Willkommen beim Landvolk im Braunschweiger Land

Wir sind die Interessenvertretung der Landwirte, der Grund-eigentümer und der Menschen im ländlichen Raum unserer Region!

Auf unserer neuen Internetseite erfahren Sie alles über unsere Arbeit und was Sie sonst noch wissen sollten…

Gerne beantworten wir Ihre Anfragen per E-Mail oder über das  Kontaktformular. Und natürlich stehen wir Ihnen telefonisch und persönlich jederzeit zur Beratung zur Verfügung. 

Am 26. Juni Tour de Flur in Lutter im LK Goslar

Am 26. Juni findet im Landkreis Goslar die diesjährige Tour de Flur statt. Die Landwirte der Ortschaft Lutter freuen sich, Sie an diesem Tag begrüßen zu dürfen.

Detailierte Informationen können Sie den Einladungsflyern entnehmen.

Tour de Flur in Lutter
LUTTER Einladung und Programm Tour de Fl[...]
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Tag des offenen Hofes 2016 in Volkmarsdorf

Unter dem Motto „Gläserne Landwirtschaft“ öffneten mehr als 70 Höfe ihre Tore für Besucher am „Tag des offenen Hofes“.

Ca. 2.500 Gäste nahmen die Gelegenheit war, den Betrieb von Familie Widdecke in Volkmarsdorf, zu besuchen.

„Wir wollen den Bürgen zeigen, wie wir unter Beachtung des Umweltschutzes gesunde Lebensmittel produzieren.“, so der Betriebsleiter Mark Widdecke.

Die Familie wirtschaftet viehlos einen Ackerbaubetrieb. Trotzdem gab es für die Besucher Tauben, Hühner und Kälber am Sonntag zu sehen, die seitens einiger Berufskollegen zur Verfügung gestellt worden sind.  

Auch großen Maschinen konnten sich die Besucher anschauen. Z. B. einen Mähdrescher mit einer Schnittbreite von 7,50 Metern und eine Pflanzenschutzspritze mit 27 Metern Breite. Die Ausmaße waren für die Besucher beeindruckend. 

Tag des offenen Hofes 2016 in Schladen

Marion von Kaufmann lud auf die Domäne Schalden-Achim in den Landkreis Wolfenbüttel ein.

Es bot sich den Gästen ein breites informatives Programm. Ein kleines Highlight war die originalgetreue Nachbildung einer Zuckerfabrik, die Nordzucker-Azubis in vielen Jahren gebaut haben.

Auch die Jägerschaft Wolfenbüttel war mit ihrem Infomobil in Schladen zu Gast. Für die musikalische Untermalung sorgte die Jagdhornbläsergruppe Innerstetal. Das leibliche Wohl wurde vom örtlichen Schlachter und den LandFrauen versorgt. Auch die Kinder kamen nicht zu kurz, ein Getreidebad und eine Strohburg sorgten für eine gelungene Beschäftigung. Bei den großen Maschinen kamen nicht nur die kleinen ins Stauen, als Quiz musste das Gewicht eines Fendt 926 mit angehängtem Güllefass geschätzt werden, zu gewinnen gab es Führungen in der Zuckerfabrik in Schladen und der Okermühle.

Feldrundfahrt Wolfenbüttel 2016

Am 06. Juni konnte der Vorsitzende des Niedersächsisches  Landvolkes, Braunschweiger Land e. V., Herr Ulrich Löhr ca. 100 Gäste aus Landwirtschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Politik auf dem Betrieb von Johannes-Heinrich Schrader begrüßen.

Gleich nach der Begrüßung begaben sich die Gäste auf die von Traktoren gezogenen Anhängergespanne und brachen zu einer Rundfahrt durch die Flöther Feldmark auf.

An einigen Punkten in der Feldmark wurde bei einem Halt die Anbausituation der Früchte thematisiert.

Nachdem eine lange Trockenperiode seit Anfang März insbesondere dem Getreide bereits arg zu schaffen gemacht hatte, haben die Niederschläge der vergangenen Woche für Entspannung gesorgt. Wolfenbüttel blieb, von den insbesondere in Süddeutschland wütenden Unwettern, verschont und der Boden war in der Lage, die Niederschläge aufzunehmen.

Die Pflanzen auf den tiefgründigen Böden westlich des Oders haben diese Trockenphase insgesamt gut überstanden, während die Getreide- und Rapsbestände an den Waldhängen von Elm und Asse und auf den wechselnden Böden des nordöstlichen Kreisgebietes erheblich unter der Trockenheit gelitten haben.

