Der Bezirksvorsitzende Jürgen Hirschfeld aus Seesen wird die Situation der Landwirtschaft in dieser Region hier vortragen und die Landesvorsitzende der Niedersächsischen Landfrauen Brigitte Scherb aus Hannover wird aus ihrer Sicht über Frauen im ländlichen Bereich und landwirtschaftliche Belange berichten.

Text & Foto: Werner Gantz

 

 

 

Um dem Berufsstand das erforderliche Gehör zu verschaffen und die Mitglieder hautnah zu informieren, finden die regionalen Bauerntage in zeitlichen Abständen statt. Das bevorstehende Treffen der Landwirte und einer Vielzahl geladener Gäste ist das Dritte dieser Art. Der Bauernverband Braunschweiger Land hat rund 3.000 Mitglieder in den Landkreisen Goslar, Helmstedt und Wolfenbüttel und in den Städten Braunschweig und Salzgitter.

Sie zeichnen für die Durchführung des 3. Bauerntages verantwortlich. v. l.: Gerhard Rott, Volker Meier, Gerhard Schwetje und Ursula Deters.


 

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Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 06.12.2006 -

Aufbruchstimmung beim Getreidetag
Optimistische Erwartungen an den Weltmarkt – Hilse beklagt Politikeinfluss

 

L P D - Erstmals stand beim 12. Braunschweiger Getreidetag des Landvolks Niedersachsen und des Landvolk-Bezirksverbandes Braunschweig in Wolfenbüttel der Weltmarkt mehr im Vordergrund als der Binnenmarkt. Den neuen Rahmenbedingungen stellen sich die Bauern mit einigem Optimismus, wie der Getreidetag zeigte. Die Märkte seien zurzeit weltweit leergefegt, stellte Landvolkpräsident Werner Hilse fest und war zuversichtlich, dass die positive Entwicklung noch einige Jahre anhalten werde. Er zitierte Prognosen, wonach sich der weltweite Verbrauch an Nahrungskalorien bis 2050 verdoppeln werde, während Ertragssteigerungen natürliche Grenzen gesetzt seien. Es sei deshalb für die deutsche Landwirtschaft sinnvoller, die lukrativen Exportmärkte zu erschließen, statt für einen „Geiz-ist-geil-Markt“ zu produzieren. Dies sei jedoch ohne den gegenwärtig im Schussfeld stehenden Absatzfonds nicht so einfach, unterstrich Hilse die Bedeutung der CMA.

 

Er beklagte jedoch, dass die Politik immer noch großen Einfluss auf das Marktgeschehen habe. So dürfe die positive Marktentwicklung nicht durch Exportlizenzen ausgebremst werden. Auch sei die Intervention zwar zurzeit noch unverzichtbar, auf längere Sicht aber „hat sie in einem freien Markt nichts zu suchen“. Unübersehbar war aber bei den Teilnehmern des Getreidetages die Sorge, dass die EU-Erzeuger zwar in Überschussjahren schlechte Preise, bei guten Weltmarktbedingungen aber durch Exportbarrieren keine guten Preise erzielen könnten. Hilse forderte deshalb „globale Marktfreiheit“. Im Rahmen des im kommenden Jahr anstehenden „Gesundheitschecks“ der Agrarreform müsse abgeschafft werden, was die Landwirtschaft derzeit noch gängele. So gehöre beispielsweise die Flächenstilllegung eigentlich der Vergangenheit an.

 

Bereits jetzt habe die weltweite Versorgungslage zu höheren Getreidepreisen in Deutschland geführt als 2003, als die heimische Erntemenge noch geringer war, stellte der Getreideexperte des Deutschen Bauernverbandes, Dr. Jens Rademacher, fest. Zukünftig erwartete er eine weitere Verschärfung der Verknappung, zumal nicht nur in Deutschland, sondern weltweit ein starker Ausbau der Bioenergie erkennbar sei, der die Konkurrenz zwischen Nahrungs- und Rohstoffproduktion erhöhe. Auch dies stimme die Landwirtschaft optimistisch für die kommenden Jahre. Mit dem Schrumpfen der Lagerbestände müsse aber auch mit stärkeren Preisausschlägen nach oben und unten gerechnet werden, warnte der Göttinger Agrarökonom Prof. Enno Bahrs. Umso mehr würden die Märkte auf „Husten“ auch der kleineren Anbieter am Weltmarkt reagieren. Ob Nahrung oder Nonfood-Produktion – jeder müsse das machen, was er am besten könne und was zum Standort passe, riet Bahrs den Bauern. Dabei sollten sie sich nicht zu sehr an stark subventionierte Märkte koppeln und sich nicht zu langfristig binden, sondern ihre Flexibilität erhalten.

 

 

01.12.

 

Zwölfter Braunschweiger Getreidetag

WOLFENBÜTTEL.   Werner Hilse, Präsident vom Landesbauernverband e.V., Landvolk Niedersachsen wiederholte seine vorjährige Ansage beim 12. Braunschweiger Getreidetag in der Lindenhalle in Wolfenbüttel: Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, ist es eine Freude Landwirt zu sein!

Veränderte Lebensbedingungen allgemein und in asiatischen Ländern haben zu einer erhöhten Nachfrage geführt und dieser Trend wird anhalten. So lauten jedenfalls die Prognosen, weil der Weltmarkt diese Zeichen setzt. Eine Verdoppelung des Kalorienbedarfs bis zum Jahr 2050, so lauten die Vorhersagen, berichtete der Präsident. Die Grenzen der Erträge auf den Äckern werden durch fehlende Niederschläge aufgezeigt, so geschehen in der Ernte 2006. Die Märkte seien trotz hoher Preise leergefegt und der Verbrauch übersteigt die Produktion. So stellte Werner Hilse die Frage in den Raum: „Gehören Flächenstilllegungen der Vergangenheit an?“ Von der Intervention wolle er sich dennoch nicht trennen, weil eine Auffanglinie zunächst noch gebraucht wird.

Der Vorsitzende des Landvolk Bezirksverband Braunschweig e.V., Jürgen Hirschfeld, sagte eingangs, dass die Landwirte trotz der guten Zukunftsaussichten derzeit nicht auf Ausgleichszahlungen verzichten können. „Wir haben höhere Auflagen im Umweltbereich und im Sozialsektor“, erklärte er. Die Landwirte seien derzeit in die Ecke gedrängt, wegen der Biogas- und Wärmeanlagen, Energieerzeuger der Zukunft zu sein. Und weiter dazu: „Wir werden aber auch weiterhin hauptsächlich Lebensmittelproduzenten sein.“

 

Dr. Jens Rademacher vom Deutschen Bauernverband trug zum Thema „Aktuelle Fragen der Getreidewirtschaft“ vor. Nach 50 Jahren Marktordnung stellte er die Frage: „Bleibt alles so wie bislang?“ Die Energieschiene hat eine neue Richtung vorgegeben. 2015 werde es eine Flächenbindung von 3,2 Millionen Hektar durch Biokraftstoff geben. Deshalb werde es in Deutschland, in der europäischen Union, ja selbst in den USA Biomassenaktionspläne geben müssen, um die Nahrungsmittelversorgung zu sichern.

Text & Foto: Werner Gantz

 

 

 

Für den Getreideweltmarkt, der gierig nach Mengen schreit, ist China bedeutsam. Höhere Erzeugerpreise seien die Folge, aber es sei auch zu bedenken, dass die Betriebsmittelpreise in der EU auch sehr hoch sind. Dr. Rademacher weiter: „Das Zittern beginnt, weil die Getreidebestände sinken. Sie reichen noch für zwei Monate.“

Ackerflächen für Food- oder Nonfood-Produktion, diese Aufgabenstellung beleuchtete Prof. Dr. Enno Bahrs aus dem Bereich angewandte landwirtschaftliche Betriebswirtschaftslehre von der Georg-August-Universität Göttingen. Seine Frage: „Wie viel Bioenergie sollen wir produzieren?“ Der Landvolkverband muss hier Hilfestellung geben. Er stellte fest: Eine Korrelation Ölpreis – Getreidepreis ist nicht da. Es müsse standortbezogen produziert werden und ein Austausch zwischen den Regionen stattfinden. Für Nonfood zu produzieren mache Sinn, denn nur so kann Deutschland weiter Technologie-Vorreiter sein.

 Der Vorsitzende des Ausschusses für pflanzliche Erzeugnisse im Landvolklandesverband Gerhard Rott wagte in der Zusammenfassung und im Schlusswort einen positiven Ausblick für den Bereich Landwirtschaft.

 

Die Referenten und die Organisatoren beim Pressefoto: v. l. Prof. Dr. Enno Bahrs, Werner Bosse vom Nds. Landesbauernverband, Dr. Jens Rademacher, Landvolk-Geschäftsführer Volker Meier vom Bezirksverband Braunschweig, Ulrich Löhr, Präsident Werner Hilse, Jürgen Hirschfeld, Gerhard Rott und Hauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann vom Bezirksverband Braunschweig.


Braunschweiger Zeitung - Helmstedter Ausgabe vom 28.11.

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 23.11.2006 -

Braunschweiger Getreidetag am 1. Dezember

L P D - Für Getreideanbauer im östlichen Niedersachsen inzwischen eine Traditionsveranstaltung: Zum zwölften Mal findet am 1. Dezember ab 9 Uhr der Braunschweiger Getreidetag statt, dieses Mal wieder in der Wolfenbütteler Lindenhalle. Bei dieser gemeinsam vom Bezirksverband Braunschweig und dem Landesverband des Landvolks Niedersachsen durchgeführten Informationsveranstaltung wird Landvolkpräsident Werner Hilse zum Auftakt einen Überblick über die Situation der Landwirtschaft in veränderten Märkten geben. Anschließend stellt sich Dr. Jens Rademacher vom Deutschen Bauernverband aktuellen Fragen der Getreidewirtschaft. Einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildet aber die Produktionskonkurrenz auf landwirtschaftlichen Flächen bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln oder Rohstoffen. Die Folgen der weltweit steigenden Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie nach Bioenergierohstoffen bekommen die niedersächsischen Landwirte bereits jetzt zu spüren: Abbau von Lagerbeständen und bessere Exportmöglichkeiten im Veredelungsbereich halten die Preise hoch und führen zur Aufstockung von Tierbeständen, die mit Futtermitteln zu versorgen sind. Zugleich steigt die Nachfrage nach Rohstoffen für den Nonfood-Bereich. Allein der Anbau von Raps und Mais hat in den vergangenen fünf Jahren um 130.000 Hektar zugenommen – mehr als die gesamte Brachefläche ausmacht. Diese schnellen und umfangreichen Verschiebungen im Anbau werfen Fragen auf, die sehr differenziert beantwortet werden sollen. Dazu nimmt Prof. Enno Bahrs von der Universität Göttingen Stellung.

 

Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum Ernährung Landwirtschaft und Verbraucher-schutz - Pressestelle -

Hannover, den 16.11.2006

4. Fachkongress "Leitlinien der niedersächsischen Landesentwicklungspolitik 2006"

 

Hannover. Themenschwerpunkt der Veranstaltung ist in diesem Jahr die Modernisierung der Raumordnung und Landesentwicklung. Dabei werden u.a. neue Leitbilder für die Raumentwicklung in Deutschland und Europa vorgestellt, die Evaluierungsergebnisse der niedersächsischen Raumordnung präsentiert und zudem wird die neue Förderperiode 2007-2013 beleuchtet. Als Teilnehmerkreis werden für den Fachkongress ca. 250 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Landkreisen, Städten und Gemeinden Verbänden, Wissenschaft und Politikberatung erwartet.

 

Die Veranstaltung beginnt am 23.11.2006 um 10.15 Uhr im großen Festsaal des Alten Rathauses in Hannover mit mehreren Vorträgen. Während der Mittagspause zwischen 12.15 und 13.30 Uhr stehen die Referenten für Einzelgespräche zur Verfügung.

Ab 14.00 Uhr besteht die Möglichkeit, an der Podiumsdiskussion mit Vertretern aller vier Landtagsfraktionen teilzunehmen. Gegen 16.00 Uhr steht Minister Ehlen für Pressefragen zur Verfügung.

 

Das komplette Programm kann über die Pressestelle abgefordert werden.

 

13.11.

Mitgliederversammlung des ZJEN

Auch in diesem Jahr folgte eine Delegation des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig der Einladung zur Mitgliederversammlung des ZJEN (Zentralverband der Jagdgenossen-schaften und Eigenjagden in Niedersachsen e. V.) nach Bad Fallingbostel.

Unter das Thema "Jagdgesetzgebung nach der Föderalismusreform - Chancen und Risiken für Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer" hatte Gastredner Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundes-ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, seinen Vortrag gestellt.

 

 

 


28.10.

 

Erfolgreiche Fachmesse „Heizen mit Holz“ in Fuhrberg

HELMSTEDT.    „Heizen mit Holz“ war das Thema der Fachmesse auf dem Wasserwerksgelände der Stadtwerke (Enercity) in Fuhrberg bei Hannover. Ausrichter war die Landwirtschaftskammer Hannover und gab damit Zulieferern, Herstellern und Verbrauchern eine Plattform über die aktuell im Trend liegende Energiegewinnung. 

Beachtlich war die Besucherzahl mit rund 6.000 aus der Umgebung der Region Hannover. 90 Aussteller aus Deutschland und dem benachbarten Ausland zeigten wie Energie aus Holz und weiteren nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden kann.

Vom Vorstand der Stadtwerke kündigte Harald Noske an, dass Enercity sich weiter auf dem Pfad der Biomasse bewegen wird, weil gerade im ländlichen Raum sich Verbraucher als Alternative zu Gas und Öl im Bereich Holz orientieren.

Er nannte Zahlen: Während jährlich in Deutschlands Wäldern etwa 100 Millionen Kubikmeter Holz nachwachsen, werden nur 30 entnommen. „Die Wertschöpfung bleibt in der Region, erhalten oder schaffen Arbeitsplätze und belasten nicht die Umwelt mit Schadstoffen“, stellte der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Henning Ziegenmeier fest. 

Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium zeigte sich informiert und dem neuen Trend zugeneigt. Er zeigte die Problematik der Erlössituation landwirtschaftlicher Produkte auf und verwies auf die Möglichkeiten der Betriebe neue Wege zu gehen, die da lauten: Vom Landwirt zum Energiewirt!

Den technologischen Fortschritt stellten die finnischen Partner heraus. Regional deckt den Part der Präsentation Martin Kopp von dem Traditionsunternehmen in Helmstedt Lange & Typky ab.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Landvolkverband als Mittler zwischen den Herstellern der Technik, den Energielieferanten und den Verbrauchern. „Die Thematik ist auf einem guten Weg und befindet sich erst in einem Anfangsstadium mit guten Zukunftsaussichten“, betonte Landvolk-Geschäftsführer Volker Meier.

Text: Werner Gantz

1. Reihe v.r.: Antti Ala-Talkkari (Firma Ala-Talkkari), Denise Niehoff, Thea Meier, Hagen Meier, Landwirt Hartmut Günther aus Ochsendorf, Ari Koskivaara (Geschäftsführer Exportbüro Farmer, Helsinki)

2. Reihe v.r.: Volker Meier, Mikko Ala-Talkkari (Firma Ala-Talkkari), Hans-Werner Teuber (Firma Ala-Talkkari), Martin Kopp (Firma Lange & Typky)

Jörg Oppermann (Firma Hoop GmbH) und Landvolk-GF Volker Meier

Holzeinschlag und Transport mit modernen Geräten


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 05.10.2006 -

Landvolk macht Bioenergie zur eigenen Sache
Viele Chancen und Risiken – Bereits zahlreiche Aktivitäten im Verband

 

L P D – Niedersachsens Landwirte haben Bioenergie als große Chance für die Zukunft erkannt: Ungefähr 500 Biogasanlagen sind nach Angaben des Landvolks Niedersachsen bereits in Betrieb, weiter 150 bis 200 Anlagen sind in Planung und Bau. Das Potenzial wird vom Verband sogar auf 1.200 bis 1.500 Anlagen geschätzt. Auf 65.000 Hektar (ha) wächst Raps für Biodiesel und Pflanzenöltreibstoff, weitere Zukunftsperspektiven bietet ein Pilotprojekt für ein neues Herstellungsverfahren von Ethanol, für das ungefähr 800.000 ha Stroh gebraucht werden. Damit werden neue Märkte und Wertschöpfungspotenziale für die Landwirte erschlossen. Dennoch berge die Entwicklung auch einige Gefahren, stellte Landvolkpräsident Werner Hilse kürzlich bei einer Tagung des Verbandes in Verden fest.

 

Durch gesetzliche Maßnahmen werde der Markt „dramatisch bewegt“, sagte Hilse und kritisierte insbesondere die neuen steuerlichen Regelungen bei Biokraftstoffen. So werde durch den Beimischungszwang zum Mineraldiesel lediglich die Hälfte der vorhandenen Produktionskapazität von Biodiesel gebunden, während der Reinkraftstoff beim vollen Steuersatz wohl nicht mehr gekauft werde. Auch komme es zu einer zunehmenden Konkurrenz um die Flächen für die Erzeugung von Nahrung auf der einen und von Biomasse zur Energiegewinnung auf der anderen Seite. Dies werde zwar die Wirtschaftlichkeit etwa von Biogasanlagen schmälern, führe aber auch zur erwünschten Marktentlastung. In der Beratung und Betreuung der Landwirte, aber auch in der Hilfestellung bei der Finanzierung von Bioenergieanlagen sah Hilse ein wichtiges Aufgabenfeld für den Verband. Hoffnung setzte er auch auf die Pflanzenzüchtung. Hier sei beim Energiemais sogar ohne Gentechnik in den nächsten Jahren eine Steigerung der Erträge um bis zu 100 Prozent zu erwarten.

In vielen Bereichen hat der Verband bereits Aktivitäten in diese Richtung angeschoben, so etwa im Gebiet des Kreisverbandes Gifhorn mit der Wittinger Biodiesel in der Form einer Genossenschaft, an der 300 Landwirte beteiligt sind. Dort werden jährlich 46.000 Tonnen Raps zu Pflanzenöltreibstoff und Biodiesel verarbeitet. Allerdings befürchtete auch Geschäftsführer Karl Niebuhr bei den jetzigen festen Steuersätzen einen Ausstieg aus der Reinkraftstoffvermarktung und forderte eine variable Anpassung der Besteuerung nach oben und unten in Abhängigkeit vom Marktgeschehen. Großes Engagement hat auch der Kreisverband Uelzen bei der Planung einer Produktionsanlage für Biokraftstoffe der zweiten Generation durch die Firma Choren entwickelt und viel Geld in umfangreiche Vorarbeiten investiert. Auf Dienstleistung setzt der Bezirksverband Braunschweig, der Hilfestellung bei der Planung, Genehmigung und Geschäftsführung von Bioenergieanlagen anbietet. Gerade die Hilfe in der Startphase derartiger Anlagen sei nervenaufreibend, aber notwendig, so die Erfahrungen des Bezirksverbandes.

 

23.+24.09.

Kartoffelmarkt in Wehnsen

Nach der Eröffnungsansprache besucht der Nds. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (Bild-mitte) auch den gemeinsamen Stand des Landvolk Kreisverbandes Peine und der Land-wirtschaftskammer Kreisstelle Peine.

 

Jetzt geht's dem Schaf an den Kragen!

 

Carl Lauenstein, Vorsitzender des Landvolk Kreisverbandes Peine, moderiert das

"Schafe-Scheren-Life"

 

Dem Geheimnis der Funktionsweise einer Rapsölpresse auf der Spur!

 

Übrigens: Aus der Ernte von 7,0 qm Raps kann man 1,0 Liter Rapsöl gewinnen!

 

Wilfried Henties (Vorstandsmitglied Landvolk Kreisverband Peine), Manuela Roffka (Geschäftsführerin des Landvolk Kreisverbandes Peine) und MdB Dr. Eva Möllring (CDU/CSU) sind in ein Rapsöl-Fachgespräch vertieft.

 

23.09.

Erntedankaktion in Wolfenbüttel

Unter dem Motto "Gesunde und hochwertige Nahrungsmittel" fand die vom Nds. Landvolk Bauernverband Braunschweiger Land e. V. und dem Arbeitskreis Junger Landfrauen Wolfenbüttel initiierte Erntedank-Veranstaltung Unter den Krambuden in Wolfenbüttel statt, die insgesamt sehr gut angenommen wurde.

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 21.09.2006

Vielseitige Zukunftschancen in der Agrarwirtschaft

Tagung des Ausschusses für Berufsbildung der Agrarwirtschaft

   

Enorme Anstrengungen werden künftig nötig sein, um den Bestand an qualifizierten Fach- und Führungskräften in den 14 „grünen Berufen“ zu sichern. Die demografische Entwicklung bei den Absolventen allgemeinbildender Schulen, der Generationswechsel in vielen Betrieben sowie die sich ständig veränderten Anforderungen der Gesellschaft stellen die Agrarbranche vor eine große Herausforderung. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) berichtete, ist am 13. und 14. September 2006 im Ausschuss für Berufsbildung der Agrarwirtschaft in Weinsberg umfassend über die Entwicklung der Lehrlingssituation in den Agrarberufen diskutiert worden. Unter Vorsitz von Karl Zwermann, Ehrenpräsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), fand ein reger Informationsaustausch über entsprechende Ausbildungsinitiativen statt.

 

Bundesweit leiste der Agrarbereich mit steigenden Ausbildungszahlen einen wichtigen Beitrag zur Minderung der Jugendarbeitslosigkeit. In den meisten Verbänden werde trotzdem das berufsständische Engagement ausgebaut, um mehr qualifizierte Schulabgänger für die Agrarberufe zu interessieren und möglichst alle betrieblichen Ausbildungsplätze zu besetzen, betonte der DBV. Neben der Berufsnachwuchswerbung gelte es, eine qualifizierte und zukunftsorientierte Aus- und Fortbildung für die landwirtschaftlichen Berufe anzubieten. Diese Bildungsinvestition eröffne dem Berufsnachwuchs vielseitige Zukunftsperspektiven, so der DBV. In diesem Zusammenhang wurden die bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung des im vergangenen Jahr novellierten Berufsbildungsgesetzes sowie der Stand aller Verfahren zur Neuordnung agrarischer Bildungsregelungen erörtert.

 

Der DBV unterstrich, dass die betriebliche Praxis als entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Berufsbildung auch in Zukunft gestärkt werden müsse. Bestrebungen zu mehr Staat oder Schule in der Berufsbildung seien daher nicht der richtige Weg. Vielmehr gelte es, auch weiterhin das verantwortungsvolle praktische Handeln im Mittelpunkt der beruflichen Aus- und Fortbildung zu verankern. Besonders betonte der Bildungsausschuss hierbei die Bedeutung der Meisterprüfung. Die Vertreter aller Agrarverbände bekräftigten die Auffassung, dass für die Zulassung zur Meisterprüfung nicht nur der vorherige Abschluss einer agrarischen Ausbildung unbedingt erforderlich sei, sondern auch eine ausreichende Berufspraxis.
 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 14.09.2006 -

Beim Biodiesel das EU-Ziel klar erfüllt
Am Kraftstoffverbrauch haben biogene Treibstoffe einen Anteil von 3,9 Prozent

 

L P D - Biokraftstoffe haben mittlerweile ihren Platz an der Zapfsäule erobert. Im vergangenen Jahr war ihr Anteil am gesamten Kraftstoffverbrauch in Deutschland mit 3,9 Prozent, das entsprach 2,56 Milliarden Litern, im Vergleich zu den mineralischen Treibstoffen zwar noch recht bescheiden, das EU-Ziel eines Mindestanteils von zwei Prozent wurde damit aber klar überschritten. Nahezu die Hälfte des gesamten Treibstoffverbrauchs in Deutschland entfiel allerdings auf Dieselkraftstoff mit einem Anteil von 48,9 Prozent oder 31,97 Milliarden Litern. Weitere 47,2 Prozent oder 30,85 Milliarden Liter entfielen auf Ottokraftstoff, also die verschiedenen Benzinsorten. Bis zum Jahr 2010 soll der Anteil der biogenen Treibstoffe weiter auf 5,75 Prozent steigen.

 

Mit Abstand wichtigster biogener Treibstoff ist der Biodiesel, auf den mit 2,06 Milliarden Litern allein 3,15 Prozent des mengenmäßigen Treibstoffverbrauchs entfielen. Fast die Hälfte des Biodiesels, nämlich 600.000 Tonnen (t), wurde dem mineralischen Diesel beigemischt. Weitere 680.000 t Biodiesel wurden von Nutzfahrzeugen an betriebseigenen Tankstellen gezapft. Hinzu kamen 276.000 t, die für Nutzfahrzeuge von öffentlichen Tankstellen bezogen wurden. Nur 244.000 t wurden von Pkws getankt. Zukünftig wird die Beimischung an Bedeutung gewinnen, während der Einsatz des reinen Biodiesels für Pkws zurückgehen dürfte, nachdem die Pkw-Hersteller keine Freigabe für neue Fahrzeuge mehr erteilen. Reines Rapsöl wird zwar zunehmend eingesetzt, weil hier aber noch motorentechnische Probleme bestehen, kam Rapsöl mit 213 Millionen Litern lediglich auf einen Anteil von 0,33 Prozent. Kaum stärker wurde Bioäthanol eingesetzt, das es mit 286 Millionen Litern auf einen Anteil von 0,44 Prozent brachte. Bioäthanol kann dem Benzin beigemischt werden, das Tankstellennetz für den Mischtreibstoff ist aber noch sehr dünn.

 

Mit der Einführung der Besteuerung für Biodiesel ist der Preisabstand zum mineralischen Diesel, der zuletzt bis zu 16 Cent betrug, wieder auf sieben Cent geschrumpft. Weil der reine Treibstoff damit recht unattraktiv geworden ist, befürchtet der Bauernverband das vorzeitige „Aus“ für Biodiesel. Gleichwohl ist Deutschland bisher Spitzenreiter bei der Biodieselproduktion: Die Hälfte der weltweit hergestellten Menge kommt aus Deutschland! Der Anteil von Biokraftstoffen am globalen Treibstoffverbrauch stieg von 33 auf 37 Milliarden Liter. Dabei dominiert in Brasilien und den USA allerdings Bioethanol.

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 14.09.2006

"Kraftstoffe der Zukunft 2006“

4. Internationaler Fachkongress für Biokraftstoffe in Berlin

 

Der Bundesverband BioEnergie und die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) veranstalten den 4. Internationalen Fachkongress für Biokraftstoffe. In diesem Jahr findet der Kongress „Kraftstoffe der Zukunft 2006“ am 27. und 28. November 2006 im Internationalen Kongresszentrum (ICC) in Berlin statt, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Ziel des Kongresses ist es, mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren und den notwendigen Handlungsbedarf aufzuzeigen. Der DBV weist darauf hin, dass der Fachkongress als bundesdeutsche und internationale Leitveranstaltung zum Thema Biokraftstoffe gilt und sich an alle nationalen und internationalen Marktpartner entlang der Wertschöpfungskette Biokraftstoffe richtet. Angesprochen sind Interessierte der Land- und Forstwirtschaft, dem Anlagenbau und den Biokraftstoffproduzenten über den Fahrzeugbau und die Biokraftstofflogistik bis hin zur Transportwirtschaft und den Verbrauchern.

 

Der Biokraftstoffmarkt in Deutschland zählt zu den dynamischsten Wachstumsmärkten innerhalb der erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa. In 2005 hatten die Biokraftstoffe in Deutschland bereits einen Anteil von 3,75 Prozent am Gesamtkraftstoffverbrauch und haben damit das angestrebte Ziel von 2 Prozent deutlich überstiegen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für diese Entwicklung sind günstige politische Rahmenbedingungen. So wirken sich Änderungen der Energie-, Agrar- der Umweltpolitik unmittelbar auf den weiteren Ausbau der unterschiedlichen Biokraftstoffmärkte aus. Mit der Verabschiedung des Energiesteuergesetzes und der geplanten Einführung einer Biokraftstoffquote in 2007 haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Thema des Fachkongresses ist dabei auch: Welche Impulse werden diese Änderungen für den weiteren Marktausbau geben? Das vollständige Programm finden Sie unter www.bauernverband.de/konkret_3440.html

 

08.09.

Glanzvoller „Grüner Ball 2006“ im Königshofsaal

KÖNIGSLUTTER.   „Ich glaube es tut uns ganz gut heute hier zusammen zu kommen, zu Feiern und gute Gespräche zu führen“, sagte Kreislandwirt Gerhard Rott am Sonnabend zu Beginn beim „Grünen Ball“ im Saal des Avalon Hotelparks Königshof als Schirmherr der Veranstaltung des Bauernverbandes Braunschweiger Land, Kreisverband Helmstedt.

 

Und weiter: „Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Festigung von Freundschaften werden dadurch gefördert.“ Die Mitwirkenden waren denn auch aus dem „grünen Bereich“ gleich zum Auftakt mit bekannten Stücken die Jagdhornbläsergruppe Königslutter/Rotenkamp unter der Leitung von Detlef Mehringer. Die Landfrauen unter der Leitung von Ursula Deters und Ilona Maushake hatten den Saal geschmückt. Die Landjugend Königslutter brachte sich in einer Tanzpause mit Urlaubserinnerungen ein, die Carolin Krauskopf inszenierte. 15 junge Frauen und Männer sangen vom Ballermann 6, Urlaub auf Sylt und den kanarischen Inseln und holten Resi mit dem Traktor ab.  Der Play-Back-Gesang wurde eine knappe halbe Stunde lang mit der entsprechenden Show kombiniert und amüsierte die Zuschauer.

Am Tanz und den Darbietungen erfreuten sich auch die Gäste mit ihren Partnerinnen Rolf-Dieter Backhauß in Vertretung des Landrates, der Kreisjägermeister Christian Köchy, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Helmstedt Claus-Peter Götze, in Vertretung Königslutters Bürgermeister Heinrich Fricke, Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Dannehl, der Landtagsabgeordnete Wittich Schobert, Kreisbrandmeister Jürgen Ehlers und Vertreter der Landberatung.

Zum Tanz spielte die Live-Band „Voyage“ auf und hielt die eifrigen Tänzer stets in Bewegung.

 

 

 

 

Auch beim Feiern vergaß Gerhard Rott nicht in seiner Ansprache den Appell an die Politiker zu richten, auf vertretbare Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft zu achten.

 

Nach längerer Pause gab es wieder einen „Grünen Ball“ in Königslutter.

 

Text & Fotos: Werner Gantz


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 07.09.2006

Hilse fordert Abschaffung des OGS-Systems

Erneute Kürzung der Genehmigungen verärgert Kartoffelbauern

L P D - Landwirte, die Obst, Gemüse oder Sonderkulturen anbauen, haben erneut unangenehme Post erhalten: Die so genannten OGS-Genehmigungen werden erneut um 2,6 Prozentpunkte gekürzt. Landvolkpräsident Werner Hilse fordert eine Abschaffung dieses Systems. „Die Genehmigungen stehen im krassen Widerspruch zu dem Entkopplungsgedanken der EU-Agrarreform“, begründet Hilse die Ablehnung des Systems. Von den Landwirten würden die OGS-Genehmigungen nur noch als „Schikane“ empfunden und verursachen insbesondere bei den Kartoffelanbauern erheblichen Ärger.

 

Eine erneute Kürzung auf fast 20 Prozent ist in Niedersachsen/Bremen notwendig geworden, weil der zur Verfügung stehende Plafond mit einem Umfang von 76.347 ha schon bei der Erstzuteilung in vollem Umfang ausgeschöpft wurde, eine „Reserve“ wie bei anderen Zahlungsansprüchen gibt es nicht. Das Landvolk hatte die Flächenangabe bei Umsetzung der Reform bereits als zu niedrig kritisiert und mehrfach eine Erhöhung angemahnt. Um Härtefälle, Umcodierungen und weitere Zusatzgenehmigungen bedienen zu können, ist nun eine erneute Kürzung der bereits erteilten OGS-Genehmigungen vorgenommen worden. Schon getätigte Übertragungen will die Agrarverwaltung in Niedersachsen stornieren. Die Übernehmer werden von ihr unterrichtet, die Bewilligungsstelle muss bei einer erneuten Übertragung eingeschaltet werden.

 

Nach Einschätzung des Landvolkes ist die Situation für die Landwirte unerträglich und bedarf einer umgehenden Korrektur. Landvolkpräsident Werner Hilse wird dies gegenüber der Landesregierung und über den Deutschen Bauernverband auch auf Bundesebene einfordern. Bei Landwirtschaftsminister Heiner Ehlen rennt er offensichtlich offene Türen ein. Der kritisiert am Vorabend der Potato-Europe in Hannover die OGS-Genehmigungen als „unsägliche Regelung“, die ersatzlos zu streichen sei. 

 

September

An- und Verkauf gebrauchter Schlepperreifen

Die Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen GmbH Abteilung Recycling-Service (RWZ Recycling-Service) verkauft seit einigen Jahren gebrauchte Schlepperreifen an Landwirte und Landmaschinenhändler. Es handelt sich hierbei um gebrauchsfähige Reifen, die in der Regel ein Restprofil von mind. 25 % haben.

Über das Internetportal                                        www.gebrauchte-schlepperreifen.de

besteht die Möglichkeit Reifen zu kaufen, zu verkaufen und auch Kaufgesuche aufzugeben. Die Anzeige wird vom RWZ-Recycling-Service ins Netz gestellt; die Anzeigenlaufzeit beträgt 16 Wochen.

Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen Käufer und Verkäufer und es entstehen hierbei keine Provisionskosten. Aufgrund der Vereinbarung mit einer Speditionsfirma können die Reifen bundesweit kostengünstig verschickt werden.

Kontaktdaten RWZ-Recycling-Service:                 Bahnhofstraße 6, 34326 Morschen-Altmorschen

                                                                         Tel.: 05664/949050, Fax: 05664/949055

                                                                         e-mail: recycling@raiffeisen-kassel.de

                                                                         www.raiffeisen-kassel.de

 

25.08.

Ökologische Rasenmäher auf Streuobst-wiese in Semmenstedt

Der Landschaftspflegeverband (LPV) Wolfen-büttel stellte während seines Gespräches mit Vertretern der Presse und der Politik die Pflege einer Streuobstwiese vor, wobei die Bedeutung der sog. ökologischen Rasenmäher, also Schafe und Esel, im Vordergrund stand.

Nach Aussage von LPV-Geschäftsführer Volker Meier wären Motormäher aufgrund des welligen Bodens nicht in der Lage, die ca. 1 ha große Streuobstwiese bei Semmenstedt zu pflegen. Ohne die Hilfe der Schafe und Esel von Oliver Kelch würde die Wiese in kurzer Zeit verdornen und verbuschen.

"Die aufgrund ihrer geringen Wirtschaftlichkeit immer seltener werdenden Streuobstwiesen sind für die Natur von großer Bedeutung, weil sich gerade hier Tiere, z. B. Steinkäuze, ansiedeln, die in der Natur kaum noch vorhanden sind", so LPV-Vorsitzender Ulrich Löhr.

Der LPV Wolfenbüttel betreut Streuobstwiesen, die insgesamt etwa eine Größe von 20 ha (entsprechen 200.000 qm) haben. Diese befinden sich u. a. in Groß Denkte und Destedt.

Ann-Cathrin Kelch und ihre ökologischen Rasenmäher

v. l.: Ulrich Löhr (LPV-Vorsitzender), Marcus Bosse (SPD), Oliver Kelch, Ernst-Henning Jahn (CDU) , Ann-Cathrin Kelch, Semmenstedts Bürgermeister Johannes-Dietrich Arbogast, Frank Oesterhelweg (CDU)


21.08.

 

Auch Minister Sigmar Gabriel ist nun ein Apfelbaumpate

KLEIN DENKTE.   Hohen Besuch gab es am Montag auf der Streuobstwiese an der Straße zwischen Linden und Neindorf am Abzweig nach Klein Denkte im Bereich der Donnerburgbrücke. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) übernahm die Patenschaft für einen Apfelbaum „Später Adelsleber Kalvill“. Auf der Fläche der Gemeinde und der Feldmarkinteressentschaft von 1,25 Hektar wurden bereits 26 Obstbäume im Herbst gepflanzt.

Er wolle den Preis für den Hochstamm von 35 Euro per Überweisung bezahlen, damit es auch wirklich sein Baum ist, versicherte er gegenüber dem einladenden Vorsitzenden des Landschaftspflegeverbandes (LPV) Wolfenbüttel Ulrich Löhr aus Groß Denkte und dessen Geschäftsführer Volker Meier aus Bornum. „Es ist meine erste Patenschaft dieser Art“, verriet der Minister. Besiegelt wurde das Geschäft passend mit einem Gläschen Apfelkorn. Er wolle sich in einigen Jahren von dem Ertrag seines Baumes überzeugen. Gabriel verbrachte seine Jugendzeit in dieser Region.

Über die Anlage informiert, die auch als Flächenpool für Ausgleichsersatzmaßnahmen dient, äußerte sich der Minister: „Ich kann nur jeder Gemeinde empfehlen ähnlich zu verfahren; denn diese Einrichtungen sind eine ökologische Bereicherung.“

Text & Foto: Werner Gantz

 

 

 

 

Weitere Paten sind der SPD-Landratskandidat Jörg Röhmann, die Kandidatin zum Bürgermeisteramt in der Samtgemeinde Regina Bollmeier, der Vorsitzende der Feldmarkinteressentschaft Klein Denkte Karl-Gustav Bues, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion in Wolfenbüttel Markus Bosse und der Vorsitzende des LPV und Vorsitzender des Landvolk Kreisverbandes Wolfenbüttel Ulrich Löhr.

Dr. Steinmann von der Universität Göttingen informierte über das Blühstreifenprogramm, wofür für die Zuschüsse ein Folgeantrag erforderlich wird.

Die Teilnehmer bei der „Patenschafts-Aktion“ mit dem Minister Sigmar Gabriel.


14.08.

Hans-Heinrich Sander zu Besuch in Cramme

Während seines Besuches in Cramme (Betrieb Gerhard Schwetje) ging der niedersächsische Umweltminister Sander auf eine Vielzahl von umweltpolitischen Themen ein und diskutierte diese mit den Anwesenden.

v. l.: Carsten Ilsemann, Hauptgeschäftsführer des Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V., Frank Oesterhelweg, Abgeordneter der CDU-Landtagsfraktion, Nds. Umweltminister Hans Heinrich Sander, Kreislandwirt Gerhard Schwetje, Ulrich Löhr, Vorstandsmitglied  des Landvolk Kreisverbandes Wolfenbüttel/Braunschweig im Bauernverband Braunschweiger Land.

 

19.07.

 

Grundschulen bekamen Geld aus der Waffelbäckerei

CRAMME.   Die Leiterinnen der Grundschulen in Destedt, Groß Denkte und Cramme bekamen Spenden. Je 300 Euro für besondere Ausstattungen und Aufgaben der Schulen übergab vor Ort Geschäftsführer Volker Meier.

Gemeinsam hatte der Landvolk-Bezirksverband Braunschweig mit dem Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel während der Regionalmesse Harz+Heide in Braunschweig einen Stand mit einer Waffelbäckerei. Das Besondere dabei: Es gab die Waffeln am Stiel und gratis. Das kam bei Jung und Alt gut an. Wegen der Begeisterung der Abnehmer gab es allerdings Spenden. Dieses Geld wurde nun an die Schulen verteilt.

Volker Meier, der für beide Institutionen als Geschäftsführer tätig ist, richtete bei dieser Gelegenheit auch an die Flechtorfer Mühle seinen Dank, die für 165 Kilogramm Waffelteig die Zutaten lieferte.

Abwechselnd waren die Landfrauen aus dem Bezirk und die Angestellten der Geschäftsstelle des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig in der Waffelbäckerei unermüdlich bei gutem Absatz tätig. Das bestätigten auch die Land-frauen-Vorsitzende Renate Hilgendag-Bosse und Wolfenbüttels Kreislandwirt Gerhard Schwetje gestern beim Pressegespräch in Cramme.  

Schulleiterin Ute Busche in Cramme gab für die Verwendung der Spende den Ankauf von Gartengeräten und eines Schulfahrrades an. 135 Kinder werden hier beschult. Lehrerin Anne Notbohn aus Destedt, hier gibt es 200 Kinder, wird noch prüfen wofür das Geld eingesetzt wird. „Der unerwartete Geldsegen kommt wie gerufen“, sagte Gabriele Thiele aus Groß Denkte. Der Kauf einer Digitalkamera und die Erweiterung der Schulbücherei stehen an. 166 Schülerinnen und Schüler gibt es an ihrer Schule.

 

 

 

Volker Meier nahm die Gelegenheit wahr, den Schulleiterinnen die Tätigkeiten des Landschaftspflegeverbandes, Vorsitzender ist Landrat Burkhard Drake, vorzustellen. Träger sind je zu einem Drittel der Landkreis Wolfenbüttel, die Umweltverbände und der Bauernverband Braunschweiger Land e. V. Streuobstwiesen und Apfelsaftprojekte werden angelegt, Blühstreifen (es sind bereits 220 Kilometer Länge auf den Feldern im Landkreis Wolfenbüttel) in der Landwirtschaft forciert und Wasserrandstreifen als freie Flächen an Anbau angelegt. Schulen sind oft bei Projekten eingebunden. „Das alles stellt auch eine Wertschätzung für den Landkreis dar“, schloss er seine Ausführungen.

v. l. Gerhard Schwetje,  Gabriele Thiele, Ute Busche, Volker Meier, Anne Notbohn, Anja Hantelmann und Renate Hilgendag-Bosse

 

 

Text & Foto: Werner Gantz


19.07.

"Holzenergie für Kommunen"

Der Holzabsatzfonds (Anstalt des öffentlichen Rechts), Bonn, hat unter diesem Titel einen "Leitfaden für Initiatoren" veröffentlicht. Der Leitfaden beschäftigt sich u. a. mit den Vorteilen der Holzenergie, der Realisierung einer kommunalen Holzheizungsanlage, Wärme und Strom aus Holzenergie, Hackschnitzelfeuerungen, einem Kostenvergleich der Wärmebereitstellung u. v. a. m.

Für Interessierte besteht die Möglichkeit, den Leitfaden in der Geschäftsstelle des Landvolk-bezirksverbandes Braunschweig einzusehen.

 

Deutscher Bauernverband - DBV-Pressestelle -

Berlin, den 10.07.2006

Flexibilisierung bei der Übertragung von Zahlungsansprüchen

DBV bewertet dies als ersten Schritt, dem weitere folgen müssen

 

In seiner Sitzung am 5. Juli 2006 hat der EU-Verwaltungsausschuss Direktzahlungen wichtige Änderungen der Betriebsprämiendurchführungsverordnung (EU-Verordnung 795/2004) beschlossen. Hiernach wird künftig bei der Übertragung von Zahlungsansprüchen, unabhängig ob die Übertragung mit oder ohne Fläche erfolgt, die Bildung von Bruchteilen zugelassen. Außerdem wurden rechtliche Klarstellungen zum Umgang mit aus der nationalen Reserve zugeteilten Zahlungsansprüchen vorgenommen. Zugleich wurde die Möglichkeit eröffnet, dass Landwirte ihre Zahlungsansprüche, mit Ausnahme der Zahlungsansprüche für Stilllegung, freiwillig an die nationale Reserve abgeben können.

 

Bereits seit Monaten hatte der Deutsche Bauernverband (DBV) nachhaltig gegenüber der EU-Kommission und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) diese Erleichterungen und Klarstellungen für die Übertragung von Zahlungsansprüchen eingefordert. Die nunmehr beschlossene Flexibilisierung trägt den praktischen Erfordernissen der Landwirte im Umgang mit den Zahlungsansprüchen in Deutschland Rechnung. Insbesondere bei einvernehmlichen Vereinbarungen zwischen Verpächter und Pächter zur Übertragung von Zahlungsansprüchen können Zahlungsansprüche durch die nunmehr zulässige Bruchteilsbildung den Flächen genau angepasst werden. Mit einer Veröffentlichung der beschlossenen Änderungen der EU-Verordnung 795/2004 im EU-Amtsblatt ist frühestens im September 2006 zu rechnen.

 

Entgegen ursprünglichen Plänen wurde die vom Berufsstand geforderte Regelung zur Zulässigkeit der Übertragung von Zahlungsansprüchen aus der nationalen Reserve bei betrieblichen Zusammenschlüssen und Teilungen nicht beschlossen. Hierfür soll im kommenden Herbst/Winter die EU-Verordnung 1782/2003 vom Agrarrat geändert werden.

Der DBV erwartet sowohl von der EU-Kommission als auch vom BMELV drastische Vereinfachungen des Antragverfahrens, wie beispielsweise bei OGS-Genehmigungen, Stilllegungsverpflichtung und den 10-Monatszeitraum. Der DBV hat hierzu in seinem „Schwarzbuch Bürokratieabbau“ einen umfangreichen Forderungskatalog vorgelegt.

 

06.07.

Junge Landwirte zur Versuchs-besichtigung in Rosenthal

Der Einladung der Limagrain-GmbH Edemissen, sich im Rahmen eines Besuches der NICKERSON-Zuchstation auf dem Rittergut Rosenthal u. a. die aktuellen und kommenden Sorten Winterweizen, Wintergerste und Winterraps anzusehen und im Anschluss daran gemeinsam über pflanzenbauliche Themen zu diskutieren, ist die Arbeitsgemeinschaft junger Landwirte im Bezirksverband Braunschweig zahlreich gefolgt.

Hans Kasinger (4. v. l.), einer der Sprecher der Arbeits-gemeinschaft junger Landwirte, begrüßt die Teilnehmer.

 

 

 

Die Runde über die verschiedenen Versuchsfelder begleitet Wolfgang Lüders, Produktmanager Raps von der Limagrain-GmbH.

 

Inaugenscheinnahme der neuen Sorten


27.06.

8. Bauernvesper

des Landvolk-Kreisverbandes Goslar

Gastgeber der diesjährigen Bauervesper war Landwirt Helmut Zein, der Berufskollegen, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie Verbänden zahlreich auf seinem Betrieb in Vienenburg-Wennerode begrüßte.

Im Rahmen der Eröffnungsansprache ging Landvolk-Kreisvorsitzender Jürgen Hirschfeld (links im Bild) sowohl auf die neuesten Entwicklungen in der Agrarpolitik (Zuckermarktreform, Biotreibstoffe und deren Besteuerung, regenerative Energien) ein als auch auf die Bedeutung der Landwirtschaft, die ein wichtiger Wirtschaftspartner auch im Landkreis Goslar ist.

 

 

 

Helmut Zein (links im Bild) und sein Geschäftspartner Olaf Fulst berichteten von den ersten konkreten Erfahrungen im Bereich Biogas, einer "enormen Wachtstumsbranche". Die Biogasanlage, die aus Maissilage Wärme und Strom erzeugt, wurde Anfang Juni 2006 in Betrieb genommen.


25.06.

Gemeinsame Aktionen beim Tag des offenen Hofes waren im Landkreis Helmstedt wieder einmal sehr erfolgreich

Mehr als 100 Bauernhöfe in Niedersachsen beteiligten sich an dem seit Jahren durchgeführten „Tag des offenen Hofes“ mit Unterstützung  des NDR 1 und des Apothekerverbandes. An dem Aufruf des Landvolkes an die Bevölkerung zur Teilnahme waren auch die Landfrauen, die Landjugend beteiligt.

Für die beteiligten Höfe im Landkreis Helmstedt warben im Auftrag für Bernhard von Cramer aus Glentorf Heinrich Krauskopf, Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.), Hans-Heinrich Rautmann aus Essehof, Kreislandwirt Gerhard Rott, Johannes Dieckmann sen. und jun., sowie Erich Gehrke aus Groß Sisbeck.

 

In allen Orten wurde die Begrüßung der Gäste vorgenommen und der Betrieb vorgestellt. So auch Hans-Heinrich Rautmann in Essehof.

 

Die Fußballweltmeisterschaft war vielfach auch ein Thema auf den Höfen, wie hier in Essehof mit dem Torwandschießen.

 

Die Hofkäserei auf dem Horstberg in Glentorf ist bereits in weitem Umkreis bekannt und beliebt. Am Verkaufsstand bietet Daniela von Cramer (2. v.l.) den Gästen Probierhäppchen an.

 

Ponyreiten darf auf den Höfen nicht mehr fehlen. Auf dem Horstberg in Glentorf ist Reitunterricht für Kinder verbunden mit den Angeboten des Erlebnishofes das ganze Jahr über möglich.

 

Milchviehwirtschaft stand auf dem Hof der GbR Gehrke-Viedt in Groß Sisbeck im Vordergrund. Albrecht Viedt (rechts im Bild) gibt Bärbel Heidebroek, Volker Meier und Gerhard Rott Einblick und Auskunft.

 

Direktvermarktung von Vorzugsmilch präsentierten Mitarbeiterinnen in der Abfüllanlage. Rechts im Bild Andreas Rubow.

Text & Fotos: Werner Gantz

 

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 23.06.2006

100 Höfe erwarten viele neugierige Gäste: Landvolk und NDR 1 Niedersachsen laden zum 6.Tag des Offenen Hofes

L P D - Auf 100 Höfen in ganz Niedersachsen legen Bauern, Landfrauen und Landjugend in diesen Tagen noch letzte Hand an: Am 25. Juni ab 10 Uhr werden wieder viele neugierige Gäste zum Tag des offenen Hofes erwartet. Im Agrarland Nr. 1 präsentieren die Landwirte ohne Scheu vor unbequemen Fragen ihre Betriebe. Im Mittelpunkt steht die moderne Landwirtschaft. Neue Ställe orientieren sich an den Bedürfnissen der Tiere, auf dem Acker ermöglicht die Nutzung von Maschinen mit High Tech den Einklang von Mensch, Natur und Umwelt. Mit ihrer qualifizierten Ausbildung verfügen die Betriebsleiter heute nicht nur über einen enormen Erfahrungsschatz, sondern nutzen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, um Lebensmittel von höchster Qualität zu erzeugen. Landvolkpräsident Werner Hilse und NDR-Hörfunkchef Eckhart Pohl laden stellvertretend für alle beteiligten Organisationen die Gäste zu einer „Entdeckertour durch Ställe und Scheunen“ ein. NDR 1 Niedersachsen weckt mit dem aktuellen Programm bereits das Interesse für diesen Sonntag voller Erlebnisse.

Ob Milchviehhalter oder Schäfer, ob Kartoffeln oder Spargel – auf den 100 Höfen die gesamte Bandbreite der landwirtschaftlichen Erzeugung kann besichtigt werden. Biogasanlagen oder Holzhackschnitzelheizungen zählen heute auf vielen Betrieben ebenfalls zum Repertoire. Der Direktvermarkter, die Kooperation mehrerer Höfe und auch der spezialisierte Milchviehhalter repräsentieren jeder auf seine ureigenste Art ein Stück von der Vielfalt des Agrarlandes Niedersachsen. Mit vielen Informationen, aber auch Spaß und Unterhaltung sowie vielen niedersächsischen Spezialitäten verspricht der Tag des Offenen Hofes in der Zeit von 10 bis 17 Uhr allerbeste Sonntagsunterhaltung. Alle Adressen listet ein Flyer auf, der in den Apotheken ausliegt, zusätzlich sind alle Höfe unter http://www.landvolk.net/offene-hoefe.php. Kommen Sie zu uns aufs Land!

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Teilnehmende Höfe im Bezirksverband Braunschweig:

Braunschweig:

Matthias Rieß, Geitelde Straße 50, 38122 Braunschweig-Geitelde

Sabine Voges, Kirchstraße 13, 38120 Braunschweig-Timmerlah

Goslar:

Hergen Tantzen, Stauffenburg 15, 38723 Seesen-Stauffenburg

Helmut Zein, Wennerode 17, 38690 Vienenburg-Wennerode

Helmstedt:

Johannes Dieckmann, Vorsfelder Straße 1, 38350 Helmstedt

Gehrke Viedt GbR, Ostlandweg 1+21, 38464 Groß Sisbeck

Hans-Heinrich Rautmann, Im Altdorf 9, 38165 Lehre-Essehof

Daniela von Cramer, Auf dem Horstberg 2, 38154 Königslutter-Glentorf

Peine:

Otto Lahmann, Uetzer Straße 1, 31234 Edemissen-Oelerse

Wolfenbüttel:

Ernst-August Bode, Nettlinger Straße 1, 38272 Burgdorf-Nordassel

Hans-Heinrich Pflug, Am Mühlenfeld 24, 38319 Remlingen

Ernst-August Reinersmann, Bosselhaistraße 4, 38170 Schöppenstedt-Sambleben

 

20.-22.06.

DLG-Feldtage 2006

Die Veranstalter und mehr als 206 Aussteller waren gleichsam zufrieden mit dem Verlauf und dem Ergebnis der diesjährigen Feldtage, die auf der Hessischen Staatsdomäne Baiersröderhof bei Hanau durchgeführt wurden. Den mehr als 18.000 Fachbesuchern wurde ein Einblick in den modernen Pflanzenbau geboten, neueste Entwicklungen auf den Gebieten der Pflanzenzüchtung und –ernährung und des Pflanzenschutzes wurden vorgestellt sowie Kenntnisse über Anbauverfahren und Managementhilfen in der modernen und innovativen Pflanzenproduktion vermittelt.

Im Informationszentrum „Energie vom Feld“, das die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) in Zusammenarbeit mit der FNR (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe) initiiert hatte, wurde den Landwirten die Möglichkeit gegeben, sich ausführlich über die Energiegewinnung aus Biomasse vom Acker zu informieren, sich mit geeigneten Sorten, Anbaustrategien und Verfahrenstechniken auseinander zu setzen.

Zusätzlich zum Fachangebot fanden auch in diesem Jahr wieder Forumsveranstaltungen zu aktuellen Themen statt, wobei das größte Interesse bei den Veranstaltungen zur Grünen Gentechnik zu verzeichnen war.

 

 

 

Bereits die Eröffnungsveranstaltung, bei der Dr. Klaus Kliem von der UFOP (Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen) den Hauptvortrag zum Thema „Wachstumsmotor Bioenergie – Chance für die Landwirtschaft“ hielt, fand große Beachtung.

Die nächsten DLG-Feldtage sollen in 2008 während der Zeit vom 24. bis 26. Juni auf dem Gut Buttelstedt bei Weimar stattfinden.

Zu Besuch bei den DLG-Feldtagen: Volker Meier, Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V., (2. v. r.) und Christian Lubkowitz, Geschäftsführer Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e. V., (1. v. r.).


Braunschweiger Zeitung - Wirtschaftsteil vom 21.06.2006

 

12.06.

Schüler vom Helmstedter Gymnasium waren im Kuhstall

HELMSTEDT.   Zur Ergänzung des theoretischen Unterrichts im Fach Biologie am Gymnasium am Bötschenberg gab es einen praktischen Tag beim Landwirt Johannes Dieckmann in der Kreisstadt an der Vorsfelder Straße. Das Thema lautete: Tierhaltung und Milchwirtschaft in Deutschland und in der Europäischen Union.

Zwei fünfte Klassen mit 60 Schülerinnen und Schülern wollten direkt erleben, wie die Tiere im Stall leben, wie sie gehalten, gemolken und gefüttert werden, sowie über Milchabsatz und -qualität etwas zu erfahren. Milch, ein wichtiges und natürliches Lebensmittel, ist nicht nur in den ersten Jahren des Lebens nahrhaft und begehrt, sondern findet auch in der Jugendzeit gern als erfrischendes Mixgetränk viele Freunde.

Die Lehrerinnen Christine Jungenkrüger und Charlotte Schwarz hatten gemeinsam mit den Jugendlichen einen Fragenkatalog mitgebracht. Betriebsleiter Johannes Dieckmann und Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.) gaben bereitwillig und ausführlich Auskunft und konnten auch betriebsübergreifend die Lage am Milchmarkt erörtern.

Im Landkreis Helmstedt werden rund 40.000 Hektar als landwirtschaftliche Fläche von 500 Betrieben genutzt. Auf 17.000 Hektar wird Getreide angebaut. Der Rest verteilt sich vorwiegend im Zuckerrübenanbau, Körnerraps und Futterpflanzen wie Mais und Gras zur Silage. Der Familienbetrieb Dieckmann bestellt seine Flächen vornehmlich mit Wintergerste, Roggen und Weizen. Die Brennerei und der Vertrieb der Spirituosen ist ein weiterer Haupterwerbszweig.

Text & Foto: Werner Gantz

 

 

 

Erstaunt waren die Schülerinnen und Schüler über die Investitionssummen für die Immobilien und die verschiedenen Maschinen, heute modern im Großformat mit hoher Stundenleistung. Die Tagesarbeit mit Ablauf der einzelnen Tätigkeiten im Kuhstall interessierte speziell für ihr Schulthema.

Eine Milchkuh wird etwa zehn Jahre alt und beginnt die Milchproduktion nach dem ersten Kalb. An rund 300 Tagen im Jahr wird morgens und abends mit der automatischen Melkanlage gemolken. 65 Tage steht die Kuh trocken. Die durchschnittliche Leistung beträgt 8.000 Liter im Jahr. Die Hygienevorschriften im Melkstand, den Leitungen und bei der Lagerung und Kühlung sind peinlichst genau zu beachten.

„Der Ausflug auf den Bauernhof war nicht nur eine Pflichtschulstunde, sondern auch ein besonderes Erlebnis“, sagten die Jungen und Mädchen bei der Verabschiedung.

Die 11 bis 12jährigen hatten keine Berührungsängste mit den Kühen als „Großvieheinheiten“. Im Hintergrund Volker Meier und Johannes Dieckmann.


26.05.

Niedersächsischer Umweltminister Hans-Henning Sander zu Gast beim Landvolk bei der Ausstellung Harz + Heide

BRAUNSCHWEIG.   Die Landwirtschaft mit allen Sparten darzustellen, Unterstützung der  Mitglieder zu gewährleisten und bei administrativen Angelegenheiten kompetent mitzuwirken, ist das Ziel des Landvolkverbandes.

Für die Öffentlichkeit ist jedes Jahr die Regionalmesse Harz + Heide eine sehr gute Plattform und Gelegenheit den Ernährungs- und Umweltbereich den Bürgern aller Altersgruppen und Couleur näher zu bringen. Täglich stellt besonders der Tierbereich einen Besuchermagnet dar.

Der Bezirksverband Braunschweig mit dem Vorsitzenden Jürgen Hirschfeld hatte den Niedersächsischen Umweltminister Hans-Henning Sander für ein paar Stunden zu einer Präsentation hierher eingeladen.

Gleich am Eingang gab es im Truck der Initiative „Food for Life“ vom Industrieverband Agrar aus Frankfurt viel zu sehen. Die Verbraucher sollen über die Themen Ernährung, Qualitätssicherung und Pflanzenschutz informiert werden und Kinder erhalten mit modernen Kommunikationsmitteln Rüstzeug für die Schule und das Leben. In Berlin begann die Tour im April und endet im Oktober nach Messenbeschickungen und Einzelständen.