Die im Frühjahr gesäten Früchte wie Zuckerrüben und Mais präsentieren sich auf fast allen Flächen in sehr gutem Zustand.

Weniger freundlich sieht die Preissituation an den Getreidemärkten aus. Das momentane Niveau der Preise wird keine kostendeckende Produktion erlauben. Der Rapspreis hat sich in den letzten Wochen recht erfreulich entwickelt.

Katastrophal sieht hingegen die Marktlage bei den Milchviehhaltern aus. Dort sind staatliche Hilfen zur Erhaltung der Liquidität auf den Betrieben unbedingt notwendig.

Insgesamt werde deutlich, dass die Landwirtschaft sich bei keinem Produkt mehr von den stark schwankenden Weltmärkten abkoppeln kann. Verbrauchsveränderungen auf der anderen Seite des Globus wirken sich umgehend auch auf die regionalen landwirtschaftlichen Produktpreise aus.

Löhr wies auch auf die sich ändernden Bedingungen für den Rübenanbau hin. Ab der Ernte 2017 werden die Rübenanbauer nach dem Ende der sogenannten Rübenmarktordnung die Schwankungen des Weltmarktes fast ungebremst zu spüren bekommen.

Geradezu empört sind die Wolfenbütteler Landwirte über eine neue Software, die  aus dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium zur Verfügung gestellt wurde, über die Anträge über EU Fördermittel gestellt werden müssen.

Wörtlich führte Löhr aus: „ Wir wissen, dass es sich dabei um Steuergelder handelt, die uns zur Verfügung gestellt werden. Deshalb wollen wir die Anträge sehr sorgsam stellen. Aber die dauernden Systemabstürze, Serverüberlastungen und Programmungenauigkeiten rauben uns den Schlaf und die letzten Nerven. In der freien Wirtschaft wären solche schlampigen Programmierer fristlos entlassen worden.“

Weiterhin wurde verdeutlich, dass die geplanten Infrastruktur- und Baumaßnahmen in der Braunschweiger Region die Landknappheit noch weiter verschärfen. Als Beispiele nannte Löhr die neuen Gewerbe- und Baugebiete in Wolfenbüttel und Salzgitter, sowie den geplanten Neubau eine Trasse für die B 65 westlich von Braunschweig.

Erfreut hingegen zeigte er sich, dass kommunenübergreifend eine Ostumgehung von Wolfenbüttel abgelehnt wird.

Nach Ende seiner Ausführungen, wurden diese in angeregter Diskussion bei einem Imbiss vertieft.

Mitgliederversammlung am 30. Mai bei der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig

Albert Schulte to Brinke, Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V., stellte die „Strategische Ausrichtung des Verbandes“ vor.

Am 30. Mai 2016 fand in der Zentrale der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig die Mitgliederversammlung des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land statt.

Anfang diesen Jahres wurde die Haftpflichtversicherungsanstalt Braunschweig auf die beiden Gewährsträger, Öffentliche Versicherung und VGH Versicherungsgruppe übertragen. Die Haftpflichtversicherungsanstalt war einmal als spezialisierter landwirtschaftlicher Versicherer der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft entstanden.

Die Teilübernahme bot der Öffentlichen Versicherung die Möglichkeit sich vorzustellen. Herr Lars Giebel, Abteilungsleiter der Öffentlichen Versicherung – Landwirtschaft – nutzte die Gelegenheit, das Angebotsspektrum seiner Versicherung vorzustellen.

Aus aktuellem Anlass, bat das Landvolk, Dr. Clemens Becker vom Zuckerrübenanbauerverband über die aktuellen Vertragsangebote der Nordzucker AG für den Zuckerrübenanbau 2017 zu berichten. Dabei wurden auch Einzelfragen zum Umgang mit Überrüben beantwortet. Intensiv wurde über die technischen Probleme bei der Nutzung des Agriportals für die Registrierung der neuen Verträge diskutiert.

Der Verbandsvorsitzende Ulrich Löhr gab einen umfassenden Überblick über die politischen Entwicklungen rund um die Landwirtschaft sowie über das Marktgeschehen beim Getreide- und Rapsanbau. Den Landwirten wird in den letzten Jahren immer mehr Büroarbeit aufgebürdet, sei es durch Aufzeichnungspflichten beim Dünger- und Pflanzenschutzeinsatz. Die exakte Zeichnung der Ackerschläge brachte bei der neuen geobasierten Antragstellung auf Agrarförderung eine ganz neue Herausforderung.

Als Hauptredner stellte Albert Schulte to Brinke, Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V., die „Strategische Ausrichtung des Verbandes“ vor. Er ging unter anderem auf die Struktur des Landesverbandes mit den verschiedenen Referenten ein.

Abschließend fand eine emotional angeregte Diskussion zur aktuellen Situation auf dem Milchmarkt statt. Auch die Zukunft der Landwirtschafft mit ihren verschiedenen Aspekten wurde analysiert.

Als Kernproblem wurde von Schulte to Brinke das Image der Landwirtschaft und die fehlende Aufklärung in Schulen hervorgehoben.

Nach ein paar Dankesworten an den Referenten schloss Wilfried Henties stellvertretender Vorsitzender im Nds. Landvolk Braunschweiger Land die Versammlung.

Interkommunales Gewerbegebiet zwischen Braunschweig und Salzgitter

L P D - Wenn es nach dem Willen der Oberbürgermeister geht, soll in Braunschweig und Salzgitter an der A 39 ein interkommunales Gewerbegebiet mit einer Fläche von 300 Hektar (ha) entstehen. Davon entfallen 176 ha auf die Stadt Salzgitter, 124 ha auf Braunschweig.

Der Bauernverband Braunschweiger Land zeigt sich wenig erfreut über die Pläne der beiden Kommunen, denn betroffen sind vor allem landwirtschaftlich genutzte Flächen. „Bei dem geplanten Bauvorhaben geht uns bestes Ackerland für immer verloren. Wir Ackerbauern sind doppelt geschädigt. Es sind nicht allein die 300 Hektar, die als Gewerbegebiet ausgewiesen werden, sondern dazu kommen Zuwege, Straßenausbau und die notwendigen Kompensationsflächen für Naturschutzmaßnahmen“, begründet Landwirt Jens Leopold aus Thiede.

Bereits heute können bis zu 400.000 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche in Niedersachsen nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen genutzt werden. Der tägliche Flächenfraß von durchschnittlich 73 ha bundesweit stellt Landwirte vor eine große Herausforderung. Die Bundesregierung hat sich eine Reduzierung auf 30 ha Flächenverlust pro Tag zum Ziel gesetzt. Die Ressource Boden wird knapp – auch im östlichen Niedersachsen. Insgesamt sind zehn Betriebe von dem interkommunalen Gewerbegebiet betroffen. Salzgitters Werbung „Kinder fördern und Familien unterstützen“ gilt in diesem Zusammenhang offenbar nicht für die landwirtschaftlich geführten Betriebe und ihre Familien. „Wir produzieren hier hochwertige Lebensmittel auf bestem Ackerland, das uns jetzt genommen werden soll. Wir hoffen auf den Rat der Stadt Salzgitter, er muss Vorhaben nochmal überdenken“, sagt Leopold. (LPD 37/2016)

 

Vorgehensweise bei der Hamsterkartierung des NLWKN

Die Vorgehensweise der Biodata GbR hat in unserem Verbandsgebiet für großen Unmut unter den Landwirten geführt. Es erfolgte seitens der Biodata GbR eine unangekündigte Betretung der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Auf Nachfrage einiger Landwirte äußerten sich die Mitarbeiter dahingehend, dass das Landvolk über diese Vorgehensweise informiert sei.

Eine Information seitens des NLWKN oder der Biodata GbR ist in unserer Geschäftsstelle nie eingegangen, es erfolgte lediglich eine Ankündigung über die Homepage des NLWKN.

Zu dieser Thematik hat der Vorsitzende einen Brief an Minister Stefan Wenzel verfasst, dieser steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Anschreiben Ulrich Löhr an Minister Stefan Wenzel
20160509_Anschreiben_Minister Wenzel_NLW[...]
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Nina Zimmermann aus Braunschweig bittet um Mithilfe bei Ihrer Dissertation

Liebe Landwirtinnen und Landwirte,

ich wende mich heute mit einer kleinen, für mich aber sehr relevanten Bitte an Sie:

Kurz der Hintergrund: Mein Name ist Nina Zimmermann, ich komme ursprünglich aus Braunschweig und promoviere derzeit am Lehrstuhl für Agrarsystemtechnik an der TU München. Das Thema meiner Dissertation befasst sich grob mit einer sichereren und vereinfachten elektronischen Lösung für Qualitätsmanagement über verschiedene Stufen der Lebensmittelwertschöpfungskette hinweg. Da bei unseren Nahrungsmitteln nun alles in der Landwirtschaft beginnt, ist es mir sehr wichtig, genau hier ein grundlegendes Stimmungsbild zu erfassen und zu erfahren, wie die deutschen Landwirte zu Qualitätsmanagement im Allgemeinen stehen und ob andere/elektronische Lösungen überhaupt erwünscht sind.