 Wettbewerbe gab es bei den Rinder- und Schafzüchtern. Den Titel „Miss Harz + Heide 2006“ nahm Dominik Bertram mit seinem Kalb „Havanna“ mit nach Winsen. Einige Pokale gab es bei den Schafzüchtern. Ziegen und Kaninchen wurden vorgestellt.

Text & Foto: Werner Gantz

 

 

 

 

Der Rundgang wurde zu den Ständen mit den erneuerbaren Energien fortgesetzt. Im Gradschritt der Sonne arbeitet Sunzenit. Diskutiert wurden Zulassungen und Beschränkungen. Biogas war auch ein Thema und der Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel präsentierte sich mit seinen Programmen, wie zum Beispiel die Blühstreifen. Der Stand der FAL Braunschweig lieferte gute Informationen.

 

Der Minister war von der breit angelegten Präsentation beeindruckt. Auch einige neue Erfahrungen nahm er mit nach Hannover. Die Festrede zur Eröffnung hatte die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann gehalten.

Empfang des Niedersächsischen Umweltministers: v.l.  Landvolkkreis-Vorsitzender Ulrich Löhr aus Wolfenbüttel, Peiner Kreislandwirt Carl Lauenstein, Landvolk-Hauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann, Verbandsdirektor Dr. Martin Kleemeyer ZV, MdL Hennig Brandes, MdL Frank Oesterhelwig, Volker Meier, Minister Hans-Henning Sander und Wolfenbüttels Kreislandwirt Gerhard Schwetje


18.05.

Landwirte zeigten den Fruchtstand auf den Feldern

HEMKENRODE.  Der Bezirksverband Braunschweig des Niedersächsischen Landvolkes hatte zu einer Feldrundfahrt in die Region Cremlingen eingeladen. Der Vorsitzende des Kreisverbandes Wolfenbüttel Ulrich Löhr konnte unter anderem eine große Anzahl Teilnehmer, es waren rund 150, aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung, Kirchen, Banken, Berufsgenossenschaften, Versicherungen, Steuerberatern und politische Mandatsträger begrüßen. Gastgeber waren Anja, Albert und Michael Hantelmann auf dem Familien-Anwesen in Hemkenrode.

Diese Gelegenheit der Begegnung und des Austausches gehört nun schon jährlich zum guten Brauch, Persönlichkeiten aus den genannten Bereichen den aktuellen Fruchtstand zu erläutern und agrarpolitische Gespräche zu führen, weil die anhaltende Globalisierung der Landwirtschaft allgemein immer noch große Sorgen bereitet. 

 

Bei den Touren durch die umliegenden Gemarkungen waren auch dabei: Der Bürgermeister der Gemeinde Cremlingen, Günther Eichenlaub, Wolfenbüttels CDU-Landratskandidat Manfred Koch, der Wirtschaftsdezernent der Stadt Braunschweig, Joachim Roth, Landvolkhauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann, Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.) und Kreislandwirt WF Gerhard Schwetje, der ebenso wie sein Vorsitzender Löhr Informationsbeiträge an diesem Abend lieferte.  

Die Marktsituation bei Getreide und die immer noch „schwelende“ Zuckermarktordnung kamen zur Sprache. Zum Zeitpunkt der Feldbesichtigungen wurde der fehlende Regen auch beklagt, der aber Tage später einsetzte. Alle Feldfrüchte sind wegen des lang anhaltenden, harten Winters im Rückstand. Auffällig waren die blühenden, gelben Rapsfelder.   

 

 

 

 

Großes Interesse fand auch der 40-Tonnen-Info-Truck des Industrieverbandes Agrar e.V. auf dem Hof in Hemkenrode, der sich auf einer Deutschlandrundfahrt befindet und auch bei der Regionalmesse Harz + Heide in Braunschweig aufgestellt ist. „Landwirtschaft besser verstehen“, lautet das zu vermittelnde Thema. Informationen zu gesunder Ernährung, Erzeugung und Handelswege von Obst und Gemüse, notwendiger und verantwortungsbewusst genutzter Pflanzenschutz und Transparenz bei der Nahrungsmittelproduktion wurden vermittelt. Zuvor hatten je 200 Schulkinder in Hemkenrode und Flechtorf die rollende Ausstellung besucht.

Vorsitzender Ulrich Löhr begrüßt die Teilnehmer der Feldrundfahrt

Erläuterungen zu Raps: v. l.   Anja Hantelmann, Volker Meier, Michael Hantelmann und Ulrich Löhr

Text & Fotos: Werner Gantz


15.05.

 

Regionalmesse Harz + Heide vom 20. bis 28. Mai in Braunschweig auf dem Messegelände Theodor-Heuss-Straße

 

Traditionen und Innovationen – diese beiden Begriffe vereint seit vielen Jahren die Regionalmesse Harz + Heide, die in diesem Jahr vom 20. bis 28. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr zum 41. Mal auf dem Braunschweiger Messelände an der Theodor Heuss-Straße stattfindet. 

Im Mittelpunkt steht das wirtschaftliche Angebot der rund 500 Aussteller aus den Bereichen Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistungen auf 33.000 qm in 20 Hallen und auf dem Freigelände. Unter den Eichen, gleich am Eingang Nord, befindet sich die Präsentationsfläche für tierische Veranstaltungen. Das Niedersächsische Landvolk, Bezirksverband Braunschweig mit Volker Meier, ist mit der Organisation befasst.

Weil die Tierschau 2005 geradezu ein Publikumsmagnet darstellte, soll dieses Segment den gleichen Umfang haben. Der Geflügelbereich ist wegen der Vogelgrippe ausgenommen. Die im Dachverband der Rinderzüchter in Niedersachsen (RPN) vereinigten Mitglieder aus den Landkreisen Braunschweig, Celle, Gifhorn, Helmstedt und Uelzen gestalten wie im Vorjahr eine Tierschau und ein Wettbewerb mit ihren Kälbern, Rindern und Kühen. 50 Teilnehmer haben sich angemeldet.

Der Pferdezuchtverein Braunschweig zeigt an allen neun Tagen acht Rassen und auch Esel kommen zur Ausstellung. Der Niedersächsische Schafverband hat ebenfalls acht Rassen angemeldet und Preisrichter werden bei einer Merinoschau Bewertungen vornehmen. Ziegen sind zu sehen. Der Kreisverband der Braunschweiger Kaninchenzüchtervereine kommt erstmalig mit vielen Rassen und wird sogar mit einem Kanin-Hopp-Parkour aufmerksam machen.  

 

 

 

 

 

Der Bauernverband propagiert auch die erneuerbaren Energien mit Biomassenutzung. Der Info-Truck des Industrieverbandes Agrar kommt nach Braunschweig und das Team wird zusammen mit den Landfrauen sieben Themen zur Ernährung behandeln.

In der Halle 1 und 2 hat der Landvolkverband wieder einen Gemeinschaftsstand unter dem Motto „Faszination der Region mit blühenden Landschaften“ mit allen angeschlossenen Verbänden und wird damit die gesamte Wirtschaftskraft des Einzugsbereiches darstellen.

Diese zwei 6 Monate alten Kälber werden an dem Züchter-Wettbewerb bei der Harz + Heide-Ausstellung teilnehmen. Auch die sechsjährige Marie Beese aus Abbenrode geht mit Nele auf den Parkour.

v.l.   Hubert Beese, Ulrich Löhr, Volker Meier, Otto Fischer, Anja und Michael Hantelmann und Andreas Beese.

 

Text + Foto: Werner Gantz


Vorbereitungen zur Regionalmesse Harz + Heide

Das deutsche schwarzbunte Kuhkalb Laura aus Rotenkamp wird auf der Regionalmesse Harz + Heide am Sonntag, 21. Mai 2006 von 10 bis 15 Uhr auf dem Freigelände in Braunschweig an dem Zuchtwettbewerb teilnehmen. Es kommt aus dem Zuchtbetrieb Hartmut Hagemann (RPN-Vorsitzender) und der 12jährige Sohn Lukas wird die Präsentation vor den Wertungsrichtern vornehmen. Von den 50 Teilnehmern stellen die Rinderzüchter aus dem Landkreis Helmstedt den größten Anteil. Auch der Vorjahressieger (mit Miss Peggy) Wolfgang Dieckmann aus Klein Steimke geht wieder auf den Parkour.

Text + Foto: Werner Gantz

 


"Food for Life"-Truck in Hemkenrode

Am 18. Mai um 9:00 Uhr werden auf dem Hof der Familie Hantelmann in der Dorfstraße 5 in Hemkenrode nicht nur Schüler der Grundschule Destedt zu Gast sein, sondern auch ein Roadshow-Lastwagen, der eine mobile Ausstellung beherbergt. Die Themen der "Food for Life - Die Früchte der Erde"-Ausstellung sind "Ernährung im Spiegel der Zeiten", "Qualitätssicherung und -kontrolle", "Nutzpflanzen und Schädlinge", "Feldfrüchte zum Anfassen", "Der Apfelbaum - eine eigene Welt" und "Globale und lokale Bedeutung der Ernährungssicherung".

Den Schülern werden interaktive Exponate präsentiert, die alle Sinne ansprechen und zum Erkunden und Verstehen animieren sollen. Den Mittelpunkt der Ausstellung bilden gesunde Ernährung, Erzeugung und Handelswege von Obst und Gemüse, verantwortungsbewusster Pflanzenschutz und Transparenz bei der Nahrungsmittelproduktion.

Der Abend wird mit einer Landvolkveranstaltung ausklingen.

Weitere Informationen erhalten beim Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V.

- Geschäftsstelle - unter 0531/287700.

 

02.05.

Regenerative Energieroute Salzgitter-Baddeckenstedt-Liebenburg vorgestellt und eingeweiht

SALZGITTER-CALBECHT.   Der Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel (LPV) und der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) hatten am Dienstag zur Vorstellung und Einweihung der „Regenerativen Energieroute

Salzgitter-Baddeckenstedt-Liebenburg“ in die Fachhochschule Braunschweig/ Wolfenbüttel Campus Salzgitter-Calbecht eingeladen. Die rund 70 Teilnehmer kamen aus dem politischen, landwirtschaftlichen und kommunalen Bereich.

Die aktuelle Energiepreissituation verlange geradezu Aufklärung zu betreiben und rechtzeitig Ersatz für Kohle, Öl und Gas zu schaffen, hieß es unter anderem in den Statements der Referenten. Außerdem stellen die Objekte einen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung dar. „Die Energie ist da, wir sollten sie nutzen“, begann Siegfried Thom seine Vorstellung der Route mit Bildern im Saal, weil eine Reise über die Strecke von 53 Kilometer mit 49 Objekten von Lebenstedt bis Ringelheim zu aufwendig gewesen wäre. Außerdem ist es eine gute Anregung, einen Sonntagsausflug entlang dieser Route mit der ganzen Familie zu unternehmen.

Beinahe 150 Millionen Kilowattstunden Strom werden hier erzeugt. Allein durch Windkraft kommen 141, durch Wasserkraft 3,4 und mit den Photovoltaikanlagen eine Million kWh zusammen. Das ist ausreichende Menge für 130.000 Einwohner. Biomassennutzung und geothermische Anlagen ergänzen die Palette.

Bereits vor zwei Jahren ist die Route „Elm“ mit 18 Objekten von Schöppenstedt bis Gardessen vorgestellt. Geschäftsführer Volker Meier vom LPV sagte an, dass alle Betreiber ihre Anlagen gern vorstellen und Auskunft geben. Es sei das erklärte Ziel, viele Menschen für diesen Energiebereich zu gewinnen. „Wir wollen das Thema öffentlich machen und auch Schulen einladen, sowie bei der Ausstellung Harz + Heide in Braunschweig besonders darstellen“, sagte er mit dem Hinweis auf den Beitrag zum Klimaschutz.

 

 

v.l. Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel Professor  Dr. Karl Bruns, 1. Vorsitzender des Energiezentrums Salzgitter e.V. Wilhelm Schmidt, Siegfried Thom vom Zweckverband Großraum Braunschweig, Kreislandwirt Wolfenbüttel Gerhard Schwetje, 1. Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Großraum Braunschweig Detlef Tanke, Geschäftsführer vom Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel Volker Meier, Erste Kreisrätin aus Wolfenbüttel Barbara Thiel und Verbandsdirektor des Zweckverbandes Großraum Braunschweig Dr. Martin Kleemeyer mit der Karte des Routenverlaufs.

 

Interesse an den Ausführungen zur Energieroute war durch den guten Besuch dokumentiert.

 

Die gelungene Arbeit wurde bei einem Glas Sekt und einem Imbiss gefeiert.

Text + Fotos: Werner Gantz


01.05.

Früh übt sich ...

... wer ein Züchter werden will! Die Vorbereitungen für den diesjährigen Jung-züchterwettbewerb, der am 21. Mai 2006 in der Zeit von 11:00 bis 15:00 Uhr im Rahmen der Harz + Heide stattfinden wird, laufen bereits auf vollen Touren.


23.04.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel war auf Info-Reise

 

CREMLINGEN/ERKERODE.   „Als Wahlkreisabgeordneter nehme ich gern in Anspruch, hier ein bisschen Fortbildung zu bekommen, denn wir müssen gemeinsam eine Basis finden, dass Landwirtschaft in Deutschland eine Zukunft hat“, sagte Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel bei seinem Besuch im Landkreis Wolfenbüttel. Die Situation der Landwirtschaft in der Region interessierte ihn und er löste damit auch ein Versprechen aus der Zeit des Wahlkampfes für den informellen Besuch ein.

Der Bauernverband Braunschweiger Land, Kreisverband Wolfenbüttel, im Niedersächsischen Landvolk hatte ein gemischtes Programm vorbereitet. Hauptgeschäftsführer des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig Carsten Ilsemann, Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Kreisvorsitzender Ulrich Löhr und Kreislandwirt Gerhard Schwetje waren die Gesprächspartner bei dem agrarpolitischen Gedankenaustausch in der Gaststätte Reitling und auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Erkerode und Cremlingen.

Die Themen am runden Tisch: Hochwasserschutz, da neue Überflutungsräume geschaffen werden sollen und damit Ackerland zu Grünland wird. Bundesimmissionsschutzgesetz, da Getreide im thermischen Einsatz noch nicht als Regelbrennstoff gilt und Gentechnik mit allen Problematiken.

Im Außenbereich zwischen Neu Erkerode und Veltheim/Ohe ist im vergangen Jahr von den Landwirten von Henniges und Weddelmann als GmbH eine Biogasanlage auf der Grundlage nachwachsender Rohstoffe (NaWaRo) gebaut worden. Ausgelegt auf 530 Kilowatt elektrisch für die Einspeisung in das öffentliche Netz und mit gleicher Leistung dazu thermisch für die Wärmeabgabe an die Stiftung Erkerode ganz in der Nähe.

Betreiber Eckard Weddelmann aus Hachum stellte den Betriebsablauf vor und erläuterte die Anlaufschwierigkeiten. Er selbst habe sehr viel Engagement aufbringen müssen, um die Produktion störungsfrei hinzubekommen. Maissilage kommt in der „neuen Landwirtschaft“ zum Einsatz.

Die alte Betriebsform – also herkömmliche Landwirtschaft – gab es bei Fritz Segger in Cremlingen zu sehen. 300 Hektar gehören dazu im Ackerbau mit Getreide, Raps und Zuckerrüben. Die Nahrungsmittelproduktion werde das klassische Standbein für die deutschen Landwirte bleiben, doch müsse den nachwachsenden Rohstoffen das Interesse gelten denn so wurde es gesagt: „Das ist ein Riesenthema.“  

Des Ministers Fazit: Wie sähe die Region hier aus, wenn wir die Landwirtschaft nicht hätten?  Er begrüßte die Initiativen aus nachwachsenden Rohstoffen Energie zu gewinnen.

 

 

 

Den Landwirt als Energiewirt erlebte Minister Sigmar Gabriel. (4.v.l.)   SPD-Bürgermeisterkandidat von Cremlingen Detlef Kaatz, Hauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann (Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Kreislandwirt Gerhard Schwetje, Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig), Kreisvorsitzender Ulrich Löhr, Landwirt Michael Hantelmann aus Hemkenrode, Wolfenbüttels SPD-Landratskandidat Jörg Röhmann und Landwirt Johannes Feigel aus Kneitlingen.

 

Herkömmliche Landwirtschaft präsentierte (v.l.) Fritz Segger in Cremlingen Minister Sigmar Gabriel. Dabei sind Volker Meier, Landwirt Segger jr. und Ulrich Löhr.

 

Sigmar Gabriel, Volker Meier, Ulrich Löhr, Michael Hantelmann

 

 

Text + Fotos: Werner Gantz


30.03.

 

Milchbauern waren im Reichstag in Berlin vorstellig

BRAUNSCHWEIG.   Die zuständigen Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Uhl, Helmstedt/Wolfsburg (auch Mitglied im Europaausschuss), und Holger Ortel, Wesermarsch/Oldenburg, wurden in Berlin von einer 13köpfigen Delegation Milchbauern aus den Landkreisen Helmstedt, Wolfenbüttel, Peine und Gifhorn besucht. Ihr Anliegen und Vortrag: Der anhaltend niedrige, nicht kostendeckende Milchpreisauszahlungspreis. Wie dabei in Zukunft die Milchviehhaltung gestaltet werden kann und ob es Nachfolgeregelungen nach 2015, wenn die Milchquote wegfällt, gibt und warum die Schulmilchförderung zurückgefahren wird, waren unter anderem die Fragen aus dem übergebenen Katalog. Milchbauern seien auch bei Ausgleichszahlungen benachteiligt, wurde vorgetragen. So wollte Erich Gehrke aus Groß Sisbeck wissen, welche Module wohl für die Milchbauern möglich wären. Die Antworten konnten nicht gleich vollständig gegeben werden. Es wird hier vor Ort einen neuen Termin geben. Petra Both-Schulz machte deutlich, dass der derzeitige Auszahlungspreis aller Zuschläge und Förderung im Durchschnitt bei 30 Cent je Liter Milch und damit unter den Produktionskosten liegt. Ihre Forderung: 35 Cent je Liter im Jahresdurchschnitt, damit auch wieder Investitionen auf den Höfen ermöglicht werden. „Wir Milchbauern arbeiten am meisten und härtesten und verdienen am wenigsten“, hieß es erwartungsvoll auf Unterstützung hoffend.

 

 

 

 

Volker Meier (Landvolk Bezirksverband Braunschweig) mit MdB Hans-Jürgen Uhl (Bildmitte) mit der Besuchergruppe im Reichstag

Bei dieser Gelegenheit, beim Besuch im Reichstag, waren die Landwirte auch Zuhörer bei der Agrardebatte im Plenarsaal. Bundesminister Horst Seehofer erläuterte seinen Part des Agrarhaushalts, worauf verschiedene Redner der einzelnen Parteien das Wort ergriffen und nicht alle im Sinne der deutschen Landwirte sprachen. Der Quotenabbau und der Preisverfall für Milch auf Weltmarktniveau liegen spürbar in der Luft. Für viele Betriebe ist das keine Perspektive.

 

(Text und Foto: Werner Gantz)

 


29.03.

 

Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Helmstedt

Niedersächsisches Landvolk – Bauernverband Braunschweiger Land

HELMSTEDT.   Die lange Liste der zu begrüßenden Gäste war wieder einmal ein Beweis dafür, wie groß das Interesse an dem wirtschaftlichen Fortbestand der landwirtschaftlichen Betriebe im Kreisgebiet ist. Von den Kreis- und Gemeindeverwaltungen waren der Landrat, die Bürgermeister und Vertreter politischer Parteien ebenso erschienen wie Vertreter von Saatzucht- und Landmaschinenunter-nehmen, Vereinen und Institutionen sowie von der Landberatung und den Kirchen. Rund 50 Namen trug der Vorsitzende des Bauernverbandes Braunschweiger Land Kreisverband Helmstedt Gerhard Rott aus Scheppau, gleichzeitig Kreislandwirt, mit freundlichen Willkommensgrüßen vor.

Für den Kreisverband gab Gerhard Rott den Jahresbericht und nannte unter anderem Schwerpunkte der Ereignisse im zurückliegenden Jahr, das durch die Änderungen der Zuckermarktordnung (ZMO) geprägt war, die nun bereits ab 1. Juli 2006 greift. Alternativen seien im Ackerbau Raps und Biomasse, sowie im Bereich erneuerbarer Energien Mais und eventuell Hirse. Getreide sei auch, in Abstimmung mit allen Gremien, als „Regelbrennstoff“ anerkannt.

 

Landvolkhauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann vom Bezirksverband Braunschweig ergänzte aus der Verwaltung den Bericht und nannte alle durchgeführten Veranstaltungen und Demonstrationen, darunter 120 Mahnfeuer bezüglich der ZMO im Bezirk. „Eine Menge Veränderungen gab es bei Gesetzen und Vorschriften. Sie (die Landwirte) über neue Entwicklungen zu informieren ist unsere Aufgabe“, führte er an. 20 Veranstaltungen, Seminare und Kurse, habe es diesbezüglich 2005 gegeben.

 

Zu den permanent veränderten Wirtschaftsbedingungen in der Landwirtschaft und allgemein machte auch Landrat Gerhard Kilian in seinem Grußwort einige Anmerkungen und sprach von einer schwierigen Situation. Der Rückgang der Arbeitsplätze sei eines der Hauptprobleme.

Helmstedts Bürgermeister Heinz-Dieter Eisermann bemerkte, dass sich Landwirte immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen. Sein Dank galt dem Landvolk für das Engagement für seine Mitglieder und die Verbraucher von Lebensmitteln.

 

 

 

 

 

Chancengleichheit für alle Landwirte in der EU ist immer wieder die Forderung der Betroffenen. Ehrenvorsitzender Erich Hahne aus Wobeck, Vorsitzender Gerhard Rott und Stellvertreterin Bärbel Heidebroek mit dem Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke

 

„Wandel kann auch Gewinn bringen“, ermutigte die Vorsitzende des Kreisverbandes der Landfrauen Ursula Deters aus Räbke die Pessimisten. Die Zusammenarbeit bei vielen gemeinsamen Aktionen der Landfrauen mit dem Landvolk sei immer gut gewesen.

„Agrarland Niedersachsen – welche Chancen haben die Landwirte hier vor dem Hintergrund der Brüsseler Beschlüsse und welche Maßnahmen sieht die Landesregierung in Hannover vor, um die heimische Landwirtschaft zu stärken?“ Zu diesem Thema referierte der Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke vom Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Mit 30jähriger Betriebsleitererfahrung auf elterlichen 120 Hektar-Hof wusste er wo den Landwirten „der Schuh drückt“. Seine Vision und Antwort: „Lebensmittel werden immer gebraucht, aber zum Leben gehört auch Wärme und Energie in den Wohnungen. Nun müssen wir auch noch die Ergebnisse auch dem Bioenergiebereich als Treibstoff in unsere Autos bringen.“ Alles werde versucht, um die Landwirtschaft zu erhalten. Dazu gehöre auch die Verteilung von Fördermitteln in Höhe von 718 Millionen Euro.

Gerhard Rott nahm auch die Ehrung von zwei Ortsvertrauenslandwirten vor. Otto Besener aus Emmerstedt und Walter Homann aus Räbke, jetzt Altenteiler, haben viele Jahre ehrenamtlich für die Allgemeinheit mitgewirkt. Gratuliert und Dank gesagt wurden den nunmehr 70jährigen, sich verdient gemachten Mitgliedern, Hermann Claus aus Rickensdorf, Günter Heidebroeck aus Gevensleben und Wilhelm Wehke aus Meinkot.

 

(Text u. Foto: Werner Gantz)


Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband - PresseDienst vom 23.03.2006

Stroh soll zu Treibstoff werden
VW-Konzern und Iogen planen Werk zur Herstellung von Ethanol aus Zellulose

 

L P D - Nach dem Einstieg in die Dieselproduktion aus Biomasse durch die Firma Choren in Uelzen eröffnen sich nun für die Landwirtschaft Chancen, mit Biomasse auch am Benzinmarkt teilzuhaben. Gemeinsam mit dem kanadischen Biotechnologie-Unternehmen Iogen prüft der VW-Konzern nach Angaben des Landvolks Niedersachsen derzeit die Machbarkeit der Produktion von Zellulose-Ethanol in Deutschland. Zellulose-Ethanol ist ein erneuerbarer Kraftstoff, der aus nicht für die Lebensmittelproduktion verwendbaren landwirtschaftlichen Abfallprodukten wie Getreide- und Maisstroh hergestellt wird und auf kostengünstige Weise den Ausstoß von Treibhausgasen im Straßenverkehr reduziert. Er kann herkömmlichem Benzin problemlos beigemischt werden; alle Automobilhersteller garantieren den Einsatz mit einem Anteil von fünf Prozent.

 

Iogen betreibt die weltweit einzige Demonstrationsanlage für die Herstellung von Zellulose-Ethanol und konnte diesen Kraftstoff erstmals im April 2004 kommerziell vermarkten. Für die praktische Umsetzung des Vorhabens suchen VW und Iogen jetzt einen Standort für die Errichtung einer ersten Anlage. Geplant ist die Verarbeitung von ungefähr 800.000 t Stroh zur Herstellung von etwa 220.000 t Ethanol. Bei einem unterstellten Strohertrag von fünf t je ha wäre dafür das Stroh von ungefähr 160.000 ha notwendig, mithin eine Getreidefläche von wenigstens 400.000 ha, weil aus Fruchtfolgegründen nicht das gesamte Stroh verwendet werden kann. Die Anlage braucht deshalb einen Standort in einer Ackerbauregion. Gleichzeitig wünscht VW die Nähe zum Stammwerk. Damit hat Niedersachsen neben Sachsen-Anhalt recht gute Chancen, hier zum Zuge zu kommen. Gleichwohl gereichen Niedersachsen die gegenüber seinem östlichen Nachbarn ungünstigeren betrieblichen Strukturen zum Nachteil.

 

„Das Know-how ist in Niedersachsen, auch die Umsetzung gehört nach Niedersachsen“, sagt Jürgen Hirschfeld als Vorsitzender des Ausschusses für regenerative Energien beim Landvolk Niedersachsen. Allerdings müsse die Landwirtschaft aufpassen, dass die Bauern nicht als Rohstofflieferant zum „billigen Jakob“ würden. Der Verband hat deshalb das Vorhaben zu seiner eigenen Sache gemacht und hält die Bündelung des Angebots im Rahmen einer Erzeugergemeinschaft für notwendig. Unter anderem wurde bereits gemeinsam mit den Maschinenringen eine Kostenanalyse für das Stroh sowie die gesamte Logistik des Transports erstellt und ein marktgerechter Preis frei Werk ermittelt. In die weiteren Vorplanungen wird sich der Verband intensiv einbringen. Inzwischen hat Iogen bereits Gespräche mit Landwirten begonnen, um Lieferbereitschaft und Rohstoffpotenzial zu sondieren.

 

14.03.

Delegiertenversammlung in Wolfenbüttel

Zur 5. Delegiertenversammlung hatte der Bauernverband Braunschweiger Land seine Delegierten in das "Golden Tulip Wolfenbüttel" geladen, die auch zahlreich erschienen sind.

Nachdem Jürgen Hirschfeld, wiedergewählter Vorsitzender des Bauernverband Braunschweiger Land e. V., Delegierte und Gäste begrüßt und einige der zurzeit wichtigsten agrarpolitschen Themen (Besteuerung von Biokraftstoffen, Cross Compliance-Vorschriften, Bescheide zur Festsetzung und Zuweisung von Zahlungsansprüchen u. a. m.) angesprochen hat, machte Haupt-geschäftsführer Carsten Ilsemann Ausführungen zum Geschäftsbericht 2005, und Kurt Hübner, Geschäftsführer, erläuterte den Jahresabschluss 2005 und den Haushaltsvoranschlag 2006. Zu den sozialversicherungsrechtlichen Sachverhalten nahm Gerhard Schwetje, ebenfalls wiedergewählter stellv. Vorsitzender des Bauernverbandes Braunschweiger Land, Stellung und berichtete kurz über die Veränderungen, die der neue Anbau an das Grüne Zentrum mit sich bringen wird.

"Wenn Du Bauer bleiben willst, kämpfe!" Unter diesem aufrüttelnden Motto stand der Vortrag des Landtagsabgeordneten, Unternehmensberaters und Landwirtes Clemens Große-Macke, der es verstand, der Landwirtschaft in einer Zeit, die von Unsicherheiten und Schwierigkeiten (Zuckermarktordnung, Geflügelpest, Cross-Compliance, Besteuerung von Biokraftstoffen) geprägt ist, einen durchaus posiven Blick in die Zukunft aufzuzeigen.

(v. l.: Gerhard Rott, Ulrich Löhr, Carsten Ilsemann, Jürgen Hirschfeld, Gerhard Schwetje, Clemens Große-Macke, 

         Kurt Hübner, Wilfried Schaper-Jesussek)

 

09.03.

Landesweites Projekt in Braunschweig vorgestellt

Im landesweiten Projekt "Transparenz schaffen" sollen nach Auskunft unseres Referenten Wolfgang Arens vom Landesbauernverband Niedersachsen alle Aktivitäten zum Bereich "Landwirtschaft und Schule, grünes Klassenzimmer, Bauernhof als Klassenzimmer, Kochen in Schulen, etc." gebündelt werden.


09.03.

"Pachten leicht gemacht"

Unter diesem Motto stand das im Rahmen der Winterveranstaltungen des Bezirks-verbandes stattgefundene Seminar, in dem Herr Rechtsanwalt Andreas Eckert den Teilnehmern die Grundzüge des Pachtrechtes nahe gebracht hat.