Ich habe hierzu eine kurze Onlinebefragung konzipiert, die vollkommen anonym erfolgt und nicht mehr als 5 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen sollte. Ich würde mich sehr über Ihre Teilnahme an der Befragung und Ihre damit verbundenen Meinungen freuen.

 

Über folgenden Link kommen Sie direkt zur Startseite:

 

https://de.surveymonkey.com/r/TKX95K9

 

Wenn jemand den Link auch an andere potentielle Teilnehmer verteilen kann und mag, wäre das natürlich nicht nur erwünscht sondern ganz besonders klasse!  Jede einzelne abgeschlossene Befragung ist für mich wirklich sehr wertvoll!

 

Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und die besten Grüße aus Hessen,

 

Nina Zimmermann

Neue Kreisgruppensprecher im Braunschweiger Land gewählt

Schacht Konrad ist "unzureichend sicher"

L P D - Als „unzureichend sicher“ lehnt das Landvolk Niedersachsen mit seinen Kreisverbänden Helmstedt, Wolfenbüttel, Peine und Goslar die Tiefenlagerung von Atommüll ohne die Option der Rückholbarkeit konsequent ab. „Dieses Verhalten basiert auf dem Wissenstand, wie er vor 30 Jahren erlangt wurde, und birgt für die landwirtschaftliche Erzeugung ein unkalkulierbares Gefährdungspotenzial“, schildert Landvolk-Vizepräsident Ulrich Löhr bei einer Anhörung im Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtages zu dem Thema in Hannover. Er vergleicht die Faktenlage mit der Genehmigungspraxis bei Scheunen- oder Stallbauten: „Auf der Basis derart veralteter Daten würde keinem Bauern eine Baugenehmigung erteilt“.

Das Landvolk Braunschweiger Land vertritt in der Region etwa 3.600 bäuerliche Mitglieder. Die Ackerbauregion zeichnet sich durch ihre hervorragende Ertragskraft aus, sie rangiert europaweit in der Spitzenliga. Schon jetzt aber müssen die Landwirte für die Unbedenklichkeit ihrer Produkte umfangreiche Nachweise führen, weil die die Folgen des Atommülllagers im Schacht „Asse II“ ertragen müssen. Durch ein zweites Endlager in unmittelbarer Nähe befürchten die Landwirte eine erhebliche Verschärfung dieser Nachweispflichten. „Lebensmittelkonzerne reagieren heute schon bei geringsten Gefahren einer Kontamination auf der Rohstoffseite mit einer konsequenten Auslistung. Unseren mittelständisch geprägten bäuerlichen Höfen würde damit die Existenzgrundlage entzogen“, beschreibt Löhr die Sorgen der Landwirte. Es gebe keine Berechnungen, wie sich die unvermeidliche radioaktive Kontamination unterhalb gesetzlicher Grenzwerte aus beiden Lagern addieren könne. Der Schacht „Asse II“ liegt genau in der Hauptwindrichtung von „Schacht Konrad“. Unzureichend erforscht sind nach Einschätzung des Landvolkes auch die Transporte der radioaktiven Abfälle, nicht zuletzt müsse hier nach den Erfahrung der jüngsten Bahnunfälle die Fehlerquelle „menschliches Versagen“ berücksichtigt werden. Und schließlich verweist das Landvolk auf die Ableitung der kontaminierten Abwässer über eine Druckwasserleitung aus dem Schacht heraus in den Fluss „Aue“. Diese Verbringung werde gewählt, weil die unmittelbare Einleitung vor Ort wegen zu hoher Belastung des Gewässers als nicht möglich eingestuft werde. Für die Landwirte sei dies der Hinweis, dass mit einer messbaren Kontamination der Abwässer und damit auch der Umwelt zu rechnen sei. (LPD 17/2016)

21. Braunschweiger Getreidetag in Königslutter

Boden bleibt ein wichtiger Faktor

Nachhaltigkeit Die großen Themen standen bei Braunschweiger Getreidetag in Königslutter eindeutig im Vordergrund: Die Landwirtschaft will ihre Nachhaltigkeit dokumentieren. Globale Einflüsse wirken sich zunehmend auf die Märkte aus, wenngleich den Inlandskunden weiter die wichtigste Bedeutung zukommt.

Eine gewisse Ernüchterung sah Jürgen Hirschfeld im Markt. „Es ist eine große Herausforderung, die Mengen unterzubringen“, schilderte der Vorsitzende des Bauernverbandes Braunschweiger Land, mit dem Landvolk Niedersachsen Ausrichter des Getreidetages. Aber er hob auch die Leistung der Landwirtschaft hervor, eine um eine Millionen Menschen gewachsene Bevölkerung zu ernähren. „Andere diskutieren über Flüchtlinge, wir versorgen sie. Wir schaffen das“, widmete er ein Zitat von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Agrar- und Ernährungswirtschaft um.

Enttäuscht über verspätete Greeningprämie

Er unternahm wie Landvolkpräsident Werner Hilse einen Ausflug in die Politik und untermauerte mit Blick auf den Klimagipfel in Paris das Bekenntnis der Landwirtschaft zur Nachhaltigkeit. Er führte Stichworte wie Mindestlohn, Greening und Fruchtbarkeit der Böden an, in allen Punkten könne die Landwirtschaft ihre Nachhaltigkeit belegen. Dazu haben Landwirtschaftskammer und Landvolk einen Selbstcheck entwickelt, der im Sommer vorgestellt wurde, mehr dazu unter dem Stichwort Nachhaltigkeitscheck unter www.lwk-niedersachsen.de.  Enttäuscht äußerte er sich zu politischen Beschlüssen, die naturwissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren, und der verspäteten Auszahlung der Greeningprämie in Niedersachsen.

Landvolkpräsident Werner Hilse rückte den Boden in den Mittelpunkt seines Vortrages: „Er bleibt ein wichtiger Faktor“, sagte er. Jeder Quadratmeter werde gebraucht. Dies gelte umso mehr, da in Deutschland heute nur noch 2.100 qm Nutzfläche pro Kopf benötigt werde, im Jahr 1900 waren es noch 6.300 qm. Der Boden sei kein Spekulationsobjekt und habe mehr Verantwortung verdient, er dürfe nicht nur aus dem Blickwinkel des Kapitals betrachtet werden. Hilse sah aber auch eine Pflicht der Landwirte, ihre Flächen bestmöglich zu nutzen. Mit diesem Anspruch sei in den vergangenen Jahren die Bodenkrume deutlich erhöht und  - mit Blick auf aktuelle Nachhaltigkeitskriterien – die Kohlendioxidbindung über einen höheren Humusgehalt ebenfalls deutlich verbessert worden.

Rohstoffmärkte seit 2011 katastrophal

Den Markt beleuchteten Werner Bosse, Marktreferent für pflanzliche Produkte beim Landvolk Niedersachsen, und Alfred Reisewitz von der Agravis. Als „katastrophal“ bezeichnete Bosse die Marktlage der Rohstoffe, neben Getreide seien auch Kaffee, Soja, Kupfer oder Öl betroffen. Der starke Dollar habe diese Entwicklung seit 2011 ebenso massiv forciert wie die schwache Nachfrage nach Industriegütern und die weltweiten Konflikte. Im Getreidemarkt fehlten zudem Impulse für den Export. Im vergangenen Jahr löste Frankreich einen Sog aus, weil es Proteinprobleme mit der eigenen Ernte gab.  Aktuell sieht Bosse eher im Futtermittelsektor einen kleinen Lichtblick, weil Körnermais sehr knapp ist. Die Mischfuttermengen seien zwar tendenziell eher rückläufig, der Getreideanteil nehme aber zu. Niedrige Frachtraten erlaubten zudem einen großen Radius im Exportgeschäft.

Ein Potenzial von 1,5 bis 3,2  Mio. t Weizen sieht auch Albrecht für deutsche Weizenexporte in den EU-Raum, hier werde nach Proteingehalt und Sorte geordert. Reisewitz bezeichnete den EU-Markt als „grenzüberschreitenden Warenverkehr“. Ein Absatzpotenzial von 2,5 bis 7,5 Mio. t gebe es darüber hinaus im Drittlandmarkt, für deutsches Getreide bislang vorrangig im Iran, Saudi Arabien und Nordafrika. Der wichtigste Markt aber bleibe der Inlandsmarkt mit einem Volumen von rund 7,2 Mio. t Brotgetreide und 1,2 Mio. t für die industrielle Verwertung. Dieses Geschäft liege „direkt vor der Haustür, ist permanent da, planbar und bietet einen Frachtvorteil“, zählte der Landhändler die Vorteile auf. Den richtigen Verkaufszeitpunkt aber muss jeder Landwirt selbst ausloten und dazu die Märkte und Börsennotierungen genau beobachten – und dann die richtigen Schlüsse ziehen!