03.03.

FAL-Forum in Braunschweig

Nachwachsende Rohstoffe standen im Mittelpunkt des Forums, zu dem der CDU-Landesverband Braunschweig in die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft eingeladen hatte.

Ulich Löhr hat für den Landvolk Bezirksverband Braunschweig die agrarpolitischen Forderungen formuliert:

1. Getreide muss als Regelbrennstoff  angesehen werden.

2. Die Besteuerung von Biodiesel und kaltgepresstem Rapsöl sollte aufgehoben werden.

3. Die Agrarbürokratie muss erheblich reduziert werden.

(von links: Michael Fisseler, Manfred Walkemeier, Hennig Brandes, Ulrich Löhr)

 

 

 

(von rechts: Ulrich Löhr, Uwe Schäfer)


22.02.

 

65 Teilnehmer bei der Bezirksversammlung des Landvolks

QUERENHORST.   Zu einer Informationsveranstaltung hatte der Bezirk Velpke/Helmstedt des Bauernverbandes Braunschweiger Land im Niedersächsischen Landvolk in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Dem Aufruf des Bezirksvorsitzenden Eckhard Gifhorn aus Bahrdorf folgten 65 Landwirte. Wichtige aktuelle Informationen aus dem Agrarbereich wurden von Mitarbeitern aus den eigenen Reihen vorgetragen.

Den agarpolitischen Sachstandsbericht gab eingangs der Kreisverbandsvorsitzende Gerhard Rott aus Scheppau. „Die geringeren Einnahmen durch die veränderte Zuckermarktordnung kostet uns Landwirten und der Region viel Wirtschaftskraft“, führte er aus. In den Bilanzen wirkten sich die historischen Getreidepreistiefs der vergangen Jahre bereits aus. Da könne nur auf Besserung der Ertragslage gehofft werden.

Der Helmstedter Geschäftsstellenleiter Hans-Joachim Rehkuh erläuterte Buchführungsfragen und steuerliche Aspekte. Über das größte Naturschutzgebiet der Region, das Drömlingprojekt und über das Blühstreifenprogramm sprach Geschäftsführer Volker Meier. Immer noch in der Diskussion seien die Ausgleichsmaßnahmen in Verbindung mit dem längst abgeschlossenen Ausbau der Autobahn 2. Auskunft zu speziellen Fragen erteilt er unter der Rufnummer: 0531 287700.

 

 

 

Alternativenergien sind im Kommen. Uwe Lickfett aus Büddenstedt referierte zu den Themen Rapsöl und Wärmekontrakting für die Landwirtschaft. Weil er selbst Abgeber ist, konnte er auch aus eigener Erfahrung berichten.

Kreislandwirt Gerhard Rott, Hans-Joachim Rehkuh, Eckhard Gifhorn, Bürgermeister Reinhard Beckmann, Volker Meier und Referent Uwe Lickfett.      

(Foto u. Text: Werner Gantz)


22.02.

Modulation: Neuer Maßnahmenkatalog

Beim Seminar "Modulation", das im Rahmen der Winterveranstaltungen des Bezirksverbandes Braunschweig stattfand, referierte Dr. Wilfried Steffens vom Landesbauernverband Niedersachsen zum Thema "Föderung der Entwicklung des ländlichen Raumes 2007-2013" und gab den Teilnehmern einen Überblick über die zukünftige Struktur und die strategischen Leitlinien der ländlichen Entwicklungspolitik der EU. Er gewährte den Mitgliedern u. a. einen Einblick in die finanzielle Vorschau für Agrarausgaben 2007-2013, wobei die EU-Mitgliedsstaaten wieder die Möglichkeit erhalten sollen, bis zu 20% der Direktzahlungen zu kürzen und in die ländliche Entwicklung umzuleiten.

 

 

 


21.02.

Zu Besuch im Grünen Zentrum

Im Anschluß an die Mitgliederversammlung beim Kreisverband Peine fand Gerd Sonnleitner (Präsident des Deutschen Bauernverbandes) beim Richtfest der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für den Anbau an das Grüne Zentrum trotz der ungünstigen Witterungsverhältnisse "aufbauende" Worte.

 

 


21.02.

Die Weichen sind Richtung Weltmarkt gestellt


Wohin geht die Reise für die Landwirtschaft?

Dass die neue Bundesregierung willens ist, sich für die Interessen der deutschen Landwirtschaft einzusetzen, hat sie bei den jüngsten Entscheidungen auf internationaler und europäischer Ebene bewiesen. Dies sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Peine am 21. Februar 2006. Als Beispiele nannte er den Einsatz deutscher Politiker bei den Welthandelsgesprächen sowie beim Kompromiss über den EU-Haushalt und bei der Zuckermarktordnung. Zwar sei nicht alles, was dabei als Ergebnis herauskam, durch und durch gelungen gewesen. Es sei allerdings ein wichtiges Zeichen, dass nun wieder die Politik mit der Agrarwirtschaft Draht halte, stellte der DBV-Präsident fest. Bei den WTO-Verhandlungen hat die EU-Kommission nach Einschätzung Sonnleitners unnötig Verhandlungsmasse aus der Hand gegeben und ihre Position geschwächt, wenn es demnächst um den Außenschutz und die Zölle geht. „Das kann uns bei Milch, bei Rindfleisch und bei Zucker eines Tages noch schwer auf die Füße fallen“, befürchtet Sonnleitner.

 

 

 

 

Die Weichen seien eindeutig Richtung Weltmarkt gestellt. Deshalb gelte es, sich auf mehr internationalen Wettbewerb einzustellen. Die Direktzahlungen, die bei den Verhandlungen zum EU-Haushalt bis 2013 gegen die heftigen Attacken der Briten verteidigt werden konnten, werden in dieser Höhe längstens bis 2013/2015 zur Verfügung stehen. Daher sollte die Landwirtschaft die Zeit bis dahin nutzen, um die Betriebe besser für den Markt aufzustellen, stellte Sonnleitner fest.

Sonnleitner hält den Weg richtig, den staatlichen Einfluss auf die Gestaltung des Marktes zurückzunehmen und dafür einen entkoppelten Ausgleich zu gewähren. Acht geben müsse man aber, dass die Zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik nicht weg breche. Maßnahmen wie Agrarumweltprogramme drohen dann nach Einschätzung Sonnleitners unter die Räder zu kommen. Doch sei es wichtig, dass in der Zweiten Säule vorrangig die investiven Maßnahmen erhalten bleiben, also die Hilfen, die wirklich Marktanteile sichern und ausbauen.

(Text: Deutscher Bauernverband)


Februar 2006

Zauberformel: Vom Landwirt zum Energiewirt

LANDKREIS HELMSTEDT/WOLFENBÜTTEL. Weil mit der erreichten und fortschreitenden Globalisierung uns hier in der Region und in ganz Deutschland landwirtschaftliche Erzeugnisse auf den Markt kommen, müssen die Landwirte auf ihren Ackerflächen auf Alternativen ausweichen. Nur im begrenzten Umfang können biologisch produzierte Lebensmittel abgesetzt werden. Für Biomasse gibt es aber gute Möglichkeiten in größeren Mengen im Einsatz zur Energiegewinnung.

Bei der Umsetzung des Strukturwandels steht der Braunschweiger Bezirksverband des Niedersächsischen Landvolkes mit seinen Fachleuten den Mitgliedern helfend zur Seite. Kürzlich fanden mit Geschäftsführer Volker Meier organisierte Tagesexkursionen mit Landwirten aus dem Einzugsbereich Helmstedt, Goslar, Peine, Salzgitter und Wolfenbüttel statt. Zum Thema Biogas war es bereits die dritte Besichtigung-und Vortragstour, um den 30 Interessierten bei technisch drei unterschiedlichen Techniken praktische Entscheidungshilfen zu geben.

In Groß Schwülper präsentierte der Anlagenbetreiber Heinz Dralle die in Betrieb befindliche Biogasanlage. Waagerecht sind hier die Fermenter errichtet. Dagegen sind die Behälter zur Gasbildung in Hedeper senkrecht aufgestellt. Hans-Joachim Wendt hatte sich dort für diese Platz sparende Version entscheiden. Welches Verfahren gibt die größte Gasausbeute? Zuletzt wurde mit dem Bus Jerxheim angefahren. Walfried Weihs berichtete den Besuchern, dass die 500 Kilowatt-Anlage seit Anfang Dezember am Netz ist und dem Unternehmen „Avacon“ Strom gegen Bezahlung einspeist.

Der Vorgang: Biomasse (Mais, Gras, Roggen) wird grün geerntet und in Silagemieten gelagert. Die Fermenter werden nach und nach damit „gefüttert“. Das entstehende Gas wird zum Antrieb eines großen Motors verbrannt, um ein Aggregat zur Stromerzeugung anzutreiben. Im großen Bruch und in der weiteren Region sind 600 Hektar Ackerland für die Biogasgewinnung umgewidmet.

Im Einzugsbereich des Bezirksverbandes gibt es bereits 12 Anlagen. Weitere 12 befinden sich in Planung. Volker Meier: Aus den genannten Gründen wollen wir das Netzwerk nach vorn bringen. Rainer Fricke vom Planungsbüro HHF aus Huy/Röderhof, Dieter Nowak vom Bauunternehmen Schumacher aus Wolfenbüttel und Christian Sprute vom Projekt Region Braunschweig GmbH gaben Auskünfte auf Fragen zur Bauausführung und Technik.

Gleich 58 Teilnehmer nahmen am Folgetag an einer Busrundreise teil, um mehrere Varianten Heizanlagen, die mit Biomasse betrieben werden, zu besichtigen. Thermisch eingesetzt werden Holzhackschnitzel und Holzpellets, aber auch sonstige brennbare Stoffe. Martin Kopp, Geschäftsführer vom Anlagenvertreiber Lange & Tipky aus Helmstedt gab Erläuterungen über die Techniken.       

Thermischer Einsatz von Biomasse war auch im Garten-           Landvolkgeschäftsführer Volker Meier ist stets auch mit baubetrieb Schmidt in Königslutter zu besichtigen.                      dem Thema  "Biogas" wie auch hier in Jerxheim beschäftigt.       (v.r. Jürgen, Friederike u. Berndt Schmidt, Volker Meier                                                                                         

u. Gäste)

 

Dicht gedrängt im Heizungskeller wird das System erläutert.      Die Gruppe am Einspeisungsförderband bekommt

                                                                                                      Informationen.

Text & Fotos: Werner Gantz

 

22.02.

Stallpflicht dringend einhalten


Das Landvolk Niedersachsen appelliert an alle landwirtschaftlichen Geflügelhalter, sich strikt an die Stallpflicht für Geflügel zu halten. Alle Tiere sind in geschlossene Ställe zu bringen. Die neuesten Fälle der Vogelgrippe haben die Tierseuche bedrohlich nahe rücken lassen. In Niedersachsen halten rund 22.000 Betriebe knapp 25 Mio. Tiere, der Produktionswert für die landwirtschaftlichen Betriebe erreicht knapp 800 Mio. Euro. In den Niederlanden verursachte 2003 die Geflügelpest bei einem Tierbestand von 90 Mio. Tieren einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von 500 Mio. Euro.
Das Landvolk fordert die Bundesregierung auf, die Entwicklung eines wirksamen und zugelassenen Impfschutzes zu forcieren. Bislang gibt es keinen zugelassenen Impfschutz.
(Mitglieder-Info 2/2006)

20.02.

Geflügel muss ab 20. Februar in den Stall

Das Bundeslandwirtschaftsministerium zieht das Aufstallungsgebot auf den 20. Februar 2006 vor. Somit sollen Nutztiere und Menschen vor einer Vogelgrippe-Infektion geschützt werden. Auf Grund einer neuen Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (Riems) sei die vorsorgliche Auftstallung angebracht, sagte Landwirtschaftsminister Horst Seehofer heute vor der Presse. Das Aufstallungsgebot schließe auch ein Verbot von Geflügelmärkten und -veranstaltungen ein. Diese sollen nur noch ausnahmsweise in geschlossenen Räumen und lokal begrenzt erlaubt sein.

(Text: (gk) AgriManager )

 

17.02.

Optimierung der Direktvermarktung

Die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte bietet die Chance mit dem Endverbraucher unmittelbar in Kontakt zu treten. Im Hofladen kann der Kunde sich von der Qualität regionaler Produkte und deren natürlicher Herstellung überzeugen und vor Ort Vertrauen zu den Produzenten gesunder Nahrungsmittel aufbauen.

Wie man seine Strategie in der Direktvermarktung verbessert, erläuterte PR- und Kommunikationsberater Kolja Bode, LANO media, im Rahmen des vom Bezirksverbandes Braunschweig angebotenen Seminars im Grünen Zentrum.

 

 


Februar 2006:

EUROPÄISCHES PARLAMENT

 

 


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Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl

Quästorin

Zuckermarktordnung
- Reformvorschläge im Vergleich -

Über die Grundzüge der anstehenden Reform der europäischen Zuckermarktordnung herrscht weitgehende Einigkeit. Geplant ist unter anderem (1.) eine Senkung der Garantiepreise, (2.) ein Teilausgleich der Einkommensverluste der Rübenbauern durch entkoppelte Direktzahlungen, (3.) eine Reduzierung der Produktionsquoten um etwa 6 Millionen Tonnen durch freiwillige Zuckerquotenrückgabe, (4.) die Abschaffung des Interventionssystems und (5.) die Zusammenlegung der A- und B-Quote.

Keine Einigkeit herrscht unter anderem über Umfang und Zeitrahmen der Garantiepreissenkungen. So will die Kommission den Preis für Weißzucker in zwei Jahren um 39 Prozent reduzieren. Der Rat schlägt eine Reduktion um 36 Prozent in vier Jahren vor. Das Europäische Parlament will den Preis für Weißzucker innerhalb von vier Jahren um 30 Prozent senken. Ähnlich sieht es beim Rübenpreis aus. Die Kommission hat sich hier für eine mögliche Reduzierung um über 50 Prozent innerhalb von zwei Jahren ausgesprochen. Der Rat plädiert für eine Senkung des Rübenpreises in vier Jahren um insgesamt 39,7 Prozent. Das Parlament fordert, die Rübenpreissenkung auf 33 Prozent zu begrenzen.

Unterschiedliche Vorstellungen existieren auch über die Gestaltung des Übergangs von Interventions- zu Referenzpreisen. Die Kommission will den Interventionspreis mit sofortiger Wirkung durch einen Referenzpreis ersetzen. Der Rat will die Intervention für eine Übergangszeit von 4 Jahren beibehalten, mit einem Auslösepreis von 80 Prozent des Referenzpreises des folgenden Wirtschaftsjahres und einer Interventionsmenge von maximal 600.000 Tonnen. Das Europäische Parlament will das Interventionssystem noch bis 2010 fortschreiben.

Uneins ist man sich außerdem über einige Einzelheiten im Zusammenhang mit dem geplanten Restrukturierungsfonds. Die Grundidee ist, dass Unternehmen, die ganz oder teilweise aus der Zuckererzeugung ausscheiden wollen, ihre Quoten in den nächsten Jahren abgeben können und dafür aus dem Restrukturierungsfonds mit einer einmaligen Prämie entschädigt werden. Finanziert werden soll der Fonds durch die Zuckerindustrie. Dem stimmen alle zu. Unterschiedliche Vorstellungen gibt es aber über die Höhe der Prämie. Laut Kommission soll sie sich Prämie im ersten Jahr auf 730 Euro pro Tonne Produktionsmenge belaufen. Im zweiten Jahr soll es 625 Euro geben, im dritten 520 Euro und im vierten 420 Euro. Rat und Parlament wollen eine andere Staffelung. Nach den Vorstellungen des Rates sollen in den ersten beiden Jahren 730 Euro pro Tonne Produktionsmenge gezahlt werden, im dritten Jahr 625 Euro und im vierten 520 Euro. Das Parlament will je aufgegebener Tonne eine Umstrukturierungshilfe in Höhe von 800 Euro im ersten, 741 Euro im zweiten, 622 Euro im dritten und 516 Euro im vierten Jahr.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Verteilung der Umstrukturierungsbeihilfen zwischen den landwirtschaftlichen Betrieben und der Zuckerindustrie. Laut Rat sollen mindestens 10 Prozent der Restrukturierungsprämie für die Rübenerzeuger reserviert werden. Dem Parlament ist das zu wenig. Die Landwirte sollen mindestens 50 Prozent der Umstrukturierungsmittel bekommen.

Über die Höhe des Ausgleichs für Zuckerrübenanbauer durch entkoppelte Direktzahlungen ist man sich ebenfalls noch nicht einig. Laut Kommission soll für die Reduzierung der Rübenmindestpreise ein Ausgleich von 60 Prozent gewährt werden. Eine Zusatzzahlung sollen Zuckerrübenbauern erhalten, wenn die Zuckerfabrik, die sie beliefert haben, im Rahmen der Umstrukturierungsregelung geschlossen wurde. Der Rat schlägt vor, dass die Ausgleichszahlungen für die Zuckerrübenanbauer in den ersten beiden Reformjahren 60 Prozent und in den beiden nächsten Jahren dann 64,2 Prozent betragen. Zusätzlich soll in Mitgliedstaaten, in denen die Quote um mindestens die Hälfte gesenkt wird, maximal fünf Jahre lang zusätzlich eine produktionsgekoppelte Beihilfezahlung in Höhe von 30 Prozent der Einkommenseinbußen gewährt werden können. Diese Beihilfe soll aus Gemeinschaftsmitteln finanziert werden und zusätzlich mit nationalen Mitteln aufgestockt werden können.

Die Kommission hat sich für eine Förderung des Anbaus von Zuckerrüben als Non-Food-Kultur ausgesprochen, die sie durch Stilllegungsprämien für die Flächen und eine jährliche Energiepflanzenbeihilfe in Höhe von 45 Euro pro Hektar unterstützen will. Das Parlament plädiert dafür, die jährliche Energiepflanzenbeihilfe auf 80 Euro pro Hektar zu erhöhen. Diese Beihilfe soll für maximal 2,2 Millionen Hektar Fläche gewährt werden.

 


16.02.

Kreisverbandsversammlung in Salzgitter

"Gegenseitige Beeinflussung der Märkte für Getreide und Bioenergie" lautete das Vortragsthema von Dr. Jens Rademacher, Referent für Pflanzliche Erzeugung, Dünge- und Pflanzenschutzmittel/Nachwachsende Rohstoffe im Deutschen Bauernverband, mit dem er die Mitglieder des Kreisverbandes Salzgitter informierte.

 

 

 

 

Wilfried Schaper-Jesussek, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes Salzgitter (2. v. l.), bedankt sich bei Heinrich Stecher (1. v. l.), Hans-Jürgen Kothe (3. v. l.) und Friedrich Kommander (4. v. l.) für die langjährig geleistete Vorstandsarbeit und die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Kreisverband Salzgitter.


08.02.

Winterveranstaltung Rapsöl

Im Rahmen der Rapsöl-Seminarreihe wurde den Teilnehmern heute im Grünen Zentrum ein Referat zum Thema "Rentabilitätsbrechnung für Alternativkraftstoffe" angeboten. Referent war Claus von Süßkind-Schwendi von der Oeko Tec-Europe GmbH.

 

 

 

 


Braunschweiger Zeitung vom 03.02.2006

"Ein Betriebszweig wird platt gemacht"


Bundesregierung plant Biodiesel-Steuer ab August - Entwicklung fort vom Öl wird erschwert

Von Elke Ebeling


BRAUNSCHWEIG. Die Bundesregierung will schon in diesem Jahr Steuern auf Biokraftstoffe erheben. Diese Absicht löst in der Agrarwirschaft Empörung aus: "Ein neuer Betriebszweig wird einfach platt gemacht", schimpft Jürgen Hirschfeld.


Bisher war Biodiesel von der Mineralölsteuer befreit. Ein Ministeriumssprecher begründete die Gesetzesänderung gestern mit einer Überförderung von Biokraftstoffen, die nach den Vorgaben der EU-Kommission abgestellt werden müsse.

Der Entwurf von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) für ein Energiesteuer-Gesetz sieht nach Angaben seines Ministeriums einen Steuersatz von zehn Cent je Liter auf reinen Biodiesel vor. Werde Biodiesel fossilen Kraftstoffen beigemischt, sollen fünfzehn Cent je Liter fällig werden. Für Pflanzenöle als Treibstoff sind demnach fünfzehn Cent je Liter geplant.

Hirschfeld, Vorsitzender des Bauernverbands Braunschweiger Land, sagt empört: "Mit der Produktion von Biodiesel und Pflanzenöl hat die Landwirtschaft für Innovationen und neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum gesorgt. So nimmt man uns einen neuen Betriebszweig und die Möglichkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben."

Zuvor habe man der Landwirtschaft die Mineralölsteuer-Erstattung gestrichen. "Wir wollen genau wie die Franzosen unseren eigenen Treibstoff steuerfrei fahren können. Zu 90 Prozent sind wir auf unseren Äckern und eigenen Feldwegen unterwegs und nicht auf der Autobahn."

"Der Gesetzgeber muss die regenerativen Energien besser stellen", fordert Hirschfeld, "sonst erreichen wir die Klima-Ziele von Kioto nicht." Die Kohlendioxid-Neutralität regenerativer Energien bringe Geld ein. Hirschfeld: "Das muss man einrechnen."

"Einerseits heißt es, wir müssen weg vom Öl, nun wird uns die Entwicklung dazu deutlich erschwert", heißt es in VW-Kreisen in Wolfsburg. Volkswagen entwickelt gemeinsam mit dem Mineralöl-Riesen Shell seit mehreren Jahren Produktionsverfahren zur Herstellung hochwertiger, alternativer Kraftstoffe von Diesel bis Super-Benzin, genannt Sun- und Syn-Fuel.

Die Landwirtschaft und alternative Energien seien für die Wirtschaftskraft der Region wichtig, betont Hirschfeld. Er verweist auf Firmen wie den Landmaschinenhersteller Welger, auf den Maschinenbau mit Bühler und BMA, auf den Solaranlagen- und Brennwertkessel-Hersteller Solvis, auf den Chemiesektor mit Bayer Crop Science.

Die neue Steuer trifft auch Agravis, den größten deutschen Biodiesel-Hersteller mit einer Jahreskapazität von 340 000 Tonnen. Agravis-Chef Nicolaus von Veltheim hatte zuvor im Gespräch mit unserer Zeitung die Bio-Energie als wesentlichen Zukunftsbereich bezeichnet.

"Man muss uns eine Chance lassen, uns zu entwickeln", fordert Hirschfeld und appelliert an die Kommunen, dass sie zu ihrer Energieversorgung verstärkt Biogas und Wärmekontrakting nutzen.

Steinbrück verspricht sich laut Gesetzentwurf in diesem Jahr 130 Millionen. und im nächsten 370 Millionen Euro. Mehreinnahmen.

 

 


Braunschweiger Zeitung vom 03.02.2006

 

 


02.02.2006

Betriebsbesichtigung bei Landmaschinen-hersteller in Wolfenbüttel

Im Rahmen der Vorstandssitzungen des Landvolk Bezirksverband Braunschweig e. V. und des Bauerverband Braunschweiger Land e. V., die in der Welger Maschinenfabrik stattfanden, hatten die Vorstandsmitglieder  Gelegenheit, sich unter der fachkundigen Führung von Vertriebsleiter  Bernhard Schleicher den Produktionsbetrieb anzusehen.

 

 

 


27.01.

Winterveranstaltung "Wegebau"

Auch der 2. Teil des "Wegebau-Seminars" Ländlicher Wegebau, der im Grünen Zentrum angeboten wurde, hat reges Interesse bei den Mitgliedern gefunden.

 

 

 


25. - 27.01.

"Wirtschaftsmotor Biogas"

Unter diesem Motto stand die 15. Jahrestagung des "Fachverband Biogas e. V." im Convention Center Hannover. Im Rahmen dieser Jahrestagung wurden u. a. Workshops zu den Themen "Hygieneauflagen und Gärreste" sowie "Sicherheitsregeln und CE-Kennzeichen" angeboten.

v. links: Rainer Fricke (Geschäftsführer Planungsbüro HHF GmbH), Gerd Sonnleitner (Präsident Deutscher Bauernverband), Volker Meier (Geschäftsführer Landvolk Bezirksverband BS), Josef Pellmeyer (Präsident Fachverband Biogas)

 

Helmstedter Sonntag vom 05.02.2006

 


Goslarsche Zeitung vom 24. Januar 2006

 

17.01.

Verabschiedung

Im Rahmen der Gemeindeverbandsversamm-lung Schladen/Oderwald bedankt sich Ulrich Löhr bei Ekkehard Reese für die vier Jahrzehnte lang geleistete Vorstandsarbeit und die vertrauensvolle Zusammenabeit im Kreisverband Wolfenbüttel.

 

 


16.01.

1. Spatenstich zum Bau der 4. Biogasanlage in Grasleben

Trotz des gefrorenen Bodens wurde mit dem 1. Spatenstich der Bau der Biogasanlage am Schaperwiesenweg in Grasleben begonnen. Zu dieser Veranstaltung hatte der Geschäftsführer der Biogas Grasleben GmbH, Ulf Seelecke, eingeladen, der mit dem Bau dieser 4. Biogasanlage in Grasleben beabsichtigt, die Wirtschaftskraft des Landkreises Helmstedt zurückzuholen und den Standort für nachwachsende Rohstoffe weiter zu entwickeln.

Unterstützung bei der Planung der Anlage erhielt die Biogas Grasleben GmbH vom Landvolk Braunschweig. Volker Meier, Geschäftsführer des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig, hat das Projekt von Anfang an begleitet.

 

 

 

 

Foto: Braunschweiger Zeitung v. 17.01.2006 (Bauer)

(von links: Johannes Nitzschke, Samtgemeindebürgermeister, Landrat Gerhard Kilian, Ulf Seelecke, Claudius Nitschke, Kreishandwerkerschaft, Volker Meier)

 


 

Helmstedter Blitz vom 11. Januar 2006


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17.12.

Die letzte Rübenlieferung

Der heutige Tag bedeutet das Ende der Zuckerindustrie im alten Braunschweiger Land. In Wierthe wird die Zuckerverarbeitung symbolisch mit schwarzen Fahnen und Trauerbegleitern zu Grabe getragen.

 

 

 

 


06.12.

Fachvortrag bei der Firma Solvis Solaranlagen in Braunschweig

Der Landvolk Kreisverband Braunschweig besucht im Rahmen seiner Mitglieder-versammlung einen Fachvortrag u. a. zu den Themen Möglichkeiten der Energieeinsparung und Energieeffizienz bei Einsatz von Solaranlagen.

 

 

 

 


02.12.

11. Braunschweiger Getreidetag brachte gute Zuversicht

KÖNIGSLUTTER.   Der 11. Braunschweiger Getreidetag vom Landvolk Niedersachsen, Landesbauernverband Hannover und Bezirksverband Braunschweig fand im großen Saal des Avalon Hotelpark Königshof statt und war gut besucht. Der Bezirksvorsitzende Jürgen Hirschfeld begrüßte die Mitglieder, Vertreter des Landhandels, der Genossenschaften und der Mühlen, sowie Kammerpräsident Fritz Steegen. Zunächst galt sein Dank allen Teilnehmern für die Unterstützung bei den verschiedenen Demonstrationen. Der Öffentlichkeit wurde deutlich gemacht, dass die anfangs gemachten Vorschläge, die Zuckermarktordnung (ZMO) betreffend, nicht hinnehmbar sind. Erreicht wurde immerhin, dass die Preissenkungen abgeschwächt zum Tragen kommen. „Wir sind mit diesen Maßnahmen noch nicht am Ende. Die Sicherstellung der Ausgleichszahlungen steht noch aus“, betonte Hirschfeld.

Auch der Präsident vom Landesbauernverband Werner Hilse kam trotz „Getreidetag“ nicht am Thema ZMO vorbei. In den Verhandlungen sei es schwer gewesen, gegen die sachlichen Argumente anzukommen. 80 Prozent Ausgleich war gefordert, 64,2 Prozent sollen gezahlt werden. Der Rübenmindestpreis wird in vier Stufen, erstmals 2006 um 24,6 Prozent, bis 2009 insgesamt um 39,7 Prozent gesenkt. Die administrativen Zuckerpreise werden um 36% auf 410,70 Euro je Tonne Weißzucker gesenkt. „Können wir für 2,63 Euro je Doppelzentner Zuckerrüben produzieren?“ Umgesetzt werden die Preissenkungen über einen Zeitraum von vier Jahren. Das ermögliche jedenfalls den Erzeugern sich neu zu orientieren. Viele Fragen sind offen. Für Deutschland bleibe nur zu hoffen, dass genug Bauern in anderen Ländern aus dem Rübenanbau aussteigen.

 

 

 

 

Die Globalisierung setze sich fort und nur Weltmarktpreise werden die wirtschaftliche Lage bestimmen, so stellte es Werner Hilse weiter heraus. Alle Chancen, auch im Export müssen genutzt werden. Auf dem Sektor Getreide spiele sich die Waage ein. Sechs Jahre lang sei weniger Menge geerntet worden, als der Verbrauch ausmachte. „Beim Getreide sind wir nicht weit weg von einem Käufermarkt und damit gibt es einen Lichtblick für die Aussichten junger Landwirte.

Für den großen Strauß hoffnungsvoller Betrachtungen, auch im Hinblick auf den Regierungswechsel in Berlin, dankte Kreislandwirt Gerhard Rott. „Den auf den Äckern produzierten Hafer haben früher die Pferde gefressen, heute werden unsere Traktoren mit Rapsöl angetrieben“, sagte Rott zufrieden über diese Entwicklung.