 

 

Moderner Ackerbau

Eine Standortbestimmung des modernen Ackerbaues diskutiert das Landvolk Niedersachsen zurzeit in seinen Gremien. In kurzen Kapiteln sollen die Grundsätze und Entwicklungen vorgestellt werden und im größeren Kontext zu Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit gestellt werden. Als ein hohes Gut wird u.a. der Bodenschutz eingestuft, der allerdings durch den weiter hohen Flächenverbrauch permanent eingeschränkt wird. Das Papier soll im kommenden Jahr öffentlich vorgestellt werden.

LSG "Hügellandschaft Heeseberg"

7. Braunschweiger Bauerntag am 23. November

Eine rundherum gelungene Veranstaltung konnte das Niedersächsisches Landvolk, Braunschweiger Land e. V. am 23. November 15 verbuchen. Der 7. Braunschweiger Bauerntag in der Stadthalle in Braunschweig mit ca. 300 Gästen war ein voller Erfolg.

„Wir müssen die Bodenverteilung gesetzlich neu regeln.“, so Hans-Heinrich Kasten, Abteilungsleiter im Landwirtschaftsministerium SA und Nebenerwerbslandwirt in Wolfsburg. Dieser vertrat „seinen“ krankheitsbedingt abwesenden Minister Hermann Onko Aeikens und hielt das Hauptreferat. In die Gesetze zur Bodenverteilung müssten der Meinung Kastens nach Anteilsverkäufe aufgenommen werden.  Wenn Investoren sich in landwirtschaftliche Betriebe einkaufen, so wechseln große Nutzflächen den Besitzer. Die Gewinne und Steuern flössen aus der Region ab.

„Diese Gefahr sei für Niedersachsen nicht so groß, da die Betriebe kleiner sind.“, so Ulrich  Löhr, Vorsitzender des Nds. Landvolkes, Braunschweiger Land.

Grundsätzlich steht die Landwirtschaft laut Kasten vor einer rosigen Zukunft, denn aufgrund des Bevölkerungswachstum weltweit steigt die Nahrungsnachfrage. Die Lebensmittelproduktion müsse bis zum Jahr 2050 fast verdoppelt werden.

Eine Kürzung der EU-Fördergelder sollte Kastens Ansicht nach nicht erfolgen, um keine weitere Schwächung des ländlichen Raumes herbeizuführen.

Die zahlreichen Nebenerwerbslandwirte in der Region lobte er ausdrücklich für ihr Engagement in den Dörfern.

„Es bleibt schwierig – viel Erfolg!“, so das augenzwinkernde Resümee des Chefvolkswirts der NORD/LB, Torsten Windels.

Erntedankaktion 2015 in Wolfenbüttel

Das Anfang Oktober anstehende Erntedankfest war für die Landfrauen, Landvolk und Landjugend  am Samstag Anlass, in der Wolfenbütteler Fußgängerzone mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen.

Vertreter aller drei Verbände zogen mit einer Obstkarre durch die „Lange Herzogstrasse“ und verschenkten regional erzeugtes Obst und Mehl an die Passanten.

Am Rande entwickelten sich dabei auch interessante Diskussionen über moderne Landwirtschaft, heimische Lebensmittel und Lebensmittelverschwendung.

Die Landfrauen boten an ihrem Stand regional erzeugte Produkte, wie Marmelade, Eier und selbst gebundene Kränze zum Kauf an.

Interessierte Kunden konnten auch bei der Lösung eines Obst- und Gemüse-Sudokus ihr Wissen unter Beweis stellen.

Große Kundgebung am 18.09.2015 in Hannover

 

Mit vielen, teilweise auch in Heimarbeit, erstellten Plakaten setzte sich der "Zug" in Richtung Landtag in Bewegung. Auch die immer wieder in den Verkehrsnachrichten erwähnte Treckerkolonne kam pünktlich an.

Wir bedanken uns bei allen für die Unterstützung!

Verabschiedung von Heiderose Arndt in den Ruhestand

Nach mehr als 40 jähriger Tätigkeit für das Landvolk verabschiedet sich unsere sehr wertgeschätzte Kollegin Heiderose Arndt in den Ruhestand. Sie werden uns fehlen!

Wir wünschen Frau Arndt alles erdenklich Gute und viele schöne Erlebnisse in der kommenden Zeit.