Die Entwicklung des Getreidemarktes aus aktueller und strategischer Sicht beleuchtete Dr. Klaus-Dieter Schumacher aus Hamburg vom Handelshaus Toepfer International. „Der Welthandel mit Getreide wird zunehmen. Allerdings ohne Exportsubventionen, die auch kein zeitgemäßes Instrument sind“, sagte er und verwies auf die Ukraine, China und Russland als neue Exporteure. Die Getreideproduktion sollte nach seiner Ansicht wieder gesteigert werden und die Erzeuger mögen nicht nur auf Ethanol setzen. Eine Preistrendwende am Weltmarkt sei schon eingeleitet, berichtete Dr. Schumacher zur Zuversicht der Landwirte.

Das Thema Biokraftstoffe in der Landwirtschaft und die Fördermöglichkeiten behandelte anschließend Dr. Luise Rottmann-Meyer vom RIS Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe. Sie hatte Ergebnisse vom 100-Schlepper-Programm parat. Zwei Jahre lang liefen 30 umgerüstete Trecker voll belastet einwandfrei. Ein weiteres Drittel hatte wenige Störungen und der Rest kam nicht gut davon. Einige fielen ganz aus.

Die Übertragung von Zahlungsansprüchen im Rahmen der GAP-Reform behandelte Dr. Wilfried Steffens vom Landvolk Niedersachsen und Werner Bosse erläuterte den Handel von Prämienrechten.

 

Text und Foto: Werner Gantz 


24.11.

Mitgliederversammlung des ZJEN

Am 24.11.2005 ist eine Delegation des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig zur Mitgliederversammlung des ZJEN der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen e. V. nach Fallingbostel gefahren.

Den Gastvortrag hielt der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff.

 

 


22.11.

Nach den Mahnfeuern folgte die Information auf dem Kohlmarkt

Braunschweig. Die Mahnfeuer waren Abends auf dem Lande gerade erloschen, da machte der Landvolk Bezirksverband Braunschweig des Niedersächsischen Landvolks am darauf folgenden Vormittag in der Braunschweiger Innenstadt auf dem Kohlmarkt auf die drastisch einschneidenden Maßnahmen bei der Änderung der Zuckermarktordnung in der EU bei den Städtern aufmerksam.

Beim Mahnfeuer an der B 1 bei Hagenhof im Landkreis Helmstedt sprachen Kreislandwirt Gerhard Rott, ZAV-Vorsitzender Wolfgang Täger-Farny, MdL Wittich Schobert (CDU) auch Kreisverbandsvorsitzender. "Für unsere Kinder müssen wir die Höfe erhalten", war der Tenor. Einschließlich der Kinder und Jugendlichen als Fackelträger bei der Demo waren annähernd 100 Menschen vor Ort.

Zur Erinnerung: Es gab zu Beginn der Globalisierung Zuckerfabriken in Fallersleben, Königslutter, Schöppenstedt und noch früher in Watenstedt. Laufend fallen Betriebsstätten weg und mit ihnen die Arbeitsplätze. Demnächst schließen Wierthe und Groß Munzel. Und wie geht es weiter?

 

 

 

In Braunschweig auf dem Kohlmarkt wurden den Frauen und Männern auf Einkaufstour in Gesprächen die Auswirkungen nach Inkrafttreten der bekannten Vorschläge zur Änderung der EU-Zuckermarktordnung erläutert.

Wenn billiger Importzucker auf den EU-Markt kommt, werden die Lebensmittel nicht im Preis gesenkt, wie es das Beispiel mit den Brötchen nach Halbierung des Weizenpreises zeigte.

Anwesend waren der Vorsitzende des Bauernverbandes Braunschweiger Land Kreisverband Braunschweig Henning Kalberlah aus Thune, die stellv. Kreislandwirtin Ingeborg Ehlers-Dönni, die Vorsitzende der Landfrauen Kreisverband Braunschweig Parvin Hemmecke-Otte, Landvolkvorstandsmitglied Manfred Walkemeyer und Axel Pahlmann.

Die begehrten Waffeln aus Mehl, Eiern und noch heimischem Zucker lieferten am Landvolkstand die Bäckerinnen Constanze Wilck, Ortrud Pape, Doris Jäger und Parvin Hemmecke-Otte.

Text & Fotos: Werner Gantz


Goslarsche Zeitung vom 23.11.2005


21.11.

Mahnfeueraktion am 21.11.2005 um 18:00 Uhr

Die radikalen Reformvorschläge der EU-Kommission zur Zuckermarktordnung mit Preissenkungen von bis zu 43 % für Zuckerrüben und 39 % für Zucker bedrohen massiv die Existenzen der norddeutschen Zuckerrübenanbauer. Es geht allein in Norddeutschland um Einkommensverluste in der Höhe von rund 160 Millionen Euro!

In der Zeit vom 22. bis 24. November 2005 entscheiden die Agrarminister der EU-Mitgliedsstaaten über die Zukunft des Zuckerrübenanbaus.

 

 

 

Daher wurden am Vorabend der Zuckermarktreform an allen 26 Zuckerfabriksstandorten in ganz Deutschland Mahnfeuer als Warnsignale und Hoffnungszeichen errichtet.

Mit diesen Mahnfeuern wollen die mehr als 40.000 Zuckerrübenanbauer und rund 20.000 Beschäftigten in der Zuckerindustrie sowie in den vor- und nachgelagerten Bereichen auf ihre existenzielle Sorge umd die Zukunft ihrer Betriebe und Arbeitsplätze aufmerksam machen.

Lodernde Mahnfeuer als Protest

Gestern Abend in Schladen loderte eines der vielen bundesweiten Mahnfeuer. Zahlreiche Betroffene und Interessierte folgten dem Aufruf des Landvolkes sowie der Zuckerrübenanbauerverbände und versammelten sich am Mahnfeuer in Sichtweite zur Zuckerfabrik.


18.11.

Biogasanlagenbesichtigung

Der Samtgemeinderat Asse informierte sich an der Biogasanlage von Herrn Dralle, Groß Schwülper, über technische Daten, Investitionskosten, die Sicherheit und anderes mehr.

Zur Auskunft standen an diesem Nachmittag der Anlagenbetreiber und der zuständige Außendienstmitarbeiter H.-Volker Frahm der Schmack Biogas AG Vertriebsbüro Nord zur Verfügung.

 

 


14.11.

Ruf nach Brüssel

- Preise maßvoll reduzieren -

Schladen. Es ist 5 vor 12, weil der Ministerrat in Brüssel vom 22. bis 24. November 2005 tagt und auch die geplante Änderung der Zuckermarkt-ordnung zu Ungunsten der norddeutschen Zuckerrübenanbauer behandeln wird. Den Unmut darüber brachten erneut die Vertreter des Bauernverbandes, der Zucker-

rübenanbauerverbände und der Nordzucker AG im Werk in Schladen zum Ausdruck. Diese Fabrik mit 154 Mitarbeitern, davon 17 Auszubildende steht für sichere Arbeitsplätze. Rübenmanager Matthias Schulte zu den bedauerlichen Fabrik-

schließungen: „Wir können auch nur an der Kostenschraube zum Rentabilitätserhalt des Gesamtunter-

nehmens drehen.“

Der Vorsitzende des Landvolk-

kreisverbandes Wolfenbüttel Ulrich Löhr und die Vorstandskollegen machten noch einmal deutlich, welche Auswirkungen die Preis- und Lieferquotensenkung in dem geplanten Ausmaß haben werden.

Die Region sei ohnehin schon schwach und das wäre ein weiterer Hieb in den Rücken für einige Branchen allgemein.

Landvolkgeschäftsführer Volker Meier aus Braunschweig nannte Zahlen:

Im Landkreis Wolfenbüttel werden 12.000 Hektar Zuckerrüben angebaut. Rund 1.000 Euro je Hektar Mindereinnahmen werden trotz Ausgleichszahlungen befürchtet.

 

 

Auf seiner Uhr zeigt Ulrich Löhr die Dringlichkeit zum Handeln. Auch die Werksuhr zeigt 5 vor 12!

v. l: Der stellv. Vorsitzende des Zuckerrübenanbauerver-

bandes Bernd Schliephake, Rübenmanager Matthias Schulte, Kreislandwirt Gerhard Schwetje, Landvolkvorstandsmitglied Cord-Georg Siebke, Ulrich Löhr und Volker Meier.

Dem Landkreis würden jährlich12 Millionen Euro an Wirtschaftskraft fehlen.

Aktuell haben die Landwirte keine Planungssicherheit. Wie ist die Fruchtfolge zu regeln? In welche Maschinengröße ist zu investieren? Die Fragen bleiben leider noch unbeantwortet, hieß es in der  Runde.

Nur Teilerfolge seien durch die Maßnahmen, wie Demonstrationen und Resolutionen erzielt worden, aber inzwischen kennen alle Entscheidungsträger und auch die Bürger die Tragweite der Zuckermarktordnung.

Die Gefahr der Benachteiligung der deutschen Wirtschaft müsse der Öffentlichkeit klar gemacht werden. Deshalb werden weitere Aktionen folgen.

Text & Foto: Werner Gantz


28.10.

Geflügel: Vogelgrippe

Nachdem am Mittwoch bekannt wurde, dass Wildvögel in Kroatien an der Geflügelpest verendet sind, werden die nationalen Schutzmaßnahmen erneut verschärft. Die geänderte Eilverordnung, die zum Wochenende in Kraft tritt, verbietet Geflügelmärkte und –ausstellungen und sieht das Tränken des Geflügels mit Leitungswasser vor, um eine mögliche Verbreitung des Virus durch Oberflächengewässer auszuschließen.
Eine vom LAVES herausgegebene Information, die Geflügelbesitzern Schritt für Schritt erklärt, was sie zu tun haben, ist beim Landesbauernverband Hannover per Faxabruf unter folgender Nummer erhältlich: 0511 36704 79 1111.

Auf einer Videokonferenz zum Thema Impfung bei Vogelgrippe wurde deutlich, dass der vom Friedrich-Löffler-Institut, Insel Riems, angekündigte Markerimpfstoff frühestens in ein bis zwei Jahren zugelassen sein wird. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen nur konventionelle Impfstoffe vor, die jedoch nur genutzt werden, wenn das Virus nach einem möglichen Ausbruch außer Kontrolle geraten sollte, d. h. mit anschließender Keulung der Tiere. Das Thema „Impfen statt Töten“ sollte daher in diesem Zusammenhang nicht weiter forciert werden, da es in diesem Fall – anders als bei der Schweinepest – auch mit Risiken für den Menschen verbunden ist.


25.10.

Führerscheine nach EU-Recht
- Fristen für Eignungsuntersuchungen beachten - !

Zum 31.12.2000 wurden für Lkw – und Omnibusführerscheine befristete Gültigkeitszeiträume eingeführt. Diese laufen zum Ende des Jahres aus. Wir möchten unsere Mitglieder auf diesen aktuellen Stand hinweisen.

Auf Folgendes ist besonders zu achten:

  • Führerscheinneuerwerber (nach dem 01.01.1999):
    • Die ärztliche Untersuchung hat ab dem 50. Lebensjahr alle fünf Jahre zu erfolgen. Dies gilt für die Führerscheine C1 und C1E (zu den Klassen siehe unten).
      Ausnahme:
      Wenn der Führerschein nach Vollendung des 45. Lebensjahres erworben wird, ist die ärztliche Untersuchung fünf Jahre nach dem Zeitpunkt des Erwerbs durchzuführen.
    • Bei den Führerscheinklassen C und CE ist eine ärztliche Untersuchung altersunabhängig alle fünf Jahre durchzuführen.
  • Alterwerber (Führerscheine, die vor dem 01.01.99 erworben wurden)
    • Ab dem 50. Lebensjahr ist bei den Führerscheinen C und CE eine ärztliche Untersuchung alle fünf Jahren erforderlich. Nach Durchführung der Untersuchung wird der Führerschein verlängert und auf den neuen EU-Führerschein umgestellt (Checkkarte).
    • Wenn der Alterwerber von der Klasse 2 bzw. 3 auf C1/C1E umstellt, ist keine ärztliche Eignungsuntersuchung erforderlich.
    • Bei der Umstellung von Führerscheinklasse 3 auf den EU-Führerschein muss die Übernahme der Fahrerlaubnisklassen T (national und CE79) zusätzlich beantragt werden. Ist dies nicht erfolgt, kann noch innerhalb zwei Jahren der Antrag gestellt werden.
    • Nach Entzug der Fahrerlaubnis Klasse 3 beispielsweise wegen einer Trunkenheitsfahrt können die Klassen T und CE79 nicht mehr beantragt werden.

Hinweis:   Anfang 2006 wird die neue AID-Broschüre zum Thema:
               „Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr“ herauskommen.


18.10.

Landvolk-Aktion II.

Braunschweiger Zeitung vom 19.10.2005 - Wirtschaft - von Elke Ebeling

 

 

 

Sie strampeln sich ab für die Rübe oder halten ein Transparent in Braunschweig.

v. l. Heinrich Pape (Mascherode), Jürgen Hirschfeld (Seesen), Ulrich Löhr (Groß Denkte),

Volker Meier (Landvolk Braunschweig), Eckhard Reinecke (Edesbüttel)


17.10.

"Wir strampeln uns ab für die Rübe!“

Die  Beschlüsse zum Zucker im Rahmen der WTO-Verhandlungen und die Reformvorschläge zur Zuckermarktordnung werfen auch im Kreis Peine ihre Schatten voraus.

Angekündigte Werksschließungen, die hohe diesjährige Deklassierung und die von der EU-Agrarministerkonferenz für Mitte November geplanten Beschlüsse sind nur einige Stichworte.

Wir wollen ein Zeichen setzen, dass sich die regionalen Entscheidungsträger auch weiterhin für die Rübe einsetzen und abstrampeln.

Landvolk-Aktion I.

Montag, 17.10.05 um 15:00 Uhr

Foto: Werner Gantz

 

 

15:00 Uhr

Treffen Zuckerfabrik Wierthe

v. l. Landvolk Braunschweig Hauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann, Mitstreiterin, Landvolk Peine Geschäftsführerin Manuela Roffka, Landvolk Braunscheig Volker Meier

 

Foto: Werner Gantz

 

 

15:15 Uhr

Abfahrt in Richtung Bodenstedt

Entscheidungsträger & Mitstreiter radeln auf einem Conferencebike für die Rübe

 

Foto: Werner Gantz

 

 

15:45 Uhr

Ankunft Hof Lauenstein,

Lengeder Weg 1, Bodenstedt

Meinungsaustausch & Diskussion

 


27.09.

(1) Stärkeweizen

Auf einigen Stilllegungsflächen im Bezirksverbandsgebiet wurde zu dieser Ernte erstmalig NaWaRo-Weizen für die Bioethanolproduktion angebaut. Bedauerlicherweise wurde trotz des geringen Preises in den meisten Verträgen A-Weizen Qualität verlangt. Dieses unglückliche frühzeitige Preissignal hatte Auswirkungen auf den gesamten Weizenmarkt. Um den Anbau von Stärkeweizen zur Ernte 2006 besser zu gestalten, stehen wir für unsere Mitgliedern mit einem Landhandelunternehmen in Verhandlungen, um Kontrakte zu besseren Konditionen anbieten zu können. Die Vermarktung wird in den Bereichen industrielle Stärke, Bioethanol und thermische Nutzung stattfinden. Der Anbau des  NaWaRo-Weizens ist sowohl auf Stilllegungs- als auch auf Ackerflächen möglich. Für den Anbau wird in erster Linie, auch nach Absprache mit Dr. Lehrke von der Landwirtschaftskammer Hannover Bezirksstelle Braunschweig, die Sorte „Hermann“ empfohlen.

Diese Sorte weist sowohl ein hohes Ertragspotential als auch das notwendige Stärkemuster auf. Der Preis für den Stärkeweizen wird sich nach dem Marktpreis zur Ernte 2006 richten, entsprechende Qualitätsaufschläge sind vorgesehen. Wenn diese Sorte nicht mehr verfügbar ist, empfehlen wir des Weiteren die Sorte „Biscay“.

Bei Interesse und für nähere Einzelheiten melden Sie sich unter der Telefonnr.: 0531 2877012 bei Frau Wilck in der Geschäftsstelle.

(2) Treibstoff vom eigenen Acker

Die Energiepreise sind in den letzten Wochen und Monaten kontinuierlich angestiegen, aktuell dienen die Hurrikans in den USA den Mineralölkonzernen als Begründung für weitere Preiserhöhungen. Landwirtschaftliche Betriebe sind davon durch die Deckelung der Dieselrückvergütung besonders betroffen. Andererseits bietet sich aber im Ackerbau auch die Chance, Energie selbst zu produzieren. Wir möchten unseren Mitgliedern deshalb folgendes Modell vorstellen:

 

Dem Landwirt entstehen mit diesem System Treibstoffkosten, die sich aus den Entstehungskosten des Raps, den Lagerkosten, dem Preis für die Pressung und den Kosten für Logistik und Koordination zusammensetzen. Insgesamt werden diese aber unter dem aktuellen Preis für Rapsöl liegen.

Als Besonderheit dieses Systems sei noch darauf hingewiesen, dass kein Eigentumsübergang, also kein Kauf, stattfindet, es werden lediglich Dienstleistungen abgerechnet. Für die momentane Versorgung mit Rapsöl bieten wir unseren Mitgliedern ebenfalls sehr günstige Konditionen an.

Wenn Sie Interesse haben, Ihren Raps nach diesem System der Lohnpressung in Treibstoff umzuwandeln oder an Pflanzenöl im allgemeinen, melden Sie sich unter der Telefonnr.: 0531 2877012 bei Frau Wilck in unserer Geschäftsstelle!

(3) Cross Compliance Beratung

Mit der Agrarreform 2005 sind im Rahmen von Cross Compliance weitere Verpflichtungen auf Sie zugekommen. Cross Compliance, also die Überkreuzverknüpfung von Direktzahlungen mit der Einhaltung bestimmter Vorgaben, umfasst drei große Bereiche:

  • 19 Gesetze und Verordnungen des Fachrechts
  • Anforderungen nach guter fachlicher Praxis
  • Dauergrünlanderhaltungsgebot

In 2005 sind u. a. die Grundwasserrichtlinie, die Klärschlammrichtlinie, die Nitratrichtlinie und Kennzeichnungsrichtlinien im Tierbereich „Cross Compliance relevant“. In 2006 kommen dann die Pflanzenschutzmittel-Zulassungsrichtlinie und verschiedene Regelungen im Bereich der Lebensmittelsicherung und Tiergesundheit dazu. Bei Vor-Ort-Kontrollen festgestellte Verstöße werden nach Art und Schwere mit unterschiedlich hohen Abzügen der Direktzahlungen geahndet.

Wir möchten Sie gerne dabei unterstützen, Ihren Betrieb für die Cross Compliance Anforderungen „fit“ zu machen und so die sanktionsfreien Auszahlungen Ihrer Agrarförderung sicherstellen. Wir bieten dafür folgende Dienstleistung an:

  • Kompetente Beratung auf Ihrem Betrieb
  • Erörterung der Cross Compliance Bestimmungen
  • Abarbeitung kontrollrelevanter Checklisten
  • Ermittlung notwendiger Verbesserungsmöglichkeiten

Die Abrechnung dieser Dienstleistung erfolgt nach tatsächlichen Beratungsstunden. Der Stundensatz beträgt netto € 60,-, hinzu kommen pauschal € 25,- Fahrtkosten. Erfahrungswerte zeigen, dass pro Betrieb ca. 2 Std. Beratung notwendig sind. Die Kosten bewegen sich also in einem überschaubaren Rahmen. Bei Interesse melden Sie sich bitte in der Geschäftsstelle bei Frau Wilck, Telefonnr.:  0531 2877012.

(4) Erstellen der Humusbilanz

Seit längerem bietet unser Bezirksverband Ihnen als Dienstleistung die Erstellung Ihrer betriebsindividuellen Düngebilanz im Rahmen der Dokumentationspflichten nach Düngeverordnung an. Mit der Agrarreform 2005 könnte im Rahmen von Cross Compliance die Verpflichtung zur Erstellung einer Humusbilanz auf Sie zukommen. Im zweiten Bereich ist unter der Überschrift „ Erhaltung der Flächen in einem guten ökologischen Zustand“ die Erhaltung des Humusgehalts im Boden gefordert.

Dies soll in drei Stufen abgeprüft werden. Im Hinblick auf die Fruchtfolge wird der Anbau von 3 Kulturen gefordert, die jeweils 15 % der Fläche umfassen müssen. Die Zusammenfassung verschiedener Kulturen ( z. B. Brache und Erbsen ) ist möglich, um so die 15 % Hürde zu schaffen. Winterungen und Sommerungen einer Getreideart gelten als unterschiedliche Kulturen.

Sind diese Anforderungen mit Ihrer bisherigen betrieblichen Fruchtfolge nicht zu erfüllen, sind Sie nicht verpflichtet diese umzustellen! Aber Sie müssen eine Humusbilanz erstellen, deren Auswertung die Einhaltung bzw. Nichteinhaltung bestimmter Grenzwerte nachweist. In den allermeisten Fällen wird die Einhaltung unproblematisch sein. Sollten die Grenzwerte der Humusbilanz auf Ihrem Betrieb jedoch nicht eingehalten werden, sind Bodenuntersuchungen des Humusgehaltes nötig. Die Erfahrung auf den Versuchsflächen zeigt jedoch, dass unter hiesigen Bedingungen (Fruchtfolge, Boden, Klima) Humuszehrung nicht zu verzeichnen ist.

Wir möchten Sie bei den anstehenden Aufzeichnungspflichten unterstützen. Deshalb bieten wir Ihnen an, zusätzlich zur Düngebilanz auch die Humusbilanz in unserem Hause erstellen zu lassen. Der Kostenbeitrag für die Erstellung beider Bilanzen beläuft sich auf € 55,- inkl. MwSt.

Für weitere Fragen stehen Ihnen Frau Roffka und Frau Bosse unter der Telefonnr.: 0531 2877019 zur Verfügung.

(5) Zuckerrüben

Aus den Entscheidungen der WTO und der Europäischen Union lässt sich eindeutig ablesen, dass es zu Veränderungen am Zuckerrübenmarkt kommen wird. Wie diese Veränderungen ausfallen, ist jedoch bisher nicht eindeutig zu erkennen. Vor diesem Hintergrund dürfen wir uns bei allen Mitgliedern bedanken, die bisher die verschiedenen Aktionen in der Region oder auch überregional z. B. beim Deutschen Bauerntag in Rostock begleitet haben.

Andererseits wird aus dem bisherigen Verlauf der Diskussion aber auch deutlich, dass ohne diese Aktivitäten bereits längst eine Entscheidung gefallen wäre, wie sie die hiesige Landwirtschaft auf keinen Fall hätte verkraften können. Deshalb wird es wichtig sein, auch weiter im Vorfeld der nächsten Sitzungen auf europäischer Ebene aktiv zu bleiben und damit die Ausgestaltung der Preis- oder Mengenkürzungen mit zu gestalten. Gegenwärtig könnte eine geplante Preiskürzung mit – bis zu 60 % - Ausgleich sowohl in einer Entschädigung für die Region, wie auch in eine einzelbetriebliche Ausgleichsleistung einfließen. Auch andere Zwischenlösungen sind noch nicht ausgeschlossen. Wir werden uns ohne Wenn und Aber für die betriebliche Ausgleichslösung einsetzen!

(6) Milchpolitik

Auch wenn die Milchwirtschaft in unserem Verbandsgebiet keine übergeordnete wirtschaftliche Bedeutung hat, so ist sie doch in einigen Regionen für die Betriebe von großer Wichtigkeit. Auf dem Milchmarkt ist seit einigen Jahren zu beobachten, dass trotz der seit 1984 bestehenden Quotierung bei der Milcherzeugung eine erhebliche Überschusssituation besteht. Dies führt seit einigen Jahren vor dem Hintergrund der durch die Agrarreform 2005 nahezu aufgehobenen Intervention, zu einem Preisverfall beim Erzeugerpreis für Milch. Der Deutsche Bauernverband hat in diesem Zusammenhang eine bereits seit längerem bestehende niedersächsische Verbandsforderung aufgenommen und den definitiven Quotenausstieg im Zeitraum 2013 bis 2015 gefordert. Bis dahin soll der Milchquotenhandel auf zwei Regionen in Deutschland zusammengeführt und die Molkereisaldierung zum 01.04.2006 abgeschafft werden.

Der Deutsche Bauernverband wird diese Forderungen nach der Regierungsneubildung verstärkt an die politischen Gremien herantragen.

(7) Agrarreform

Die neue Form der Antragstellung im Frühjahr 2005 hat vielen Landwirten gezeigt, dass die Umstellung auf das Blocksystem nicht reibungslos verlaufen wird. Die inzwischen vielen Rückfragen in den letzten Wochen haben diesen Eindruck leider unterstützt. Ungeachtet davon besteht die Forderung des Berufsstandes, die Auszahlung der Direktzahlungen noch in diesem Jahr für das Anbaujahr 2005 zu erreichen. Der Deutsche Bauernverband hat bereits mehrfach in diesem Jahr beim Bundeslandwirtschaftsministerium schriftlich diese Forderung vorgetragen. Unabhängig davon sollten Sie sich als Betriebsleiter bei der Liquiditätsplanung darauf einstellen, dass die Zahlungen nicht wie gewohnt bereits bis Jahresende in voller Höhe bei Ihnen eingehen.


07.09.

!!! Achtung !!!

- siehe auch Artikel vom 18.08. -

Freilaufendes Geflügel muss ab 15. September in den gefährdeten niedersächsischen Regionen in den Stall

Der Minister für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Hans-Heinrich Ehlen hat ein Aufstallungsgebot für alle gewerblichen und privaten Geflügelhalter erlassen. Ab 15. September darf sich während der Zugvogelzeit bis zum 30. November alles Geflügel (Hühner, Perlhühner, Truthühner, Enten, Gänse), das sich in besonders von Zugvögeln aufgesuchten Regionen befindet, nicht im Freien aufhalten. Diese Maßnahme wurde erlassen, um dem Risiko der Einschleppung der Vogelgrippe durch Zugvögel zu begegnen.

Die besonders gefährdeten Regionen in Niedersachsen wurden unter Berücksichtigung der bekannten Vogelrastplätze, Gewässernähe und Geflügeldichte ermittelt.

Die betroffenen kommunalen Körperschaften:

1. Landkreise:

Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz, Emsland, Friesland, Grafschaft Bentheim,

Harburg, Leer, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Nienburg (Weser), Oldenburg, Rotenburg (Wümme),

Schaumburg, Stade, Vechta, Verden, Wesermarsch, Wittmund

 

2. Städte: Barsinghausen, Bramsche, Braunschweig, Einbeck, Emden, Garbsen, Hemmingen, Laatzen, Neustadt am Rübenberge, Northeim, Pattensen, Salzgitter, Sarstedt, Schneverdingen, Seelze, Wilhelmshaven, Wolfenbüttel, Wunstorf

 

3. Gemeinden: Baddeckenstedt, Bad Essen, Belm, Bispingen, Bohmte, Burgdorf (Landkreis Wolfenbüttel), Cramme, Cremlingen, Elbe, Flöthe, Haverlah, Neuenkirchen (Landkreis Soltau-Fallingbostel), Ostercappeln, Sickte, Wallenhorst

 

4. Samtgemeinden: Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück)

- Nähere Informationen erhalten Sie in der Geschäftsstelle 0531 287700 -


06.09.

Goslarsche Zeitung vom 06.09.2005


02.09. nach oben

Bauaktivitäten an der Biogasanlage Jerxheim

- siehe Zeitungsartikel vom 09.08.2005 -

Der Fermenterbau läuft auf vollen Touren.


26.08. nach oben

Drohende Wolken: Bauern müssen das Getreide wegen der unbeständigen Witterung nass dreschen.

 


18.08.

!!! Achtung Tierseuchengefahr !!!

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft hat eine Warnung herausgegeben.

In Asien* ist verbreitet die Klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, Vogelgrippe) aufgetreten.

Die Geflügelpest ist eine für Geflügel und andere Vögel hochgradig ansteckende Viruserkrankung, die in Tierbeständen schnell epidemische Ausmaße annehmen kann. Einige besonders pathogene Erregerstämme können auch für Menschen gefährlich sein. Damit kann die Krankheit die Gesundheit von Menschen und Tieren ernsthaft gefährden und zu schweren wirtschaftlichen Schäden bei den empfänglichen Tierarten führen.

Bitte beachten Sie:

Der Seuchenerreger wird von infizierten Tieren weitergegeben, kann aber auch durch Produkte wie Eier und Geflügelfleisch oder durch Kleider, Schuhe oder andere Gegenstände aus infizierten Gebieten übertragen werden. Bitte vermeiden Sie im Reiseland* direkte Tierkontakte und verzichten Sie auf den Besuch von Geflügelmärkten. Geflügelfleisch und Geflügelprodukte sollten Sie nur in gekochtem oder durchgebratenem Zustand verzehren.

Reisende können ohne ihr Wissen und unbeabsichtigt den Erreger dieser Krankheit einschleppen.

Reisenden ist es deshalb verboten, aus einer Reihe von asiatischen Ländern* Geflügel oder andere Vögel, Geflügelfleisch, Eier und andere Produkte vom Geflügel sowie Federn oder unbehandelte Jagdtrophäen in die Europäische Union einzuführen!

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Kooperation!