Agrarier aus Australien auf Europastudienreise

Stippvisite bei der Weizenernte beim Kreislandwirt Gerhard Rott in Scheppau

 

Eine Reisegruppe mit zehn Farmerfamilien aus dem Westen des australischen Kontinents befinden sich derzeit auf einer dreiwöchigen, europaweiten Studienreise. Nach Ankunft in der vergangenen Woche auf dem Flughafen in Prag und einigen Stationen in osteuropäischen Ländern, fand auch schon ein Besuch in Berlin mit privatem Programmteil statt. Neben Ackerbau und Betriebsführung ist für sie Agrartechnik von Interesse. Hier stand ihnen das weltweit agierende Unternehmen John Deere zur Seite.

Am Dienstag begannen die Besuche des Tages in Niederndodeleben, westlich von Magdeburg, bei dem zertifizierten Agrargroßbetrieb „Agro Bördegrün“ mit 60 Beschäftigten auf 3.800 Hektar Ackerland. Als Gegenstück bezüglich der Betriebsgröße traf der Reisebus mit den Gästen nachmittags bei dem Familienbetrieb Rott in Scheppau ein. In Betriebsgemeinschaft mit dem Gutsbetrieb Sibylle Wolff von der Sahl in Lauingen bewirtschaftet hier der Kreislandwirt Gerhard Rott mit seinem Sohn Christopher (27) rund 200 Hektar.

Der Junior, der in seiner Studienzeit drei Monate die Landwirtschaft in Australien kennen lernte, demonstriert hier auf Flächen am Elmrand, wie in kleineren Einheiten und entsprechend angepassten Maschinengrößen aktuell die Weizenernte vorgenommen wird. Auch die Hofstelle und die Getreidelagerung wurden gezeigt.

Von ganz anderen Dimensionen im Perth West Australia berichteten die Gäste mit Hilfe des Dolmetschers Burkhard Ziegler aus Magdeburg. Jan Chamberlain bewirtschaftet dort mit seiner Ehefrau und einem Mitarbeiter etwa 2.000 Hektar Ackerland und betreibt Schafszucht. So intensiv wie hier mit durchschnittlich acht Tonnen Weizenerträgen je Hektar gibt es in dem Sonnenland der Boden nicht her. Rund drei Tonnen ist, bei allerdings auch weniger Betriebsmittelaufwand, der Ertrag.

Über den derzeitigen Ernteverlauf hier im Landkreis Helmstedt berichtete der Kreislandwirt. Zeitgerecht unter guten Erntebedingungen verläuft aktuell die Weizenernte als Hauptgetreidefrucht, allerdings mit gut zehn Prozent geringeren Erträgen gegenüber dem guten Vorjahr. Die Vorsommertrockenheit brachte sogar auf den sandigen und tonigen Standorten Ertragseinbußen bis zu 30 Prozent.

Als Berufsvertretung im Agrarbereich fungiert der Landvolkverband Braunschweiger Land. Geschäftsführer Volker Meier machte für die Gäste Angaben für den Landkreis Helmstedt. Rund 400 Betriebe bewirtschaften 40.000 Hektar Ackerland und 40 davon gibt es mit Viehhaltung. Obwohl es hier 12 Biogasanlagen gibt, hält sich der Maisanbau im Landkreis vertretbar bei acht Prozent des Ackerbaues.  

Nach der Übernachtung in Hannover, waren die weiteren Reiseziele Heidelberg und dann Frankreich und England.

Biogas-, Getreide- und Milchproduktion in einem Betrieb

Umfassende Informationen für die Gäste in Rickensdorf von Nils Müller und Lars Ohse

Eine lange Gästeliste hatte Kreislandwirt Gerhard Rott aus Scheppau als Regionssprecher des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land am Donnerstag bei dem Treffen in Rickensdorf zu verlesen. Eingeladen waren die leitenden und deren Vertreter der politischen Parteien, aus Verwaltungen, der Polizei, von Banken, verarbeitenden Betrieben wie Mühlen und Futtermittelhersteller, verwandte Handelsbetriebe zur Landwirtschaft, von Beratungsbüros und weiteren Institutionen.

„Hier in unserer ländlichen Region wollen wir alle zusammenstehen, um unseren Aufgaben im Beruf gemeinsam gerecht zu werden“, stellte er seinen Einführungen zur geplanten Feldrundfahrt voran. Wegen des unsicheren Wetters fand der Informationstag auf der Hofstelle statt. Auch hier gab es für die Nichtlandwirte viel zu sehen. Als GbR führen Nils Müller und Lars Ohse als Energie- und Landwirte neben der Feldwirtschaft in der Nähe der Ortslage eine Biogasanlage und einen sehr modernen Kuhstall.