* Kambodscha, Kasachstan, Indonesien, Japan, Laos, Malaysia, Pakistan, Russland, Südkorea, Thailand, Vietnam, Volksrepublik China einschl. Hongkong

18.08.

Der Regen treibt die Landwirte zur Verzweiflung

- Seesener-Beobachter vom 18.08.05 -

„Die Nerven liegen bei vielen Landwirten in der Region bereits blank. Sie befürchten dramatische Ernteausfälle“, berichtet Hirschfeld.

Der Großteil der Früchte stehe immer noch auf dem Feld. Bisher seien maximal 20 Prozent des Weizens geerntet worden, doch wegen der immer wieder einsetzenden Regenschauer kämen auf die Bauern nun neben den immer niedrigeren Erträgen auch noch hohe Trocknungskosten hinzu.

„Wenn wir denn überhaupt mal mähen können, haben wir einen Wassergehalt von 17 bis 18 Prozent im Korn; das Getreide muss dann noch mal auf rund 14 Prozent heruntergetrocknet werden“, erklärt Hirschfeld. Das wiederum werde den Preis pro Doppelzentner Weizen, der derzeit bei rund 9 Euro liegt, noch einmal um einen weiteren Euro mindern.

Das Getreide nass zu ernten und dann im Lager zu trocknen, ist seit Ökosteuer und Rekordpreisen für Heizöl für die Bauern ein recht kostspieliges Unterfangen geworden, wie Jürgen Hirschfeld zu berichten weiß. Also muss eigentlich auf besseres Wetter gewartet werden; doch jeder weitere Tag Regen droht den Ertrag und vor allem die Qualität zu mindern.

Am deutlichsten ist dies beim Weizen erkennbar: Die Ähren färben sich dunkel. Die Fallzahl, der Indikator für die Backfähigkeit des Weizens, droht weiter abzusinken. Und zum Teil beginnen die Körner in der Ähre erneut auszukeimen. Wirtschaftlich gesehen, droht den Bauern damit erneut eine bittere Enttäuschung.

„Im Prinzip“, so befürchtet Hirschfeld, „läuft es darauf hinaus, dass wir in diesen Jahr, was den Weizen betrifft, eine ‚Nullrunde‘ fahren. Aber was soll man tun? Wir müssen mit dem Wetter leben.“ Sollte „Petrus“ den Getreideanbauern weiterhin einen Strich durch die Rechnung machen, muss das Getreide wohl vollständig als Futterweizen veräußert werden; auch hierbei müssen die Anbauer mit geringeren Preisen rechnen als für den Backweizen. Der Weizen, die wichtigste Getreideart in Deutschland, konnte – wie erwähnt – nur zu ganz kleinen Teilen abgeerntet werden. Die Bauern blickem immer mehr mit Sorge auf die stehende Frucht.

Dabei wurden im Frühsommer noch durchschnittliche bis überdurchschnittliche Erträge erwartet. Zusätzlich stellt sich die Frage, wie groß die Schäden durch die Trockenheit und die Hitze Ende Juni/Anfang Juli sind. Der Wassermangel während der Kornausbildung führte in einigen Regionen zu kleineren Körnern und zum Teil zur Notreife. Entscheidend aber ist: Die Bauern brauchen jetzt endllich gutes Erntewetter. Da kommt die Nachricht der Meteorlogen gerade richtig: Ab heute soll in Niedersachsen der Sonnenschein regieren ...


15.08.

Demonstration bzgl. der "gesenkten Getreidepreise"

Foto aus dem Archiv - Jahr 1978 -

Das Foto zeigt eine Demo mit Landwirten aus dem Kreis Helmstedt auf dem Holzberg in Helmstedt. Die Landwirte mussten sich schon damals vehement wehren, um gerecht behandelt zu werden.

Foto: wg


12.08.

Plädoyer für die Einspeisung von Biogas

Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen bei einem Gespräch am 12.08.05

Vor diesem Hintergrund machte man sich dann auch recht rasch daran, die Schwerpunkt-Themen „abzuarbeiten“. Und zu denen nun zählte unter anderem die Problematik, die die „historisch gewachsene“ Schwermetall-Belastung der Böden im Landkreis Goslar zeitigt.

Jürgen Hirschfeld, der in diesem Zusammenhang darauf verwies, dass bereits seit geraumer Zeit Bodenproben gezogen und analysiert würden, betonte die Notwendigkeit einer Intensivierung dieses Maßnahmenpaketes.

Es gelte, so machte Hirschfeld gegenüber dem Minister deutlich, mehr noch denn in der Vergangenheit zu ermitteln, in welchen Pflanzen welche Schwermetalle unter welchen Bedingungen vorkommen; er betonte, dass die Landwirte im Kreis Goslar da „bereits auf einem guten Weg“ seien, und merkte schließlich an, dass man „nicht umhinkomme, das Landwirtschaftsministerium mit ins Boot zu holen“, um die Finanzierung sicherstellen zu können.

Mit Blick auf die von der zuständigen EU-Kommission geplante Neuordnung des Zuckermarktes forderte Hirschfeld den Minister im weiteren Verlauf der Zusammenkunft namens aller betroffenen Landwirte auf, gemeinsam mit seinen Kollegen aus den anderen Bundesländern sowohl gegenüber der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, als auch gegenüber der EU-Kommission deutlich zu machen, dass es darauf ankomme, „der Zuckerrüben-Produktion in der Bundesrepublik Deutschland nicht das wirtschaftliche Fundament zu entziehen“. Er vertrat damit eine Auffassung, die Hans-Heinrich Ehlen vorbehaltlos zu teilen vermochte.

Der Niedersächsische Landwirtschaftsminister nämlich könnte sich nach eigenem Bekunden sehr wohl eine Kompromiss-Lösung vorstellen, nach der die Erzeugerpreise nicht um die geplanten 43 Prozent, sondern „nur“ um „unter 20 Prozent“ gesenkt werden; bestätigte Hirschfeld: „Die Landwirte sehen zwar die Notwendigkeit einer Neuordnung des Zuckermarkes ein, wissen aber zugleich auch, dass eine Senkung des Erlöses um gut 40 Prozent auch von den Standorten im Harzvorland nicht verkraftet werden kann“.

Als drittes Thema im Rahmen der Gesprächsrunde stand die „Erzeugung von Energie auf dem Acker“ (Hirschfeld) im Mittelpunkt; es ging mithin um die Chancen, die die nachwachsenden Rohstoffe eröffnen. Ehlen – seit jeher ein erklärter Befürworter der Nutzung nachwachsender Rohstoffe – betonte dabei, dass die aus Biomasse gewonnene Energie natürlich gegenüber Holz, Kohle, Erdgas und Öl konkurrenzfähig sein müsse, dass es also darauf ankomme, „große Mengen nachwachsender Rohstoffe kostengünstig zu produzieren“.

Als Beispiele für den Einsatz von Biomasse zur Energiegewinnung nannte Ehlen den aus Raps gewonnenen Bio-Diesel, das kalt gepresste Rapsöl, das ebenfalls als Kraftstoff für den Betrieb von Schleppern eingesetzt wird (so seit vier Wochen auch auf dem Hof von Jürgen Hirschfeld) oder die Gewinnung von Elektrizität und Wärme mittels Biogas-Anlagen; mit Blick auf die zuletzt genannten Anlagen wurde an den Landwirtschaftsminister appelliert, sich dafür einzusetzen, im Zuge einer Novellierung des „Gesetzes über Erneuerbare Energien“ auch die Möglichkeit der Einspeisung von Biogas in das Erdgas-Netz darin zu verankern, da so die geringsten Energieverluste in Kauf genommen werden müssten, zumal es die Technik, das Biogas zu reinigen und dessen Energiedichte zu erhöhen, auf dass es den Qualitätsanforderungen des Erdgases entspricht, bereits gebe.


09.08. nach oben zu den Bauaktivitäten

Braunschweiger Zeitung vom 09.08.2005

Text & Foto: Elke Ebeling

Andreas Vogler wartet auf die Stahlbetonbauer auf dem Gelände der geplanten Biogas-Anlage in Jerxheim. In der Baugrube werden künftig die Fermenter und zwei Blockheizkraftwerke stehen. Oben ist bereits die 35 000 Quadratmeter große Silagefläche asphaltiert.


28.07. nach oben

Artikel aus der Land & Forst Nr. 30

Deutsche Bank: Bio-Energien werden wettbewerbsfähig

Bei steigenden Ölpreisen wird die Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen nach einer Studie der Deutschen Bank zunehmend wettbewerbsfähig sein. Pelletheizungen arbeiten jetzt schon wirtschaftlicher als Öl- und Gasheizungen, sagte der Autor der Studie, Josef Auer, in Frankfurt.

Bio-Kraftstoffe seien mit heutiger Technik und ohne Subventionen von einem Ölpreis von 100 US-Dollar pro Barrel an voll konkurrenzfähig. Der technische Fortschritt beschleunige aber die Wettbewerbsfähigkeit. Strom aus Bio-Masse werde dagegen erst in einigen Jahrzehnten fossile Brennstoffe übertrumpfen können.

Die Deutsche Bank rechnet für 2005 mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 57 US-Dollar pro Barrel. Im ersten Halbjahr habe er im Schnitt bei 50 US-Dollar gelegen, im zweiten Halbjahr sei mit einem Anstieg auf ein Niveau zwischen 60 und 65 US-Dollar zu rechnen. 2006 werde der Ölpreis im Jahresdurchschnitt auf 54 US-Dollar zurückgehen.

Ein Ölpreis von 100 US-Dollar pro Barrel sei "in den nächsten vier Jahren nicht realistisch", sagte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter. Bis 2020 könne der Ölpreis allerdings bei steigender Nachfrage und sinkendem Angebot dieses Nivau erreichen.

Der Studie zufolge könnte der Bio-Anteil am Primärenergieverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2030 den zweistelligen Bereich erreichen. Derzeit liegt er bei 2,3 Prozent. "Bio-Energien sind die Alleskönner unter den erneuerbaren Energien, denn nur Biomasse kann zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffe verwendet werden", sagte Lauer, Bislang stünden die nachwachsenden Rohstoffe noch zu sehr im Schatten von Wind- und Sonnenenergie, obwohl sie mit mehr als 60 Prozent den größten Anteil unter den erneuerbaren Energien hätten. Ein Ausbau der Bio-Energien biete auch der Land- und Forstwirtschaft neue Einkommensperspektiven bei einem Wegfall von Agrarsubventionen.

Der Studie zufolge könnten nachwachsende Rohstoffe bis zum Jahr 2010 gut 4 Prozent zur Stromerzeugung in Deutschland beitragen. Derzeit liegt ihr Anteil bei 1,6 Prozent. Bei der Wärmeerzeugung sagt die Studie Pelletanlagen in Privathaushalten eine große Zukunft voraus.

Mittelfristig werde sich die Zahl der Anlagen auf etwa 70 000 verdoppeln. Bei Bio-Diesel aus Rapsöl sorgt die Möglichkeit, ihn traditionellem Diesel beizumischen, für einen Nachfrageschub. Bis 2006 rechnet die Deutsche Bank mit einem Absatz von zwei Millionen Tonnen in Deutschland und damit doppelt so viel wie 2004.

dpa


25.07.

Gemeinsames Bemühen um fairen Zuckermarkt

 

Schöningen. Dem parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft Dr. Gerald Thalheim aus Berlin wurden deutliche Worte, an die Adresse von Renate Künast gerichtet, auf den Weg in die Hauptstadt mitgegeben. Die Reform der Zuckermarktordnung dürfe so wie die Kommission sie herausgegeben habe nicht greifen. „So nicht“, forderte massiv Kreislandwirt Gerhard Rott einleitend im Schloss vor 150 Teilnehmern die Vorschläge nachzuarbeiten, weil sehr viele Wirtschaftsbereiche an der Rübe hängen. Die von ihm moderierte Podiumsveranstaltung galt auch dem Zweck, die zu erwartenden wirtschaftlichen Probleme immer wieder massiv vorzutragen. „Wir sehen uns als Opfer“, fügte er später in der Diskussion hinzu und bezeichnete die WTO als Tauschbörse. Das kann nicht sein: Tausche Landwirtschaft gegen Hochtechnologie.

Als erster Redner trug der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl sein Statement vor und befürwortete die Veranstaltung um wie er sagte: Uns Gehör für unsere Sorgen zu verschaffen. Seine Partei habe immer mit offenen Karten gespielt und er habe sich persönlich für den Erhalt der Zuckermarktordung eingesetzt. Allerdings sei sie offenkundig  reformbedürftig. Er wisse auch, dass für alle ausscheidenden Landwirte Perspektiven gebraucht werden. Aber woher nehmen?

 

Der Sozialdemokrat Dr. Gerald Thalheim merkte an, dass die Reformpläne derzeit das kontroversestete Thema sei. Es reiche aber nicht aus ihm am Ärmel zu zupfen um etwas zu erreichen, weil nur die Kommission in Brüssel federführend daran arbeitete. Weiter wollte er die Betroffenen damit beschwichtigen, dass in der bevorzugten Region Braunschweig/Helmstedt wohl weniger Rübenanbauerbetriebe werden aussteigen müssen als anderweitig. Auch mit den Aussagen – der Zuckerstandort Deutschland bleibt, Leidensdruck mildern und Brücken bauen wollen – konnte er die Zuhörer nicht überzeugen. Noch ein weiteres Fragezeichen. Zusätzlich werden für die 60% Ausgleichszahlungen 300 Millionen Euro nach Deutschland kommen. Aber auf Dauer?  Zusätzliche finanzielle Hilfen werden nicht möglich sein, wurde intern von Renate Künast gesagt, brachte er als Nachricht mit. 

Der Vorsitzende des Niedersächsischen Dachverbandes der Zuckerrübenanbauerverbände Gerhard Borchert stellte unter anderem das ganze Ausmaß der geplanten Preissenkungen vor. „Wir akzeptieren eine Reform, aber das Vorgelegte ist nicht zu tragen“, sagte er. Es werde damit gerechnet, dass zwei Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe aufgeben müssen. Der Wertverlust pro Jahr betrage rund 110 Millionen Euro. Alle Anstrengungen gingen zwar dahin, im Anbau 15 Tonnen Zucker je Hektar zu realisieren, um dem entgegen zu wirken. Ob das gelingt? An die Politiker gewandt sagte er: „ Ich fordere sie auf, das Zahlenwerk so zu regeln, dass wir Landwirte weiter an der Wertschöpfung teilnehmen können.“  

 

Durch Beifall wurden die kompetenten Ausführungen von Nordzucker-Chef Dr. Ulrich Nöhle unterbrochen. Er nannte die Hintergründe und die Ursachen der Globalisierungsdiskussion. Im politischen Vorgehen seien die Interessen der Landwirte und der Zuckerindustrie nicht berücksichtigt. „Es ist aber noch nichts entschieden und deshalb werden wir weiter kämpfen“, gab er zu verstehen. Außerdem sei die Zuckermarktordnung wirtschaftlich sehr verzahnt und die vorgesehene Preissenkung zu radikal. Seine Abschlussfrage: „Wie soll es weitergehen in der sich globalisierenden Welt?“   

 

Die Aussage Leidensdruck konnte der Vorsitzende des Zuckerrübenanbauerverbandes Niedersachsen Ost Wolfgang Täger-Farny aus Volkmarsdorf mit markanten Zahlen darstellen: Geschätzt werden, dass 20.000 Betriebe aufgeben müssen und 40.000 Arbeitsplätze sind gefährdet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Nordzucker-AG Henning Hansen-Hogrefe will nur Reformen mit bekannten Standards zustimmen. Darunter sind wirtschaftliche und soziale Anpassungen zu verstehen.

v. l. Dr. Ulrich Nöhle, Gerhard Rott, vom Landvolk Carsten Ilsemann und Volker Meier,

Gerhard Borchert, Wolfgang Täger-Farny, Dr. Gerald Thalheim und Hans-Jürgen Uhl.

 

Wirtschaftsberater im Kreis Helmstedt Hermann Seekamp aus Eilum, Lothar Wrede aus Salzgitter, Hartmut Meyer aus Hildesheim und weitere Betroffene meldeten sich mit heftigen Angriffen, der unverständlichen Politik wegen, zu Wort und es gab die einhellige Meinung:

Es stimmen die Spielregeln nicht mehr.

 

Dr. Gerald Thalheim: Hinsichtlich des Exports nützt uns die Globalisierung. Hans Jürgen Uhl glättete die Wogen mit der Bemerkung die Länder sollen sich mit einer Kernarbeitsnorm standardisieren. Die Verlagerung einiger Betriebsstätten ins Ausland begründete er als Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland und er wisse, dass es nicht nur um Zucker gehe, sondern viele Betriebe betroffen seien.

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21.07.

Gläserne Landwirtschaft auch für Kinder und Jugendliche

Glentorf. Regen Zuspruch findet das Angebot auf dem „Horstberg Hof“ an Erlebnistagen bei der Familie von Cramer teilzunehmen. „Die Tierwelt und die Landwirtschaft spielerisch erleben und begreifen“, lautet das spannende Motto und die Kinder ab fünf Jahren und die jugendlichen Mädchen und Jungen erfahren hier, dass es die Lila-Kuh nicht gibt. Die Erfahrung mit der Tierwelt ist mit Sicherheit prägend für die jungen Menschen. Dieser Teil der betrieblichen Einrichtung des Landwirtehepaares Daniela und Bernhard von Cramer auf dem Horstberg im Außenbereich der Gemeinde wird auch von dem Kreisverband Helmstedt des Niedersächsischen Landvolks Bauernverband Braunschweiger Land beratend begleitet. Geschäftsführer Volker Meier lobt diesen Einsatz „gläserne Landwirtschaft zum Anfassen“, wovon auch die Eltern der Sprösslinge in der Kinderfreizeit profitieren, indem sie auch die Informationen mitbekommen. Die Direktvermarktung mit allen Produkten vom Hof findet auch so seinen Niederschlag.

Eingebunden ist auch die Landjugend Königslutter/Nord Elm mit Carolin Krauskopf vom Vorstand. „Alles ist unter Aufsicht erlaubt“, erklärt Daniela von Cramer, die auch noch eine Ausbildung zur Bauernhofpädagogin in Rendsburg beginnt. Nicht nur die Streicheltiere wie Enten und Hühner mit Küken, Kaninchen, Meerschweinchen und Ziegenkinder, sondern auch Kühe mit Kälbchen, Schweine und Pferde. Ponyreiten ist eines der Lieblingsbeschäftigungen.

Die Kinder dürfen eine Kuh melken, frische Milch trinken und ihren eigenen Käse herstellen. Zeit bleibt auch noch für einen Malwettbewerb, Wasserspiele, Stockbrotbacken, eine Treckertour und eine Hofolympiade. In einer Gruppe sind etwa 20 Teilnehmer und die Erlebniszeit dauert drei Tage. Die Kosten: 60 Euro. Sie wird auch mit Übernachtungen im Stroh (120 Euro) gern angenommen. Drei Termine gab es in diesen Sommerferien schon, sechs folgen in den nächsten Wochen. In der Heu-und Strohhalle finden bei Regenwetter die Aktivitäten statt. Kindergeburtstage werden hier auch gefeiert. 

Horstberghof Glentorf:

Tel. 05365 942240

Internet: www.horstberg.com

Email: horstberg@gmx.de

   

Der Junior spielt Cowboy.

Bernhard von Cramer und Carolin Krauskopf

geben Hilfestellung.

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18.07.

Heizen mit erneuerbaren Energien

Bornum. Weil für die Landwirte der Ge-treide- und Zuckerrübenanbau zunehmend durch die weiter fortschreitende Globalisierung finanzielle Einbußen mit sich bringt, ist Erfindergeist und Flexibilität gefragt. Der Bezirksverband Braunschweig des Nds. Landvolks hat daher schon seit einiger Zeit den ländlichen Raum als Energiegeber zu nutzen. „Heizen mit erneuerbaren Energien“, war deshalb auch am Montag das Thema einer Präsentation im Landgasthaus Lindenhof.

 

In Zusammenarbeit mit dem öster-reichischen Unternehmen Gilles hat der Exportpartner Hoop mit Jörg Oppermann aus Schladen den thermischen Einsatz von Biomasse einem interessierten Personenkreis vorgestellt. Es referierte Gottfried Roitner von der Herstellerfirma aus dem Nachbarland über verschiedene Heizungssysteme. Er habe eine gute Auftragslage weil ja jeder wisse, dass die Ölvorkommen noch 145 Milliarden Tonnen weltweit betragen und der Verbrauch pro Jahr 6,3 Milliarden Tonnen betrage. „Jeder kann also ausrechnen, wie lange das Öl noch ausreicht“, sagte er nicht ohne Eigeninteresse.

 

Land- und Forstwirte können als Ener-gieversorger mit nachwachsenden Roh-stoffen auftreten und Pioniergeist zeigen. Die Technik hat bereits erprobte Standards. Alternativheizungskessel mit vollautomatischer Regelung bilden den Sicherheitsfaktor. Die vergleichbar niedrigere Energie ist ökonomisch interessant. Nicht nur Großanlagen können damit betrieben werden, sondern auch komfortabel Einfamilienhäuser. Das Lagerungsvolumen sei nicht größer als bei Heizöl, wurde gesagt.

Abzüglich der Mindestförderung von 1 700 Euro (jedoch regional unterschiedlich) kostet eine neue Heizanlage mit einer Leistung von 15 Kilowatt (kw) für ein Häuschen knapp 14 000 Euro.

 

 

Der Einsatz des gepressten Brennmaterials aus Biomasse ist gegenüber Heizöl derzeit um rund 300 Euro pro Jahr günstiger. Pellets können aus Holz und Holzabfällen, sowie auch aus Getreide oder als Gemisch aus Holz und Getreide her-gestellt werden.

„Der Landvolkverband ist mit Überlegungen beschäftigt, Hilfestellung bei der Installierung einer zentralen Pelletieranlage zu geben“, fügte der Braunschweiger Geschäftsführer Volker Meier hinzu.

So sollen Netzwerke für die Versorgung entstehen. Getreidemühlen stellen aus den Reinigungsab-gängen bereits heute Pellets her. 

 

Ebenso problemlos werden ungepresst Hack-schnitzel aus Holz eingesetzt. Erste Kontakte gibt es mit dem Krankenhaus in Königslutter für die Einrichtung einer Großfeuerungsanlage. Nähere Auskünfte gibt das Landvolk unter Tel. 0531 287700 in Braunschweig.

Hackschnitzel, Weizen und Pellets stellen vor und betrachten Eberhard Rawe vom Nds. Landeskrankenhaus, Heizungsfachmann Jörg Oppermann, Kreisvorsitzender vom Landvolk Helmstedt Landwirt Friedrich Maushake, Geschäftsführer Volker Meier, Joachim Moshake von der Forstgenossenschaft aus Eilum und Hans-Otto Kieschke vom Fachhandel aus Helmstedt.

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15.07.

Aktionstag: Existenzen gehen in die Luft

- Protestaktion der Zuckerrübenanbauer in Braunschweig -

"Über 70.000 Existenzen gehen in die Luft" so lautete das Motto einer Protestaktion der Zuckerrübenanbauer am Freitag in Braunschweig. Jürgen Hirschfeld, Vorsitzender des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig, verwies auf die von der EU-Kommission eingebrachten Vorschläge zur radikalen Veränderung der Zuckermarktordnung mit Preissenkungen für Zuckerrüben von bis zu 43%. "Sollten diese Vorschläge unverändert beschlossen werden, droht in unserer Region dem seit über 150 Jahren praktizierten und wirtschaftlichen Zuckerrübenanbau der Niedergang und der Verlust von unzähligen Arbeitsplätzen auf den Bauernhöfen, in den Zuckerfabriken sowie im vor- und nachgelagerten Bereich des ländlichen Raums" so Hirschfeld.

 

Anlass der Protestaktion ist die erste Beratung der im Juni vorgelegten Vorschläge von Agrarkommissarin Fischer-Boel durch die Agrarminister der EU-Mitgliedsstaaten am 18. Juli 2005 in Brüssel. In der Region Braunschweig bauen über 2.000 Landwirte Zuckerrüben an. 500 Arbeits- und Ausbildungsplätze sichert die Zuckererzeugung in den Zuckerfabriken Schladen und Wierthe sowie in der Unternehmenszentrale der Nordzucker in Braunschweig. Weitere zahlreiche Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich sind eng mit dem Rübenanbau verknüpft. "Mit der geplanten Zuckermarktreform der EU sind der Zuckerrübenanbau und die damit verbundene Wertschöpfung in unserer Region Braunschweig akut gefährdet“, stellte Hirschfeld fest. Diese Wertschöpfung stehe jetzt vollkommen auf dem Spiel, ergänzte Gerhard Borchert, Vorsitzender des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer. "Dieses Geld geht der heimischen Wirtschaft verloren - denn Landwirte investieren in der Region". Borchert bezifferte die Ein-kommensverluste trotz der zugesagten Ausgleichszahlungen für die Rübenanbauer auf 1.000 Euro je Hektar Anbaufläche. "Zwei von drei Betrieben müssten in Folge der Reform mittelfristig aufgeben", skizzierte Borchert die düstere Zukunft. Die Rübenbauern fordern eine weniger radikale Reform "Wir brauchen angemessene Preise für Lebensmittel aus heimischer Produktion und einen Außenschutz gegen Zuckerimporte zu Dumpingpreisen aus Übersee", verdeutlichte Borchert.

 

 

 

Borchert machte zudem klar, dass auch die Verbraucher keine Vorteile von einer Reform des bisher stabilen Zuckermarktes haben werden.

Selbst wenn der Zucker für die Lebensmittelhersteller billiger würde, wäre mit einer Weitergabe dieses Preisvorteils an den Endverbraucher nicht zu rechnen. Auch die Brötchen sind nach der Halbierung der Weizenpreise in den letzten 10 Jahren nicht billiger geworden", so Borchert abschließend. „Wir wollen nicht zum Heer der fünf Millionen Arbeitslosen gehören“, trug die Betriebsratsvorsitzende von Nordzucker Martina Strothmann auf dem Braunschweiger Kohlmarkt vor. Vor der Kulisse der protestierenden Landwirte und Nordzuckermitarbeiter führte auch Dr. Ulrich Nöhle Fakten an, die durch die EU-Vorhaben eintreten werden. „100 000 Arbeitsplätze in der EU stehen auf dem Spiel“, wusste er zu berichten. Die Nordzucker AG betreibt in Niedersachsen 6 Zuckerfabriken in denen es 1 200 Mitarbeiten gibt. Er gab zu bedenken, dass Zucker das preiswerteste Lebensmittel nach Mehl sei.

Manfred Tessmann, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) der Region Südostniedersachsen, solidarisierte sich mit den Rübenanbauern. Er verwies auf die hohen Standards bei der Rüben- und Zuckerproduktion. Umweltschutz und soziale Standards dürfen bei den WTO-Verhandlungen nicht unter den Tisch fallen", forderte Tessmann. "Der Rübenduft während der Kampagne signalisiert: Hier findet Produktion statt, hier findet Wert-schöpfung statt, hier findet Leben und Arbeit statt', so Tessmann kämpferisch. Die Bundestagsabgeordneten Jochen-Konrad Fromme (CDU) und Hans-Jürgen Uhl (SPD) stärkten die Meinung der Landwirte und Vorredner und verlangten vertretbare Spielregeln bei der Änderung der Zuckermarktordnung.

Eine Zuckermarkt-Reform sei aber nicht zu verhindern. Abschließend wurden 2 500 Luftballons in den Himmel aufgelassen, die je einen von der Zuckerrübe abhängigen Arbeitsplatz in der Region symbolisieren.

Von Bayern bis nach Schleswig-Holstein steigen heute mehr als 70.000 Ballons in die Luft erläuterte Hirschfeld, "so viele Existenzen stehen auf Grund einer ungehemmten Globalisierungspolitik der EU auf dem Spiel".


06.07.

Im Trend: Preiswerte biogene Kraftstoffe für Motoren

Die Institution der Landwirte, das Niedersächsische Landvolk, Bauernverband Braunschweiger Land, unterstützt seine Mitglieder nicht nur in rechtlichen Fragen, sondern liefert permanent aktuelle Information und veranstaltet fachlich ausgerichtete Tagungen. In das Landgasthaus Lindenhof kamen am 06.07.2005 150 Landwirte aus der Region, um Vor-träge zu hören und sich anhand von praktischen Vorführungen über bio-gene Kraftstoffe zu informieren.

Der Kreisverbandsvorsitzende Gerhard Rott aus Scheppau stellte vorab die zunehmende Bedeutung der Ausschöpfung aller Möglichkeiten zur Kostensenkung in den Betrieben heraus, weil Dieselölpreise derzeit geradezu explodieren. „Ein alternativer Treibstoff mit Zukunft für Verbrennungsmotoren ist Pflanzenöl“, hatte Harald Wedemeyer vom Landvolk Niedersachsen – Referat für Recht, regenerative Energien und Forst – in seinem Einführungsreferat zu berichten. Er stellte das 100-Schlepper-programm mit den Förderungsmöglichkeiten vor.

Die Ölmühle in Wittingen stellt das kalt gepresste Rapsöl her. Der Einsatz ist gegenüber fossilen Kraftstoffen (Dieselöl) und Biodiesel (RME) im größeren Einsatz wirtschaftlicher.

„Die Umrüstungskosten liegen bei etwa 4.000 Euro und sind bei dem Verbrauch von rund 10.000 Liter realisiert“, war aus den Worten von Dr. Dietbert Rudolf vom Unternehmen E-Oil aus Alfeld zu entnehmen. Er demonstrierte den Ein-satz nicht nur an Traktoren, sondern auch bei einem Personenwagen. Landwirt Harald Lüders aus Lelm hat bereits sein Arbeitsgerät umgerüstet.