Die 90 Kühe können sich tiergerecht frei bewegen, Futter und Wasser aufnehmen, ausreichend Liegeplätze nutzen und jederzeit selbständig den voll automatischen Melkstand nutzen. Die Überwachung und Speicherung von allen Vorgängen wird durch einen Chip an der Kuh vorgenommen. Der Melkstand wird durch einen Roboter geführt. Über die Ruhe im Stall, die Baukosten in Höhe von einer Million Euro, und über die technischen Vorgänge staunten die Gäste.

„Die tägliche Milchleistung hat sich bei dieser Haltung unter Beachtung des Tierwohls um maximal 15 Prozent erhöht. Der Milcherzeugerpreis mit derzeit 26 Cent pro Liter ist leider nicht kostendeckend“, berichtete der Tierwirt Lars Ohse.

Der Betrieb der Biogasanlage wird von Nils Müller geführt. Sie wird mit Mais und Gras bestückt. Außerdem fließen 30 Prozent Rindergülle dazu, die direkt aus dem eigenen Kuhstall über ein Rohrsystem kommen. Das ist eine gut funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Über den aktuellen Fruchtstand des Getreides und der Zuckerrüben im Landkreis Helmstedt berichtete Kreislandwirt Rott. Trotz der besonderen Wettersituation mit Trockenperioden ist auf den tiefgründigen Ackerböden mit einer Durchschnittsernte zu rechnen. Der Mais und die Zuckerrüben holen nach den jetzigen Regenfällen und den sonnigen Tagen wieder auf. Auf den flachgründigen Standorten nördlich der Autobahn wird die Erntemenge allgemein je nach den weiteren Wetterbedingungen etwa um ein Drittel geringer sein. Wintergerste ist auf diesen Standorten teilweise schon mit dem befürchteten Ertragsausfall geerntet.                                    

Endlich fertig! Endlich geschafft!

Unter diesem Titel stand die Abschlussrede, die vom Kreislandwirt und Braunschweiger Regionssprecher des Landvolks Manfred Walkemeyer, für die der Landwirtinnen und Landwirte und Landwirtschaftsmeisterinnen und –meister gehalten wurde. Er verdeutlichte den jungen Absolventen, dass der Beruf Landwirt auch eine Lebensaufgabe sei, die nach dem Leitbild des DBV

 

Unternehmerisch im Denken,

bäuerlich im Herzen,

unserem Eigentum verpflichtet,

und verwurzelt in der Region.

 

auch heute noch von vielen gelebt wird.

Wichtig ist, dass man dem Verbraucher die moderne Landwirtschaft erklärt und wichtige Aspekte verdeutlicht. Die Öffentlichkeitsarbeit muss verstärkt mit in den Betriebsablauf aufgenommen werden. Die Ideologien, die auf Halbwahrheiten beruhen müssen richtig gestellt werden. Er animierte dazu sich aktiv in Diskussionen mit einzubringen und die Aufklärung auf dem eigenen Hof mit den Verbrauchern zu beginnen.
Sein Dank galt allen Ausbildungsbetrieben und den Institutionen die aktiv dazu beigetragen haben, den landwirtschaftlichen Nachwuchs zu fördern.

Wir wünschen allen Absolventinnen und Absolventen alles Gute für die Zukunft!

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Geschäftsstelle:

Helene-Künne-Allee 5

38122 Braunschweig

 

Tel: 0531 / 28770-0

Fax: 0531 / 28770-20

E-Mail: mail@landvolk-braunschweig.de

 

Für den Notfall:

 

"Wenn Mama fehlt"

Das Dorfhelferinnenwerk finden Sie auf unserer Hompage unter

Dorfhelferinnenwerk - Station Peine

zuständig für den Bezirk Braunschweig!

 

 

!Anonym und kostenlos!

 

Landwirtschaftliches Sorgentelefon:

Öffnungszeiten:

Mo/Mi/Fr: 8:30 - 12:00 Uhr

Di/Do: 19:30 - 22:00 Uhr

 

Tel: 0 41 37 / 81 25 40

 

TelefonSeelsorge:

Öffnungszeiten:

Rund um die Uhr für Sie da!

 

Tel: 0800 / 111 0 111

       oder

       0800 / 111 0 222

 

Spenden sind bei beiden Institutionen herzlich willkommen.

 

Landwirtschaftliches Sorgentelefon:

http://www.bto-barendorf.de/index.php?id=18

 

TelefonSeelsorge Braunschweig:

http://www.telefonseelsorge-braunschweig.de/