 

 

 

Foto: v. l. Dr. Dietbert Rudolph, Harald Lüders, Geschäftsführer Volker Meier, Hartmut Siemann, Harald Wedemeyer und Braunschweigs Landvolk Hauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann an einem umgerüsteten Traktor im Fachgespräch.

Das Speditionsunternehmen Kreitz aus Söllingen setzt bei den Lastwagen schon seit fünf Jahren Biodiesel ein. Nun liebäugelt Inhaber Hartmut Siemann mit der Umstellung auf Rapsöl. „Die Betriebskosten sind auch bei uns, wie bei den Landwirten ein großer Brocken“, sagte er in Bornum. Mit dem Einsatz von alternativen Kraftstoffen und der Umrüstung von Motoren beschäftigte sich auch in seinem Referat Landmaschinenhändler Robert Eckhardt aus Helmstedt. Diese Schiene diene der Sicherung vorhandener und Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Landvolkgeschäftsführer Volker Meier zielte in seiner Aussage zur Sicherung der Lebensfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe darauf ab, dass die landwirtschaftlich genutzten Flächen zum Beispiel durch Rapsanbau Energieraum werden können. Zu Veranstaltungen zum Thema nachwachsende Rohstoffe wird er im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit zu Arbeitskreisen aufrufen und gezielt einladen.

Auskünfte, auch über den Bezug von Rapsöl, sind bei ihm im Braunschweiger Büro unter der Telefon Nummer 0531 287700 möglich.

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05.07.

Werbung für den Naturschutz mit Blühstreifen

Zu einer Feldrundfahrt hatte der Land-schaftspflegeverband Wolfenbüttel (LPV) gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Lebensraum Börde in den Land-kreis Wolfenbüttel eingeladen. Eine Beiratstagung der Abteilung „Blühstreifen“ in Anwesenheit der Ersten Kreisrätin Barbara Thiel ging der Besichtigung im Landgasthaus Krökel voraus.

Der LPV-Vorsitzende Ulrich Löhr aus Groß Denkte stellte die weiteren Gesprächspartner, so den Vertreter der Landesregierung Ranzau von der Abteilung Umweltprogramme im Landwirtschafts-Ministerium und Doktorrant Jan Freese , sowie Hans-Henning Vahldiek von der Kreis-jägerschaft und Gisela Wicke von der Landwirtschaftskammer vor.

„Im Bereich Umweltschutz haben wir viel gelernt“, hieß in der Runde von den Nichtpraktikern. Die Artenvielfalt mit blühen und fruchten nehme wieder erfreulich zu. Gleichzeitig wurde die Vereinfachung der Umsetzbarkeit, also die Verschlankung der Ver-waltung in diesem Bereich ange-kündigt. So gibt es eine angebotene Form mit Hof-Naturschutzplänen mit Vertragsnaturschutz für landwirt-schaftliche Betriebe. „Die Form der Zusammenarbeit soll die Betriebs-inhaber motivieren auf ihren Flächen in diese Richtung zu planen“, erklärt Landvolkge-schäftsführer Volker Meier.

 

 

 

Volker Meier und Michael Hantelmann erklären Aussaat und Behandlung der Blühstreifen.

Und das Mitmachen lohne sich, fügt er hinzu. Nicht nur, dass die ersten 30 Einsender qualifizierter Pläne eine Aufwandsentschädigung von 100 Euro erhalten, eine Jury prämiert auch noch die drei interessan-testen Pläne mit bis zu 2.000 Euro für die Maßnahmenumsetzung. Dieser Anreiz dient dazu, Landwirte im Bereich Agrarumwelt- und Naturschutz aktiv Beiträge zu leisten. Dazu gehören die mit Prämien ge-förderten Gewässerrandstreifen, Blühstreifen, Schonstreifen und wildtiergerechte Blüh- und Brachstreifen. Wie die Umsetzung in der Praxis mit sechs Meter Breite aussieht, davon konnten sich die Teilnehmer auf den Feldern überzeugen. Demonstrationen gab es bei Michael Hantelmann in Hemkenrode, bei Maic Ullmann in Hötzum, Bernd Weber-Schönian und Fritz Segger in Cremlingen, Hans-Joachim Börner in Schandelah und Alexander von Veltheim in Veltheim. Es gibt also schon vorzeigbare Beispiele, die zur Nach-ahmung empfohlen werden.

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05.07.

Rinderhalter trafen sich bei Familie Dieckmann

Zu einer Zusammenkunft hatte der Vor-sitzende der Rinderproduktion

Nieder-sachsen „Nordrind“ Nebenstelle Königslutter (RPN) Hartmut Hagemann aus Rotenkamp die Mitglieder nach Klein Steimke eingeladen. Es sollte speziell den Messeteilnehmern für ihren Einsatz ge-dankt werden. Dazu zählten ins-besondere der Zuchtinspektor von Nordrind Verden Berend Raupers und Geschäftsführer vom Landvolksbezirksverband Braunschweig Volker Meier. Gastgeber war die Familie Dieckmann, Besitzerin der Milchkuh „Peggy“, die Miss Harz + Heide 2005 wurde.

Tierarzt Dr. Horst Jähn hielt vor den 55 Teilnehmern eine Rückschau mit Bildern von der sehr umfangreichen Tierschau in Braunschweig, die beim Publikum gut ange-kommen ist. Auch im kommenden Jahr sollen bei der Messe Tiere zu sehen sein. An dem Abend wurden auch anstehende Termine bekannt gegeben. Ein weiteres Züchtertreffen findet am 25. Juni ab 10.30 Uhr in Waldhof/Wolfsburg  bei den Familien Junghans und Lucks statt.

Nach der Vorstellung des Zuchtviehes wird ein Zuchtkalb verlost.

 

 

 

Die Herbstfahrt ist für den 8. bis zum 11. September nach Trier/Mosel und nach Luxemburg geplant.

Ein fachlich informelles und kulturelles Programm wird geboten. Anmeldungen bei Dr. Jähn, Fischersteg 10 in Königslutter.

Bier statt Milch gab es beim Treffen der Rinder-züchter.  v.l.  Dr. Horst Jähn, Landwirt Horst Ohse, Geschäftsführer Volker Meier, Landwirt Bernd Weferling, RPN-Vors. Hartmut Hagemann, Landwirt Hans-Heinrich Rautmann, Landwirt und Gastgeber Jürgen Dieckmann.

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03.06. nach oben

7. Bauernvesper des Landvolk Kreisverbandes Goslar

Liebenburg. Der Bauernverband Braunschweiger Land Kreisverband Goslar hatte seine Ehrengäste zur 7. Bauernvesper am Freitag, den 3. Juni 2005 um 10:30 h auf die Domäne nach Liebenburg eingeladen.

Zu Beginn der Bauernvesper hat Herr Lorenz von Schintling-Horny die Ehrengäste der Bauernvesper zu einer kleinen

Betriebsbesichtigung eingeladen.

Nach Beendigung der Betriebsbesichtung und Einführung des Vorsitzenden Jürgen Hirschfeld sprach Herr Staatssekretär Gert Lindemann vom Nds. Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu dem Thema

„Wirtschaftliche Bedeutung der

Landwirtschaft in Niedersachsen“

Anschließend wurde Herrn Jürgen Görg die „Goldene Ehrennadel“ des Landvolk Landesverbandes Hannover überreicht.

Herr Görg bedankte sich für das in ihn gesetzte langjährige Vertrauen und lobte die Zusammenarbeit mit dem Gesamtvorstand Goslar.

Herr Görg sprach auch ein großes Lob an seinen langjährigen Mitarbeiter Herrn Andreas Baxmann, Bornhausen aus.

 

 

 


25.05.05 nach oben

Milch von Miss "Harz + Heide"

Sabine Dieckmann hatte für die Gäste beim Pressetermin auf dem landwirtschaftlichen Hof in Klein Steimke ein kühles Milchmixgetränk parat. Zwischen Erdbeer-, Wald-meister-, Schokolade-, Vanille- und Orangengeschmack konnten die Gäste wählen.

„Auch Milch ist eine angenehme und zu-gleich gesunde Erfrischung an den warmen Sommertagen“, fügte die Hausfrau ihrer Offerte hinzu. Rezepte dafür gibt es im Landfrauenverein.  Es gab ein „Hoch soll sie leben“ für Peggy, die „Miss Harz + Heide Braunschweig 2005“. Die prämierte schwarzbunte Kuh wurde hier im heimischen Stall noch einmal regionalen Pressevertretern vorgestellt, wo sie zusammen mit ihren Artgenossen lebt.

Dieckmanns kamen bei den Bestands-sammlungen auf Platz zwei, Platz eins belegte Hubert Beese aus Abbenrode. 10 Kinder traten mit ihren Kälbern im Wett-bewerb an. Platz eins für Sebastian Beese aus Abbenrode mit seinem Kalb Otti.

Er habe ein Herz für Tiere und sei als Junge schon bereits ein echter „Kuhmann“, hieß es bei den Experten.
wg

 

 

Foto: Dieckmann Sabine

Im Bild die Gastgeberin, verdeckt Friedrich Maushake, Landvolkgeschäftsführer Volker Meier, Journalistin Nicole Grandt und Berend Raupers von Nordrind aus Verden.
wg


21.05.05

1. Peiner Spargelmarkt war ein großer Erfolg

Das Landvolk, die Landfrauen, das Dorf-helferinnenwerk, zahlreiche Peiner Spargel-erzeuger, die DEHOGA, der Verein "Keiner soll einsam sein", die Peiner Allgemeine Zeitung und Peine Marketing veranstalteten ge-meinsam am 21.05.05 den 1. Peiner Spargel-markt.

Trotz der wechselhaften Witterung kamen hunderte Besucher auf den Marktplatz um die leckeren Spargelgerichte der DEHOGA-Köche zu genießen, frischen heimischen Spargel zu kaufen und sich rund um das bleiche Edel-gemüse zu informieren.

Ein Teil des Erlöses geht dem Verein "Keiner soll einsam sein" zu. Das gute Gelingen lässt hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder einen Peiner Spargelmarkt geben wird. Allen Helfern sei auf diesem Wege nochmals herzlich gedankt.

 

 

 

 


13.05.05

Bauern prostestierten und informierten vor dem Walmarkt - Butter für 59 Cent? - Unsere Produkte sind mehr Wert! -

Braunschweig. Wie sehr sich der Berufsstand der Landwirte um

kostendeckende Erzeugerpreise bemüht, damit die betrieblichen Strukturen und die Renditen erhalten bleiben, wird bei den unermüdlichen Aktivitäten in der Öffentlichkeit deutlich. Zuckerrüben, Fleisch, Getreide und Milch, alle Produkte leiden zunehmend unter Preis-dumping. „Was wird aus unseren Höfen?“, fragen sich da besonders die Betriebsinhaber kleinerer und mittlerer Einheiten. Aufklärung kommt auch von dem eingetragenen Verein „Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen“ mit Prospekten und Re-zepten. „Milchland Niedersachsen – eine starke Region“, heißt es da. Aber wie lange noch, fragen sich die Milchbauern, wenn die Handelsketten in ihren Supermärkten die Waren unter dem hiesigen Produktionspreis verkaufen. 
Mit dem Infomobil des Landvolkverbandes wurden die Kunden auf dem Parkplatz aufmerksam gemacht. Die Bauern haben nachgerechnet: Wenn wie hier geschehen mit einem Aktionspreis von 59 Cent Butter je Stück verkauft wird, entspricht die Kalkulation einem Rohmilchpreis von 24 bis 25 Cent pro Liter. „Wir müssen aber zum Überleben 32 bis 36 Cent einnehmen“, erklärten die Bauern den Verbrauchern vor Ort.

 

 

 

 

Überwiegend erklärten sich die Kunden mit den Bauern solidarisch. Nun gilt es den Managern der Handelsketten klar zu machen, dass sie den Molkereien einen fairen Preis zahlen.

Gemischt: Leiser Protest und ausführliche Information. Landvolkgeschäftsführer Volker Meier mit einer Gruppe Milchbauern vor dem Supermarkt in Braunschweig – Unsere Produkte sind mehr wert.
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12.05.05

Raps - Er blüht leuchtend gelb, ist rundum umwelt-freundlich und gewinnt auch im Peiner Land immer

mehr Freunde: Raps, die wichtigste "nachwachsende Ölquelle“ in Deutschland -

Edemissen/Voigtholz: Diesel ist für die Landwirte ein riesiger Kostenfaktor geworden - einher damit geht in diesem Jahr der Preisverfall bei der Sommer-gerste und bei der Zuckerrübe. Heinz Hering, Landwirt in Voigtholz, hat die Konse-quenzen daraus gezogen. Er baut in diesem Jahr zehn Hektar weniger Sommergerste an, dafür mehr Raps.

Seit 1986 bewirtschaftet der 42-jährige Landwirt den Hof in Voigtholz. Auf 70 Hektar Fläche baut er Rüben, Zwiebeln, Kartoffeln Sommergerste und Leinen an. Um auf den sandigen Böden Erträge zu erzielen, muss der Landwirt wie alle seine Berufskollegen im Nordkreis seine Felder be-regnen. Für Feldbestellung wie Beregnung müssen Motoren betrieben werden. "Je nach Wetter brauche ich 10 000 bis 18 000 Liter Diesel im Jahr - das kostet richtig Geld“, sagt Heinz Hering. Seit Jahresbeginn bekommen Landwirte beim Diesel nur noch bis 10 000 Liter Jahresverbrauch Steuerermäßigungen.

Diesel ist für die Landwirte von daher zu einem immensen Kostenfaktor geworden.

"Ich will weg vom Diesel“, sagt Heinz Hering. Einer seiner Trecker läuft mit seinem Pflanzenöl, den MB-Truck will Hering auf Biodiesel umrüsten lassen.

Auch der Golf der Familie läuft mit Biodiesel - "und auch unsere Heizung könnten wir mit Pflanzenöl betreiben“.

 

 

 

 

 

Die Frühjahrsbestellung hat der Landwirt in diesem Jahr erst-mals komplett mit kalt

gepresstem Pflanzenöl gemacht. "Pflanzenöl kostet 60 Cent, für mich als Erzeuger noch weniger - das rechnet sich schon“, sagt er.

Dass Raps von der Boden-bearbeitung bis zur

Verbrennung des Öls im Motor umweltfreundlich ist, ist für den Landwirt ein weiterer wichtiger Aspekt.

Beim Einsatz von Biodiesel werde der Rußausstoß gegenüber Diesel um 60 Prozent verringert, außerdem sei Biodiesel frei von Schwefel. Auch der Landvolkverband macht sich deshalb für den Einsatz von Biodiesel stark.

Der einzige Nachteil: Die Land-maschinen bauende Industrie übernimmt für Motoren, die auf Biodiesel oder Pflanzenöl umgerüstet wurden, keine Ga-rantie.

"Das ist nicht nachzuvollziehen“, pflichtet Landvolk Geschäftsführerin Manuela Roffka Landwirt Hering bei.

 

 

 

 

 

Seit mehren Jahren ist Heinz Hering Mitglied der Erzeugergemeinschaft Gifhorn. Den Raps, den er Anfang/Mitte August von seinen Feldern erntet, fährt Hering nach Wittingen.

Dort ist die Biodiesel-Firma ansässig, die den Raps presst. Pro Hektar werden 1000 bis 1700 Liter erzielt. Die Reste, der Rapsschrot oder Rapskuchen, der nach dem Pressen übrig bleibt, kann als Tierfutter verwertet werden.

"Es ist hochwertiges Futter“, sagt Hering, "und im Gegensatz zu Soja nicht gentechnisch verändert“. Dass die Verarbeitung und der Vertrieb des Pflanzenöls über die

Genossenschaften in den Händen des Landwirts bleibt, ist dem Landwirt sehr wichtig. "Die Wert-schöpfung muss bei der Landwirtschaft bleiben“, sagt er.

Im Landkreis Peine sind im vergangenen Jahr 100 Hektar Raps angebaut worden, für 2005 liegen noch keine Zahlen vor.

"Aber die Tendenz ist stark steigend“, sagt Christoph Reese, Leiter der Peiner Geschäfts-stelle der Landwirtschaftskammer.


09.05.05

Bauern diskutieren Niederschlagswassersatzung

Weil besonders Landwirte mit ihren großflächigen Wirtschaftsgebäuden und befestigten Hofflächen von den neuen Niederschlagswassergebühren betroffen sind, hatte der Kreis-verband Helmstedt des Bauernverbandes Braunschweiger Land seine Mitglieder in den Landgasthof Lindenhof zu einer Informationstagung eingeladen. Der Vorsitzende Friedrich Maushake aus Lelm, auch für die CDU im Stadtrat in Königslutter vertreten, resümierte nicht gerade ermunternd: „Die Wahrscheinlichkeit geht dahin, dass sich die Gebühr je Quadrat-meter sogar noch zukünftig erhöhen wird.“

Diese Vermutung resultiere daraus, weil viele Betroffenen nach legalen Wegen zur Re-duzierung ihrer Gebührenrechnung suchen. Ja, auch diese Veranstaltung mit etwas mehr als 30 Teilnehmern diente dieser Betrachtung, weil für Landwirte die vom Stadtrat mehrheitlich beschlossene Satzung als unverhältnismäßig anzusehen sei. Es sei ganz klar, die sach-gemäß von der Verwaltung ermittelten und verteilten Kosten pro Jahr von 541 000 Euro für Niederschlagswasser müssen nach dem geltenden Haushaltsrecht eingenommen werden, berichtete anschaulich der Leiter der Rechtsabteilung des Abwasserbeseitigungsbetriebes Königslutter Thorsten Ehlers. Auf öffentliche Grundstücke entfallen davon 257 000 Euro. Die verbleibenden 284 000 Euro werden an Betriebe und Privatpersonen mit einem derzeitigen Quadratmetersatz von 27 Cent berechnet.

Ein identisches Beispiel eines betroffenen Bauern: Von den 10 000 Quadratmeter Betriebsgrundstücksgröße sind 8 000 Quadratmeter bebaut oder versiegelt. Das ergibt ein Zahlungssoll von 2 160 Euro in jedem Jahr. „Zu viel und ungerecht“, schimpften einige Agrarier. „Um Lösungen zu finden, die Kosten für den ohnehin ständig gebeutelten Berufs-zweig, sind wir hier zusammen gekommen“, schlichtete der Vorsitzende unterstützt von dem Landvolkgeschäftsführer Volker Meier.  

Diese Möglichkeiten zeigte Michael Eberl von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Helmstedt auf. Wenn auf dem eigenen Grundstück das Wasser aufgefangen wird, oder ver-sickern kann, treten auf Antrag mit anschließender Genehmigung Befreiungen oder Er-mäßigungen in Kraft. Zu beachten sind der Grundwasserstand, die Bodenverhältnisse (ob Eintrag überhaupt möglich ist) und die Wasserschutzgebiete. Ein Beispiel für die Relationen laut Satzung: Wer in einer Tonne zwei Kubikmeter Niederschlagswasser aufnimmt, bezahlt für 100 Quadratmeter versiegelter Fläche nur zehn Prozent des Gebührensatzes. Ob nun danach in nicht mehr genutzten Gülle- und Jauchegruben Wasser aufgefangen und auf den Äckern ausgebracht  werden kann, wurde gefragt. Antwort: In der Vegetationszeit ja, in der übrigen Zeit bedarf es einer Genehmigung der Behörde.
Jeder könne sich Gedanken machen und nachrechnen war vom Vorstandstisch zu hören, denn: Je mehr sich ausklinken, umso höher wird für alle die Quadratmetergebühr. Der Kostenblock müsse aufgebracht werden.

Landwirt Burkhard Keil fragte unter anderem nach der gesetzlichen Grundlage. Die nationalen Vorschriften sein im „Arbeitsblatt 138“ mit den Regeln und dem Stand der Technik nach-zulesen, hieß es vom Fachmann.
wg

Sie waren die Akteure im Gebührenstreit: v. l. Volker Meier, Friedrich Maushake, Thorsten Ehlers und Michael Eberl
wg


04.05.05

Informationshalle des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig

v. l. Landvolk-Geschäftsführer Volker Meier, Johannes Sydow, Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen, Herr Dr. Hasenpusch von der NLG Braunschweig

 

 

 

Während der Harz + Heide-Ausstellung informierte sich der Landwirtschaftminister Hans-Heinrich Ehlen im Zelt des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig über die Nachwachsenden Rohstoffe, wobei Biodiesel, Biogas und die Biomasse als Brennstoff im Vordergrund des

Gedankenaustausches standen.

 


03.05.05

40. Harz + Heide - Verbraucherausstellung mit Tierschau

Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann (CDU) eröffnete die Verbraucher-ausstellung Harz +  Heide in Braunschweig auf dem Messegelände am 30. April vor geladenen Gästen. Sie hielt bis zum 8. Mai ihre Pforten offen. Die Festansprache, verbunden mit Hoffnungen auf eine Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, hielt der Nieder-sächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU). Bei einem Rundgang wurden einzelne Stände vorgestellt. Auch Fernsehkameras waren auf den Ehrengast „Henner“ Ehlen gerichtet. Geschäftsführer Volker Meier vom Bezirksverband Braunschweig des Nieder-sächsischen Landvolkes hatte eine breit gefächerte Tierschau organisiert. „Das war der Renner der Messe“, freute sich das Team und hatte damit für die Steigerung der Besucher-zahlen beigetragen. Interessant und immer wieder ein Besuchermagnet waren für die Kinder in der Halle die Kleintiere. Das Schlüpfen von Hühnerküken konnte auch beobachtet werden. 60 Kühe aus der Region stellten sich mit ihren Haltern auf dem Freigelände dem Richterteam. Das beste und leistungsfähigste Tier wurde zur „Miss Harz + Heide“ gekürt. Landwirte Jürgen Dieckmann aus Königslutter Ortsteil Klein Steimke im Kreis Helmstedt brachte es aus seiner Herde gleich zu vier Platzierungen.

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Siegerkuh mit der Start-Nr. 34 „Peggy“ = Miss Braunschweig 2005.

Sohn Wolfgang Dieckmann nahm die Präsentation vor.
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03.05.05

Die Jägerschaft informierte bei der Verbrauchermesse "Harz + Heide 2005"

Gut platziert in der großen Halle 1/2 hatte die Landesjägerschaft Niedersachsen bei der Verbrauchermesse Harz + Heide vom 30. April bis zum 8. Mai in Braunschweig einen Informationsstand. Wilfried Harms (zweiter von rechts) von der Jägerschaft Wolfsburg hatte sich mit der Ausstattung hervorragend vorbereitet und brachte die Jagd, Hege und Naturschutz den vielfach interessierten Besuchern näher. So auch dem Geschäftsführer des Bezirksverbandes Braunschweig des Niedersächsischen Landvolkes Volker Meier mit seinem Vorsitzenden des Kreisverbandes Braunschweig Henning Kalberlah und seiner Frau Karin.
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30.04. 05 nach oben

Harz + Heide - Verbraucherausstellung eröffnet

Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann (CDU) eröffnete am Sonnabend die Verbraucherausstellung Harz +  Heide in Braunschweig auf dem Messegelände vor geladenen Gästen. Sie hält bis zum 8. Mai ihre Pforten offen. Die Festansprache hielt der Niedersächsische Landwirtschafts-minister Hans-Heinrich Ehlen (CDU). Bei einem Rundgang wurden einzelne Stände vorgestellt. Auch Fernsehkameras waren auf den Ehrengast „Henner“ Ehlen gerichtet. Mit dabei Landrat Gerhard Kilian und Geschäftsführer Volker Meier vom Nieder-sächsischen Landvolk Bezirksverband Braunschweig, der zusammen mit dem Dachverband Norddeutscher Zucker-rübenanbau e.V., den Zuckerrübenanbauerverbänden Niedersachsen Mitte und Ost e.V., der Nordzucker AG und den Saatzuchtunternehmen Danisco Seed GmbH, KWS Saat AG, Strube-Dieckmann und Syngenta Seeds GmbH ausstellen. 
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Zucker – vom Saatkorn bis zum Zucker-kuchen, den Landvolk-Geschäftsführer Volker Meier den Gästen MdL Heidemarie Mundlos, Minister „Henner“ Ehlen und dem Vorsitzenden Jürgen Hirschfeld aus Seesen vom Nds. Landvolk Bezirksverband Braunschweig am Stand anbot.
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30.04.2005

Resolution zur Zuckermarktordnung


28.04.05

Der Milcherzeugerpreis muss besser werden!

Eine Vorstellung des Unmutes der Milchbauern gab es erneut mit Verbraucheraufklärung in Form von persönlichen Gesprächen am Informationsstand und der Verteilung von Handzetteln im Einkaufszentrum Magdeburger Berg. „Kostendeckende Erzeugerpreise müssen die Land-wirte erzielen, sonst gibt es kein Überleben für die Betriebe“, wurde vorgerechnet. Kreislandwirt Gerhard Rott: „Mit den Demonstrationen helfen wir der Verbandsspitze bei ihren Verhandlungen mit den Milch verarbeitenden Betrieben und den Supermärkten.“ Geschäftsführer Volker Meier vom Landvolk Bezirksverband Braunschweig dazu: „Noch nie wurde die Wirtschaftskraft der Landwirte mit Niedrigstpreisen in den Bereichen Milch, Zuckerrüben und auch Getreide in Frage gestellt.“ Neben einer beachtlichen Anzahl von Vorstandsmitgliedern waren auch die Landfrauen mit der Kreisvorsitzenden Ursula Deters dabei.
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28.04.05

"Starke Präsenz auf der Harz + Heide-Ausstellung"

In geballter Form will sich die Landwirtschaft auf der diesjährigen 40. Verbraucherausstellung Harz + Heide in Braunschweig auf dem Messegelände zeigen. In der großen Halle 1 und 2 wird vom Bezirksverband Braunschweig des Niedersächsischen Landvolkes gemeinsam mit der Zuckerwirtschaft und vier namhafter Saatzuchtunternehmen der Ablauf und Werdegang vom Saatgutkorn, der Erntevorgang, die Zuckerproduktion und die Weiterverwendung bis hin zum Zuckerkuchen dargestellt. Ein Modell einer Zuckerfabrik wird zu sehen sein.

Die Viehzüchter werben für ihre Produkte Milch und Fleisch in der Halle 20 und im Freigelände mit einer großen Tierschau am 7. Mai. Beim „Tag des Rindes“ verbunden mit der alle fünf Jahre stattfindenden Kreistierschau vom Unternehmen Nordrind wird die leistungsfähigste Kuh als „Miss Harz + Heide“ vorgestellt und mit 25 Tonnen Pressschnitzel prämiert. Eine Rassen-demonstration von Schafen, Rindern und Kleinpferden findet ebenfalls statt. Außerdem gibt es eine Geflügelschau. Das Schlüpfen von Nachwuchs im Brutkasten ist zu bewundern. Auch ein Hundesportverein aus Goslar wird sich präsentieren.

Jürgen Dieckmann aus Klein Steimke und Hans-Heinrich Rautmann aus Essehof präsentieren das Werbeplakat. Bei der Ausstellung werden auch der Vorsitzende des Bezirks Velpke, Herr Eckhard Gifhorn, Helmstedts Kreislandwirt Gerhard Rott, Landvolkgeschäftsführer Volker Meier, und vom Zuckerrübenanbauerverband Ost Geschäftsführer Dr. Jürgen Spicher und der Vorsitzende Wolfgang Täger-Farny dabei sein.
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26.04.05

"Milch-Handelsmacht" - Braunschweiger Zeitung Ausgabe Salzgitter vom 26.04.2005 -

Durch Molkerei-Fusionen und Verschärfungen des Wettbewerbsrechts wollen Bauern die Macht des Einzelhandels bei Milchpreisen brechen. So solle das Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis künftig sofort gelten und nicht erst nach drei bis vier Wochen unfairer Handels-praxis, forderte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner.


02.04.05

Milchbauern brauchen bessere Erzeugerpreise

Schon seit einiger Zeit fürchten die Milchbauern um ihre Existenz, weil mit den ruinösen Erlösen die Produktion des wichtigen Lebensmittels nicht mehr möglich ist. Den Zorn der Bauern löste nun der in einem Prospekt benannte „Größenwahn Samstag“ und auch „Tag des Wahnsinns“ von der Real-Kaufhauskette, Geschäftsstelle Gifhorn aus. Der Grund: Verkauft wurde frische,  pasteuri-sierte Vollmilch „Goldblume“ mit 3,5 Prozent Fett zu einem unglaublichen Preis von 33 Cent pro Liter. Die Bauern kamen dort hin und protestierten massiv vor dem Eingang des Supermarktes. 

„Qualitätslebensmittel sind mehr wert“, hält das Niedersächsische Landvolk mit dem Bezirksverband Braunschweig und dem Kreisverband Gifhorn-Wolfsburg in einem Flugblatt dagegen und fordern: Schluss mit den Preiskämpfen bei Milch und Milchprodukten, denn der unfaire Handel träfe alle, weil neben der Milch die Zuckerrüben, Getreide- und Fleischpreise ebenso betroffen sind! „Die Bauern be-kommen zurzeit nur zwischen 26 und 30 Cent je Liter Milch ab Hof.

Um alle Kosten zu decken, brauchen die Landwirte jedoch mindestens zwischen 32 und 36 Cent je nach Betriebsgröße“, stellen

 

 

 

der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Gifhorn-Wolfsburg Jörg Schulze und der Geschäftsführer des Bezirksverbandes Braunschweig Volker Meier heraus und befürchten, dass noch weiter an der Preisschraube gedreht wird. Weil es um das Überleben der Milchbetriebe geht lautet die Forderung: Der Milch-preis muss steigen!

Real-Marktleiter Mirko Rüsing zeigte sich

über-rascht und stellte sich den Vorwürfen der

aufgebrachten Landwirte. „Wir wollten mit dieser ein-maligen Aktion das qualitativ hohe Produkt den Kunden näher bringen und den Umsatz an-kurbeln“, war seine Aus-sage und wollte damit eigentlich den Bauern etwas Gutes tun. Offen-sichtlich ist er mit den weitergehenden betriebs-wirtschaftlichen Zusammen-hängen der Branche nicht vertraut weil er hinzufügte: „Wenn uns diese Erzeugerpreis-situation bekannt ge-wesen wäre, hätten wir das nicht gemacht.“  Sein Zentralbüro habe er bereits über die Fakten und über die Demon-stration unterrichtet. Normal koste diese Milch dort 59 Cent je Liter.

Alle Gespräche, auch mit interessierten Kunden, verliefen am Sonnabend von 10 bis 12 Uhr nicht

 

 

 

eskalierend und trugen zur vielfältigen Aufklärung bei. Unterschiedliche Aussagen gab es bei den

Verbrauchern. Bei allem Ver-ständnis für die Situation der Landwirte würden sie auch gern preiswert einkaufen wollen.„Uns stinkt Real“, hatten die Bauern auf Plakate geschrieben und einen beladenen Mistwagen, sowie ein großes Güllefass aufgefahren. Die „Stinkbomben“ kamen aber nicht zum Einsatz.
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Auf nach Gifhorn hatte das Landvolk angesagt und die Landwirte kamen um wegen der niedrigen Milchpreise zu demonstrieren.

In der Reihe der protestie-renden Bauern

Landvolkgeschäftsführer Volker Meier aus Bornum (4. v. l.) und Landwirt Erich Gehrke aus Groß Sisbeck (7. v. l.). wg


01.04.05


Verbraucherausstellung Harz + Heide 2005 - Wirtschaftsstandorte Zucker -

Auf der regionalen Verbraucherausstellung Harz + Heide in Braunschweig vom 30.04.2005 – 08.05.2005 wird in der Halle der Regionen ein Stand unter dem Motto „Wirtschaftsstandort Zucker“ präsentiert. In kompakter und anschaulicher Form wird den Verbrauchern der Weg vom Rübensamen über Anbau und Ernte von Zuckerrüben bis zu Verarbeitung von Rüben zu Zucker und Futtermitteln vorgestellt. Parallel dazu wird die hohe Bedeutung der Zucker-wirtschaft sowie des vor- und nachgelagerten Bereiches herausgearbeitet. Das Organisationsteam, bestehend aus Zuckerrübenanbauerverbänden, Landvolk, Nordzucker und Zuckerrübenzüchtern hofft auf große Resonanz.


01.04.05


Postkartenaktion "Feldverweis für Bauernspione" - Landwirte wehren sich -

Das Umweltbundesamt will mit „verdeckten Feldermittlern“ die Anwendung von Pflanzen-schutzmitteln untersuchen.

Der Landvolk Bauernverband und die Landwirte lehnen eine solche „Überwachungspraxis“ ab und zeigen die „Rote Karte“.

Empfänger dieser Roten Karte ist der Präsident des Umweltbundesamtes Dr. Troge in Berlin.

Die Rote Karte können Sie in der Geschäftsstelle Braunschweig Tel. 0531 287700 bei Frau Behme anfordern oder auf einer der nächsten Versammlungen erhalten.

 

 

 


29.03.05 nach oben

Landwirtschaftskammer informiert über die Agrarförderung 2005

Viele Landwirte in der Region haben bereits zu den Osterfeiertagen ein umfangreiches Bündel von Antragsformularen und Luftbildern in ihrem Briefkasten vorgefunden haben. Mit dem umfangreichen Informationsmaterial gilt es, nicht nur Agrarförderung 2005 zu bewältigen, sondern darüber hinaus auch die Voraussetzungen für Zahlungsansprüche bis 2013 zu setzen. Das bisherige Prämiensystem wurde vollkommen abgeändert. So wird einerseits die Agrarförderung von der landwirtschaftlichen Erzeugung entkoppelt, andererseits aber stärker mit der Einhaltung von Umweltauflagen verknüpft, was im EU- Sprachgebrauch als Cross-Compliance bezeichnet wird. Galten bisher die Katasterdaten als Grundlage für zu leistende Zahlungen, so werden nun Luftbildaufnahmen die Bewirtschaftung dokumentieren und Basis für die Förderung sein. Im Antrag sind viele allgemeine Angaben z. B. über die Tierhaltung auf den Höfen zu leisten. Darüber hinaus werden einmalig auch Härtefälle und außergewöhnliche Umstände anzumelden sein. Weiterhin kann auch eine Beihilfe für den Energiepflanzenanbau z. B. für Biogasanlagen und eine Teilnahme beim Niedersächsischen Agrarumweltprogramm beantragt werden.

Für alle Anträge gilt der letzte Abgabetermin zum 17. Mai 2005.

Nach Aussage von Rainer Gerlinger von der Bezirksstelle der Landwirtschaftskammer ist allen Landwirten dringend zu empfehlen, an Informationsterminen teilzunehmen, um möglichst frühzeitig den Antrag abgeben zu können. Zuständige Stelle für das Verfahren ist die Landwirt-schaftskammer. Wie gewohnt sind die Unterlagen bei der Bezirksstelle Braunschweig der Landwirtschaftskammer in Broitzem, Helene-Künne-Allee 5, 38122 Braunschweig abzugeben. Landberatung, Landvolk und Landwirtschaftskammer führen für alle Interessierten mehrere Informationsveranstaltungen (siehe Veranstaltungen – Termine) durch, um wichtige Hinweise zur Bearbeitung der Unterlagen zu geben.


24.03.05

Braunschweiger Zeitung - Wirtschaftsteil vom 24.03.05


10.03.05

Mitgliederversammlung des Baunerverbandes Braunschweiger Land e.V., Kreisverband Helmstedt - Welche Auswirkungen auf die niedersächsische Landwirtschaft bringt die veränderte Agrarpolitik? -

Auf dem Weg zur Mitgliederversammlung des Bauernverbandes Braunschweiger Land Kreisverband Helmstedt im Hotel Quellenhof in Bad-Helmstedt machte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen bei dem Saatzuchtunternehmen Strube in Söllingen Station. Dr. Hermann Strube führte den Gast aus Hannover durch den Betrieb und wies besonders auf das neue Qualitätsmanagement hin, in das kürzlich zukunftweisend investiert wurde.

Im gut gefüllten Versammlungssaal wurde der Referent vom Landvolk-Vorstand und den Mitgliedern mit Beifall begrüßt. Kreislandwirt Gerhard Rott hatte zur Einstimmung schon in seinem Vorwort auf diverse „Juckepunkte“ der anstehenden Reformvorhaben im EU-Agrarbereich hingewiesen. „Landwirtschaft ist Wirtschaft und nicht irgendeine Nebener-scheinung“, stellte er heraus und forderte von der Politik annehmbare Rahmenbedingungen. Eine lange Liste prominenter Gäste aus Verwaltungen, Politik und Wirtschaft gab es.

Bezüglich des Entscheidungsfindungstermins im Herbst für die Änderungen der Zuckermarkt-ordnung prophezeite dann der Minister in seinen Ausführungen: „Wir sind in einer bewegten Zeit, das wird ein richtig heißer Sommer!“ Und weiter: „Die bisherigen Vorschläge halten wir mit den geplanten Abschlägen überzogen. Die SPD sollte sich mehr um diese Dinge kümmern und nicht den Grünen das Spielfeld überlassen. Renate Künast gibt zu früh Verhandlungs-boden auf. Mit der auf dem Papier stehenden abgekoppelten Ausgleichszahlung von 327 Euro haben wir in Niedersachsen allerdings einen passablen Schnitt.“

Mit einem chinesischen Sprichwort kam Ehlen zum Schluss:

„Wenn der Wind der Veränderungen bläst,
dann verstecken sich einige hinter dicken Mauern,
andere bauen Windmühlen.“

Den Helmstedter wünschte er viele Windmühlen.

Die Wichtigkeit des Berufsstandes und die Frage „Kann der Bauer ohne Gewissensnot den Hof an die nächste Generation übergeben?“, stellten die Vorsitzende der Kreislandfrauen Ursula Deters und Landrat Gerhard Kilian in ihren Grußworten in der Vordergrund. Landvolk-hauptgeschäftsführer Carsten Ilsemann stellte im Rückblick alle Aktivitäten mit unter anderem der Mahnfeuer und Demonstrationen vor.

Vor so einem großen Plenum kam Friedrich Barnstorf aus Grafhorst zu Ehren. Mit der silbernen Ehrennadel schon vor 20 Jahren ausgezeichnet, bekam er jetzt Gold für sein Engagement im Drömling-Projekt.

Seine Daten: 1965 Betriebsübernahme, Ortsvertrauensmann, 27 Jahre Mitglied der Feldinteressentschaft und Kommunalpolitiker.

Minister Hans-Heinrich Ehlen steckt Friedrich Barnstorf das goldene Ehrenzeichen an das Revers. Rechts Vorsitzender Gerhard Rott.
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Beisitzer im Vorstand neu gewählt: Friedrich Maushake aus Lelm, Gustav Denecke aus Rhode, Henning Germer aus Reinsdorf, Fritz-Hermann Müller aus Beierstedt, Olaf Meier aus Watenstedt, Johannes Dieckmann aus Helmstedt, Eckhard Gifhorn aus Bahrdorf, Heinz-Otto Dreyer aus Klein Sisbeck, Christian Troch aus Beienrode, Hans-Heinrich Rautmann aus Essehof. Die Vorsitzende der Landfrauen Ursula Deters, der Landjugendvertreter Holger Eggeling, Vorsitzender der Kreisgruppe der ZJEN Heinrich Krauskopf und Ehrenvorsitzender Erich Hahne gehören weiterhin dazu.

Die stellvertretende Vorsitzende Bärbel Heidebroek aus Gevensleben hielt in ihrem Schlusswort ein Plädoyer für den Berufsstand der Landwirte.
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08.03.05

Mitgliederversammlung des Bauernverbandes Braunschweiger Land e. V. Kreisverband Goslar


23.02.05 nach oben

Biogasrundfahrt - Biogas ohne Gülle - nicht ohne Probleme - Am 23.02. besichtigte das Landvolk Peine mit Vertretern der Genehmigungsbehörden die Biogasanlage von Herrn Körber-Harriehausen in Oberjesa.

Eine Verringerung des Gärrestes erhoffen sich derzeit einige Betreiber, die ganz auf die TS-arme Gülle als Inputstoff verzichten. Zu ihnen gehört Hans-Walter Körber-Harriehausen aus Obernjesa bei Göttingen, der seit über einem Jahr güllelos Biogas erzeugt. „Grundsätzlich möglich, aber mit vielen Risiken“, lautet sein ernüchterndes Fazit. Die Anlage besteht aus einem Fermenter mit 680 Kubikmetern Inhalt, Betondecke und zentralem Rührwerk. Im April 2003 startete die Vergärung, wobei Körber-Harriehausen Gülle und Wasser als Anfangs-substrat verwendete. Später setzte er nur noch Maissilage und Getreide-Ganz-pflanzensilage zu. Die ersten Probleme stellten sich durch eine Überfütterung der Anlage ein, was zu einem pH-Wert von unter 5,5 und einem Methangehalt unter 20 Prozent führte. Erst nach dem Austausch von Substrat gegen frische Rindergülle setzte die Ver-gärung wieder ein. Immer wieder musste der Landwirt auch danach mit sinkenden pH-Werten und steigenden Propionsäuregehalten kämpfen, die er teilweise mit Gülle- oder Wasserzugabe beherrschen lernte. „Neben der Biologie zeigte sich aber auch die Technik in einigen Bereichen als nicht geeignet“, führte er weiter an. Zu schwache Dichtungen und Verstärkerplatten am Pumpenverteiler, Getriebeschäden am Rührwerk und zwei Kolbenfresser im BHKW zählen zu den größten Technikschäden, die zum Teil auch zu längeren Stillstandzeiten der Anlage geführt haben.

 

 

 

 

„Das Problem dabei: Hohe Erntekosten, Stromkosten für die Rührwerke und Motoreninspektion können die Liquidität schnell belasten, wenn die Anlage nicht richtig ausgelastet ist“, lautet seine Erfahrung.

Hans-Walter Körber-Harriehausen aus Obernjesa erzeugt seit über einem Jahr Biogas ohne Gülleeinsatz. Sein Fazit: „Grundsätzlich möglich, aber mit vielen Risiken behaftet.“


22.02.05

Exkursion der Arbeitsgemeinschaft junger Landwirte - Besuch der Firma eoil in Alfeld -

Die Arbeitsgemeinschaft junger Landwirte besuchte am 22. Februar die Firma eoil in Alfeld. Unter dem Motto „Umrüstung von Dieselmotoren für den Betrieb mit Pflanzenölen“ lauschten ca. 30 junge Landwirte dem Vortrag von Herrn Rudolph. Unter anderem wurde über die neuen Entwicklungsarbeiten bzgl. Umrüstung von Dieselmotoren für den Betrieb mit Pflanzenölen gesprochen. – Nähere Informationen erhalten Sie im Internet unter: http://www.eoil.de/. Im Anschluss daran sind die Teilnehmer der Exkursion nach Adlum gefahren, um dort auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Herrn Bruns einen umgerüsteten Schlepper zu besichtigen. Herr Becker von der Firma eoil stellte den Teilnehmer dort das „System“ vor. Nach anschließender Diskussion traten die Teilnehmer die Heimreise an.


19.02.05

Strube-Slogan: "Wie die Saat - so die Ernte! " Agrarpolitischer Arbeitskreis Bund der deutschen Landjugend zu Gast bei Saatzucht Fr. Strube

Söllingen. Etwas über 20 junge Leute des “Arbeitskreis Agrarpolitik” vom “Bund der deutschen Landjugend” hatten sich zur Betriebsbesichtigung  beim

Saatzuchtunternehmen Fr. Strube am vergangenen Sonnabend ansagt. “Wir überleben durch gute Partnerschaften”, machte Christian Lubkowitz seinen Gästen im Firmen-Stammsitz in Söllingen klar. “Unser Motto ist dabei Inno-vationen aus Tradition. Wir sind geradezu gezwungen, innovativ zu sein, um marktfähig zu bleiben. ”

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte und Struktur des Betriebs war der Weg für Diskussionen geebnet. Christian Lubkowitz hatte die Bemühungen von Strube erwähnt, beispielsweise im Segment der Zuckerrübensaat durch den Einsatz von  Gen-Technik effizientere Wege zu beschreiten.
Geforscht werde zwar - doch müsse sich  Deutschland  den Vorwurf der “Technik-

feindlichkeit” gefallen lassen;  wobei auch in 15 weiteren EU-Ländern der Einsatz von

Gentechnisch veränderter Saat nicht erlaubt sei. “Politik gegen Wissenschaft”, darauf laufe es heraus, brachte es Lubkowitz auf den Punkt.

 

 

 

 

 

“Um schneller auf  Mängel reagieren zu können, wird es unabdingbar sein, Gentechnik einzusetzen“,  fügte Henry Dannenberg bei. Denn per Zucht benötige man im Schnitt zwölf Jahre Entwicklung für eine neue Sorte, per Genmanipulation könne dies extrem verkürzt werden.

v. l. Marc Neuhoff (ganz links) von Firma Strube stellte den Betrieb vor. Hier im Lager mit kleiner Saatgutaufbereitungsanlage. Das fand großes Interesse bei den jungen Land-wirten des Agrarpolitischen Arbeitskreises.

Dass die Zuckerrübe dennoch die attraktivste Feldfrucht bleiben werde, waren sich Landjugend und Zuchtbetrieb zum Ende der Besichtigung einig. An-schließend ging es für die Gruppe zurück zur Burg Warberg, wo der Arbeitskreis seine diesjährige Klausurtagung abhielt.

Nach drei Tagen Diskussion und Information rund um die Zukunftsaus-sichten für junge Landwirte endete das Treffen am gestrigen Sonntag. “Wir müssen schauen, wo wir hin wollen. Es sind langfristige Probleme, die es zu be-wältigen gilt”, resümierte Erik Jennewein abschließend. “Es ist an uns, uns darum zu kümmern.”


16.02.05

Qualifizierung zur Landwirtin / zum Landwirt

Ein zweijähriger berufsbegleitender Vorbereitungslehrgang für Landwirte/innen im Nebenberuf, die ihren Berufsabschluss machen möchten, soll mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 an den Berufsbildenden Schulen I in Braunschweig stattfinden. Der Lehrgang wird in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Hannover durchgeführt. Unterrichtet wird im Winter-halbjahr von Oktober bis März. Um später an der Abschlussprüfung teilnehmen zu dürfen, müssen Lehrgangsteilnehmer/innen ohne Berufsabschluss mindestens zwölf Jahre Praxiserfahrung nachweisen, Lehrgangsteilnehmer/innen mit Berufsabschluss in einem anderen Beruf acht Jahre. Zwölf bzw. acht Jahre Praxiserfahrung  müssen zum Zeitpunkt der Abschlussprüfung (2007) erreicht sein.

Informationen und Anmeldung:

Berufsbildende Schule I Braunschweig, Schulsekretariat Tel. (0531) 2447811

oder beim Ausbildungsberater Herrn Gummert Tel. (05351) 586313

Ansprechpartner:

Herr Künne, Herr Stoewenau Tel. (0531) 2730412


27.01.05 nach oben

Landschaftspflegeverbände informierten Parlamentarier

Hannover. Landschaftspflegeverbände (LPV) stellen ein erfolgreiches Bündnis im ländlichen Raum zur Erhaltung von funktionsfähigen Kultur-landschaften dar. Darin zu gleichen Teilen involviert sind Naturschutzverbände, Kommunal-politik und Land- und Forstwirtschaften. Diese Arbeiten aus drei Regionen in Niedersachsen wurden am Donnerstag beim parlamentarischen Abend im Saal des Leineschlosses Ministern und Abgeordneten bei guter Beteiligung der Gäste dargestellt.

Aufmerksame Zuhörer hatte eingangs der ehemalige Nds. Landwirtschaftsminister mit weiteren politischen Mandaten und derzeitige erste Vorsitzende des Landschaftspflegever-bandes im Landkreis Göttingen Klaus Peter Bruns aus Reinhausen bei seinem Einführungs-referat. Der im 92. Lebensjahr befindliche, noch rüstige Redner nannte den Einsatz freiwilliger Kräfte zum Naturschutz eine segensreiche Arbeit. „Die Landwirtschaft kann das in dem heute erforderlichen Umfang nicht leisten“, stellte er aus seiner Jahrzehntelangen Erfahrung heraus. Landschaftspflegeverbände haben sich in ganz Deutschland bewährt. „Wir wissen, dass wir noch sehr viel mehr leisten können“, sagte er und forderte damit politische Hilfe ein. Und weiter: „Wir sind bereit für dieses Land die Leistungen zu erbringen!“

Klaus König-Hollrath ist beim Verband in Göttingen Geschäftsführer und gleichzeitig Mitglied im Deutschen Verband für Landschafts-pflege (DVL). Die Präsenz im Bundesgebiet beschrieb er mit einem Ost-Süd-Gefälle an Hand einer Karte. Die Bayern seien durch LPV stark vertreten.

v. l. Geschäftsführer vom LPV Göttingen Klaus König-Hollrath, CDU-Generalsekretär im Landtag Otto Ripke, vom LPV Wolfenbüttel Horst Linnemann, Umweltminister Hans-Heinrich Sander, LPV - Vorsitzender aus Wolfenbüttel Ulrich Löhr, sein Geschäftsführer Volker Meier, stellvertretende Landrätin aus Wolfenbüttel Karin Schulz, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde Wolfenbüttel Klaus Sieber, Minister Hans-Heinrich Ehlen, vom Landvolkverband Michael Hantelmann und MdL Wittich Schobert aus Helmstedt.

 

 

 

Den Wolfenbütteler LPV, 1997 gegründet, stellte Vorsitzender Ulrich Löhr vor. Sehr positive Aspekte brachte das Blühstreifen-programm. Es stelle ein Refugium für seltene Pflanzen und Tiere dar. Auf die richtige Mischung bei der Aussaat komme es an. In Niedersachsen gäbe es bereits 3 800 Hektar blühende Streifen an Ackerrändern. Streuobstwiesen würden zunehmend eingerichtet und die Pflege von Biotops gehöre mit zu den gestellten Aufgaben. Nicht mehr benötigte Einzäunungen im Wald würden auch mit Einbezug von Eineurojobs abgeräumt.

Ute Grothey aus Göttingen zeigte Bilder von Streuobstwiesen, Kopfhainbuchen und berichtete von einer durchgeführten Schäfer-kontaktbörse zur Anregung der Wiederbe-lebung der Hüteschäferei.

Als dritter an diesem Abend beteiligter LPV wurde von Heinke Kelm aus Langendorf (Wendland-Elbetal) vorgestellt. Vornämlich Kräuterheu wird auf rund 400 Hektar dort geerntet. „Weil bei uns die finanzielle Situation sehr desolat ist, hoffen wir auf die Unterstützung der Politik“, trug sie vor. Die Minister Heiner Ehlen und Hans-Heinrich Sander fanden lobende Worte für das Engagement von Jung und Alt auf dem Naturschutzsektor. Über die Möglichkeiten der Förderung wollen sie nachdenken. Allerdings muss es auch unter Beachtung der Kosten eine Kontrolle geben. „Wir finden das toll und mit dem Ansatz den sie liefern, liegen sie richtig“, hieß es weiter.

Diskutiert wurden die Fragen von Geschäftsführer Volker Meier: Gibt es Chancen der Einbindung von LPV in Landesaufgaben? Möglichkeiten gäbe es bei der Umsetzung der Agrarreform mit Naturschutzberatung, Modulations-maßnahmen, Natura 2000 und bei der Wasserrahmenrichtlinie. In den

anschließenden Gesprächen waren auch die geplanten Änderungen der

Zuckermarktordnung eine Thema.
Text & Foto: wg


Rinderzüchter hatten Jahresversammlung

Die Mitglieder der Rinderproduktion Niedersachsen (Besamungsvereins) Nebenstelle Königs-lutter kamen zur Jahresversammlung in dem Gasthaus Gerbracht „Zur Linde“ zusammen. In Vertretung des Vorsitzenden Hartmut Hagemann leitete der Stellvertreter Hans-Heinrich Rautmann aus Essehof die Versammlung  und begrüßte vom Veterinäramt Helmstedt Dr. Christiane Barnstorf und die Tierzuchtinspekteure Wilhelm Abmeyer und Berend Raupers, beide vom Zucht- und Vermarktungsunternehmen Nordrind aus Verden.

Aus dem Jahresbericht des Vorstandes ging hervor, dass der Besamungsverein im Wirt-schaftsjahr 2003/2004 in 83 Betrieben mit Milchviehhaltungen 2441 Erstbesamungen durchführen lies und damit von 169 verschiedenen Bullen Sperma zum Einsatz kam. Viele gesellige Aktivitäten gab es im zurückliegenden Jahr. Es begann mit dem Frühlingsball in Uhry.

Großen Zuspruch fand die Tagesfahrt ins Emsland. Dort wurden die Meyer-Werft, die Magnet-schwebebahn und ein Milchviehbetrieb besichtigt. Im September ging es über vier Tage auf große Reise zum Riesengebirge.

Das Züchtertreffen fand 2004 in Lehre und im benachbarten Beienrode statt. Die Betriebsleiter Elke Rosenblatt in Lehre und Axel Hannover in Beienrode stellten einer großen Anzahl von Berufskollegen ihre Höfe vor. Bei den Wahlen zum Vereinsvorstand wurden Henning Duckstein aus Rottorf/Klei und Jürgen Dieckmann aus Klein Steimke in ihren Ämtern bestätigt. Für die Vertreterversammlung in Verden sind Horst Ohse aus Rickensdorf und Bernd Weferling aus Glentorf von der Versammlung gewählt.

Gute Lebensleistungen einzelner Kühe stellten von Nordrind Berend Raupers besonders heraus. Christian-Wilhelm Ohse aus Glentorf hat eine Milchkuh namens „Fantasie“, die eine Leistung von 100 000 Liter erbrachte. Milchkuh „Juno“ von Hubert Beese aus Abbenrode schaffte sogar schon 140 000 Liter. Mit Urkunden und Präsenten wurden die Halter geehrt. Dank galt Horst Ohse aus Rickensdorf, der den Verein mit einer jungen Kuh bei der „Schau der Besten“ in Verden vertrat.

Fachlich aktuelles war von Dr. Christiane Barnstorf  zur Tierseuchenbekämpfung zu hören und Wilhelm Abmeyer stellte den Zuhörern die besten Bullen der Nordrind Verden vor. Über Zuchtviehvermarktung und über züchterische Veranstaltungen berichtete Berend Raupers. Anlässlich der Harz + Heide – Ausstellung in Braunschweig findet in diesem Jahr ein Rinder-tag am 7. Mai statt, der von dem Verein aus Königslutter gestaltet wird.
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Ergebnisse bei der Bezirksversammlung des Milchwirtschaftlichen Kontrollvereins

Südniedersachsen

Mit dem großen Preis der Milcherzeuger wurden Heinrich Eggeling, Hans-Heinrich Rautmann beide aus Essehof und Horst Ohse aus Rickensdorf ausgezeichnet. Die beste Herdenleistung mit Fett und Eiweißmenge hatte auch Hans-Heinrich Rautmann aus Essehof (776 kg), Harald Lippelt aus Räbke (739 kg) und Heinz-Otto Krügener aus Sunstedt (717 kg). Die Kuh „Prinzessi 1“ (Jahrgang 1988) von Horst Ohse aus Rickensdorf erbrachte die beste Lebens-leistung von 120813 kg, gefolgt von „Else“ (1985 geboren) aus dem Stall Gerhard Ohse-Kettig aus Boimstorf mit 119234 kg. Bei der Jahresleistung liegt Elke Rosenblatt aus Lehre mit „Amore“ (1997) mit 13176 kg vorn. Platz zwei für Holger Eggeling aus Essehof mit „Grete“ (1999 geboren) mit 11356 kg.

Für einen Vortrag zu dem Thema „Qualitätsfutter Silage – der große Selbstbetrug“ hatte der Vorsitzende Gustav Pape den Futtermittelberater Klaus Slavicek aus Bonn eingeladen. Mangelnde Sorgfalt beim Schnitt, der Behandlung und der Einbringung des Grundfutters können zu gravierenden Einbußen an Qualität führen. „Oft wird der Futterwert zu hoch einge-schätzt und daraus kann keine optimale Milchleistung resultieren“, hielt der Redner den Landwirten vor und riet deshalb: „Rufen sie uns, lassen sie unsere Berater kommen.“ Die Produktionskosten je Kilogramm Milch bezifferte er mit derzeit 30 bis 34 Cent. Der erzielte Milchpreis sei sowieso schon sehr niedrig und drohe noch weiter zu sinken. Deshalb müsse die Kostenseite sehr kritisch gesehen werden.

Außerdem kündigte der Vorsitzende Gustav Pape eine mäßige Anhebung der Mitglieds-beiträge an, weil auf den Verband eine Sanierungsumlage zukomme. Der Wegfall der Molkereiförderung sei der Grund.
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26.01.


Land- und forstwirtschaftlicher Arbeitgeberverband Braunschweig

Der Land- und forstwirtschaftliche Arbeitgeberverband Braunschweig hat im Januar 2005 sein erstes Rundschreiben an alle Mitglieder im AGV-Beirat versandt. Themen u. a. waren die

  • Sozialversicherungswerte 2005
  • Neue Sachbezugswerte 2005
  • Osteuropäische Saisonarbeitskräfte
  • Befristete Arbeitsverträge
  • Stand der Tarifverträge
  • Sonstiges

Mehr Informationen erhalten Sie in der Landvolk Geschäftsstelle Braunschweig.


24.01.05

Seminar-Reihe - "Modulation" im Grünen zentrum Braunschweig -

Am 24. Januar 2005 fand im Grünen Zentrum Braunschweig ein Seminar zum Thema „Modulation“ statt. Herr Saal vom Amt für Agrarstruktur, Fachbereichsleiter, hielt zu dem Thema: „Prämienkürzungen für neue Programme?“ einen Vortrag.


13.01.05

Bauernverband Kreisverband Goslar - Gemeindeverbandsversammlung -

Auch in diesem Jahr wurden die Gemeinde-verbandsversammlungen für den Bauern-verband Kreisverband Goslar gut besucht.

Hier einige Bilder aus der
Gemeindever-bandsversammlung Bad Harzburg /Vienenburg in Weddingen vom 13.01.05:


 

 

 

In den Versammlungen wurden u. a. aus der GAP-Reform 2005 einige aktuelle Gesichts-punkte und Inhalte aus Cross-Compliance vorgestellt. Es verblieb noch genügend Zeit um über die weitere Agrarpolitik zu sprechen.

Die Landvolk Geschäftsstelle Braunschweig steht Ihnen bei Fragen gern zur Verfügung.


11.01.05

Biogas-Fachtagung

Die Biogas-Fachtagung im Grünen Zentrum Braunschweig fand größtes Interesse.

Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle Braunschweig, wenn Ihrerseits Beratungs-bedarf besteht.

 

 

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